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	<title>ZonsWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Thomas_Schwabach&amp;diff=4483</id>
		<title>Thomas Schwabach</title>
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		<updated>2026-09-23T21:41:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:TS.jpg|200px|thumb|right|Thomas Schwabach (2024)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Thomas Schwabach&#039;&#039;&#039; (* 1. Juli 1973 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]) ist ein in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen-Mitte] lebender und in Zons aufgewachsener Historiker und Archivar, der seit seiner frühen Jugend zur Zonser Ortsgeschichte forscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Studium ==&lt;br /&gt;
Thomas Schwabach wurde 1973 als Sohn des Ehepaars Ernst Schwabach (Verwaltungsangestellter, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Stadt Dormagen], gebürtig aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven]) und der Cilli geborene Köppinger (gebürtig aus Zons) in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] geboren. Nach dem Besuch der [[Schulwesen|Gemeinschaftsgrundschule in Zons]] 1980–1984 besuchte er das Städtische Gymnasium und spätere Bettina-von-Arnim-Gymnasium in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]. Es folgten der Zivildienst beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritasverband] in Dormagen und ab dem Wintersemester 1994/95 das Studium an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-Heine-Universit%C3%A4t_D%C3%BCsseldorf Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf] in Geschichte (Hauptfach Neuere Geschichte, erstes Nebenfach Mittelalterliche Geschichte und Soziologie als zweites Nebenfach) auf Magister Artium. Nach dem Abschluss 2000 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. 2001. Die Dissertation bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Hansgeorg_Molitor Prof. Dr. Hansgeorg Molitor] (Rheinische Landesgeschichte und Neuere Geschichte) behandelt die Entwicklung des [[Ziegeleien|Zieglergewerbes]] allgemein und speziell in Zons (s.u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Studiums arbeitete Schwabach als Studentischer bzw. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Seminaren bzw. Instituten der Universität Düsseldorf: 1997–1998 am Historischen Seminar I (Mittelalterliche Geschichte) bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Hiestand Prof. Dr. Rudolf Hiestand], 1998–2000 am Institut für Geschichte der Medizin bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Labisch Prof. Dr. Alfons Labisch] bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_V%C3%B6gele Prof. Dr. Jörg Vögele] und im Jahr 2000 am Historischen Seminar VIII (Rheinische Landesgeschichte und Neuere Geschichte) bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Hansgeorg_Molitor Prof. Dr. Hansgeorg Molitor].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufliche Laufbahn und Archivdienst ==&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des Promotionsverfahrens arbeitete Thomas Schwabach 2001–2002 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Archiv der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bei Dr. Max Plassmann. 2002 wurde er Leiter des Stadtarchivs und der städtischen Museen (Bauernkriegsmuseum und Heimatmuseen Beutelsbach, Endersbach und Strümpfelbach) [https://de.wikipedia.org/wiki/Weinstadt Weinstadt]. 2004 wechselte er von dort in das Archivreferendariat beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Nordrhein-Westfalen Land Nordrhein-Westfalen], Dienstort [https://de.wikipedia.org/wiki/Detmold Detmold] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Landesarchiv_Nordrhein-Westfalen_Abteilung_Ostwestfalen-Lippe Abteilung Ostwestfalen-Lippe]). Nach dem Staatsexamen an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Archivschule_Marburg Archivschule Marburg] arbeitete er 2006–2007 beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Landesarchiv_Nordrhein-Westfalen Landesarchiv Nordrhein-Westfalen] in [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] (Abteilungen Grundsätze und Hauptstaatsarchiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007–2020 war er Leiter des Archivs der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_St._Gallen Universität St. Gallen (HSG)] in der Schweiz und 2020–2024 Leiter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtarchiv_Bergisch_Gladbach Stadtarchivs Bergisch Gladbach].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigung mit der Zonser Geschichte ==&lt;br /&gt;
Durch die Bekanntschaft mit [[Jost Auler]] ([[Stürzelberg]]), [[Norbert Grimbach]] (Zons) und Heinz Stachowiak (Zons) seit 1987 entwickelte Thomas Schwabach ein großes Interesse an der Lokalgeschichte von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] bzw. speziell Zons, zunächst im archäologischen Bereich, später stärker historisch. Die historischen Untersuchungen konzentrierten sich anfangs auf die eigene Familiengeschichte mütterlicherseits (Stammtafel bzw. Geschichte der Zonser Ziegeleien). Seit Ende der 1980er Jahre recherchierte er daher regelmäßig in den einschlägigen Archiven (Pfarrarchiv St. Martinus Zons, Stadtarchiv Dormagen, seit dem Umzug des Archivs nach Zons 1990 das [[Archiv im Rhein-Kreis Neuss|Kreisarchiv Neuss]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Landesarchiv_Nordrhein-Westfalen_Abteilung_Rheinland Hauptstaatsarchiv Düsseldorf] usw.). Die zunehmende Vertrautheit mit den Quellen führte dazu, dass ihm auch seitens der Archive Rechercheaufträge (Pfarrarchiv) oder Projektarbeiten (Stadtarchiv) übertragen wurden. Dies war Grundlage für die spätere Berufswahl. Aus der Mitgliedschaft im Geschichtsverein Dormagen e.V. (bis heute) sowie den [[Kultur- und Heimatfreunde der Stadt Zons e.V.|Kultur- &amp;amp; Heimatfreunden Stadt Zons e.V.]] (Anfangsjahre) ergaben sich früh vielfältige Kontakte, u.a. zu [[Hermann Kienle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995–2003 war Schwabach Ehrenamtlicher Beauftragter für Denkmalpflege der [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Stadt Dormagen]. Aufgrund seines neuen Wohnsitzes in Baden-Württemberg gab er dieses Amt ab, und sein Nachfolger wurde [[Hermann Kienle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Schwabach hat seine Forschungsergebnisse in Monografien, Aufsätzen und Zeitungsartikeln sowie in jüngster Zeit hauptsächlich im Internet veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sein lokalgeschichtliches Engagement erhielt er 2023 den Heimatpreis der Stadt Dormagen (1. Platz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen von Thomas Schwabach ==&lt;br /&gt;
=== Monografien mit Zons-Bezug ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zur Geschichte des Schützenvereinswesens in Zons. Festschrift anläßlich des 100-jährigen Bestehens der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft]] 1898 Zons e.V.&#039;&#039;, Neuss 1998. ([[St. Hubertus-Schützengesellschaft|überarbeitete Version online]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entwicklung des [[Ziegeleien|Zieglergewerbes]] in Zons, Stadt Dormagen, Rhein-Kreis Neuss (15.–20. Jahrhundert) – mit ausführlicher Darstellung der allgemeinen Entwicklung des Gewerbezweiges&#039;&#039; (= Zeitsprünge – Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart 3/04), Dormagen 2004 [überarbeitete Fassung der gleichnamigen Dissertation, Düsseldorf, Nov. 2000].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die [[Schwieren (Familie)|Schwieren]]-Chroniken aus Zons. Bemerkenswertes aus einer niederrheinischen Kleinstadt und ihrer Umgebung 1733–1823&#039;&#039; (= Veröffentlichungen des Kreisheimatbundes Neuss e.V. Nr. 15), Köln 2005 ([[Schwieren-Chroniken|überarbeitete Online-Version]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze und kleinere Beiträge mit Zons-Bezug ===&lt;br /&gt;
* (mit [[Jost Auler]]): &#039;&#039;Römische Bronzefunde vom Taubenacker am Grenzhof bei Zons&#039;&#039;, in: Vereinsmitteilungen des Geschichtsvereins für Dormagen, Nievenheim und Zons, H. 2/1988, S. 35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Aus der Chronik des Zonser Küsters [[Johannes Peter Schwieren|Johannes-Petrus Schwieren]]&#039;&#039;, in: Dormagener Historische Beiträge, Bd. 1 (= Historische Schriftenreihe der Stadt Dormagen, Nr. 7), Dormagen 1992, S. 49–80.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Libri baptizatorum, copulatorum et mortuorum parochiae Zontinensium – Die Matrikeln der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus Zons als historische Quelle&#039;&#039;, in: Festschrift 400 Jahre Pfarrei St. Martinus Zons 1593–1993 (= Historische Schriftenreihe der Stadt Dormagen, Nr. 10), Langwaden 1993, S. 49–67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zonser [[Gottesurteile]] im 19. Jahrhundert – Erster Teil: Die Kapelle und die Engelsfigur am Rheintor&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 48/1995, S. 5–6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zonser [[Gottesurteile]] im 19. Jahrhundert – Zweiter Teil: Der mysteriöse Tod des Wilhelm Dittgen&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 49/1995, S. 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zonser [[Gottesurteile]] im 19. Jahrhundert – Dritter Teil: Die Reue des ungläubigen Nagelschmieds Johann&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 51/1996, S. 10–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zonser [[Gottesurteile]] im 19. Jahrhundert – Vierter und letzter Teil: Zonser [[Pfarrer]] [[Adam Otten]]&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 52/1996, S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wandel zur Touristenattraktion: Die Wurzeln des [[Fremdenverkehr]]s in Zons (Auszug aus einem Vortrag zum 100-jährigen Bestehen der Volksbank Dormagen)&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 56/1997, S. 3–4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Passionskreuz soll originalgetreu nachgebildet werden. Zons: Die Inschrift eines verschwundenen Kreuzes&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 58/1997, S. 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hermann von Weinsberg (1518–1598): Strafrechtspflege. Flucht mißlang – Verbrecher wurde in Zons &amp;quot;gespießt&amp;quot;&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 65, 1998, S. 6–7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Marion Roehmer &amp;quot;[[Schloss Friedestrom|Burg Friedestrom]] in Zons&amp;quot;. Skelette schließen auf einen Männerüberschuß&#039;&#039;, in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 65, 1998, S. 4–5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Ein bemerkenswerter Lepra-Untersuchungsfall vor der Medizinischen Fakultät der Universität Köln in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts&#039;&#039;, in: Die Klapper. Mitteilungen der Gesellschaft für Leprakunde e.V. 1/1998, S. 8–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Eine [[Altkarten|Altkarte]] des Amtes Zons aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert&#039;&#039;, in: Jahrbuch für den Kreis Neuss 2000 (1999), S. 98–111.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] - Von den kleinen Zwistigkeiten der Patres mit den [[Pfarrer|Orts-Pfarrern]]&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 1], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 77, 2000, S. 10–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] - Hochwasser 1658: Messe wurde auf dem Dach des Rohbaus gefeiert&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 2], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 78, 2000, S. 7–8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] - Unter Kanonendonner wurde die [[Franziskanerkirche|Kirche]] in Zons am 4. März 1666 endlich eingeweiht&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 3], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 79, 2000, S. 14–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] - Über die Intrigen des Zonser Vikars&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 4], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 81, 2001, S. 14–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] – Verlockende Düfte während der Fastenzeit&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 5], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 82, 2001, S. 10–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] – &amp;quot;Weiber&amp;quot; öffneten den Franzosen das Stadttor&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Zonser Franziskaner, Teil 6], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 83, 2001, S. 14–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] – Franziskaner tranken heimlich das selbst gebraute Bier&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Franziskaner in Zons, Teil 7], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 84, 2001, S. 6–7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] – Ein Hirsch und fünf Pistolen für das Kloster&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Franziskaner in Zons, Teil 8], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 85, 2001, S. 14–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Franziskaner|Franziskanerkloster]] – Wassermassen warfen 1784 die Stadtmauern an der Rheinstraße um&#039;&#039; [Auszüge aus den Annalen der Franziskaner in Zons, Teil 9], in: Heimatland, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 87, 2002, S. 14–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;quot;Zoonser Ursprunck&amp;quot;: Die Chronik-Notizen von [[Josef Hugo]] (1739–1823)&#039;&#039;, in: [[Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg]], Bd. X (2005), S. 51–60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die vergessenen Lebensjahre der Kölner Patrizierin und &amp;quot;Hexe&amp;quot; Katharina Henot († 1627) in Zons und die spätere Verschwörung gegen sie und ihre Geschwister – Neue Erkenntnisse zur Lösung eines Justizmord-Rätsels&#039;&#039;, in: [[Stephen Schröder|Schröder, Stephen]]/ Schwabach, Thomas (Red.): Zons. Neue Erkenntnisse zur Geschichte einer alten Stadt (= Veröffentlichungen des Archivs im Rhein-Kreis Neuss Bd. 3), Sankt Augustin 2023, S. 182–267.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (mit Daniel Hinz): &#039;&#039;Digitale 3D-Rekonstruktion des ehemaligen Franziskanerklosters in Dormagen-Zons&#039;&#039;, in: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2026 (2025), S. 46–75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Publikationen ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mittelalterliches Scherbenmaterial aus Straberg&#039;&#039;, in: Vereinsmitteilungen des Geschichtsvereins für Dormagen, Nievenheim und Zons, H. 2/1988, S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (mit Jörg Vögele): &#039;&#039;Die Entwicklung des Warenverkehrs im Eisenbahnsektor und der Bau des Osnabrücker Zweigkanals&#039;&#039;, in: Unterm Strich. Von der Winkelkrämerei zum E-Commerce. Eine Ausstellung des Museums Industriekultur im Rahmen des 175jährigen Bestehens der Sparkasse Osnabrück, Katalog, hrsg. v. Michael Haverkamp u. Hans-Jürgen Teuteberg, Bramsche 2000, S. 84–93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zum Nachlass und zur Sammlung der Dormagener &amp;quot;Altertumssammler&amp;quot; Johann Peter und Jakob Delhoven&#039;&#039;, in: Jahrbuch für den Kreis Neuss 2001 (2000), S. 60–77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Chronik Hackenbroich-Hackhausen und Delhoven 1815–1931&#039;&#039;, in: St. Hubertus-Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen 1927 e.V. (Hg.): Unser Hackenbroich-Hackhausen. 75 Jahre St. Hubertus-Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen 1927 e.V. Die Geschichte der Bruderschaft in Wort und Bild. Ein Dorf im Wandel der Zeit. Die Dorfchronik von Hackenbroich-Hackhausen von 1815–2000, Dormagen 2002, S. 191–241.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Nachlass Prof. Dr. med. Dr. phil. Alwin Diemer im Universitätsarchiv Düsseldorf&#039;&#039;, in: Max Plassmann (Hg.): Bewahren und Gestalten. Ein Jahr Universitätsarchiv Düsseldorf (= Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Nr. 35), Düsseldorf 2002, S. 29–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Alltags- und ereignisgeschichtliche Aspekte der Detmolder Geschichte 1914–1933&#039;&#039;, in: Ragna Boden/ Christine Mayr/ Christoph Schmidt/ Thomas Schwabach (Bearb.): Eine Stadt im Bild – Leben in Detmold 1914–1933, Ausstellung des Staats- und Personenstandsarchivs Detmold (= Veröffentlichungen der Staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe D: Ausstellungskataloge Staatlicher Archive, Heft 32), Detmold 2004, S. 11–24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (als Herausgeber): Peter Blickle, Horst Buszello, Thomas Holub, Hans-Martin Maurer: &#039;&#039;&amp;quot;Der Gerechtigkeit einen Beistand thun…&amp;quot; – Beiträge und Dokumente zum Bauernkrieg&#039;&#039; (Stadtarchiv und Museen Weinstadt, Kleine Schriftenreihe, Nr. 5), Remshalden 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (mit Ragna Boden, Christine Mayr, Christoph Schmidt): &#039;&#039;Die Geschichtswissenschaften und die Archive. Perspektiven der Kooperation. DFG-Workshop im Westfälischen Landesmuseum Münster&#039;&#039;, in: Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 58. Jg. (2005), Heft 1, S. 43–46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Die Anfänge des Hochschulsports an der HSG&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 2/2011, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Nach dem Match ist vor dem Match&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 4/2011, S. 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Das 40-jährige Jubiläum der Hochschule 1939 - Universitätsrang durch Promotionsrecht&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 4/2012, S. 29–30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Eine Maurerkelle erinnert an die Grundsteinlegung zum Erweiterungsbau 1986&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2013, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Eine Wanderausstellung über die Integration von Kunst in die Architektur der HSG-Gebäude 1965–1968&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 3/2013, S. 38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Der Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann an der Handelshochschule 1947&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 4/2013, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Der Künstler Gerhard Richter und sein Wandbild &amp;quot;St.Gallen&amp;quot;&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2014, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: 25 Jahre Bibliotheksbau&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 2/2014, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Bedeutender Zuwachs im Universitätsarchiv: Nachlass Prof. Dr. Eduard Naegeli&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 3/2014, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Das Internierten-Hochschullager im Zweiten Weltkrieg&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2015, S. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Paul Alther und die Rektoratskette&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 3/2015, S. 38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Blick zurück: Die Ungarnhilfe 1956&#039;&#039;, in: Alma – Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 2/2016, S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (als Herausgeber und Bearbeiter): Peter Lückerath, Thomas Schwabach, Michael Werling: &#039;&#039;Gruß aus... Bergisch Gladbach in Lithografie-Ansichtskarten um 1900&#039;&#039;, Bergisch Gladbach 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (in Vorbereitung): &#039;&#039;Hexerei- und Zaubereiprozesse in der Reichsstadt Köln 1626–1630. Verlauf, Akteure und Eskalationsdynamik&#039;&#039; (Monografie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artikel zur Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
* Olaf Moll: &amp;quot;Thomas Schwabach erforscht die Geschichte der Dachziegeleien in Zons - &#039;Pfannen-Beekerey&#039; mit Tradition&amp;quot;, in: NGZ vom 19. Januar 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Andrea Helmes: &amp;quot;Zwischen alten Ziegeleien und Heiratsverbot&amp;quot;, in: Westdeutsche Zeitung vom 16. Juli 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Carsten Sommerfeld: &amp;quot;Im Keller schlummert Zonser Technikgeschichte&amp;quot;, in: NGZ vom 18. Februar 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kassandra Bucher: &amp;quot;Ordnung ist sein Leben&amp;quot;, in: Prisma - das Magazin der Studierenden der Universität St.Gallen, Nr. 339, April 2012, S. 56–57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anneli Goebels: &amp;quot;Zonser Heimatforscher arbeitet in St.Gallen&amp;quot;, in: NGZ vom 10. April 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Interview mit Thomas Schwabach: &#039;Das Gedächtnis der HSG sinnvoll gestalten&#039;&amp;quot;, in: Alma, Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2016, S. 30–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Guido Wagner: &amp;quot;Mit Quellen zu Menschen ins Wohnzimmer. Gladbachs neuer Stadtarchivar Dr. Thomas Schwabach will das Gedächtnis der Stadt stärker digitalisieren&amp;quot;, in: Bergische Landeszeitung vom 27. Oktober 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwabach, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Johannes_Peter_Schwieren&amp;diff=4482</id>
		<title>Johannes Peter Schwieren</title>
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		<updated>2026-09-22T10:30:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Johannes Peter Schwieren&#039;&#039;&#039; (* 23. Dezember 1704 in Zons; † 2. November 1775 in Zons) war von 1729 bis zu seinem Tod [[Küster]] an [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|St. Martinus Zons]] und [[Lehrer]] der örtlichen Küsterschule. Ab 1750 war er zudem Zonser Ratsherr. Er führte ab 1733 eine [[Schwieren-Chroniken|Chronik]] über Ereignisse im Ort und der Umgegend, die heute eine wichtige lokalgeschichtliche Quelle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elternhaus ==&lt;br /&gt;
Johannes Peter Schwieren wurde am 23. Dezember 1704 in Zons als Sohn des [[Küster]]s und [[Lehrer]]s [[Peter Schwieren]] (* um 1664 wohl im Raum [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburg Bedburg]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Bergheim Bergheim]; † 17. August 1729 in Zons) und der Margarethe Schwidden (* ca. 1673 vermutlich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Esch/Auweiler Esch]&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Bruder Margarethes, der Junggeselle Johannes Schwidden, wurde dort am 20. Juli 1700 begraben (PfAZ, Nr. 302, p. 272).&amp;lt;/ref&amp;gt;; † 13. Januar 1763 in Zons) geboren. Seine Taufpaten waren Johannes Peter Jöstgen und Gertrud Stamm.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies und die folgenden Daten zu den Geschwistern basieren auf: &#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 737.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Geschwister waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes (* 24. August 1697 in Zons; † 12. April 1702 in Zons); Taufpaten waren Johannes Schweren und Agnes Schwidden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agnes (* 7. November 1698 in Zons), die Andreas Thurn aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] heiratete&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Janssen/Friedrich Wilhelm Lohmann, Der Weltklerus in den Kölner Erzbistums-Protokollen, ein Necrologium Coloniense 1661–1825, 3 Bde., Köln 1935/36, Sp. 1447, Nr. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;; Taufpaten waren Agnes Becker und Heinrich Schwidden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin (* 21. August 1700 in Zons; † 6. August 1751 in Zons), der als Junggeselle starb; Taufpaten waren Martin Ettweiler und Anna Förster genannt Esken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm (* 6. Februar 1703 in Zons; † 27. Januar 1707 in Zons); Taufpaten waren Wilhelm Schwieren und Agnes Verlings&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Gertrud (* 12. Oktober 1707 in Zons), die 1741 in [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Aposteln Köln-St. Aposteln] den Witwer Hermann Dorman heiratete; Taufpaten waren Gertrud Schwieren und Rütger Schwieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth (* 15. April 1711 in Zons; † 6. November 1742 in Zons), die am 16. April 1741 in Zons [[Wilhelm Assenmacher]] (~ 28. Januar 1714 in Zons; † 14. Januar 1800 in Zons) heiratete; Taufpaten waren Anna Elisabeth Schwidden und Johannes Diepelkofen (ein Schwager des Vaters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerhard (* 19. Mai 1714 in Zons; † 22. November 1734 in Zons), der ledig blieb; Taufpaten waren der Zonser [[Beseher|Zoll-Beseher]] [[Gerhard Wolters]] und Anna Maria Kohls (die Ehefrau des Zonser [[Kontrolleure|Zoll-Kontrolleurs]] [[Hermann Endenich]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Johannes Peter Schwieren heiratete am 15. Juni 1738 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] Christina Daners (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck]; † 7. Januar 1740 in Zons), die vom Hundshof in [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCchen Jüchen-Stessen] stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies und die folgenden Angaben zur Familie basieren auf &#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 736f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie starb nur einen Tag nach der Geburt des Sohnes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Reiner (~ 6. Januar 1740 in Zons), der die geistliche Laufbahn einschlug und zeitweilig Vikar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck] war; Paten waren der Zonser [[Zöllner]] [[Hubert Wiesen]], Gertrud Broich geborene Daners vom Hundshof in Stessen (die Großmutter mütterlicherseits) und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (die Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zweiter Ehe heiratete Johannes Peter Schwieren am 12. März 1741 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] mit Dispens vom Aufgebot und nachträglicher Dispens wegen Blutsverwandtschaft 4. Grades Maria Elisabeth Cremer (* 17. März 1717 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]; † 22. Mai 1783 in Zons). Mit ihr hatte er sechs Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Margarethe (~ 13. März 1743 in Zons); Taufpaten waren Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits) und Peter Cremer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Gertrud (~ 10. März 1745 in Zons; † 26. Juli 1791 in Zons), die am 21. Januar 1773 in Zons den Zonser Burg-Wachtmeister [[Everhard Frohn]] (* ca. 1714/15 vermutl. in Bedburdyck; † 7. April 1790 in Zons)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; heiratete; Taufpaten waren Gertrud Aldenrath und Servatius Mattheisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes (~ 18. Januar 1747 in Zons; † 30. Dezember 1775 in Zons), der ledig blieb; Taufpaten waren Johannes Cremer, der Jäger Johannes Hermann Schult und Sophia Brewers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Christina (~ 6. August 1749 in Zons; † 10. April 1805 in Zons), die am 9. Mai 1786 in Zons Johannes Peters (~ 15. April 1737 in Zons; † 2. November 1788 in Zons) heiratete, in zweiter Ehe am 19. April 1789 in Zons Johann Heinrich Scherges (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenkirchen Odenkirchen]; † 27. Mai 1802 in Zons); Taufpaten waren Maria Krücken, Adolph Kalthoven und der Jäger Johannes Hermann Schult &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann (~ 4. Dezember 1751 in Zons; † 27. Dezember 1751 in Zons); Taufpaten waren der Jäger Johannes Hermann Schult, Christina Blümers und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hermann Schwieren|Johannes Hermann]] (~ 30. Juni 1753 in Zons; † 9. Februar 1826 in Zons), der am 13. April 1777 in Zons Maria Sybille Schnee (~ 28. April 1743 in Zons; † 9. Juni 1791 in Zons), die Haushälterin im Zonser Pfarrhaus, und am 11. August 1791 in Zons in zweiter Ehe Maria Clara Malzkorn (* ca. 1767 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfgen_(Grevenbroich) Elfgen]; † 2. August 1811 in Zons) heiratete; Taufpaten waren der Jäger Johannes Hermann Schuld und Maria Agnes Schwieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie wohnte im Eckhaus an der Feldstraße (heutige Schloßstraße) an der Gasse zum Kirchplatz. Dort stehen heute die Häuser [[Schloßstraße]] 30–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Patenkinder von Johannes Peter Schwieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig zu beachten, dass der Küster als Pate bei Fremden eintrat, wenn diese keine Paten stellen konnten, bei problematischen Geburten, Nottaufen usw. Nicht in jedem Fall ist daher von einem engeren verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Verhältnis auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Bergheim (~ 16. April 1734; † 9. Mai 1735 in Zons), Tochter von Adam Bergheim und Elisabeth geborene Massen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gertrud Nolden (~ 15. November 1736; † 17. Mai 1737 in Zons), Tochter von Peter Nolden und Agnes geborene Falckenberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 517.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jacob Wimmer (~ 29. März 1739; † 27. August 1808 in Zons), Sohn von Mathias Gerhard Wimmer und Anna Christina geborene Güsgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 830.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Titz (~ 14. Juli 1739; † 31. Januar 1743 in Zons), Sohn von Heinrich Titz und Anna Elisabeth geborene Stelsmann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 785.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christina Stamm (~ 23. November 1740; † 27. Februar 1821 in Zons), Tochter von Georg Stamm und Margarethe geborene Zaun&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 747.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 3. April 1741; † 18. April 1747 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Margarethe Dormann (~ 20. März 1742), Tochter von Hermann Dormann und Maria gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 153f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gudula Reucher (~ 22. Februar 1749; † 24. Februar 1749 in Zons), Tochter von Wilhelm Reucher und Catharina geborene Schilberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 13. September 1749; † 6. Februar 1795 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Falckenberg (~ 18. Januar 1752), Tochter von Johannes Heinrich Falckenberg und Anna Elisabeth geborene Stelsmann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lambert Dücker (~ 3. Februar 1752; † 13. August 1764 in Zons), Sohn von Johannes Dücker und Anna Maria geborene Mieves&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cäcilia Assenmacher (~ 1. März 1754), Tochter von Heinrich Assenmacher und Christina geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Wilhelm Schülgen (~ 16. Juni 1756) Tochter von Heinrich Schülgen und Anna Gertrud geborene Schulmeister (der Sohn war ein illegitimes Kind mit Johannes Wilhelm Rickerts)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 715.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Anna Kirberg (~ 22. September 1757; † 24. August 1841 in Zons), Tochter von Johannes Kirberg und Anna Maria geborene Cremer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Erasmann (~ 1. Juli 1759), Tochter von Peter Erasmann und Maria Christina geborene Schlebusch&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elisabeth Norf (~ 28. August 1763; † 7. Februar 1823 in Zons), Tochter von Peter Norf und Gertrud geborene Stamm&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 526.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Andreas Fausten (~ 9. Februar 1764; † 5. Dezember 1769 in Zons), Sohn von [[Müller]] [[Johannes Fausten]] und Margarethe geborene Hüsgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Esser (~ 22. Mai 1764), Sohn von Johannes Esser und Anna Catharina geborene Hackenbroich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Stommel (~ 31. Januar 1766; † 27. September 1818 in Zons), illegitimes Kind von Leonhard Schauff und Anna Catharina Stommel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Margarethe Josephine Schwidden (~ 26. März 1766; † 21. März 1768 in Zons), Tochter von Wilhelm Schwidden und Anna Maria geborene Schülgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 734.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Baumberg (~ 10. Mai 1766; † 13. November 1766 in Zons), Tochter von Heinrich Baumberg und Maria Elisabeth geborene Aldenhoven&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Schmitz (~ 28. Juli 1767; † 24. August 1767 in Zons), Tochter von Johannes Georg Schmitz und Catharina geborene Schilberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 679.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gertrud Becker (~ 26. April 1771; † 28. März 1772 in Zons), Tochter von Johannes Becker und Anna Elisabeth geborene Heinemann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Antonia Stevert (* 17. Oktober 1771; † 27. Mai 1772 in Zons), Tochter des [[Kontrolleure|Zoll-Kontrolleurs]] [[Hyronimus Bertram Heribert Stevert]] und der Josephine Johanna Margarethe geborene Spelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Frohn (~ 26. Februar 1774; † 9. Mai 1856 in Zons), Sohn von [[Everhard Frohn]] und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Driesch (~ 28. März 1774 in Stürzelberg), Sohn von Melchior Driesch und Maria Barbara geborene Wolf (eine Lutheranerin, ohne ständigen Wohnsitz, aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dessenheim Dessenheim im Elsass] stammend)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Odenthal (~ 17. August 1774; † 5. Dezember 1774 in Zons), Sohn von Gerhard Odenthal und Gertrud geborene Massen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 529f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johannes Peter Schwieren als Trauzeuge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Schmitz mit Gertrud Eichhorn am 2. Oktober 1763&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 681.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Jülich mit Margarethe Hamacher am 13. November 1763&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Mathias Koppen mit Catharina Wolters am 8. Januar 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Christian Deutz mit Gertrud Eichhorn am 11. Oktober 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Jülich mit Ursula Naas am 30. November 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Adam Lemper mit Anna Catharina Witgens am 8. Mai 1766&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wolter Müllenberg mit Cäcilia Bock am 20. Mai 1766&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 487.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Josef Hugo|Johannes Josef Hugo]] mit Maria Elisabeth Elsen am 1. April 1767&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Zimmermann mit Christina Helpenstein am 28. Oktober 1767&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 861.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Görgens mit Angela Servos am 12. Juni 1768&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Derendorf mit Helene Grönen am 20. Dezember 1768&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Josef Cremer mit Anna Catharina Stommel am 15. August 1769&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Theodor Braun mit Maria Elisabeth geborene Aldenhoven am 24. Mai 1770&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Thomas Richrath mit Anna Maria Peters am 14. April 1771&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 595.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Bertram Richrath mit Anna Catharina Lützenrath am 21. Juli 1772&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 585.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Nicolaus Niesen mit Maria Elisabeth Stein am 6. Januar 1773&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 506.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Otto Titgen mit Maria Christina Offer am 6. Februar 1774&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 784.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Fischer mit Anna Maria Fausten am 25. Juli 1774&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maria Elisabeth Schwieren geborene Cremer als Patin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 3. April 1741; † 18. April 1747 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Eva Schulmeister (~ 9. August 1742), Tochter von Wolter Schulmeister und Anna Elisabeth von der Bohlen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 719.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Stamm (~ 4. Februar 1743; † 3. Februar 1821 in Zons), Sohn von Georg Stamm und Margarethe geborene Zaun&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 747f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Assenmacher (~ 25. Juni 1747; † 17. April 1753 in Zons), Tochter von Wilhelm Assenmacher und Anna Catharina geborene Curtius&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Vehr (~ 7. November 1748; † 12. Februar 1749 in Zons), Tochter von Gerhard Vehr und Clara geborene Weber&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 795.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 13. September 1749; † 6. Februar 1795 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Benedikt Frohn (~ 17. März 1777; † 16. November 1834 in Zons), Sohn von Everhard Frohn und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küster, Lehrer, Landwirt, Ratsherr und Chronist ==&lt;br /&gt;
Näheres hierzu ist den Vorbemerkungen zu den [[Schwieren-Chroniken]] zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwieren, Johannes Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ratsherren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronisten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Pfarrhaus&amp;diff=4481</id>
		<title>Pfarrhaus</title>
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		<updated>2026-09-22T10:25:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kirche Pfarrhaus-38.jpg|300px|thumb|right|Das 1770 errichtete Pfarrhaus von St. Martinus.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrhaus_Tuer.jpg|300px|thumb|right|Portal des Pfarrhauses.]]&lt;br /&gt;
Das historische katholische &#039;&#039;&#039;Pfarrhaus&#039;&#039;&#039; (auch als Pastorat bezeichnet) befindet sich an der [[Hubertusstraße]] unmittelbar gegenüber der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|katholischen Pfarrkirche St. Martinus]] im Zentrum der Altstadt von Zons. Das im Spätbarock errichtete Gebäude bildet zusammen mit der Pfarrkirche, der [[Pfarrscheune]] und dem Gebäude der ehemaligen [[Vikarie]] ein Ensemble des geistlichen Lebens. Seit seiner Errichtung im 18. Jahrhundert dient das Gebäude ununterbrochen als Residenz der Zonser [[Pfarrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgängerbauten und historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte eines eigenständigen Pfarrhofs in Zons reicht bis in das Spätmittelalter zurück. Nachdem [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]] den [[Rheinzoll]] im Jahr 1372 nach Zons verlegt und den Ort 1373 zur [[Stadtrecht|Stadt]] erhoben hatte, wurde auch die kirchliche Infrastruktur innerhalb der neuen Stadtmauern ausgebaut. Im Jahr 1381 wird unter dem Brauweiler Priestermönch und Zonser [[Pfarrer]] [[Arnold Warfengel]] erstmals ausdrücklich ein neu erbauter Pfarrhof im Stadtinneren urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrhunderten wurde das Pfarrhaus mehrfach durch kriegerische Ereignisse und Stadtbrände schwer in Mitleidenschaft gezogen:&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1464]]: Beim ersten großen Stadtbrand wurde das Anwesen beschädigt und anschließend wieder instand gesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1547]]: Nach der Zerstörung des Pfarrhauses beim zweiten Stadtbrand kam es zu langwierigen Auseinandersetzungen über die Baupflicht. Das Kölner [[Domkapitel]] forderte von der [[Abtei Brauweiler|Benediktinerabtei Brauweiler]] den Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude. Der Abt von Brauweiler lehnte dies zunächst ab, da Zons kirchenrechtlich formal noch eine Filiale der [[Maternuskapelle|Mutterkirche]] in [[Bürgel]] sei. Schließlich einigte man sich darauf, dass die Abtei 100 Taler beisteuerte und das [[Domkapitel]] die übrigen Kosten übernahm.&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1620]]: Beim verheerenden dritten Stadtbrand brannte das Pfarrhaus mitsamt den Wirtschaftsgebäuden und fast der gesamten Stadt bis auf wenige Häuser vollständig ab. [[Pfarrer]] [[Franz Heusser]] und sein Nachfolger [[Andreas Winckens]] ließen das Gebäude in den Folgejahren aus eigenen Mitteln und Erträgen der Pfarrei schrittweise wieder aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Neubau von 1770 unter Pfarrer Ferdinand Bodifé ==&lt;br /&gt;
Im Laufe des 18. Jahrhunderts wies der alte Bau aus dem 17. Jahrhundert erhebliche bauliche Mängel auf. Der aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BChl_(Rheinland) Brühl] stammende Benediktinermönch [[Ferdinand Bodifé]], der von 1762 bis 1785 als [[Pfarrer]] in Zons wirkte, veranlasste daher einen vollständigen Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwieren-Chroniken|Chronik]] des Zonser [[Küster]]s [[Johannes Peter Schwieren]] überliefert den genauen Ablauf der Baumaßnahme im Frühjahr 1770:&lt;br /&gt;
* Abbruch des Altbaus: Am 18. April 1770 (dem Mittwoch nach Ostern) wurde mit dem Abbruch des alten baufälligen Pfarrhauses begonnen.&lt;br /&gt;
* Grundsteinlegung: Am 8. Mai 1770 vollzog [[Pfarrer]] [[Ferdinand Bodifé]] die feierliche Benediktion des Grundsteins. In die Fundamentecke zur benachbarten [[Vikarie]] hin wurden dabei zwei heilige Reliquien eingemauert. Den anwesenden Kindern der Stadt wurde aus diesem Anlass Weckgebäck ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neu errichtete Pfarrhaus präsentiert sich als zweigeschossiger, spätbarocker Backsteinbau mit rosa Anstrich, Sandsteingewänden und einem geschwungenen Walmdach. Das künstlerisch gestaltete Portal an der Schauseite wird von einer aufwendigen Sandsteinkartusche bekrönt. Die darin eingemeißelten Initialen &amp;quot;F. B.&amp;quot; sowie die Jahreszahl 1770 erinnern bis heute an den Bauherrn [[Ferdinand Bodifé]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung und Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des Alten Reiches und der Aufhebung der [[Abtei Brauweiler]] im Zuge der Säkularisation (1802) bewohnten die aus dem Brauweiler Konvent entsandten Mönche das Pfarrhaus. Mit [[Pfarrer]] [[Gereon Joseph Löhr]] endete 1826 diese jahrhundertelange Tradition. Ihm folgten Kölner Diözesanpriester wie [[Andreas Aegidius Mevissen]], [[Franz Anton Vaßen]], [[Carl Joseph Neesen]] und [[Sebastian Schmitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war das Pfarrhaus mehrfach Schauplatz besonderer Vorfälle:&lt;br /&gt;
* Das [[Wundermadonna|Wunder von Zons (1822)]]: Als im Sommer 1822 wundersame Lichterscheinungen an einer [[Wundermadonna|Marienfigur]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche]] Tausende Pilger nach Zons lockten, griff das Kölner Generalvikariat ein. Das Gnadenbild wurde auf Anordnung der Kirchenbehörde vorübergehend aus der Kirche entfernt und im Pfarrhaus unter Verschluss gehalten, ehe es 1857 wieder feierlich aufgestellt werden konnte.&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer Schutzwache (1852): Wegen einer Serie von Einbrüchen und Kirchendiebstählen im Kreis Neuss bewilligte der Zonser [[Kirchenvorstand]] unter [[Bürgermeister]] [[Josef Hanstein]] im Dezember 1852 jährliche Mittel für eine nächtliche Schutzwache. Der städtische Wegewärter Wilhelm Baum (1825–1871) patrouillierte fortan nachts im Ort, um insbesondere die Kirche und das Pfarrhaus zu schützen, in dem das wertvolle Kirchensilber aufbewahrt wurde. Der Wachtdienst wurde im April 1854 offiziell wieder eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren des Gebäudes hat sich unter anderem ein wertvoller barocker Schrank erhalten. Im 20. Jahrhundert wurden mehrfach umfangreiche Renovierungs-, Sanierungs- und Trockenlegungsarbeiten durchgeführt (unter anderem 1925 sowie in den Jahren 1955 bis 1960 und 1983 bis 1985), um die historische Bausubstanz zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrsch1.jpg|300px|thumb|right|Die 1753/54 errichtete Pfarrscheune von St. Martinus Zons (s. Eisenanker &amp;quot;1754&amp;quot;).]]&lt;br /&gt;
== Das Pfarrareal und die Pfarrscheune ==&lt;br /&gt;
Zum Komplex des Pfarrhauses gehört auch das rückwärtige Grundstück mit dem Kirchengarten sowie die angrenzende historische [[Pfarrscheune]] an der [[Wendelstraße]]. Diese Scheune wurde in den Jahren 1753/54 unter dem damaligen [[Pfarrer]] und späteren [[Abtei Brauweiler|Brauweiler]] Abt [[Beda Groten]] erbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Scheune ihre landwirtschaftliche Funktion verloren hatte, veranlasste [[Pfarrer]] [[Peter Heidkamp]] Ende der 1980er Jahre in Abstimmung mit dem Landeskonservator eine umfassende Restaurierung. Im März 1993 wurde das Gebäude als modernes Pfarrheim und Begegnungsstätte eingeweiht. Seitdem dient die ehemalige Pfarrscheune als geschätzter Veranstaltungsort für das kirchliche und kulturelle Leben in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]]: &#039;&#039;Zons – Portrait einer alten Stadt&#039;&#039;. Dormagen 2000.&lt;br /&gt;
* Gasten, Elmar / Haas, Reimund / Kolewa, Herbert: &#039;&#039;Kirchengeschichte und Pfarrarchiv St. Martinus Zons (Findbuch)&#039;&#039;. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VIII, Dormagen 1996.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons&#039;&#039;. Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Peter Heidkamp|Heidkamp, Peter]]: &#039;&#039;Mönche aus Brauweiler als Pfarrer in Zons&#039;&#039;. In: Pulheimer Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde, Band 19, Pulheim 1995, S. 65–77.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]]: &#039;&#039;Die Schwieren-Chroniken aus Zons. Bemerkenswertes aus einer niederrheinischen Kleinstadt und ihrer Umgebung 1733–1823&#039;&#039;. Neuss 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakrale Gebäude]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Datei:Pfarrhaus_Tuer.jpg&amp;diff=4480</id>
		<title>Datei:Pfarrhaus Tuer.jpg</title>
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		<updated>2026-09-22T10:22:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: Portal des Zonser Pfarrhauses, errichtet 1770 unter Pfarrer Ferdinand Bodifé. Seine Initialen &amp;quot;F. B.&amp;quot; finden sich in der mittigen Steinkartusche wiedergegeben.

Foto: Heiko Lissy, 31.05.2023&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Portal des Zonser [[Pfarrhaus]]es, errichtet 1770 unter [[Pfarrer]] [[Ferdinand Bodifé]]. Seine Initialen &amp;quot;F. B.&amp;quot; finden sich in der mittigen Steinkartusche wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Heiko Lissy, 31.05.2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Johannes Hermann Schwieren</title>
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		<updated>2026-09-22T10:04:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Johannes Hermann Schwieren&#039;&#039;&#039; (~ 30. Juni 1753 in Zons; † 9. Februar 1826 in Zons) war von 1775 bis zu seinem Tod [[Küster]] an [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|St. Martinus Zons]] und [[Lehrer]] der örtlichen Küsterschule. Die [[Schwieren-Chroniken|Chronik]] seines Vaters über Ereignisse im Ort und der Umgegend, die er für die Jahre 1776 bis 1823 fortsetzte, ist eine bedeutende lokalgeschichtliche Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elternhaus ==&lt;br /&gt;
Johannes Hermann Schwieren wurde am 30. Juni 1753 in Zons als Sohn des [[Küster]]s und [[Lehrer]]s [[Johannes Peter Schwieren]] (* 23. Dezember 1704 in Zons; † 2. November 1775 in Zons) und der Maria Elisabeth geborene Cremer (* 17. März 1717 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]; † 22. Mai 1783 in Zons) getauft. Seine Geschwister waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus der ersten Ehe des Vaters mit Christina Daners (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck]; † 7. Januar 1740 in Zons)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Reiner (~ 6. Januar 1740 in Zons), der die geistliche Laufbahn einschlug und zeitweilig Vikar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck] war; Paten waren der Zonser [[Zöllner]] [[Hubert Wiesen]], Gertrud Broich geborene Daners vom Hundshof in Stessen (die Großmutter mütterlicherseits) und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (die Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollgeschwister:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Margarethe (~ 13. März 1743 in Zons); Taufpaten waren Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits) und Peter Cremer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Gertrud (~ 10. März 1745 in Zons; † 26. Juli 1791 in Zons), die am 21. Januar 1773 in Zons den Zonser Burg-Wachtmeister [[Everhard Frohn]] (* ca. 1714/15 vermutl. in Bedburdyck; † 7. April 1790 in Zons)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; heiratete; Taufpaten waren Gertrud Aldenrath und Servatius Mattheisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes (~ 18. Januar 1747 in Zons; † 30. Dezember 1775 in Zons), der ledig blieb; Taufpaten waren Johannes Cremer, der Jäger Johannes Hermann Schult und Sophia Brewers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Christina (~ 6. August 1749 in Zons; † 10. April 1805 in Zons), die am 9. Mai 1786 in Zons Johannes Peters (~ 15. April 1737 in Zons; † 2. November 1788 in Zons) heiratete, in zweiter Ehe am 19. April 1789 in Zons Johann Heinrich Scherges (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenkirchen Odenkirchen]; † 27. Mai 1802 in Zons); Taufpaten waren Maria Krücken, Adolph Kalthoven und der Jäger Johannes Hermann Schult &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann (~ 4. Dezember 1751 in Zons; † 27. Dezember 1751 in Zons); Taufpaten waren der Jäger Johannes Hermann Schult, Christina Blümers und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie wohnte im Eckhaus an der Feldstraße (heutige Schloßstraße) an der Gasse zum Kirchplatz. Dort stehen heute die Häuser [[Schloßstraße]] 30–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Johannes Hermann Schwieren heiratete am 13. April 1777 in Zons Maria Sybille Schnee (~ 28. April 1743 in Zons; † 9. Juni 1791 in Zons), die Haushälterin im Zonser Pfarrhaus. Trauzeugen waren Hubert Reiner Schwieren, Vikar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck], und Heinrich Schnee. Nach dem frühen Tod seiner Ehefrau im Juni 1791 heiratete er er bereits zwei Monate darauf , am 11. August des Jahres in Zons Maria Clara Malzkorn (* ca. 1767 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfgen_(Grevenbroich) Elfgen]; † 2. August 1811 in Zons). Trauzeugen waren Johannes Heinrich Scherges und Johannes Peter Frohn. Den beiden Ehen entstammten die folgenden Kinder:&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Angaben basieren überwiegend auf: &#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 736.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth (~ 2. Februar 1778 in Zons); Taufpaten waren die Großmutter väterlicherseits Maria Elisabeth geborene Cremer und der Großvater mütterlicherseits Caspar Schnee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Anna (~ 23. Januar 1780 in Zons), die am 16. Februar 1808 in Zons Ferdinand Hubert Josef Nolden heiratete; Taufpaten waren die Großmutter mütterlicherseits Maria Anna geborene Witgens und der Burg-Hauptmann [[Everhard Frohn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Christina (~ 22. November 1781 in Zons; † 8. Juni 1809 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Maxkirche_(D%C3%BCsseldorf) Düsseldorf-St. Maximilian]), die ledig starb; Taufpaten waren Maria Christina Schwieren, Heinrich Schnee und der Burg-Hauptmann [[Everhard Frohn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Gertrud (~ 16. Oktober 1783 in Zons; † 1. Juni 1785 in Zons); Taufpaten waren Maria Gertrud Boes und Peter Kirberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter (~ 11. Juli 1792 in Zons), der am 7. Oktober 1822 in [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] Anna Gertrud Knab heiratete; Taufpaten waren Johannes Malzkorn, Johannes Peter Frohn und Anna Margarethe Zaums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jacob Benedikt (~ 10. August 1794 in Zons; † 7. Juli 1800 in Zons); Taufpaten waren Jacob Schmitz und Florentine Maltzkorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Aemilian Hubert (~ 18. November 1796 in Zons; † 26. Juni 1800 in Zons); Taufpaten waren Johannes Wilhelm Fischermann und Maria Elisabeth Kauhlen geborene Wiesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Leonard Josef (~ 17. Oktober 1798 in Zons;  † 22. Mai 1807 in Zons); Taufpaten waren Leonard Malzkorn und Johannes Peter Frohn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Emil Hubert (~ 3. Juli 1800 in Zons; † 29. Juli 1830 in Zons), der am 16. August 1826 in Zons Maria Elisabeth Worringen heiratete; Taufpaten waren Wilhelm Fischermann und Maria Anna Schnee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Josef (~ 10. August 1802 in Zons); Taufpaten waren Johannes Schmitz und Maria Christina Malzkorn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Benedikt August Hubert (* 2. August 1804 in Zons; † 6. August 1804 in Zons); Taufpaten waren Gerhard Adam Fischermann (Pfarrer in [https://de.wikipedia.org/wiki/Widdersdorf_(K%C3%B6ln) Widdersdorf]) und Johanna Catharina Kauhlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franz Anton (* 1. Oktober 1805 in Zons; † 2. Dezember 1837 in Zons), der am 7. Juli 1830 in Zons Magdalena Fleischhauer und am 30. Januar 1835 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] Elisabeth Mück heiratete; Taufpaten waren [[Anton Baaden|Franz Anton Baaden]] und Therese Fischermann geborene Dofenthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Gertrud (* 22. November 1807 in Zons; † 15. November 1822 in Zons); Taufpaten waren Maria Gertud Nussbaum und Peter Coenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Patenkinder von Johannes Hermann Schwieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig zu beachten, dass der Küster als Pate bei Fremden eintrat, wenn diese keine Paten stellen konnten, bei problematischen Geburten, Nottaufen usw. Nicht in jedem Fall ist daher von einem engeren verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Verhältnis auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Lündorff (~ 26. November 1774; † 12. Mai 1775 in Zons), Tochter von Johannes Lündorff und Magdalene geborene Odenthal&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Jülich (~ 7. Dezember 1774; † 6. Mai 1841 in Zons), Tochter von Johannes Peter Jülich und Ursula geborene Nass&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Falkenberg (~ 8. Februar 1775), unehelicher Sohn von Maria Catharina Falkenberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Franzisca Frohn (~ 14. Oktober 1775), Tochter von Everhard Frohn und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Lingens (~ 6. Januar 1776; † 18. Mai 1780 in Zons), Tochter von [[Johann Lingens (* 1740)|Johann Lingens]] und Anna Catharina geborene Blum&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 422.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Bongartz (~ 17. Juni 1776; † 27. April 1797 in Zons), Tochter von Wilhelm Bongartz und Gertrud geborene Keders&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Schulmeister (~ 28. Dezember 1776; † 8. Januar 177 in Zons), Sohn von Johannes Peter Schulmeister und Adelheid geborene Longerich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 719.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Benedikt Frohn (~ 17. März 1777; † 16. November 1834 in Zons), Sohn von Everhard Frohn und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Heinrich Bastian (~ 2. Oktober 1778; † 18. August 1795 in Zons), Sohn von Werner Bastian und Anna Maria geborene Götzen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Christina Frohn (~ 11. September 1779; † 8. Dezember 1868 in Zons), Tochter von Everhard Frohn und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kippels/Kiepels (~ 14. November 1779; † 5. Juni 1783 in Zons), Sohn von Andreas Kippels/Kiepels und Maria Catharina geborene Bongartz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Schnee (~ 24. Februar 1781; † 14. Februar 1785 in Zons), Sohn von Caspar Schnee und Gertrud geborene Boes&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 695.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Margarethe Witgens (~ 26. April 1781; † 5. Dezember 1845 in Zons), Tochter von Christian Witgens und Gertrud geborene Classen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 842.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Conrad Peters (~ 23. August 1781; † 24. August 1781 in Zons), Sohn von Johannes Peters und Margarethe geborene Linnartz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 551.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Assenmacher (~ 2. März 1785; † 8. Juli 1785 in Zons), Tochter von Jacob Assenmacher und Maria Agnes geborene Knaben&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Rodenkirchen (~ 26. Juli 1786; † 11. März 1851 in Zons), Sohn von Johannes Theodor Rodenkirchen und Anna Margarethe geborene Mohr&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 605.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Scherges (~ 7. März 1790), Sohn von Johannes Heinrich Scherges und Maria Christina geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 634.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Catharina Weber (~ 22. März 1790; † 13. Februar 1797 in Zons), Tochter von Johannes Theodor Weber und Anna Margarethe geborene Güsgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 812.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth Schnee (~ 23. Dezember 1790; † 6. Januar 1791 in Zons), Tochter von Heinrich Schnee und Anna Maria geborene Kirberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 696.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Salm (~ 3. August 1791; † 12. April 1794 in Zons), Sohn von Adolph Johannes Salm und Eva geborene Nelles&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 617.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Schneider (~ 22. August 1793; † 8. Januar 1866 in Zons), Tochter von Johannes Wilhelm Schneider und Anna geborene Lommertz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Stelsmann (~ 22. November 1796; † 16. März 1820 in Zons), Sohn von Bertram Stelsmann und Elisabeth geborene Kux&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 760.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Wilhelm Stamm (~ 26. Oktober 1797), Sohn von Heinrich Stamm und Elisabeth geborene Tourbon&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 748.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Gertrud Sand (~ 19. Dezember 1797; † 15. Februar 1841 in Zons), Tochter von Theodor Sand und Anna Maria geborene Krey&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 621.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Frohn (* 9. Juli 1798), Tochter von Johannes Peter Frohn und Maria Gertrud geborene Schmitz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Magdalena Norff (* 7. Januar 1801; † 8. Januar 1801 in Zons), Tochter von Heinrich Gerhard Norff und Anna Catharina geborene Geuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 523.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann Hubert Sand (* 10. April 1801), Sohn von Theodor Sand und Anna maria geborene Krey&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 621.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Gassen (* 10. Mai 1803; † 20. Mai 1886 in Zons), Sohn von Johannes Heinrich Gassen und Cäcilia geborene Klophausen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 233f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Clara Hesemann (* 7. Mai 1807; † 15. Oktober 1810 in Zons), Tochter von Christoph Hesemann und Maria Catharina geborene Schwidden&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agnes Dattenfeld (* 18. Juni 1808; † 18. Juni 1808), Tochter von Peter Joseph Dattenfeld und Anna Gertrud geborene Paffrath&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Catharina Elisabeth Frohn (* 25. Oktober 1808), Tochter von Johannes Peter Frohn und Maria Gertrud geborene Schmitz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Hubert Dattenfeld (* 11. Dezember 1809), Sohn von Peter Joseph Dattenfeld und Anna Gertrud geborene Paffrath&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sophia Henck (~ 25. März 1810), Tochter von Martin Henck und Odilia geborene Köppen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agnes Karis (* 14. September 1815; † 25. Februar 1883 in Zons), Tochter von Johannes Karis und Eva geborene Moll&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 336f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Fleischhauer (* 18. Juli 1816; † 20. Juli 1816 in Zons), Sohn von Engelbert Fleischhauer und Anna Catharina geborene Hahn&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 203f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christian Lucas (* 13. Oktober 1816), Sohn von Andreas Lucas und Catharina geborene Klophausen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Hubertine Hartstein (* 30. Juli 1818; † 11. Juli 1823 in Zons), Tochter von Christian Hermann Hartstein und Maria Elisabeth geborene Kolvenbach&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Hendrichs (* 21. Dezember 1819; † 3. Januar 1820 in Zons), Sohn von Cornelius Hendrichs und Anna Elisabeth geborene Michels&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Josef Meuther (* 17. Juni 1820; † 5. November 1889 in Zons), Sohn von Johann Heinrich Meuther und Maria Anna geborene Schnee&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 465f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Fleischhauer (* 8. Juli 1822; † 9. Juli 1822 in Zons), Tochter von Johannes Fleischhauer und Anna Maria geborene Mainz&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Agnes Erkelenz (* 22. März 1823; † 11. Januar 1908 in Zons), Tochter von Theodor Erkelenz und Maria Sybille geborene Schnee&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christina Schönen (* 13. September 1823), Tochter von Peter Joseph Schönen und Anna Margarethe geborene Delhoven&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 709.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Hubertine Schwieren (* 27. April 1824), Tochter von Johannes Peter Schwieren und Anna Gertrud geborene Knaben&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 737.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johannes Hermann Schwieren als Trauzeuge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Schult mit Maria Elisabeth Kalthoff am 17. Mai 1770&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 720.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Mostert mit Maria Margarethe Schwieren am 10. Februar 1771&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 482.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Quirin Niesen mit Anna Maria Rademachers am 11. September 1771&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 506.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Everhard Frohn mit Anna Gertrud Schwieren am 21. Januar 1773&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Wilhelm Hackenbroich mit Anna Margarethe Nelles am 29. Mai 1774&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Mathias Weber mit Catharina Esser am 9. Februar 1777&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 813.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Gerhard Scheuss mit Anna Catharina Tönninger am 22. Juli 1777&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 635.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Steingass mit Sophia Weis am 16. September 1777&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 759.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Wilhelm Schilberg mit Maria Gertrud Stattfeld am 11. Mai 1779&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 644.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Caspar Behrens mit Anna Elisabeth Johanna Zimmermann am 10. Dezember 1780&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Nelles mit Maria Catharina Schneider am 14. September 1783&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 501.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Leonard Heinrich Köntgen mit Anna Maria Classen am 26. Oktober 1783&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Reiner Daners mit Christina Stamm am 24. Juni 1784&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Arentz mit Christina Elisabeth Erkelenz am 24. Januar 1786&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peters mit Maria Christina Schwieren am 9. Mai 1786&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 551.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Adolph Johannes Salm mit Eva Nelles am 20. Juni 1786&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 617.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wilhelm Lützenrath mit Maria Christina Schmitz am 17. Oktober 1786&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 440.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Tillmann Josef Paffrath mit Christina Fausten am 22. Mai 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 539.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Conrad Boes mit Christina Meuter am 22. Juli 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Wilhelm Josef Kratter mit Maria Anna Eberle am 16. September 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 379.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Wilhelm Blankenheim mit Helene Stamm am 28. September 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Lündorff mit Gertrud Kuckhoff am 2. Oktober 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Johannes Eberle]] mit Anna Gertrud Mones am 8. November 1787&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Haas mit Anna Maria Schiefer am 5. Februar 1788&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Mathias Klötzer mit Margarethe Keymer am 12. August 1788&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Richrath mit Christina Grönen am 12. August 1788&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 595.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Friedrich Könen mit Maria Christina Vehr am 26. Oktober 1788&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Christian Kreuder mit Sybille Christina Holtzberg am 4. November 1788&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Heinrich Scherges mit Maria Christina Schwieren am 19. April 1789&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 634.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Korrig mit Anna Gertrud Hamacher am 2. Juni 1789&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 377.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Tampier mit Anna Ambrosia Reuthers am 3. November 1789&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 779.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Müller mit Agnes Esser am 2. Februar 1790&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 492.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Heckhausen mit Maria Margarethe Hermanns am 3. Oktober 1790&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Worringen mit Anna Gertrud Schmitz am 31. Oktober 1790&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 852.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Emanuel Geuer mit Anna Catharina Stommel am 11. Januar 1791&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Anton Bernhard Peters mit Odilia Abels am 1. Februar 1791&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 548.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Anton Klein mit Gertrud Kratz am 1. Juni 1791&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 353.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Müller mit Anna Margarethe Fabels am 24. Juli 1791&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 492.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wilhelm Fleischhauer mit Anna Catharina Fischer am 9. Oktober 1791&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wilhelm Flick mit Anna Christina Printzen am 9. Februar 1793&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Lambert Keppeler mit Catharina Magdalene Josephine geborene Wirtz am 10. Februar 1793&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Burbach mit Anna Maria Dören am 14. April 1793&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Michael Josef Worringen mit Maria Clara Schimmelpfennig am 1. November 1793&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 853.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Esser mit Maria Clara Henen am 8. Juli 1794&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Engelbert Bürgel mit Maria Anna Kirberg am 28. August 1794&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Joseph Boes mit Maria Therese Geuer am 1. November 1795&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Sand mit Anna Catharina Keders am 24. Januar 1796&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 619.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Lenden mit Elisabeth Haas am 17. Mai 1796&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 408.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Theodor Lenders|Johannes Theodor Lenders]] mit Catharina Tils am 21. Juni 1796&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 410.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Kolb mit Maria Ursula Huppertz am 29. Juni 1796&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Anton Lövenich mit Elisabeth Wimmer am 1. Oktober 1796&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Frohn mit Maria Gertrud Schmitz am 27. September 1797&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Vinzens Blömacher mit Anna Christina Wimmer am 2. Februar 1798&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Langel mit Maria Margarethe Vehr am 13. Februar 1798&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Liken-FBZ&#039;&#039;, S. 403.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Josef Lohmann mit Gertrud Lachmeyer am 3. Juni 1798&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 430.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Christoph Hesemann mit Maria Anna Schnee am 11. August 1798&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Stelsmann mit Maria Elisabeth Schmitz am 3. März 1799&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 764.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Zingsheim mit Catharina Zaun am 12. Mai 1799&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 862.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Esser mit Eva Nelles am 22. Dezember 1799&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wilhelm Norff mit Anna Christina Bergisch am 24. Juni 1800&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 526.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Fleischhauer mit Anna Maria Mainz am 14. September 1800&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Anton Opladen mit Cäcilia Teusch am 4. November 1800&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Mathias Schmitz]] mit Maria Elisabeth Titz am 24. Dezember 1800&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 687.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Franz Anton Sourilliot]] mit Anna Gertrud Mones am 18. Oktober 1801&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 743.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Gottfried Schönen mit Anna Christina Lohmann am 17. Januar 1802&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 706.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Mathias Gerhard Fischgens mit Maria Elisabeth Schieffer am 21. Februar 1802&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Josef Esser mit Anna Catharina Rixen am 24. April 1802&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Richrath mit Anna Margarethe Lützenrath am 5. August 1806&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Ludwig Theodor Ferdinand Wassenberg mit Maria Anna Ernst am 12. April 1807&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 807.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Ferdinand Hubert Josef Nolden mit Maria Anna Schwieren am 16. Februar 1808&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 515.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Reusrath mit Anna Gudula Kleefisch am 14. August 1809&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 580.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Gratze mit Anna Maria Schmitz am 26. August 1809&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Wilhelm Zimmermann mit Anna Christina Esser am 20. Februar 1810&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 861.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Tilmann (Magloin) Demarque und Anna Catharina Schmitz am 7. Oktober 1810&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Adolph Schmitz mit Anna Maria Richrath am 20. Juni 1811&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 656.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Fammler mit Anna Catharina Scheuss am 3. Oktober 1812&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Frimmersdorf mit Margarethe Geuer am 22. Februar 1813&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Hecker mit Maria Elisabeth Schwidden am 21. Mai 1814&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Winand Krupp mit Maria Anna Josephine Frohn am 13. Juli 1816&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 388.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Christian Hermann Hartstein mit Maria Elisabeth Kolvenbach am 4. September 1817&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;; S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Ferdinand Glasmacher mit Anna Maria Uhr am 12. Februar 1820&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Bernhard Schmitz mit Anna Margarethe Schnee am 7. Januar 1821&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 662.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Jacob Weidenfeld mit Anna Catharina Geuer am 16. September 1822&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 816.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Lambert Schimmelpfennig mit Maria Elisabeth Schnell am 2. August 1824&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 650.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küster, Lehrer, Landwirt und Chronist ==&lt;br /&gt;
Näheres hierzu ist den Vorbemerkungen zu den [[Schwieren-Chroniken]] zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwieren, Johannes Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronisten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Elisabeth Klopfer</title>
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		<updated>2026-09-22T10:01:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Elisabeth Klopfer&#039;&#039;&#039; geborene Gessner (* 22. Mai 1933 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Merl_%28Zell%29 Merl im Kreis Zell/Mosel]) war ab 1962 [[Lehrer]]in an der katholischen [[Schulwesen|Volksschule]] in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
Elisabeth Klopfer absolvierte das Abitur im Jahr 1953, ihre erste Lehramtsprüfung 1955 und die zweite Lehramtsprüfung 1959. 1955–1958 unterrichtete sie in [https://de.wikipedia.org/wiki/Koblenz Koblenz], anschließend bis 1959 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Landkern Landkern im Landkreis Cochem-Zell], dann bis 1962 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttig-Fankel Bruttig] ebendort. Vor dem 1. Mai 1962 wechselte sie an die katholische [[Schulwesen|Volksschule]] in Zons.&amp;lt;ref&amp;gt;AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klopfer, Elisabeth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Franz Heusser</title>
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		<updated>2026-09-22T09:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dies ist ein Thema, zu dem noch kein Artikel geschrieben wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;   Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lebt von der Mitarbeit. Wenn Du beim Erstellen dieses Artikels oder anderer Artikel im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; helfen willst, bist Du dazu herzlich eingeladen! So kannst auch Du einen Beitrag dazu leisten, das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu einem umfassenden Zons-Lexikon auszubauen.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Dies ist ein Thema, zu dem noch kein Artikel geschrieben wurde.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dies ist ein Thema, zu dem noch kein Artikel geschrieben wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;   Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lebt von der Mitarbeit. Wenn Du beim Erstellen dieses Artikels oder anderer Artikel im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; helfen willst, bist Du dazu herzlich eingeladen! So kannst auch Du einen Beitrag dazu leisten, das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ZonsWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu einem umfassenden Zons-Lexikon auszubauen.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Johannes Peter Schwieren</title>
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		<updated>2026-09-22T09:56:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Johannes Peter Schwieren&#039;&#039;&#039; (* 23. Dezember 1704 in Zons; † 2. November 1775 in Zons) war von 1729 bis zu seinem Tod [[Küster]] an [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|St. Martinus Zons]] und [[Lehrer]] der örtlichen Küsterschule. Ab 1750 war er zudem Zonser Ratsherr. Er führte ab 1733 eine Chronik über Ereignisse im Ort und der Umgegend, die heute eine wichtige lokalgeschichtliche Quelle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elternhaus ==&lt;br /&gt;
Johannes Peter Schwieren wurde am 23. Dezember 1704 in Zons als Sohn des [[Küster]]s und [[Lehrer]]s [[Peter Schwieren]] (* um 1664 wohl im Raum [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburg Bedburg]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Bergheim Bergheim]; † 17. August 1729 in Zons) und der Margarethe Schwidden (* ca. 1673 vermutlich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Esch/Auweiler Esch]&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Bruder Margarethes, der Junggeselle Johannes Schwidden, wurde dort am 20. Juli 1700 begraben (PfAZ, Nr. 302, p. 272).&amp;lt;/ref&amp;gt;; † 13. Januar 1763 in Zons) geboren. Seine Taufpaten waren Johannes Peter Jöstgen und Gertrud Stamm.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies und die folgenden Daten zu den Geschwistern basieren auf: &#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 737.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Geschwister waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes (* 24. August 1697 in Zons; † 12. April 1702 in Zons); Taufpaten waren Johannes Schweren und Agnes Schwidden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agnes (* 7. November 1698 in Zons), die Andreas Thurn aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] heiratete&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Janssen/Friedrich Wilhelm Lohmann, Der Weltklerus in den Kölner Erzbistums-Protokollen, ein Necrologium Coloniense 1661–1825, 3 Bde., Köln 1935/36, Sp. 1447, Nr. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;; Taufpaten waren Agnes Becker und Heinrich Schwidden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin (* 21. August 1700 in Zons; † 6. August 1751 in Zons), der als Junggeselle starb; Taufpaten waren Martin Ettweiler und Anna Förster genannt Esken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm (* 6. Februar 1703 in Zons; † 27. Januar 1707 in Zons); Taufpaten waren Wilhelm Schwieren und Agnes Verlings&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Gertrud (* 12. Oktober 1707 in Zons), die 1741 in [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Aposteln Köln-St. Aposteln] den Witwer Hermann Dorman heiratete; Taufpaten waren Gertrud Schwieren und Rütger Schwieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth (* 15. April 1711 in Zons; † 6. November 1742 in Zons), die am 16. April 1741 in Zons [[Wilhelm Assenmacher]] (~ 28. Januar 1714 in Zons; † 14. Januar 1800 in Zons) heiratete; Taufpaten waren Anna Elisabeth Schwidden und Johannes Diepelkofen (ein Schwager des Vaters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerhard (* 19. Mai 1714 in Zons; † 22. November 1734 in Zons), der ledig blieb; Taufpaten waren der Zonser [[Beseher|Zoll-Beseher]] [[Gerhard Wolters]] und Anna Maria Kohls (die Ehefrau des Zonser [[Kontrolleure|Zoll-Kontrolleurs]] [[Hermann Endenich]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Johannes Peter Schwieren heiratete am 15. Juni 1738 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] Christina Daners (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck]; † 7. Januar 1740 in Zons), die vom Hundshof in [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCchen Jüchen-Stessen] stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies und die folgenden Angaben zur Familie basieren auf &#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 736f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie starb nur einen Tag nach der Geburt des Sohnes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Reiner (~ 6. Januar 1740 in Zons), der die geistliche Laufbahn einschlug und zeitweilig Vikar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck] war; Paten waren der Zonser [[Zöllner]] [[Hubert Wiesen]], Gertrud Broich geborene Daners vom Hundshof in Stessen (die Großmutter mütterlicherseits) und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (die Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zweiter Ehe heiratete Johannes Peter Schwieren am 12. März 1741 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] mit Dispens vom Aufgebot und nachträglicher Dispens wegen Blutsverwandtschaft 4. Grades Maria Elisabeth Cremer (* 17. März 1717 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]; † 22. Mai 1783 in Zons). Mit ihr hatte er sechs Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Margarethe (~ 13. März 1743 in Zons); Taufpaten waren Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits) und Peter Cremer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Gertrud (~ 10. März 1745 in Zons; † 26. Juli 1791 in Zons), die am 21. Januar 1773 in Zons den Zonser Burg-Wachtmeister [[Everhard Frohn]] (* ca. 1714/15 vermutl. in Bedburdyck; † 7. April 1790 in Zons)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; heiratete; Taufpaten waren Gertrud Aldenrath und Servatius Mattheisen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes (~ 18. Januar 1747 in Zons; † 30. Dezember 1775 in Zons), der ledig blieb; Taufpaten waren Johannes Cremer, der Jäger Johannes Hermann Schult und Sophia Brewers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Christina (~ 6. August 1749 in Zons; † 10. April 1805 in Zons), die am 9. Mai 1786 in Zons Johannes Peters (~ 15. April 1737 in Zons; † 2. November 1788 in Zons) heiratete, in zweiter Ehe am 19. April 1789 in Zons Johann Heinrich Scherges (* in [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenkirchen Odenkirchen]; † 27. Mai 1802 in Zons); Taufpaten waren Maria Krücken, Adolph Kalthoven und der Jäger Johannes Hermann Schult &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Hermann (~ 4. Dezember 1751 in Zons; † 27. Dezember 1751 in Zons); Taufpaten waren der Jäger Johannes Hermann Schult, Christina Blümers und Margarethe Schwieren geborene Schwidden (Großmutter väterlicherseits)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hermann Schwieren|Johannes Hermann]] (~ 30. Juni 1753 in Zons; † 9. Februar 1826 in Zons), der am 13. April 1777 in Zons Maria Sybille Schnee (~ 28. April 1743 in Zons; † 9. Juni 1791 in Zons), die Haushälterin im Zonser Pfarrhaus, und am 11. August 1791 in Zons in zweiter Ehe Maria Clara Malzkorn (* ca. 1767 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfgen_(Grevenbroich) Elfgen]; † 2. August 1811 in Zons) heiratete; Taufpaten waren der Jäger Johannes Hermann Schuld und Maria Agnes Schwieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie wohnte im Eckhaus an der Feldstraße (heutige Schloßstraße) an der Gasse zum Kirchplatz. Dort stehen heute die Häuser [[Schloßstraße]] 30–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Patenkinder von Johannes Peter Schwieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig zu beachten, dass der Küster als Pate bei Fremden eintrat, wenn diese keine Paten stellen konnten, bei problematischen Geburten, Nottaufen usw. Nicht in jedem Fall ist daher von einem engeren verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Verhältnis auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Bergheim (~ 16. April 1734; † 9. Mai 1735 in Zons), Tochter von Adam Bergheim und Elisabeth geborene Massen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gertrud Nolden (~ 15. November 1736; † 17. Mai 1737 in Zons), Tochter von Peter Nolden und Agnes geborene Falckenberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 517.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jacob Wimmer (~ 29. März 1739; † 27. August 1808 in Zons), Sohn von Mathias Gerhard Wimmer und Anna Christina geborene Güsgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 830.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Titz (~ 14. Juli 1739; † 31. Januar 1743 in Zons), Sohn von Heinrich Titz und Anna Elisabeth geborene Stelsmann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 785.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christina Stamm (~ 23. November 1740; † 27. Februar 1821 in Zons), Tochter von Georg Stamm und Margarethe geborene Zaun&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 747.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 3. April 1741; † 18. April 1747 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Margarethe Dormann (~ 20. März 1742), Tochter von Hermann Dormann und Maria gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 153f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gudula Reucher (~ 22. Februar 1749; † 24. Februar 1749 in Zons), Tochter von Wilhelm Reucher und Catharina geborene Schilberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 13. September 1749; † 6. Februar 1795 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Falckenberg (~ 18. Januar 1752), Tochter von Johannes Heinrich Falckenberg und Anna Elisabeth geborene Stelsmann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lambert Dücker (~ 3. Februar 1752; † 13. August 1764 in Zons), Sohn von Johannes Dücker und Anna Maria geborene Mieves&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cäcilia Assenmacher (~ 1. März 1754), Tochter von Heinrich Assenmacher und Christina geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Wilhelm Schülgen (~ 16. Juni 1756) Tochter von Heinrich Schülgen und Anna Gertrud geborene Schulmeister (der Sohn war ein illegitimes Kind mit Johannes Wilhelm Rickerts)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 715.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Anna Kirberg (~ 22. September 1757; † 24. August 1841 in Zons), Tochter von Johannes Kirberg und Anna Maria geborene Cremer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Erasmann (~ 1. Juli 1759), Tochter von Peter Erasmann und Maria Christina geborene Schlebusch&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elisabeth Norf (~ 28. August 1763; † 7. Februar 1823 in Zons), Tochter von Peter Norf und Gertrud geborene Stamm&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 526.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Andreas Fausten (~ 9. Februar 1764; † 5. Dezember 1769 in Zons), Sohn von [[Müller]] [[Johannes Fausten]] und Margarethe geborene Hüsgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Esser (~ 22. Mai 1764), Sohn von Johannes Esser und Anna Catharina geborene Hackenbroich&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Stommel (~ 31. Januar 1766; † 27. September 1818 in Zons), illegitimes Kind von Leonhard Schauff und Anna Catharina Stommel&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Margarethe Josephine Schwidden (~ 26. März 1766; † 21. März 1768 in Zons), Tochter von Wilhelm Schwidden und Anna Maria geborene Schülgen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 734.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Baumberg (~ 10. Mai 1766; † 13. November 1766 in Zons), Tochter von Heinrich Baumberg und Maria Elisabeth geborene Aldenhoven&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina Schmitz (~ 28. Juli 1767; † 24. August 1767 in Zons), Tochter von Johannes Georg Schmitz und Catharina geborene Schilberg&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 679.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gertrud Becker (~ 26. April 1771; † 28. März 1772 in Zons), Tochter von Johannes Becker und Anna Elisabeth geborene Heinemann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Antonia Stevert (* 17. Oktober 1771; † 27. Mai 1772 in Zons), Tochter des [[Kontrolleure|Zoll-Kontrolleurs]] [[Hyronimus Bertram Heribert Stevert]] und der Josephine Johanna Margarethe geborene Spelt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 767.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Frohn (~ 26. Februar 1774; † 9. Mai 1856 in Zons), Sohn von [[Everhard Frohn]] und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Peter Driesch (~ 28. März 1774 in Stürzelberg), Sohn von Melchior Driesch und Maria Barbara geborene Wolf (eine Lutheranerin, ohne ständigen Wohnsitz, aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dessenheim Dessenheim im Elsass] stammend)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Odenthal (~ 17. August 1774; † 5. Dezember 1774 in Zons), Sohn von Gerhard Odenthal und Gertrud geborene Massen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 529f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johannes Peter Schwieren als Trauzeuge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Schmitz mit Gertrud Eichhorn am 2. Oktober 1763&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 681.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Jülich mit Margarethe Hamacher am 13. November 1763&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Mathias Koppen mit Catharina Wolters am 8. Januar 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Christian Deutz mit Gertrud Eichhorn am 11. Oktober 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Jülich mit Ursula Naas am 30. November 1765&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Adam Lemper mit Anna Catharina Witgens am 8. Mai 1766&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Wolter Müllenberg mit Cäcilia Bock am 20. Mai 1766&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 487.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von [[Josef Hugo|Johannes Josef Hugo]] mit Maria Elisabeth Elsen am 1. April 1767&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Peter Zimmermann mit Christina Helpenstein am 28. Oktober 1767&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 861.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Johannes Görgens mit Angela Servos am 12. Juni 1768&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Heinrich Derendorf mit Helene Grönen am 20. Dezember 1768&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Josef Cremer mit Anna Catharina Stommel am 15. August 1769&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Theodor Braun mit Maria Elisabeth geborene Aldenhoven am 24. Mai 1770&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Thomas Richrath mit Anna Maria Peters am 14. April 1771&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 595.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Bertram Richrath mit Anna Catharina Lützenrath am 21. Juli 1772&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 585.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Nicolaus Niesen mit Maria Elisabeth Stein am 6. Januar 1773&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 506.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Otto Titgen mit Maria Christina Offer am 6. Februar 1774&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 784.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochzeit von Peter Fischer mit Anna Maria Fausten am 25. Juli 1774&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maria Elisabeth Schwieren geborene Cremer als Patin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 3. April 1741; † 18. April 1747 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Eva Schulmeister (~ 9. August 1742), Tochter von Wolter Schulmeister und Anna Elisabeth von der Bohlen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 719.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Stamm (~ 4. Februar 1743; † 3. Februar 1821 in Zons), Sohn von Georg Stamm und Margarethe geborene Zaun&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 747f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johannes Assenmacher (~ 25. Juni 1747; † 17. April 1753 in Zons), Tochter von Wilhelm Assenmacher und Anna Catharina geborene Curtius&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Vehr (~ 7. November 1748; † 12. Februar 1749 in Zons), Tochter von Gerhard Vehr und Clara geborene Weber&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 795.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maria Elisabeth Stein (~ 13. September 1749; † 6. Februar 1795 in Zons), Tochter von Thomas Stein und Sophia geborene Breuer&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 758.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Benedikt Frohn (~ 17. März 1777; † 16. November 1834 in Zons), Sohn von Everhard Frohn und Anna Gertrud geborene Schwieren&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Lisken-FBZ&#039;&#039;, S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Küster, Lehrer, Landwirt, Ratsherr und Chronist ==&lt;br /&gt;
Näheres hierzu ist den Vorbemerkungen zu den [[Schwieren-Chroniken]] zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwieren, Johannes Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ratsherren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronisten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Pfarrhaus&amp;diff=4474</id>
		<title>Pfarrhaus</title>
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		<updated>2026-09-22T09:54:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kirche Pfarrhaus-38.jpg|300px|thumb|right|Das 1770 errichtete Pfarrhaus von St. Martinus.]]&lt;br /&gt;
Das historische katholische &#039;&#039;&#039;Pfarrhaus&#039;&#039;&#039; (auch als Pastorat bezeichnet) befindet sich an der [[Hubertusstraße]] unmittelbar gegenüber der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|katholischen Pfarrkirche St. Martinus]] im Zentrum der Altstadt von Zons. Das im Spätbarock errichtete Gebäude bildet zusammen mit der Pfarrkirche, der [[Pfarrscheune]] und dem Gebäude der ehemaligen [[Vikarie]] ein Ensemble des geistlichen Lebens. Seit seiner Errichtung im 18. Jahrhundert dient das Gebäude ununterbrochen als Residenz der Zonser [[Pfarrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgängerbauten und historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte eines eigenständigen Pfarrhofs in Zons reicht bis in das Spätmittelalter zurück. Nachdem [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]] den [[Rheinzoll]] im Jahr 1372 nach Zons verlegt und den Ort 1373 zur [[Stadtrecht|Stadt]] erhoben hatte, wurde auch die kirchliche Infrastruktur innerhalb der neuen Stadtmauern ausgebaut. Im Jahr 1381 wird unter dem Brauweiler Priestermönch und Zonser [[Pfarrer]] [[Arnold Warfengel]] erstmals ausdrücklich ein neu erbauter Pfarrhof im Stadtinneren urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrhunderten wurde das Pfarrhaus mehrfach durch kriegerische Ereignisse und Stadtbrände schwer in Mitleidenschaft gezogen:&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1464]]: Beim ersten großen Stadtbrand wurde das Anwesen beschädigt und anschließend wieder instand gesetzt.&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1547]]: Nach der Zerstörung des Pfarrhauses beim zweiten Stadtbrand kam es zu langwierigen Auseinandersetzungen über die Baupflicht. Das Kölner [[Domkapitel]] forderte von der [[Abtei Brauweiler|Benediktinerabtei Brauweiler]] den Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude. Der Abt von Brauweiler lehnte dies zunächst ab, da Zons kirchenrechtlich formal noch eine Filiale der [[Maternuskapelle|Mutterkirche]] in [[Bürgel]] sei. Schließlich einigte man sich darauf, dass die Abtei 100 Taler beisteuerte und das [[Domkapitel]] die übrigen Kosten übernahm.&lt;br /&gt;
* [[Stadtbrand 1620]]: Beim verheerenden dritten Stadtbrand brannte das Pfarrhaus mitsamt den Wirtschaftsgebäuden und fast der gesamten Stadt bis auf wenige Häuser vollständig ab. [[Pfarrer]] [[Franz Heusser]] und sein Nachfolger [[Andreas Winckens]] ließen das Gebäude in den Folgejahren aus eigenen Mitteln und Erträgen der Pfarrei schrittweise wieder aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Neubau von 1770 unter Pfarrer Ferdinand Bodifé ==&lt;br /&gt;
Im Laufe des 18. Jahrhunderts wies der alte Bau aus dem 17. Jahrhundert erhebliche bauliche Mängel auf. Der aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BChl_(Rheinland) Brühl] stammende Benediktinermönch [[Ferdinand Bodifé]], der von 1762 bis 1785 als [[Pfarrer]] in Zons wirkte, veranlasste daher einen vollständigen Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwieren-Chroniken|Chronik]] des Zonser [[Küster]]s [[Johannes Peter Schwieren]] überliefert den genauen Ablauf der Baumaßnahme im Frühjahr 1770:&lt;br /&gt;
* Abbruch des Altbaus: Am 18. April 1770 (dem Mittwoch nach Ostern) wurde mit dem Abbruch des alten baufälligen Pfarrhauses begonnen.&lt;br /&gt;
* Grundsteinlegung: Am 8. Mai 1770 vollzog [[Pfarrer]] [[Ferdinand Bodifé]] die feierliche Benediktion des Grundsteins. In die Fundamentecke zur benachbarten [[Vikarie]] hin wurden dabei zwei heilige Reliquien eingemauert. Den anwesenden Kindern der Stadt wurde aus diesem Anlass Weckgebäck ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neu errichtete Pfarrhaus präsentiert sich als zweigeschossiger, spätbarocker Backsteinbau mit rosa Anstrich, Sandsteingewänden und einem geschwungenen Walmdach. Das künstlerisch gestaltete Portal an der Schauseite wird von einer aufwendigen Sandsteinkartusche bekrönt. Die darin eingemeißelten Initialen &amp;quot;F. B.&amp;quot; sowie die Jahreszahl 1770 erinnern bis heute an den Bauherrn [[Ferdinand Bodifé]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung und Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des Alten Reiches und der Aufhebung der [[Abtei Brauweiler]] im Zuge der Säkularisation (1802) bewohnten die aus dem Brauweiler Konvent entsandten Mönche das Pfarrhaus. Mit [[Pfarrer]] [[Gereon Joseph Löhr]] endete 1826 diese jahrhundertelange Tradition. Ihm folgten Kölner Diözesanpriester wie [[Andreas Aegidius Mevissen]], [[Franz Anton Vaßen]], [[Carl Joseph Neesen]] und [[Sebastian Schmitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war das Pfarrhaus mehrfach Schauplatz besonderer Vorfälle:&lt;br /&gt;
* Das [[Wundermadonna|Wunder von Zons (1822)]]: Als im Sommer 1822 wundersame Lichterscheinungen an einer [[Wundermadonna|Marienfigur]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche]] Tausende Pilger nach Zons lockten, griff das Kölner Generalvikariat ein. Das Gnadenbild wurde auf Anordnung der Kirchenbehörde vorübergehend aus der Kirche entfernt und im Pfarrhaus unter Verschluss gehalten, ehe es 1857 wieder feierlich aufgestellt werden konnte.&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer Schutzwache (1852): Wegen einer Serie von Einbrüchen und Kirchendiebstählen im Kreis Neuss bewilligte der Zonser [[Kirchenvorstand]] unter [[Bürgermeister]] [[Josef Hanstein]] im Dezember 1852 jährliche Mittel für eine nächtliche Schutzwache. Der städtische Wegewärter Wilhelm Baum (1825–1871) patrouillierte fortan nachts im Ort, um insbesondere die Kirche und das Pfarrhaus zu schützen, in dem das wertvolle Kirchensilber aufbewahrt wurde. Der Wachtdienst wurde im April 1854 offiziell wieder eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren des Gebäudes hat sich unter anderem ein wertvoller barocker Schrank erhalten. Im 20. Jahrhundert wurden mehrfach umfangreiche Renovierungs-, Sanierungs- und Trockenlegungsarbeiten durchgeführt (unter anderem 1925 sowie in den Jahren 1955 bis 1960 und 1983 bis 1985), um die historische Bausubstanz zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrsch1.jpg|300px|thumb|right|Die 1753/54 errichtete Pfarrscheune von St. Martinus Zons (s. Eisenanker &amp;quot;1754&amp;quot;).]]&lt;br /&gt;
== Das Pfarrareal und die Pfarrscheune ==&lt;br /&gt;
Zum Komplex des Pfarrhauses gehört auch das rückwärtige Grundstück mit dem Kirchengarten sowie die angrenzende historische [[Pfarrscheune]] an der [[Wendelstraße]]. Diese Scheune wurde in den Jahren 1753/54 unter dem damaligen [[Pfarrer]] und späteren [[Abtei Brauweiler|Brauweiler]] Abt [[Beda Groten]] erbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Scheune ihre landwirtschaftliche Funktion verloren hatte, veranlasste [[Pfarrer]] [[Peter Heidkamp]] Ende der 1980er Jahre in Abstimmung mit dem Landeskonservator eine umfassende Restaurierung. Im März 1993 wurde das Gebäude als modernes Pfarrheim und Begegnungsstätte eingeweiht. Seitdem dient die ehemalige Pfarrscheune als geschätzter Veranstaltungsort für das kirchliche und kulturelle Leben in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]]: &#039;&#039;Zons – Portrait einer alten Stadt&#039;&#039;. Dormagen 2000.&lt;br /&gt;
* Gasten, Elmar / Haas, Reimund / Kolewa, Herbert: &#039;&#039;Kirchengeschichte und Pfarrarchiv St. Martinus Zons (Findbuch)&#039;&#039;. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VIII, Dormagen 1996.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons&#039;&#039;. Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Peter Heidkamp|Heidkamp, Peter]]: &#039;&#039;Mönche aus Brauweiler als Pfarrer in Zons&#039;&#039;. In: Pulheimer Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde, Band 19, Pulheim 1995, S. 65–77.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]]: &#039;&#039;Die Schwieren-Chroniken aus Zons. Bemerkenswertes aus einer niederrheinischen Kleinstadt und ihrer Umgebung 1733–1823&#039;&#039;. Neuss 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakrale Gebäude]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Stadtfest_1929&amp;diff=4473</id>
		<title>Stadtfest 1929</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:1929_03.jpg|300px|thumb|right|Button zum Zonser Stadtfest 1929 (Entwurf wohl von Theo Blum).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. und 21. Juli 1929 veranstaltete der Zonser [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Verkehrs- und Verschönerungsverein]] ein großes [[Stadtfeste|&#039;&#039;&#039;Stadtfest&#039;&#039;&#039;]] anlässlich der Verleihung des [[Stadtwappen]]s 1904 und der 555-Jahr-Feier der [[Stadtrecht|Stadterhebung]] 1373.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Am Samstag und Sonntag, dem 20. und 21. Juli 1929, veranstaltete der [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Verkehrs- und Verschönerungsverein]] ein großes [[Stadtfeste|Stadtfest]] anlässlich des Silberjubiläums der Verleihung des [[Stadtwappen]]s 1904 und der 555-Jahr-Feier der [[Stadtrecht|Stadterhebung]] 1373 durch [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]] (Letzteres eigentlich um ein Jahr verspätet). Für die künstlerische Durchführung des Festzuges und des gesamten Festprogramms war der Kunstmaler und Radierer [[Theo Blum]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] verantwortlich, die historischen Recherchen für die einzelnen Festzugsgruppen führte der Zonser [[Lehrer]] [[Heinz Riffel]] durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_01.jpg|300px|thumb|right|Titelblatt der Broschüre zum Zonser Stadtfest 1929.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festschrift und Organisation ==&lt;br /&gt;
=== Festschrift ===&lt;br /&gt;
Anlässlich des Stadtfestes wurde eine 40-seitige Festschrift herausgegeben, gedruckt bei Emil Fandreyer in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], der viele Details zur Organisation des Festes zu entnehmen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Broschüre &#039;&#039;&amp;quot;Zonser Stadtfest 1373 - 1929&amp;quot;&#039;&#039;, Neuss 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Veröffentlichung beginnt mit einem lyrischen Festgruß durch die Zonser [[Lehrer]]in [[Maria Elisabeth Kirchhoff-Werle|Maria Elisabeth Werle]], gefolgt von einem Geleitwort des in Zons aufgewachsenen Studienrats Dr. [[Josef Zanders]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]. Die beachtliche Liste der Ausschussmitglieder des Festes liest sich wie ein &amp;quot;Who&#039;s who?&amp;quot; der regionalen Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kultur; ein geschickter Schachzug der Veranstalter, denn so sicherte man sich einen honorigen Kreis von Freunden und Unterstützern des örtlichen Fremdenverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Protektorat ====&lt;br /&gt;
Dem Protektorat gehörten an: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Erzbischof Dr. Karl Joseph Schulte], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Fuchs_%28Politiker%29 Oberpräsident der Rheinprovinz, Reichsminister a.D. Dr. h.c. Johannes Fuchs], [https://de.wikipedia.org/wiki/Koblenz Koblenz].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ehrenausschuss ====&lt;br /&gt;
Der Ehrenausschuss zählte folgende Mitglieder: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Generaldirektor der Provinzial-Feuerversicherungs-Anstalt Clemens Adams, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer Kölner Oberbürgermeister Dr. h.c. Konrad Adenauer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanitätsrat und Vorsitzender des Vereins &amp;quot;Alt Köln&amp;quot; Dr. Josef Bayer, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stürzelberg]]er Gemeindeverordneter [[Franz Bebber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michel Becker|Kölner Schriftsteller Michel Becker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Prof. Dr. Bender, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maler und Radierer Franz Bender, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanitätsrat Dr. Bentler, [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Worringen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arzt Dr. Hubert Bentler, [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Worringen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Bergemann Regierungspräsident Karl Bergemann, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arzt Dr. Karl Bergenthal, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Definitorium Definitor] Gustav Biesenbach, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Theo Blum|Landschaftsmaler und Radierer Theo Blum, Köln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Dekan_(Kirche) Dechant] Böckels, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landesfinanzamtspräsident und Ministerial-Direktor a.D. Dr. von Brandt, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptlehrer i.R. Michael Breuer, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] Peter Breuer, Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Br%C3%BCes Otto Brües], [https://de.wikipedia.org/wiki/Klettenberg_(K%C3%B6ln) Köln-Klettenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landesverwaltungsrat Dr. Joseph Busley, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor des [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfeifer_%26_Langen Rheinischen Aktienvereins für Zuckerfabrikation] [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] Dr. phil. Dr. ing. e.h. Hermann Claaßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lehrer i.R. [[Rudolf Claus]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochneukirch Hochneukirch] (früher Lehrer der [[Schulwesen|Zonser Volksschule]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Denkmalrats der Rheinprovinz Geheimrat Prof. Dr. [[Paul Clemen]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister von [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] Dr. Erich Custodis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrer]] [[Hanns Dederichs]], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] (früher [[Lehrer]] an der [[Schulwesen|Zonser Volksschule]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gemeindeverordneter von [[Stürzelberg]] Johann Doeren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Veterinärrat Dücker, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaufmann Josef Dünbier, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Großkaufmann Jan Piet van Endert, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller Dr. [http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Eulenberg Schriftsteller Dr. Herbert Eulenberg, Kaiserswerth]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor Eulenstein, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaufmännischer Direktor Ferda, [https://de.wikipedia.org/wiki/Siegen Siegen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erster [[Beigeordnete]]r Fleischhauer, Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor Frommer, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberregierungs- und Oberbaurat sowie Rheinschifffahrtsinspektor Paul Gelinsky, [https://de.wikipedia.org/wiki/Koblenz Koblenz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Prof. Dr. Franz Gescher, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pfarrer Dr. Paul Goldberg, [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungs-Assessor Dr. Gotthardt, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister [[Albert Granderath]], Willich (früher [[Bürgermeister]] Zons)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungsbaurat Grochtmann, [https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landrat Dr. Simon Nikolaus Stephan Groener, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Robert Grootens, [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCttgen Büttgen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister [[Stephan Güsgen]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Geilenkirchen Geilenkirchen] (früherer Zonser [[Bürgermeister]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rektor Hausmann, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Hatzfeld Schriftsteller Dr. Adolf von Hatzfeld, Godesberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kreis-Medizinalrat Dr. Heinze, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pfarrer Franz Heller, [https://de.wikipedia.org/wiki/Longerich_(K%C3%B6ln) Köln-Longerich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungs-Assessor Dr. Herfeld, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Herzog Schriftsteller Rudolf Herzog, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Horion Landeshauptmann Dr. Johannes Horion, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_H%C3%BCpper Oberbürgermeister Heinrich Hüpper, Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Syndikus Syndikus] Dr. Jansen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstakademie_D%C3%BCsseldorf staatlichen Kunstakademie Düsseldorf] [http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Kaesbach Dr. Walter Kaesbach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beigeordneter Kaiser, [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCderich_(Meerbusch) Büderich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landrat i.R. und Rittergutsbesitzer [https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Wittgenstein_(Bornheim) Haus Wittgenstein] [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Kesseler Dr. Friedrich von Kesseler-Pattern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor der Geschäftsstelle für katholische Familienerziehung Franz Kettenhofen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Emil Kirchhoff|Bürgermeister Dr. Emil Kirchhoff, Rommerskirchen]] (früher Zonser [[Bürgermeister]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beigeordneter und Mitglied des Rheinischen Provinziallandtags Leo Klövekorn, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaarst Kaarst]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer]], Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rentner J. Klüwer, Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Constantin Koenen|Archäologe Dr. phil. h.c. Constantin Koenen, Neuss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller Raoul Konen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lindenthal_(K%C3%B6ln) Köln-Lindenthal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* königlicher Musikdirektor Felix Krakamp, [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Dekan_(Kirche) Dechant] Joseph Kreuer, [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BClheim_(K%C3%B6ln) Köln-Mülheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberingenieur Adolf Krus, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Kruse Regierungspräsident a.D. Dr. Francis Kruse, Godesberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rheinstrombau-Direktor Joseph Langen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Koblenz Koblenz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulrat Langenberg, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Lehr Oberbürgermeister Dr. Dr. h.c. Robert Lehr, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landrat a.D. Freiherr Friedrich von der Leyen zu Bloemersheim, [https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Meer Haus Meer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_Liesegang Maler Prof. Helmuth Liesegang, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor Lorenz, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* General-Präses der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Sch%C3%BCtzenbruderschaften rheinisch-westfälischen Schützenbruderschaften] Pfarrer Dr. Peter Louis, [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrrig Wiesdorf-Bürrig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_L%C3%BCninck Präsident der Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz Hermann Freiherr von Lüninck, Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Marx Reichskanzler a.D. und Mitglied des Reichstags Dr. Wilhelm Marx, Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Mathar Schriftsteller Dr. Ludwig Mathar, Monschau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] [[Wilhelm Meller]], Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Meerfeld Beigeordneter und Mitglied des Staatsrats Johannes Meerfeld, Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wolff-Metternich Provinzialkonservator der Rheinprovinz Franz Graf Wolff Metternich, Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_M%C3%B6lders Domkapellmeister Prof. Johannes Mölders, Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller [http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_M%C3%BCller-Schl%C3%B6sser Schriftsteller Hans Müller-Schlösser, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arzt Dr. Nußbaum, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tierarzt Dr. J. Offermanns, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pfarrer [[Aloys Oertgen]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kettwig Kettwig vor der Brücke] (früher Zonser [[Vikare|Vikar]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller Dr. [http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Paquet Schriftsteller Dr. Alfons Paquet, Frankfurt/M.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller Dr. Albert Paß, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Postmeister Wilhelm Peters, [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungs-Assessor Rademacher, [https://de.wikipedia.org/wiki/Opladen Opladen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Raederscheidt Akademie-Direktor Prof. Georg Raederscheidt, Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Johannes Rahmen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] Caspar Remmer, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] Josef Richrath, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor der [https://de.wikipedia.org/wiki/I.G._Farben I.G. Farbenindustrie] [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] Roßbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Seyppel Maler Hans Seyppel, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsident der Oberpostdirektion Walter Georg Karl Schenk, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Josef Scherer, [https://de.wikipedia.org/wiki/Glehn_(Korschenbroich) Glehn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steueramtmann Schiering, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baron von Schlotheim, Schloss Roland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arzt Dr. Schmitten, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Schmittmann Landesfinanzamtspräsident Dr. Heinrich Schmittmann, Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulrat Dr. Schmitz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sparkassendirektor Schmitz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steele_(Essen) Steele]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ludolf Schmitz|Oberpfarrer Dr. Ludolf Schmitz, Bergheim]] (früherer Zonser [[Pfarrer]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] [[Peter-Josef Schmitz]], Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hauptlehrer Friedrich Schnitzler, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zweiter [[Beigeordnete]]r Schoenen, [[Stürzelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Josef Schönenbrücher, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hüttendirektor Dipl.-Ing. Schüphaus, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Heinrich Schürholz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Wilhelm Stefen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Fischeln Fischeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Stefen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kl%C3%BCppelberg Klüppelberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberingenieur Stein, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadtrat|Gemeindeverordneter]] Gottfried Stelzmann, Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberdeichinspektor Regierungsbaurat Stracke, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C. S. Sp.] Superior Dr. Peter Strerath, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungsdirektor Dr. de Terra, [https://de.wikipedia.org/wiki/Arnsberg Arnsberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handelskammer-Präsident Cornelius Thywissen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landrat Peter Trimborn, [https://de.wikipedia.org/wiki/Opladen Opladen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftsteller Fritz Vater, [https://de.wikipedia.org/wiki/Biedenkopf Biedenkopf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Handelsgerichtsrat und Schatzmeister der Handelskammer [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] Vell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oberregierungsrat Vogels, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Vogts Baurat Dr. Ing. Hans Vogts, Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Wallraf Staatsminister a.D. und Mitglied des Reichstags Exzellenz Max Wallraf, Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fabrikant Gottfried Wegelin, Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürgermeister Hans Weitz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Holzheim_(Neuss) Holzheim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wenz Schriftsteller und Rektor Richard Wenz, Köln-Nippes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Wildemann Provinzialbaurat Theodor Wildemann, Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaftsrat Wolff, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Direktor der Aktienbrauerei [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] Rudolf Wülfinghoff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Josef Zanders|Studienrat Dr. Josef Zanders, Neuss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaufmann Franz Zanders, [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederlahnstein Niederlahnstein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festausschuss ====&lt;br /&gt;
Dem Festausschuss gehörten an: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* stellvertretender Zonser [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Hans Flücken]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zonser [[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Peter Breuer]] als stellvertretender Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zonser [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Theo Blum|Landschaftsmaler und Radierer Theo Blum aus Köln]] als Künstlerischer Beirat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zonser Gemeindeobersekretär [[Heinrich Berchem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zonser [[Lehrer]] [[Heinz Riffel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zonser Gastwirt [[Peter-Josef Schmitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausschmückungsausschuss ====&lt;br /&gt;
Den Ausschmückungsausschuss bildeten die folgenden Personen (alle aus Zons): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Peter Breuer]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Bedbur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Fleischhauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich Gilgen sen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich Gilgen jun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Geiler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Josef Richrath&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anton Seburschenich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Steinbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sebastian Steinbach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Flücken (die Frau des [[Hans Michael Flücken|Bürgermeisters]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Agnes Breuer]] (Frau des [[Peter Breuer|Hauptlehrers]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festzugsausschuss ====&lt;br /&gt;
Der Festzugauschuss setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen (alle aus Zons): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrer]] [[Heinz Riffel]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fritz Bebber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich Gilgen sen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Gilgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Kluth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Köppinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Longerich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Peters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franz Ross&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hubert Stelzmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cornelius Wolter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanz- und Rechnungsausschuss ====&lt;br /&gt;
Den Finanz- und Rechnungsausschuss bildeten (alle aus Zons): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gemeindeobersekretär [[Heinrich Berchem]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Willi Dick&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Peters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrer]] [[Jakob Steves]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Josef Vogel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jakob Vonden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verkehrsausschuss ====&lt;br /&gt;
Dem Verkehrsausschuss gehörten folgende Mitglieder an (alle aus Zons): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gemeindeobersekretär [[Heinrich Berchem]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Willi Dick&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lehrer]] [[Jakob Steves]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verpflegungsausschuss ====&lt;br /&gt;
Im Verpflegungsausschuss saßen die folgenden Herren (alle aus Zons): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* stellvertretender [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Hans Flücken]] als Vorsitzender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Peters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich Scheer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wirt [[Peter-Josef Schmitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_04.jpg|300px|thumb|right|Bei der Aufführung des Weihespiels &#039;&#039;&amp;quot;Schwur am Strom&amp;quot;&#039;&#039; von Michel Becker.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Festtag: Samstag, 20. Juli 1929&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &#039;&#039;&amp;quot;Festliche Tage in Zons&amp;quot;&#039;&#039;, in: NGZ vom 22. Juli 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
Das Festprogramm startete am Samstag, dem 20. Juli 1929 um 20 Uhr mit der Musikkapelle der 68er aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] unter der Leitung von Kapellmeister Hermann Schmidt. Der Festakt auf der Wiese vor dem [[Rheintor]] startete um 21 Uhr: Dort kam es zu einem Aufmarsch von Turnern, einem &amp;quot;Zigeunerinnenreigen&amp;quot; und einem &amp;quot;Fackelreigen&amp;quot;. Dazu wurde der [[Rheinturm]] sehr feierlich beleuchtet. Im Anschluss wurde unter der musikalischen Führung der 68er-Kapelle ein Fackelzug durch die sehr festlich mit Girlanden geschmückte Stadt veranstaltet, der schließlich wieder am Rhein endete. Überall hingen Fähnchen mit den kurkölnischen Farben. Den Höhepunkt des Abends bildete die Aufführung des Weihespiels &amp;quot;Schwur am Strom&amp;quot;, das der Kölner Heimatdichter [[Michel Becker]] eigens für diesen Anlass geschrieben hatte. Bauern und Handwerker traten hier als Repräsentanten des traditionellen Gewerbes auf, Industriearbeiter als Repräsentanten der modernen Zeit. Zusammen mit den auftretenden Frauen gelobten sie, der Gemeinschaft &#039;&#039;&amp;quot;Dienst zu tun, im alten Geiste dem neuen Bund&amp;quot;&#039;&#039;. Sie schworen: &#039;&#039;&amp;quot;Hass der Parteiung, Treu dem Lande, Wacht sei der Freiheit, Hut sei dem Frieden&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich trafen sich die Teilnehmer zum &amp;quot;Festabend&amp;quot; im Saal des &amp;quot;[[Bergischer Hof (Gaststätte)|Bergischen Hofes]]&amp;quot;. Das Programm sah für dort folgende Punkte vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Einzug der Gäste auf der Wartburg, Marsch aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Tannh%C3%A4user_und_der_S%C3%A4ngerkrieg_auf_Wartburg Oper &amp;quot;Tannhäuser&amp;quot;] – [https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner Richard Wagner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Eröffnungsrede durch den stellvertretenden [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Flücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In seiner Rede ging der [[Bürgermeister]] auf die alte Geschichte der Stadt und die archäologischen Funde ein. Bedeutend sei die mittlerweile 555-jährige Stadtgeschichte. Der Geist des Bürger- und Gemeinschaftssinns spreche aus den Türmen. Das Fest solle die Vorfahren ehren. Er dankte den Vertretern des Gemeinderates, aber auch allen Mitbürgern, die einig und geschlossen wie Mauern und Türme der Stadt zusammenstanden, und schloss mit einem dreifachen &amp;quot;Hoch&amp;quot; auf [http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg Reichspräsident von Hindenburg].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Ouvertüre zur Operette &amp;quot;Dichter und Bauer&amp;quot; – [http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Supp%C3%A9 Franz von Suppé]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Die Himmel rühmen (Chor und Orchester), durch den [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Männergesangsverein Cäcilia Zons]] (Leitung: Musikdirektor [[Willi Hahn]]) – [http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven Ludwig van Beethoven]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Rheinische Kürassier-Ballade, komponiert und vorgetragen von Hermann Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Lied &amp;quot;Ewig liebe Heimat&amp;quot;, durch den [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Männergesangsverein Cäcilia Zons]] – Carl Hirsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Militärisches Tongemälde mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Zapfenstreich großem Zapfenstreich] – Hermann Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Festtag: Sonntag, 21. Juli 1929&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &#039;&#039;&amp;quot;Festliche Tage in Zons&amp;quot;&#039;&#039;, in: NGZ vom 22. Juli 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Wecken bis zum Mittag ===&lt;br /&gt;
Der Festsonntag, der 21. Juli 1929, begann mit dem Wecken um 5 Uhr morgens. Es war ein sehr schöner, sonniger Tagesbeginn. Um 9:30 Uhr startete ein Festgottesdienst in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche St. Martinus]], zelebriert vom Vertreter des Kölner Erzstifts Monsignore Domkapitular August Höller, Diözesanpräses [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Heinrichsbauer Johannes Heinrichsbauer] aus Köln hielt die Festpredigt. [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Heinrichsbauer Heinrichsbauer] mahnte in seiner Predigt die Bürgerschaft, heimattreu den Pflichten, die eine ruhmvolle Tradition auferlege, gegründet auf Christus und seine Kirche, nachzugehen. Von 11 Uhr bis 12:30 Uhr wurde ein Konzert auf der Festwiese vor dem [[Rheintor]], wieder ausgeführt durch die Kapelle der 68er aus Köln, veranstaltet. Das Konzert umfasste folgende Programmpunkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Rheinischer Festmarsch – Hermann Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Die Hermannsschlacht, Ouvertüre – Lakin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. a) Pilgerchor und Lied an den Abendstern aus der [http://de.wikipedia.org/wiki/Tannh%C3%A4user_und_der_S%C3%A4ngerkrieg_auf_Wartburg Oper &amp;quot;Tannhäuser&amp;quot;] – [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner Richard Wagner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::b) Steuermannslied und Matrosenchor aus der Oper [http://de.wikipedia.org/wiki/Der_fliegende_Holl%C3%A4nder &amp;quot;Der fliegende Holländer&amp;quot;] – [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner Richard Wagner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. musikalische Seifenblasen, Potpourrie – Urban&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. zwei Fanfarenmärsche für Feldtrompeten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::a) Festmarsch des Neusser Reiterkorps zur Hundertjahrfeier 1928 – Hermann Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::b) Parademarsch der 18. Husaren (im Trab) – Alwin Müller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Großer alt-historischer Marsch, Potpourrie – Pieske&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Marsch der Zonser Zinkenbläser aus den Jahren des 16. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_02.jpg|300px|thumb|right|Annonce der Firma Peter von Bongardt aus Köln, die die historischen Kostüme und Ausrüstungsgegenstände für den Festzug stellte.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_47.jpg|300px|thumb|right|Den Anfang des Festzuges, hier vorweg zwei berittene Polizisten, bildeten ein Herold zu Pferd mit dem Banner von Zons&lt;br /&gt;
sowie zwei Fanfarenbläser zu Pferd. Hier ist der Festzug auf der Feldstraße beim Zug auf den Rathausplatz am Juddeturm zu sehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_05.jpg|300px|thumb|right|Darsteller der Gruppe I (Zons zur Römer- und Frankenzeit) auf der Feldstraße nach dem Festakt auf dem Rathausplatz.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_06.jpg|300px|thumb|right|Darsteller der Gruppe I: fünf gefangene Germanen, bewacht von drei römischen Soldaten, vor Beginn des Festzuges auf der Steinstraße.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_07.jpg|300px|thumb|right|Darsteller der Gruppe I: zwei Mann Gefolge des fränkischen Gaugrafen zu Pferd auf der Steinstraße.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festzug und Festansprachen am Nachmittag ===&lt;br /&gt;
Um 15 Uhr sollte der große historische Festzug mit anschließender Schlussfeier auf der Festwiese stattfinden. Jedoch zog unmittelbar davor ein schweres Unwetter mit Regen auf, so dass der Festzug um über eine Stunde verschoben werden musste. Sämtliche Kostüme und Ausrüstungsgegenstände für den Festzug stellte die Firma Peter von Bongardt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] zur Verfügung. Der Festzug, bestehend aus insgesamt 236 Teilnehmern, neben den Musikkapellen, stellte sich in der [[Steinstraße]], der heutigen [[Deichstraße]], mit der Spitze an der [[Gartenstraße]], der heutigen [[Parkstraße]], auf. Er zog zunächst durch die [[Gartenstraße]] und anschließend durch das [[Rheintor]] in die [[Rheinstraße]], am [[Marktplatz]] bog der Zug in die [[Feldstraße]], die heutige [[Schloßstraße]], um auf dem [[Rathaus]]platz am [[Juddeturm]] zusammenzukommen. Auf diesem Platz schloss sich ein kleiner Festakt an, bei dem ein als Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III. von Saarwerden]] verkleideter Darsteller die [[Stadtrecht|Stadternennungsurkunde vom 20. Dezember 1373]] vorlas und sie zusammen mit dem Stadtschlüssel dem [[Bürgermeister]] übergab. Daraufhin verlas der [[Bürgermeister]] im Beisein der sieben [[Schöffen]] die Kabinettsorder zur Verleihung des [[Stadtwappen]]s vom 12. Mai 1904. Anschließend erfolgte die Nagelung einer Erinnerungstafel, die später am [[Rathaus]] angebracht werden sollte, mit der Inschrift: &#039;&#039;&amp;quot;Dieses Haus haßt die Schlechtigkeit, liebt den Frieden, straft Haß und Verbrechen, schützt das Recht, ehrt die Rechtschaffenen.&amp;quot;&#039;&#039; Dies ist eine historisch überlieferte lateinische Inschrift, die sich ehemals am alten [[Rathaus]] auf dem [[Marktplatz]] befand. Nach diesem Festakt zog der Festzug weiter über die [[Feldstraße]] durch das ehemalige [[Feldtor]], in den [[Wiesenstraße|Wiesenweg]], an der Zonser Südseite vorbei durch das [[Schlosstor]] und das für Besucher gesperrte [[Schloss Friedestrom|Schlossgelände]], wieder über die [[Rheinstraße]] zur Festwiese vor dem [[Rheintor]], wo alle zu einer bunten Menschenmenge zusammenkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festzugsgruppen&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Großteil der Fotos des Festzugs wurde von Karl Kress aufwendig aufbereitet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
Der Festzug gliederte sich in 8 Gruppen (es handelt sich hier um die Planung nach der Festbroschüre, von der man in der Umsetzung etwas abwich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 1: Zons zur Römer- und Frankenzeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Herold zu Fuß mit rheinischem Feldzeichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6 römische Fußsoldaten&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
*1 Feldherr auf römischem Kriegswagen&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
*2 römische Reiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6 gefangene Germanen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 römische Fußsoldaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 fränkischer Gaugraf zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Mann Gefolge zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5 fränkische Fußsoldaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 2: Die Tempelherren in Zons&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
*6 Tempelherren zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 3: Die Schlacht bei Worringen 5. Juni 1288&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Tambourmajor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10 Trommler und Pfeifer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Kapellmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Musiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Herzog von Brabant zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Graf von Berg mit Banner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 die Grafen von Jülich und Virneburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 die Grafen von Berg und Tecklenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 die Grafen von Mark und Flandern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Gebhard Overstolz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Pagen mit Schild und Banner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6 Kölner Kriegswagen mit 6 Kriegern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Kölner Krieger als Wagenführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Laienbruder Dotte zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Laienbruder mit Kreuz als Pferdeführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6 Landleute aus dem Bergischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 Gefangene (Erzbischof, Reinhold von Geldern, Adolf von Nassau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Landleute aus dem Bergischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Kölner Krieger zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 4: Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden erbaut das Schloss Friedestrom und erhebt am 20. Dezember 1373 Zons zur Stadt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]] mit [[Stadtrecht|Stadternennungsurkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Mann Gefolge zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Mann Gefolge mit Banner zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 [[Schultheiß]] von Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 [[Bürgermeister]] von Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7 [[Schöffen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Zollmeister mit 2 Zollknechten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Wagen mit der alten Zolltheke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zollknechte als Wagenführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zollknechte hinter dem Wagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 5: Handwerk, Handel und Verkehr&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Bannerträger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Zunftmeister der Wollweber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 Wollwebermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Geselle mit 2 Lehrlingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Reisige zu Fuß als Wagenführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Hansawagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Insassen (1 auf dem Bock, 1 als Lugaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Reisige zu Fuß an beiden Seiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Reisige zu Pferd hinter dem Wagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 kleiner Wagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Reisige als Führer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Insassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 reiche Kaufleute&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 6: Der Kölner Kurfürst Clemens August schießt den Königsvogel in Zons&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Tambourmajor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8 Trommler und Pfeifer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10 Musiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 Jäger zu Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fahnenabordnung der Hubertuskompanie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fahnenabordnung der Hohenzollernkompanie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fahnenabordnung des Jägerzuges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Mann der alten [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|Sebastianusbruderschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 Jungen mit Königsvogel und 2 Zielscheiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Kammerdiener als Vertreter des [[Clemens August (Kurfürst)|Erzbischofs Clemens August]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Bruderschaftsmeister mit goldenem Schild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3 Stadtsoldaten von Zons unter Gewehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 7: Der truchsessische Krieg 1583-1589&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Chorbischof Friedrich von Sachsen Lauenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Mann Gefolge als Schild- und Bannerträger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10 Zonser Stadtsoldaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppe 8: Zons im Dreißigjährigen Krieg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Page mit Gruppenschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Tambourmajor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Trommler und Pfeifer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 kaiserlicher Feldherr Lomboy&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 kaiserliche Generäle Hatzfeld und Wahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Reitergeneral Jan von Werth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6 Reiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Oberst [[Goltstein]], der Verteidiger von Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Fleischer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Weber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Schreiner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Bäcker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Maurer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2 Zonser Stadtsoldaten (Brauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 hessisches Geschütz mit 2 Führern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 hessischer Oberst [[Rabenhaupt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Begleiter als Bannerträger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12 Mann Soldateska&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery centered mode=&amp;quot;wide&amp;quot; caption=&amp;quot;Festumzug&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1929_08.jpg|Darsteller der Gruppe I.&lt;br /&gt;
1929_09.jpg|Darsteller der Gruppe I und Darsteller anderer Gruppen.&lt;br /&gt;
1929_56.jpg|Ein Teil der Darsteller der Gruppe I mit Darstellern der Gruppe VII.&lt;br /&gt;
1929_10.jpg|Einzelne Darsteller der Gruppe I vor dem Schlosstor.&lt;br /&gt;
1929_11.jpg|Darsteller der Gruppe II auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_12.jpg|Darsteller der Gruppe II auf der Feldstraße.&lt;br /&gt;
1929_13.jpg|Darsteller der Gruppe II vor dem ehemaligen Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_14.jpg|Die Gruppe III wurde angeführt vom Zonser Tambourcorps.&lt;br /&gt;
1929_15.jpg|Das Zonser Tambourcorps beim Festzug vor dem ehemaligen Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_17.jpg|Darsteller der Gruppe III vor dem Losmarsch auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_16.jpg|Darsteller der Gruppe III.&lt;br /&gt;
1929_18.jpg|Darsteller der Gruppe III.&lt;br /&gt;
1929_19.jpg|Darsteller wohl auch der Gruppe III.&lt;br /&gt;
1929_20.jpg|Darsteller der Gruppe III vor dem ehem. Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_54.jpg|Entwurfszeichnung von Theo Blum.&lt;br /&gt;
1929_21.jpg|Darsteller der Gruppe III auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_22.jpg|Darsteller der Gruppe III auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_23.jpg|Darsteller der Gruppe III vor dem Rheintor.&lt;br /&gt;
1929_24.jpg|Darsteller der Gruppe III vor dem ehemaligen Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_25.jpg|Darsteller der Gruppe III auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_26.jpg|Darsteller der Gruppe III auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_27.jpg|Darsteller der Gruppe III beim Zug über den Marktplatz.&lt;br /&gt;
1929_28.jpg|Darsteller der Gruppe IV auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_29.jpg|Darsteller der Gruppe IV vor dem ehemaligen Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_30.jpg|Darsteller der Gruppe IV.&lt;br /&gt;
1929_31.jpg|Darsteller der Gruppe IV.&lt;br /&gt;
1929_32.jpg|Darsteller der Gruppe IV.&lt;br /&gt;
1929_33.jpg|Darsteller der Gruppe V.&lt;br /&gt;
1929_34.jpg|Darsteller der Gruppe V vor dem Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_35.jpg|Darsteller der Gruppe V.&lt;br /&gt;
1929_36.jpg|Darsteller der Gruppe V auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_37.jpg|Darsteller der Gruppe VI auf der Steinstraße.&lt;br /&gt;
1929_38.jpg|Dieselben Darsteller der Gruppe VI vor dem Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_39.jpg|Darsteller der Gruppe VI vor dem Rheintor&lt;br /&gt;
1929_40.jpg|Darsteller der Gruppe VI.&lt;br /&gt;
1929_41.jpg|Darsteller der Gruppe VI.&lt;br /&gt;
1929_42.jpg|Darsteller der Gruppe VI vor dem Rheintor.&lt;br /&gt;
1929_43.jpg|Darsteller der Gruppe VII.&lt;br /&gt;
1929_44.jpg|Darsteller der Gruppe VII vor dem Schlosstor.&lt;br /&gt;
1929_45.jpg|Darsteller der Gruppe VIII vor dem ehemaligen Feldtor.&lt;br /&gt;
1929_46.jpg|Darsteller der Gruppe VIII vor dem Rheintor.&lt;br /&gt;
1929_48.jpg|Darsteller der Gruppe VIII vor dem Rheintor.&lt;br /&gt;
1929_49.jpg|Darsteller der Gruppe VIII.&lt;br /&gt;
1929_55.jpg|Entwurf von Theo Blum.&lt;br /&gt;
1929_50.jpg|Darsteller der Gruppe VIII&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_51.jpg|300px|thumb|right|Festversammlung auf der Wiese vor dem Rheintor am Schluss des Festzuges.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_52.jpg|300px|thumb|right|Ehrengäste und Zugteilnehmer auf der Festwiese.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:F1929_01.jpg|300px|thumb|right|Ehrengäste und Zugteilnehmer auf der Festwiese.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_53.jpg|300px|thumb|right|Bei der Rede von Studienrat Dr. Josef Zanders.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festansprachen auf der Festwiese ====&lt;br /&gt;
Auf der Festwiese begrüßte [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Flücken]] die zahlreich erschienenen Ehrengäste, u.a. Herrn Monsignore Domkapitular Höller (als Vertreter des Erzbischofs), Herrn Regierungsdirektor Cajus Hermann Ludwig Karl von Rantzau (als Vertreter des [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Fuchs_%28Politiker%29 Ober- und Regierungspräsidenten]), Herrn Geheimrat [http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Redlich_%28Historiker%29 Otto Reinhard Redlich] (als Vertreter des [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Horion Landeshauptmanns]), Landesfinanzamtspräsident Dr. [http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Schmittmann Heinrich Schmittmann], Herrn Landrat Dr. Simon Nikolaus Stephan Groener, die Herren Beigeordneten Dr. [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Meerfeld Johann Meerfeld] und Dr. Fritz von Hansemann (als Vertreter des Oberbürgermeisters von Köln bzw. Neuss), Herrn Landrat a.D. von der Leyen, Herrn Landrat a.D. von Kessler-Pattern, Herrn Pater Superior des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Missionshauses Knechtsteden], Herrn Dechant Böckels (Dormagen), Herrn Prof. Albrecht (als Vertreter des Düsseldorfer [http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Kaesbach Kunstakademiedirektors]), den früheren Zonser [[Pfarrer]] Herrn Oberpfarrer Dr. [[Ludolf Schmitz|Schmitz]], die früheren Zonser [[Bürgermeister]] [[Albert Granderath|Granderath]] und [[Stephan Güsgen|Güsgen]], den deutschlandweit bekannten Schriftsteller [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Herzog Rudolf Herzog], den Archäologen Dr. [[Constantin Koenen]] und zwei der Hauptinitiatoren des Festes: Kunstmaler [[Theo Blum]] und Dichter [[Michel Becker]]. Der [[Bürgermeister]] rief in seinem Schlussplädoyer dazu auf, mitzuhelfen, das alte Zons zu erhalten, dass es eine Ruhe- und Erholungsstätte bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Festrede Dr. Josef Zanders ====&lt;br /&gt;
Die lange Festrede, die Studienrat Dr. [[Josef Zanders]] aus Neuss im Anschluss an die Rede des [[Bürgermeister]]s hielt, ist überliefert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Hochansehnliche Festversammlung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Stadtjubiläen sind keine Seltenheit, zumal nicht in unserem rheinischen Heimatlande, die sich im Laufe einer zweitausendjährigen und reichen Geschichte mit einem blühenden Kranze von Städten und Dörfern schmückte. Nicht allzuviele sind es, die ihre Geschichte nicht zweitausend Jahre zurückführen können, in jene Zeiten, da der römische Legionär mit ehernem Schritte die rheinischen Lande durchzog und das freie Volk in seinen Niederungen wie auf seinen Höhen zum ersten Male das Joch des Eroberers tragen mußte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Damals tauchte auch Sunnium, unsere gute alte Stadt, deren Jubelfeier wir heute begehen, aus nebelhaften Fernen ins Land des Lichts. Wo sich die römische Heerstraße hinabzog ins niederrheinische Land Durnomagus (Dormagen) nach Novaesium (Neuß), da erstand auch Sunnium (Zons) im Schatten des tractus militaris (Militärbezirk) von Dormagen. Wie die vorgenannten römischen Stützpunkte, war auch Zons einer der zahlreichen Eckpfeiler in dem gewaltigen Festungsringe, den Roms großer Feldherr Drusus an den Ufern des Rheines türmte, zur Sicherung der römischen Zwingherrschaft und vor allem zur Sicherung seiner rückwärtigen Verbindungen in dem bevorstehenden Kampfe mit den rechtsrheinischen germanischen Stämmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wo sich heute vor unsern Augen Turm und Mauer recken, da erklang um jene Zeiten der siegesstolze Kommandoruf römischer Zenturionen. Ihres Grabes Urnen, darinnen sie ausruhen von ihres Lebens unruhvollen Zeiten, fand man jüngst vor den Toren unserer alten Stadt und fand also auch des alten Sunniums älteste Zeichen, Zeugen einer zweitausendjährigen wechselvollen Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Dann taucht das alte Sunnium aufs neue hinab in das Meer des Vergessens, erst vom 10. Jahrhundert ab mehrt sich der Annalen Kunde, bis dann Siegfried von Westerburg, der auf Kölns Erzstuhl lieber das Schwert denn den Krummstab führte, als Schutz- und Trutzwehr gegen die Grafen von Berg die Burg Sontium erbaute. Ihr sollte kein langes Leben beschieden sein: Im Bunde mit Kölns Bürgern zerstörten die Bergischen nach der berühmten [[Schlacht bei Worringen]] die verhaßte Zwingfeste von Grund aus. Zwei Jahre nachher erstand die Burg aus ihrer Asche. Jedoch erst hundert Jahre später sollte derjenige kommen, der das alte Sunnium auf den Schild der Ehren erhob: [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich von Saarwerden]], in dem unsere alte Stadt ihren Bannerträger, Schirmherrn und Wohltäter verehrt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In jenen Zeiten war der Übermut der Neußer allzuhoch gestiegen: kein Landesherr, so ließen sie sich von Erzbischof Konrad I. beurkunden, durfte innerhalb ihres Mauerrings eine Burg oder Feste erbauen. Hundert Jahre später verlegte der Erzstuhl die nördliche Zollstätte des Erzstifts mit kaiserlicher Genehmigung von Neuß nach Zons.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Seitdem verkündet am [[Zollturm]]e der Stadt eine verwitterte Inschrift: &#039;Fridericus de Sarwerdena, archiepiscopus Coloniensis columen me fecit – Friedrich von Saarwerden, Erzbischof von Köln, schuf dies steinerne Bild.&#039; – Ein Jahr nach der Zollverlegung [[Stadtrecht|erhob der Erzbischof die Zollstätte zur Stadt]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Am 9. April 1414 verstarb der große Bischof, tief betrauert vom ganzen Erzstift, dem er ein guter und starker Hirte gewesen war.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;50 Jahre nach dem Hinscheiden [[Friedrich von Saarwerden|Friedrichs von Saarwerden]] schloß auf der gewaltigen Bischofsburg von [[Schloss Friedestrom|Schloß Friedestrom]] der Schwestersohn Friedrichs, Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_II._von_Moers Dietrich von Mörs], seine unruhigen Augen zum ewigen Frieden. Fortan ward Stadt und Burg von Zons zum Zankapfel zwischen Bischof und [[Domkapitel]], welch letzterem der Erzstuhl stark verschuldet war. 1471 bemächtigte sich Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_%28K%C3%B6ln%29 Ruprecht] mit Waffengewalt und Überfall des dem [[Domkapitel]] verpfändeten Städtchens. Zwei Jahre später sagte sich der Landtag des Erzstifts auf Betreiben des [[Domkapitel]]s von [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_%28K%C3%B6ln%29 Ruprecht] los, und es kam infolge der Parteinahme [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_K%C3%BChne Karls des Kühnen] für den ihm verwandten Erzbischof zum [http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Stiftsfehde Burgundischen Kriege]; der kühne Herzog scheiterte vor den Mauern des alten Novaesium. Zwischen Neuß und Köln gefährdete damals das unbezwungene Zons ständig die rückwärtigen Verbindungen des Burgunders und leistete so der Quirinusstadt wertvolle Waffenhilfe. Damals sah die alte Bischofsburg den glänzendsten Besuch ihrer Geschichte; [http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._%28HRR%29 Kaiser Friedrich III.] verweilte 14 Tage auf [[Schloss Friedestrom|Schloß Friedestrom]], während vor den Mauern von Zons ein Heer von 40.000 Mann lagerte. – Im [http://de.wikipedia.org/wiki/Truchsessischer_Krieg truchsessischen Kriege], gegen Ausgang des 16. Jahrhunderts, trotzte die alte Feste unter Führung des hochgemuten Chorbischofs [http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Friedrich von Sachsen-Lauenburg] allen Anschlägen des der alten Kirche abtrünnigen Erzbischofs [http://de.wikipedia.org/wiki/Gebhard_I._von_Waldburg Gebhards von Waldenburg], und es dürfte nicht zuviel behauptet sein, zu sagen, daß unser altes Zons es war, welches damals dem Erzbischof und der von ihm entfachten neuen Glaubenslehre das Rückgrat brach.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;In den Stürmen des [[Dreißigjähriger Krieg|30-jährigen Krieges]] erlebte das alte Zons zu Ausgang des schier endlosen und verheerenden Völkerringens das ruhmvollste Kapitel seiner kriegerischen Geschichte: Die Hessen zogen damals sengend und brennend durch das Erzstift. Am 27. Januar 1641 ergab sich ihnen die Stadt Neuß nach nur 3-tägiger Belagerung. Dann zog das gefürchtete und völlig verwilderte Hessenheer unter Führung des &#039;wilden&#039; [[Rabenhaupt]], des Schreckens des Erzstiftes, vor die alte Bischofsfeste. Ihre Aufforderung, sich zu ergeben, wies Zons mit Stolz zurück. Unsägliche Kriegsnot kam damals über das alte Sunnium; in zahllosen Stürmen lief der Hesse gegen es an. Zons trotzte unter Führung seines heldenmutigen Kommandanten, des Obersten [[Goldstein]], allen Stürmen, und der wilde [[Rabenhaupt|Hessengeneral]] mußte endlich unverrichteter Sache abziehen. Seitdem vermeldete eine Inschrift am alten [[Rathaus]]e der Stadt: &amp;quot;[[Rabenhaupt]] me oppugnavit, [[Goldstein]] me prepugnavit adjuvante populo Zontinensi – [[Rabenhaupt]] bestürmte mich, [[Goldstein]] beschirmte mich, das Volk von Zons half tapfer dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Zwar vergaß in den Nöten der kommenden Jahrhunderte die Kriegsnot auch des wehrhaften Städtchens nicht und pochte noch öfters an seine Tore, jedoch waren die schlimmsten Stürme vorüber, und in geruhigerem Laufe verlief fortan des Städtchens Geschichte. Die stolze Feste verlor, eine natürliche Folge moderner Kriegskunst, völlig ihre Bedeutung und versank schier im Meer des Vergessens. Die schweren Brände, in denen die Stadt zu Beginn des 17. Jahrhunderts heimgesucht wurde [gemeint ist der [[Stadtbrand 1620]]], taten ein Besonderes dazu, indem die reichen Geschlechter der Stadt den Rücken kehrten und sich glücklicheren Zonen zuwandten. Arme Weber aus dem Bergischen traten an ihre Stelle, mit warmem Herzen zwar und mutigem Sinn – das bewiesen sie schon wenige Jahre später im Kampfe gegen den wilden [[Rabenhaupt]]; der Wohlstand war aber dahin, und Armut und Not klopften hinfort an die Tore der Stadt. Kein Wunder, daß man sich nachgrade in Zons selber nicht mehr auf die große Vergangenheit der Stadt besann und sich geduldig damit abfand, daß man der alten Stadt auch das Letzte nahm, was ihr geblieben, Wappen und Würde einer Stadt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Um die Wende unseres Jahrhunderts klopfte dann die neue Zeit gebieterisch an die Tore unserer stillen Stadt. Immer enger ballten sich ringsherum die Menschenmassen zusammen, immer größer wurde ihre Sehnsucht, aus den Steinhöhlen der Großstädte hinauszustreben in Gottes freie Natur. Gar bald kam die Zeit, da unsere gute alte Stadt der beliebteste Ausflugsort für das große Industriegebiet wurde, das sich mit den Namen Düsseldorf, Köln und Bergisches Land umschreibt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nun aufs neue in die große Welt hineingestellt, erinnerte man sich in Zons auch wieder der früheren stolzen Vergangenheit, und alsbald setzten unter Führung des damaligen [[Bürgermeister]]s [[Claus Kohl|Klaus Kohl]] die Bestrebungen ein, die alten Rechte wiederzugewinnen und die ehrwürdige Bischofsfeste aufs neue zum Range einer Stadt zu erheben. Die Wiederverleihung von [[Stadtwappen|Wappen]] und Stadtrechten erfolgte am 11. Mai des Jahres 1904 und trägt das neu verliehene und nur unwesentlich geänderte alte [[Stadtwappen|Wappen]] der Stadt die persönliche Unterschrift des damaligen [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._%28Deutsches_Reich%29 Kaisers Wilhelm II.]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wir stehen heute an der ersten großen Wegeswende jener bedeutungsvollen Tage; ein Vierteljahrhundert ist seitdem hinabgesunken in den tiefen Schoß der Zeiten. Die wiedererstehende Stadt trägt heute den Silberkranz einer kurzen jungen Zeit; er kann die Schönheit des Lorbeers, den sie seit 555 Jahren als Stadt des Kölner Erzstuhls, seit nahezu 1300 Jahren als Salhof des ersten Erzbischofs von Köln, seit nahezu zweitausend Jahren als Drususfestung im Kranz der Römersiedlungen am Rhein trägt, nur erhöhen und mit dem ehrwürdigen Schimmer des Alters überstrahlen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wiederum wie so oft in ihrer wechselvollen Geschichte, sieht die Stadt zahlreichen und hohen Besuch in ihren Mauern. Sie sind alle gekommen, alt und jung, hoch und niedrig, sich mit uns zu vereinen in der Liebe zu unserer alten Stadt, an der wir alle hängen mit ganzer Seele, mit der Seele dessen, der seine Heímat ehrt, schätzt und liebt. Wir danken vor allem dem hohen Vertreter des Kölner Erzstuhles, mit dem uns so enge und innige Bande seit nunmehr dreizehnhundert Jahren verknüpfen. Wir danken an dieser Stelle dem allverehrten Oberhirten unserer großen Erzdiözese, daß er vor wenigen Jahren bei der Neueinteilung der Dekanate, eingedenk der Geschichte unserer Stadt, dem neuen Dekanate den Namen unserer Bischofsfeste gab. Wiederum erfuhr das alte Sunnium die Huld und Gunst des Kölner Erzstuhls; es wird sie sicherlich wie ehedem mit unwandelbarer Treue lohnen. Wir danken aufrichtig den hohen Vertretern der Staatsregierung. Seit mehr denn hundert Jahren ist unsere Stadt mit den Geschicken Preußens verknüpft, sie trug mit dem Vaterlande Leid und Freud, sie sah den glanzvollen Aufstieg des Reiches wie das bittere Ende zu Ausgang des großen Krieges. Nimmer wurde sie wankend in ihrer Treue zum leidgequälten Vaterlande; was sie den Kölner Erzbischöfen in einem halben Jahrtausend gehalten, das hielt sie in der gleichen Liebe und unwandelbaren Treue dem größeren Vaterlande.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Ich fühle mich eins mit allen, die unsere alte Stadt lieb haben, wenn ich dieses Treugelöbnis hier vor aller Welt und insbesondere vor den Vertretern der Staatsregierung ablege. Wir danken an dieser Stelle der Staatsregierung, daß diese über den Nöten des großen gemeinsamen Vaterlandes im vergangenen Jahrhundert auch unserer alten Stadt nicht vergaß und mehr als einmal sichtbar Zeugnis dafür gab. Wir fügen dem nur die große Bitte an, in den besonderen Nöten der trüben Gegenwart unser nicht ganz zu vergessen, uns zu helfen, die Heimat zu erhalten als Kleinod und Stätte der Erholung und Freude für die ungezählten Tausende, die in ihrem Bannkreis des Lebens Schwere tragen, und in den wenigen Stunden der Muße sehnsüchtig nach blauem Himmel und einem stillen ruhigen Plätzchen in der Unrast unserer Tage und dem ewig ruhelosen Räderwerk des gewaltigen Industriegebietes der Erde ausschauen. Allein kann unsere alte Stadt, die seit den [[Stadtbrand 1620|großen Bränden des Jahres 1620]] mit Glücksgütern nimmer gesegnet war, den Wiederaufbau und die Erhaltung ihres Burgberinges wie ihres Festungsgürtels nicht tragen; wir nehmen aber zuversichtlich die Hoffnung vorweg, daß Kreis, Provinz und Staat, wie vordem, unsere Bestrebungen auf Erhaltung der Heimat warm und tatkräftig unterstützen, damit noch in den fernsten Zeiten das alte Sunnium stehe als sichtbares Denkmal der Heimatliebe unseres Geschlechtes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nicht besser glaube ich meine Ausführungen beschließen zu können als mit der Mahnung des Dichters: &amp;quot;Seid einig, einig, einig!&amp;quot; Einig in der Liebe zum Vaterlande, zur engeren Heimat, einig in einer Treue, für die [http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg Hindenburgs] schöner Wahlspruch Sinn und Symbol ist: &amp;quot;Die Treue ist das Mark der Ehre!&amp;quot; Dann wird noch in den fernsten Zeiten auch für unsere alte Stadt und ihre heimatbewußte Bürgerschaft sich die Wahrheit des schönen Dichterwortes erfüllen, das drüben am Deutschen Eck in Koblenz geschrieben steht:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Nimmer wird das Reich – und ich füge hinzu – eure Heimat – zerstört, wenn ihr einig seid und treu.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rede von [[Josef Zanders|Zanders]], die man über eine Lautsprecheranlage verbreitete, wurde begeistert aufgenommen. Es folgten kurze Ansprachen der Vertreter des [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Erzbischofs], des [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Fuchs_%28Politiker%29 Ober- bzw. Regierungspräsidenten], des [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Horion Landeshauptmanns] und des Landrats. Insbesondere die Rede des Landrats fand wegen der Perspektiven, die sie für Zons aufzeigte, besonderen Beifall. Am Schluss stimmte die Menge in das Hoch auf das Vaterland ein. Während das Deutschlandlied gesungen wurde, ließ man Hunderte Luftballons in die Luft steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abendveranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Um 20 Uhr war Beginn der Festbälle in allen Zonser Sälen, und um 21:30 Uhr sollte ein Feuerwerk mit Beschießung und Beleuchtung der Befestigung starten: Es sollte die Beschießung der Stadt Zons darstellen, beginnend mit Feuerwerksdarbietungen auf der Festwiese mit Lichtersonnen, Wirbelfeuerbatterien, die Trommelfeuer imitieren, und römischen Lichtern, die bunte Leuchtkugeln durcheinander werfen. Nach einer kurzen Pause sollte dann die Zahl &amp;quot;555&amp;quot; als Erinnerung an die [[Stadtrecht|Stadterhebung 1373]] erleuchten. Als Finale des Feuerspiels sollte dann als Folge der fiktiven Beschießung ein Stadtbrand simuliert werden. – Das Feuerwerk musste jedoch abgesagt werden, da unmittelbar nach den Festansprachen ein schweres Unwetter mit Regen aufzog, und so endete das Stadtfest weniger feierlich als geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerungen des Schriftstellers Dr. Albert Paß&amp;lt;ref&amp;gt;PfAZ, Nr. 162 (Zeitungsartikel &#039;&#039;&amp;quot;Zonser Stadtfest&amp;quot;&#039;&#039; von Albert Paß, leider ohne nähere Angaben).&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Stadtfest erschien ein Artikel des Kölner Schriftstellers Dr. Albert Paß, der dem Ehrenausschuss angehörte und die besondere Ehre hatte, beim Stadtfest als Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III. von Saarwerden]] aufzutreten. Dem Artikel sind ein paar interessante Details zu den &amp;quot;Strippenziehern&amp;quot; hinter dem Fest und zur Geschäftstüchtigkeit der Zonser Wirte zu entnehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Als ich noch [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]]...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Daß man auch in unsrer demokratischen und republikanischen Zeit, wenn auch nur für die Dauer eines zweitägigen Stadtfestes, Landesherr werden kann, das habe ich, so sonderbar es klingen mag, am eignen Leibe erfahren. Als mir vor etwa drei Wochen unser rheinischer Dichter und Schriftsteller [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wenz Richard Wenz] mitteilte, der K. K. K. habe in seinem hohen Rate beschlossen, mir für die am 20. und 21. Juli 1929 stattfindenden 555. Jahrfeier und Silberjubiläum der Stadt Zons die Rolle des Erzbischofs [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich von Saarwerden]] zu übertragen, da habe ich mich erst einen Augenblick an der Lehne meines Schreibtischsessels festgehalten und laut gelacht. Aber [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wenz Richard Wenz] eröffnete mir, es handle sich um keinen Scherz, und zudem sei ich auch bereits als Mitglied des Ehrenausschusses benannt. Im übrigen hänge von der Durchführung meiner Rolle sozusagen das ganze Gelingen bzw. Nichtgelingen des Stadtfestes ab. Ich fühlte mich also kollossal gebauchpinselt und unterließ jeden nutzlosen Einwand, zudem im übrigen bereits der Kölner Landschaftsmaler und Graphiker [[Theo Blum]] unangemeldet, wie stets, zur Tür hereinkam, mit riesigen Zeichenrollen bewaffnet, und mich restlos breitschlug. [[Theo Blum]], der bereits im dritten Jahrzehnt in Zons alljährlich Quartier nimmt, teilte sich mit dem Zonser Lehrer [[Heinz Riffel]] in die Vaterschaft des Stadtfestgedankens, und beide hatten in wochenlanger Vorarbeit und selbstlosem Idealismus etwas geplant, das, wenn es gelang, sich sehen lassen durfte. In der Hand von [[Theo Blum]] lag die künstlerische Durchführung des ganzen Festprogramms und des Festzuges, während die Aufstellung der einzelnen Gruppen sowie die Skizzierung der ihnen zugrunde liegenden geschichtlichen Tatsachen [[Heinz Riffel]] besorgt hatte. Dazu hatte der junge Kölner Dichter [[Michel Becker]] ein Weihespiel &#039;Schwur am Strom&#039; geschrieben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Selbstverständlich war ich einige Male in der Woche vor dem Fest in das alte, liebliche Zons gefahren, sei es auf dem angenehmern Wege zu Schiff, mit den Dampfern der Köln-Düsseldorfer, sei es auf dem schnellern mit den Autobussen der Kölner Kraftwagen-Verkehrsgesellschaft, die den müden Reisenden zum mindesten gründlich wachrütteln. Da ich inkognito war und niemand in mir den für zwei Tage wiedererstandenen Landesherr vermutete, so hatte ich reichlich Gelegenheit, auch hinter die Kulissen zu blicken, um später von den erworbenen Kenntnissen Gebrauch machen zu können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Während der beiden Festtage selbst war das verschlafene Zons gründlich aufgeweckt worden. Vielleicht zu gründlich, denn eine Anzahl von Wirten glaubten auf einmal, ihr Schäfchen ins Trockene bringen zu müssen und sich daher berechtigt, ihre Preise denjenigen erster Luxushotels gleichzustellen. Daß man auf solche Weise keinen Fremdenverkehr anzieht, geschweige denn hebt, ist selbstverständlich, und es wäre bedauerlich, wenn es nicht gelingen sollte, hier für Änderung zu sorgen. Bedauerlich aus dem Grunde, weil das mittelalterliche Städtchen Zons so recht angetan ist, den Großstädter dort einige Stunden des Ausruhens von der Hast der heutigen Zeit verbringen zu lassen. Will doch der Kreis im Einvernehmen mit der preußischen Regierung besondere Mittel zur Verfügung stellen, nicht nur, um den Charakter der Stadt zu wahren, sondern darüber hinaus zum Ausbau und zur Wiederherstellung der alten Stadtmauer und -Gräben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;[[Theo Blum|Blum]], [[Heinz Riffel|Riffel]] und [[Michel Becker|Becker]], dieses Triumvirat, hatten nicht nur in Zons mobil gemacht, was mobil zu machen war, sondern darüber hinaus aus Köln, Düsseldorf und Bonn an Künstlern herbeigerufen, was notwendig war, um das Fest durchführen zu können. Samstags fand auf der Wiese vor dem [[Rheintor]] der Aufmarsch der Turner statt, den Zigeunerinnenreigen, getanzt von Zonser Mädels, ablöste und auf den zum Schluß ein Fackelreigen folgte. Dann konnte im magischen Scheine der Pechfackeln unmittelbar am Ufer des Rheins vor einer großen, auf dem Damm lagernden Zuschauermenge das Weihespiel von [[Michel Becker]] seine vorzüglich gelungene Aufführung erleben. Man muß diesem Spiel um so mehr Anerkennung zollen, als sämtliche Gruppen von Zonser Bürgern dargestellt wurden, und nur die einzelnen Sprecher jeder Gruppe sowie der Herold und der Darsteller des Wanderers von jungen Kölner Künstlern übernommen worden war. Wer einmal einer Probe an den Vortagen beigewohnt hatte, der weiß, wieviel Mühe das Gelingen dieses Spiel verursacht hat, aber auch, wieviel urwüchsiger, bodenständiger Humor in Zwischenrufen dabei zum Durchbruch kam.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Den Höhepunkt des Stadtfestes bildete der am Sonntagnachmittag, allerdings wegen des einsetzenden Gewitterregens mit 1 1/2-stündiger Verspätung abgehaltene historische Festzug, dessen acht Gruppen Bilder aus der Geschichte von Zons zeigten, von der Römerzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg. [[Theo Blum]] hatte dafür gesorgt, daß ein farbenfrohes und prächtiges Bild zustande kam, und die Kölner Firma Peter v. Bongardt, die sämtliche Kostüme und Ausrüstungsgegenstände gestellt hatte, erleichterte ihm die Durchführung seines Planes. Mitte und Mittelpunkt des Zuges bildete die Gruppe, die die [[Stadtrecht|Erhebung des Dorfes zur Stadt am 20. Dezember 1373]] durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III. von Saarwerden]] darstellte. Der damalige Kölner Erzbischof und Erzkanzler hatte den [[Rheinzoll]] von Neuß nach Zons verlegt, und die etwa 100 Jahre vorher nach der [[Schlacht bei Worringen]] zerstörte Burg durch eine neue, das [[Schloss Friedestrom|Schloß Fredestroym]], ersetzt und die neue Zollstadt, der gleichzeitig Marktrecht verliehen wurde, mit einer starken Festungsmauer umgeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Als Darsteller des Erzbischofs lag mir ob, hoch vom Roß herab vor der vor dem [[Rathaus]] versammelten Zahl der Ehrengäste die [[Stadtrecht|Stadternennungsurkunde]] zu verlesen. Als mir der augenblickliche [[Hans Michael Flücken|stellvertretende Bürgermeister]] vorab den Ehrentrunk reichte, blinzelte mir der unter den Ehrengästen als Vertreter des Oberbürgermeisters Dr. h.c. [http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer Adenauer] anwesende Kölner Kunstdezernent Dr. h.c. [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Meerfeld Meerfeld] listig zu, und mir war, als wollte er mich an das eben zustande gekommene Konkordat erinnern. Wir beide aber setzten pflichtgemäß unsre Amtsmienen auf, und ich machte einige Minuten in Geschichte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Bei der anschließenden Schlußfeier auf der Festwiese wurde etwas reichlich viel geredet, so daß der [[Hans Michael Flücken|stellvertretende Bürgermeister]] nicht einmal dazu kam, den drei Hauptpersonen der Veranstaltung zu danken. Dies am Abend im kleinen Kreise nachzuholen, war meine letzte Amtshandlung, die ich als bereits wieder im bürgerlichen Gewand zurückgekehrter Landesherr vorgenommen habe. Sicher aber ist, daß ich an diese beiden Tage meiner Herrschaft recht gerne zurückdenke und, wie alle Teilnehmer des Festes, auch noch recht oft nach Zons zurückkehren werde, dem ich wünsche, daß es von dem damals 1373 von [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III. von Saarwerden]] verliehenen Recht, sich einen geeigneten [[Bürgermeister]] zu wählen, nach den in diesem Herbst stattfindenden Wahlen einen guten Gebrauch machen wird.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik durch Hauptlehrer Peter Breuer ==&lt;br /&gt;
[[Peter Breuer]] schreibt zum Stadtfest in der Schulchronik&amp;lt;ref&amp;gt;AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Beteiligung der Bevölkerung sei nur zufriedenstellend gewesen und im Allgemeinen sei eine freudige Arbeit nicht aufgekommen. Einige Kölner hätten sich darüber mokiert, dass sie nicht ganz besonders bedacht worden seien: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;Wie allerorts Fehler gemacht werden, so soll es auch hier zugegeben werden, aber daß Außenstehende nun glauben, durch ihre gütige Mitwirkung sei es erst etwas geworden, grenzt an Größenwahn. Ich habe persönlich die feste Überzeugung, mit weniger fremden Geiste wäre das Ortsfest schöner und natürlicher geworden.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtfeste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Feiern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
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		<title>Friedrich von Saarwerden</title>
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		<updated>2026-09-04T17:18:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: Weiterleitung auf Friedrich von Saarwerden (Erzbischof) entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Friedrich III. von Saarwerden&#039;&#039;&#039; (* um 1348; † 9. April 1414 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Bonn-Poppelsdorf]) war von 1370 bis zu seinem Tode im Jahr 1414 [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_K%C3%B6ln Erzbischof von Köln] und damit einer der mächtigsten Kurfürsten. Er ist der [[Stadtrecht|Gründer der Stadt Zons]], deren historisches Gesicht und Bedeutung als mittelalterliche [[Rheinzoll|Zollfeste]] vollständig auf seine Initiative, Entschlossenheit und planerische Weitsicht zurückgehen. Unter seiner 44-jährigen Amtszeit erlebte das Kölner Erzstift eine Phase der Konsolidierung und wirtschaftlichen Blüte. Friedrich von Saarwerden gilt als einer der fähigsten und tatkräftigsten Kirchenfürsten des spätmittelalterlichen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und wissenschaftliche Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Friedrich entstammte dem angesehenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Saarwerden Grafengeschlecht der Saarwerden], das an der oberen Saar in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Trier#Erzbistum_Trier Erzdiözese Trier] ansässig war. Er wurde um 1348 als zweites Kind und erster Sohn des späteren Grafen [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_II._(Saarwerden) Johann II. von Saarwerden] und dessen Ehefrau Klara von Vinstingen geboren. Sein Großvater war Graf Friedrich II. von Saarwerden, nach dem der spätere Erzbischof benannt wurde. Eine bedeutende familiäre Verbindung ergab sich über seine Großtante Johanna, die die Mutter [https://de.wikipedia.org/wiki/Kuno_II._von_Falkenstein Kunos von Falkenstein] war, der 1362 Erzbischof von Trier wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuno von Falkenstein sollte zum wichtigsten Förderer des jungen Friedrich werden. Unter seinem Einfluss schlug Friedrich früh die geistliche Laufbahn ein. Seine hohe Geburt war im Spätmittelalter die entscheidende Eintrittskarte für den schnellen Aufstieg zu höchsten kirchlichen Würden. Im Jahr 1368 wurde Friedrich an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bologna Universität Bologna] immatrikuliert, der ältesten und im Bereich des kanonischen Rechts renommiertesten Hohen Schule Europas. In Bologna widmete sich Friedrich rund zwei Jahre dem intensiven Studium der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonistik Kanonistik]. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits Propst des [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Maria_ad_Gradus_(K%C3%B6ln) Stifts St. Mariengraden] in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] und Kanoniker an der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Domkirche].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Aufstieg zum Kölner Erzbischof ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des [https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_III._von_der_Mark_(K%C3%B6ln) Erzbischofs Engelbert III. von der Mark] im Jahr 1368 postulierte das Kölner [[Domkapitel]] am 23. September 1368 den erst 20-jährigen Friedrich von Saarwerden zum neuen Erzbischof. Diese Wahl wurde maßgeblich von seinem Großonkel [https://de.wikipedia.org/wiki/Kuno_II._von_Falkenstein Kuno von Falkenstein] vorangetrieben, der während der Sedisvakanz als Administrator des Erzbistums fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Amtsantritt stieß jedoch auf heftigen Widerstand durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_IV._(HRR) Kaiser Karl IV.] Der Kaiser verfolgte eigene dynastische Pläne: Er wollte seinen Sohn [https://de.wikipedia.org/wiki/Wenzel_(HRR) Wenzel] zum deutschen König wählen lassen und versuchte, die rheinischen Kurstimmen durch die Einsetzung seines Verwandten [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_Luxemburg-Ligny Johann von Luxemburg (Bischof von Straßburg)] als Kölner Erzbischof abzusichern. Durch diese kaiserliche Intervention verzögerte sich die päpstliche Bestätigung Friedrichs durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Urban_V. Papst Urban V.] bis zum November 1370. Die Zustimmung des Papstes war zudem an immense finanzielle Verpflichtungen geknüpft. Friedrich musste neben den eigenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Servitien Servitiengeldern] von 11.200 Gulden auch die Altschulden seines Vorgängers [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_III._von_der_Mark Adolf von der Mark] übernehmen, was eine jährliche Zahlung von 20.000 Gulden auf sechs Jahre bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von innerstädtischen Weberunruhen in Köln konnte Friedrichs Inthronisation erst am 21. Juni 1372 stattfinden. In der Folgezeit nutzte Friedrich seine Position als Kurfürst bei der bevorstehenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Wenzel_(HRR) Königswahl Wenzels] geschickt aus, um den Kaiser zur kirchenpolitischen Unterstützung zu zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verlegung des Rheinzolls von Neuss nach Zons (1372) ==&lt;br /&gt;
Die spektakulärste und für Zons bedeutendste Maßnahme in Friedrichs Regierungszeit war die Verlegung des erzstiftischen [[Rheinzoll]]s von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] nach Zons im August 1372. Der [[Rheinzoll]] war seit dem 12. Jahrhundert eine der wichtigsten Geldquellen der Kölner Erzbischöfe, da der Schiffsverkehr auf dem Rhein als zentraler Handelsader hochgradig lukrativ war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verlegung des Zolls gab es handfeste politische, wirtschaftliche und geografische Gründe:&lt;br /&gt;
* Das Autonomiestreben der [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neusser]: Die wohlhabenden Neusser Bürger verweigerten dem vom erzbischöflichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtmann in Hülchrath] eingesetzten Schultheißen zunehmend die Anerkennung und bestritten die erzbischöfliche Gerichtsherrschaft. Zudem hatte die [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Stadt Neuss] versucht, durch ein unbefugt erhobenes [https://de.wikipedia.org/wiki/Rollgeld Rollgeld] an ihrer Schiffslände, das sogenannte Bestättergeld, einen eigenen Stapel einzurichten und damit die landesherrlichen Zolleinnahmen zu schmälern.&lt;br /&gt;
* Der mangelnde Schutz der Zollstätte: Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts duldete Neuss keine landesherrliche Befestigung mehr innerhalb der Stadtmauern. [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Hochstaden Erzbischof Konrad von Hochstaden] hatte sich nach der Zerstörung seiner Zollburg am Rheintor 1255 verpflichten müssen, keine neue &#039;&#039;Veste&#039;&#039; in Neuss zu errichten.&lt;br /&gt;
* Geografische Veränderungen: Der Rhein hatte im Laufe des 14. Jahrhunderts sein Bett verlagert und floss nicht mehr unmittelbar an der Neusser Stadtmauer vorbei, was das Einziehen der Zölle für die Beamten erheblich erschwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich von Saarwerden entzog den Neussern die Zollfreiheit und verlegte die Zollstätte an seinen landwirtschaftlichen [[Fronhof]] nach Zons, wo die ortsansässige Bevölkerung keinen nennenswerten Widerstand leisten konnte und der Rhein zu dieser Zeit direkt an der Terrassenkante vorbeiströmte. Das Recht zur Zollverlegung an einen beliebigen Ort zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Andernach Andernach] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rees Rees] war den Erzbischöfen bereits 1346 durch kaiserliches Privileg verliehen worden, was [https://de.wikipedia.org/wiki/Wenzel_(HRR) König Wenzel] im Jahr 1376 für Zons ausdrücklich bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung von Zons (1373) ==&lt;br /&gt;
Um die neue [[Rheinzoll|Zollstätte]] militärisch abzusichern und die Einnahmen vor äußeren Feinden zu schützen, erhob Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden das bisherige Dorf Zons mit Urkunde vom 20. Dezember 1373 zur [[Stadtrecht|Stadt]]. In der Gründungsurkunde wird der Zusammenhang von Zollschutz und Stadterhebung ausdrücklich betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Stadtrecht|Stadterhebung]] verlieh der Erzbischof den Bürgern die Rechte, Freiheiten und Privilegien der [https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BChl_(Rheinland) Stadt Brühl] von 1285. Dazu gehörten:&lt;br /&gt;
* Die Wehrpflicht der Bürger: Zum Schutz des [[Rheinzoll]]s und zur Verteidigung der neu gegründeten [[Burg Friedestrom]] waren die Bürger verpflichtet, sich je nach ihrem Vermögen zu bewaffnen und im Notfall als Verteidiger bereitzustehen.&lt;br /&gt;
* Das [[Bürgermeister]]amt: Die Bürger durften alljährlich am 22. Februar ([https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedra_Petri_(Fest) Petri Stuhlfeier]) einen [[Bürgermeister]] aus ihrer Mitte wählen. Diesem stand ein [[Stadtrat|Rat]] aus [[Ratsverwandte]]n zur Seite.&lt;br /&gt;
* Die [[Schöffengericht|Gerichtsbarkeit]]: Zons wurde aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amt Hülchrath] ausgegliedert und erhielt ein eigenes [[Schöffengericht|Stadt- und Schöffengericht]] mit sieben [[Schöffen]] auf Lebenszeit. An der Spitze der städtischen Justiz stand ein vom Erzbischof ernannter [[Schultheiß]].&lt;br /&gt;
* [[Markt]]privilegien: Zur Hebung der Wirtschaftskraft erhielt Zons das Recht, wöchentlich einen Wochenmarkt (von Dienstagabend bis Mittwochabend) sowie einmal jährlich einen siebentägigen Jahrmarkt um das Fest des heiligen Matthäus (21. September) abzuhalten, während dessen ein strenger Marktfrieden galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schutz der landesherrlichen Oberhoheit behielt sich der Erzbischof jedoch wichtige Vorbehalte vor. Der Umfang und die Ausführung der Stadtbefestigung mussten von Kurköln gutgeheißen werden, und die Stadtschlüssel waren jeden Abend dem erzbischöflichen [[Schultheißen]] auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] auszuhändigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Bau der Zollfeste und der Burg Friedestrom ==&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Zollverlegung im Sommer 1372 begann Friedrich von Saarwerden mit dem planmäßigen Bau der Stadtbefestigung und der herrschaftlichen [[Burg Friedestrom]] (in zeitgenössischen Urkunden meist &#039;&#039;Fritzstrom&#039;&#039; genannt) in der südöstlichen Ecke des Areals. Die Burg, das etwa ein Sechstel der gesamten Stadtfläche einnahm, war durch breite Gräben, Mauern und den mächtigen [[Juddeturm]] auch zur Stadtseite hin als eigenständige Feste gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich von Saarwerden versuchte in der Folgezeit vergeblich, den Namen Friedestrom bzw. Fritzstrom – ein Wortspiel aus seinem Namen Friedrich bzw. Friede und (Rhein-)Strom – für die neu gegründete Stadt, die auf dem Reißbrett entstanden ist und nicht auf der dörflichen Vorgängersiedlung basierte, zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Stadtbefestigung wurde im Jahr 1388 weitgehend mit der Fertigstellung des mächtigen, sechsstöckigen [[Rheinturm]]s (auch Peters- oder Zollturm) an der Nordostecke vollendet. Eine dort angebrachte, heute noch sichtbare gotische Steininschrift belegt die Turmvollendung in dem Jahr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fridericus de Sarwerden archiepiscopus coloniensis me fecit Anno a nativitate domini millesimo trecentesimo octuagesimo octavo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Friedrich von Saarwerden, Erzbischof von Köln, hat mich geschaffen im Jahr nach der Geburt des Herrn 1388)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über der Inschrift befand sich bis Mitte der 1950er Jahre ein kunstvolles Sandsteinrelief, das lebensgroß den knienden Erzbischof in Demutsgeste zeigte, wie er vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Petrus heiligen Petrus], dem Patron der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Domkirche], die Stadtschlüssel empfängt. Diese Figuren gingen in den 1950er Jahren zur Restaurierung in eine Steinmetz-Werkstätte in Köln, von wo sie nicht zurückkamen. Die Figuren sind heute verschollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ablösung der jülichschen Vogtei ==&lt;br /&gt;
Da Zons kein einfaches dörfliches Hofgut mehr war, sondern eine hochgesicherte landesherrliche Zollstadt, war Friedrich von Saarwerden bestrebt, die verbliebenen herrschaftlichen Rechte fremder Mächte in Zons abzulösen. Die Vogtei über Zons lag in den Händen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Herzöge von Jülich], die diese Rechte wiederholt zur territorialen Expansion genutzt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zähen, langjährigen diplomatischen Verhandlungen gelang es Friedrich von Saarwerden in den Jahren 1388 und 1395, die jülichschen Herzöge zum endgültigen Verzicht auf die Vogteirechte über [https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BClpich Zülpich] und Zons zu bewegen. Als Ausgleich für diesen Verzicht musste der Erzbischof die beiden kurkölnischen Dörfer [https://de.wikipedia.org/wiki/Merzenich Merzenich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Girbelsrath Girbelsrath] an das Herzogtum Jülich abtreten. Damit war die Stadt Zons auch rechtlich vollständig in das Territorium des Kölner Erzstifts integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche14.jpg|300px|thumb|right|Der Schlussstein mit dem Saarwerden&#039;schen Wappen aus der alten Pfarrkirche.]]&lt;br /&gt;
== Die Vollendung des Zonser Kirchenbaus (um 1400) ==&lt;br /&gt;
Nachdem beim Bau der [[Burg Friedestrom]] die alte Hofkapelle bis auf den Turm abgebrochen worden war, veranlasste Friedrich von Saarwerden den Neubau einer dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiligen Martinus] geweihten [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|spätgotischen Pfarrkirche]] im Stadtzentrum, die um 1400 vollendet wurde. Der in den späteren [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|neugotischen Nachfolgebau]] übernommene Schlussstein im Gewölbe zeigt das Saarwerdensche Wappen mit dem Doppeladler. Das Patronatsrecht über die neue Kirche und die Pfarre Bürgel/Zons lag gemäß den von Friedrich bestätigten Verträgen bis zur Säkularisation im Jahr 1802 bei den Äbten der [[Brauweiler (Kloster)|Benediktinerabtei Brauweiler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saarwd1.jpg|300px|thumb|right|Das Saarwerden-Denkmal von Bert Gerresheim auf dem Rheintorvorplatz.]]&lt;br /&gt;
== Tod und Nachleben ==&lt;br /&gt;
Zons gehörte zu den Lieblingsorten des Erzbischofs. Während seiner 44-jährigen Regierungszeit sind nicht weniger als 125 längere Aufenthalte Friedrichs auf seiner Burg Friedestrom urkundlich belegt. Er erkor die Zollfeste zu seiner bevorzugten Residenz außerhalb Kölns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich von Saarwerden verstarb nach längerer Krankheit am Ostermontag, dem 9. April 1414, auf seinem Schloss in [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Poppelsdorf] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]. Er hinterließ seinem Neffen und Nachfolger [[Dietrich von Moers]] ein hervorragend geordnetes, wehrhaftes Erzbistum sowie einen Staatsschatz von über zwei Millionen Goldgulden in bar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich fand seine letzte Ruhestätte in der Marienkapelle des [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Doms]. Sein dortiges Hochgrab mit einer lebensgroßen Liegefigur aus Bronzeguss, die porträthafte und individualisierte Züge aufweist, gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke des [https://de.wikipedia.org/wiki/Weicher_Stil plastischen Weichen Stils] im Rheinland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1999 brachten die Zonser [[Kultur- und Heimatfreunde der Stadt Zons e.V.|Kultur- und Heimatfreunde]] unter dem [[Rheintor]] eine bronzene Gedenkplatte an, die an die Stadterhebung durch den Erzbischof am 20. Dezember 1373 erinnert. Am 22. April 2010 wurde zudem auf dem Rheintorvorplatz eine 2,20 Meter hohe [[Saarwerden-Denkmal|Bronzeskulptur des Erzbischofs]] enthüllt, die vom Düsseldorfer Bildhauer [https://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Gerresheim Bert Gerresheim] geschaffen wurde und den Stadtgründer in feierlicher Bischofskleidung über einer schweren Metallrüstung zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helene Blum-Spicker|Blum-Spicker, Helene]]: &#039;&#039;600 Jahre Stadt Zons. 1373-1973.&#039;&#039; 5. Auflage, Dormagen 1985.&lt;br /&gt;
* [[Paul Clemen|Clemen, Paul]]: &#039;&#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Neuss&#039;&#039; (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band III). Düsseldorf 1895.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Hans Georg Kirchhoff|Kirchhoff, Hans Georg]] / [[Maria Elisabeth Kirchhoff-Werle|Kirchhoff-Werle, Maria Elisabeth]]: &#039;&#039;Zons – Geschichte und Geschichten.&#039;&#039; Dormagen 1993.&lt;br /&gt;
* Lacomblet, Theodor Joseph: &#039;&#039;Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Cöln.&#039;&#039; 4 Bände, Düsseldorf 1840-1858.&lt;br /&gt;
* Picot, Sabine: Kurkölnische Territorialpolitik am Rhein unter Erzbischof Friedrich von Saarwerden 1370-1414 (= Rheinisches Archiv, Band 99). Bonn 1977.&lt;br /&gt;
* [[Marion Roehmer|Roehmer, Marion]]: &#039;&#039;Burg und Stadtbefestigung von Zons. Eine bauhistorische Charakterisierung&#039;&#039;, in: [[Stephen Schröder|Schröder, Stephen]]/ [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]] (Red.): Zons. Neue Erkenntnisse zur Geschichte einer alten Stadt (= Veröffentlichungen des Archivs im Rhein-Kreis Neuss Bd. 3), Sankt Augustin 2023, S. 70–123.&lt;br /&gt;
* [[Marion Roehmer|Roehmer, Marion]]: &#039;&#039;Der Rheinturm von Zons. Turmfestung und Zollstelle&#039;&#039;, Dormagen 2025.&lt;br /&gt;
* Waldecker, Christoph: &#039;&#039;Friedrich von Saarwerden (1348–1414), in: Kreisheimatbund Neuss e.V. (Hg.), Lebensbilder aus dem Kreis Neuss, Bd. 4 (= Veröffentlichungen des Kreisheimatbundes Neuss e.V. Nr. 12), Dormagen 1999, S. 32–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Saarwerden, Friedrich von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Dietrich_von_Moers&amp;diff=4470</id>
		<title>Dietrich von Moers</title>
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		<updated>2026-09-04T15:25:21Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kölner Erzbischof und Kurfürst &#039;&#039;&#039;Dietrich II. von Moers&#039;&#039;&#039;, (* um 1385; † 14. Februar 1463 auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons), war von 1414 bis zu seinem Tod [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzbischof und Kurfürst von Köln] sowie Administrator des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Paderborn Bistums Paderborn]. Mit einer fast fünf Jahrzehnte währenden Regierungszeit erreichte er die längste Sedenz aller Kölner Kurfürsten. Als Neffe und Nachfolger des Stadtgründers [[Friedrich von Saarwerden]] prägte er die Geschicke von Stadt und Amt Zons in kaum zu überschätzender Weise. Seine prachtliebende Hofhaltung und weitreichende Fehden stürzten das Erzstift jedoch in den finanziellen Ruin. Die daraus resultierende immense Verschuldung führte schließlich im Jahr seines Todes zur dauerhaften Verpfändung von Stadt, Amt und Zoll Zons an das Kölner [[Domkapitel]], wodurch der Ort für Jahrhunderte faktisch zu einer domkapitularischen Unterherrschaft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Weg zur Macht (1414) ==&lt;br /&gt;
Dietrich von Moers entstammte dem einflussreichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Moers Grafengeschlecht von Moers] als Sohn des Grafen [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Moers) Friedrich III. von Moers] und der Walburga von Saarwerden. Über seine Mutter war er der Neffe des Kölner Erzbischofs [[Friedrich von Saarwerden]], der seinen Aufstieg im Erzbistum gezielt förderte. Dietrich schrieb sich 1401 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg Universität Heidelberg] und 1408 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bologna Universität Bologna] ein, übernahm früh administrative Aufgaben und erhielt Ende der 1390er Jahre die einträgliche Propstei von [https://de.wikipedia.org/wiki/Cassius-Stift St. Cassius in Bonn]. Kurz vor seinem Tod im April 1414 versuchte das rivalisierende [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Berg Haus Berg], einen eigenen Kandidaten durchzusetzen. Um dies zu verhindern, übergab der alternde Erzbischof Friedrich seinem Neffen wichtige Festungen, Burgen und beträchtliche Schätze. Am 24. April 1414 wurde Dietrich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] von der Mehrheit des Kapitels zum neuen Erzbischof gewählt. Um den daraus entstehenden Kölner Bistumsstreit mit dem Gegenkandidaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Berg-Ravensberg) Wilhelm von Berg] beizulegen, kam es Ende 1415 zu einer Einigung. Zudem beschwor Dietrich als erster Kölner Erzbischof eine Wahlkapitulation, die ihn unter anderem verpflichtete, sich innerhalb eines Jahres zum Priester weihen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territorialpolitik und militärische Konflikte ==&lt;br /&gt;
Dietrichs Regierungszeit war durch eine ambitionierte, teils aggressive Expansion und einen Hang zur ritterlichen Selbstdarstellung gekennzeichnet. Schon kurz nach seinem Amtsantritt geriet er in Streit mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Stadt Köln]. Im Jahr 1424 gelang ihm jedoch der bedeutende Erwerb von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserswerth Kaiserswerth] mitsamt dem lukrativen Rheinzoll für 600.000 Gulden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Hamm Gerhard von der Mark], was den Rivalen zwar schwächte, aber die Finanzen stark belastete. Die fiskalische Belastung führte zum Widerstand der westfälischen Stände und dem Abfall der [https://de.wikipedia.org/wiki/Soest Stadt Soest] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve Kleve], womit die [https://de.wikipedia.org/wiki/Soester_Fehde Soester Fehde (1444–1449)] ausgelöst wurde. Inmitten des Krieges eximierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_IV. Papst Eugen IV.] 1445 die klevischen Lande und setzte Dietrich zeitweise als Schismatiker ab, ehe Dietrich 1447 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_V._(Papst) Papst Nikolaus V.] im Amt bestätigt wurde. Seinen prunkvollen Höhepunkt fand sein Luxusbedürfnis bei der Wahl und Krönung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg Habsburgers] [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(HRR) Friedrich III.] zum römisch-deutschen König in den Jahren 1440 und 1442, bei der er durch seinen immensen Aufwand, den er vollständig aus eigener Kasse finanzierte, alle anderen Reichsfürsten und den Kaiser überstrahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die enge Beziehung zu Zons und Burg Friedestrom ==&lt;br /&gt;
Die wehrhafte Zollfeste Zons und insbesondere die [[Burg Friedestrom]] zählten zu Dietrichs Lieblingsaufenthalten. Während für [[Friedrich von Saarwerden]] rund 70 Aufenthalte nachgewiesen sind, verzeichnet die Forschung für Dietrich von Moers 104 längere, urkundlich belegte Aufenthalte. Besonders intensiv war seine Präsenz im Jahr 1421 mit allein zehn Besuchen. Das Rechnungsbuch bezeugt gigantische Weinlieferungen: 1421 wurden 12.666 Liter und 1422 sogar 52.853 Liter Wein für die Hofhaltung in Zons geliefert, womit dies die zweitgrößte Weinmenge des gesamten Erzstifts nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Godesberg Godesberg] war. Der große Gewölbekeller unter der Nordhalle der Hauptburg diente als Weinkeller, und die dortigen ornamentalen Wandmalereien im Vorraum entstanden vermutlich in dieser Epoche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Rhein aufgrund eines schweren Hochwassers 1374 seinen Lauf verändert hatte und die [[Maternuskapelle|Mutterkirche St. Maternus]] in [[Bürgel]] nun rechtsrheinisch lag, war der Weg für Taufen gefährlich geworden. Daher ordnete Dietrich im Jahr 1423 die Anschaffung eines eigenen Taufbeckens in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Martinus-Kapelle]] an, womit ein wesentlicher Schritt zur kirchlichen Verselbstständigung der Stadt Zons getan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzkollaps, Verpfändungen und die Krise in Zons ==&lt;br /&gt;
Dietrichs kostspielige Kriege und Hofhaltungen führten das Erzstift in den finanziellen Ruin. Um liquide Mittel zu beschaffen, verpfändete er nach und nach fast alle Ämter und Zölle, wobei das Kölner [[Domkapitel]] als Bürge einspringen musste. Zons wurde auf Basis komplexer Verträge mehrfach belastet. Zur Absicherung des Kaiserswerther Kaufs verpfändete Dietrich 1424 die Hälfte von Burg, Stadt, Amt und Zoll Zons an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Ham Graf Gerhard von der Mark], welcher bis zu seinem Tod 1461 im Besitz dieser Hälfte blieb, wobei 1434 ein Burgfrieden geschlossen wurde. Wegen seiner kirchenpolitischen Schwächung erzwang das [[Domkapitel]] 1446 zudem eine Zwischenkapitulation, die ihm jegliche Verpfändung ohne Zustimmung des Kapitels verbot. Inmitten neuer Geldnot während der [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterische_Stiftsfehde Münsterischen Stiftsfehde] verschrieb Dietrich 1454 auch die zweite Hälfte von Zons für weitere 13.000 Goldgulden an Gerhard von der Mark. In seinen letzten Lebensjahren versuchte der greise Erzbischof, seine Nachfolge eigenmächtig über eine Koadjutorie zugunsten des Hauses Moers zu regeln. Als das [[Domkapitel]] protestierte, ließ Dietrich im August 1462 die prominenten Domherren [https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Spiegelberg Moritz von Spiegelberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hessler Georg Hessler] auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons gefangensetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod auf Burg Friedestrom und das Erbe (1463) ==&lt;br /&gt;
Am 14. Februar 1463 verstarb Dietrich II. von Moers nach 49 Regierungsjahren auf [[Burg Friedestrom]]. Sein Leichnam wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom] hinter dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6nigenschrein Dreikönigenschrein] beigesetzt. Seine Grabinschrift hält fest, dass Moers ihn der Welt gab, Zons ihn aber zu den Sternen sandte. Er hinterließ ein wirtschaftlich ruiniertes Land, in dem mit Ausnahme von [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Poppelsdorf] kein einziges Schloss unverpfändet geblieben war. Da das [[Domkapitel]] für seine Schulden haftete, verweigerte es die Neuwahl, bis seine finanziellen Rechte gesichert waren. Der neu gewählte Erzbischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(K%C3%B6ln) Ruprecht von der Pfalz] musste sich am 31. März 1463 verpflichten, dem [[Domkapitel|Kapitel]] Stadt, [[Amt Zons|Amt]], [[Kellner]]ei und den gesamten [[Rheinzoll]] zu Zons als dauerhaftes Pfand zu überlassen. Damit begann die über 330 Jahre währende Epoche der domkapitularischen Pfandschaft, die erst 1794 endete. Zons war fortan eine Art Unterherrschaft des [[Domkapitel]]s, bei der Einnahmenmaximierung und Zollschutz im Vordergrund standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Engel, Frank: &#039;&#039;Das Kölner Domkapitel in der Zeit Erzbischof Dietrichs II. von Moers (1414–1463). Kirchenpolitik und Landesherrschaft im nördlichen Rheinland und in Westfalen (= Studien zur Germanis Sacra, NF 12), Berlin/Boston 2022.&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]] / Fischer, Martin: &#039;&#039;ind seulde yme sulch syn anslach veryndert syn wurden – Die Stadt Zons während der Kölner Stiftsfehde und die burgundische Militäraktion vom 13. April 1475.&#039;&#039; In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2024, S. 20–39.&lt;br /&gt;
* [[Helene Blum-Spicker|Blum-Spicker, Helene]]: &#039;&#039;600 Jahre Stadt Zons. 1373–1973.&#039;&#039; 5. Auflage, Dormagen 1985.&lt;br /&gt;
* Droege, Georg: &#039;&#039;Verfassung und Wirtschaft in Kurköln unter Dietrich von Moers (1414–1463)&#039;&#039; (= Rheinisches Archiv, Band 50). Bonn 1957.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moers, Dietrich von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Dietrich_von_Moers&amp;diff=4469</id>
		<title>Dietrich von Moers</title>
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		<updated>2026-09-04T15:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kölner Erzbischof und Kurfürst &#039;&#039;&#039;Dietrich II. von Moers&#039;&#039;&#039;, geboren um 1385, gestorben am 14. Februar 1463 auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons, war von 1414 bis zu seinem Tod [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzbischof und Kurfürst von Köln] sowie Administrator des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Paderborn Bistums Paderborn]. Mit einer fast fünf Jahrzehnte währenden Regierungszeit erreichte er die längste Sedenz aller Kölner Kurfürsten. Als Neffe und Nachfolger des Stadtgründers [[Friedrich von Saarwerden]] prägte er die Geschicke von Stadt und Amt Zons in kaum zu überschätzender Weise. Seine prachtliebende Hofhaltung und weitreichende Fehden stürzten das Erzstift jedoch in den finanziellen Ruin. Die daraus resultierende immense Verschuldung führte schließlich im Jahr seines Todes zur dauerhaften Verpfändung von Stadt, Amt und Zoll Zons an das Kölner [[Domkapitel]], wodurch der Ort für Jahrhunderte faktisch zu einer domkapitularischen Unterherrschaft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Weg zur Macht (1414) ==&lt;br /&gt;
Dietrich von Moers entstammte dem einflussreichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Moers Grafengeschlecht von Moers] als Sohn des Grafen [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Moers) Friedrich III. von Moers] und der Walburga von Saarwerden. Über seine Mutter war er der Neffe des Kölner Erzbischofs [[Friedrich von Saarwerden]], der seinen Aufstieg im Erzbistum gezielt förderte. Dietrich schrieb sich 1401 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg Universität Heidelberg] und 1408 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bologna Universität Bologna] ein, übernahm früh administrative Aufgaben und erhielt Ende der 1390er Jahre die einträgliche Propstei von [https://de.wikipedia.org/wiki/Cassius-Stift St. Cassius in Bonn]. Kurz vor seinem Tod im April 1414 versuchte das rivalisierende [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Berg Haus Berg], einen eigenen Kandidaten durchzusetzen. Um dies zu verhindern, übergab der alternde Erzbischof Friedrich seinem Neffen wichtige Festungen, Burgen und beträchtliche Schätze. Am 24. April 1414 wurde Dietrich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] von der Mehrheit des Kapitels zum neuen Erzbischof gewählt. Um den daraus entstehenden Kölner Bistumsstreit mit dem Gegenkandidaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Berg-Ravensberg) Wilhelm von Berg] beizulegen, kam es Ende 1415 zu einer Einigung. Zudem beschwor Dietrich als erster Kölner Erzbischof eine Wahlkapitulation, die ihn unter anderem verpflichtete, sich innerhalb eines Jahres zum Priester weihen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territorialpolitik und militärische Konflikte ==&lt;br /&gt;
Dietrichs Regierungszeit war durch eine ambitionierte, teils aggressive Expansion und einen Hang zur ritterlichen Selbstdarstellung gekennzeichnet. Schon kurz nach seinem Amtsantritt geriet er in Streit mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Stadt Köln]. Im Jahr 1424 gelang ihm jedoch der bedeutende Erwerb von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserswerth Kaiserswerth] mitsamt dem lukrativen Rheinzoll für 600.000 Gulden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Hamm Gerhard von der Mark], was den Rivalen zwar schwächte, aber die Finanzen stark belastete. Die fiskalische Belastung führte zum Widerstand der westfälischen Stände und dem Abfall der [https://de.wikipedia.org/wiki/Soest Stadt Soest] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve Kleve], womit die [https://de.wikipedia.org/wiki/Soester_Fehde Soester Fehde (1444–1449)] ausgelöst wurde. Inmitten des Krieges eximierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_IV. Papst Eugen IV.] 1445 die klevischen Lande und setzte Dietrich zeitweise als Schismatiker ab, ehe Dietrich 1447 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_V._(Papst) Papst Nikolaus V.] im Amt bestätigt wurde. Seinen prunkvollen Höhepunkt fand sein Luxusbedürfnis bei der Wahl und Krönung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg Habsburgers] [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(HRR) Friedrich III.] zum römisch-deutschen König in den Jahren 1440 und 1442, bei der er durch seinen immensen Aufwand, den er vollständig aus eigener Kasse finanzierte, alle anderen Reichsfürsten und den Kaiser überstrahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die enge Beziehung zu Zons und Burg Friedestrom ==&lt;br /&gt;
Die wehrhafte Zollfeste Zons und insbesondere die [[Burg Friedestrom]] zählten zu Dietrichs Lieblingsaufenthalten. Während für [[Friedrich von Saarwerden]] rund 70 Aufenthalte nachgewiesen sind, verzeichnet die Forschung für Dietrich von Moers 104 längere, urkundlich belegte Aufenthalte. Besonders intensiv war seine Präsenz im Jahr 1421 mit allein zehn Besuchen. Das Rechnungsbuch bezeugt gigantische Weinlieferungen: 1421 wurden 12.666 Liter und 1422 sogar 52.853 Liter Wein für die Hofhaltung in Zons geliefert, womit dies die zweitgrößte Weinmenge des gesamten Erzstifts nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Godesberg Godesberg] war. Der große Gewölbekeller unter der Nordhalle der Hauptburg diente als Weinkeller, und die dortigen ornamentalen Wandmalereien im Vorraum entstanden vermutlich in dieser Epoche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Rhein aufgrund eines schweren Hochwassers 1374 seinen Lauf verändert hatte und die [[Maternuskapelle|Mutterkirche St. Maternus]] in [[Bürgel]] nun rechtsrheinisch lag, war der Weg für Taufen gefährlich geworden. Daher ordnete Dietrich im Jahr 1423 die Anschaffung eines eigenen Taufbeckens in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Martinus-Kapelle]] an, womit ein wesentlicher Schritt zur kirchlichen Verselbstständigung der Stadt Zons getan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzkollaps, Verpfändungen und die Krise in Zons ==&lt;br /&gt;
Dietrichs kostspielige Kriege und Hofhaltungen führten das Erzstift in den finanziellen Ruin. Um liquide Mittel zu beschaffen, verpfändete er nach und nach fast alle Ämter und Zölle, wobei das Kölner [[Domkapitel]] als Bürge einspringen musste. Zons wurde auf Basis komplexer Verträge mehrfach belastet. Zur Absicherung des Kaiserswerther Kaufs verpfändete Dietrich 1424 die Hälfte von Burg, Stadt, Amt und Zoll Zons an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Ham Graf Gerhard von der Mark], welcher bis zu seinem Tod 1461 im Besitz dieser Hälfte blieb, wobei 1434 ein Burgfrieden geschlossen wurde. Wegen seiner kirchenpolitischen Schwächung erzwang das [[Domkapitel]] 1446 zudem eine Zwischenkapitulation, die ihm jegliche Verpfändung ohne Zustimmung des Kapitels verbot. Inmitten neuer Geldnot während der [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterische_Stiftsfehde Münsterischen Stiftsfehde] verschrieb Dietrich 1454 auch die zweite Hälfte von Zons für weitere 13.000 Goldgulden an Gerhard von der Mark. In seinen letzten Lebensjahren versuchte der greise Erzbischof, seine Nachfolge eigenmächtig über eine Koadjutorie zugunsten des Hauses Moers zu regeln. Als das [[Domkapitel]] protestierte, ließ Dietrich im August 1462 die prominenten Domherren [https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Spiegelberg Moritz von Spiegelberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hessler Georg Hessler] auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons gefangensetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod auf Burg Friedestrom und das Erbe (1463) ==&lt;br /&gt;
Am 14. Februar 1463 verstarb Dietrich II. von Moers nach 49 Regierungsjahren auf [[Burg Friedestrom]]. Sein Leichnam wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom] hinter dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6nigenschrein Dreikönigenschrein] beigesetzt. Seine Grabinschrift hält fest, dass Moers ihn der Welt gab, Zons ihn aber zu den Sternen sandte. Er hinterließ ein wirtschaftlich ruiniertes Land, in dem mit Ausnahme von [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Poppelsdorf] kein einziges Schloss unverpfändet geblieben war. Da das [[Domkapitel]] für seine Schulden haftete, verweigerte es die Neuwahl, bis seine finanziellen Rechte gesichert waren. Der neu gewählte Erzbischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(K%C3%B6ln) Ruprecht von der Pfalz] musste sich am 31. März 1463 verpflichten, dem [[Domkapitel|Kapitel]] Stadt, [[Amt Zons|Amt]], [[Kellner]]ei und den gesamten [[Rheinzoll]] zu Zons als dauerhaftes Pfand zu überlassen. Damit begann die über 330 Jahre währende Epoche der domkapitularischen Pfandschaft, die erst 1794 endete. Zons war fortan eine Art Unterherrschaft des [[Domkapitel]]s, bei der Einnahmenmaximierung und Zollschutz im Vordergrund standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Engel, Frank: &#039;&#039;Das Kölner Domkapitel in der Zeit Erzbischof Dietrichs II. von Moers (1414–1463). Kirchenpolitik und Landesherrschaft im nördlichen Rheinland und in Westfalen (= Studien zur Germanis Sacra, NF 12), Berlin/Boston 2022.&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]] / Fischer, Martin: &#039;&#039;ind seulde yme sulch syn anslach veryndert syn wurden – Die Stadt Zons während der Kölner Stiftsfehde und die burgundische Militäraktion vom 13. April 1475.&#039;&#039; In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2024, S. 20–39.&lt;br /&gt;
* [[Helene Blum-Spicker|Blum-Spicker, Helene]]: &#039;&#039;600 Jahre Stadt Zons. 1373–1973.&#039;&#039; 5. Auflage, Dormagen 1985.&lt;br /&gt;
* Droege, Georg: &#039;&#039;Verfassung und Wirtschaft in Kurköln unter Dietrich von Moers (1414–1463)&#039;&#039; (= Rheinisches Archiv, Band 50). Bonn 1957.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moers, Dietrich von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Dietrich von Moers</title>
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		<updated>2026-09-04T15:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Herkunft und Weg zur Macht (1414) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kölner Erzbischof und Kurfürst &#039;&#039;&#039;Dietrich II. von Moers&#039;&#039;&#039;, geboren um 1385, gestorben am 14. Februar 1463 auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons, war von 1414 bis zu seinem Tod [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzbischof und Kurfürst von Köln] sowie Administrator des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Paderborn Bistums Paderborn]. Mit einer fast fünf Jahrzehnte währenden Regierungszeit erreichte er die längste Sedenz aller Kölner Kurfürsten. Als Neffe und Nachfolger des Stadtgründers [[Friedrich von Saarwerden]] prägte er die Geschicke von Stadt und Amt Zons in kaum zu überschätzender Weise. Seine prachtliebende Hofhaltung und weitreichende Fehden stürzten das Erzstift jedoch in den finanziellen Ruin. Die daraus resultierende immense Verschuldung führte schließlich im Jahr seines Todes zur dauerhaften Verpfändung von Stadt, Amt und Zoll Zons an das Kölner [[Domkapitel]], wodurch der Ort für Jahrhunderte faktisch zu einer domkapitularischen Unterherrschaft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Weg zur Macht (1414) ==&lt;br /&gt;
Dietrich von Moers entstammte dem einflussreichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Moers Grafengeschlecht von Moers] als Sohn des Grafen [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Moers) Friedrich III. von Moers] und der Walburga von Saarwerden. Über seine Mutter war er der Neffe des Kölner Erzbischofs [[Friedrich von Saarwerden]], der seinen Aufstieg im Erzbistum gezielt förderte. Dietrich schrieb sich 1401 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg Universität Heidelberg] und 1408 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bologna Universität Bologna] ein, übernahm früh administrative Aufgaben und erhielt Ende der 1390er Jahre die einträgliche Propstei von [https://de.wikipedia.org/wiki/Cassius-Stift St. Cassius in Bonn]. Kurz vor seinem Tod im April 1414 versuchte das rivalisierende [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Berg Haus Berg], einen eigenen Kandidaten durchzusetzen. Um dies zu verhindern, übergab der alternde Erzbischof Friedrich seinem Neffen wichtige Festungen, Burgen und beträchtliche Schätze. Am 24. April 1414 wurde Dietrich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] von der Mehrheit des Kapitels zum neuen Erzbischof gewählt. Um den daraus entstehenden Kölner Bistumsstreit mit dem Gegenkandidaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Berg-Ravensberg) Wilhelm von Berg] beizulegen, kam es Ende 1415 zu einer Einigung. Zudem beschwor Dietrich als erster Kölner Erzbischof eine Wahlkapitulation, die ihn unter anderem verpflichtete, sich innerhalb eines Jahres zum Priester weihen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territorialpolitik und militärische Konflikte ==&lt;br /&gt;
Dietrichs Regierungszeit war durch eine ambitionierte, teils aggressive Expansion und einen Hang zur ritterlichen Selbstdarstellung gekennzeichnet. Schon kurz nach seinem Amtsantritt geriet er in Streit mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Stadt Köln]. Im Jahr 1424 gelang ihm jedoch der bedeutende Erwerb von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserswerth Kaiserswerth] mitsamt dem lukrativen Rheinzoll für 600.000 Gulden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Hamm Gerhard von der Mark], was den Rivalen zwar schwächte, aber die Finanzen stark belastete. Die fiskalische Belastung führte zum Widerstand der westfälischen Stände und dem Abfall der [https://de.wikipedia.org/wiki/Soest Stadt Soest] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve Kleve], womit die [https://de.wikipedia.org/wiki/Soester_Fehde Soester Fehde (1444–1449)] ausgelöst wurde. Inmitten des Krieges eximierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_IV. Papst Eugen IV.] 1445 die klevischen Lande und setzte Dietrich zeitweise als Schismatiker ab, ehe Dietrich 1447 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_V._(Papst) Papst Nikolaus V.] im Amt bestätigt wurde. Seinen prunkvollen Höhepunkt fand sein Luxusbedürfnis bei der Wahl und Krönung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg Habsburgers] [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(HRR) Friedrich III.] zum römisch-deutschen König in den Jahren 1440 und 1442, bei der er durch seinen immensen Aufwand, den er vollständig aus eigener Kasse finanzierte, alle anderen Reichsfürsten und den Kaiser überstrahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die enge Beziehung zu Zons und Burg Friedestrom ==&lt;br /&gt;
Die wehrhafte Zollfeste Zons und insbesondere die [[Burg Friedestrom]] zählten zu Dietrichs Lieblingsaufenthalten. Während für [[Friedrich von Saarwerden]] rund 70 Aufenthalte nachgewiesen sind, verzeichnet die Forschung für Dietrich von Moers 104 längere, urkundlich belegte Aufenthalte. Besonders intensiv war seine Präsenz im Jahr 1421 mit allein zehn Besuchen. Das Rechnungsbuch bezeugt gigantische Weinlieferungen: 1421 wurden 12.666 Liter und 1422 sogar 52.853 Liter Wein für die Hofhaltung in Zons geliefert, womit dies die zweitgrößte Weinmenge des gesamten Erzstifts nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Godesberg Godesberg] war. Der große Gewölbekeller unter der Nordhalle der Hauptburg diente als Weinkeller, und die dortigen ornamentalen Wandmalereien im Vorraum entstanden vermutlich in dieser Epoche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Rhein aufgrund eines schweren Hochwassers 1374 seinen Lauf verändert hatte und die [[Maternuskapelle|Mutterkirche St. Maternus]] in [[Bürgel]] nun rechtsrheinisch lag, war der Weg für Taufen gefährlich geworden. Daher ordnete Dietrich im Jahr 1423 die Anschaffung eines eigenen Taufbeckens in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Martinus-Kapelle]] an, womit ein wesentlicher Schritt zur kirchlichen Verselbstständigung der Stadt Zons getan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzkollaps, Verpfändungen und die Krise in Zons ==&lt;br /&gt;
Dietrichs kostspielige Kriege und Hofhaltungen führten das Erzstift in den finanziellen Ruin. Um liquide Mittel zu beschaffen, verpfändete er nach und nach fast alle Ämter und Zölle, wobei das Kölner [[Domkapitel]] als Bürge einspringen musste. Zons wurde auf Basis komplexer Verträge mehrfach belastet. Zur Absicherung des Kaiserswerther Kaufs verpfändete Dietrich 1424 die Hälfte von Burg, Stadt, Amt und Zoll Zons an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Ham Graf Gerhard von der Mark], welcher bis zu seinem Tod 1461 im Besitz dieser Hälfte blieb, wobei 1434 ein Burgfrieden geschlossen wurde. Wegen seiner kirchenpolitischen Schwächung erzwang das [[Domkapitel]] 1446 zudem eine Zwischenkapitulation, die ihm jegliche Verpfändung ohne Zustimmung des Kapitels verbot. Inmitten neuer Geldnot während der [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterische_Stiftsfehde Münsterischen Stiftsfehde] verschrieb Dietrich 1454 auch die zweite Hälfte von Zons für weitere 13.000 Goldgulden an Gerhard von der Mark. In seinen letzten Lebensjahren versuchte der greise Erzbischof, seine Nachfolge eigenmächtig über eine Koadjutorie zugunsten des Hauses Moers zu regeln. Als das [[Domkapitel]] protestierte, ließ Dietrich im August 1462 die prominenten Domherren [https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Spiegelberg Moritz von Spiegelberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hessler Georg Hessler] auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons gefangensetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod auf Burg Friedestrom und das Erbe (1463) ==&lt;br /&gt;
Am 14. Februar 1463 verstarb Dietrich II. von Moers nach 49 Regierungsjahren auf [[Burg Friedestrom]]. Sein Leichnam wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom] hinter dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6nigenschrein Dreikönigenschrein] beigesetzt. Seine Grabinschrift hält fest, dass Moers ihn der Welt gab, Zons ihn aber zu den Sternen sandte. Er hinterließ ein wirtschaftlich ruiniertes Land, in dem mit Ausnahme von [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Poppelsdorf] kein einziges Schloss unverpfändet geblieben war. Da das [[Domkapitel]] für seine Schulden haftete, verweigerte es die Neuwahl, bis seine finanziellen Rechte gesichert waren. Der neu gewählte Erzbischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(K%C3%B6ln) Ruprecht von der Pfalz] musste sich am 31. März 1463 verpflichten, dem [[Domkapitel|Kapitel]] Stadt, [[Amt Zons|Amt]], [[Kellnerei]] und den gesamten [[Rheinzoll]] zu Zons als dauerhaftes Pfand zu überlassen. Damit begann die über 330 Jahre währende Epoche der domkapitularischen Pfandschaft, die erst 1794 endete. Zons war fortan eine Art Unterherrschaft des [[Domkapitel]]s, bei der Einnahmenmaximierung und Zollschutz im Vordergrund standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Engel, Frank: &#039;&#039;Das Kölner Domkapitel in der Zeit Erzbischof Dietrichs II. von Moers (1414–1463). Kirchenpolitik und Landesherrschaft im nördlichen Rheinland und in Westfalen (= Studien zur Germanis Sacra, NF 12), Berlin/Boston 2022.&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]] / Fischer, Martin: &#039;&#039;ind seulde yme sulch syn anslach veryndert syn wurden – Die Stadt Zons während der Kölner Stiftsfehde und die burgundische Militäraktion vom 13. April 1475.&#039;&#039; In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2024, S. 20–39.&lt;br /&gt;
* [[Helene Blum-Spicker|Blum-Spicker, Helene]]: &#039;&#039;600 Jahre Stadt Zons. 1373–1973.&#039;&#039; 5. Auflage, Dormagen 1985.&lt;br /&gt;
* Droege, Georg: &#039;&#039;Verfassung und Wirtschaft in Kurköln unter Dietrich von Moers (1414–1463)&#039;&#039; (= Rheinisches Archiv, Band 50). Bonn 1957.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moers, Dietrich von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Dietrich_von_Moers&amp;diff=4466</id>
		<title>Dietrich von Moers</title>
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		<updated>2026-09-04T15:12:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kölner Erzbischof und Kurfürst &#039;&#039;&#039;Dietrich II. von Moers&#039;&#039;&#039;, geboren um 1385, gestorben am 14. Februar 1463 auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons, war von 1414 bis zu seinem Tod [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzbischof und Kurfürst von Köln] sowie Administrator des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Paderborn Bistums Paderborn]. Mit einer fast fünf Jahrzehnte währenden Regierungszeit erreichte er die längste Sedenz aller Kölner Kurfürsten. Als Neffe und Nachfolger des Stadtgründers [[Friedrich von Saarwerden]] prägte er die Geschicke von Stadt und Amt Zons in kaum zu überschätzender Weise. Seine prachtliebende Hofhaltung und weitreichende Fehden stürzten das Erzstift jedoch in den finanziellen Ruin. Die daraus resultierende immense Verschuldung führte schließlich im Jahr seines Todes zur dauerhaften Verpfändung von Stadt, Amt und Zoll Zons an das Kölner [[Domkapitel]], wodurch der Ort für Jahrhunderte faktisch zu einer domkapitularischen Unterherrschaft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Weg zur Macht (1414) ==&lt;br /&gt;
Dietrich von Moers entstammte dem einflussreichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Moers Grafengeschlecht von Moers] als Sohn des Grafen [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Moers) Friedrich III. von Moers] und der Walburga von Saarwerden. Über seine Mutter war er der Neffe des Kölner Erzbischofs [[Friedrich von Saarwerden]], der seinen Aufstieg im Erzbistum gezielt förderte. Dietrich schrieb sich 1401 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg Universität Heidelberg] und 1408 an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bologna Universität Bologna] ein, übernahm früh administrative Aufgaben und erhielt Ende der 1390er Jahre die einträgliche Propstei von [https://de.wikipedia.org/wiki/Cassius-Stift St. Cassius in Bonn]. Kurz vor seinem Tod im April 1414 versuchte das rivalisierende [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Berg Haus Berg], einen eigenen Kandidaten durchzusetzen. Um dies zu verhindern, übergab der alternde Erzbischof Friedrich seinem Neffen wichtige Festungen, Burgen und beträchtliche Schätze. Am 24. April 1414 wurde Dietrich in Bonn von der Mehrheit des Kapitels zum neuen Erzbischof gewählt. Um den daraus entstehenden Kölner Bistumsstreit mit dem Gegenkandidaten [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Berg-Ravensberg) Wilhelm von Berg] beizulegen, kam es Ende 1415 zu einer Einigung. Zudem beschwor Dietrich als erster Kölner Erzbischof eine Wahlkapitulation, die ihn unter anderem verpflichtete, sich innerhalb eines Jahres zum Priester weihen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territorialpolitik und militärische Konflikte ==&lt;br /&gt;
Dietrichs Regierungszeit war durch eine ambitionierte, teils aggressive Expansion und einen Hang zur ritterlichen Selbstdarstellung gekennzeichnet. Schon kurz nach seinem Amtsantritt geriet er in Streit mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Stadt Köln]. Im Jahr 1424 gelang ihm jedoch der bedeutende Erwerb von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserswerth Kaiserswerth] mitsamt dem lukrativen Rheinzoll für 600.000 Gulden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Hamm Gerhard von der Mark], was den Rivalen zwar schwächte, aber die Finanzen stark belastete. Die fiskalische Belastung führte zum Widerstand der westfälischen Stände und dem Abfall der [https://de.wikipedia.org/wiki/Soest Stadt Soest] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve Kleve], womit die [https://de.wikipedia.org/wiki/Soester_Fehde Soester Fehde (1444–1449)] ausgelöst wurde. Inmitten des Krieges eximierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_IV. Papst Eugen IV.] 1445 die klevischen Lande und setzte Dietrich zeitweise als Schismatiker ab, ehe Dietrich 1447 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_V._(Papst) Papst Nikolaus V.] im Amt bestätigt wurde. Seinen prunkvollen Höhepunkt fand sein Luxusbedürfnis bei der Wahl und Krönung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg Habsburgers] [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(HRR) Friedrich III.] zum römisch-deutschen König in den Jahren 1440 und 1442, bei der er durch seinen immensen Aufwand, den er vollständig aus eigener Kasse finanzierte, alle anderen Reichsfürsten und den Kaiser überstrahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die enge Beziehung zu Zons und Burg Friedestrom ==&lt;br /&gt;
Die wehrhafte Zollfeste Zons und insbesondere die [[Burg Friedestrom]] zählten zu Dietrichs Lieblingsaufenthalten. Während für [[Friedrich von Saarwerden]] rund 70 Aufenthalte nachgewiesen sind, verzeichnet die Forschung für Dietrich von Moers 104 längere, urkundlich belegte Aufenthalte. Besonders intensiv war seine Präsenz im Jahr 1421 mit allein zehn Besuchen. Das Rechnungsbuch bezeugt gigantische Weinlieferungen: 1421 wurden 12.666 Liter und 1422 sogar 52.853 Liter Wein für die Hofhaltung in Zons geliefert, womit dies die zweitgrößte Weinmenge des gesamten Erzstifts nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Godesberg Godesberg] war. Der große Gewölbekeller unter der Nordhalle der Hauptburg diente als Weinkeller, und die dortigen ornamentalen Wandmalereien im Vorraum entstanden vermutlich in dieser Epoche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Rhein aufgrund eines schweren Hochwassers 1374 seinen Lauf verändert hatte und die [[Maternuskapelle|Mutterkirche St. Maternus]] in [[Bürgel]] nun rechtsrheinisch lag, war der Weg für Taufen gefährlich geworden. Daher ordnete Dietrich im Jahr 1423 die Anschaffung eines eigenen Taufbeckens in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Martinus-Kapelle]] an, womit ein wesentlicher Schritt zur kirchlichen Verselbstständigung der Stadt Zons getan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzkollaps, Verpfändungen und die Krise in Zons ==&lt;br /&gt;
Dietrichs kostspielige Kriege und Hofhaltungen führten das Erzstift in den finanziellen Ruin. Um liquide Mittel zu beschaffen, verpfändete er nach und nach fast alle Ämter und Zölle, wobei das Kölner [[Domkapitel]] als Bürge einspringen musste. Zons wurde auf Basis komplexer Verträge mehrfach belastet. Zur Absicherung des Kaiserswerther Kaufs verpfändete Dietrich 1424 die Hälfte von Burg, Stadt, Amt und Zoll Zons an [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_der_Mark_zu_Ham Graf Gerhard von der Mark], welcher bis zu seinem Tod 1461 im Besitz dieser Hälfte blieb, wobei 1434 ein Burgfrieden geschlossen wurde. Wegen seiner kirchenpolitischen Schwächung erzwang das [[Domkapitel]] 1446 zudem eine Zwischenkapitulation, die ihm jegliche Verpfändung ohne Zustimmung des Kapitels verbot. Inmitten neuer Geldnot während der [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnsterische_Stiftsfehde Münsterischen Stiftsfehde] verschrieb Dietrich 1454 auch die zweite Hälfte von Zons für weitere 13.000 Goldgulden an Gerhard von der Mark. In seinen letzten Lebensjahren versuchte der greise Erzbischof, seine Nachfolge eigenmächtig über eine Koadjutorie zugunsten des Hauses Moers zu regeln. Als das [[Domkapitel]] protestierte, ließ Dietrich im August 1462 die prominenten Domherren [https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Spiegelberg Moritz von Spiegelberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hessler Georg Hessler] auf der [[Burg Friedestrom]] in Zons gefangensetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod auf Burg Friedestrom und das Erbe (1463) ==&lt;br /&gt;
Am 14. Februar 1463 verstarb Dietrich II. von Moers nach 49 Regierungsjahren auf [[Burg Friedestrom]]. Sein Leichnam wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom] hinter dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dreik%C3%B6nigenschrein Dreikönigenschrein] beigesetzt. Seine Grabinschrift hält fest, dass Moers ihn der Welt gab, Zons ihn aber zu den Sternen sandte. Er hinterließ ein wirtschaftlich ruiniertes Land, in dem mit Ausnahme von [https://de.wikipedia.org/wiki/Poppelsdorf Poppelsdorf] kein einziges Schloss unverpfändet geblieben war. Da das [[Domkapitel]] für seine Schulden haftete, verweigerte es die Neuwahl, bis seine finanziellen Rechte gesichert waren. Der neu gewählte Erzbischof [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(K%C3%B6ln) Ruprecht von der Pfalz] musste sich am 31. März 1463 verpflichten, dem [[Domkapitel|Kapitel]] Stadt, [[Amt Zons|Amt]], [[Kellnerei]] und den gesamten [[Rheinzoll]] zu Zons als dauerhaftes Pfand zu überlassen. Damit begann die über 330 Jahre währende Epoche der domkapitularischen Pfandschaft, die erst 1794 endete. Zons war fortan eine Art Unterherrschaft des [[Domkapitel]]s, bei der Einnahmenmaximierung und Zollschutz im Vordergrund standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Engel, Frank: &#039;&#039;Das Kölner Domkapitel in der Zeit Erzbischof Dietrichs II. von Moers (1414–1463). Kirchenpolitik und Landesherrschaft im nördlichen Rheinland und in Westfalen (= Studien zur Germanis Sacra, NF 12), Berlin/Boston 2022.&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]] / Fischer, Martin: &#039;&#039;ind seulde yme sulch syn anslach veryndert syn wurden – Die Stadt Zons während der Kölner Stiftsfehde und die burgundische Militäraktion vom 13. April 1475.&#039;&#039; In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2024, S. 20–39.&lt;br /&gt;
* [[Helene Blum-Spicker|Blum-Spicker, Helene]]: &#039;&#039;600 Jahre Stadt Zons. 1373–1973.&#039;&#039; 5. Auflage, Dormagen 1985.&lt;br /&gt;
* Droege, Georg: &#039;&#039;Verfassung und Wirtschaft in Kurköln unter Dietrich von Moers (1414–1463)&#039;&#039; (= Rheinisches Archiv, Band 50). Bonn 1957.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moers, Dietrich von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischöfe und Erzbischöfe von Köln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Kapelle_%22Maria_von_den_Engeln%22&amp;diff=4465</id>
		<title>Kapelle &quot;Maria von den Engeln&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Kapelle_%22Maria_von_den_Engeln%22&amp;diff=4465"/>
		<updated>2026-08-29T09:02:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Rheintorkapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Neoromanik neuromanische] Kapelle vor dem [[Rheintor]] an der Nordseite der Stadtbefestigung von Zons. Sie wurde im Jahr 1860 erbaut und diente nacheinander den dort ansässigen [[Franziskanerinnen]] und [[Vinzentinerinnen]] als Hauskapelle. In der Kapelle befindet sich seit den 1980er Jahren die Zonser &amp;quot;[[Wundermadonna]]&amp;quot;, die 1822 eine besondere Bedeutung für den Ort erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und Architektur ==&lt;br /&gt;
Am 11. August 1860 erteilte der [[Stadtrat|Zonser Gemeinderat]] auf Antrag der Vorsteherin des damaligen [[Franziskanerinnen]]klosters die Genehmigung zum Bau einer Kapelle auf dem klösterlichen Grundstück am [[Rheintor]]. Der Bau wurde noch im selben Jahr fertiggestellt. Der Entwurf stammte von dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Paschalis_Gratze Franziskanerbruder Paschalis (bürgerlich Theodor Wilhelm Gratze)] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Linz_am_Rhein Linz am Rhein].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bau der Kapelle mussten Teile der historischen äußeren Doppeltoranlage des [[Rheintor]]es abgetragen werden. Um der Klausur der Nonnen Rechnung zu tragen, wurde ein überdachter Übergang vom ersten Obergeschoss des ehemaligen [[Zollhaus]]es (Klostergebäude) über die Rheintor-Einfahrt hinweg direkt zur Empore der Kapelle errichtet. Zugleich wurde an der Außenseite eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzengel#Christentum Schutzengelfigur] angebracht. Die Weihe erfolgte am Schutzengelfest, dem 2. Oktober 1860, unter dem Titel &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Architektonisch handelt es sich bei der Kapelle um einen einfachen, einschiffigen Backsteinbau mit drei querrechteckigen Jochen und einer halbrunden, fensterlosen Chorapsis im Süden. Der Außenbau ist durch Lisenen und Rundbogenfriese gegliedert. Auf dem Schieferdach befindet sich ein diagonal gestellter, verschieferter Dachreiter mit Spitzhelm und einer kleinen Glocke. Der Innenraum wird von kreuzgitterartigen Gratverstärkungen und Gurtrippen überspannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein &amp;quot;Gottesurteil&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Ein düsteres Kapitel der Kapellengeschichte bildet ein angebliches Gottesurteil zur Grundsteinlegung, das sich tief in das kollektive Gedächtnis der Zonser Bevölkerung einprägte und Einzug in die Pfarrchronik fand. Im Sommer 1860 legte der Zonser [[Pfarrer]] [[Sebastian Schmitz]] feierlich den ersten Grundstein für den Neubau der Kapelle und segnete ihn kirchlich ein. Am darauffolgenden Morgen bot sich den Zonsern ein Bild des Entsetzens, denn ein Unbekannter hatte den frisch geweihten Grundstein auf das Schändlichste mit menschlichen Fäkalien besudelt. Die Tat erregte in der streng gläubigen Gemeinde tiefe Bestürzung, doch der Täter blieb zunächst unentdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vermeintliche Wende ereignete sich zur traditionellen Zonser Kirmes im Oktober 1860. Am Kirmesdienstag, dem 9. Oktober, wurde in der [[Gaststätte &amp;quot;St. Peter&amp;quot;]] des Wirtes [[Ferdinand Haller]] zum Tanz aufgespielt. Unter den Gästen befand sich auch der 44-jährige Johann Hubert Schmitz, der wohlhabende Besitzer des in der [[Zehntgasse]] gelegenen [[Buschhof]]s. Zeugen berichteten später, Schmitz habe auf dem Tanzboden plötzlich eine ungeheure Unruhe und Aufregung gezeigt, sich nervös den Schweiß von der Stirn gewischt und sich Luft zugefächelt, ehe ihn ein plötzliches und heftiges Unwohlsein überkam. Auf dem Tanzboden habe er eine massive und unkontrollierbare Leibesentleerung erlitten. Sein Zustand habe sich dann so rapide verschlechtert, dass er nicht einmal mehr nach Hause transportiert werden konnte, sondern im Gasthaus Haller ins Bett gebracht werden musste. In den folgenden Tagen litt Schmitz unter unaufhörlichen, grauenhaften Darmkrämpfen, bis er am 13. Oktober 1860 schließlich verstarb, nachdem er zuvor noch die Sterbesakramente empfangen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der älteren Pfarrchronik von [[Pfarrer]] [[Adam Otten]] wird der gesamte Vorfall irrtümlich auf das Jahr 1862 datiert. Für die Zonser Bevölkerung war der Täter damit entlarvt und das göttliche Urteil gesprochen. Die grausame Art seines Todes wurde als direktes Eingreifen Gottes gewertet, getreu dem biblischen Spruch aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Weisheit Buch der Weisheit]: &amp;quot;Worin der Mensch sündigt, darin wird er bestraft werden.&amp;quot; In späteren Jahren entstand in Zons zudem die populäre Sage, dass die über dem Rheintor angebrachte Schutzengelfigur mit ihrem erhobenen, abwehrenden Arm als direkte Reaktion auf diese Schandtat und zur Sühne geschaffen worden sei, um künftigen Frevel von der Kapelle abzuwehren. Aus baugeschichtlicher Sicht ist diese Verknüpfung jedoch eine Legende, da die Engelsfigur von Anfang an im Entwurf des Franziskanerbruders Paschalis vorgesehen war und bereits zur Einweihung am Schutzengelfest im Oktober 1860 fertiggestellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung als Pfarrkirchen-Ersatz (1876–1878) ==&lt;br /&gt;
Während des Abbruchs der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alten gotischen Pfarrkirche St. Martinus]] und des anschließenden [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|neugotischen Neubaus]] durch den Architekten [[Vincenz Statz]] in den Jahren 1876 bis 1878 diente die Rheintorkapelle der Zonser Pfarrgemeinde als temporäre Gottesdienststätte. Zu diesem Zweck wurde an die Kapelle ein hölzerner Erweiterungsvorbau angefügt. Für die Nutzung erhielt die Klosterleitung eine Entschädigung von 180,– Mark aus der Kirchenkasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der neuen Pfarrkirche fand der alte klassizistische Hochaltar der Vorgängerkirche (hergestellt 1813 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]) entgegen ursprünglichen Plänen Aufstellung in der Rheintorkapelle und verblieb dort für mehrere Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wundermadonna ==&lt;br /&gt;
Das bedeutendste Ausstattungsstück der Kapelle ist die historische Zonser &amp;quot;[[Wundermadonna]]&amp;quot; (auch &amp;quot;Blaue Madonna&amp;quot; genannt). Die 106 cm hohe wachsene Statue mit Jesuskind wurde der Pfarrkirche im Jahr 1813 von [[Kapläne|Kaplan]] [[Adam Ankenbrand]] geschenkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1822 kam es während einer achttägigen Andacht zur Abwendung einer Mäuseplage angeblich zu wunderbaren Lichterscheinungen in der Krone der Madonna. Dies löste eine riesige Wallfahrtsbewegung aus dem gesamten rheinisch-westfälischen Raum nach Zons aus. Um dem &amp;quot;Aberglauben&amp;quot; ein Ende zu setzen, ließ das Generalvikariat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] das Gnadenbild im Oktober 1822 beschlagnahmen und im [[Pfarrhaus]] wegschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Zuge einer großen Volksmission im Juni 1857 unter Pfarrer Sebastian Schmitz wurde die Madonna in einer feierlichen Prozession wieder in die Pfarrkirche überführt. Nach dem Neubau der Kirche stand sie auf einem Seitenaltar, bis sie Anfang der 1980er Jahre aus Sicherheitsgründen in die Kapelle Maria von den Engeln überführt wurde, wo sie noch heute besichtigt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Renovierungen und jüngere Nutzung ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1891 wurde die Kapelle neu gedeckt und das baufällige, von Insektenfraß beschädigte Holztürmchen durch den Zimmermeister C. Kollenbroich aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] erneuert. Im Jahr 1905 wurde der Altarraum der Kapelle durch die Zonser Malermeister Johann Bedbur und Josef Lessenich kunstvoll ausgemalt. 1897 erhielt das Kloster zudem Kreuzwegbilder aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelgeist Himmelgeist] geschenkt, die jedoch heute nicht mehr in der Kapelle vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Weggang der letzten Ordensschwestern im Januar 1960 stand die Kapelle weitgehend ungenutzt und war zeitweise Vandalismus ausgesetzt. In den Jahren 1978 bis 1981 erfolgte eine umfassende Außen- und Innenrenovierung der Kapelle. Seit dem Abschluss der Arbeiten wurde sie wieder regelmäßig für Andachten, Taufen und traditionelle Gottesdienste (wie die Mittwochmorgenschule) genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]] / Tauch, Max: Kirchen, Klöster und Kapellen im Kreis Neuss (= Schriftenreihe des Kreises Neuss, Nr. 13). Köln 1986 (bzw. 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Köln 1992, S. 32–35).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Der Rheinturm in Zons mit Turmanlage, Kapelle, Vincentinerinnenhaus und Heimatmuseum. In: &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 2 (1984), S. 18–24.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Geschichte der Schwesternschaft der Vinzentinerinnen in Zons 1895–1960. In: &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 7 (1989), S. 4–9.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]]: Zonser Gottesurteile im 19. Jahrhundert – Erster Teil: Die Kapelle und die Engelsfigur am Rheintor. In: &#039;&#039;Heimatland&#039;&#039;, Beilage zur Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Nr. 48/1995, S. 5–6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapellen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottesurteile]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakrale Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klöster]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Jost_Auler&amp;diff=4464</id>
		<title>Jost Auler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Jost_Auler&amp;diff=4464"/>
		<updated>2026-08-29T08:46:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:JAuler.jpg|300px|thumb|right|Jost Auler (Aufnahme von 2026).]]&lt;br /&gt;
Der Archäologe und Historiker &#039;&#039;&#039;Jost Auler&#039;&#039;&#039; M.A. (* 23. April 1958 in [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]; † 9. August 2026 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]) hat im Raum der heutigen Stadt Dormagen mit dem Schwerpunkt Zons/[[Stürzelberg]] über Jahrzehnte zahlreiche lokale und regionalgeschichtliche Projekte betreut. Seine Schwerpunkte lagen in der vorgeschichtlichen, antiken und Mittelalter-/Neuzeitarchäologie sowie in der Lokal- und Regionalgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und beruflicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Auler studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittlere und Neue Geschichte sowie Anglo-Amerikanische Geschichte an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln Universität zu Köln] und schloss sein Studium im Frühjahr 1991 mit dem Magister (M.A.) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend war er 1991/92 Redakteur an der Arbeitsstelle Münster der Mainzer Akademie der Wissenschaften für das Projekt &amp;quot;Prähistorische Bronzefunde&amp;quot;. In den Jahren 1993/94 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde der [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Landeshauptstadt Düsseldorf] und war bis Ende 1999 an zahlreichen archäologischen Ausgrabungen im In- und Ausland beteiligt, teilweise auch als Grabungsleiter. Später leitete er Ausgrabungen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern] sowie für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriesische_Landschaft Ostfriesische Landschaft] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Leer Landkreis Leer].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auler wirkte zudem als freier Mitarbeiter, freier Journalist und Museumspädagoge, unter anderem am [https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Sels_Museum_Neuss Clemens Sels Museum Neuss], wo er Ausstellungen konzipierte, archäologische Workshops anbot und Führungen durchführte. Im Jahr 2004 gründete er den archaeotopos Buchverlag, über den verschiedene Reihen und Sammelbände zur Archäologie sowie Lokal- und Regionalgeschichte publiziert wurden. Ab November 2023 befand er sich im Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkt ==&lt;br /&gt;
Sein besonderes Spezialgebiet war die archäologische Erforschung spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Hinrichtungsstätten in Europa. Als Herausgeber mehrerer Sammelbände zur Richtstättenarchäologie trug er wesentlich dazu bei, das Thema stärker bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Jost Auler lebte ab 1962 in Dormagen-[[Stürzelberg]]. Er war Vater zweier Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften-, Herausgeber- und Verlegerverzeichnis ==&lt;br /&gt;
=== 1981–1990 ===&lt;br /&gt;
* Doc Middleton. Der Outlaw mit dem Goldenen Herzen. &#039;&#039;Old West&#039;&#039; 2, 1981, S. 2–10.&lt;br /&gt;
* Die Königsstraße der Inka. &#039;&#039;Magazin für Amerikanistik&#039;&#039; 3, 1982, S. 22–27.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 1, 1983.&lt;br /&gt;
* Der Heckhof. Die Geschichte eines Niederrheinischen Rittergutes im Wandel der Zeiten. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 1, 1983, S. 3–35.&lt;br /&gt;
* W. H. H. Llewellyn. Vom Menschenjäger zum Politiker. &#039;&#039;Old West&#039;&#039; 2, 1983, S. 2–9.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 2, 1984.&lt;br /&gt;
* Amerika – Das gelobte Land. &#039;&#039;Old West&#039;&#039; 1–2, 1984, S. 24–26.&lt;br /&gt;
* (Rezension) H. Seeling, Constantin Koenen (1854–1929) – Leben und Werk des Archäologen. Neuss 1984. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 1984, S. 68–69.&lt;br /&gt;
* Einige Bemerkungen zur Entstehung und Geschichte des Cattle Kingdom. &#039;&#039;Magazin für Amerikanistik&#039;&#039; 4, 1984, S. 75–78.&lt;br /&gt;
* Das römische Urnengräberfeld von Zons, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 2, 1984, S. 6–17.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 3, 1985.&lt;br /&gt;
* (Rezension) A. E. F. Hoening, Fundort Stone Creek. Die Entdeckung des amerikanischen Neandertalers. Düsseldorf/Wien 1981. &#039;&#039;Old West&#039;&#039; 1, 1985, S. 24–26.&lt;br /&gt;
* (Rezension) J. M. Auel, Das Tal der Pferde – Ein Roman aus der Frühzeit des Menschen. München 1984. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 1985, S. 87–89.&lt;br /&gt;
* Michelsberger Funde von der Hannepützheide bei Zons/Stürzelberg, Kreis Neuss. &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 4, 1985, S. 425–429.&lt;br /&gt;
* Ur- und frühgeschichtliche Funde und Fundstellen im Gebiet um Zons und Stürzelberg, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 3, 1985, S. 4–26.&lt;br /&gt;
* Das römische Hilfstruppenlager &#039;Durnomagus&#039; zwischen den Römerkastellen Neuss und Köln. &#039;&#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Dormagen&#039;&#039; 1985, S. 68–87.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Dvrnomagvs. Zur Geschichte des römischen Hilfstruppenlagers.&#039;&#039; o. O. 1985.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 4, 1986.&lt;br /&gt;
* Das Zonser Schöffengericht und seine Galgen im 17. und 18. Jahrhundert. &#039;&#039;Almanach für den Kreis Neuss&#039;&#039; 1986, S. 76–85.&lt;br /&gt;
* Ein frühkaiserzeitliches Gräberfeld in Zons, Kreis Neuss. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 1986, S. 137–143.&lt;br /&gt;
* Der Bericht des Herzogs Paul Wilhelm von Württemberg (1797–1860) über seine Reisen in Texas in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts. &#039;&#039;Magazin für Amerikanistik&#039;&#039; 1, 1986, 75–84 und 2, 1986, S. 66–72.&lt;br /&gt;
* (Rezension) A. E. F. Hoening, Fundort Stone Creek – Die Entdeckung des amerikanischen Neandertalers. Düsseldorf/Wien 1981. &#039;&#039;Amedian. Berichte aus dem indianischen Amerika&#039;&#039; 1, 1986, S. 16–17.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Paul Wilhelm von Württemberg. Reisen und Streifzüge in Mexiko und Nordamerika 1849–1856, (Hrsg.) S. Augustin. Stuttgart/Wien 1986. &#039;&#039;Amedian – Berichte aus dem indianischen Amerika&#039;&#039; 4, 1986, S. 23–24.&lt;br /&gt;
* Ein &#039;Veluwe-Glockenbecher&#039; von der Hannepützheide bei Zons, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 4, 1986, S. 4–8.&lt;br /&gt;
* (mit Heinz Stachowiak) Eine bemerkenswerte Fundstelle der späten Bronze- und frühen Eisenzeit am Wahler Berg bei Stürzelberg-St. Peter, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 4, 1986, S. 9–15.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 5, 1987.&lt;br /&gt;
* Betrachtungen zur urgeschichtlichen Besiedlungsgeschichte der Dünenzüge im Zonser Gebiet. &#039;&#039;Almanach für den Kreis Neuss&#039;&#039; 1987, S. 88–97.&lt;br /&gt;
* (Katalogbeitrag) Ermen &amp;amp; Engels in Engelskirchen. Industrialisierung einer ländlichen Region (Schriften des Rheinischen Industriemuseums 3). Köln/Bonn 1987, S. 46–51.&lt;br /&gt;
* Zwangsfeuertruppe, Betriebsfeuerlöschwesen, Freiwillige Feuerwehr. Betrachtungen zur Verknüpfung von Fabrik und Feuerwehr im Engelskirchen des 19. Jahrhunderts (Rheinisches Industriemuseum, Beiheft 2). Köln/Bonn 1987.&lt;br /&gt;
* Ein fragliches mittelpaläolithisches Quarzitartefakt von der Flur &#039;Taubenacker&#039; am Kellerhof bei Zons, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 5, 1987, S. 4–8.&lt;br /&gt;
* Ein jungneolithisches Steinbeil aus Lousberg-Feuerstein von der Hannepützheide bei Zons, Kreis Neuss. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 5, 1987, S. 9–15.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 6, 1988.&lt;br /&gt;
* Einige Anmerkungen zur Entstehung des domestizierten Hundes: Der Hund von Bonn-Oberkassel. &#039;&#039;Amedian. Berichte aus dem indianischen Amerika&#039;&#039; 5, 1987, S. 15–16.&lt;br /&gt;
* Altsteinzeitliche Hundeknochen aus Bonn – Anlaß einer wenig sinnvollen Auseinandersetzung. &#039;&#039;Amedian. Berichte aus dem indianischen Amerika&#039;&#039; 1, 1988, S. 17–18.&lt;br /&gt;
* Vom Quarzitgerät bis zur Feldbrandziegelei. Archäologische Funde und Fundplätze im Stadtgebiet von Dormagen, Kreis Neuss, im Überblick. &#039;&#039;Almanach für den Kreis Neuss&#039;&#039; 1988, S. 49–61.&lt;br /&gt;
* (mit Thomas Schleper) Von der Textilfabrik zum Industriemuseum. Die Außenstelle Engelskirchen des Rheinischen Industriemuseums. &#039;&#039;Das Rheinische Landesmuseum Bonn. Berichte aus der Arbeit des Museums&#039;&#039; 6, 1988, S. 59–61.&lt;br /&gt;
* (mit Heinz Stachowiak) Untersuchungen auf dem frühjungpaläolithischen Fundplatz Bergheim-Büsdorf im Erftkreis. &#039;&#039;Bonner Jahrbücher&#039;&#039; 188, 1988, S. 289–294.&lt;br /&gt;
* (mit Jakob Justenhoven) &#039;&#039;Stürzelberg in alten Ansichten.&#039;&#039; Zaltbommel 1988.&lt;br /&gt;
* (Miszelle) Engelskirchen, Oberbergischer Kreis. &#039;&#039;Archäologie in Deutschland&#039;&#039; 4, 1988, S. 14–15.&lt;br /&gt;
* (Rezension) R. Schilling/U. Stamm, 100 Jahre Tambourcorps 1887 Stürzelberg. Dormagen 1987. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 6, 1988, S. 28–29.&lt;br /&gt;
* &#039;Gohr 6&#039; – Eine bemerkenswerte Fundstelle der jungen mittleren Steinzeit in Dormagen-Gohr, Kreis Neuss. &#039;&#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Dormagen&#039;&#039; 1988/89, S. 8–20.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 7, 1989.&lt;br /&gt;
* (Rezension) W. Helbich et al. (Hrsg.), Briefe aus Amerika: Deutsche Auswanderer schreiben aus der Neuen Welt 1830–1930. München 1988. &#039;&#039;Amedian. Berichte aus dem indianischen Amerika&#039;&#039; 2, 1989, S. 17.&lt;br /&gt;
* (mit Denis Ramseyer) Eine neolithische Geweihharpune aus dem hessischen Ried bei Leeheim, Stadt Riedstadt (Kreis Gross-Gerau). &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 3, 1989, S. 239–245.&lt;br /&gt;
* (Rezension) F. Schotten, 1888–1988. 100 Jahre St. Agatha Straberg und H. Milz, St. Aloysius Stürzelberg. 150 Jahre Kapelle und Kirche an der Oberstrasse. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 7, 1989, S. 36–38.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Georg Forster, Ansichten vom Niederrhein, (Hrsg.) U. Schlemmer. Stuttgart/Wien 1989. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 7, 1989, S. 39–41.&lt;br /&gt;
* Ein neuer Fundplatz aus der frühen jüngeren Altsteinzeit bei Bergheim-Büsdorf, Erftkreis. &#039;&#039;Pulheimer Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde&#039;&#039; 13, 1989, S. 7–14.&lt;br /&gt;
* (Rezension) D. Lornsen, Rokal – Der Steinzeitjäger. Stuttgart/Wien 1987. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 1989, S. 123–124.&lt;br /&gt;
* Geschichte der archäologischen Forschung im Gebiet um Dormagen – Ein Abriß. &#039;&#039;Almanach für den Kreis Neuss&#039;&#039; 1990, S. 56–69.&lt;br /&gt;
* Die Karte &#039;C 129&#039; im Kölner Erzdiözesanarchiv: Vorstudie oder Plagiat der Karte des Amtes Zons von Mathias Ehmans (1751)? In: Festschrift für Prof. Dr. Hans Georg Kirchhoff. Bochum 1990, S. 191–201.&lt;br /&gt;
* Die Ehmans und ihr Kartenwerk. In: 800 Jahre Deutscher Orden. o. O. (Grevenbroich), o. J. (1990).&lt;br /&gt;
* Der Brunnen einer neuzeitlichen Feldbrandziegelei bei Dormagen-Gohr, Broich. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 1989 (1990) S. 201–203.&lt;br /&gt;
* Die Gräber des Magdalénien in Mittel- und Westeuropa (ungedruckte Magisterarbeit). Köln 1990.&lt;br /&gt;
* Die Gräber des Magdalénien in Mittel- und Westeuropa (Magisterarbeit Köln 1990 bei Prof. Dr. Gerhard Bosinski). &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 1990, S. 237–240.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991–2000 ===&lt;br /&gt;
* Bemerkungen zu einem neuzeitlichen Ziegeleibrunnen in Dormagen-Gohr/Broich. &#039;&#039;Almanach für den Kreis Neuss&#039;&#039; 1991, S. 10–35.&lt;br /&gt;
* Eine neue Karte zu Zons aus dem 18. Jahrhundert. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 4, 1991, S. 233–234.&lt;br /&gt;
* Neue Funde vom Mesolith-Fundplatz &#039;Gohr 6&#039;, Kreis Neuss. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 1992, S. 14–15.&lt;br /&gt;
* Eine historisch-kartographische Aufnahme von Stadt und Amt Zons aus einem Kölner Archiv. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 4, 1992, S. 217–220.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Tutlies) Die Dormagener Mithrassteine und die Bedeutung des Mithraskultes für die Römer am Rhein. &#039;&#039;Dormagener historische Beiträge&#039;&#039; 1, 1992, S. 13–33.&lt;br /&gt;
* Die Kölner Landmesserfamilie Ehmans und ihre Kartenwerke zu Dormagen, Kreis Neuss. &#039;&#039;Dormagener historische Beiträge&#039;&#039; 1, 1992, S. 81–112.&lt;br /&gt;
* Bibliographie zur Steinzeit-Belletristik. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1 &amp;amp; 2, 1992, S. 145–147.&lt;br /&gt;
* Zur Zonser Stadtansicht von Braun und Hogenberg 1575. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 1993, S. 182–188.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Münster-Hiltrup in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Eine archäologische Gebietsaufnahme&#039;&#039; (Charybdis Bd. 6). Münster/Hamburg 1993.&lt;br /&gt;
* Stabharpunen in Neolithikum und Bronzezeit. &#039;&#039;Fundberichte aus Baden-Württemberg&#039;&#039; 18, 1993, S. 17–28.&lt;br /&gt;
* Zur Nachbildung und Funktion bronzezeitlicher Tüllenharpunen. Ein Beitrag zur experimentellen Archäologie. &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 2, 1993, S. 197–206.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Archäologische Bestandserhebung NRW – Stadt Zons. Erhebungsbogen und Erläuterungsheft Kellerkartierung. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 1993, S. 321–323.&lt;br /&gt;
* Eine Militärkarte zu Zons aus dem Jahre 1642. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 1994, S. 97–103.&lt;br /&gt;
* Zonser Hochgericht, Dormagener Siechenhaus und Bockwindmühle. Reminiszenzen an ein unbekanntes Konglomerat. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 1, 1994, S. 18–33.&lt;br /&gt;
* (mit Axel Kerfs) Eine historische Karte der Heerstraße in Dormagen aus dem späten 18. Jahrhundert. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 1, 1994, S. 34–38.&lt;br /&gt;
* Rheinfeld in schriftloser Zeit. In: E. Breimann, Rheinfeld. Geschichte und Geschichten. Dormagen 1994, S. 13–21.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) Altholländische Fliesen mit Schiffsdarstellungen aus der Zonser Altstadt. In: Fund und Deutung. Neuere archäologische Forschungen im Kreis Neuss. Neuss 1994, S. 114–120.&lt;br /&gt;
* Bronzezeitliche Harpunen mit Tüllenknebelspitzen. &#039;&#039;Archäologie der Schweiz&#039;&#039; 4, 1994, S. 134–139.&lt;br /&gt;
* Archäologische Ausgrabungen in Weißenfels. &#039;&#039;Weißenfelser Heimatbote&#039;&#039; 4, 1994, S. 100–103.&lt;br /&gt;
* Experimente zu bronzezeitlichen Tüllenknebelharpunen aus Hirschgeweih. In: Experimentelle Archäologie. Bilanz 1994 (Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft). Oldenburg 1995, S. 165–178.&lt;br /&gt;
* Mathias Ehmans (geb. ca. 1720). In: &#039;&#039;Lebensbilder aus dem Kreis Neuss&#039;&#039; 2, 1995, S. 29–34.&lt;br /&gt;
* Archäologie zwischen Schwarzbach und Kittelbach. Gebietsaufnahme der &#039;Honschaft Rath&#039; im Norden von Düsseldorf. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 66, 1995, S. 23–120.&lt;br /&gt;
* Der Galgenberg vor dem Neusser Obertor. Zu den Neusser Richtstätten. &#039;&#039;Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde&#039;&#039; 1995, S. 23–25.&lt;br /&gt;
* Ein borealzeitliches Auerochsen-Skelett vom Niederrhein (Stadt Dormagen, Kreis Neuss, Reg.-Bez. Düsseldorf). &#039;&#039;Praehistorische Zeitschrift&#039;&#039; 2, 1995, S. 159–174.&lt;br /&gt;
* Bibliographie zur Steinzeit-Belletristik. Nachträge I. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 1995, S. 273–274.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 8, 1996.&lt;br /&gt;
* Stadtarchäologische Untersuchungen in Weißenfels, Ldkr. Weißenfels. &#039;&#039;Archäologische Berichte aus Sachsen-Anhalt&#039;&#039; 1994 (1996) S. 227–237.&lt;br /&gt;
* Eine mittelalterliche Pilgermuschel aus Zons. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 4, 1996, S. 211–216.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Dirk Lornsen, Tirkan. Stuttgart/Wien 1994. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1 &amp;amp; 2, 1996, S. 235.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Ralf Lommerzheim/Bernd C. Oesterwind, Die hallstattzeitliche Siedlung von Düsseldorf-Rath (Rheinische Ausgrabungen 38). Köln/Bonn 1995. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 67, 1996, S. 478–481.&lt;br /&gt;
* Zu einem nachgebauten neolithischen Backofen. &#039;Experimentelle Archäologie&#039; mit Kindern. &#039;&#039;Archäologische Berichte aus Sachsen-Anhalt&#039;&#039; 1995/II (1996) S. 63–71.&lt;br /&gt;
* (Recherchemitarbeit) C. von Looz-Corswarem/R. Purpar, Kunststadt Düsseldorf. Objekte und Denkmäler im Stadtbild. Düsseldorf 1996.&lt;br /&gt;
* (Miszelle) Klingentechnik der Spätbronzezeit. &#039;&#039;Archäologie in Deutschland&#039;&#039; 4, 1997, S. 46.&lt;br /&gt;
* Knüpfnetz, Querangel und Schenkelhaken. &#039;Experimentelle Archäologie&#039; mit Kindern II. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 1998, S. 151–158.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Franz Grus, Kelten, Germanen, Römer in Leverkusen. Ein Beitrag zur Geschichte des Niederrheins während der Römerzeit. Leverkusen 1997. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 69, 1998, S. 362–363.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Marion Roehmer, Burg Friedestrom in Zons. Mittelalterliche Keramik und Baubefunde einer rheinischen Zollfestung (Rheinische Ausgrabungen 42). Köln/Bonn 1998. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 69, 1998, S. 364–368.&lt;br /&gt;
* Archäologie und historische Kartographie am Beispiel des Klein-Balgheimer Hofes im Kreis Neuss. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 69, 1998, S. 263–278.&lt;br /&gt;
* Die Siedlung Marlow 1, Ldkr. Rügen, aus der späten Bronze- bzw. frühen Eisenzeit. &#039;&#039;Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift&#039;&#039; 1, 1999, S. 1–20.&lt;br /&gt;
* Archäologische Funde aus Dormagen-Delrath. Ein Überblick. In: G. Blank, Delrather Zeitreise 1931–1960. o. O. (Dormagen) 1999, S. 5–13.&lt;br /&gt;
* Renier Roidkin. Werke zu Zons und Haus Bürgel um 1735. &#039;&#039;Rheinische Heimatpflege&#039;&#039; 3, 1999, S. 211–217.&lt;br /&gt;
* Zwei bemerkenswerte Skelettfunde von Auerochsen aus den Rheinlanden und Westfalen: Dormagen-Straberg und Sassenberg-Hilgenbrink. In: Archäologie und Biologie des Auerochsen (Wissenschaftliche Schriften des Neanderthal Museums 1). Mettmann 1999, S. 195–200.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Jean Courtin, Die vergessene Höhle. Sigmaringen 1998. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 1999, S. 55–56.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… etliche Reiter Hier im Winterquartier gelegen&amp;quot;. Bemerkungen zur verschollenen Chronik des Caspar Schmitz vom Nievenheimer Wittges-Hof. &#039;&#039;Jahrbuch für den Kreis Neuss&#039;&#039; 2000 (1999) S. 112–119.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Günter Krause, Vergangenheit ohne Zukunft? Archäologische Zeugnisse aus Duisburg-Huckingen und dem Duisburger Süden von den Anfängen bis ins Industriezeitalter. Duisburg 1998. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 70, 1999, S. 407–411.&lt;br /&gt;
* Ein Fundplatz der Rhein-Maas-Schelde-Kultur bei Gohr-Broich (Stadt Dormagen, Kreis Neuss). &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 70, 1999, S. 289–302.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Günter Krause: Vergangenheit ohne Zukunft? Archäologische Zeugnisse aus Duisburg-Huckingen und dem Duisburger Süden von den Anfängen bis ins Industriezeitalter. Duisburg 1998. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 1999, S. 299–300.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Hundejunge und Blumenmond. Eine Jugenderzählung aus der mittleren Steinzeit.&#039;&#039; Norderstedt 2000.&lt;br /&gt;
* Zwei weitere Farbstößel vom linken Niederrhein. Neue Lesefunde aus Wegberg-Moorshoven, Kreis Heinsberg. &#039;&#039;Das Rheinische Landesmuseum Bonn. Berichte aus der Arbeit des Museums&#039;&#039; 1, 2000, S. 12–13.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Ein Tonpfeifenfragment vom Windrather Hof (Stadt Velbert, Kreis Mettmann). &#039;&#039;Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land&#039;&#039; 3, 2000, S. 20–22.&lt;br /&gt;
* (mit Sabine Sauer) Eine bronzezeitliche Beilklinge aus Neuss-Uedesheim. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 1999 (2000) S. 57.&lt;br /&gt;
* Vorindustrielle Farbreiben am linken Niederrhein. &#039;&#039;Natur- und Landschaftskunde&#039;&#039; 1, 2000, S. 22–24.&lt;br /&gt;
* Zwei bemerkenswerte Bodenfunde aus Wegberg-Moorshoven. &#039;&#039;Heimatkalender des Kreises Heinsberg&#039;&#039; 2001, S. 39–41.&lt;br /&gt;
* Korbreuse, Erdofen und Flechtwand. &#039;Experimentelle Archäologie&#039; mit Heranwachsenden. &#039;&#039;Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift&#039;&#039; 2, 2000, S. 259–273.&lt;br /&gt;
* Archäologische Erkenntnisse zur Richtstätte bei Hundisburg (Ohrekreis). &#039;&#039;Die Kunde&#039;&#039; N. F. 51, 2000, S. 137–146.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Karl Emsbach, Zons. Portrait einer alten Stadt. Dormagen 2000. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 71, 2000, S. 400–402.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2001–2010 ===&lt;br /&gt;
* Versuche mit Haselnussröste. Einer mesolithischen Konservierungstechnik auf der Spur. &#039;&#039;Das Rheinische Landesmuseum Bonn. Berichte aus der Arbeit des Museums&#039;&#039; 1, 2001, S. 1–5.&lt;br /&gt;
* Ein archäologischer Befund zur mittelalterlichen Strafjustiz bei Hessisch-Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis). &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 2, 2001, S. 311–315.&lt;br /&gt;
* Ein Jägerlager aus der mittleren Steinzeit bei Dormagen-Broich, Kreis Neuss. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 4, 2001, S. 220–224.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 9, 2001.&lt;br /&gt;
* (mit Sabine Sauer) Eine bronzezeitliche Beilklinge aus Straberg. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2000 (2001) S. 52.&lt;br /&gt;
* Neue Erkenntnisse zum Galgenberg vor dem Neusser Obertor. &#039;&#039;Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde&#039;&#039; 2001, S. 9–10.&lt;br /&gt;
* Ein Steinhaus mit Grabenanlage bei Wymeer, Ldkr. Leer. &#039;&#039;Die Kunde&#039;&#039; N. F. 52, 2001, S. 123–129.&lt;br /&gt;
* Die Gräber der Richtstätte Amtsmandshaven bei Næstved auf Seeland (Dänemark). &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 2, 2001, S. 271–277.&lt;br /&gt;
* Zons und Stürzelberg auf &#039;Charten vom &#039;Rheinstrohm&#039; anno 1749. &#039;&#039;Jahrbuch für den Kreis Neuss&#039;&#039; 2002 (2001) S. 60–63.&lt;br /&gt;
* (Mitarbeit) Dormagen – Landschaftsgeschichte, -entwicklung (in 14 Haltepunkten beschrieben). Ein Wegweiser. Mit Fahrradstadtplan 1:15.000. Dormagen 2002². Hrsg. Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Neuss 2002, 13–14, S. 25–26.&lt;br /&gt;
* Archäologische Erkenntnisse zur Richtstätte von Salzhausen, Ldkr. Harburg. &#039;&#039;Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte&#039;&#039; 71, 2002, S. 139–150.&lt;br /&gt;
* Stein- und metallzeitliche Befunde und Funde aus Hackenbroich und Umgebung. In: Dorfgeschichte(n). Hackenbroich, Hackhausen, Delhoven. Dormagen 2002, S. 13–29.&lt;br /&gt;
* Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit um Hackenbroich im Spiegel archäologischer Funde. In: Dorfgeschichte(n). Hackenbroich, Hackhausen, Delhoven. Dormagen 2002, S. 30–50.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Jens Wroblewski/André Wemmers, Theiss Burgenführer Niederrhein. Stuttgart 2001. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 73, 2002, S. 450–451.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Jens Wroblewski/André Wemmers, Theiss Burgenführer Niederrhein. Stuttgart 2001. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1 &amp;amp; 2, 2002, S. 139–140.&lt;br /&gt;
* Vor 2500 Jahren … Lebensbild eines Gehöftes aus der mittleren vorrömischen Eisenzeit bei Dormagen-Delrath. In: G. Blank, Delrather Zeitreise 1961–1975. o. O. (Norderstedt bei Hamburg) 2003, S. 7–14.&lt;br /&gt;
* Ein bemerkenswertes Fundstück aus Hirschgeweih vom Niederrhein. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2003, S. 148–150.&lt;br /&gt;
* Galgen, Rad und Scheiterhaufen. Ein archäologischer Bericht von mittelalterlichen und neuzeitlichen Richtstätten. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 4, 2003, S. 209–215.&lt;br /&gt;
* Ein Axt- oder Hackenkopf aus Hirschgeweih vom Niederrhein. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2002 (2003) S. 27–29.&lt;br /&gt;
* (mit Sabine Sauer) Fragment einer bronzenen Absatzbeilklinge von der Niederterrasse des Rheines. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2002 (2003) S. 64.&lt;br /&gt;
* Fund eines Auerochsenskelettes von der Rheinniederterrasse. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N. F.) 1, 2003, S. 41–45.&lt;br /&gt;
* Mesolithische Haselnussrösten in der praktischen Erprobung. &#039;&#039;Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift&#039;&#039; 3, 2003, S. 411–419.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 2, 2004 (Themenheft Jagdgeschichte).&lt;br /&gt;
* Ein mittelsteinzeitlicher Auerochse aus dem Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 2, 2004, S. 12.&lt;br /&gt;
* (mit Andreas E. Hirsch) Isegrims Tod. Zu den letzten Wolfshatzen um 1800. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 2, 2004, S. 48–54.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 3, 2004 (Th. Schwabach, Die Entwicklung des Zieglergewerbes in Zons [15.–20. Jahrhundert] mit ausführlicher Darstellung der allgemeinen Entwicklung des Gewerbezweiges).&lt;br /&gt;
* Richtstätten des ausklingenden Mittelalters und der frühen Neuzeit im Fokus moderner Archäologie. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 74, 2003, S. 303–317.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 4, 2004 (Themenheft Gohr und Broich).&lt;br /&gt;
* Archäologie rund um Gohr und Broich. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 4, 2004, S. 5–29.&lt;br /&gt;
* (mit Volker Helten) Niedermoore und Torfabbau östlich von Broich und Gohr. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 4, 2004, 30–32, S. 34–38.&lt;br /&gt;
* Ein Urstier aus den Torfen von Gohr. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 4, 2004, S. 33.&lt;br /&gt;
* (mit Herbert von Werden) Fronhof und Hofgericht zu Gohr. &#039;&#039;Zeitsprünge. Dormagen von der Steinzeit bis zur Gegenwart&#039;&#039; 4, 2004, S. 39–56.&lt;br /&gt;
* &#039;Der letzte Zeuge&#039;. Ein Rarissimum früher Vermessungstätigkeiten. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2003 (2004) S. 204–205.&lt;br /&gt;
* Steinzeitliches Rösten von Haselnüssen. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2003 (2004) S. 212–214.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Achim Werner, Steinzeit – Mahlzeit. Ein Kochbuch für die moderne Küche. Beitrag zur Ernährungsgeschichte jungsteinzeitlicher Menschen in Mitteleuropa. Oldenburg 2004. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1, 2004, S. 155.&lt;br /&gt;
* (mit Sigrid Scheuss) &#039;&#039;Dormagen. Zeit-Impressionen.&#039;&#039; o. O. (Dormagen) 2005.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 10, 2005.&lt;br /&gt;
* Eine Hofstelle aus der frühen Eisenzeit bei Dormagen-St. Peter. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 10, 2005, S. 5–13.&lt;br /&gt;
* (mit Sabine Sauer) Eine Absatzbeilklinge von Dormagen-Nachtigall. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 10, 2005, S. 14–15.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Schriften- und Herausgeberverzeichnis Jost Auler 1981–2003. &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 10, 2005, S. 78–85.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Register der Bände I (1983) bis X (2005). &#039;&#039;Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg&#039;&#039; 10, 2005, S. 86–89.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Achim Werner, Steinzeit – Mahlzeit. Ein Kochbuch für die moderne Küche. Beitrag zur Ernährungsgeschichte jungsteinzeitlicher Menschen in Mitteleuropa. Oldenburg 2004. &#039;&#039;Archäologie in Deutschland&#039;&#039; 2, 2005, S. 75–76.&lt;br /&gt;
* Eine Hofstelle aus der älteren vorrömischen Eisenzeit zwischen Düsseldorf und Ratingen. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 75, 2004/05, S. 431–442.&lt;br /&gt;
* Ein früheisenzeitliches Gehöft nahe Dormagen-St. Peter. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2005, S. 147–151.&lt;br /&gt;
* Sühne und Abschreckung. &#039;&#039;Abenteuer Archäologie&#039;&#039; 3, 2005, S. 84–88.&lt;br /&gt;
* Die Horremer und die Richtstätten des Amtes Zons. In: 850 Jahre Horrem. Ein Buch voller Geschichte(n). o. O. 2005, S. 19–21.&lt;br /&gt;
* Bodenfunde in und um Dormagen-Horrem. In: 850 Jahre Horrem. Ein Buch voller Geschichte(n). o. O. 2005, S. 37–46.&lt;br /&gt;
* Nachbau einer Hofstelle aus der älteren vorrömischen Eisenzeit. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2004 (2005) S. 206–207.&lt;br /&gt;
* Ein Gehöft der älteren vorrömischen Eisenzeit bei Ratingen. &#039;&#039;Die Quecke. Ratinger und Angerländer Heimatblätter&#039;&#039; 75, 2005, S. 185–189.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stürzelberg. Ein Lesebuch von Rheinfischern, Getreideschmugglern und Galgenvögeln.&#039;&#039; Dormagen 2005.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stürzelberg. Plaudereien von Gestern, Bilder von Heute.&#039;&#039; Dormagen 2005.&lt;br /&gt;
* (mit Sigrid Scheuss) &#039;&#039;Rommerskirchen – &amp;quot;auf der Gillbach&amp;quot;.&#039;&#039; Dormagen 2005.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Thomas Schwabach, Die Schwieren-Chroniken aus Zons. Bemerkenswertes aus einer niederrheinischen Kleinstadt und ihrer Umgebung 1733–1823. Neuss 2005. &#039;&#039;Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein insbesondere das alte Erzbistum Köln&#039;&#039; 208, 2005, S. 444–448.&lt;br /&gt;
* Archäologisches Museum Haus Bürgel. Betrachtungen zur Situation des Raumes Dormagen in der Römerzeit. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2006 (2005) S. 8–15.&lt;br /&gt;
* Archäologische Zeugnisse von den Anfängen bis ins Mittelalter. In: H. G. Kirchhoff, Grevenbroich. Die Stadtgeschichte. Von der Vorzeit bis zur Französischen Revolution. Grevenbroich 2006 (2. Auflage 2011), S. 11–42.&lt;br /&gt;
* (mit Dagmar Davertzhofen) &#039;&#039;Kochen durch alle Epochen. Eine kulinarische Reise durch Dormagens Vergangenheit. 12 Rezepte.&#039;&#039; Dormagen 2006.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;175 Bilder aus dem alten Stürzelberg 1900–1970.&#039;&#039; Dormagen 2006.&lt;br /&gt;
* (mit Peter Hahn et al.) &#039;&#039;DormaGenial. Das Gedächtnis- und Wissensspiel für die ganze Familie&#039;&#039; (Lassner-GmbH + Co. KG, Städte-Spiel-Verlag). Bad Hersfeld 2006.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in der Schweiz. &#039;&#039;Archäologie der Schweiz&#039;&#039; 4, 2006, S. 17.&lt;br /&gt;
* (Redaktion) Evgenij V. Černenko, Die Schutzwaffen der Skythen. Prähistorische Bronzefunde III/2. Stuttgart 2006.&lt;br /&gt;
* (mit Frank Lang) Fotokalender 2007. &#039;Stürzelberg von seinen schönsten Seiten&#039;. Dormagen 2006.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stürzelberg. Von Mammutknochen, Landsknechten und Zuckerrüben.&#039;&#039; Dormagen 2007.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schurken, Schmuggler &amp;amp; Gerichte. Auf den Spuren historischer Kriminalfälle im alten Zons.&#039;&#039; Dormagen 2007.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in der Schweiz. Ein Überblick. &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 2, 2007, S. 297–312.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Straberg &amp;amp; Knechtsteden. 10 Kapitel aus der Geschichte des Walddorfes.&#039;&#039; Dormagen 2007.&lt;br /&gt;
* Funde und Befunde in und um Dormagen-Straberg. Eine illustrierte archäologische Gebietsaufnahme. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2008 (2007) S. 8–19.&lt;br /&gt;
* Salmwippenbau für die &#039;Vischerey auf dem Stürzelberg&#039; und den gesamten Niederrhein. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2008 (2007) S. 168–177.&lt;br /&gt;
* (mit Jürgen Weiner) Ein eigenwilliger jungneolithischer Kratzer aus Stürzelberg. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2006 (2007) S. 69–70.&lt;br /&gt;
* Die Ochsentour. Neuss und der transkontinentale Rindviehtrieb in der Frühen Neuzeit. &#039;&#039;Novaesium 2007. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; S. 53–67.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Achim Werner, Keltische Kochbarkeiten. Mit 60 Rezepten vom 5-Steine-Koch. Stuttgart 2007. &#039;&#039;Archäologie in Deutschland. Das Magazin&#039;&#039; 2, 2008, S. 76.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;seint die limitten … gegangen worden&amp;quot;. Historische Kartenaufnahmen um die Mitte des 18. Jahrhunderts am Beispiel des Amtes Zons. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 78, 2008, S. 269–284.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Ernst Schubert, Essen und Trinken im Mittelalter. Darmstadt 2006. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 78, 2008, S. 429–432.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Richtstättenarchäologie.&#039;&#039; Dormagen 2008.&lt;br /&gt;
* Ausgewählte Altgrabungen mit Richtstättenbefunden aus Deutschland. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 12–45.&lt;br /&gt;
* Das spätmittelalterliche Grab eines enthaupteten Mannes aus Nordhessen. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 70–75.&lt;br /&gt;
* Vor den Toren der Stadt. Die südliche Richtstätte der rheinischen Stadt Neuss. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 76–81.&lt;br /&gt;
* Beobachtungen am Holzgalgen bei Hundisburg im Ohrekreis (Sachsen-Anhalt). In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 81–89.&lt;br /&gt;
* Die Richtstätten Slots Bjærgby und Næstved auf Seeland/Dänemark. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 90–96.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in der Schweiz. Einige Nachträge. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 286–306.&lt;br /&gt;
* Katalog erhaltener Hochgerichte in Deutschland und einigen Nachbarländern. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie. Dormagen 2008, S. 308–325.&lt;br /&gt;
* Scheiterhaufen, Graburnen und Knochenbrand. Zu frühkaiserzeitlichen römischen Bestattungen eines Militärlagers an der Deichstraße in Zons. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2009 (2008) S. 8–15.&lt;br /&gt;
* (Rezension) E. Schubert, Essen und Trinken im Mittelalter. Darmstadt 2006. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1/2, 2008, S. 149–150.&lt;br /&gt;
* Der Söldnerchronist Peter Hagendorf vor Zons im Hessenkrieg 1642. &#039;&#039;Düsseldorfer Jahrbuch&#039;&#039; 79, 2009, S. 315–334.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Caldinius. Dormagens römischer Reitersoldat. Eine Fibel für junge Leser.&#039;&#039; Dormagen 2009.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller und Kerstin Ohmert) Ein Baum wird zum Einbaum. (R)eine Formsache. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2008 (2009) S. 194–195.&lt;br /&gt;
* (mit Stefanie Schmidt und Winfried Schüngel) &#039;&#039;Stürzelberg. Impressionen aus der Luft.&#039;&#039; Dormagen 2009.&lt;br /&gt;
* Eine Heimstatt für die Aussätzigen. Überlegungen zum frühneuzeitlichen Dormagener Siechenhaus. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2010 (2009) S. 48–63.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Da nun meine Hausfrau ihren Scharzenhandel … trieb&amp;quot;. Der Kölner Ratsherr Hermann von Weinsberg, seine Neusser Frau Weisgin Ripgin und der Tuchhandel in der Quirinusstadt. &#039;&#039;Novaesium 2009. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; S. 99–111.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Wijnand van der Sanden / Henk Luning (Red.), Over galg en rad. Executieplaatsen in Drenthe. Zwolle/Assen 2010. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 1 &amp;amp; 2, 2009, S. 145–147.&lt;br /&gt;
* (Verleger) Werner Böcking, &#039;&#039;Jan der Salmfischer.&#039;&#039; Dormagen 2009.&lt;br /&gt;
* (mit Peter Pieper und Britta Schlüter) Ein &#039;Runenstein&#039; aus Dormagen-Stürzelberg, Rhein-Kreis Neuss: &#039;Original&#039; oder &#039;Fälschung&#039;? &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 2010, S. 12–16.&lt;br /&gt;
* Einführung. In: Galgen, Rad und Scheiterhaufen. Einblicke in Orte des Grauens. Ausstellungskatalog Neanderthal Museum Mettmann 2010, S. 6–9.&lt;br /&gt;
* Hinrichtungsarten und anthropologische Nachweise. In: Galgen, Rad und Scheiterhaufen. Einblicke in Orte des Grauens. Ausstellungskatalog Neanderthal Museum Mettmann 2010, S. 54–77.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie. In: Galgen, Rad und Scheiterhaufen. Einblicke in Orte des Grauens. Ausstellungskatalog Neanderthal Museum Mettmann 2010, S. 85–89.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Richtstättenarchäologie 2.&#039;&#039; Dormagen 2010.&lt;br /&gt;
* Ausgewählte Altgrabungen mit Richtstättenbefunden aus Deutschland (2). In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 12–28.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in den Niederlanden. Das Beispiel Amersfoort (Provinz Utrecht). In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 30–33.&lt;br /&gt;
* Bodenbefunde zu einem dekapitierten und einem geräderten Delinquenten. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 34–43.&lt;br /&gt;
* Rechtsarchäologische Beobachtungen an Skeletten neben einer nordhessischen Kirche. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 44–50.&lt;br /&gt;
* Ungewöhnliche Gräber auf der &#039;Galgenwiesen&#039; bei Erding/Oberbayern. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 52–55.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie im südlichen Dänemark: Die Fundplätze Slots Bjærgby, Haderslev und Næstved. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 56–65.&lt;br /&gt;
* (mit Thomas Becker / Thomas Liebert / Ursula Tegtmeier) Nachuntersuchungen an einem Skelettbefund zur neuzeitlichen Strafrechtspflege aus Mittelfranken. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 66–100.&lt;br /&gt;
* Potentielle archäologisch-anthropologische Befunde zum Vollzug von Leibesstrafen aus norddeutschen Hansestädten. In: J. Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie 2. Dormagen 2010, S. 412–418.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller und Kerstin Ohmert) Der Dormagener Einbaum &amp;quot;Pejoke&amp;quot;. Kein R(h)einfall! &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2009 (2010) S. 204–205.&lt;br /&gt;
* Beobachtungen an der Kapelle in Dormagen-Stürzelberg. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2011 (2010) S. 22–31.&lt;br /&gt;
* (mit Reinhold Roth) Plaggenesche am Südrand der Kempener Platte (Willich). In: Geologie und Archäologie am Niederrhein. Festschrift für Prof. Dr. Josef Klostermann. Hannover/Krefeld 2010, S. 115–120.&lt;br /&gt;
* (Verleger) Hans-Georg Stephan, &#039;&#039;Der Solling im Mittelalter.&#039;&#039; Hallesche Beiträge zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit 1. Dormagen 2010.&lt;br /&gt;
* Fotokalender 2011. &#039;Stürzelberg. Dorf mit Herz&#039;. Dormagen 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2011–2020 ===&lt;br /&gt;
* &#039;Jetzt gibt´s was auf die Nuss&#039;. Ein möglicher mesolithischer Nussknackstein aus Dormagen-Gohr? &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2011, S. 99–100.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller und Kerstin Ohmert) Auf die Probe gestellt! &#039;Pejoke&#039; auf großer Fahrt? &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2010 (2011) S. 231–232.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… streitiger jagd Limiten in dem so genandten stutgen …&amp;quot;. Eine Altkarte des Amtes Zons aus dem Kölner Stadtarchiv. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2012 (2011) S. 66–75.&lt;br /&gt;
* Auerochsenjäger auf der Dormagener Niederterrasse (Rhein-Kreis Neuss). In: Archiv und Erinnerung im Rhein-Kreis Neuss. Festschrift für Dr. Karl Emsbach. Neuss 2011, S. 43–63.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Ein Kinderschuh des 19. Jahrhunderts aus Dormagen-Stürzelberg, Rhein-Kreis Neuss. In: Archiv und Erinnerung im Rhein-Kreis Neuss. Festschrift für Dr. Karl Emsbach. Neuss 2011, S. 65–73.&lt;br /&gt;
* &#039;… die Riesen unter unseren Fahrzeugen&#039;. Zu Holländerflößen auf dem Rheinstrom vor 1850. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2012, S. 50–55.&lt;br /&gt;
* Ein gerdt myt eynem strowysch. Ein (fast) vergessenes bäuerliches Rechtsdenkmal aus dem Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Alltag im Rheinland&#039;&#039; 2012, S. 81–85.&lt;br /&gt;
* (Herausgeber) &#039;&#039;Richtstättenarchäologie 3.&#039;&#039; Dormagen 2012.&lt;br /&gt;
* Ausgewählte Altgrabungen mit Richtstättenbefunden aus Deutschland (3). In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 24–35.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in den Niederlanden 2. Galgenfundamente bei Amerongen, Provinz Utrecht. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 118–121.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in den Niederlanden 3. &#039;Galgenheuvel 2&#039; in Zevenbergen, Provinz Noord-Brabant. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 122–125.&lt;br /&gt;
* Richtstättenarchäologie in den Niederlanden 4. Ein Rechtsbefund aus Swalmen-Hoogterras, Provinz Limburg. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 126–129.&lt;br /&gt;
* Archäologische Befunde und Funde an rheinischen Richtstätten des ausklingenden Mittelalters und der frühen Neuzeit. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 264–274.&lt;br /&gt;
* Richtstättendarstellungen in der historischen Kartographie. Beispiele aus dem Rheinland. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 276–287.&lt;br /&gt;
* Der rekonstruierte Galgen von Kelberg, Landkreis Vulkaneifel. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 288–293.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… inwendich besien zo laissen van den doctoiren&amp;quot;. Delinquentenleichen auf dem Seziertisch. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 440–449.&lt;br /&gt;
* Hulton Abbey, Staffordshire (Großbritannien): Archäologisch-Anthropologischer Befund einer Vierteilung. In: J. Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie 3. Dormagen 2012, S. 532–543.&lt;br /&gt;
* (mit Diana Wolf) Der Düsseldorfer Künstler Theodor Lindner und (s)ein Gemälde von Zons. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2013 (2012) S. 190–199.&lt;br /&gt;
* (mit Wolfgang Karl Kafiz) Fotokalender 2013. &#039;Stürzelberg. Dorf am Strom&#039;. Dormagen 2012.&lt;br /&gt;
* (Verleger) &#039;&#039;750 Jahre Delrath 1263–2013.&#039;&#039; Dormagen 2013.&lt;br /&gt;
* Ausgewählte archäologische Fundstellen und Funde aus dem Raum Delrath. In: 750 Jahre Delrath 1263–2013. Dormagen 2013, S. 21–28.&lt;br /&gt;
* The Archaeology of Execution Sites in Early Modern Central Europe. In: Historical Archaeology in Central Europe. Rockville 2013, S. 139–147.&lt;br /&gt;
* Piktogramme von Galgen und Rad auf einem frühneuzeitlichen Bleigeschoss aus Ostwürttemberg. &#039;&#039;Signa Ivris. Beiträge zur Rechtsikonographie, Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde&#039;&#039; 12, 2013, S. 9–25.&lt;br /&gt;
* Ala I Noricorum civium Romanorum. Zur Geschichte der römischen Reitereinheit aus Dormagen. &#039;&#039;Geschichte in Köln&#039;&#039; 60, 2013, S. 199–210.&lt;br /&gt;
* (mit Ute Wlodek) (Rezension) Achim Werner / Jens Dummer, Steinzeit – Mahlzeit. Von den ersten Bauern bis Ötzi. Mit 55 neuen Rezepten vom 5-Steine-Koch. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 36, 2013, S. 197–199.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Milchsatten, Ziegenknochen und ein Darrenfragment. (Boden)funde von einem historischen Nebenerwerbshof in Dormagen-Stürzelberg. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 2014, S. 16–23.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Milchsatten, Ziegenknochen und ein Darrenfragment. (Boden)funde von einem historischen Nebenerwerbshof in Dormagen-Stürzelberg. Teil 2. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2014, S. 59–63.&lt;br /&gt;
* Eine Hofstelle der Älteren vorrömischen Eisenzeit mit botanischen Resten von Dormagen-St. Peter, Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N. F.) 1, 2014, S. 56–64.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Käse mische … mit Weizengrieß&amp;quot;. Kinder kochen wie die alten Römer. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2013 (2014), S. 265–266.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Archäologische Ausgrabungen in Dormagen.&#039;&#039; Dormagen 2014.&lt;br /&gt;
* Eine Siedlung der frühen Latènezeit mit Hausspuren bei Dormagen-Delhoven. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2015 (2014), S. 8–17.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Gürtelschnallen, Messerfragment und ein Dominostein. Bodenfunde von einem historischen Nebenerwerbshof in Dormagen-Stürzelberg. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2015, S. 54–60.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Buchweizen und Ziegenmilch. Beobachtungen zum Alltagsleben auf einem niederrheinischen Ackererhof in Dormagen-Stürzelberg im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Festschrift für Dr. Christoph Reichmann. Krefeld 2015, S. 37–57.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) &amp;quot;… Ehrn Häfen auff dreyen beyn&amp;quot;. Ein gut erhaltener Bronzegrapen mit Gießerzeichen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. &#039;&#039;Die Kunde. Zeitschrift für niedersächsische Archäologie&#039;&#039; 63, 2012, 2015, S. 111–122.&lt;br /&gt;
* Dormagens Reiter für Rom. Zur Geschichte der Ala I Noricorum civium Romanorum. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2015, S. 91–95.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Buchweizenpfannkuchen, Maifischfilet und Ziegenkäse. Zur Eigenversorgung einer kleinen dörflichen Hofstelle im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2016 (2015) S. 30–43.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) Knochen, Scherben und Pflanzenreste. Funde von einem ehemaligen neuzeitlichen Ackererhof in Dormagen-Stürzelberg. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; 1, 2015, S. 3–7.&lt;br /&gt;
* (mit Petra Hiller) &#039;&#039;Geschichte eines ehemaligen Ackerhofes in Dormagen-Stürzelberg. Sechs Aufsätze.&#039;&#039; Dormagen 2016.&lt;br /&gt;
* Spuren steinzeitlicher Wildbeuter auf der Dormagener Niederterrasse in chorologischer und chronologischer Tiefe. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; 1, 2016, S. 10–23.&lt;br /&gt;
* Schwirrhölzer – Töne aus der Luft. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2015 (2016) S. 238–239.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Braupfanne, Brandweinkessel und sonstige dazugehörige Fässer&amp;quot;. Eine vorindustrielle Bierbraustätte und Schnapsdestille bei Dormagen-Ückerath. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2017 (2016) S. 64–73.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) &amp;quot;…dye beste potte&amp;quot;. Bronzegrapen aus Stadt und (Rhein-)Kreis Neuss. &#039;&#039;Novaesium. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; 2017. Neuss 2016, S. 29–43.&lt;br /&gt;
* Eine neue hochmittelalterliche Hofstelle nahe dem Latourshof in Dormagen-Nievenheim (Rhein-Kreis Neuss). &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; 2, 2016, S. 59–65.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Achim Werner &amp;amp; Jens Dummer, Kochen und Backen mit Ötzi. 35 leckere Rezepte vom 5-Steine Koch. Rheinbach 2016. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 39, 2016, S. 292–293.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Angelika Franz &amp;amp; Daniel Nösler, Geköpft und gepfählt. Archäologen auf der Jagd nach den Untoten. Darmstadt 2017. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 40, 2017, S. 450–454.&lt;br /&gt;
* Ein außergewöhnlicher Ackerlesefund vom Niederrhein oder das Rätsel um das afrikanische Messer. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2017, S. 59–60.&lt;br /&gt;
* Die &#039;Vischerey auf dem Stürzelberg&#039;. Fischfang auf dem Rheinstrom im ehemaligen Amt Zons. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2017, S. 112–119.&lt;br /&gt;
* Eiszeitkunst mit Kindern: mit Mörser, Stichel und Leinöl. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2016 (2017) S. 252–253.&lt;br /&gt;
* Becher und Töpfe, Schalen und Schüsseln. Funde und Fundstellen der Bronze- und Vorrömischen Eisenzeit von der Dormagener Niederterrasse. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2018 (2017) S. 8–27.&lt;br /&gt;
* Rentierjäger in karger Landschaft. Neue Funde zu steinzeitlichen Wildbeutern auf der Dormagener Niederterrasse. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N.F.) 1, 2017, S. 43–60.&lt;br /&gt;
* Flintbeilklingen, Tulpenbecher und geflügelte Pfeilspitzen. Neolithische Funde und Fundstellen auf der Dormagener Mittel- und Niederterrasse. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N.F.) 2, 2017, S. 92–108.&lt;br /&gt;
* Der Düsseldorfer Genremaler Theodor Emil Lindner – Ein Nachtrag. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 2018, S. 17–21.&lt;br /&gt;
* Dechsel, Beil und viele kleine Hände. Nachbau eines funktionstüchtigen Einbaums. In: Römer zum Anfassen. Mythos und Fakten. Katalog Clemens-Sels-Museum. Neuss 2018, S. 59–66.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Uwe Pfullmann: Durchs Heilige Land, Wüste und Steppe. Entdeckerlexikon Arabien und Palästina. Biographien und Berichte. Berlin 2017. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2018, S. 84–86.&lt;br /&gt;
* Baubeobachtungen an der Biesenbachstraße 7 in Dormagen-Stürzelberg, Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2018, S. 108–111.&lt;br /&gt;
* Ein deponierter Kinderschuh. Ein Fund aus dem späten 19. Jh. aus Dormagen-Stürzelberg und seine Deutung. &#039;&#039;Rheinische Heimatpflege&#039;&#039; 3, 2018, S. 199–208.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Karl Lorenz Auler Pascha (*1854, †1930). Preußischer Offizier, Militärberater im Osmanischen Reich, Reiseschriftsteller und Weltkriegsgeneral. Eine Kurzbiografie.&#039;&#039; Dormagen 2018.&lt;br /&gt;
* Ein mittelalterlicher Wetzstein von Zons. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2017 (2018) S. 163–164.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) Ein eiserner Dreibeinkochtopf vom Hoster Hof in Mönchengladbach-Rheydt. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2017 (2018) S. 184–186.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Achim Werner / Jens Dummer, Backen von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Brot, Gebäck und Kuchen aus 8000 Jahren. 55 Rezepte vom 5-Sterne-Koch. Stuttgart 2018. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 41, 2018. Early View, online publiziert 31.10.2018.&lt;br /&gt;
* Eisiger Südwestwind über unendlichen Weiten. Ein spätaltsteinzeitliches Jägerlager in der Dormagener Kältesteppe. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2019 (2018) S. 8–21.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;1767 den 25ten May haben wir sieben Junge wolff … gefunden&amp;quot;. Mittelalterlich-frühneuzeitliche Wolfsjagden im Raum Neuss im Spiegel von Geschichte und Archäologie. &#039;&#039;Novaesium. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; 2018. Neuss 2018, S. 192–220.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;quot;unter meinen Füßen!&amp;quot;. Vita, Schriften-, Herausgeber- und Verlegerverzeichnis.&#039;&#039; Dormagen 2018.&lt;br /&gt;
* An den Lagerfeuern der Altsteinzeit. Letzte Eiszeitjäger am oberen linken Niederrhein. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 2019, S. 22–25.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;das kölliesse landt, alles verderbet, wir so wol als der feindt&amp;quot;. Ein kaiserliches Militärlager vor Zons im Hessenkrieg 1642. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2019, S. 58–64.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Pfullmann, Uwe (Hrsg.), Georg Forster Sadleir, Unterwegs nach Dirriya, der saudischen Hauptstadt. Die erste Ost-West-Durchquerung Arabiens durch Captain George Sadleir. Gornsdorf 2018. &#039;&#039;Das Historisch-Politische Buch&#039;&#039; (67) 1, 2019, S. 94.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… hatt ihn abgeschossen der Johannes Hendrig Falckenberg, Jungergesell vom Stürtzelberg&amp;quot;. Kleine Geschichte der St.-Aloysius-Schützenbruderschaft Stürzelberg von 1868. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2019, S. 95–103.&lt;br /&gt;
* Auf schmaler Spur durch die Arabische Halbinsel. Die Abenteuer des preussischen Offiziers Karl Lorenz Auler in Inner-Arabien um 1900. &#039;&#039;Rhein-Hunsrück-Kalender. Heimatjahrbuch&#039;&#039; 2020, S. 123–131.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… jungsthin durchs Schwerdt justificierte Malefiz-Persohnen&amp;quot;. Zur letzten Hinrichtung an der Zonser Richtstätte vor rund 300 Jahren. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2020 (2019) S. 12–25.&lt;br /&gt;
* (Miszelle) (mit Volker Kuhlmann) Römisches Mehrzweckgerät. &#039;&#039;Archäologie in Deutschland&#039;&#039; 2, 2020, S. 58–59.&lt;br /&gt;
* Schulstraße 13. Eine typische Hofstelle des 19. Jahrhunderts in Dormagen-Stürzelberg, Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2020, S. 111–119.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Marcus Junkelmann, Römische Naschkatzen. Praktische Anleitung für die altrömische Küche. Oppenheim am Rhein 2019. &#039;&#039;Das Historisch-Politische Buch&#039;&#039; 1, 2020, S. 53–55.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stürzelberg. 16 Dorfgeschichten aus der Neuzeit.&#039;&#039; Dormagen 2020.&lt;br /&gt;
* Heringe, Salz und große Fässer. Eine kleine Geschichte von Salzhering und Stockfisch im alten Neuss. In: Fisch, Land, Fluss. Eine Zeitreise durch die Fischereigeschichte am Niederrhein. Katalog Neuss 2020, S. 111–125.&lt;br /&gt;
* (mit Volker Kuhlmann) Ein Bronzegerät aus dem Dormagener Reiterlager. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2019 (2020), S. 145–146.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) Ein bemerkenswert gut erhaltener eisenzeitlicher Mahlstein aus Dormagen-Nievenheim (Rhein-Kreis Neuss). &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2021 (2020), S. 8–17.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ist der Stütger Busch von bösen Leuthen angestochen worden&amp;quot;. Von Bäumen, Bränden und Banden im Stüttger Busch. &#039;&#039;Novaesium. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; 2020. Neuss 2020, S. 329–348.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2021–2026 ===&lt;br /&gt;
* Zur Herkunft der Reitersoldaten des Hilfstruppenlagers Dvrnomagvs (Dormagen). In: Inter Nationes. Die Menschen im römischen Novaesium. Neuss 2021, S. 55–65.&lt;br /&gt;
* (mit Uta Klinge) &amp;quot;6 loth dürren Rosemarinch blätter … in ein neu erdene Düppen&amp;quot;. Ein Hausrezept gegen die Gicht aus dem späten 18. Jahrhundert. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2022, S. 18–33.&lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;hier gefangenes fremdes Thier&amp;quot;. Nachweis eines Opossums bei Neuss anno 1860. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N.F.) 1, 2021, S. 22–26.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Bleibet Capitulum bei alsolcher gefhelter Urtheill und … befhollener Execution&amp;quot;. Ein Kölner Verfahren zur Hexenverfolgung in Zons. &#039;&#039;Jahrbuch des Kölner Geschichtsvereins&#039;&#039; 84, 2021, S. 127–146.&lt;br /&gt;
* Zur Funktionsweise und Chronologie von Querangelhaken. Eine Übersicht. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 44, 2021, S. 177–190.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;quot;Capite arma equites!&amp;quot; Dormagen in der Römerzeit.&#039;&#039; Dormagen 2021.&lt;br /&gt;
* Ersatzkaffee: gebrüht aus Eicheln, Dinkel und Zichorien. In: Kaffee ist fertig. Karriere eines Heissgetränks. Neuss 2022, S. 117–122.&lt;br /&gt;
* Ein römisches Militärgestüt am Niederrhein? Das Landgut von Dormagen-Nievenheim im Rhein-Kreis Neuss. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2023, S. 36–49.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… sie hatten ihm mit Hagel und einer Kugel … durchs Beyn geschossen&amp;quot;. &amp;quot;Eine sonderbahre Begebenheit&amp;quot; um eine Dormagener Goldmacherfamilie um 1800. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2023, S. 60–75.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Stürzelberg. 18 Geschichtssplitter aus dem Rheindorf.&#039;&#039; Dormagen 2022.&lt;br /&gt;
* Ton, Steine, Scherben. Ein kurzer Streifzug durch die Prähistorie von Dormagen. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2023, S. 115–127.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;… kam der erste Stoß bei nahe an die Mitte des Haubts, … die 2 andern Stöße … im Genicke&amp;quot;. Die spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Todesstrafe des Räderns im archäologischen Befund. &#039;&#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&#039;&#039; 53 (2), 2023, S. 253–273.&lt;br /&gt;
* (mit Martin Fischer) &amp;quot;ind seulde yme sulch syn anslach veryndert syn wurden&amp;quot;. Die Stadt Zons während der Kölner Stiftsfehde und die burgundische Militäraktion vom 13. April 1475. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2024 (2023) S. 20–39.&lt;br /&gt;
* Ein bemerkenswerter Neufund. Der Retuscheur vom jungmesolithischen Fundplatz Rosellen 7. &#039;&#039;Novaesium 2023. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; S. 23–31.&lt;br /&gt;
* Zum Stand der Archäologie von Richtstätten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit im deutschsprachigen Raum. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 46, 2023, S. 199–226.&lt;br /&gt;
* Niederrheingold. Historische Goldwäscherei am Unteren Niederrhein. &#039;&#039;Natur am Niederrhein&#039;&#039; (N.F.) 1, 2023, S. 19–34.&lt;br /&gt;
* Schwarzes Holz und weißes Bein. Ein Domino-Spielstein aus napoleonischer Zeit aus Dormagen-Stürzelberg. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 1, 2024, S. 17–22.&lt;br /&gt;
* Reiter und Pferde, Kaserne und Stallungen. Dormagen als Weltkulturerbe präsentiert seine antiken Schätze. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 3, 2024, S. 113–116.&lt;br /&gt;
* Funditores, funda und glandes. Schleuderer, Handschlaufenschleuder und Bleigeschosse. &#039;&#039;Novaesium 2024. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; S. 34–45.&lt;br /&gt;
* Museale Höhlenkunst mit Kindern. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2023 (2024) S. 240–241.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Fleiß und Begeisterungsfähigkeit sind wunderbare Tugenden …&amp;quot;. Hertha Johanna Brandt und die archäologische Landesaufnahme des ehemaligen Kreises Grevenbroich (1965–1972). &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2025 (2024) S. 146–161.&lt;br /&gt;
* (Rezension) Daniel Wojtucki (Ed.), Former Places of Execution in Silesia. An interdisciplinary perspective. Wroclaw (Breslau) 2024. &#039;&#039;Archäologische Informationen&#039;&#039; 47, 2024, S. 351–352.&lt;br /&gt;
* (mit Peter Bruns) Wolfskuhlen – Bauwerke zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Bejagung von Canis lupus am Niederrhein. &#039;&#039;Archäologie im Rheinland&#039;&#039; 2024 (2025) S. 195–197.&lt;br /&gt;
* (mit Peter Bruns) Die Lokalisierung des Feldlagers der kaiserlichen und kurbayerischen Truppen bei Zons von 1642. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2026 (2025) S. 36–45.&lt;br /&gt;
* Vom Rotten und Rösten der Leinpflanze. Das Rittergut Heckhof im Amt Zons und seine Flachskaulen. &#039;&#039;Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss&#039;&#039; 2026 (2025) S. 76–87.&lt;br /&gt;
* (mit Dieter Hupka) Napoleonshüte aus Neuss. Mahlsteine der späten vorrömischen Eisenzeit. &#039;&#039;Novaesium 2025. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte&#039;&#039; (in Druck).&lt;br /&gt;
* Tod in der Auvergne. Dormagener in der Schlacht bei Lyon? In: Stadt Dormagen &amp;amp; Jorgos Flambouraris (Hrsg.), Dormagen schreibt ein Buch. Eine besondere Geschichtensammlung zum 50. Stadtjubiläum. Hamburg 2025, S. 50–59.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;1586 … sin die freibuter … komen und in Welferhaiffe … huiser abgebrannt&amp;quot;. Ein Scharmützel um den befestigten Walhovener Hof bei Zons. &#039;&#039;Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern&#039;&#039; 2, 2026, S. 49–52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Auler, Jost}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsforscher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Brüchtenverhör</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Brüchtenverhör&#039;&#039;&#039; (auch als &#039;&#039;Brüchtenkammer&#039;&#039; oder &#039;&#039;herrschaftliches Brüchtenverhör&#039;&#039; bezeichnet) war eine zentrale gerichtliche Institution zur Ahndung kleinerer Vergehen, Flurfrevel und Ordnungsverstöße im ehemaligen kurkölnischen Amt Zons. Es bildete das strafrechtliche Gegenstück und die prozessuale Fortsetzung des einmal jährlich stattfindenden [[Herrengeding]]s. Während beim feierlichen Herrengeding die im Laufe des Jahres begangenen Vergehen öffentlich gerügt (gemeldet) wurden, diente das unmittelbar anschließende oder zeitnah angesetzte Brüchtenverhör der systematischen Untersuchung, Aburteilung und Eintreibung der entsprechenden Strafgelder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmung und Rechtsnatur ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich von dem historischen Begriff &amp;quot;Brüchte&amp;quot; ab, was im altdeutschen und frühneuzeitlichen Sprachgebrauch gerichtliche Bußen, Geldstrafen oder Sühnegelder für geringere Straftaten bezeichnete. Etymologisch ist das Wort eng verwandt mit dem Begriff Bruch (im Sinne eines Rechtsbruchs). Wer sich strafbar gemacht hatte, wurde als &amp;quot;brüchtig&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im System der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gerichtsbarkeit in Zons fiel das Brüchtenverhör in die Kompetenz der niederen Gerichtsbarkeit. Schwere Verbrechen wie Mord, Totschlag, Raub oder Zauberei fielen dagegen unter die Blutgerichtsbarkeit (hohe Gerichtsbarkeit) und wurden vom regulären [[Schöffengericht]] abgeurteilt. Dennoch gab es finanzielle Berührungspunkte, da die beträchtlichen Kosten für die Inhaftierung und Hinrichtung von Schwerverbrechern mangels anderer Mittel nicht selten aus dem allgemeinen Topf der eingenommenen Brüchtengelder bestritten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf und Verfahren ==&lt;br /&gt;
Das Brüchtenverhör fand in der Regel einmal jährlich im Herbst statt, meist im Anschluss an das im September abgehaltene [[Herrengeding]]. Der genaue Termin wurde zuvor feierlich auf der Kanzel der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Pfarrkirche St. Martinus]] verkündet. Bei dringenden Fällen oder einer hohen Anzahl von Vergehen konnten zusätzliche Termine angesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzungen des Brüchtenverhörs wurden traditionell auf der erzbischöflichen beziehungsweise domkapitularischen [[Burg Friedestrom]] abgehalten. Die Räte und Kommissare des [[Domkapitel]]s reisten hierzu eigens aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] an. Zu ihrer Verpflegung und Unterbringung war der Zonser [[Zöllner]] oder [[Kellner]] verpflichtet, der die Deputierten entweder im herrschaftlichen [[Zollhaus]] oder in seinem Privathaus einquartierte, während die eigentlichen Verhandlungen in den Amts- und Konsultationszimmern der [[Burg Friedestrom]] stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verfahren folgte einer festgelegten Struktur:&lt;br /&gt;
* Der Brüchtenzettel: Vor dem Verhör stellte der [[Gerichtsschreiber]] ein detailliertes Verzeichnis aller gerügten Personen und ihrer mutmaßlichen Vergehen auf. Dieser Brüchtenzettel diente als Grundlage für die Ladungen.&lt;br /&gt;
* Die Vorführung: Der [[Gerichtsbote]] (später als Gerichtsdiener bezeichnet) hatte die Aufgabe, die Beschuldigten vorzuladen. Bei Ungehorsam oder Fluchtgefahr war er befugt, die Personen mit Unterstützung des herrschaftlichen [[Burggrafen]] oder der Schlosssoldaten im Gefängnis (wie dem Brummstall oder dem &amp;quot;Beckerskämmerchen&amp;quot; im [[Torturm|Weißen Turm (Torturm)]] festzusetzen.&lt;br /&gt;
* Das Verhör: Die Verhandlung wurde vom [[Amtmann]] des [[Amt Zons|Amtes Zons]] oder dessen persönlichem Stellvertreter, dem Amtsverwalter (Kommissar), geleitet. Zur Wahrung der Rechte des Kölner [[Domkapitel]]s saßen zudem der Zonser [[Schultheiß]], der [[Gerichtsschreiber]] sowie in der Regel zwei [[Schöffen]] des [[Schöffengericht|Zonser Gerichts]] mit am Tisch.&lt;br /&gt;
* Das Urteil: Die Beschuldigten wurden einzeln anhand des Brüchtenzettels vernommen. Sie konnten sich verteidigen oder Zeugen aufrufen. Nach der Beweisaufnahme fällte das Kollegium das Urteil, das entweder auf eine Freisprechung (Absolution) oder auf eine Geld- beziehungsweise Wachsstrafe lautete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abzuurteilende Delikte und der Mühlenzwang ==&lt;br /&gt;
Das Spektrum der im Brüchtenverhör verhandelten Fälle war breit gefächert und spiegelte den dörflich-kleinstädtischen Alltag des Amtes Zons wider. Zu den typischen Vergehen gehörten:&lt;br /&gt;
* Flur- und Forstdiebstahl: Das unerlaubte Schlagen von Holz im herrschaftlichen [[Stüttger Busch]] oder das Stehlen von Heu, Stroh und Getreide auf den Feldern.&lt;br /&gt;
* Gewalttaten und Beleidigungen: Kleinere Schlägereien, nächtliche Ruhestörungen (Nachtschwärmereien) und öffentliche Ehrenkränkungen (Scheltworte), insbesondere gegenüber herrschaftlichen Beamten.&lt;br /&gt;
* Verstöße gegen die Markt- und Gewerbeordnung: Das unbefugte Anbieten von Waren an den hergebrachten Markttagen, ungeeichte Maße und Gewichte bei den Metzgern und Bäckern sowie das widerrechtliche Ausschwefeln von Weinfässern ohne Zuzug des vereidigten Fassbinders.&lt;br /&gt;
* Missachtung des Mühlenbanns: Ein besonders häufiger Streitpunkt war der landesherrliche Mühlenzwang. Die Einwohner des Amtes Zons (einschließlich der [[Stürzelberg]]er und [[Horrem]]er) waren gesetzlich verpflichtet, ihr Getreide ausschließlich in der herrschaftlichen [[Windmühle|Zonser Windmühle]] mahlen zu lassen. Wer sein Korn heimlich zu auswärtigen Mühlen (etwa nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] oder auf die andere Rheinseite nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbach Urdenbach]) brachte, wurde im Brüchtenverhör mit empfindlichen Strafen belegt. Im Jahr 1582 versuchte beispielsweise der Graf von Neuenahr vergeblich, beim [[Domkapitel]] den Erlass einer solchen Brüchtenstrafe für seinen in [[Horrem]] ansässigen Halbpächter zu erwirken, der den Mühlenbann missachtet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Aufteilung der Brüchtengelder ==&lt;br /&gt;
Die Einnahmen aus den verhängten Bußen stellten einen festen und begehrten Posten im Haushalt des Amtes dar. Sie wurden nach einem festen Schlüssel aufgeteilt:&lt;br /&gt;
* 50 Prozent stand dem Amtmann zu.&lt;br /&gt;
* Die andere Hälfte fiel an den herrschenden Landesherrn. Nach der dauerhaften Verpfändung von Stadt und Amt Zons im Jahr 1463 an das Kölner [[Domkapitel]] flossen diese Gelder in die Kasse des Domstifts. Ab dem frühen 17. Jahrhundert wurden sie speziell dem sogenannten &#039;&#039;Officium Trium Regum&#039;&#039; (einer Kasse zur Finanzierung der Musik an der Dreikönigskapelle des [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Doms]) zugewiesen.&lt;br /&gt;
* Sporteln und Gebühren: Der [[Schultheiß]] erhielt für seine Mühen bei der Festsetzung und der oft mühsamen Vollstreckung und Pfändung der Strafgelder traditionell 10 Prozent der Gesamtsumme. Auch der [[Gerichtsschreiber]] und der [[Gerichtsbote]] erhielten feste Gebührenanteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Kosten, die durch die Entsendung der Kölner Deputierten und deren tägliche Aufwandsentschädigungen (Diäten) entstanden, reformierte das Domkapitel das Verfahren im Jahr 1733. Da die Diäten für die Räte, den Schultheißen, den Schreiber und die Schöffen die tatsächlich eingenommenen Strafgelder oft nahezu aufzehrten, wurde beschlossen, künftig keine kostspieligen Abordnungen mehr aus Köln zu entsenden und die Verhöre vor Ort durch den lokalen [[Schultheißen]] und den Amtsverwalter abwickeln zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Brüchtenstreit von 1633 ==&lt;br /&gt;
Da die Brüchtengelder eine wichtige Einnahmequelle darstellten, kam es im Laufe der Jahrhunderte wiederholt zu Kompetenzkonflikten zwischen den Amtmännern und dem Kölner Domkapitel. Der spektakulärste Fall ereignete sich im Sommer 1633, als der damalige [[Amtmann]], Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]], eigenmächtig und ohne Zuzug der domkapitularischen Deputierten ein Brüchtenverhör in Zons abhielt. Er vereinnahmte die gesamten Strafgelder für sich und unterschlug den dem Kapitel zustehenden Anteil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Domkapitel]] reagierte mit äußerster Schärfe, rügte das Vorgehen als illegalen Eingriff in seine Pfandrechte und erließ strenge Auflagen, die sicherstellten, dass künftig kein Verhör mehr ohne die Anwesenheit kapitularischer Kontrolleure stattfinden durfte. Zudem wurde der Zonser [[Schultheiß]] angewiesen, alle Akten und Protokolle der Brüchtenverhöre lückenlos nach [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] zur Prüfung einzusenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz. Düsseldorf 1973, S. 101–102&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4462</id>
		<title>Amtmann</title>
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		<updated>2026-08-27T18:28:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Amtmann&#039;&#039;&#039; (historisch auch &#039;&#039;officialis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Amtmeister&#039;&#039; genannt) war über Jahrhunderte hinweg der höchste landesherrliche Verwaltungs-, Justiz- und Militärbeamte im kurkölnischen [[Amt Zons]]. Er vertrat zunächst die landesherrliche Gewalt des Kölner Erzbischofs und ab der dauerhaften Verpfändung im Jahr 1463 faktisch als Unterherrschaft die Interessen des Kölner [[Domkapitel]]s. Seine Dienstwohnung befand sich auf [[Schloss Friedestrom]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörten die militärische Absicherung und Verteidigung der Stadt, die Rechtspflege (Gerichtswesen) sowie die Verwaltung des Amtes, dessen Sprengel neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]], das halbe Dorf [[Horrem]], den [[Heckhof]] und das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Über die Erhebung des [[Rheinzoll]]s und dessen Personal (Zollbeamte) besaß der Amtmann hingegen traditionell keinerlei Befugnisse, da der Zoll direkt vom [[Domkapitel]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit der Stadterhebung von Zons am 20. Dezember 1373 durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] wurde das bis dahin dörfliche Zons aus dem Sprengel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtes Hülchrath] herausgelöst und ein eigenständiger Verwaltungs- und Gerichtsbezirk – das [[Amt Zons]] – geschaffen. Die Funktion des Amtmanns war in der Frühzeit noch eng mit der des [[Schultheiß]]en (Vorsitzender des [[Schöffengericht|Gerichts]]) verknüpft, ehe sich im 15. Jahrhundert eine klare institutionelle Trennung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reich befestigte Zollfeste und erzbischöfliches Offenhaus (Residenz) besaß Zons eine herausragende strategische Bedeutung im Kölner Kurstaat. Das Amtmannsamt war daher ein prestigeträchtiger Posten mit erheblichen Einkünften und Befugnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Struktur und Besetzung des Amtes ==&lt;br /&gt;
Die soziale Herkunft der Zonser Amtmänner spiegelt die machtpolitischen Verschiebungen innerhalb des Kurstaates wider:&lt;br /&gt;
* Weltlicher Adel (14. und 15. Jahrhundert): In den ersten Jahrzehnten nach der Amtsgründung rekrutierten sich die Amtmänner ausschließlich aus dem weltlichen Adel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzstifts] (wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselrode_(Adelsgeschlecht) Geschlecht derer von Nesselrode]).&lt;br /&gt;
* Übergangsphase (frühes 16. Jahrhundert): In dieser Epoche wechselten sich weltliche Adelige und Domherren im Amt ab.&lt;br /&gt;
* Domkapitularische Exklusivität (ab Mitte des 16. Jahrhunderts): Bis zum Ende des Alten Reiches wurde das Amt schließlich ausnahmslos an Domherren (Edelkanoniker) des Kölner [[Domkapitel]]s vergeben. Es handelte sich meist um hochadelige Dignitären des Kapitels (Domdechanten, Dompröpste, Chorbischöfe) aus süddeutschem Hochadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
In der Frühzeit war der Amtmann verpflichtet, ständig auf der Zonser Burg (Schloss Friedestrom) zu residieren, um die militärische Bewachung persönlich zu leiten. Im Jahr 1533 wurde diese Pflicht verschärft: Der Amtmann durfte sich ohne Erlaubnis des [[Domkapitel]]s nicht länger als acht Tage von Zons entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die adligen Amtmänner jedoch zunehmend hohe Ämter an der Domkirche in Köln bekleideten, wurde die Residenzpflicht im Jahr 1574 (beim Amtsantritt des Chorbischofs Friedrich von Sachsen) gelockert und 1634 (unter Herzog Franz von Lothringen) gänzlich aus den Bestallungsurkunden gestrichen. Das Schloss stand dem Amtmann fortan nur noch bei seinen gelegentlichen Besuchen als Unterkunft zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Führung der Amtsgeschäfte vor Ort wurde daraufhin an einen Stellvertreter übertragen:&lt;br /&gt;
* Frühe Stellvertreter: Zunächst beauftragten die Amtmänner andere ansässige Kapitelbeamte in Zons (wie den [[Zöllner]] oder den [[Kellner]]) mit der Vertretung. So fungierte beispielsweise der [[Zöllner]] [[Heinrich de St. Georgio]] im 17. Jahrhundert als &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; des abwesenden Herzogs Franz von Lothringen.&lt;br /&gt;
* Professionelle Amtsverwalter (18. Jahrhundert): Zur besseren Kontrolle und Kommunikation setzte das [[Domkapitel]] im 18. Jahrhundert zunehmend eigene Syndici und Räte (ausgebildete Juristen) als Amtsverwalter (auch &amp;quot;amtsherrliche Kommissare&amp;quot; genannt) ein. Über Jahrzehnte lag diese Funktion in den Händen der Zonser Juristenfamilie Mappius ([[Johannes Paul Mappius|Johannes Paul]], [[Franz Bernhard Mappius|Franz Bernhard]] und [[Peter Joseph Mappius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben, Kompetenzen und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Kompetenzen des Amtmanns umfassten das Militärwesen, die allgemeine Verwaltung sowie die oberste Rechtspflege, blieben jedoch streng vom [[Rheinzoll]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Sicherung und Verteidigung ===&lt;br /&gt;
Der Amtmann war für die Verteidigungsbereitschaft der Festung, der Stadttore und des [[Rheinturm]]s verantwortlich. Er musste dafür Sorge tragen, dass stets ausreichend Munition und Proviant auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] vorhanden waren und die Tore pünktlich geschlossen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert oblag ihm die Verpflichtung, die Soldaten der Garnison sowie die Pförtner und Wächter auf eigene Kosten zu beköstigen und zu besolden, ehe diese Lasten im Zuge von Reformen direkt aus der Rheinzollkasse beglichen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herrengeding und die Rechtspflege ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche [[Herrengeding]] war die feierliche Gerichts- und Gemeindeversammlung des gesamten Amtes Zons (einschließlich [[Stürzelberg]]s und [[Horrem]]s), dem der Amtmann im Namen des [[Domkapitel]]s vorsaß. Da die Ratsstube im [[Rathaus]] die Menschenmassen nicht fassen konnte, tagte das [[Herrengeding]] traditionsgemäß unter freiem Himmel. Hier wurden allgemeine Verordnungen (wie die Anschaffung von ledernen Löscheimern nach dem Stadtbrand von 1737) verkündet, die Hoheitsrechte verlesen und Rügeverfahren durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Brüchtenverhör (Gerichtsbußen) ===&lt;br /&gt;
Die Festsetzung von Geld- und Sachstrafen (Brüchten) für kleinere Vergehen lag in der Zuständigkeit des Amtmanns. Da die Hälfte der Brüchteneinnahmen dem Amtmann persönlich zustand (die andere Hälfte fiel an das [[Domkapitel]]), kam es hierbei regelmäßig zu Kontrollen. Im 18. Jahrhundert entsandte das [[Domkapitel]] jährlich eigene Abordnungen zum [[Brüchtenverhör]], um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Appellationsgericht von 1639 ===&lt;br /&gt;
Zur Professionalisierung der Rechtspflege und zur Beilegung von Kompetenzstreitigkeiten errichtete der Amtmann im Jahr 1639 ein eigenes amtsherrliches Appellationsgericht in Zons, für das er einen studierten Juristen als Kommissar einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis zur Zonser Bürgerschaft ==&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen dem landesherrlichen Amtmann und den Zonser Bürgern war durch ein System wechselseitiger Pflichten geregelt:&lt;br /&gt;
* Der Huldigungseid: Bei Amtsantritt leistete die gesamte [[Bürger]]schaft (angeführt vom ältesten [[Schöffen]]) dem Amtmann einen feierlichen Treueid auf dem [[Marktplatz]]. Sie schworen Gehorsam, Respekt und die Abwehr von Schaden für den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* Schutz und Privilegien: Im Gegenzug gelobte der Amtmann, die Bürger in &amp;quot;gnädigen Schutz und Schirm&amp;quot; zu nehmen und sie bei ihren alten, verbrieften Privilegien zu erhalten.&lt;br /&gt;
* Kontrolle durch das Domkapitel: Um einen Machtmissbrauch des adligen Amtmanns gegenüber den Bürgern zu verhindern, durfte der Huldigungseid nur im Beisein von Deputierten des [[Domkapitel]]s geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikte und historische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
=== Der Handstreich Ruprechts (1471) und die Abwehr der Burgunder (1475) ===&lt;br /&gt;
Während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Oktober 1471 Zons gewaltsam, um das [[Domkapitel]] zur Bewilligung neuer Steuern zu zwingen. Entgegen anderslautenden Angaben in der Literatur gibt es keine eindeutige Quelle, die einen burgundischen Sturmversuch auf Zons im April 1475 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zonser Schweinefehde (1573) ===&lt;br /&gt;
Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Salentin_von_Isenburg Kurfürst Salentin von Isenburg] im Herbst 1573 Zons besetzte, um die Hoheit über den [[Rheinzoll]] zu erzwingen, verweigerte das [[Domkapitel]] die Herausgabe. Nach dem Abzug Salentins setzte das Kapitel den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Chorbischof Friedrich von Sachsen-Lauenburg] als Amtmann ein. Salentin reagierte mit Gewalt, scheiterte jedoch am Widerstand der Bürger und des neuen Amtmanns. Infolgedessen trieben Salentins Soldaten 50 Schweine aus der Herde des Amtmanns aus dem Mühlenbusch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hülchrath Hülchrath]) als Beute fort. Diese berühmte &amp;quot;[[Zonser Schweinefehde]]&amp;quot; endete erst, als Salentin dem Amtmann eine finanzielle Entschädigung leisten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brüchtenstreit von 1633 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1633 kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Amtmann Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]] und dem [[Domkapitel]]. Der Amtmann hatte eigenmächtig und ohne Hinzuziehung der domkapitularischen Deputierten ein [[Brüchtenverhör]] abgehalten und die gesamten Strafgelder für sich behalten. Das Kapitel rügte diesen klaren Verstoß gegen die Teilungsrechte scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Absicherung, Einkünfte und Vergünstigungen ==&lt;br /&gt;
Das Amt des Amtmanns war äußerst lukrativ und mit zahlreichen Natural- und Geldbezügen ausgestattet:&lt;br /&gt;
* Die alten Bezüge (15./16. Jahrhundert): Wilhelm von Nesselrode erhielt 1481 ein jährliches Gehalt von 380 Gulden, den Fuhrzoll, weitläufige Garten- und Weidelande, Holzrechte sowie die Jagd- und Fischereirechte im Amt. &lt;br /&gt;
* Die Bezüge des 17. Jahrhunderts: Dem Amtmann standen jährlich 300 Gulden, 66 Gulden für Brandholz und Kleidergeld, beträchtliche Getreidemengen (80 Malter Roggen, 80 Malter Gerste und 100 Malter Hafer) sowie 2.000 Schanzen (Reisigbündel) für die Beheizung des Schlosses zu.&lt;br /&gt;
* Transportprivilegien: Die Schiffer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] waren verpflichtet, alle für den Amtmann und seinen Haushalt bestimmten Güter kostenfrei nach Zons zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Pro Praesente&amp;quot;-Regelung des Domkapitels ===&lt;br /&gt;
Eine der wertvollsten Vergünstigungen für die adligen Amtmänner (da sie Domherren waren) war das kirchenrechtliche Privileg der Fiktivpräsenz: Wenn sie sich in Zons zur Erledigung von Amtsgeschäften aufhielten, wurden sie an der Domkirche in Köln als anwesend (&#039;&#039;pro praesente&#039;&#039;) geführt. Sie durften daher ihre vollen täglichen Präsenzgelder (Diäten) sowie ihre Erträge aus den Präbenden (Obedienzen) in Köln uneingeschränkt weiterbeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Besoldungsreform von 1712 ===&lt;br /&gt;
Da die Eintreibung der vielfältigen Natural- und Gefällerechte im 17. Jahrhundert zunehmend zu Reibungspunkten führte, reformierte das [[Domkapitel]] im Jahr 1712 die Besoldung: Alle städtischen und amtsherrlichen Abgaben (Gefälle) wurden fortan direkt in die Rheinzollkasse geleitet. Im Gegenzug erhielt der Amtmann eine feste vierteljährliche Zahlung von 90 Reichstalern (360 Reichstaler jährlich) sowie einen regelmäßigen Deputatposten an Wein aus der Zollkasse (&amp;quot;Herrenwein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background: transparent; border: none;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| (1382)&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Cuno&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (1392)&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Stephan von Hochstaden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| –1454&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Johann von Gymnich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1454 — 1461&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1461 — 1463&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Alef von der Recke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1463 — 1477&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (1472)&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Witgin van dem Broiche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1477 — 1481&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Stephan von Simmern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1481&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Hermann von Wied&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1491 — 1505&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Gerhard Quadt, Herr zu Landskron&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1506&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Andreas von Fischenich, gen. von Bell&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (1510)&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Heinrich Schall von Bell&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (1512)— 1518&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Thomas von Rheineck&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1518 — 1519&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Georg von Sayn-Witgenstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Johann von Eppstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1522 — 1533&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Vinzenz Laer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1533&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Jakob Rheingraf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| – 1540&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Reinhard von Leiningen-Westerburg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| – 1546&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Heinrich von Stolberg-Wernigerrode&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| (1549)—(1551)&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Albert Hontzeler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Hermann Quadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| – 1562&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Friedrich von Wied&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1562 — 1567&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Georg von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1567 — 1573&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Heinrich von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1573 — 1574&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Friedrich von Sachsen und Hermann Adolf von Solms (Verwalter)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1573 — 1586&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Friedrich von Sachsen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1586 — 1604&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Arnold von Manderscheid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1607 — 1634&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Wilhelm Salentin von Salm-Reifferscheid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634 — 1663&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Franz von Lothringen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mitte 17. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Heinrich de St. Georgio (Verwalter)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1663 — 1667&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Leopold Friedrich Truchseß&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1667 — 1667&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Franz Wilhelm Egon von Fürstenberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1667 — 1695&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Franz Bernhard von Nassau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1680er Jahre&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| [[Johannes Paul Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1695 — 1725&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Christian August von Sachsen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1725 — 1727&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Maximilian Philipp von Manderscheid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1727 — 1731&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Johann Friedrich von Manderscheid&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1731 — 1748&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Johann Fugger&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1748 — 1756&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Joseph von Königsegg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1757 — 1781&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| [[Franz Bernhard Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1756 — 1761&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Maximilian Friedrich von Königsegg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1761 — 1786&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Joseph Karl Wunibald Erbtruchsess&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1781 — 1792&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| [[Peter Joseph Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1786 — 1796&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Karl Aloys von Königsegg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1796 —&lt;br /&gt;
| :&lt;br /&gt;
| Ernst von Königsegg-Aulendorf&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 25: Zons.&#039;&#039; 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4461</id>
		<title>Amtmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4461"/>
		<updated>2026-08-27T18:25:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Amtmann&#039;&#039;&#039; (historisch auch &#039;&#039;officialis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Amtmeister&#039;&#039; genannt) war über Jahrhunderte hinweg der höchste landesherrliche Verwaltungs-, Justiz- und Militärbeamte im kurkölnischen [[Amt Zons]]. Er vertrat zunächst die landesherrliche Gewalt des Kölner Erzbischofs und ab der dauerhaften Verpfändung im Jahr 1463 faktisch als Unterherrschaft die Interessen des Kölner [[Domkapitel]]s. Seine Dienstwohnung befand sich auf [[Schloss Friedestrom]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörten die militärische Absicherung und Verteidigung der Stadt, die Rechtspflege (Gerichtswesen) sowie die Verwaltung des Amtes, dessen Sprengel neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]], das halbe Dorf [[Horrem]], den [[Heckhof]] und das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Über die Erhebung des [[Rheinzoll]]s und dessen Personal (Zollbeamte) besaß der Amtmann hingegen traditionell keinerlei Befugnisse, da der Zoll direkt vom [[Domkapitel]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit der Stadterhebung von Zons am 20. Dezember 1373 durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] wurde das bis dahin dörfliche Zons aus dem Sprengel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtes Hülchrath] herausgelöst und ein eigenständiger Verwaltungs- und Gerichtsbezirk – das [[Amt Zons]] – geschaffen. Die Funktion des Amtmanns war in der Frühzeit noch eng mit der des [[Schultheiß]]en (Vorsitzender des [[Schöffengericht|Gerichts]]) verknüpft, ehe sich im 15. Jahrhundert eine klare institutionelle Trennung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reich befestigte Zollfeste und erzbischöfliches Offenhaus (Residenz) besaß Zons eine herausragende strategische Bedeutung im Kölner Kurstaat. Das Amtmannsamt war daher ein prestigeträchtiger Posten mit erheblichen Einkünften und Befugnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Struktur und Besetzung des Amtes ==&lt;br /&gt;
Die soziale Herkunft der Zonser Amtmänner spiegelt die machtpolitischen Verschiebungen innerhalb des Kurstaates wider:&lt;br /&gt;
* Weltlicher Adel (14. und 15. Jahrhundert): In den ersten Jahrzehnten nach der Amtsgründung rekrutierten sich die Amtmänner ausschließlich aus dem weltlichen Adel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzstifts] (wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselrode_(Adelsgeschlecht) Geschlecht derer von Nesselrode]).&lt;br /&gt;
* Übergangsphase (frühes 16. Jahrhundert): In dieser Epoche wechselten sich weltliche Adelige und Domherren im Amt ab.&lt;br /&gt;
* Domkapitularische Exklusivität (ab Mitte des 16. Jahrhunderts): Bis zum Ende des Alten Reiches wurde das Amt schließlich ausnahmslos an Domherren (Edelkanoniker) des Kölner [[Domkapitel]]s vergeben. Es handelte sich meist um hochadelige Dignitären des Kapitels (Domdechanten, Dompröpste, Chorbischöfe) aus süddeutschem Hochadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
In der Frühzeit war der Amtmann verpflichtet, ständig auf der Zonser Burg (Schloss Friedestrom) zu residieren, um die militärische Bewachung persönlich zu leiten. Im Jahr 1533 wurde diese Pflicht verschärft: Der Amtmann durfte sich ohne Erlaubnis des [[Domkapitel]]s nicht länger als acht Tage von Zons entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die adligen Amtmänner jedoch zunehmend hohe Ämter an der Domkirche in Köln bekleideten, wurde die Residenzpflicht im Jahr 1574 (beim Amtsantritt des Chorbischofs Friedrich von Sachsen) gelockert und 1634 (unter Herzog Franz von Lothringen) gänzlich aus den Bestallungsurkunden gestrichen. Das Schloss stand dem Amtmann fortan nur noch bei seinen gelegentlichen Besuchen als Unterkunft zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Führung der Amtsgeschäfte vor Ort wurde daraufhin an einen Stellvertreter übertragen:&lt;br /&gt;
* Frühe Stellvertreter: Zunächst beauftragten die Amtmänner andere ansässige Kapitelbeamte in Zons (wie den [[Zöllner]] oder den [[Kellner]]) mit der Vertretung. So fungierte beispielsweise der [[Zöllner]] [[Heinrich de St. Georgio]] im 17. Jahrhundert als &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; des abwesenden Herzogs Franz von Lothringen.&lt;br /&gt;
* Professionelle Amtsverwalter (18. Jahrhundert): Zur besseren Kontrolle und Kommunikation setzte das [[Domkapitel]] im 18. Jahrhundert zunehmend eigene Syndici und Räte (ausgebildete Juristen) als Amtsverwalter (auch &amp;quot;amtsherrliche Kommissare&amp;quot; genannt) ein. Über Jahrzehnte lag diese Funktion in den Händen der Zonser Juristenfamilie Mappius ([[Johannes Paul Mappius|Johannes Paul]], [[Franz Bernhard Mappius|Franz Bernhard]] und [[Peter Joseph Mappius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben, Kompetenzen und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Kompetenzen des Amtmanns umfassten das Militärwesen, die allgemeine Verwaltung sowie die oberste Rechtspflege, blieben jedoch streng vom [[Rheinzoll]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Sicherung und Verteidigung ===&lt;br /&gt;
Der Amtmann war für die Verteidigungsbereitschaft der Festung, der Stadttore und des [[Rheinturm]]s verantwortlich. Er musste dafür Sorge tragen, dass stets ausreichend Munition und Proviant auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] vorhanden waren und die Tore pünktlich geschlossen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert oblag ihm die Verpflichtung, die Soldaten der Garnison sowie die Pförtner und Wächter auf eigene Kosten zu beköstigen und zu besolden, ehe diese Lasten im Zuge von Reformen direkt aus der Rheinzollkasse beglichen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herrengeding und die Rechtspflege ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche [[Herrengeding]] war die feierliche Gerichts- und Gemeindeversammlung des gesamten Amtes Zons (einschließlich [[Stürzelberg]]s und [[Horrem]]s), dem der Amtmann im Namen des [[Domkapitel]]s vorsaß. Da die Ratsstube im [[Rathaus]] die Menschenmassen nicht fassen konnte, tagte das [[Herrengeding]] traditionsgemäß unter freiem Himmel. Hier wurden allgemeine Verordnungen (wie die Anschaffung von ledernen Löscheimern nach dem Stadtbrand von 1737) verkündet, die Hoheitsrechte verlesen und Rügeverfahren durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Brüchtenverhör (Gerichtsbußen) ===&lt;br /&gt;
Die Festsetzung von Geld- und Sachstrafen (Brüchten) für kleinere Vergehen lag in der Zuständigkeit des Amtmanns. Da die Hälfte der Brüchteneinnahmen dem Amtmann persönlich zustand (die andere Hälfte fiel an das [[Domkapitel]]), kam es hierbei regelmäßig zu Kontrollen. Im 18. Jahrhundert entsandte das [[Domkapitel]] jährlich eigene Abordnungen zum [[Brüchtenverhör]], um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Appellationsgericht von 1639 ===&lt;br /&gt;
Zur Professionalisierung der Rechtspflege und zur Beilegung von Kompetenzstreitigkeiten errichtete der Amtmann im Jahr 1639 ein eigenes amtsherrliches Appellationsgericht in Zons, für das er einen studierten Juristen als Kommissar einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis zur Zonser Bürgerschaft ==&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen dem landesherrlichen Amtmann und den Zonser Bürgern war durch ein System wechselseitiger Pflichten geregelt:&lt;br /&gt;
* Der Huldigungseid: Bei Amtsantritt leistete die gesamte [[Bürger]]schaft (angeführt vom ältesten [[Schöffen]]) dem Amtmann einen feierlichen Treueid auf dem [[Marktplatz]]. Sie schworen Gehorsam, Respekt und die Abwehr von Schaden für den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* Schutz und Privilegien: Im Gegenzug gelobte der Amtmann, die Bürger in &amp;quot;gnädigen Schutz und Schirm&amp;quot; zu nehmen und sie bei ihren alten, verbrieften Privilegien zu erhalten.&lt;br /&gt;
* Kontrolle durch das Domkapitel: Um einen Machtmissbrauch des adligen Amtmanns gegenüber den Bürgern zu verhindern, durfte der Huldigungseid nur im Beisein von Deputierten des [[Domkapitel]]s geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikte und historische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
=== Der Handstreich Ruprechts (1471) und die Abwehr der Burgunder (1475) ===&lt;br /&gt;
Während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Oktober 1471 Zons gewaltsam, um das [[Domkapitel]] zur Bewilligung neuer Steuern zu zwingen. Entgegen anderslautenden Angaben in der Literatur gibt es keine eindeutige Quelle, die einen burgundischen Sturmversuch auf Zons im April 1475 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zonser Schweinefehde (1573) ===&lt;br /&gt;
Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Salentin_von_Isenburg Kurfürst Salentin von Isenburg] im Herbst 1573 Zons besetzte, um die Hoheit über den [[Rheinzoll]] zu erzwingen, verweigerte das [[Domkapitel]] die Herausgabe. Nach dem Abzug Salentins setzte das Kapitel den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Chorbischof Friedrich von Sachsen-Lauenburg] als Amtmann ein. Salentin reagierte mit Gewalt, scheiterte jedoch am Widerstand der Bürger und des neuen Amtmanns. Infolgedessen trieben Salentins Soldaten 50 Schweine aus der Herde des Amtmanns aus dem Mühlenbusch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hülchrath Hülchrath]) als Beute fort. Diese berühmte &amp;quot;[[Zonser Schweinefehde]]&amp;quot; endete erst, als Salentin dem Amtmann eine finanzielle Entschädigung leisten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brüchtenstreit von 1633 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1633 kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Amtmann Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]] und dem [[Domkapitel]]. Der Amtmann hatte eigenmächtig und ohne Hinzuziehung der domkapitularischen Deputierten ein [[Brüchtenverhör]] abgehalten und die gesamten Strafgelder für sich behalten. Das Kapitel rügte diesen klaren Verstoß gegen die Teilungsrechte scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Absicherung, Einkünfte und Vergünstigungen ==&lt;br /&gt;
Das Amt des Amtmanns war äußerst lukrativ und mit zahlreichen Natural- und Geldbezügen ausgestattet:&lt;br /&gt;
* Die alten Bezüge (15./16. Jahrhundert): Wilhelm von Nesselrode erhielt 1481 ein jährliches Gehalt von 380 Gulden, den Fuhrzoll, weitläufige Garten- und Weidelande, Holzrechte sowie die Jagd- und Fischereirechte im Amt. &lt;br /&gt;
* Die Bezüge des 17. Jahrhunderts: Dem Amtmann standen jährlich 300 Gulden, 66 Gulden für Brandholz und Kleidergeld, beträchtliche Getreidemengen (80 Malter Roggen, 80 Malter Gerste und 100 Malter Hafer) sowie 2.000 Schanzen (Reisigbündel) für die Beheizung des Schlosses zu.&lt;br /&gt;
* Transportprivilegien: Die Schiffer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] waren verpflichtet, alle für den Amtmann und seinen Haushalt bestimmten Güter kostenfrei nach Zons zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Pro Praesente&amp;quot;-Regelung des Domkapitels ===&lt;br /&gt;
Eine der wertvollsten Vergünstigungen für die adligen Amtmänner (da sie Domherren waren) war das kirchenrechtliche Privileg der Fiktivpräsenz: Wenn sie sich in Zons zur Erledigung von Amtsgeschäften aufhielten, wurden sie an der Domkirche in Köln als anwesend (&#039;&#039;pro praesente&#039;&#039;) geführt. Sie durften daher ihre vollen täglichen Präsenzgelder (Diäten) sowie ihre Erträge aus den Präbenden (Obedienzen) in Köln uneingeschränkt weiterbeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Besoldungsreform von 1712 ===&lt;br /&gt;
Da die Eintreibung der vielfältigen Natural- und Gefällerechte im 17. Jahrhundert zunehmend zu Reibungspunkten führte, reformierte das [[Domkapitel]] im Jahr 1712 die Besoldung: Alle städtischen und amtsherrlichen Abgaben (Gefälle) wurden fortan direkt in die Rheinzollkasse geleitet. Im Gegenzug erhielt der Amtmann eine feste vierteljährliche Zahlung von 90 Reichstalern (360 Reichstaler jährlich) sowie einen regelmäßigen Deputatposten an Wein aus der Zollkasse (&amp;quot;Herrenwein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1382)                : Cuno&lt;br /&gt;
(1392)                : Stephan von Hochstaden&lt;br /&gt;
–1454                 : Johann von Gymnich&lt;br /&gt;
1454 — 1461           : Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
1461 — 1463           : Alef von der Recke&lt;br /&gt;
1463 — 1477           : Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
(1472)                : Witgin van dem Broiche&lt;br /&gt;
1477 — 1481           : Stephan von Simmern&lt;br /&gt;
1481                  : Hermann von Wied&lt;br /&gt;
1491 — 1505           : Gerhard Quadt, Herr zu Landskron&lt;br /&gt;
1506                  : Andreas von Fischenich, gen. von Bell&lt;br /&gt;
(1510)                : Heinrich Schall von Bell&lt;br /&gt;
(1512)— 1518          : Thomas von Rheineck&lt;br /&gt;
1518 — 1519           : Georg von Sayn-Witgenstein&lt;br /&gt;
1519                  : Johann von Eppstein&lt;br /&gt;
1522 — 1533           : Vinzenz Laer&lt;br /&gt;
1533                  : Jakob Rheingraf&lt;br /&gt;
– 1540                : Reinhard von Leiningen-Westerburg&lt;br /&gt;
– 1546                : Heinrich von Stolberg-Wernigerrode&lt;br /&gt;
(1549)—(1551)         : Albert Hontzeler&lt;br /&gt;
1555                  : Hermann Quadt&lt;br /&gt;
– 1562                : Friedrich von Wied&lt;br /&gt;
1562 — 1567           : Georg von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
1567 — 1573           : Heinrich von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
1573 — 1574           : Friedrich von Sachsen und Hermann Adolf von Solms (Verwalter)&lt;br /&gt;
1573 — 1586           : Friedrich von Sachsen&lt;br /&gt;
1586 — 1604           : Arnold von Manderscheid&lt;br /&gt;
1607 — 1634           : Wilhelm Salentin von Salm-Reifferscheid&lt;br /&gt;
1634 — 1663           : Franz von Lothringen&lt;br /&gt;
Mitte 17. Jahrhundert : Heinrich de St. Georgio (Verwalter)&lt;br /&gt;
1663 — 1667           : Leopold Friedrich Truchseß&lt;br /&gt;
1667 — 1667           : Franz Wilhelm Egon von Fürstenberg&lt;br /&gt;
1667 — 1695           : Franz Bernhard von Nassau&lt;br /&gt;
1680er Jahre          : [[Johannes Paul Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
1695 — 1725           : Christian August von Sachsen&lt;br /&gt;
1725 — 1727           : Maximilian Philipp von Manderscheid&lt;br /&gt;
1727 — 1731           : Johann Friedrich von Manderscheid&lt;br /&gt;
1731 — 1748           : Johann Fugger&lt;br /&gt;
1748 — 1756           : Joseph von Königsegg&lt;br /&gt;
1757 — 1781           : [[Franz Bernhard Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
1756 — 1761           : Maximilian Friedrich von Königsegg&lt;br /&gt;
1761 — 1786           : Joseph Karl Wunibald Erbtruchsess&lt;br /&gt;
1781 — 1792           : [[Peter Joseph Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
1786 — 1796           : Karl Aloys von Königsegg&lt;br /&gt;
1796 —                : Ernst von Königsegg-Aulendorf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 25: Zons.&#039;&#039; 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Brüchtenverhör</title>
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		<updated>2026-08-27T18:21:36Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<title>Johannes Paul Mappius</title>
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		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Amtmann</title>
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		<updated>2026-08-27T18:20:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Amtmann&#039;&#039;&#039; (historisch auch &#039;&#039;officialis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Amtmeister&#039;&#039; genannt) war über Jahrhunderte hinweg der höchste landesherrliche Verwaltungs-, Justiz- und Militärbeamte im kurkölnischen [[Amt Zons]]. Er vertrat zunächst die landesherrliche Gewalt des Kölner Erzbischofs und ab der dauerhaften Verpfändung im Jahr 1463 faktisch als Unterherrschaft die Interessen des Kölner [[Domkapitel]]s. Seine Dienstwohnung befand sich auf [[Schloss Friedestrom]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörten die militärische Absicherung und Verteidigung der Stadt, die Rechtspflege (Gerichtswesen) sowie die Verwaltung des Amtes, dessen Sprengel neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]], das halbe Dorf [[Horrem]], den [[Heckhof]] und das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Über die Erhebung des [[Rheinzoll]]s und dessen Personal (Zollbeamte) besaß der Amtmann hingegen traditionell keinerlei Befugnisse, da der Zoll direkt vom [[Domkapitel]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit der Stadterhebung von Zons am 20. Dezember 1373 durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] wurde das bis dahin dörfliche Zons aus dem Sprengel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtes Hülchrath] herausgelöst und ein eigenständiger Verwaltungs- und Gerichtsbezirk – das [[Amt Zons]] – geschaffen. Die Funktion des Amtmanns war in der Frühzeit noch eng mit der des [[Schultheiß]]en (Vorsitzender des [[Schöffengericht|Gerichts]]) verknüpft, ehe sich im 15. Jahrhundert eine klare institutionelle Trennung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reich befestigte Zollfeste und erzbischöfliches Offenhaus (Residenz) besaß Zons eine herausragende strategische Bedeutung im Kölner Kurstaat. Das Amtmannsamt war daher ein prestigeträchtiger Posten mit erheblichen Einkünften und Befugnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Struktur und Besetzung des Amtes ==&lt;br /&gt;
Die soziale Herkunft der Zonser Amtmänner spiegelt die machtpolitischen Verschiebungen innerhalb des Kurstaates wider:&lt;br /&gt;
* Weltlicher Adel (14. und 15. Jahrhundert): In den ersten Jahrzehnten nach der Amtsgründung rekrutierten sich die Amtmänner ausschließlich aus dem weltlichen Adel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzstifts] (wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselrode_(Adelsgeschlecht) Geschlecht derer von Nesselrode]).&lt;br /&gt;
* Übergangsphase (frühes 16. Jahrhundert): In dieser Epoche wechselten sich weltliche Adelige und Domherren im Amt ab.&lt;br /&gt;
* Domkapitularische Exklusivität (ab Mitte des 16. Jahrhunderts): Bis zum Ende des Alten Reiches wurde das Amt schließlich ausnahmslos an Domherren (Edelkanoniker) des Kölner [[Domkapitel]]s vergeben. Es handelte sich meist um hochadelige Dignitären des Kapitels (Domdechanten, Dompröpste, Chorbischöfe) aus süddeutschem Hochadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
In der Frühzeit war der Amtmann verpflichtet, ständig auf der Zonser Burg (Schloss Friedestrom) zu residieren, um die militärische Bewachung persönlich zu leiten. Im Jahr 1533 wurde diese Pflicht verschärft: Der Amtmann durfte sich ohne Erlaubnis des [[Domkapitel]]s nicht länger als acht Tage von Zons entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die adligen Amtmänner jedoch zunehmend hohe Ämter an der Domkirche in Köln bekleideten, wurde die Residenzpflicht im Jahr 1574 (beim Amtsantritt des Chorbischofs Friedrich von Sachsen) gelockert und 1634 (unter Herzog Franz von Lothringen) gänzlich aus den Bestallungsurkunden gestrichen. Das Schloss stand dem Amtmann fortan nur noch bei seinen gelegentlichen Besuchen als Unterkunft zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Führung der Amtsgeschäfte vor Ort wurde daraufhin an einen Stellvertreter übertragen:&lt;br /&gt;
* Frühe Stellvertreter: Zunächst beauftragten die Amtmänner andere ansässige Kapitelbeamte in Zons (wie den [[Zöllner]] oder den [[Kellner]]) mit der Vertretung. So fungierte beispielsweise der [[Zöllner]] [[Heinrich de St. Georgio]] im 17. Jahrhundert als &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; des abwesenden Herzogs Franz von Lothringen.&lt;br /&gt;
* Professionelle Amtsverwalter (18. Jahrhundert): Zur besseren Kontrolle und Kommunikation setzte das [[Domkapitel]] im 18. Jahrhundert zunehmend eigene Syndici und Räte (ausgebildete Juristen) als Amtsverwalter (auch &amp;quot;amtsherrliche Kommissare&amp;quot; genannt) ein. Über Jahrzehnte lag diese Funktion in den Händen der Zonser Juristenfamilie Mappius ([[Johannes Paul Mappius|Johannes Paul]], [[Franz Bernhard Mappius|Franz Bernhard]] und [[Peter Joseph Mappius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben, Kompetenzen und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Kompetenzen des Amtmanns umfassten das Militärwesen, die allgemeine Verwaltung sowie die oberste Rechtspflege, blieben jedoch streng vom [[Rheinzoll]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Sicherung und Verteidigung ===&lt;br /&gt;
Der Amtmann war für die Verteidigungsbereitschaft der Festung, der Stadttore und des [[Rheinturm]]s verantwortlich. Er musste dafür Sorge tragen, dass stets ausreichend Munition und Proviant auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] vorhanden waren und die Tore pünktlich geschlossen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert oblag ihm die Verpflichtung, die Soldaten der Garnison sowie die Pförtner und Wächter auf eigene Kosten zu beköstigen und zu besolden, ehe diese Lasten im Zuge von Reformen direkt aus der Rheinzollkasse beglichen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herrengeding und die Rechtspflege ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche [[Herrengeding]] war die feierliche Gerichts- und Gemeindeversammlung des gesamten Amtes Zons (einschließlich [[Stürzelberg]]s und [[Horrem]]s), dem der Amtmann im Namen des [[Domkapitel]]s vorsaß. Da die Ratsstube im [[Rathaus]] die Menschenmassen nicht fassen konnte, tagte das [[Herrengeding]] traditionsgemäß unter freiem Himmel. Hier wurden allgemeine Verordnungen (wie die Anschaffung von ledernen Löscheimern nach dem Stadtbrand von 1737) verkündet, die Hoheitsrechte verlesen und Rügeverfahren durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Brüchtenverhör (Gerichtsbußen) ===&lt;br /&gt;
Die Festsetzung von Geld- und Sachstrafen (Brüchten) für kleinere Vergehen lag in der Zuständigkeit des Amtmanns. Da die Hälfte der Brüchteneinnahmen dem Amtmann persönlich zustand (die andere Hälfte fiel an das [[Domkapitel]]), kam es hierbei regelmäßig zu Kontrollen. Im 18. Jahrhundert entsandte das [[Domkapitel]] jährlich eigene Abordnungen zum [[Brüchtenverhör]], um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Appellationsgericht von 1639 ===&lt;br /&gt;
Zur Professionalisierung der Rechtspflege und zur Beilegung von Kompetenzstreitigkeiten errichtete der Amtmann im Jahr 1639 ein eigenes amtsherrliches Appellationsgericht in Zons, für das er einen studierten Juristen als Kommissar einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis zur Zonser Bürgerschaft ==&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen dem landesherrlichen Amtmann und den Zonser Bürgern war durch ein System wechselseitiger Pflichten geregelt:&lt;br /&gt;
* Der Huldigungseid: Bei Amtsantritt leistete die gesamte [[Bürger]]schaft (angeführt vom ältesten [[Schöffen]]) dem Amtmann einen feierlichen Treueid auf dem [[Marktplatz]]. Sie schworen Gehorsam, Respekt und die Abwehr von Schaden für den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* Schutz und Privilegien: Im Gegenzug gelobte der Amtmann, die Bürger in &amp;quot;gnädigen Schutz und Schirm&amp;quot; zu nehmen und sie bei ihren alten, verbrieften Privilegien zu erhalten.&lt;br /&gt;
* Kontrolle durch das Domkapitel: Um einen Machtmissbrauch des adligen Amtmanns gegenüber den Bürgern zu verhindern, durfte der Huldigungseid nur im Beisein von Deputierten des [[Domkapitel]]s geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikte und historische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
=== Der Handstreich Ruprechts (1471) und die Abwehr der Burgunder (1475) ===&lt;br /&gt;
Während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Oktober 1471 Zons gewaltsam, um das [[Domkapitel]] zur Bewilligung neuer Steuern zu zwingen. Entgegen anderslautenden Angaben in der Literatur gibt es keine eindeutige Quelle, die einen burgundischen Sturmversuch auf Zons im April 1475 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zonser Schweinefehde (1573) ===&lt;br /&gt;
Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Salentin_von_Isenburg Kurfürst Salentin von Isenburg] im Herbst 1573 Zons besetzte, um die Hoheit über den [[Rheinzoll]] zu erzwingen, verweigerte das [[Domkapitel]] die Herausgabe. Nach dem Abzug Salentins setzte das Kapitel den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Chorbischof Friedrich von Sachsen-Lauenburg] als Amtmann ein. Salentin reagierte mit Gewalt, scheiterte jedoch am Widerstand der Bürger und des neuen Amtmanns. Infolgedessen trieben Salentins Soldaten 50 Schweine aus der Herde des Amtmanns aus dem Mühlenbusch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hülchrath Hülchrath]) als Beute fort. Diese berühmte &amp;quot;[[Zonser Schweinefehde]]&amp;quot; endete erst, als Salentin dem Amtmann eine finanzielle Entschädigung leisten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brüchtenstreit von 1633 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1633 kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Amtmann Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]] und dem [[Domkapitel]]. Der Amtmann hatte eigenmächtig und ohne Hinzuziehung der domkapitularischen Deputierten ein [[Brüchtenverhör]] abgehalten und die gesamten Strafgelder für sich behalten. Das Kapitel rügte diesen klaren Verstoß gegen die Teilungsrechte scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Absicherung, Einkünfte und Vergünstigungen ==&lt;br /&gt;
Das Amt des Amtmanns war äußerst lukrativ und mit zahlreichen Natural- und Geldbezügen ausgestattet:&lt;br /&gt;
* Die alten Bezüge (15./16. Jahrhundert): Wilhelm von Nesselrode erhielt 1481 ein jährliches Gehalt von 380 Gulden, den Fuhrzoll, weitläufige Garten- und Weidelande, Holzrechte sowie die Jagd- und Fischereirechte im Amt. &lt;br /&gt;
* Die Bezüge des 17. Jahrhunderts: Dem Amtmann standen jährlich 300 Gulden, 66 Gulden für Brandholz und Kleidergeld, beträchtliche Getreidemengen (80 Malter Roggen, 80 Malter Gerste und 100 Malter Hafer) sowie 2.000 Schanzen (Reisigbündel) für die Beheizung des Schlosses zu.&lt;br /&gt;
* Transportprivilegien: Die Schiffer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] waren verpflichtet, alle für den Amtmann und seinen Haushalt bestimmten Güter kostenfrei nach Zons zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Pro Praesente&amp;quot;-Regelung des Domkapitels ===&lt;br /&gt;
Eine der wertvollsten Vergünstigungen für die adligen Amtmänner (da sie Domherren waren) war das kirchenrechtliche Privileg der Fiktivpräsenz: Wenn sie sich in Zons zur Erledigung von Amtsgeschäften aufhielten, wurden sie an der Domkirche in Köln als anwesend (&#039;&#039;pro praesente&#039;&#039;) geführt. Sie durften daher ihre vollen täglichen Präsenzgelder (Diäten) sowie ihre Erträge aus den Präbenden (Obedienzen) in Köln uneingeschränkt weiterbeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Besoldungsreform von 1712 ===&lt;br /&gt;
Da die Eintreibung der vielfältigen Natural- und Gefällerechte im 17. Jahrhundert zunehmend zu Reibungspunkten führte, reformierte das [[Domkapitel]] im Jahr 1712 die Besoldung: Alle städtischen und amtsherrlichen Abgaben (Gefälle) wurden fortan direkt in die Rheinzollkasse geleitet. Im Gegenzug erhielt der Amtmann eine feste vierteljährliche Zahlung von 90 Reichstalern (360 Reichstaler jährlich) sowie einen regelmäßigen Deputatposten an Wein aus der Zollkasse (&amp;quot;Herrenwein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
* (1382) – Cuno&lt;br /&gt;
* (1392) – Stephan von Hochstaden&lt;br /&gt;
* –1454 – Johann von Gymnich&lt;br /&gt;
* 1454 — 1461 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* 1461 — 1463 – Alef von der Recke&lt;br /&gt;
* 1463 — 1477 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* (1472) – Witgin van dem Broiche&lt;br /&gt;
* 1477 — 1481 – Stephan von Simmern&lt;br /&gt;
* 1481 – Hermann von Wied&lt;br /&gt;
* 1491 — 1505 – Gerhard Quadt, Herr zu Landskron&lt;br /&gt;
* 1506 – Andreas von Fischenich, gen. von Bell&lt;br /&gt;
* (1510) – Heinrich Schall von Bell&lt;br /&gt;
* (1512)— 1518 – Thomas von Rheineck&lt;br /&gt;
* 1518 — 1519 – Georg von Sayn-Witgenstein&lt;br /&gt;
* 1519 – Johann von Eppstein&lt;br /&gt;
* 1522 — 1533 – Vinzenz Laer&lt;br /&gt;
* 1533 – Jakob Rheingraf&lt;br /&gt;
* – 1540 – Reinhard von Leiningen-Westerburg&lt;br /&gt;
* – 1546 – Heinrich von Stolberg-Wernigerrode&lt;br /&gt;
* (1549)—(1551) – Albert Hontzeler&lt;br /&gt;
* 1555 – Hermann Quadt&lt;br /&gt;
* – 1562 – Friedrich von Wied&lt;br /&gt;
* 1562 — 1567 – Georg von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1567 — 1573 – Heinrich von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1573 — 1574 – Friedrich von Sachsen und Hermann Adolf von Solms (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1573 — 1586 – Friedrich von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1586 — 1604 – Arnold von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1607 — 1634 – Wilhelm Salentin von Salm-Reifferscheid&lt;br /&gt;
* 1634 — 1663 – Franz von Lothringen&lt;br /&gt;
* Mitte 17. Jahrhundert – Heinrich de St. Georgio (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1663 — 1667 – Leopold Friedrich Truchseß&lt;br /&gt;
* 1667 — 1667 – Franz Wilhelm Egon von Fürstenberg&lt;br /&gt;
* 1667 — 1695 – Franz Bernhard von Nassau&lt;br /&gt;
* 1680er Jahre – [[Johannes Paul Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1695 — 1725 – Christian August von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1725 — 1727 – Maximilian Philipp von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1727 — 1731 – Johann Friedrich von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1731 — 1748 – Johann Fugger&lt;br /&gt;
* 1748 — 1756 – Joseph von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1757 — 1781 – [[Franz Bernhard Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1756 — 1761 – Maximilian Friedrich von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1761 — 1786 – Joseph Karl Wunibald Erbtruchsess&lt;br /&gt;
* 1781 — 1792 – [[Peter Joseph Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1786 — 1796 – Karl Aloys von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1796 — – Ernst von Königsegg-Aulendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 25: Zons.&#039;&#039; 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4457</id>
		<title>Amtmann</title>
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		<updated>2026-08-27T18:19:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Amtmann&#039;&#039;&#039; (historisch auch &#039;&#039;officialis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Amtmeister&#039;&#039; genannt) war über Jahrhunderte hinweg der höchste landesherrliche Verwaltungs-, Justiz- und Militärbeamte im kurkölnischen [[Amt Zons]]. Er vertrat zunächst die landesherrliche Gewalt des Kölner Erzbischofs und ab der dauerhaften Verpfändung im Jahr 1463 faktisch als Unterherrschaft die Interessen des Kölner [[Domkapitel]]s. Seine Dienstwohnung befand sich auf [[Schloss Friedestrom]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörten die militärische Absicherung und Verteidigung der Stadt, die Rechtspflege (Gerichtswesen) sowie die Verwaltung des Amtes, dessen Sprengel neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]], das halbe Dorf [[Horrem]], den [[Heckhof]] und das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Über die Erhebung des [[Rheinzoll]]s und dessen Personal (Zollbeamte) besaß der Amtmann hingegen traditionell keinerlei Befugnisse, da der Zoll direkt vom [[Domkapitel]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit der Stadterhebung von Zons am 20. Dezember 1373 durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] wurde das bis dahin dörfliche Zons aus dem Sprengel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtes Hülchrath] herausgelöst und ein eigenständiger Verwaltungs- und Gerichtsbezirk – das [[Amt Zons]] – geschaffen. Die Funktion des Amtmanns war in der Frühzeit noch eng mit der des [[Schultheiß]]en (Vorsitzender des [[Schöffengericht|Gerichts]]) verknüpft, ehe sich im 15. Jahrhundert eine klare institutionelle Trennung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reich befestigte Zollfeste und erzbischöfliches Offenhaus (Residenz) besaß Zons eine herausragende strategische Bedeutung im Kölner Kurstaat. Das Amtmannsamt war daher ein prestigeträchtiger Posten mit erheblichen Einkünften und Befugnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Struktur und Besetzung des Amtes ==&lt;br /&gt;
Die soziale Herkunft der Zonser Amtmänner spiegelt die machtpolitischen Verschiebungen innerhalb des Kurstaates wider:&lt;br /&gt;
* Weltlicher Adel (14. und 15. Jahrhundert): In den ersten Jahrzehnten nach der Amtsgründung rekrutierten sich die Amtmänner ausschließlich aus dem weltlichen Adel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzstifts] (wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselrode_(Adelsgeschlecht) Geschlecht derer von Nesselrode]).&lt;br /&gt;
* Übergangsphase (frühes 16. Jahrhundert): In dieser Epoche wechselten sich weltliche Adelige und Domherren im Amt ab.&lt;br /&gt;
* Domkapitularische Exklusivität (ab Mitte des 16. Jahrhunderts): Bis zum Ende des Alten Reiches wurde das Amt schließlich ausnahmslos an Domherren (Edelkanoniker) des Kölner [[Domkapitel]]s vergeben. Es handelte sich meist um hochadelige Dignitären des Kapitels (Domdechanten, Dompröpste, Chorbischöfe) aus süddeutschem Hochadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
In der Frühzeit war der Amtmann verpflichtet, ständig auf der Zonser Burg (Schloss Friedestrom) zu residieren, um die militärische Bewachung persönlich zu leiten. Im Jahr 1533 wurde diese Pflicht verschärft: Der Amtmann durfte sich ohne Erlaubnis des [[Domkapitel]]s nicht länger als acht Tage von Zons entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die adligen Amtmänner jedoch zunehmend hohe Ämter an der Domkirche in Köln bekleideten, wurde die Residenzpflicht im Jahr 1574 (beim Amtsantritt des Chorbischofs Friedrich von Sachsen) gelockert und 1634 (unter Herzog Franz von Lothringen) gänzlich aus den Bestallungsurkunden gestrichen. Das Schloss stand dem Amtmann fortan nur noch bei seinen gelegentlichen Besuchen als Unterkunft zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Führung der Amtsgeschäfte vor Ort wurde daraufhin an einen Stellvertreter übertragen:&lt;br /&gt;
* Frühe Stellvertreter: Zunächst beauftragten die Amtmänner andere ansässige Kapitelbeamte in Zons (wie den [[Zöllner]] oder den [[Kellner]]) mit der Vertretung. So fungierte beispielsweise der [[Zöllner]] [[Heinrich de St. Georgio]] im 17. Jahrhundert als &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; des abwesenden Herzogs Franz von Lothringen.&lt;br /&gt;
* Professionelle Amtsverwalter (18. Jahrhundert): Zur besseren Kontrolle und Kommunikation setzte das [[Domkapitel]] im 18. Jahrhundert zunehmend eigene Syndici und Räte (ausgebildete Juristen) als Amtsverwalter (auch &amp;quot;amtsherrliche Kommissare&amp;quot; genannt) ein. Über Jahrzehnte lag diese Funktion in den Händen der Zonser Juristenfamilie Mappius ([[Johannes Georg mappius|Johannes Georg]], [[Franz Bernhard Mappius|Franz Bernhard]] und [[Peter Joseph Mappius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben, Kompetenzen und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Kompetenzen des Amtmanns umfassten das Militärwesen, die allgemeine Verwaltung sowie die oberste Rechtspflege, blieben jedoch streng vom [[Rheinzoll]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Sicherung und Verteidigung ===&lt;br /&gt;
Der Amtmann war für die Verteidigungsbereitschaft der Festung, der Stadttore und des [[Rheinturm]]s verantwortlich. Er musste dafür Sorge tragen, dass stets ausreichend Munition und Proviant auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] vorhanden waren und die Tore pünktlich geschlossen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert oblag ihm die Verpflichtung, die Soldaten der Garnison sowie die Pförtner und Wächter auf eigene Kosten zu beköstigen und zu besolden, ehe diese Lasten im Zuge von Reformen direkt aus der Rheinzollkasse beglichen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herrengeding und die Rechtspflege ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche [[Herrengeding]] war die feierliche Gerichts- und Gemeindeversammlung des gesamten Amtes Zons (einschließlich [[Stürzelberg]]s und [[Horrem]]s), dem der Amtmann im Namen des [[Domkapitel]]s vorsaß. Da die Ratsstube im [[Rathaus]] die Menschenmassen nicht fassen konnte, tagte das [[Herrengeding]] traditionsgemäß unter freiem Himmel. Hier wurden allgemeine Verordnungen (wie die Anschaffung von ledernen Löscheimern nach dem Stadtbrand von 1737) verkündet, die Hoheitsrechte verlesen und Rügeverfahren durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Brüchtenverhör (Gerichtsbußen) ===&lt;br /&gt;
Die Festsetzung von Geld- und Sachstrafen (Brüchten) für kleinere Vergehen lag in der Zuständigkeit des Amtmanns. Da die Hälfte der Brüchteneinnahmen dem Amtmann persönlich zustand (die andere Hälfte fiel an das [[Domkapitel]]), kam es hierbei regelmäßig zu Kontrollen. Im 18. Jahrhundert entsandte das [[Domkapitel]] jährlich eigene Abordnungen zum [[Brüchtenverhör]], um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Appellationsgericht von 1639 ===&lt;br /&gt;
Zur Professionalisierung der Rechtspflege und zur Beilegung von Kompetenzstreitigkeiten errichtete der Amtmann im Jahr 1639 ein eigenes amtsherrliches Appellationsgericht in Zons, für das er einen studierten Juristen als Kommissar einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis zur Zonser Bürgerschaft ==&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen dem landesherrlichen Amtmann und den Zonser Bürgern war durch ein System wechselseitiger Pflichten geregelt:&lt;br /&gt;
* Der Huldigungseid: Bei Amtsantritt leistete die gesamte [[Bürger]]schaft (angeführt vom ältesten [[Schöffen]]) dem Amtmann einen feierlichen Treueid auf dem [[Marktplatz]]. Sie schworen Gehorsam, Respekt und die Abwehr von Schaden für den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* Schutz und Privilegien: Im Gegenzug gelobte der Amtmann, die Bürger in &amp;quot;gnädigen Schutz und Schirm&amp;quot; zu nehmen und sie bei ihren alten, verbrieften Privilegien zu erhalten.&lt;br /&gt;
* Kontrolle durch das Domkapitel: Um einen Machtmissbrauch des adligen Amtmanns gegenüber den Bürgern zu verhindern, durfte der Huldigungseid nur im Beisein von Deputierten des [[Domkapitel]]s geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikte und historische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
=== Der Handstreich Ruprechts (1471) und die Abwehr der Burgunder (1475) ===&lt;br /&gt;
Während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Oktober 1471 Zons gewaltsam, um das [[Domkapitel]] zur Bewilligung neuer Steuern zu zwingen. Entgegen anderslautenden Angaben in der Literatur gibt es keine eindeutige Quelle, die einen burgundischen Sturmversuch auf Zons im April 1475 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zonser Schweinefehde (1573) ===&lt;br /&gt;
Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Salentin_von_Isenburg Kurfürst Salentin von Isenburg] im Herbst 1573 Zons besetzte, um die Hoheit über den [[Rheinzoll]] zu erzwingen, verweigerte das [[Domkapitel]] die Herausgabe. Nach dem Abzug Salentins setzte das Kapitel den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Chorbischof Friedrich von Sachsen-Lauenburg] als Amtmann ein. Salentin reagierte mit Gewalt, scheiterte jedoch am Widerstand der Bürger und des neuen Amtmanns. Infolgedessen trieben Salentins Soldaten 50 Schweine aus der Herde des Amtmanns aus dem Mühlenbusch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hülchrath Hülchrath]) als Beute fort. Diese berühmte &amp;quot;[[Zonser Schweinefehde]]&amp;quot; endete erst, als Salentin dem Amtmann eine finanzielle Entschädigung leisten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brüchtenstreit von 1633 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1633 kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Amtmann Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]] und dem [[Domkapitel]]. Der Amtmann hatte eigenmächtig und ohne Hinzuziehung der domkapitularischen Deputierten ein [[Brüchtenverhör]] abgehalten und die gesamten Strafgelder für sich behalten. Das Kapitel rügte diesen klaren Verstoß gegen die Teilungsrechte scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Absicherung, Einkünfte und Vergünstigungen ==&lt;br /&gt;
Das Amt des Amtmanns war äußerst lukrativ und mit zahlreichen Natural- und Geldbezügen ausgestattet:&lt;br /&gt;
* Die alten Bezüge (15./16. Jahrhundert): Wilhelm von Nesselrode erhielt 1481 ein jährliches Gehalt von 380 Gulden, den Fuhrzoll, weitläufige Garten- und Weidelande, Holzrechte sowie die Jagd- und Fischereirechte im Amt. &lt;br /&gt;
* Die Bezüge des 17. Jahrhunderts: Dem Amtmann standen jährlich 300 Gulden, 66 Gulden für Brandholz und Kleidergeld, beträchtliche Getreidemengen (80 Malter Roggen, 80 Malter Gerste und 100 Malter Hafer) sowie 2.000 Schanzen (Reisigbündel) für die Beheizung des Schlosses zu.&lt;br /&gt;
* Transportprivilegien: Die Schiffer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] waren verpflichtet, alle für den Amtmann und seinen Haushalt bestimmten Güter kostenfrei nach Zons zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Pro Praesente&amp;quot;-Regelung des Domkapitels ===&lt;br /&gt;
Eine der wertvollsten Vergünstigungen für die adligen Amtmänner (da sie Domherren waren) war das kirchenrechtliche Privileg der Fiktivpräsenz: Wenn sie sich in Zons zur Erledigung von Amtsgeschäften aufhielten, wurden sie an der Domkirche in Köln als anwesend (&#039;&#039;pro praesente&#039;&#039;) geführt. Sie durften daher ihre vollen täglichen Präsenzgelder (Diäten) sowie ihre Erträge aus den Präbenden (Obedienzen) in Köln uneingeschränkt weiterbeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Besoldungsreform von 1712 ===&lt;br /&gt;
Da die Eintreibung der vielfältigen Natural- und Gefällerechte im 17. Jahrhundert zunehmend zu Reibungspunkten führte, reformierte das [[Domkapitel]] im Jahr 1712 die Besoldung: Alle städtischen und amtsherrlichen Abgaben (Gefälle) wurden fortan direkt in die Rheinzollkasse geleitet. Im Gegenzug erhielt der Amtmann eine feste vierteljährliche Zahlung von 90 Reichstalern (360 Reichstaler jährlich) sowie einen regelmäßigen Deputatposten an Wein aus der Zollkasse (&amp;quot;Herrenwein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
* (1382) – Cuno&lt;br /&gt;
* (1392) – Stephan von Hochstaden&lt;br /&gt;
* –1454 – Johann von Gymnich&lt;br /&gt;
* 1454 — 1461 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* 1461 — 1463 – Alef von der Recke&lt;br /&gt;
* 1463 — 1477 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* (1472) – Witgin van dem Broiche&lt;br /&gt;
* 1477 — 1481 – Stephan von Simmern&lt;br /&gt;
* 1481 – Hermann von Wied&lt;br /&gt;
* 1491 — 1505 – Gerhard Quadt, Herr zu Landskron&lt;br /&gt;
* 1506 – Andreas von Fischenich, gen. von Bell&lt;br /&gt;
* (1510) – Heinrich Schall von Bell&lt;br /&gt;
* (1512)— 1518 – Thomas von Rheineck&lt;br /&gt;
* 1518 — 1519 – Georg von Sayn-Witgenstein&lt;br /&gt;
* 1519 – Johann von Eppstein&lt;br /&gt;
* 1522 — 1533 – Vinzenz Laer&lt;br /&gt;
* 1533 – Jakob Rheingraf&lt;br /&gt;
* – 1540 – Reinhard von Leiningen-Westerburg&lt;br /&gt;
* – 1546 – Heinrich von Stolberg-Wernigerrode&lt;br /&gt;
* (1549)—(1551) – Albert Hontzeler&lt;br /&gt;
* 1555 – Hermann Quadt&lt;br /&gt;
* – 1562 – Friedrich von Wied&lt;br /&gt;
* 1562 — 1567 – Georg von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1567 — 1573 – Heinrich von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1573 — 1574 – Friedrich von Sachsen und Hermann Adolf von Solms (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1573 — 1586 – Friedrich von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1586 — 1604 – Arnold von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1607 — 1634 – Wilhelm Salentin von Salm-Reifferscheid&lt;br /&gt;
* 1634 — 1663 – Franz von Lothringen&lt;br /&gt;
* Mitte 17. Jahrhundert – Heinrich de St. Georgio (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1663 — 1667 – Leopold Friedrich Truchseß&lt;br /&gt;
* 1667 — 1667 – Franz Wilhelm Egon von Fürstenberg&lt;br /&gt;
* 1667 — 1695 – Franz Bernhard von Nassau&lt;br /&gt;
* 1680er Jahre – [[Johannes Paul Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1695 — 1725 – Christian August von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1725 — 1727 – Maximilian Philipp von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1727 — 1731 – Johann Friedrich von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1731 — 1748 – Johann Fugger&lt;br /&gt;
* 1748 — 1756 – Joseph von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1757 — 1781 – [[Franz Bernhard Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1756 — 1761 – Maximilian Friedrich von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1761 — 1786 – Joseph Karl Wunibald Erbtruchsess&lt;br /&gt;
* 1781 — 1792 – [[Peter Joseph Mappius]] (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1786 — 1796 – Karl Aloys von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1796 — – Ernst von Königsegg-Aulendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 25: Zons.&#039;&#039; 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4456</id>
		<title>Amtmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Amtmann&amp;diff=4456"/>
		<updated>2026-08-27T18:02:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Amtmann&#039;&#039;&#039; (historisch auch &#039;&#039;officialis&#039;&#039; oder &#039;&#039;Amtmeister&#039;&#039; genannt) war über Jahrhunderte hinweg der höchste landesherrliche Verwaltungs-, Justiz- und Militärbeamte im kurkölnischen [[Amt Zons]]. Er vertrat zunächst die landesherrliche Gewalt des Kölner Erzbischofs und ab der dauerhaften Verpfändung im Jahr 1463 faktisch als Unterherrschaft die Interessen des Kölner [[Domkapitel]]s. Seine Dienstwohnung befand sich auf [[Schloss Friedestrom]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörten die militärische Absicherung und Verteidigung der Stadt, die Rechtspflege (Gerichtswesen) sowie die Verwaltung des Amtes, dessen Sprengel neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]], das halbe Dorf [[Horrem]], den [[Heckhof]] und das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Über die Erhebung des [[Rheinzoll]]s und dessen Personal (Zollbeamte) besaß der Amtmann hingegen traditionell keinerlei Befugnisse, da der Zoll direkt vom [[Domkapitel]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit der Stadterhebung von Zons am 20. Dezember 1373 durch Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] wurde das bis dahin dörfliche Zons aus dem Sprengel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Amtes Hülchrath] herausgelöst und ein eigenständiger Verwaltungs- und Gerichtsbezirk – das [[Amt Zons]] – geschaffen. Die Funktion des Amtmanns war in der Frühzeit noch eng mit der des [[Schultheiß]]en (Vorsitzender des [[Schöffengericht|Gerichts]]) verknüpft, ehe sich im 15. Jahrhundert eine klare institutionelle Trennung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reich befestigte Zollfeste und erzbischöfliches Offenhaus (Residenz) besaß Zons eine herausragende strategische Bedeutung im Kölner Kurstaat. Das Amtmannsamt war daher ein prestigeträchtiger Posten mit erheblichen Einkünften und Befugnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Struktur und Besetzung des Amtes ==&lt;br /&gt;
Die soziale Herkunft der Zonser Amtmänner spiegelt die machtpolitischen Verschiebungen innerhalb des Kurstaates wider:&lt;br /&gt;
* Weltlicher Adel (14. und 15. Jahrhundert): In den ersten Jahrzehnten nach der Amtsgründung rekrutierten sich die Amtmänner ausschließlich aus dem weltlichen Adel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Erzstifts] (wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselrode_(Adelsgeschlecht) Geschlecht derer von Nesselrode]).&lt;br /&gt;
* Übergangsphase (frühes 16. Jahrhundert): In dieser Epoche wechselten sich weltliche Adelige und Domherren im Amt ab.&lt;br /&gt;
* Domkapitularische Exklusivität (ab Mitte des 16. Jahrhunderts): Bis zum Ende des Alten Reiches wurde das Amt schließlich ausnahmslos an Domherren (Edelkanoniker) des Kölner [[Domkapitel]]s vergeben. Es handelte sich meist um hochadelige Dignitären des Kapitels (Domdechanten, Dompröpste, Chorbischöfe) aus süddeutschem Hochadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Residenzpflicht und die Entwicklung zum Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
In der Frühzeit war der Amtmann verpflichtet, ständig auf der Zonser Burg (Schloss Friedestrom) zu residieren, um die militärische Bewachung persönlich zu leiten. Im Jahr 1533 wurde diese Pflicht verschärft: Der Amtmann durfte sich ohne Erlaubnis des [[Domkapitel]]s nicht länger als acht Tage von Zons entfernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die adligen Amtmänner jedoch zunehmend hohe Ämter an der Domkirche in Köln bekleideten, wurde die Residenzpflicht im Jahr 1574 (beim Amtsantritt des Chorbischofs Friedrich von Sachsen) gelockert und 1634 (unter Herzog Franz von Lothringen) gänzlich aus den Bestallungsurkunden gestrichen. Das Schloss stand dem Amtmann fortan nur noch bei seinen gelegentlichen Besuchen als Unterkunft zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche Führung der Amtsgeschäfte vor Ort wurde daraufhin an einen Stellvertreter übertragen:&lt;br /&gt;
* Frühe Stellvertreter: Zunächst beauftragten die Amtmänner andere ansässige Kapitelbeamte in Zons (wie den [[Zöllner]] oder den [[Kellner]]) mit der Vertretung. So fungierte beispielsweise der [[Zöllner]] [[Heinrich de St. Georgio]] im 17. Jahrhundert als &#039;&#039;Intendant&#039;&#039; des abwesenden Herzogs Franz von Lothringen.&lt;br /&gt;
* Professionelle Amtsverwalter (18. Jahrhundert): Zur besseren Kontrolle und Kommunikation setzte das [[Domkapitel]] im 18. Jahrhundert zunehmend eigene Syndici und Räte (ausgebildete Juristen) als Amtsverwalter (auch &amp;quot;amtsherrliche Kommissare&amp;quot; genannt) ein. Über Jahrzehnte lag diese Funktion in den Händen der Zonser Juristenfamilie Mappius ([[Johannes Georg mappius|Johannes Georg]], [[Franz Bernhard Mappius|Franz Bernhard]] und [[Peter Joseph Mappius]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben, Kompetenzen und Gerichtsbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Kompetenzen des Amtmanns umfassten das Militärwesen, die allgemeine Verwaltung sowie die oberste Rechtspflege, blieben jedoch streng vom [[Rheinzoll]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Sicherung und Verteidigung ===&lt;br /&gt;
Der Amtmann war für die Verteidigungsbereitschaft der Festung, der Stadttore und des [[Rheinturm]]s verantwortlich. Er musste dafür Sorge tragen, dass stets ausreichend Munition und Proviant auf der [[Burg Friedestrom|Burg]] vorhanden waren und die Tore pünktlich geschlossen wurden. Im 15. und 16. Jahrhundert oblag ihm die Verpflichtung, die Soldaten der Garnison sowie die Pförtner und Wächter auf eigene Kosten zu beköstigen und zu besolden, ehe diese Lasten im Zuge von Reformen direkt aus der Rheinzollkasse beglichen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Herrengeding und die Rechtspflege ===&lt;br /&gt;
Das alljährliche [[Herrengeding]] war die feierliche Gerichts- und Gemeindeversammlung des gesamten Amtes Zons (einschließlich [[Stürzelberg]]s und [[Horrem]]s), dem der Amtmann im Namen des [[Domkapitel]]s vorsaß. Da die Ratsstube im [[Rathaus]] die Menschenmassen nicht fassen konnte, tagte das [[Herrengeding]] traditionsgemäß unter freiem Himmel. Hier wurden allgemeine Verordnungen (wie die Anschaffung von ledernen Löscheimern nach dem Stadtbrand von 1737) verkündet, die Hoheitsrechte verlesen und Rügeverfahren durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Brüchtenverhör (Gerichtsbußen) ===&lt;br /&gt;
Die Festsetzung von Geld- und Sachstrafen (Brüchten) für kleinere Vergehen lag in der Zuständigkeit des Amtmanns. Da die Hälfte der Brüchteneinnahmen dem Amtmann persönlich zustand (die andere Hälfte fiel an das [[Domkapitel]]), kam es hierbei regelmäßig zu Kontrollen. Im 18. Jahrhundert entsandte das [[Domkapitel]] jährlich eigene Abordnungen zum [[Brüchtenverhör]], um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Appellationsgericht von 1639 ===&lt;br /&gt;
Zur Professionalisierung der Rechtspflege und zur Beilegung von Kompetenzstreitigkeiten errichtete der Amtmann im Jahr 1639 ein eigenes amtsherrliches Appellationsgericht in Zons, für das er einen studierten Juristen als Kommissar einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Verhältnis zur Zonser Bürgerschaft ==&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen dem landesherrlichen Amtmann und den Zonser Bürgern war durch ein System wechselseitiger Pflichten geregelt:&lt;br /&gt;
* Der Huldigungseid: Bei Amtsantritt leistete die gesamte [[Bürger]]schaft (angeführt vom ältesten [[Schöffen]]) dem Amtmann einen feierlichen Treueid auf dem [[Marktplatz]]. Sie schworen Gehorsam, Respekt und die Abwehr von Schaden für den Landesherrn.&lt;br /&gt;
* Schutz und Privilegien: Im Gegenzug gelobte der Amtmann, die Bürger in &amp;quot;gnädigen Schutz und Schirm&amp;quot; zu nehmen und sie bei ihren alten, verbrieften Privilegien zu erhalten.&lt;br /&gt;
* Kontrolle durch das Domkapitel: Um einen Machtmissbrauch des adligen Amtmanns gegenüber den Bürgern zu verhindern, durfte der Huldigungseid nur im Beisein von Deputierten des [[Domkapitel]]s geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikte und historische Ereignisse ==&lt;br /&gt;
=== Der Handstreich Ruprechts (1471) und die Abwehr der Burgunder (1475) ===&lt;br /&gt;
Während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Oktober 1471 Zons gewaltsam, um das [[Domkapitel]] zur Bewilligung neuer Steuern zu zwingen. Entgegen anderslautenden Angaben in der Literatur gibt es keine eindeutige Quelle, die einen burgundischen Sturmversuch auf Zons im April 1475 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zonser Schweinefehde (1573) ===&lt;br /&gt;
Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Salentin_von_Isenburg Kurfürst Salentin von Isenburg] im Herbst 1573 Zons besetzte, um die Hoheit über den [[Rheinzoll]] zu erzwingen, verweigerte das [[Domkapitel]] die Herausgabe. Nach dem Abzug Salentins setzte das Kapitel den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Chorbischof Friedrich von Sachsen-Lauenburg] als Amtmann ein. Salentin reagierte mit Gewalt, scheiterte jedoch am Widerstand der Bürger und des neuen Amtmanns. Infolgedessen trieben Salentins Soldaten 50 Schweine aus der Herde des Amtmanns aus dem Mühlenbusch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hülchrath Hülchrath]) als Beute fort. Diese berühmte &amp;quot;[[Zonser Schweinefehde]]&amp;quot; endete erst, als Salentin dem Amtmann eine finanzielle Entschädigung leisten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brüchtenstreit von 1633 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1633 kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Amtmann Graf [[Wilhelm Salentin zu Salm-Reifferscheidt]] und dem [[Domkapitel]]. Der Amtmann hatte eigenmächtig und ohne Hinzuziehung der domkapitularischen Deputierten ein [[Brüchtenverhör]] abgehalten und die gesamten Strafgelder für sich behalten. Das Kapitel rügte diesen klaren Verstoß gegen die Teilungsrechte scharf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Absicherung, Einkünfte und Vergünstigungen ==&lt;br /&gt;
Das Amt des Amtmanns war äußerst lukrativ und mit zahlreichen Natural- und Geldbezügen ausgestattet:&lt;br /&gt;
* Die alten Bezüge (15./16. Jahrhundert): Wilhelm von Nesselrode erhielt 1481 ein jährliches Gehalt von 380 Gulden, den Fuhrzoll, weitläufige Garten- und Weidelande, Holzrechte sowie die Jagd- und Fischereirechte im Amt. &lt;br /&gt;
* Die Bezüge des 17. Jahrhunderts: Dem Amtmann standen jährlich 300 Gulden, 66 Gulden für Brandholz und Kleidergeld, beträchtliche Getreidemengen (80 Malter Roggen, 80 Malter Gerste und 100 Malter Hafer) sowie 2.000 Schanzen (Reisigbündel) für die Beheizung des Schlosses zu.&lt;br /&gt;
* Transportprivilegien: Die Schiffer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] waren verpflichtet, alle für den Amtmann und seinen Haushalt bestimmten Güter kostenfrei nach Zons zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Pro Praesente&amp;quot;-Regelung des Domkapitels ===&lt;br /&gt;
Eine der wertvollsten Vergünstigungen für die adligen Amtmänner (da sie Domherren waren) war das kirchenrechtliche Privileg der Fiktivpräsenz: Wenn sie sich in Zons zur Erledigung von Amtsgeschäften aufhielten, wurden sie an der Domkirche in Köln als anwesend (&#039;&#039;pro praesente&#039;&#039;) geführt. Sie durften daher ihre vollen täglichen Präsenzgelder (Diäten) sowie ihre Erträge aus den Präbenden (Obedienzen) in Köln uneingeschränkt weiterbeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Besoldungsreform von 1712 ===&lt;br /&gt;
Da die Eintreibung der vielfältigen Natural- und Gefällerechte im 17. Jahrhundert zunehmend zu Reibungspunkten führte, reformierte das [[Domkapitel]] im Jahr 1712 die Besoldung: Alle städtischen und amtsherrlichen Abgaben (Gefälle) wurden fortan direkt in die Rheinzollkasse geleitet. Im Gegenzug erhielt der Amtmann eine feste vierteljährliche Zahlung von 90 Reichstalern (360 Reichstaler jährlich) sowie einen regelmäßigen Deputatposten an Wein aus der Zollkasse (&amp;quot;Herrenwein&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Zonser Amtmänner und Amtsverwalter ==&lt;br /&gt;
* (1382) – Cuno&lt;br /&gt;
* (1392) – Stephan von Hochstaden&lt;br /&gt;
* –1454 – Johann von Gymnich&lt;br /&gt;
* 1454 — 1461 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* 1461 — 1463 – Alef von der Recke&lt;br /&gt;
* 1463 — 1477 – Wilhelm von Nesselrode&lt;br /&gt;
* (1472) – Witgin van dem Broiche&lt;br /&gt;
* 1477 — 1481 – Stephan von Simmern&lt;br /&gt;
* 1481 – Hermann von Wied&lt;br /&gt;
* 1491 — 1505 – Gerhard Quadt, Herr zu Landskron&lt;br /&gt;
* 1506 – Andreas von Fischenich, gen. von Bell&lt;br /&gt;
* (1510) – Heinrich Schall von Bell&lt;br /&gt;
* (1512)— 1518 – Thomas von Rheineck&lt;br /&gt;
* 1518 — 1519 – Georg von Sayn-Witgenstein&lt;br /&gt;
* 1519 – Johann von Eppstein&lt;br /&gt;
* 1522 — 1533 – Vinzenz Laer&lt;br /&gt;
* 1533 – Jakob Rheingraf&lt;br /&gt;
* – 1540 – Reinhard von Leiningen-Westerburg&lt;br /&gt;
* – 1546 – Heinrich von Stolberg-Wernigerrode&lt;br /&gt;
* (1549)—(1551) – Albert Hontzeler&lt;br /&gt;
* 1555 – Hermann Quadt&lt;br /&gt;
* – 1562 – Friedrich von Wied&lt;br /&gt;
* 1562 — 1567 – Georg von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1567 — 1573 – Heinrich von Sayn-Wittgenstein&lt;br /&gt;
* 1573 — 1574 – Friedrich von Sachsen und Hermann Adolf von Solms (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1573 — 1586 – Friedrich von Sachsen&lt;br /&gt;
* 1586 — 1604 – Arnold von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1607 — 1634 – Wilhelm Salentin von Salm-Reifferscheid&lt;br /&gt;
* 1634 — 1663 – Franz von Lothringen&lt;br /&gt;
* Mitte 17. Jahrhundert – Heinrich de St. Georgio (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1663 — 1667 – Leopold Friedrich Truchseß&lt;br /&gt;
* 1667 — 1667 – Franz Wilhelm Egon von Fürstenberg&lt;br /&gt;
* 1667 — 1695 – Franz Bernhard von Nassau&lt;br /&gt;
* 1695 — 1725 – Christian August von Sachsen&lt;br /&gt;
* Frühes 18. Jahrhundert – Johannes Paul Mappius (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1725 — 1727 – Maximilian Philipp von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1727 — 1731 – Johann Friedrich von Manderscheid&lt;br /&gt;
* 1731 — 1748 – Johann Fugger&lt;br /&gt;
* 1748 — 1756 – Joseph von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1750 — 1780 – Franz Bernhard Mappius (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1756 — 1761 – Maximilian Friedrich von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1761 — 1786 – Joseph Karl Wunibald Erbtruchseß&lt;br /&gt;
* 1780 — 1792 – Peter Joseph Mappius (Verwalter)&lt;br /&gt;
* 1786 — 1796 – Karl Aloys von Königsegg&lt;br /&gt;
* 1796 — – Ernst von Königsegg-Aulendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas, Lieferung IV, Nr. 25: Zons.&#039;&#039; 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Sch%C3%B6ffengericht&amp;diff=4455</id>
		<title>Schöffengericht</title>
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		<updated>2026-08-20T17:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Das jährliche Herrengeding */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Zonser Schöffengericht&#039;&#039;&#039; bildete über Jahrhunderte das administrative und rechtliche Rückgrat des [[Amt Zons|kurkölnischen Amtes Zons]]. Seine Zuständigkeit erstreckte sich über das gesamte Amtsgebiet, das neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]] mit dem [[Heckhof|Rittersitz Heckhof]], das halbe Dorf [[Horrem]] sowie das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Neben der Regelung von alltäglichen Zivil- und Eigentumsstreitigkeiten besaß das Kollegium auch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerichtsbarkeit Recht der hohen Gerichtsbarkeit (Blutgerichtsbarkeit)] und verfügte über zwei eigene Galgenanlagen zur Vollstreckung von Todesurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung aus dem Hofgericht ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Schöffengerichts liegen im herrschaftlichen Hofgericht des erzbischöflichen [[Fronhof]]s (Tafelgut) in Zons, welcher mindestens seit dem frühen 12. Jahrhundert nachweisbar ist. Der erzbischöfliche Meier (&#039;&#039;villicus&#039;&#039;) fungierte zugleich als Vorsitzender dieses Hofgerichts (&#039;&#039;scultetus&#039;&#039; bzw. [[Schultheiß]]). Da der Zonser Hof aus dem regulären [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Landgericht Hülchrath] eximiert (herausgenommen) war, übernahm das Hofgericht frühzeitig landgerichtliche Funktionen für den gesamten Hofverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert entwickelte sich daraus das allgemeine Schöffen- und Landgericht. Die besondere Stellung und das hohe Alter dieses Gerichts zeigten sich unter anderem darin, dass die Schöffen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Haan Haan] – deren Höfe kirchenrechtlich ebenfalls zum Zonser Hof gehörten – kein eigenes Siegel besaßen und die Zonser [[Schöffen]] regelmäßig baten, Urkunden für sie mitzusiegeln. Bereits seit dem Jahr 1336 traten die Zonser Schöffen über den reinen Hofverband hinaus als allgemeine Urteilsfinder auf. Während das Schöffengericht fortan die allgemeine Straf- und Ziviljustiz übernahm, spaltete sich die Verwaltung des Lehen- und Pachtlandes ab und verblieb im einmal jährlich zusammentretenden [[Lehengeding]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rolle des Vogtes und die Jülicher Konflikte ==&lt;br /&gt;
Die hohe und niedrige Vogtei über Zons lag ursprünglich in den Händen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Grafen (später Herzöge) von Jülich]. Ein im Lehenbuch [[Friedrich von Saarwerden|Friedrichs von Saarwerden]] überliefertes Schöffenweistum regelte die stark eingeschränkten Befugnisse des Vogtes:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gerichtstermine:&#039;&#039;&#039; Der Herzog von Jülich oder sein Stellvertreter durfte den Vorsitz bei Gericht nur an den drei &#039;&#039;ungebotenen Dingen&#039;&#039; (Gerichtstagen) sowie dem jeweils 14 Tage später stattfindenden Nachgeding führen. Diese Tage waren festgesetzt auf den Donnerstag nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Erscheinung_des_Herrn Epiphanias], den Donnerstag nach Ostern und den Donnerstag nach St. Johann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufteilung der Bußen:&#039;&#039;&#039; Die zu Richtenden wurden von den erzbischöflichen Beamten an den Vogt übergeben, woraufhin die Zonser [[Schöffen]] unter seinem Bann das Urteil fällten. Bei schweren Verbrechen (hohe Wedde) standen dem Vogt lediglich 5 Mark zu; Leib und Gut des Verurteilten fielen an den Erzbischof. Die kleine Wedde (30 Pfennige) ging ganz an den Vogt. Zudem erhielt der Herzog eine jährliche Vogtsbede von 10 Mark weniger 3 Schilling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Jülicher Herzöge] versuchten mehrfach, ihre Vogtrechte zu echten landesherrlichen Befugnissen auszuweiten und Zons ihrem Territorium einzuverleiben, was 1369 zu einem gewaltsamen Überfall auf Zonser [[Schöffen]] und [[Bürger]] führte. Um diesen territorialpolitischen Konflikt dauerhaft zu lösen, bewegte [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich von Saarwerden]] den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(J%C3%BClich-Geldern) Herzog Wilhelm von Jülich] in Verträgen von 1388 und 1395 zum endgültigen Verzicht auf die Zonser Vogteirechte, wofür dieser im Tausch die Dörfer [https://de.wikipedia.org/wiki/Merzenich Merzenich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Girbelsrath Girbelsrath] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung und Beamtenstruktur ==&lt;br /&gt;
Das Gericht bestand dauerhaft aus einem Kollegium von &#039;&#039;&#039;sieben [[Schöffen]]&#039;&#039;&#039;, die auf Lebenszeit aus den Reihen der angesehenen, wohlhabenden [[Bürger]] (meist im Handels- und Weinbereich tätig) gewählt wurden. Die [[Schöffen]] bildeten zugleich zusammen mit den [[Ratsverwandte]]n den städtischen [[Magistrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung und Vertretung des Gerichts lag bei folgenden landesherrlichen Beamten:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Schultheiß]]:&#039;&#039;&#039; Als Vorsitzender des Schöffengerichts gewann der Schultheiß im Laufe der Jahrhunderte stark an Bedeutung. Er wurde direkt vom Kölner [[Domkapitel]] ernannt. Zu seinen Aufgaben gehörte neben der Justizpflege auch die Instandhaltung der [[Galgen]] und des [[Kerker]]s.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsschreiber]]:&#039;&#039;&#039; Erstmalig 1561 erwähnt, war er für das Erstellen der Protokolle des Schöffen-, Lehen- und Holzgerichts zuständig und fungierte im Regelfall gleichzeitig als [[Stadtschreiber]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsbote]] (später Gerichtsdiener):&#039;&#039;&#039; Er hatte die Aufgabe, Parteien vorzuladen, Übeltäter festzunehmen sowie Strafgelder und Pfändungen einzutreiben. Im Jahr 1610 wurde das Amt des [[Lehenbote]]n vom Gerichtsboten abgespalten, um die Arbeitslast zu mindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtsorte, Reformen und der Pranger ==&lt;br /&gt;
Das Schöffengericht tagte in seiner Frühzeit traditionsgemäß im Freien auf offener Straße. Später verlegte man die Verhandlungen in die Gerichts- und Ratsstube des [[Rathaus]]es. Zur Unterbringung von Häftlingen nutzte man zu den unterschiedlichen Zeiten das Verlies im [[Juddeturm]], den [[Weißer Turm|Weißen Turm (Torturm]] der [[Burg Friedestrom|Burg]] (&#039;&#039;Beckerskämmerchen&#039;&#039;) sowie den &amp;quot;Brummstall&amp;quot; im Rheinturm. Die Bewachung der Gefangenen und die Reinigung der Gassen lag ab dem 18. Jahrhundert beim städtischen [[Abdecker|Wasenmeister (Abdecker)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1531 beklagte die landesherrliche Verwaltung, dass die [[Schöffen]] als schreibunkundige Laienrichter der komplexen Rechtsentwicklung kaum folgen konnten und oft zu milde urteilten, weshalb das [[Domkapitel]] vermehrt eingriff und Urteile an auswärtige Juristen übertrug. Eine weitreichende Reform erfolgte mit der Gerichtsordnung von 1730. Diese legte fest, dass das Schöffengericht regelmäßig alle 14 Tage – jeweils am 1. und 15. eines Monats – zusammenkommen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Marktplatz]] neben dem [[Rathaus]] standen zudem der städtische [[Pranger]] sowie der &amp;quot;[[Raderkasten|Raderkasten (Triller)]]. Hier wurden Personen öffentlich zur Schau gestellt und bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das jährliche Herrengeding ==&lt;br /&gt;
Aus den ungebotenen Dingstagen des Vogtes entwickelte sich das feierliche [[Herrengeding]]. Es fand einmal jährlich unter dem Vorsitz des [[Amtmann]]s statt. Alle Einwohner des Amtes (inklusive der Stürzelberger und Horremer) waren bei Strafe verpflichtet, zu diesem Geding zu erscheinen, weshalb die Menge oft Hunderte von Menschen umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herrengeding]] wurde mit einer feierlichen Hegungsformel eröffnet, die das [[Domkapitel]] als Grund- und Erbherrn sowie den Erzbischof als Schutzherrn bestätigte. Es diente der Verlesung der Hoheitsrechte, dem Rügeverfahren (&#039;&#039;Vrögen&#039;&#039;) bei Grenzfreveln, Diebstählen oder Gewalttaten (wie &#039;&#039;metzenzoch, hawe, stechen, mörderei&#039;&#039;) und der Verkündung allgemeiner Ortspolizeiverordnungen. Beispielsweise wurde zwei Tage nach einem Brand im Jahr 1737 beim [[Herrengeding]] angeordnet, dass alle Bürger innerhalb von vier Wochen lederne Löscheimer anzuschaffen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Instanzenzug und die Appellation ==&lt;br /&gt;
Der traditionelle Rechtszug (Appellation) gegen Urteile des Zonser Schöffengerichts führte über fünf Instanzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Schöffengericht Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Erbvogtei Erbvogteiliches Gericht] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Eigelstein_(K%C3%B6ln) Eigelstein] in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Erbvogteiliche Kommissare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Kurkölnisches Hof- und Appellationsgericht in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Hofrat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 17. Jahrhundert versuchten die [[Amtmann|Amtmänner]], diese alte Ordnung zu brechen, indem sie sich selbst als zweite Instanz einsetzten, was zu jahrzehntelangen Kompetenzstreitigkeiten mit den Erbvögten (den [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Bentheim Grafen von Bentheim]) führte. Erst im Jahr 1750 wurde die Appellation endgültig reformiert: Die kurfürstliche Hofkanzlei legte fest, dass Berufungen direkt an das Hohe weltliche Gericht in Köln und in letzter Instanz an den Bonner Hofrat zu richten seien. Damit war das Zonser Gericht vollständig in die allgemeine kurkölnische Gerichtsordnung integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Blutgerichtsbarkeit und die zwei Galgen ==&lt;br /&gt;
Zum Amt Zons gehörten zwei Hochgerichte (Galgen):&lt;br /&gt;
* Das nördliche Hauptgericht (Stürzelberger Galgen): Es stand im Norden des Amtes an der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Uedesheim] auf der Flur &amp;quot;Galgenfeld&amp;quot; nahe dem [[Stüttger Busch]]. Es handelte sich um ein dreipfostiges Hochgericht, das weithin sichtbar an der wichtigen [[Landstraße]] von [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] errichtet war.&lt;br /&gt;
* Das südliche Nebengericht (Dormagener Galgen): Es befand sich im Süden des Amtes nahe der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] im Bereich der [[Herrenbenden]] (Galgenbenden) nahe der Dormagener Windmühle und war zweipfostig. Es dürfte durch eine Grenzkorrektur auf Zonser Amtsgebiet gelangt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufrichten und Instandhalten dieser Richtstätten galt in der ständischen Gesellschaft als ehrlos und &amp;quot;unehrlich&amp;quot;. Kein ehrsamer Zonser Handwerker durfte das Holz der Galgen berühren, weshalb diese ungeliebte Aufgabe per Gewohnheitsrecht den Bauern des Weilers [[Horrem]] auferlegt war. Diese mussten die Galgen nachts heimlich in Zons aufladen, zu den Richtplätzen transportieren und sie dort unter Aufsicht des [[Schultheiß]]en aufrichten. Auch hatten sie die Hingerichteten zu verscharren. Als Ausgleich für diesen verhassten Dienst waren die Horremer über Jahrhunderte von der landständischen Steuer befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]]: &#039;&#039;Das Zonser Schöffengericht und seine Galgen im 17. und 18. Jahrhundert.&#039;&#039; In: Almanach für den Kreis Neuss 1986, S. 76–85.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973, S. 20–24, 40–41, 72–73, 85–87, 98–106, 123–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsprechung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Sch%C3%B6ffengericht&amp;diff=4454</id>
		<title>Schöffengericht</title>
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		<updated>2026-08-20T17:39:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Gerichtsorte, Reformen und der Pranger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Zonser Schöffengericht&#039;&#039;&#039; bildete über Jahrhunderte das administrative und rechtliche Rückgrat des [[Amt Zons|kurkölnischen Amtes Zons]]. Seine Zuständigkeit erstreckte sich über das gesamte Amtsgebiet, das neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]] mit dem [[Heckhof|Rittersitz Heckhof]], das halbe Dorf [[Horrem]] sowie das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Neben der Regelung von alltäglichen Zivil- und Eigentumsstreitigkeiten besaß das Kollegium auch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerichtsbarkeit Recht der hohen Gerichtsbarkeit (Blutgerichtsbarkeit)] und verfügte über zwei eigene Galgenanlagen zur Vollstreckung von Todesurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung aus dem Hofgericht ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Schöffengerichts liegen im herrschaftlichen Hofgericht des erzbischöflichen [[Fronhof]]s (Tafelgut) in Zons, welcher mindestens seit dem frühen 12. Jahrhundert nachweisbar ist. Der erzbischöfliche Meier (&#039;&#039;villicus&#039;&#039;) fungierte zugleich als Vorsitzender dieses Hofgerichts (&#039;&#039;scultetus&#039;&#039; bzw. [[Schultheiß]]). Da der Zonser Hof aus dem regulären [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Landgericht Hülchrath] eximiert (herausgenommen) war, übernahm das Hofgericht frühzeitig landgerichtliche Funktionen für den gesamten Hofverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert entwickelte sich daraus das allgemeine Schöffen- und Landgericht. Die besondere Stellung und das hohe Alter dieses Gerichts zeigten sich unter anderem darin, dass die Schöffen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Haan Haan] – deren Höfe kirchenrechtlich ebenfalls zum Zonser Hof gehörten – kein eigenes Siegel besaßen und die Zonser [[Schöffen]] regelmäßig baten, Urkunden für sie mitzusiegeln. Bereits seit dem Jahr 1336 traten die Zonser Schöffen über den reinen Hofverband hinaus als allgemeine Urteilsfinder auf. Während das Schöffengericht fortan die allgemeine Straf- und Ziviljustiz übernahm, spaltete sich die Verwaltung des Lehen- und Pachtlandes ab und verblieb im einmal jährlich zusammentretenden [[Lehengeding]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rolle des Vogtes und die Jülicher Konflikte ==&lt;br /&gt;
Die hohe und niedrige Vogtei über Zons lag ursprünglich in den Händen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Grafen (später Herzöge) von Jülich]. Ein im Lehenbuch [[Friedrich von Saarwerden|Friedrichs von Saarwerden]] überliefertes Schöffenweistum regelte die stark eingeschränkten Befugnisse des Vogtes:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gerichtstermine:&#039;&#039;&#039; Der Herzog von Jülich oder sein Stellvertreter durfte den Vorsitz bei Gericht nur an den drei &#039;&#039;ungebotenen Dingen&#039;&#039; (Gerichtstagen) sowie dem jeweils 14 Tage später stattfindenden Nachgeding führen. Diese Tage waren festgesetzt auf den Donnerstag nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Erscheinung_des_Herrn Epiphanias], den Donnerstag nach Ostern und den Donnerstag nach St. Johann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufteilung der Bußen:&#039;&#039;&#039; Die zu Richtenden wurden von den erzbischöflichen Beamten an den Vogt übergeben, woraufhin die Zonser [[Schöffen]] unter seinem Bann das Urteil fällten. Bei schweren Verbrechen (hohe Wedde) standen dem Vogt lediglich 5 Mark zu; Leib und Gut des Verurteilten fielen an den Erzbischof. Die kleine Wedde (30 Pfennige) ging ganz an den Vogt. Zudem erhielt der Herzog eine jährliche Vogtsbede von 10 Mark weniger 3 Schilling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Jülicher Herzöge] versuchten mehrfach, ihre Vogtrechte zu echten landesherrlichen Befugnissen auszuweiten und Zons ihrem Territorium einzuverleiben, was 1369 zu einem gewaltsamen Überfall auf Zonser [[Schöffen]] und [[Bürger]] führte. Um diesen territorialpolitischen Konflikt dauerhaft zu lösen, bewegte [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich von Saarwerden]] den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(J%C3%BClich-Geldern) Herzog Wilhelm von Jülich] in Verträgen von 1388 und 1395 zum endgültigen Verzicht auf die Zonser Vogteirechte, wofür dieser im Tausch die Dörfer [https://de.wikipedia.org/wiki/Merzenich Merzenich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Girbelsrath Girbelsrath] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung und Beamtenstruktur ==&lt;br /&gt;
Das Gericht bestand dauerhaft aus einem Kollegium von &#039;&#039;&#039;sieben [[Schöffen]]&#039;&#039;&#039;, die auf Lebenszeit aus den Reihen der angesehenen, wohlhabenden [[Bürger]] (meist im Handels- und Weinbereich tätig) gewählt wurden. Die [[Schöffen]] bildeten zugleich zusammen mit den [[Ratsverwandte]]n den städtischen [[Magistrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung und Vertretung des Gerichts lag bei folgenden landesherrlichen Beamten:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Schultheiß]]:&#039;&#039;&#039; Als Vorsitzender des Schöffengerichts gewann der Schultheiß im Laufe der Jahrhunderte stark an Bedeutung. Er wurde direkt vom Kölner [[Domkapitel]] ernannt. Zu seinen Aufgaben gehörte neben der Justizpflege auch die Instandhaltung der [[Galgen]] und des [[Kerker]]s.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsschreiber]]:&#039;&#039;&#039; Erstmalig 1561 erwähnt, war er für das Erstellen der Protokolle des Schöffen-, Lehen- und Holzgerichts zuständig und fungierte im Regelfall gleichzeitig als [[Stadtschreiber]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsbote]] (später Gerichtsdiener):&#039;&#039;&#039; Er hatte die Aufgabe, Parteien vorzuladen, Übeltäter festzunehmen sowie Strafgelder und Pfändungen einzutreiben. Im Jahr 1610 wurde das Amt des [[Lehenbote]]n vom Gerichtsboten abgespalten, um die Arbeitslast zu mindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtsorte, Reformen und der Pranger ==&lt;br /&gt;
Das Schöffengericht tagte in seiner Frühzeit traditionsgemäß im Freien auf offener Straße. Später verlegte man die Verhandlungen in die Gerichts- und Ratsstube des [[Rathaus]]es. Zur Unterbringung von Häftlingen nutzte man zu den unterschiedlichen Zeiten das Verlies im [[Juddeturm]], den [[Weißer Turm|Weißen Turm (Torturm]] der [[Burg Friedestrom|Burg]] (&#039;&#039;Beckerskämmerchen&#039;&#039;) sowie den &amp;quot;Brummstall&amp;quot; im Rheinturm. Die Bewachung der Gefangenen und die Reinigung der Gassen lag ab dem 18. Jahrhundert beim städtischen [[Abdecker|Wasenmeister (Abdecker)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1531 beklagte die landesherrliche Verwaltung, dass die [[Schöffen]] als schreibunkundige Laienrichter der komplexen Rechtsentwicklung kaum folgen konnten und oft zu milde urteilten, weshalb das [[Domkapitel]] vermehrt eingriff und Urteile an auswärtige Juristen übertrug. Eine weitreichende Reform erfolgte mit der Gerichtsordnung von 1730. Diese legte fest, dass das Schöffengericht regelmäßig alle 14 Tage – jeweils am 1. und 15. eines Monats – zusammenkommen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Marktplatz]] neben dem [[Rathaus]] standen zudem der städtische [[Pranger]] sowie der &amp;quot;[[Raderkasten|Raderkasten (Triller)]]. Hier wurden Personen öffentlich zur Schau gestellt und bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das jährliche Herrengeding ==&lt;br /&gt;
Aus den ungebotenen Dingstagen des Vogtes entwickelte sich das feierliche &#039;&#039;&#039;[[Herrengeding]]&#039;&#039;&#039;. Es fand einmal jährlich unter dem Vorsitz des [[Amtmann]]s statt. Alle Einwohner des Amtes (inklusive der Stürzelberger und Horremer) waren bei Strafe verpflichtet, zu diesem Geding zu erscheinen, weshalb die Menge oft Hunderte von Menschen umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herrengeding]] wurde mit einer feierlichen Hegungsformel eröffnet, die das [[Domkapitel]] als Grund- und Erbherrn sowie den Erzbischof als Schutzherrn bestätigte. Es diente der Verlesung der Hoheitsrechte, dem Rügeverfahren (&#039;&#039;Vrögen&#039;&#039;) bei Grenzfreveln, Diebstählen oder Gewalttaten (wie &#039;&#039;metzenzoch, hawe, stechen, mörderei&#039;&#039;) und der Verkündung allgemeiner Ortspolizeiverordnungen. Beispielsweise wurde zwei Tage nach einem Brand im Jahr 1737 beim [[Herrengeding]] angeordnet, dass alle Bürger innerhalb von vier Wochen lederne Löscheimer anzuschaffen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Instanzenzug und die Appellation ==&lt;br /&gt;
Der traditionelle Rechtszug (Appellation) gegen Urteile des Zonser Schöffengerichts führte über fünf Instanzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Schöffengericht Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Erbvogtei Erbvogteiliches Gericht] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Eigelstein_(K%C3%B6ln) Eigelstein] in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Erbvogteiliche Kommissare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Kurkölnisches Hof- und Appellationsgericht in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Hofrat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 17. Jahrhundert versuchten die [[Amtmann|Amtmänner]], diese alte Ordnung zu brechen, indem sie sich selbst als zweite Instanz einsetzten, was zu jahrzehntelangen Kompetenzstreitigkeiten mit den Erbvögten (den [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Bentheim Grafen von Bentheim]) führte. Erst im Jahr 1750 wurde die Appellation endgültig reformiert: Die kurfürstliche Hofkanzlei legte fest, dass Berufungen direkt an das Hohe weltliche Gericht in Köln und in letzter Instanz an den Bonner Hofrat zu richten seien. Damit war das Zonser Gericht vollständig in die allgemeine kurkölnische Gerichtsordnung integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Blutgerichtsbarkeit und die zwei Galgen ==&lt;br /&gt;
Zum Amt Zons gehörten zwei Hochgerichte (Galgen):&lt;br /&gt;
* Das nördliche Hauptgericht (Stürzelberger Galgen): Es stand im Norden des Amtes an der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Uedesheim] auf der Flur &amp;quot;Galgenfeld&amp;quot; nahe dem [[Stüttger Busch]]. Es handelte sich um ein dreipfostiges Hochgericht, das weithin sichtbar an der wichtigen [[Landstraße]] von [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] errichtet war.&lt;br /&gt;
* Das südliche Nebengericht (Dormagener Galgen): Es befand sich im Süden des Amtes nahe der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] im Bereich der [[Herrenbenden]] (Galgenbenden) nahe der Dormagener Windmühle und war zweipfostig. Es dürfte durch eine Grenzkorrektur auf Zonser Amtsgebiet gelangt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufrichten und Instandhalten dieser Richtstätten galt in der ständischen Gesellschaft als ehrlos und &amp;quot;unehrlich&amp;quot;. Kein ehrsamer Zonser Handwerker durfte das Holz der Galgen berühren, weshalb diese ungeliebte Aufgabe per Gewohnheitsrecht den Bauern des Weilers [[Horrem]] auferlegt war. Diese mussten die Galgen nachts heimlich in Zons aufladen, zu den Richtplätzen transportieren und sie dort unter Aufsicht des [[Schultheiß]]en aufrichten. Auch hatten sie die Hingerichteten zu verscharren. Als Ausgleich für diesen verhassten Dienst waren die Horremer über Jahrhunderte von der landständischen Steuer befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]]: &#039;&#039;Das Zonser Schöffengericht und seine Galgen im 17. und 18. Jahrhundert.&#039;&#039; In: Almanach für den Kreis Neuss 1986, S. 76–85.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973, S. 20–24, 40–41, 72–73, 85–87, 98–106, 123–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsprechung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<updated>2026-08-20T17:38:07Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
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		<updated>2026-08-20T17:37:54Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
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		<updated>2026-08-20T17:37:35Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
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		<updated>2026-08-20T17:37:22Z</updated>

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		<title>Lehengeding</title>
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		<title>Schöffengericht</title>
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		<updated>2026-08-20T17:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Zonser Schöffengericht&#039;&#039;&#039; bildete über Jahrhunderte das administrative und rechtliche Rückgrat des [[Amt Zons|kurkölnischen Amtes Zons]]. Seine Zuständigkeit erstreckte sich über das gesamte Amtsgebiet, das neben der befestigten Stadt Zons auch die Ortschaft [[Stürzelberg]] mit dem [[Heckhof|Rittersitz Heckhof]], das halbe Dorf [[Horrem]] sowie das rechtsrheinische [[Haus Bürgel]] umfasste. Neben der Regelung von alltäglichen Zivil- und Eigentumsstreitigkeiten besaß das Kollegium auch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerichtsbarkeit Recht der hohen Gerichtsbarkeit (Blutgerichtsbarkeit)] und verfügte über zwei eigene Galgenanlagen zur Vollstreckung von Todesurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entstehung aus dem Hofgericht ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Schöffengerichts liegen im herrschaftlichen Hofgericht des erzbischöflichen [[Fronhof]]s (Tafelgut) in Zons, welcher mindestens seit dem frühen 12. Jahrhundert nachweisbar ist. Der erzbischöfliche Meier (&#039;&#039;villicus&#039;&#039;) fungierte zugleich als Vorsitzender dieses Hofgerichts (&#039;&#039;scultetus&#039;&#039; bzw. [[Schultheiß]]). Da der Zonser Hof aus dem regulären [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_H%C3%BClchrath Landgericht Hülchrath] eximiert (herausgenommen) war, übernahm das Hofgericht frühzeitig landgerichtliche Funktionen für den gesamten Hofverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert entwickelte sich daraus das allgemeine Schöffen- und Landgericht. Die besondere Stellung und das hohe Alter dieses Gerichts zeigten sich unter anderem darin, dass die Schöffen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Haan Haan] – deren Höfe kirchenrechtlich ebenfalls zum Zonser Hof gehörten – kein eigenes Siegel besaßen und die Zonser [[Schöffen]] regelmäßig baten, Urkunden für sie mitzusiegeln. Bereits seit dem Jahr 1336 traten die Zonser Schöffen über den reinen Hofverband hinaus als allgemeine Urteilsfinder auf. Während das Schöffengericht fortan die allgemeine Straf- und Ziviljustiz übernahm, spaltete sich die Verwaltung des Lehen- und Pachtlandes ab und verblieb im einmal jährlich zusammentretenden [[Lehengeding]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rolle des Vogtes und die Jülicher Konflikte ==&lt;br /&gt;
Die hohe und niedrige Vogtei über Zons lag ursprünglich in den Händen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Grafen (später Herzöge) von Jülich]. Ein im Lehenbuch [[Friedrich von Saarwerden|Friedrichs von Saarwerden]] überliefertes Schöffenweistum regelte die stark eingeschränkten Befugnisse des Vogtes:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gerichtstermine:&#039;&#039;&#039; Der Herzog von Jülich oder sein Stellvertreter durfte den Vorsitz bei Gericht nur an den drei &#039;&#039;ungebotenen Dingen&#039;&#039; (Gerichtstagen) sowie dem jeweils 14 Tage später stattfindenden Nachgeding führen. Diese Tage waren festgesetzt auf den Donnerstag nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Erscheinung_des_Herrn Epiphanias], den Donnerstag nach Ostern und den Donnerstag nach St. Johann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufteilung der Bußen:&#039;&#039;&#039; Die zu Richtenden wurden von den erzbischöflichen Beamten an den Vogt übergeben, woraufhin die Zonser [[Schöffen]] unter seinem Bann das Urteil fällten. Bei schweren Verbrechen (hohe Wedde) standen dem Vogt lediglich 5 Mark zu; Leib und Gut des Verurteilten fielen an den Erzbischof. Die kleine Wedde (30 Pfennige) ging ganz an den Vogt. Zudem erhielt der Herzog eine jährliche Vogtsbede von 10 Mark weniger 3 Schilling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_J%C3%BClich Jülicher Herzöge] versuchten mehrfach, ihre Vogtrechte zu echten landesherrlichen Befugnissen auszuweiten und Zons ihrem Territorium einzuverleiben, was 1369 zu einem gewaltsamen Überfall auf Zonser [[Schöffen]] und [[Bürger]] führte. Um diesen territorialpolitischen Konflikt dauerhaft zu lösen, bewegte [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich von Saarwerden]] den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(J%C3%BClich-Geldern) Herzog Wilhelm von Jülich] in Verträgen von 1388 und 1395 zum endgültigen Verzicht auf die Zonser Vogteirechte, wofür dieser im Tausch die Dörfer [https://de.wikipedia.org/wiki/Merzenich Merzenich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Girbelsrath Girbelsrath] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung und Beamtenstruktur ==&lt;br /&gt;
Das Gericht bestand dauerhaft aus einem Kollegium von &#039;&#039;&#039;sieben [[Schöffen]]&#039;&#039;&#039;, die auf Lebenszeit aus den Reihen der angesehenen, wohlhabenden [[Bürger]] (meist im Handels- und Weinbereich tätig) gewählt wurden. Die [[Schöffen]] bildeten zugleich zusammen mit den [[Ratsverwandte]]n den städtischen [[Magistrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung und Vertretung des Gerichts lag bei folgenden landesherrlichen Beamten:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Schultheiß]]:&#039;&#039;&#039; Als Vorsitzender des Schöffengerichts gewann der Schultheiß im Laufe der Jahrhunderte stark an Bedeutung. Er wurde direkt vom Kölner [[Domkapitel]] ernannt. Zu seinen Aufgaben gehörte neben der Justizpflege auch die Instandhaltung der [[Galgen]] und des [[Kerker]]s.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsschreiber]]:&#039;&#039;&#039; Erstmalig 1561 erwähnt, war er für das Erstellen der Protokolle des Schöffen-, Lehen- und Holzgerichts zuständig und fungierte im Regelfall gleichzeitig als [[Stadtschreiber]].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der [[Gerichtsbote]] (später Gerichtsdiener):&#039;&#039;&#039; Er hatte die Aufgabe, Parteien vorzuladen, Übeltäter festzunehmen sowie Strafgelder und Pfändungen einzutreiben. Im Jahr 1610 wurde das Amt des [[Lehenbote]]n vom Gerichtsboten abgespalten, um die Arbeitslast zu mindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtsorte, Reformen und der Pranger ==&lt;br /&gt;
Das Schöffengericht tagte in seiner Frühzeit traditionsgemäß im Freien auf offener Straße. Später verlegte man die Verhandlungen in die Gerichts- und Ratsstube des [[Rathaus]]es. Zur Unterbringung von Häftlingen nutzte man zu den unterschiedlichen Zeiten das Verlies im [[Juddeturm]], den [[Weißer Turm|Weißen Turm (Torturm]] der [[Burg Friedestrom|Burg]] (&#039;&#039;Beckerskämmerchen&#039;&#039;) sowie den &amp;quot;Brummstall&amp;quot; im Rheinturm. Die Bewachung der Gefangenen und die Reinigung der Gassen lag ab dem 18. Jahrhundert beim städtischen [[Abdecker|Wasenmeister (Abdecker)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1531 beklagte die landesherrliche Verwaltung, dass die [[Schöffen]] als schreibunkundige Laienrichter der komplexen Rechtsentwicklung kaum folgen konnten und oft zu milde urteilten, weshalb das [[Domkapitel]] vermehrt eingriff und Urteile an auswärtige Juristen übertrug. Eine weitreichende Reform erfolgte mit der &#039;&#039;&#039;Gerichtsordnung von 1730&#039;&#039;&#039;. Diese legte fest, dass das Schöffengericht regelmäßig alle 14 Tage – jeweils am 1. und 15. eines Monats – zusammenkommen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Marktplatz]] neben dem [[Rathaus]] standen zudem der städtische &#039;&#039;&#039;[[Pranger]]&#039;&#039;&#039; sowie der &amp;quot;[[Raderkasten|Raderkasten (Triller)]]. Hier wurden Personen öffentlich zur Schau gestellt und bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das jährliche Herrengeding ==&lt;br /&gt;
Aus den ungebotenen Dingstagen des Vogtes entwickelte sich das feierliche &#039;&#039;&#039;[[Herrengeding]]&#039;&#039;&#039;. Es fand einmal jährlich unter dem Vorsitz des [[Amtmann]]s statt. Alle Einwohner des Amtes (inklusive der Stürzelberger und Horremer) waren bei Strafe verpflichtet, zu diesem Geding zu erscheinen, weshalb die Menge oft Hunderte von Menschen umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Herrengeding]] wurde mit einer feierlichen Hegungsformel eröffnet, die das [[Domkapitel]] als Grund- und Erbherrn sowie den Erzbischof als Schutzherrn bestätigte. Es diente der Verlesung der Hoheitsrechte, dem Rügeverfahren (&#039;&#039;Vrögen&#039;&#039;) bei Grenzfreveln, Diebstählen oder Gewalttaten (wie &#039;&#039;metzenzoch, hawe, stechen, mörderei&#039;&#039;) und der Verkündung allgemeiner Ortspolizeiverordnungen. Beispielsweise wurde zwei Tage nach einem Brand im Jahr 1737 beim [[Herrengeding]] angeordnet, dass alle Bürger innerhalb von vier Wochen lederne Löscheimer anzuschaffen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Instanzenzug und die Appellation ==&lt;br /&gt;
Der traditionelle Rechtszug (Appellation) gegen Urteile des Zonser Schöffengerichts führte über fünf Instanzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Schöffengericht Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Erbvogtei Erbvogteiliches Gericht] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Eigelstein_(K%C3%B6ln) Eigelstein] in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Erbvogteiliche Kommissare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Kurkölnisches Hof- und Appellationsgericht in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Hofrat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 17. Jahrhundert versuchten die [[Amtmann|Amtmänner]], diese alte Ordnung zu brechen, indem sie sich selbst als zweite Instanz einsetzten, was zu jahrzehntelangen Kompetenzstreitigkeiten mit den Erbvögten (den [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Bentheim Grafen von Bentheim]) führte. Erst im Jahr 1750 wurde die Appellation endgültig reformiert: Die kurfürstliche Hofkanzlei legte fest, dass Berufungen direkt an das Hohe weltliche Gericht in Köln und in letzter Instanz an den Bonner Hofrat zu richten seien. Damit war das Zonser Gericht vollständig in die allgemeine kurkölnische Gerichtsordnung integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Blutgerichtsbarkeit und die zwei Galgen ==&lt;br /&gt;
Zum Amt Zons gehörten zwei Hochgerichte (Galgen):&lt;br /&gt;
* Das nördliche Hauptgericht (Stürzelberger Galgen): Es stand im Norden des Amtes an der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Uedesheim] auf der Flur &amp;quot;Galgenfeld&amp;quot; nahe dem [[Stüttger Busch]]. Es handelte sich um ein dreipfostiges Hochgericht, das weithin sichtbar an der wichtigen [[Landstraße]] von [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] errichtet war.&lt;br /&gt;
* Das südliche Nebengericht (Dormagener Galgen): Es befand sich im Süden des Amtes nahe der Grenze zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] im Bereich der [[Herrenbenden]] (Galgenbenden) nahe der Dormagener Windmühle und war zweipfostig. Es dürfte durch eine Grenzkorrektur auf Zonser Amtsgebiet gelangt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufrichten und Instandhalten dieser Richtstätten galt in der ständischen Gesellschaft als ehrlos und &amp;quot;unehrlich&amp;quot;. Kein ehrsamer Zonser Handwerker durfte das Holz der Galgen berühren, weshalb diese ungeliebte Aufgabe per Gewohnheitsrecht den Bauern des Weilers [[Horrem]] auferlegt war. Diese mussten die Galgen nachts heimlich in Zons aufladen, zu den Richtplätzen transportieren und sie dort unter Aufsicht des [[Schultheiß]]en aufrichten. Auch hatten sie die Hingerichteten zu verscharren. Als Ausgleich für diesen verhassten Dienst waren die Horremer über Jahrhunderte von der landständischen Steuer befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jost Auler|Auler, Jost]]: &#039;&#039;Das Zonser Schöffengericht und seine Galgen im 17. und 18. Jahrhundert.&#039;&#039; In: Almanach für den Kreis Neuss 1986, S. 76–85.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von Artur Elicker, Jakob Justenhoven und Herbert Milz.&#039;&#039; Düsseldorf 1973, S. 20–24, 40–41, 72–73, 85–87, 98–106, 123–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsprechung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Pfarrchronik&amp;diff=4446</id>
		<title>Pfarrchronik</title>
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		<updated>2026-08-19T12:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* 1939 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:klüwer1.jpg|200px|thumb|right|Pfarrer Johannes Klüwer in den 1940er Jahren.]]&lt;br /&gt;
Von seinem Amtsantritt 1928 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1951 führte der Zonser [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer]] eine &#039;&#039;&#039;Pfarrchronik&#039;&#039;&#039; über wichtige Ereignisse im Leben der Pfarrgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkungen ==&lt;br /&gt;
Das Führen von Chroniken über wichtige Ereignisse durch die Pfarrer hat in den Pfarrgemeinden des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_K%C3%B6ln Erzbistums Köln] eine bis in die Zeit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik Weimarer Republik] und davor zurückreichende Tradition. Die vorgesetzte geistliche Behörde achtete auf die Einhaltung dieser Verpflichtung, und die Chroniken wurden anlässlich von Visitationen eingesehen und beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zonser [[Pfarrer]] [[Adam Otten]] begann Ende 1907 auf Wunsch des Erzbischofs [https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Fischer_%28Kardinal%29 Antonius II. Kardinal Fischer] mit der Niederschrift der ersten Zonser Pfarrchronik, die er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1910 fortsetzte und ausbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Chronik liegt heute im Pfarrarchiv St. Martinus Zons (PfAZ), Nr. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei standen jedoch nicht aktuelle Ereignisse, sondern die weit zurückreichende Geschichte der Pfarrei im Vordergrund. Aktuelle Ereignisse wurden dementsprechend kaum notiert. Sein Nachfolger als [[Pfarrer]] (1910–1928), Dr. Dr. [[Ludolf Schmitz]], führte die Chronik nicht fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem Nachfolger von [[Pfarrer]] [[Ludolf Schmitz|Schmitz]], [[Johannes Klüwer]] (1928–1951), erfuhr die Chronik eine Fortsetzung, indem er unmittelbar nach seinem Amtsantritt mit der Niederschrift aktueller Ereignisse in der Pfarrgemeinde in dem von [[Adam Otten]] begonnenen Buch startete. Diese Chronik führte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1951 gewissenhaft fort&amp;lt;ref&amp;gt;Im Juni 1942 war das erste Buch voll, so dass er die Chronik in einem neuen Buch fortsetzte (heute PfAZ, Nr. 7).&amp;lt;/ref&amp;gt;, und seine Nachfolger folgten diesem Vorbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik von [[Johannes Klüwer]] ist eine sehr bedeutende ortsgeschichtliche Quelle für die Zeit von der ausgehenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik Weimarer Republik] über die Zeit des [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialismus Nationalsozialismus] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Zweiten Weltkriegs] bis in die beginnende Nachkriegszeit bzw. die ersten Jahre der Bundesrepublik. Die an vielen Stellen nicht nur implizite Kritik an der nationalsozialistischen Bewegung und ihren örtlichen Vertretern erstaunt angesichts der persönlichen Gefahr, der sich der Geistliche hiermit aussetzte. Auf der anderen Seite ist die Chronik damit eine einzigartige ortsgeschichtliche Quelle für die recht quellenarme Zeit des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Chronik [[Johannes Klüwer]]s in Transkription wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkriptionsteil ==&lt;br /&gt;
=== 1928–1932 ===&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1928&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 181] Am 25. Oktober 1910 wurde der hochwürdige Herr Dr. theol. et phil. [[Ludolf Schmitz]], geboren am 19. Januar 1874 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund Dortmund], zum [[Pfarrer]] in Zons ernannt. In seine Amtszeit fällt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg große Weltkrieg 1914–1918]. Wie beiliegendes Gedenkblatt zeigt, [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|starben 34 Söhne der Pfarre auf dem Felde der Ehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1928 Am 31. April 1928 wurde Herr [[Pfarrer]] [[Ludolf Schmitz|Dr. Schmitz]] als Oberpfarrer nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bergheim Bergheim, Erft] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sein Nachfolger wurde [[Johannes Klüwer]], geboren 29. Juni 1886 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], bisher in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes], St. Maria tätig, eingeführt wurde er am 24. Juni 1928 durch Herrn Hochwürden Dechant Boeckels, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. September. Jakob Blömacher feiert sein goldenes Brudermeister-Jubiläum auf der Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. September. Prozession zum [[Friedhof]], Kranzniederlegung zu Ehren der [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Gefallenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. Oktober. Die Glockensammlung beginnt wieder, da durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Krieg] die Kirche 2 Glocken verloren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. November. Das Hochamt zu Ehren des [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours Kirchenpatrons] verschönte [sic.] der Kirchenchor von St. Marien, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes] durch seinen Gesang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 182] Vom 3.–9. Dezember fand eine religiöse Weihe für die Jungfrauen statt. 90 % beteiligten [sich]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Exerzitienmeister] war Pater Britz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lazaristen Lazarist], Stolkgasse, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Weihnachten wurden 700 Kommunionen ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1.12.28. Mit dem heutigen Tage wurde Herr Schulrat Langenberg nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_K%C3%B6ln Köln Land] versetzt, an seine Stelle kam Herr Schulrat Dr. Schmitz, dessen bisheriger Wirkungskreis [https://de.wikipedia.org/wiki/Andernach Andernach] gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1929. Am 1. Januar 1929 schied die [[Lehrer]]in [[Maria Elisabeth Kirchhoff-Werle|Werle]], welche 12 Jahre in Zons gewirkt hatte, da sie heiratete, aus dem [[Schulwesen|Schuldienst]] aus. An ihre Stelle trat die Schulamtsbewerberin [[Klara Bergmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:März. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchenfenster]] wurden mit einem Kostenaufwand von 850,– Reichsmark gereinigt und repariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. April. Die [[Hohenzollernkompanie|Hohenzollern-Kompanie]] der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft]] feiert ihr silbernes Jubiläum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. April. [[Kirchenvorstand]]swahl. Gewählt wurden Hubert Boes, Josef Richrath, Josef Rodekirchen, Gottfried Stelzmann, Josef Vogel, zu den verbliebenen alten Mitgliedern Hubert Longerich, Wilhelm Peters, Peter Gilgen, Jakob Gassen, [[Johann Hahn]]. [[Otto Sticker]], 25 Jahre Mitglied und langjähriger stellvertretender Vorsitzender, war wegen [p. 183] seines hohen Alters ausgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19. Januar 1929 wurde der Katholische [[Frauen- und Mütterverein]] gegründet.’’&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Eintrag wurde auf p. 182 nachgetragen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 183] 1. März. Ein überaus strenger Winter. Der Rhein zugefroren bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Emmerich_am_Rhein Emmerich] und an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Loreley Loreley]. Am 1. März war die Temperatur noch -8 Grad Celsius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Mai. Durch die Witterungseinflüsse war das Kreuz &amp;quot;am [[Mülleposs|Mühlenpost]]&amp;quot; verwittert und herabgestürzt. Heute wurde es in feierlicher Prozession wieder erneuert. Insam und Prinoth aus [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Ulrich_in_Gröden St. Ulrich im Grödnertal (Tirol)] hatten es verfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Juni. Am St. Antoniustag wurde der [[Katholischer Gesellenverein|Katholische Gesellen-Verein]] gegründet. Herr Generaldirektor Dr. Nattermann aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] war persönlich anwesend. 33 Gesellen meldeten ihren Beitritt. Senior wurde Josef Blömacher, der auch als Präfekt des [[Jünglingsverein]]s sich der Jugend sehr annimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1929_52.jpg|300px|thumb|right|Stadtfest 1929: Ehrengäste und Festzugteilnehmer auf der Festwiese.]]&lt;br /&gt;
:21. Juli. [[Stadtfest 1929|Jubiläum]] der [[Stadtrecht|Stadterhebung 1373]] und silbernes Jubiläum der Erneuerung des [[Stadtwappen]]s (1904). Als Vertreter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Herrn Kardinals] zelebrierte Herr Hochwürden Domkapitular Monsignore Höller, [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln], das Hochamt. Die Festpredigt hielt [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Heinrichsbauer Herr Hochwürden Diözesanpräses Johannes Heinrichsbauer]. Festfolge, Festzug etc. siehe Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27.-30. September. Mission für alle Rheinschiffer und Fährleute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 184] 2. November. [[Gemeinderat]]swahl, [https://de.wikipedia.org/wiki/Provinziallandtag_(Preußen) Provinziallandtags-] und Kreistagswahl in Zons-[[Stürzelberg]]. Das Ergebnis niederschmetternd. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] erhielten 238, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 214, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokraten] 64, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Volkspartei Deutsche Volkspartei] 14, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschnationale_Volkspartei Deutschnationale] 44 etc. bei 724 abgegebenen Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Dezember. Das Mitglied des [[Kirchenvorstand]]s Hubert Boes wurde von einem Auto überfahren und war sofort tot. An seine Stelle trat i.K.V.&amp;lt;ref&amp;gt;Unklares Kürzel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johannes Erkelenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Dezember. Am 2. Weihnachtsfeiertage fand das erste Weihnachtspfarrfest statt. Alle Pfarrangehörigen beteiligten sich. Die einzelnen Vereine übernehmen die Bestreitung des Abends, conferre Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Dezember. Der [[Katholischer Arbeiterverein|Katholische Arbeiterverein]] wurde wieder ins Leben gerufen, ca. 30 Arbeiter meldeten sich. Vorsitzender wurde Johann Habets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1930&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1930. Vom 12.–19. Januar fand eine wohlgelungene Familienwoche statt. Die Beteiligung war sehr gut. Am Schlusse fand die Gründung des Katholischen [[Frauen- und Mütterverein|Frauen-Müttervereins]] statt. 200 Frauen meldeten ihren Eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Januar. Die Eheleute Lambert Wingerath und Margarete Sand feiern heute unter Anteilnahme der ganzen [p. 185] Bevölkerung ihre goldene Hochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im [[Vinzentinerinnen|Vinzenzkloster]] wird ein Nähkursus eingerichtet, und die Kreisverwaltung veranstaltet Kochkurse, die sehr gut besucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. März. Heute findet die Betstunde für die verfolgte Kirche in Rußland statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. [April]. Wie auch im vorigen Jahre, so werden heuer [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Exerzitien] für die Schulentlassenen von dem hochwürdigen Herrn Assistenten des [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshauses] [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] gehalten und in einer kleinen Feier die Schulentlassenen verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. Mai. Der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor Cäcilia]] feiert sein goldenes Jubiläum, das recht würdig verlaufen ist, conferre Programm. Die Festpredigt hielt Pater Seiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner CSSp], 9 Kirchenchöre des Dekanates waren erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. Juni. Bruderweihe des [[Katholischer Gesellenverein|Katholischen Gesellenvereins]], zu dem die Brudervereine in stattlicher Zahl (700 Gesellen) erschienen waren. Die Festpredigt hielt Herr Hochwürden Bezirkspräses Kaplan Schorn aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], die Festrede Herr Hochwürden Dr. Nattermann, Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni. Die endgültige [https://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Rheinlandbesetzung Befreiung des Rheinlandes von dem Joche der feindlichen Besatzung] wurde auch kirchlich gefeiert. Tedeum etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni. Elternbeiratswahl. Trotz Gegenarbeit [p. 186] gelang es den [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten], einen ihrer Vertreter, einen Dissidenten, in den Elternbeirat zu wählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. September. Die weltliche Feier des goldenen Jubelfestes des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchores und Männergesangvereins &amp;quot;Cäcilia“]] mit nationalem Gesangwettstreit, conferre Festbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weißen Sonntag wurden 20 neue Kinderbänke angeschafft, das Stück zu 23,- Mark, verfertigt von Sebastian Steinbach, Zons, und Wilhelm Steinbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. Oktober. Der Herr Hochwürden [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Joseph_Sträter Weihbischof Dr. Hermann Josef Sträter] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen]) wurde zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation] um 8 Uhr am [[Feldtor]] empfangen, zelebrierte selbst das [https://de.wikipedia.org/wiki/Messopfer heilige Meßopfer] und spendete 92 Firmlingen die heilige Firmung. In der Prüfung mußten die Kinder recht gut antworten. Um 11 Uhr ging er mit den anwesenden Geistlichen Herrn Hochwürden Dechant Böckels ([https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]), Direktor Kettenhofen, Assistent Heckmanns ([https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus]), Definitor Biesenbach ([[Stürzelberg]]), Rektor Schmitz ([https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_(Dormagen) Horrem]), Dr. Selung (bischöflicher Kaplan) und Religionslehrer Krutwig ([https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(Köln) Köln-Nippes]) durch die festlich geschmückten Straßen zum Besuch der [[Vinzentinerinnen|Schwestern]]. Unter feierlichem Glockengeläute fuhr der hochwürdige Herr gegen ½ 3 Uhr zur Firmung nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Straberg Straberg].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Oktober. Sämtliche Ostern entlassenen Knaben (9) wurden heute am [https://de.wikipedia.org/wiki/Christkönigsfest Christkönigsfest] feierlich in den [[Jünglingsverein|Jünglings-Verein]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 187] 24. und 25. November. [[Hochwasser]] in Zons. Bei einem Pegelstand von 7 m in [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] stand das Wasser sonst bis weit in die [[Feldstraße]]. Zum ersten Male in der Geschichte Zons hat die Stadt nicht unter den Schrecken des [[Hochwasser]]s zu leiden gehabt, da der neue [[Hochwasserschutz|Damm]] mit einem Kostenaufwand von 1.275.000,- Reichsmark einige Tage vorher fertiggestellt war. Vergleiche den Zeitungsausschnitt in der Anlage zur Chronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Dezember. Wie im Vorjahre, wurde auch in diesem Jahre eine Pfarrweihnachtsfeier veranstaltet. Der große [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Saal]] bei [[Peter-Josef Schmitz|Peter Josef Schmitz]] war 2x vollständig besetzt. Herr [[Lehrer]] [[Heinz Riffel|Riffel]] hatte die Leitung, der auch in diesem Jahre die Krippe in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gebaut hat. Zum 1. Mal wurde der Hochaltar als Ort der Aufstellung gewählt. Auf der Epistelseite Vertreibung aus dem Paradiese, Opfer des Isaak eherne Schlange, Verkündigung der Engel. Im Hintergrund die Verkündigung Mariens. Auf der Evangelienseite die Krippe und der Zug der [https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Drei_K%C3%B6nige heiligen 3 Könige], auf dem Hintergrund aufgebauter Zonser [[Rheinturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachtrag zu 1930&lt;br /&gt;
:Am 18. Mai feierte der [[Marienverein]] das 100-jährige Bestehen des [[Marienverein]]s mit den Schwestervereinen [p. 188] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(Köln) Köln-Nippes].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Anläßlich des Namenstages des [[Johannes Klüwer|Pastors]] schenkten die Vereine der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] Läufer für den Altar, Kerzenhalter für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tabernakel Tabernakel], Taufkännchen und -teller und der [[Paramentenverein]] Alben für [https://de.wikipedia.org/wiki/Seelenamt Seelenmessen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Laufe des Jahres verfertigte der [[Paramentenverein]] Schutzdecken für die Altäre und einen violetten [https://de.wikipedia.org/wiki/Pluviale Chormantel]. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaerpilger] brachten von ihrer Pilgerfahrt 6 Kerzenleuchter für den Hauptaltar mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1931. Am 21. Januar starb der Rendant Ferdinand Klüwer aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], nachdem er 3 Jahre die Geschäfte zur vollsten Zufriedenheit geführt, sein Nachfolger wurde am 1. Februar der Kaufmann Robert Jungblut aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. Februar. Die Eheleute Gottfried Rosellen und Sophia Lieven aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven] begehen das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Die ganze Gemeinde nimmt freudigen Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. März. Der [[Bonifatiusverein]] wurde neu eingeführt. Fräulein Anna Steinbach besorgt die Arbeit. Ca. 20 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:März/April. Der [[Frauen- und Mütterverein]] hält einen Kursus für Säuglingspflege, der sehr gut besucht wird. Schwester Hildegard leitet den Kursus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 189] 5. April. Der [[Fußballclub Zons]] feiert sein 20-jähriges Bestehen und hält eine Generalkommunion in der Frühmesse, an der sich alle Mitglieder beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Mai. Wie alljährlich die Blumenprozession der Schulkinder zum Maialtar. Eingeübt war das Lied &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ave_maris_stella Meerstern ich Dich grüße]&amp;quot;. An [https://de.wikipedia.org/wiki/Hortensien Hortensien-Topfpflanzen] waren gegeben: 70 Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. Mai. Schluß der österlichen Zeit, wie im Vorjahr haben über 200 die Osterpflicht nicht erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. Juni. Feierliche Glockenweihe, conferre Festfolge in der Anlage.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Geschichte der Glocken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|1876–78 neuerbaute Pfarrkirche]] wurden die Glocken der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|alten Kirche]] eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die große Glocke d.&lt;br /&gt;
:In honorem [https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_%28Mutter_Jesu%29 B.M.V.] fusa sum ad usum ecclesiae S. Martini Sontini. P.T. [[Pfarrer|pastore]] [[Carl Joseph Neesen|C.J. Neesen]], [[Vikare|vicarius]] [[Johann Maaßen|J. Massen]], [[Martin Schloßmacher|S.M. Schloßmacher]] consiliarii eccl. [[Franz Aldenhoven|F. Aldenhoven]], [[Gottfried Schmitz|G. Schmitz]], [[Heinrich Stommel|H. Stommel]], [[Johannes Bongartz|J. Bongartz]], H. Richrath. Anno 1843. Gaulard Père et fils fondeurs a [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCttich Liège].&lt;br /&gt;
:Vorn befindet sich das Bild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Muttergottes].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die mittlere Glocke f.&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours S. Martini] Glock bin ich genannt,&lt;br /&gt;
:[p. 190] zu Zons getauft wider Feuer und Brand.&lt;br /&gt;
:Ungewitter, Donner u. Hagelschlag&lt;br /&gt;
:Durch Gottes Gnad abwenden mag.&lt;br /&gt;
:Renovata sub D. [[Pfarrer|pastore]] [[Nikolaus Engelskirchen|Nikolao Engelskirchen]]. D. [[Wolter Weber|Wolters Weber]] [[Bürgermeister|consule (Bürgermeister)]] D. [[Mathias Stamm|Mathia Stam]] [[Kirchmeister|aedili]] et [[Schöffen|scabino]] (Ortsvorsteher und Schöffe) sumptibus D D patronorum et sui civitatis. Anno 1710.&lt;br /&gt;
:Johann Peter Edel von [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fburg Straßburg], Curpfelsiger goß mich 1710.&lt;br /&gt;
:Vorn befindet sich das Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiligen Martinus], hinten das Bild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Muttergottes].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die kleine Glocke g.&lt;br /&gt;
:Zu Gottes Ehr heng ich hier, das Ungewitter zu kieren u. Gottes Lob zu mehren.&lt;br /&gt;
:Bin aus Statt Zons Mitteln ahngeschaffet worden 1751. Denuo fusa consecrata fideles advoco.&lt;br /&gt;
:Vorn befindet sich das Bild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Muttergottes] (1), hinten das Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Maternus heiligen Maternus] (2), rechts ein Kruzifix (3) und links das Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiligen Hubertus] (4).&lt;br /&gt;
:Die entsprechenden Umschriften (1) [https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_%28Mutter_Jesu%29 Maria] ora pro nobis, [p. 191] (2) [https://de.wikipedia.org/wiki/Maternus S. Materne] ora pro nobis, (3) misere nobis, (4) [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich St. Huberte] ora pro nobis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die kleinste Glocke hoch oben im Turm, das sogenannte Kleppglöcklein mit Inschrift.&lt;br /&gt;
:Ton: cis&lt;br /&gt;
:Allen luden bekannt.&lt;br /&gt;
:Ave bynych genannt&lt;br /&gt;
:Anno Domini MVCIII&lt;br /&gt;
:Dieses kleine Glöcklein stammt hochwahrscheinlich noch aus der alten [[Franziskanerkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Weltkrieges] wurden Glocken d und f beschlagnahmt. Die  g-Glocke wurde 1917 und die cis-Glocke 1918 im Turm zerschlagen und für Kriegszwecke (Kanonen) verwandt. Nach Beendigung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Krieges] begann die Pfarrgemeinde mit der Sammlung für neue Glocken. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923 Inflation] machte 1922 (200.000,- Mark waren schon bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Glockengie%C3%9Ferei_Otto Glockenfirma Otto] eingezahlt) alle Hoffnung zu nichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 8. Juli 1928 begann man wieder mit der Sammlung anläßlich des Krönungsballes der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützengesellschaft]]. Ergebnis: 130,- Mark. Darauf lud der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] die Vereine aus Zons ein. [p. 192] Die Stadt wurde in 9 Bezirke eingeteilt und monatlich eine Haussammlung zum Besten der Glocken abgehalten. Es beteiligten sich der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Männergesangsverein und Kirchenchor Cäcilia]], der [[Kriegerverein]], [[Turnverein]], [[Marienverein]], [[Theaterverein &amp;quot;Germania&amp;quot;|Theaterverein Germania]], der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenverein]], die [[Feuerwehr]], der [[Fußballclub Zons|Fußballklub]], und den Außenbezirk übernahm der Polizeiwachtmeister Pohlmann. Alle Vereine taten ihr Bestes, nur die [[Theaterverein &amp;quot;Germania&amp;quot;|Germania]] legte bald ihr Amt nieder, an seine Stelle trat der neu ins Leben gerufene [[Katholischer Gesellenverein|Katholische Gesellenverein]]. Jeden Monat wurde abwechselnd im Saale [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Schmitz]] und [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Schönen]] ein Kinoabend veranstaltet, auch gaben einige Vereine besondere Theaterabende zum Besten der Glocken, so der [[Marienverein]] 90,- Mark, die [[Schulwesen|Schule]] 107,- Mark, [[Hohenzollernkompanie]] 25,- Mark, die [[St. Antoniusbruderschaft|Antoniusbruderschaft]] stiftete 34,- Mark, der [[Kegelclub &amp;quot;Gemütlichkeit&amp;quot;|Kegelklub &amp;quot;Gemütlichkeit&amp;quot;]] 90,- Mark. Außerdem stifteten einige Pfarrkinder besondere Summen, sodaß am 18. Mai 1931 die Glocken in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Petit_%26_Gebr._Edelbrock Gießerei von Petit und Gebrüder Edelbrock] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Gescher Gescher in Westfalen] unter Beisein des [[Johannes Klüwer|Pfarrers]] und einiger Mitglieder des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] gegossen werden konnten. 3 neue Glocken wurden gegossen, d, f, g, im Gewicht von 1753 kg, 1035 kg und 685 kg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 193] Die Abrechnung stellt sich wie folgt: Einnahme Sammlung der Gemeinde und Kirchenkollekte 4.500,- Mark.&lt;br /&gt;
:Sammlung durch [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] 800,- Mark&lt;br /&gt;
:Einnahmen bei der Glockenweihe 320,- Mark&lt;br /&gt;
:Anleihe aus der Kirchenkasse 3.000,- Mark&lt;br /&gt;
:8.620,- Mark&lt;br /&gt;
:Zuschuß aus der Kirchenkasse aus früheren Jahren 1.000,- Mark&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dem stehen an Ausgaben gegenüber 9.620,- Mark&lt;br /&gt;
:Für die Glocken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Petit_%26_Gebr._Edelbrock Firma Petit und Edelbrock], [https://de.wikipedia.org/wiki/Gescher Gescher] 6.216,- Mark&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Herford Herford], Elektrizitätswerk Bautransport 2.284,- Mark&lt;br /&gt;
:Geiler Installation 590,- Mark&lt;br /&gt;
:Sonstige Nebenkosten 530,- Mark&lt;br /&gt;
:9.620,- Mark&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da die vorhandene alte G-Glocke in Zahlung gegeben wurde, erhöht sich der Anschaffungspreis um 750,- Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neueglocken.jpg|350px|thumb|right|Die neuen Glocken auf dem Kirchplatz bei der Weihe am 28. Juni 1931. Zu sehen sind von links die Glocken g, f und d.]]&lt;br /&gt;
:Am 25. Juni wurden die Glocken feierlich in Prozession vom Bahnhof [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] abgeholt und auf dem Kirchplatze aufgestellt, wo der Herr [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_M%C3%B6lders Domkapellmeister Prof. Mölders] sie prüfte und für sehr gut befand (conferre Anlage zur Chronik). Am 28. Juni war unter großer Beteiligung die Weihe, welche der Herr Dechant Boeckels aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] vornahm. Die Festpredigt hielt Herr Pastor Probst aus [p. 194] St. Marien, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes]. Am 11. Juli abends läuteten die Glocken zum ersten Male. An diesem Tage wurde das neu eingerichtete [[Heimatmuseum]] im [[Rheinturm]], um dessen Zustandekommen sich Herr [[Lehrer]] [[Heinz Riffel|Riffel]] sehr bemüht hat, der Stadtverwaltung zur Verwaltung übergeben, conferre Seite 195. Mögen die Glocken nunmehr nur dem Frieden dienen. Dem [[Heimatmuseum|Museum]] wurden geliehen conferre Seite 219.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. August. Aufnahme der Schulentlassenen in [[Kolpingfamilie|Jung-Kolping]] feierlich in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]], abends Familienabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. und 7. September. Prozession nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] mit 90 Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. September. Prozession wie alljährlich nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. Oktober. Elisabethfeier im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Volksgarten&amp;quot;|Saale Hahn]] zum diesjährigen Jubiläum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18. Oktober. [[Kirchenvorstand|Kirchenvorstandswahl]]. Die alten Mitglieder werden wieder gewählt, Hubert Longerich, Jakob Gassen, Peter Gilgen, [[Johann Hahn]], Wilhelm Peters, als Ersatzmitglieder [[Matthias Weiler]] und [[Heinrich Wimmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Oktober. 12 Mitglieder des [[Katholischer Arbeiterverein|Katholischen Arbeitervereins]] fahren zum Einkehrsonntage nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16.-30. November. Von 16.-30. November hielten die [https://de.wikipedia.org/wiki/Redemptoristen Patres Redemptoristen] Borchert aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Bochum Bochum] und Claessen aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Luxemburg_%28Stadt%29 Luxemburg] große [https://de.wikipedia.org/wiki/Volksmission Volksmission], die letzte Mission war gewesen 1.-8. Februar 1920 von den [p. 195] Herren [https://de.wikipedia.org/wiki/Kapuziner Kapuzinerpatres] Benedictus und Theobaldus. Ein altes Kreuz der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] wurde als Missionskreuz neugeweiht und am Muttergottesaltar feierlich aufgestellt. Die Beteiligung an der Mission betrug 85 %, bis Weihnachten fanden sich noch 5 %, sodaß 90 % aller Pfarrkinder die heiligen Übungen mitmachten, trotz eifriger Gegenagitation der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten], die selbst eine Gottlosentruppe zu Theateraufführungen bestellt hatte (Agitproptruppe), deren Auftreten aber vom Bürgermeisteramt verboten wurde. Die Kommunistengruppe im [[Stadtrat|Gemeindeparlament]] hatte es auch fertiggebracht, daß von der Zivilgemeinde kein Zuschuß zur Glockenanschaffung gegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Dezember. Zur Pfarrweihnachtsfeier, die in diesem Jahre an 2 Tagen 1.000 Besucher hatte, wurde unter Leitung von Herrn [[Lehrer]] [[Heinz Riffel|Riffel]] das Krippenspiel von Ferdinand Beng aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachtrag zur Glockenweihe&lt;br /&gt;
:Die große D-Glocke hat die Inschrift In honorem Immaculatae conceptionis [p. 196] [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin B.M.V.] fusa sum ad [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|ecclesiae S. Martini Sontini]]. Des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Krieges] Sturm riß mich vom Turm 1917. Neuerstanden sing ich wieder der Gottesmutter Jubellieder 1931. Bild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Muttergottes], Marienglocke.&lt;br /&gt;
:Paten: [[Hans Michael Flücken]], derzeitiger [[Bürgermeister]] von Zons, und Frau Maria Meller geb. Scheer, Gutspächter des [[Schloss Friedestrom|Schloßhofes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ergänzung auf p. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittlere f-Glocke&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours S. Martini] Glock bin ich genannt. Zu Zons getauft wider Feuer und Brand. Ungewitter, Donner und Hagelschlag durch Gottes Gnad abwenden mag.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Pro patria mortua 1918 pro ecclesia in ritam redio 1931. [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours St. Martinus-Bild].&lt;br /&gt;
:Paten: [[Peter Breuer]], [[Lehrer|Hauptlehrer]], Helene Rodewig geb. Uhles, Gattin des pensionierten Rentmeisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kleine Glocke Ton g. Höhe 1 m, Durchmesser 1,03 m.&lt;br /&gt;
:Zu Gottes Ehr heng ich hier, das Ungewitter zu kieren und Gottes Lob zu mehren. Bin aus Stadt Zons Mitteln ahngeschafft worden 1751. Denuo fusa et consecrata fideles advoco 1931. Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiligen Hubertus].&lt;br /&gt;
:Paten: [[Otto Sticker]], 2. Vorsitzender des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]], Gertrud Wimmer, Schwester des pensionierten [[Küster|Küsters]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistiken 1927–1931&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|   || &#039;&#039;&#039;1927&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;1928&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;1930&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Taufen&#039;&#039;&#039; || 27 || 32 || 33 || 37 || 24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Ehen&#039;&#039;&#039; || 15 || 12 || 13 || 11 || 7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Sterbefälle&#039;&#039;&#039; || 4 || 10 || 15 || 9 || 17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Firmung&#039;&#039;&#039; || – || – || – || 94 || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;heilige Kommunionen&#039;&#039;&#039; ||   || 5.450 || 8.500 || 11.800 || 15.900&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;1. heilige Kommunion&#039;&#039;&#039; ||   || 13 || 18 || 28 || 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Osterkommunion&#039;&#039;&#039; || nicht gehalten || nicht gehalten || 300 || 200 || 100&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1932&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WMad1.jpg|300px|thumb|right|Umzug in Zons am 1. Mai 1932 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Wiedereinführung der &amp;quot;Wundermadonna&amp;quot; in die Pfarrkirche. Es sind Mitglieder der Hohenzollernkompanie zu sehen.]]&lt;br /&gt;
:[p. 197] 1932. In diesem Jahre sind es 75 Jahre, daß unsere altehrwürdiges [[Wundermadonna|Muttergottesbild (Mater laetitiae)]] unter großen Feierlichkeiten wieder in die [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche]] überführt wurde. Deshalb fand vom 27.–29. April ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Triduum_Sacrum Triduum], gehalten vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Lazaristen Lazaristenpater] Paus aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], Stolkgasse, statt. Guter Besuch. Sonntag, den 1. Mai Generalkommunion der Gemeinde, feierliches Hochamt, nachmittags Blumenprozession der Schulkinder, Festpredigt und feierliche Prozession durch das festlich geschmückte Zons, einige Bilder in der Chronik. Festzug durch [[Feldstraße]], [[Steinstraße]], [[Gartenstraße]], [[Rheinstraße]], [[Grünwaldstraße]], [[Zehntgasse]], [[Brunnenstraße]], [[Hohes Örtchen]], [[Hubertusstraße]], [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24. April fand die Landtagswahl mit folgendem Ergebnis statt: Zons und Stürzelberg zusammen. [Ausschnitt Zeitungsartikel:]&lt;br /&gt;
::Zons: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokraten] 57 (82), [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschnationale_Volkspartei Deutsch-Nationale] 18 (50), [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichspartei_des_deutschen_Mittelstandes R. Mittelstand] 2, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 529 (564), [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] 428 (388), [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Volkspartei Volkspartei] 15 (36), [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichspartei_f%C3%BCr_Volksrecht_und_Aufwertung Volksrechtspartei] 10 (52), [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichspartei_des_deutschen_Mittelstandes Wirtschaftspartei] 17 (116), [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich-Nationale_Bauern-_und_Landvolkpartei Landvolk 7] (16), [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Partei Staatspartei] 7 (11), [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei National-Sozialisten] 403 (119).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Während des Notwinters 1931/32 fanden Sammlungen statt, der [[Frauen- und Mütterverein|Frauenverein]] hatte eine Nähstube eingerichtet, wo die in der Gemeinde gesammelten Kleidungsstücke verarbeitet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 198] [Es folgt ein eingeklebter Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel:]&lt;br /&gt;
::5) Zons, 14. Mai. (Bilanz der Zonser Notgemeinschaft.) Die Notgemeinschaft Zons gab heute einen Überblick über geleistete Arbeit im verflossenen Winter. Als Vorsitzender erstattete [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Flücken]] Bericht. An Spenden und Sammlungen standen 887,65 Mark zur Verfügung. In bar wurden 539 Mark verausgabt. Zu Weihnachten wurden 108 Liebespakete verteilt. 155 Mark verwendete man für Kleider und Wäschestücke, für besondere Fälle (Lebensmittel, Schuhsohlen usw.) 130 Mark. – Auf Grund der großen Spenden war es weiter möglich, 18 arme [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion Kommunionkinder] auszustatten. Den Frauen, die in uneigennütziger Weise ihre Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, dankte der Vorsitzende in besonderer Weise. Ihre Arbeit ermöglichte es, aus den gesammelten Kleidungsstücken gebrauchsfähige, nützliche Sachen herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Juni. Den vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XI. heiligen Vater] vorgeschriebenen Weltsühnetag feierten wir heute mit gemeinschaftlicher heiliger Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. Mai. Pfingsten fand ein großes Ringpfadfindertreffen statt. Zeltlager vor den Toren, conferre Chronik. Leider hat sich hier trotz Gegenarbeit auch eine Gruppe dieser neutralen auf völkischem Boden, stark nationalsozialistischen Bewegung gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Juni. Die am 26. Juni stattfindenden Elternbeiratswahlen waren beschämend für mich. Katholische Eltern gewählt wurden mit 54 Stimmen 2 kommunistische, 50 Stimmen 2 katholische und 35 Stimmen 1 nationalsozialistischer Vertreter. Der Dissident und Kommunist wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, sowenig Rückgratfestigkeit haben unsere katholischen Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der alte Kuh- und Schweinestall des [[Pfarrhaus|Pfarrhofes]] wird abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 199] 31. Juli. [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahlen_in_Deutschland Reichstagswahl]. Wahlberechtigt 959. Es wurde gewählt [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei Nazi] 282, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozi] 62, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kozi] 289, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 263, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschnationale_Volkspartei Deutschnational] 18, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Volkspartei Deutsche Volkspartei] 4 und die kleinen Parteien je 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. September. Sturmtag in Zons. In diesem Jahr fand an jedem 2. Sonntage jedes Monates eine [sic.] Werbetag für die Jungmänner und Gesellen unseres Dekanates statt, an dem wir uns beteiligten. Leider konnte wegen des Wetters das Freilichtspiel &amp;quot;Tell&amp;quot; nicht wie vorgesehen am &amp;quot;[[Liebfrauentor|Bildchen]]&amp;quot; stattfinden. Beteiligung war&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zahl der Teilnehmer hat Klüwer nicht nachgetragen.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Morgens Generalkommunion der Jungmänner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Das &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewige Gebet]&amp;quot; auf diesen Tag verlegt, da Neuordnung wegen der Abtrennung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Aachen Diözese Aachen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Oktober. [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] (Sakramentsrektorat) veranstaltete hier Sonntag für bedürftige Großstädter 30 Zentner Kartoffeln und 30,- Mark in baar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. Oktober. Heute beginnen die liturgischen Vorträge, während des Winterhalbjahres jeden Monat mit Lichtbildern und Schallplatten, Referent Herr Hochwürden Religionslehrer Krutwig, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes]. Besuch sehr gut. In diesem Monate nahm auch die Notgemeinschaft seine Tätigkeit wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. November. Der Hubertusaltar aufgestellt, im März der [p. 200] Josefsaltar (die Öfen wurden entfernt) die Figuren renovierte Bardenheuer [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], von Werthstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23.11. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] der Frauen im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Teilnahme 50. Leiter Pater Heimann, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25.12. Zum Pfarrweihnachtsfest sang der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] das Weihnachtsoratorium von [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Fidelis_M%C3%BCller Domdechant H. Müller], [https://de.wikipedia.org/wiki/Fulda Fulda]. Dazu lebende Bilder gestellt vom Herrn [[Lehrer]] [[Heinz Riffel|Riffel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vom 19.–25. Dezember fand die Missionserneuerung durch Herrn Pater Borchert, [https://de.wikipedia.org/wiki/Bochum Bochum] statt. Teilnahme nicht wie bei der Mission selbst. Das Weihnachtsspiel: &amp;quot;Frohe Botschaft&amp;quot; von Dr. Ernst Weber, Verlag: Arnold Strauch, [https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig Leipzig].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik vom Jahr 1932.&lt;br /&gt;
:Taufen 32 (24), Ehen 18 (2) 1 Mischehe, Tod 13 (17), alle versehen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 30 (36), Kommunionen ausgeteilt 22.700 (15.900), Osterkommunion nicht gehalten (150).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1933–1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1933&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. Februar. Familienfeier der Pfarre bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]] mit heiterem Programm. Die vom Gesellen-Arbeiter-Jünglingsverein und [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] gebildete Laienspielschar trat zum 1. Mal an die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. März. Revolutionsstimmung. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsbrand Brand des Reichstagsgebäudes] hatte wie ein Fanal gewirkt. Die tollsten Gerüchte durchschwirren den Ort. Die Kommunistischen Führer werden festgesetzt. [p. 201] Die Reichstags- und Landtagswahl für Preußen hat unter dieser Stimmungsmache folgendes Bild: [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewegung)] 377, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokraten] 34, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 235, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] 216, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschnationale_Volkspartei Deutschnationale Volkspartei] 36 und die kleinen Parteien. Wahlbeteiligung 97 %. Hoffentlich sehen die Katholiken nicht zu spät ein, daß das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] die Belange des katholischen Volksteils noch immer am besten geschützt hat. Es geht wie ein nationalsozialistischer Rausch durchs Volk. Gewalt und Rechtsunsicherheit haben wieder Platz gegriffen. Die Katholiken werden wieder als national minderwertig angesehen, Bürger 2. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahlen_in_Deutschland Reichstagswahl] vom 6. November 1932 hatte folgendes Bild: [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei Nazi] 192, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozi] 31, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kozi] 307!!, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 225, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschnationale_Volkspartei Deutschnational] 18. Wahlberechtigt 960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. März. Die Wahl zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Provinziallandtag_%28Preu%C3%9Fen%29 Provinziallandtag], Kreistag und zum [[Stadtrat|Gemeinderat]]. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrumspartei] hat zum 1. Mal eine eigene Zentrumskandidatenliste aufgestellt, von denen einer ([[Matthias Weiler]]) gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 202] Die nationale Revolution, auf dem [[Rathaus]] weht die Hakenkreuzfahne. Die tollsten Gerüchte durcheilen die Gemeinde. 6 führende [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] werden in [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzhaft Schutzhaft] genommen, u.a. Theodor Derendorf, [[Johann Scheer]] ([[Marktplatz|Markt]]), Johann Fleischhauer (Rhein), Wilhelm Hermanns (Mühlenstraße). Einige Wochen vorher war bei einem nächtlichen Überfall der Kommunistenführer [[Ernst Junghans]] erschossen worden. Sein Begräbnis (ohne Geistlichen) war eine Demonstration der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] gewesen. Die kommunistischen und sozialistischen Zeitungen verschwinden. Aus der städtischen Volksbibliothek werden alle marxistischen und liberalen Bücher entfernt. Der Umschwung zeitigt die sonderbarsten Früchte. Solche, die den [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] noch vorher mit &amp;quot;Heil Moskau&amp;quot; und der geballten Faust begrüßten, heben jetzt in [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung brauner Uniform] die flache Hand zum Gruße [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlergru%C3%9F &amp;quot;Heil Hitler&amp;quot;]. Hoffentlich werden sie auch innerlich umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. April. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_Arbeitsdienst freiwillige Arbeitsdienst], der vom [[Katholischer Arbeiterverein|katholischen Arbeiterverein]] getragen und hauptsächlich von Mitgliedern des [[Katholischer Gesellenverein|Katholischen Gesellenvereins]] ausgeführt wurde, hat versucht, die Zonser [[Hannepützheide|Heide]] urbar zu machen, begonnen Februar 1932, endete es mit 1. April 1933. Ca. 8.000 [https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanische_Wei%C3%9F-Eiche amerikanische Eichen] wurden auf der [[Hannepützheide|Heide]] angepflanzt. [p. 203] Die Maßnahme hat 35.500 Mark den Zonsern gebracht. Der Kirchplatz wird neu angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel, noch p. 202]&lt;br /&gt;
::Bedeutende Worte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_von_Faulhaber Kardinals Faulhaber]. Wie die &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essener] Volkszeitung&amp;quot; aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Weingarten_%28W%C3%BCrttemberg%29 Weingarten] meldet, hat dort am Vorabend des [https://de.wikipedia.org/wiki/Blutritt Blutfreitags] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_St._Martin_%28Weingarten%29 Klosterkirche] [https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_von_Faulhaber Kardinal Michael von Faulhaber] eine Festpredigt über das Wesen der Erlösung aus dem Heiligen Blute und über das Geheimnis der Wunden Christi gehalten. Er erklärte dabei u.a.: &amp;quot;Das kostbare Blut Christi rede ich zu allen Völkern.&amp;quot; Der Kardinal fuhr dann fort: &amp;quot;Es war eine geschichtliche Stunde, als unser [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Reichskanzler] vor aller Welt klar und bestimmt den Willen unseres Volkes zum Frieden bekundete. In meiner Friedenspredigt vom Februar 1932 habe ich den Leitsatz aufgestellt: Wir wollen für den Frieden rüsten, für unser Volk das gleiche Recht in Anspruch nehmen wie andere Völker und diese Rechtsgleichheit durch Abrüstung der hochgerüsteten Völker, nicht durch Aufrüstung der Abgerüsteten, erreichen. Damals hat eine führende Zeitung geschrieben, solche Friedenspredigten dürften im [https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Reich Dritten Reich] nicht mehr gehalten werden. Und nun hat der Reichskanzler, 1 ¼ Jahre später, die gleichen Forderungen erhoben. Gesegnet sei, wer den Heldenmut besitzt, den Ölzweig des Friedens zu erheben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hitlereiche1933.jpg|300px|thumb|right|Feierliches Setzen der &amp;quot;Hitler-Eiche&amp;quot; am Pohl am 1. Mai 1933.]]&lt;br /&gt;
:1. Mai. Wie alljährlich die Blumenprozession der Kinder zum [[Wundermadonna|Muttergottesaltar]] am Vorabend. Am Tage selbst: feierliches Volkshochamt mit Predigt über die Arbeit im christlichen Geiste &amp;quot;Bete und arbeite&amp;quot;. Nachmittags Umzug und Pflanzung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Eiche Hitler-Eiche]. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung SA] nahm in Uniform am Gottesdienst teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Juni. Die politische Entwicklung nimmt ihren Fortgang. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitler-Jugend] wird verboten, an den Versammlungen des Katholischen [[Jünglingsverein]]s teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Juni. Pfarrfamilienfeier anläßlich des Namenstages des [[Johannes Klüwer|Pastors]]. Eine Betbank für die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] wird überreicht. Die Vereine hatten das Programm übernommen, der Abend verlief gemütlich und harmonisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Juli. Die Polizei beschlagnahmte Protokollbücher und Vereinsvermögen der St. Georgspfadfinder, Unterabteilung des Jungmännerverbandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. August. Das Verbot wird aufgehoben. Die Jugendlichen sind fast restlos in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitlerjugend]. Der [[Katholischer Gesellenverein|Katholische Gesellenverein]] behauptet sich und bleibt bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Juli. Große Männerwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. August fährt der Pilgersonderzug des Dekanates Zons [p. 204] (aus unserer Gemeinde beteiligen sich 100) zur Verehrung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Rock heiligen Rockes] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Trier Trier]. Alle Pilger empfingen morgens die heilige Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Die Beteiligung am [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung ewigen Gebete] war wie in den Vorjahren gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. September. Aus Anlaß der Ratifizierung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat Reichskonkordates] mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XI. heiligen Vater] ist feierliches Amt. Der Friede mit der Kirche ist geschlossen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erntedank3.jpg|300px|thumb|right|Pfarrkirche St. Martinus beim Erntedankfest 1933.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erntedank1.jpg|300px|thumb|right|Erntedankfest 1933. Stehend mit Blick in Richtung Kamera: Ortsbauernführer Heinrich Wimmer.]]&lt;br /&gt;
:1. Oktober. Auch in unserer Gemeinde wurde das [[Erntedankfest]] feierlich begangen. Die Landwirte (Frau [[Heinrich Wimmer|Wimmer Heinrich]]) hatten die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] mit den Früchten des Feldes geschmückt, nachmittags war unter Anteilnahme der ganzen Bevölkerung ein wohlgelungener Festzug der Bauern und Handwerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. Oktober. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] für die Frauen im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Pater Angelinus [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskaner_%28OFM%29 O.F.M.] [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] hielt die Vorträge. 50 Mitglieder des [[Frauen- und Mütterverein|Frauen- und Mütter-Vereins]] beteiligten sich. Auch die Arbeiter hatten [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], Teilnehmer 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. November. [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_November_1933 Volksabstimmung und Reichstagswahl]. 95 % Wahlbeteiligung, nur 40 Neinstimmen. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus Kommunismus] ist äußerlich in Zons überwunden. [p. 205] Hoffentlich auch innerlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. November. Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützenbruderschaft]] hat ihre General-Kommunion, an der sich leider nur 35 % beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Dezember. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] der Jungfrauen im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Beteiligung 35, Religionslehrer Krutwig, der auch die monatlichen liturgischen Vorträge mit Lichtbildern und Schallplatten hält, hielt die Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Die Beteiligung an der Weihnachtskommunion war erfreulich groß. 80 % der Pfarrkinder fanden sich ein. Vor der heiligen Messe fand eine Krippenfeier statt, die sich in 3 Teile gliederte: I. Heilandserwartung. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] dunkel, jeder kommt mit einer brennenden Kerze. Die Gemeinde singt: O komm, O komm, Emmanuel. Adventsgebet. II. Heilandsverkündigung. Violinsolo (Gottfried Köpping), Orgel ([[Willi Hahn]]) Evangelium von der Verkündigung. Der Stern (Hubert Geiler für 75 Mark) leuchtet auf. Der Chor singt &amp;quot;Ave Maria, gratia plena&amp;quot;. III. Heilandsgeburt. Weihnachtsevangelium. Krippe strahlt auf. Predigt und Lied: Zu Bethlehem geboren. IV. [https://de.wikipedia.org/wiki/Christmette Christmette]. Die ganze [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] erleuchtet, V. Weihnachtskommunion. Abends das gewohnte Krippenspiel. Dieses Mal in besonders großer Aufmachung das Spiel von [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Eckert Erich Eckert], zur Zeit [https://de.wikipedia.org/wiki/Paderborn Paderborn], Grube 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 206] Statistik von 1933.&lt;br /&gt;
:Tod 12 (13), Kinder gestorben 4 (2), Ehen 12 (18), auswärts 3 (2), Taufen 24 (32), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 36 (30), Kommunionen ausgeteilt 19.300 (22.000), Osterkommunion nicht gehalten (80).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1934&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1934. Am 14. Januar war [[Kolpingfamilie|Kolpingsgedenkstunde]] mit Überreichung der Stammkarten an 16 Mitglieder, 4 Altmitglieder und 6 Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. März. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag] wurden in der [[Kapelle  &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] als Stationskirche die Palmen gesegnet, anschließend Bekenntnisprozession zur [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche]], wo das Amt gefeiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. April. Vom Ostersonntag an wurde eine eigene Kirchenzeitung für die Pfarrgemeinde eingeführt, Bezieher nur 42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 1. Mai ist das Bürgermeisteramt Zons aufgelöst, der [[Bürgermeister]] [[Hans Michael Flücken|Hans Flücken]] zieht nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] und verwaltet das Amt in Personalunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinderschar.jpg|300px|thumb|right|Zonser &amp;quot;Kinderschar&amp;quot; mit der Betreuerin Gertrud Lenden 1933/34.]]&lt;br /&gt;
:20.1.1934. [Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel:]&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg Hindenburg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Hitler] [[Ehrenbürger]] von Zons. WG. Zons, 22. Januar. Aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin] kommt die erfreuliche Kunde, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg Reichspräsident von Hindenburg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Reichskanzler Adolf Hitler], welche der [[Stadtrat|Gemeinderat]] zu [[Ehrenbürger]]n der alten Zollfeste Zons ernannt hatte, diese Ehrung angenommen haben. Die von Künstlerhand ausgeführten Ehrenbürgerbriefe sollen persönlich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin] überreicht werden. Die Annahme der [[Ehrenbürger]]schaft durch die höchsten Führer des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Reich Dritten Reiches] ist um so erfreulicher, als im allgemeinen derartige Ehrungen bisher meistens abgelehnt wurden. Sie läßt die berechtigte Hoffnung aufkommen, daß Zons, eines der kleinsten aber auch ältesten Städtchen am Rhein, auch bei dem neuen Gemeindeverfassungsgesetz als Titularstadt erhalten bleibt, was ihm auf Grund seiner großen geschichtlichen Vergangenheit zu gönnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 207] Der Kampf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialismus national-sozialistischen Weltanschauung] gegen den katholischen Glauben, conferre [https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Rosenberg Rosenberg (Reichskulturwart)], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bergmann_(Philosoph) Prof. Bergmann] etc. nimmt seinen Fortgang. Nachdem den Mitgliedern der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitlerjugend] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_Mädel Bundes deutscher Mädel] die Doppelmitgliedschaft in den katholischen Jugendorganisationen verboten ist, folgt nunmehr auch das Verbot der Doppelmitgliedschaft in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront Arbeitsfront] und den katholischen Arbeiter- beziehungsweise Gesellen-Vereinen. Dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Ortsbauernführer Ortsbauernführer] [[Heinrich Wimmer]], der Mitglied der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei N.S.D.A.P.] und Amtswalter und Mitglied des [[Kirchenvorstand]]es ist, wird nahegelegt vom [[Ortsgruppenleiter]], aus dem [[Kirchenvorstand]] auszutreten, widrigenfalls er sein Amt nicht mehr führen könne. Dem Vorsitzenden der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützenbruderschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vorsitzender war zu diesem Zeitpunkt Heinrich Peters.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird von demselben [[Ortsgruppenleiter]] erklärt, wenn der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenverein]] sich an der Fronleichnamsprozession beteilige und geschlossenen Kirchgang halte, so dürfe er sein Schützenfest nicht feiern, man drohte mit Auflösung. Die Verhandlungen zwischen dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Stuhl heiligen Stuhl] und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Hitler Reichsregierung] über die strittigen Fragen schwelen noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Mai. Große Straßen- und Haussammlung für die Zwecke der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband katholischen Caritas]. Ergebnis 120,- Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Mai Die Generalversammlung der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützengesellschaft]], über die Folgen dieses Schrittes nicht [p. 208] aufgeklärt durch den Vorsitzenden Heinrich Peters, [[Brunnenstraße]], den [[Johannes Klüwer|Pastor]] hat man ferngehalten, beschließt die Umbildung in den Deutschen Schützenverein und den Austritt aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Schützenbruderschaften Erzbruderschaft]. Folgendes wurde am 13. Mai 1934 von der Kanzel verkündigt: Am 13. Mai 1934 ist die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützengesellschaft]] umgebildet und die Verbindung mit der uralten [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|Bruderschaft]] gelöst worden. Dadurch hat man mich gezwungen, den Ehrenvorsitz, den ich unter anderen Vereinssetzungen angenommen hatte, niederzulegen und aus dem Verein auszutreten. Nahezu 500 Jahre (1460 urkundlich erwähnt) hat die [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|Schützenbruderschaft]] hier in Zons bestanden, und auch ich habe während meines Hierseins den Verein stets tatkräftig unterstützt. Selbstverständlich fallen kirchliche Ansprachen, Ehrengarde bei Fronleichnamsprozession und anderes mehr für die Zukunft weg, wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Schützenbruderschaften Erzbruderschaft] mir ausdrücklich mitteilt und wie ich vor dem 13. Mai dem Vorstande habe mitteilen lassen. Wenn die Schützen konsequent sind, werden sie selbst ihre kirchlich gesegneten Fahnen nicht mehr tragen. Schützen, welche sich in das alte Bruderschaftsregister eintragen wollen, können das im [[Pfarrhaus]]e tun. [p. 209] Zu dieser Erklärung fühlte ich mich verpflichtet, damit man weiß, weshalb der [[Pfarrer|Pastor]] am [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfest]] nicht mehr teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die am Abend desselben Tages vom [[Frauen- und Mütterverein]] veranstaltete Ehrung unserer Mütter war ein voller Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:31. Mai. Die Fronleichnamsprozession hatte eine überaus starke Beteiligung, besonders der Männerwelt. Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]] nahmen in Uniform und mit Fahnen nicht teil. Aber auch die [[Kriegerverein|Kriegervereinsfahne]] fehlte, die Polizei und Feldjäger führten, wie sonst, die Prozession nicht mehr an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Juni. Religiöse Kundgebung der katholischen Jugend des Dekanates in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. 600 Jugendliche hatten sich eingefunden. Von Zons 15 Jünglinge, 40 Jungfrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. Juni. Das [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfest]] fand zum 1. Male ohne Beteiligung des [[Pfarrer|Pastors]] statt, doch waren die Schützen mit ihren Fahnen in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gekommen. Die meisten Schützen bedauerten diesen Zustand, 30 schrieben sich in das alte Bruderschaftsbuch ein, nur der Vorsitzende Heinrich Peters begrüßte es, daß der [[Pfarrer|Pastor]] nicht mehr teilnehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Religiöse Flugblätter, die in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] [p. 210] verteilt wurden, wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung SA-Männern] draußen den Gläubigen abgenommen. Der Verkauf in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] verboten, da das Verbot aber gesetzwidrig war, nicht gehandhabt. Die Schriften gehen gut ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Juli Ein Junge und ein Mann im Rhein ertrunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. Juli Theologiestudent aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] beim Baden ertrunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeden Monat versammelt der [[Johannes Klüwer|Pastor]] die Jünglinge zu einem religiösen Vortrag in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]]. Da die Vorträge von den Mitgliedern der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitler-Jugend] gut besucht worden, verbietet der Gefolgschaftsführer Paul Bergenthal, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], den Besuch mit der Begründung: Der [[Johannes Klüwer|Pastor]] habe nicht zum Gebete für die Regierung aufzufordern. Auf Beschwerde wird das Verbot zurückgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stromf1934.jpg|300px|thumb|right|Das Stromfest 1934 in den Rheinwiesen.]]&lt;br /&gt;
:1., 2. und 9. September [[Stromfest]] in Zons, conferre Anlage zur Chronik. Der [[Ortsgruppenleiter]] hat bewußt den [[Johannes Klüwer|Pastor]] ausgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. September. Beim [[Erntedankfest]] aber regte sich die bäuerliche Bevölkerung und verlangte die Teilnahme des [[Johannes Klüwer|Pastors]], welcher zur Volksgemeinschaft gehöre. Feierliches Hochamt. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] war von Frau [[Heinrich Wimmer]], [[Rheinstraße]], aufs prächtigste [p. 211] geschmückt, der Erntekranz und die Früchte des Gartens und des Feldes wurden besonders gesegnet, conferre Anlage zur Chronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16.-23. September hielt Pater Hoffmann [https://de.wikipedia.org/wiki/Congr%C3%A9gation_du_Sacr%C3%A9-C%C5%93ur S.C.J.] eine religiöse Weihe für Jünglinge und Jungfrauen, die Beteiligung unter 20 Jahren waren 95 %, über 20 Jahren nur 70 %. Erfolg Gründung eines [[Jungmännerverein|Jungmännervereins]], der am [https://de.wikipedia.org/wiki/Christkönigsfest Christkönigsfest] die Bestätigung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorf] erhielt, conferre Beilage zur Chronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beerdg1.jpg|300px|thumb|right|Beerdigungs-Zug des SA-Mitglieds Johann Blömacher am &amp;quot;Pohl&amp;quot; (heute Schweinebrunnen) im Oktober 1934. Es sind mehrere Mitglieder der Hitlerjugend, ein Jungschar-Mitglied und ein SA-Mann zu sehen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beerdg.jpg|300px|thumb|right|Beerdigung des SA-Mitglieds Johann Blömacher im Oktober 1934. Am Grab stehen mehrere Mitglieder der Zonser Hitlerjugend.]]&lt;br /&gt;
:25. Oktober. Die Motorradunglücke in der Gemeinde mehren sich, nachdem in der letzten Zeit 2 junge Männer verunglückt waren, ist der 3. Fall besonders tragisch, da Johann Blömacher, 22 Jahre alt, aus der Kirche ausgetreten war. Die Leute sprechen von einem Gottesgericht, denn er gehörte mit zu den [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung S.A.-Männern], die im vorigen Jahre den Rektor (Priester) des Krankenhauses in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] unter Schimpf und Schande durchs Dorf geschleppt hatten, mit Plakaten um den Hals, auf denen stand, ich bin ein [p. 212] Lump, ein Vaterlandsverräter, ein Separatist, wodurch man dem Hochwürdigen Herrn aufs Bitterste Unrecht tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] und nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] hatten wieder einmal eine sehr gute Beteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ein Bastelkursus, den der [[Frauen- und Mütterverein]] seinen Mitgliedern bot, fand keine Beteiligung wegen Interesselosigkeit. Beteiligung an der großen Friedens-Kundgebung 29.11. im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Dom Kölner Dom] war sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. November. Am Tage Mariae Opferung hielten wir eine weihevolle, tiefergreifende Gebetstunde für die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Gefallenen des Weltkrieges]]. Die Namen wurden einzeln verlesen, und ein Kind aus der Familie des Gefallenen kam mit brennender Kerze an den Altar und ging beim eucharistischen Umzug mit durch die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], wie streckten sich die Schwurfinger aller Gläubigen empor beim Singen des Christkönigsliedes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. November. Pater Ricken, [https://de.wikipedia.org/wiki/Steyl Steyl-Geilenkirchen], hielt am [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonntag_der_Weltmission Weltmissionssonntag] Predigten und einen Filmvortrag, ein voller Erfolg für unsere Missionssache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. November. Religiöse Gemeinschaftsfeier im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Dom Kölner Dom].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 213] 9. Dezember feierliche Aufnahme in den [[Marienverein]]. 80 % der Schulentlassenen des letzten Jahres ließen sich aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Die Krippenfeier auch in diesem Jahre war sehr stimmungsvoll, die Leute vermißten in diesem Jahre die weltliche Pfarrfamilienfeier. Beteiligung an der heiligen Kommunion wie immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1934&lt;br /&gt;
:Taufen 26 (24), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 20 (36), 1. heilige Beichte 20, Kommunionen ausgeteilt 20.300 (19.300), Ehe 15 (12), auswärts 5 (3), Tod 15 (12), davon plötzlich 4, aus der Kirche ausgetreten 1 (0).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1935&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1935&lt;br /&gt;
:[Visitationsvermerk:] Vidi in visitatione canonica Zons, die 8. V. 1935, † [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Hammels Josephus Hammels], Episcopus aux. Coloniensis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Anfang des Jahres erkrankte der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] und mußte sich einer Operation unterziehen. Während dieser Zeit versahen die [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Antonius_%28D%C3%BCsseldorf-Stadtmitte%29 Franziskanerpatres aus Düsseldorf] den Gottes- und Seelsorgsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. Januar beteiligten sich die Arbeiter an der Dreikönigenwallfahrt des katholischen Werkvolkes zum [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 214] Die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] eröffnen wieder einen Nähkursus im [[Kloster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. Februar. Zur Vorbereitung auf die Feier des Silberjubiläums des [[Johannes Klüwer|Pfarrers]] finden Abendpredigten statt, die der [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Antonius_%28D%C3%BCsseldorf-Stadtmitte%29 Franziskanerpater] Angelinus aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] hält, ebenfalls die Festpredigt am Sonntag, den 24. Februar. Beteiligung an der Generalkommunion und an der weltlichen Feier im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|&amp;quot;Weiler&amp;quot;schen Saale]] waren gut. Das Heilige Meßopfer von Chalderm kam zur Aufführung. Eine Gabe von 800 Mark (300 Mark Sammlung, 200 besondere Spende, 300 Mark aus der Kirchenkasse) wurden zur Verfügung gestellt zur Renovierung der Altäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. März. Anläßlich des Josefsfestes veranstaltet der Bezirksvorstand der katholischen Arbeitervereine eine feierliche Werkzeugs- und Bekenntnisfeier im [https://de.wikipedia.org/wiki/Quirinus-M%C3%BCnster_%28Neuss%29 Quirinusdom] zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß]. Beteiligung auch von hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24.-31. März. Wie in früheren Jahren, fanden auch heuer die Schulentlassungsexerzitien in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] statt, feierte Schluß in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], die Eltern beteiligten sich schon mehr an der heiligen Kommunion als im letzten Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 215] 1. April. Die Schulneulinge werden in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] mit ihren Müttern empfangen, Ansprache, Gebet und Weihe, unter Vorantritt des Schulkreuzes ziehen alle zur [[Schulwesen|Schule]], wo das Kreuz feierlich seinen Platz erhält. Die Mütter waren sehr ergriffen, ob diese Feier wiederholt werden kann, ist fraglich, da der [[Peter Breuer|Schulleiter]] höheren Ortes einen Verweis erhielt, daß er etwas Derartiges zugelassen. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturkampf Kulturkampf] geht um die Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. April. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntagsprozession] von der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] zur Kirche wies gegen das Vorjahr eine schwache Beteiligung auf, es ist ja eine Bekenntnisfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. April. [[Kirchenrat|Kirchenvorstandswahl]]. Die ausscheidenden Mitglieder Gottfried Stelzmann, Josef Richrath, Josef Vogel, Josef Rodekirchen und Johann Erkelenz wurden wiedergewählt, als Ersatz Anton Hubert Norff und August Stelzmann, Beteiligung 44.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. April. Zu Ostern eine gute Beteiligung bei der heiligen Kommunion. 850 Kommunionen ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. April. 29 Kinder gingen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 216] 1. Mai. Die Blumenprozession zur [[Wundermadonna|Gottesmutter]] brachte über 100 Topfpflanzen (Hortensien), ein herrlicher Maialtar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zu Ostern war es 1 Jahr her, daß die Kirchenzeitung erschien, sie nahm einen guten Aufschwung, von 12 auf 66 Abonnenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Mai. Der ganze Ort festlich geschmückt, besonders die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] (Frau [[Heinrich Wimmer]] geb. Catharina Hahn rühmend zu erwähnen, welche bei dem Jubiläum und auch sonst sich der Ausschmückung besonders annimmt). Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Hammels Weihbischof Dr. Josef Hammels] kommt zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung]. Alles gut verlaufen, nur die [[Lehrer]]schaft ließ sich trotz Einladung dem Hochwürdigsten Herrn nicht vorstellen. 140 Firmlinge. Schlußkonferenz 10. Mai im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus St. Raphaelshause].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag] sprach der Generalpräses der rheinischen Schützenbruderschaften Pfarrer Dr. Louis aus [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrrig Leverkusen-Bürrig] vor den Zonser [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]], um sie einzuladen, der Bruderschaft wieder beizutreten [p. 217] und altes Brauchtum auch in Zons zu erhalten. Der neue Vorsitzende&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Breuer]].&amp;lt;/ref&amp;gt; (der alte mußte wegen Unregelmäßigkeiten in der Kasse gehen) scheint die Überführung zu sabotieren, trotzdem 90 % aller Mitglieder für die Bruderschaft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zu Beginn des neuen Schuljahres verstärkt sich der Druck auf die Kinder, Jugendliche und vor allem Eltern, die abhängig sind, ihre Kinder in die Formationen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend H.J.], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_M%C3%A4del B.d.M.] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Jungvolk Jungvolk] zu schicken. Dabei kann man jeden Tag von der &amp;quot;Freiwilligkeit des Eintritts&amp;quot; in den Zeitungen lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In diesem Jahre ist eine große [https://de.wikipedia.org/wiki/Maik%C3%A4fer Maikäferplage]. Die Schulen ziehen aus, sie zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schfest.jpg|300px|thumb|right|Parade zum Schützenfest 1935: Personen v.r. Vereinsführer Peter Breuer, erster Beigeordneter Franz Bebber, Ortsgruppenleiter Franz Erkelenz.]]&lt;br /&gt;
:16. Juni. Das [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfest]] auch in diesem Jahre wieder gefeiert ohne Teilnahme des [[Johannes Klüwer|Ortspfarrers]], eine kleine Gruppe ([[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Peter Breuer]]) terrorisiert die Mehrheit, die nach wie vor die Bruderschaft will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamsprozession] konnte in diesem Jahre wegen des schlechten Wetters nicht ausziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HitlerJugend.jpg|300px|thumb|right|Zonser Hitlerjugend mit Gefolgschaftsführer Rudi Kaiser (ganz links) beim Erntedankfest 1933.]]&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitlerjugend] stellt sich mehr und mehr antikirchlich ein. Die Hetze gegen Bischöfe und Priester [p. 218] übersteigt alles Dagewesene. Der Gefolgschaftsführer Rudi Kaiser kann es ohne Widerspruch der Eltern wagen, den Jungens zu sagen &amp;quot;Wenn die schwarzen Bestien euch aufhetzen (!), schlagt sie in die Fresse.&amp;quot; Die Standesvorträge für die Jünglinge werden von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend H.J.] sabotiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Seitenaltäre (Muttergottes und St. Martini), Empirstil, noch aus der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alten Kirche]], werden durch den Kunstmaler Bardenhewer, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], renoviert. Die alten Chorstühle werden zu Altären verwandt, St. Josef und St. Hubertus. Erneuerung von Altären und Figuren 1.150,- Mark, conferre Seite 99.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Juli. Die traditionellen Ausflüge der katholischen Vereine konnten in diesem Jahre nicht stattfinden. Die Frauen wallfahrten nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neviges Neviges], die Jungfrauen fuhren durchs [https://de.wikipedia.org/wiki/Bergisches_Land Bergische Land] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Werden Werden] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Baldeneysee Baldeneysee]). Die Gesellen besuchten das [https://de.wikipedia.org/wiki/Stieldorfer_Passionsspiel Passionsspiel] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Stieldorf Stieldorf (Siebengebirge)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. Juli Der [[Katholischer Arbeiterverein|katholische Arbeiterverein]] lud seine Mitglieder und deren Angehörige zu einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Emmanuel_von_Ketteler Kettelerfilm] in ihr [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Vereinslokal &amp;quot;Weiler&amp;quot;]]. 50 waren der Einladung gefolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Gruppenabende für die Bräute erfreuen [p. 219] sich nach wie vor eines regen Besuches. Die Trennung der Jungfrauen in eine jüngere und ältere Abteilung bewährt sich. Erfreulich ist es, wie auch die jüngeren Mädchen dem [[Marienverein]] die Treue bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. August Die Förderinnen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus-Xaverius-Verein Franziskus-Xaverius-Vereins] beteiligen sich am [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. September Die Spätkirmes wird einen Monat früher gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dem [[Heimatmuseum|Museum]] wurden leihweise überlassen (siehe Quittung bei den Akten) 1.) alte Goldwage (1746), 2.) Gewichtsatz, 3.) [https://de.wikipedia.org/wiki/Kruzifix Kruzifix], 4.) Kännchen aus Zinn (Polle), 5.) Bund alter Kirchenschlüssel, von der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alten Pfarrkirche]], 6.) alte Zolltheke, 7.) Holzfigur ([https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiliger Hubertus]), 8.) Holzfigur ([https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiliger Martinus] mit Pferd), 9.) hölzernes [https://de.wikipedia.org/wiki/Reliquie#Reliquiar Reliquiar], 10.) alter [https://de.wikipedia.org/wiki/Taufbecken Taufstein] mit einzelnem Steinfuß, 11.) [https://de.wikipedia.org/wiki/Ofenplatte Ofengußplatte] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Lazarus Lazarus] und der miese Prasser), 12.) alte Stiftungsurkunde Schroderer ([[St. Antoniusbruderschaft|St. Antoniusbruderschaft]] 1466) mit Siegel, 13.) 3 alte Ölgemälde von Zonser [[Pfarrer|Pastören]], 14.) Christuskörper vom &amp;quot;[[Mülleposs|Mühlenpost]]&amp;quot;, 15.) Urkunde von [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Sachsen-Lauenburg Friedrich von Sachsen-Lauenburg] 1575, 16.) Bild der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alten Pfarrkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 220] 8. September. Die Kirmes wird heute gefeiert, sie wird wegen des [[Erntedankfest]]es einen Monat früher gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freib014.jpg|300px|thumb|right|Szene aus dem Stück &amp;quot;Schmied von Zons&amp;quot; (1935).]]&lt;br /&gt;
:15. September. Heute wurde das von [[Michel Becker]] ([https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]) verfaßte Spiel &amp;quot;Der Schmied von Zons&amp;quot; zum letzten Male in dem neuerrichteten [[Freilichtbühne|Freilichttheater]] (Südseite des [[Schloss Friedestrom|Schlosses]]) aufgeführt. In wirkungsvollen Bildern wurde ein Teil der Zonser Geschichte ([https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_II._von_Moers Dietrich von Mörs] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_%28K%C3%B6ln%29 Ruprecht von der Pfalz] 1400-1500) während des Sommers an jedem ersten und dritten Sonntag des Monates gezeigt. Der Besuch aus der näheren und weiteren Umgebung war gut. Die Spielschar, gestellt von Mitgliedern der katholischen Vereine von [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], betrug sich musterhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am gleichen Tage zog nachmittags die Prozession nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Jungfrauen beteiligten sich an der großen Wallfahrt der Jungfrauen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_K%C3%B6ln Kölner Erzdiözese] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] (25.000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. und 29. September. Unsere diesjährige Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer]. Die Bahnpilger zogen Samstag aus. Die Hauptprozession fuhr Sonntag per Auto. Beteiligung 120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Oktober. Die [[Lehrer]]in Fräulein [[Klara Bergmann|Clara Bergmann]] ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Solingen Solingen] versetzt. Die Bevölkerung weint ihr keine Träne nach. [p. 221] An ihre Stelle tritt Fräulein [[Hildegard Wolters]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf], die bisher in [https://de.wikipedia.org/wiki/Alpen_%28Niederrhein%29 Alpen (Niederrhein)] angestellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Oktober. Das [[Erntedankfest]] wird wieder mit großer Feierlichkeit begangen. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] festlich geschmückt, vor dem Hochamt in einem Weihespiel die Segnung der Feld- und Gartenfrüchte. Nachmittags in der [[Freilichtbühne]] ein wahres Volksfest mit Kinderbelustigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. September feierte der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] sein 55. Stiftungsfest. Morgens Festhochamt mit Predigt. Nachmittag Saalfeier [[Gaststätte &amp;quot;Zum Volksgarten&amp;quot;|bei Hahn]]. Verschiedene Männergesangvereine, [https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusen Leverkusen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosellen_%28Neuss%29 Rosellen] etc. waren erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. September. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause] [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] für die Bräute des Dekanates Zons, an dem sich auch die hiesige Bräutegruppe beteiligte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:An den Rekrutenexerzitien in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] hat sich trotz 2maligen persönlichen Besuches keiner von Zons beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Oktober, conferre oben [[Erntedankfest]]. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] wieder herrlich geschmückt. Vor dem Hochamte fand vor der Kirche ein kleines Erntefestspiel statt, wobei die Früchte des Feldes und des Gartens gesegnet wurden. [p. 222] Die weltliche Feier im [[Freilichtbühne|Freilichttheater]] zeigte eine erfreuliche harmonische Beteiligung der ganzen Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. Oktober. Zur Vorbereitung auf das [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest] fanden Mittwoch, Donnerstag und Freitag besondere Predigten für die Kinder statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In diesem Winter ist der Borromaeusverein wieder zu neuem Leben erwacht. Frau Töller und Johann Worringen haben die Leitung übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. November. Abends wie in Vorjahren bei überfüllter [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] Gedächtnisstunde für die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|gefallenen Krieger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Dezember. Am 1. Adventssonntage Missionssonntag für die Gemeinde.  Dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus-Xaverius-Verein Franziskus Xaverius] konnten ca. 70 Mark überwiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember. Alle Schulentlassenen (mit Ausnahme von 3) traten dem [[Marienverein|Marien-Verein]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwochs wird in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] die liturgische Gemeinschaftsmesse gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. Dezember. Herr Hochwürden [[Carl Schütz|Carl Schütze]], der von 08–09 hier als [[Vikare|Kaplan]] tätig war, starb als Pfarrer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ollheim Ollheim].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:An den [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Exerzitien] für [[Kirchenrat|Kirchenvorstandsmitglieder]] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] beteiligte sich [p. 223] trotz eifrigen Werbens nur einer (Peter Gilgen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2 Broschüren gegen [https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Rosenberg Rosenbergs] Schrift &amp;quot;An die Dunkelmänner unserer Zeit&amp;quot; wurden vertrieben in der Frühmesse, als die Beschlagnahme vor dem Hochamte erfolgte, waren sie alle abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Das Weihnachtsfest zeigte wieder eine erfreuliche Pfarrfamilienkommunion, ca. 70–80 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das alte Jahr wurde mit folgender Statistik beschlossen. Taufen 36 (26), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. Heilige Kommunion] 29 (20), 1. Heilige Beichte 30 (20), Kommunionen ausgeteilt 21.000 (20.300), aus der Kirche ausgetreten 0 (1), eingetreten 3 (0), Ehe 15 (15), Tod 26 (15), Firmung 140.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1936&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1936&lt;br /&gt;
:19. Januar. Das neue Jahr fängt gut an. Gestern abend wird telefonisch durchgegeben, und heute morgen vor 6 Uhr kommt der Schutzmann, um mitzuteilen, daß der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirtenbrief Hirtenbrief] der Bischöfe Beschlagenheit sei. Er wurde verlesen, conferre [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat Reichskonkordat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karn01.jpg|300px|thumb|right|Karnevals-Umzug um 1936 in der Rheinstraße.]]&lt;br /&gt;
:23. Februar. Die [[Lehrer]]schaft nimmt die Organisation des Fastnachtszuges in die Hand: &amp;quot;Alles unter einem Hut&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 224] [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkstrauertag#Heldengedenktag_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus Heldengedenktag]. Eine Welle nationaler Begeisterung geht durch das Volk (conferre 1914). Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinlandbesetzung_%281936%29 entmilitarisierte Rheinlandzone wird wieder von deutschen Truppen besetzt].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. März. Kirchliche Schulentlassung nach vorausgegangenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Exerzitien]. 16 Knaben und 12 Mädchen, alle waren dabei. 7 Mädchen ließen sich als Aspirantinnen in den [[Marienverein]] aufnehmen. Die Knaben haben keinen Mut, dem [[Jungmännerverein]] beizutreten, trotz des ernsten Hirtenschreibens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. März. [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_im_Deutschen_Reich_1936 Reichstagswahl], näheres kann darüber nicht geschrieben werden. 98 % Beteiligung, 2 Neinstimmen!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Beteiligung an der Osterkommunion war wie im vorigen Jahre, es gibt noch einige Dutzend Unentwegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. April. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag Weißen Sonntag] gingen 10 Knaben und 16 Mädchen. Noch immer lassen die Eltern die jungen Kinder nicht mitgehen mit 8 Jahren, wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Papst Heilige Vater] es wünschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Mai. Die Blumenprozession der Kinder zum Maialtar brachte wieder über 100 Blumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Mai. Maifeier der Jünglinge und Jungfrauen des Dekanates in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. Ca. 700, erhebende Feierstunde für alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wasserleitung ins [[Pfarrhaus|Haus]] gelegt. Die Herztüren [p. 225] auf dem Hofe verschwinden. Bei dieser Gelegenheit Ofenplatte freigelegt (Uniferum) und eine Grabplatte (an der Kirche aufgestellt) mit folgender Inschrift: &amp;quot;IM.Jair.mvcxIIIII (1515).op.de.xIII.dach.in.de.aprill.starf.mechtilde.Judde.D.Beteirs.mod.bit.got.vur.die.seil&amp;quot;, conferre [[Juddeturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Juni. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitssonntag] Gottbekenntnisfeier der katholischen Jugend. Beteiligung bei der heiligen Kommunion gut. Wegen des regnerischen Wetters waren nur 40 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] zur Bekenntnisstunde der Jugend des Dekanates gefahren und doch waren 1.200 Jugendliche dort versammelt, eindrucksvolle Feier. Der ganze Dekanatsklerus war dort erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. Juni. In diesem Jahre zog die Prozession wieder in altem Glanze aus. Allerdings fehlten wieder die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]]. Auch die Aloysiusfahne des [[Jünglingsverein]]s und das [[Kolpingfamilie|Kolpingsbanner]] wurden nicht mitgeführt, da keiner den Mut hatte, sie zu tragen. Der [[Marienverein]] hatte einige schöne Gruppen und zog mit Fahne und Banner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24. Mai begann der 2. Zyklus der Trilogie von [[Michel Becker]]: &amp;quot;Der Wächter von Zons&amp;quot;. Die [[Freilichtbühne|Freilicht-]] [p. 226] [[Freilichtbühne|bühne]] hat eine immer stärkere Anziehungskraft auf die nähere und weitere Umgebung. Der Besuch ist andauernd gut. Das Spiel aber auch empfehlenswert. Die Zonser sind mit immer größerer Begeisterung dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. und 14. Juni. Die diesjährige [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritassammlung]. Am gleichen Tage die Sammlung für 1) das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz Rote Kreuz], 2. Den Generalausschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche und 3. für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbund_Deutsche_Kriegsgräberfürsorge Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge]. Es wurden gesammelt 113,38 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. Juni. Mit 35 [[Marienverein|Marienkinder]]-Fahrt durchs [https://de.wikipedia.org/wiki/Itter_(Rhein) Ittertal] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Elberfeld Elberfeld] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgermeisterei_Hardenberg Neviges-Hardenberg], durchs [https://de.wikipedia.org/wiki/Neandertal Neandertal] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitliches_Wildgehege_Neandertal Wildpark]) wieder heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Juli. Große Wallfahrt der Frauen und Mütter der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Köln Erzdiözese] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer]. Es kamen 26.000, aus Zons 60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. September. 40 Jahre, daß die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] ihren Einzug in Zons hielten. Der Boden der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] wird neugemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. August. Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer], Bahn- und Autopilger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hirtenbrief der deutschen Bischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewiges Gebet]. Beteiligung wie in den letzten Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 227] Wieder war ein Sachverständiger für Orgelbau hier, der übereinstimmend mit den früheren Arbeiten erklärte: Die Orgel ist in ihren ältesten Teilen am Anfang oder Mitte des 19. Jahrhundert. Die Schrift ist die Schrift dieser Zeit, die jüngsten Pfeifen stammen vom 9.9.1858.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. September zog unsere Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] mit einer sehr kleinen Beteiligung. Die [[Freilichtbühne|Festspiele]] der Stadt wirken sich nicht zum Besten der Seelsorge aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freib017.jpg|300px|thumb|right|Die Freilichtbühne diente beim Erntedankfest 1936 als Kulisse für das Stück &amp;quot;Mutter Erde&amp;quot;.]]&lt;br /&gt;
:4. Oktober. [[Erntedankfest]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] in der gewohnten Feierlichkeit begangen. Über die Festrede vom Nachmittag, die sich gegen die Juden wandte, darf man nichts schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. Oktober. Der Bräutekursus beginnt wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. November. Die Katechismuswahrheiten werden als Ergänzung zum Diözesangebetbuch verteilt. Sie klären auf über die religiösen Irrtümer der Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. November–6. Dezember hielt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Oblaten_(OMI) Oblatenpater] Knackstedt vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolauskloster_(Jüchen) Nikolaus-Kloster] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburdyck Bedburdyck] eine eucharistische Familienwache. Alle Familien sind vorher vom Pastor besucht worden, conferre Einladung. Trotzdem [p. 228] beteiligten sich nur 50 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember. 40jähriges Jubiläum des Bestehens des [[Marienverein]]s in Zons. Festhochamt, nachmittags feierliche Aufnahme, anschließend kleine Familienfeier im Verein, Adventsfeier, sehr stimmungsvoll, conferre Programm. Fräulein Gertrud Wimmer, [[Feldstraße]], Schwester des früheren [[Küster]]s, einzige Jubilarin. Die Leiterinnen des Vereins in den 40 Jahren waren die Oberinnen des [[Vinzentinerinnen|Vinzenzklosters]]: Schwester Lamberta, Ursula, Gonzaga, Adolpha, Caritas, Arsenia und Sophia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Weihnachten konnte die weltliche Pfarrfamilienweihnacht wiederum nicht stattfinden. In der Kirche wurde das Fest mit großer Feierlichkeit begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1936&lt;br /&gt;
:Taufe 34 (36), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 26 (29), 1. heilige Beichte 25 (30), Kommunionen ausgeteilt 20.000 (21.000), aus der Kirche ausgetreten 4 (–), Ehe 8 (15), Tod 15 (26), davon Kinder 4 (4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1937&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 229] 1937. Im Januar wurde zum ersten Male der Priestersamstag gefeiert.&lt;br /&gt;
:13. Januar. Generalversammlung des [[Frauen- und Mütterverein]]s. Die Mütter bleiben treu. Die religiösen, charitativen und sozialen Aufgaben sind auch im vergangenen Jahre durchgeführt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. März. Schwester Cypricea, eine Ärztin, [[Vinzentinerinnen|Vinzentinerin]], beginnt mit den monatlichen Vorträgen über Gesundheitspflege und Erziehungsfragen des Kleinkindes vor den Müttern der Kinder des Kindergartens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15.–20. März. An den Schulentlassungexerzitien nahmen alle Kinder teil, und zwar mit bemerkenswertem Eifer. An der kirchlichen Schulentlassungsfeier gingen schon viele Eltern mit ihren Kindern zum Tische des Herrn. Auch die Schulneulinge wurden mit einer Ausnahme von den Müttern oder Vätern zur kirchlichen Segnung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. April. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag weißen Sonntage] gingen 29 Kinder. Noch immer zögern die Eltern damit, ihre Kinder frühzeitig zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion] gehen zu lassen. Am 2. Tage wie immer die Fahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Mai. Von den 1.085 Kommunionpflichtigen der [p. 230] Gemeinde haben nur 800 ihre Ostern gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. April. Eine Befragung der Eltern wegen der Katholischen Schule für ihre Kinder ergab, daß 85 % für die Beibehaltung der Katholischen Schule waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Mai. Die Blumenprozession der Kinder zum [[Wundermadonna|Muttergottesaltar]] fand wie alljährlich statt. 100 Topfpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Mai. Von Pfingsten ab darf im 3. und 4. Schuljahre nur 1 Katechismusstunde in der Schule gehalten werden. Die 2. Stunde halte ich in Zukunft im Jugendheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. Mai. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamsprozession] ist wieder im alten Glanze gezogen. Die Kirchenfähnchen in den Straßen und an den Häusern durften nicht zum Schmucke verwandt werden. Es gab kein Haus, das nicht ein Altärchen gebaut hätte, man hatte mit Grün und Blumen geschmückt, so gut es in der kurzen Zeit von einem Tage noch ging. Einige wenige Hakenkreuzfahnen waren zu sehen. Die [[Lehrer]] durften in der Prozession die Kinder nicht beaufsichtigen. So gingen die Kinder, die nicht in den zahlreichen Gruppen etc. verteilt waren, mit ihren Eltern. Es wurde gut gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Juni. Gottbekenntnis der Katholischen Jugend Deutschlands am Bonifatiustage. 1.200 Jugendliche und Jungfrauen aus dem Dekanate anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 231] 4. Juli. Da die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritassammlung] in der Öffentlichkeit verboten ist (damit die Volksgenossen nicht zu stark in Anspruch genommen werden), so haben die Bischöfe eine Caritassammlung angeordnet, die nur auf den Kirchenraum beschränkt bleibt. Ergebnis der Opferbeutel, die jedem gegeben wurden, 115,- Mark. Aus eigener Kraft ein größeres Ergebnis als im Vorjahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. Juli 37. Der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] erhielt folgendes Schreiben: &amp;quot;Sehr geehrter Herr Pfarrer Klüwer, Zons. [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] 23.7.1937. Im Auftrage des [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Christian_Schmid Regierungspräsidenten] setze ich Sie davon in Kenntnis, daß der gesamte Lehrplanmäßige Religionsunterricht an den Volksschulen mit Wirkung vom 31. August diesen Jahres durch die Lehrer und Lehrerinnen erteilt werden wird. Für die bisherige Erteilung schulplanmäßigen Religionsunterrichts spreche ich Ihnen den Dank des Herrn Regierungspräsidenten aus. Gezeichnet Dr. Hovenbitzer, Kreisschulrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FeldstrNS.jpg|300px|thumb|right|Die Zonser Feldstraße ca. 1933/39.]]&lt;br /&gt;
:29. August. 200jährige Jubelwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer]. In dem Tagebuche des Zonser [[Küster]]s [[Johannes Peter Schwieren|Schwieren]] (conferre Archiv) steht folgende Eintragung: &amp;quot;Anno 1737 sind die Zonsischen Pilger in [p. 232] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] zum ersten Male mit dem Venirabel eingeholt und ist feierliche Meß gehalten worden, wofür jährlich gezahlt wird 1 Reichsthaler.&amp;quot; Die diesjährige Wallfahrt ist prächtig verlaufen. Pilgermesse in Zons, Abfahrt mit 2 Autos, feierliche Begrüßung durch den Herrn Prälaten und Pfarrer von Kevelaer in der Kerzenkapelle. Feierliches Hochamt in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Marienbasilika_%28Kevelaer%29 Basilika] mit Festpredigt. 2 Uhr Kreuzweg und Predigt unter dem Kreuzbaum durch den Herrn Hochwürden Religionslehrer Krutwig aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]. Heimkehr 8 Uhr und sakramentalischer Schlußsegen in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]]. Die Bahnpilger hatten sich unter Führung eines Adolf Hubert Schmitz (früherer Brudermeister) ausgeschlossen und privatim eine Wallfahrt am 25. und 26.9. gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. September. Da die Schulpforte verschlossen, heute zum ersten Male die seelsorgliche Unterweisung der Kinder in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] erteilt, die in 6 Stunden wöchentlich den Kindern nunmehr gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewige Gebet] wieder unter großer Beteiligung der Pfarrkinder gefeiert. Zur feierlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Komplet Komplet] waren 5 Geistliche erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel.]&lt;br /&gt;
::Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Katholischer_Jungm%C3%A4nnerverband katholische Jungmännerverband] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Trier Diözese Trier] aufgelöst. 1937. RWD. [https://de.wikipedia.org/wiki/Trier Trier], 12. November. Die Staatspolizei [https://de.wikipedia.org/wiki/Trier Trier] teilt mit: Auf Grund des Paragraphen 1 der [https://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_des_Reichspr%C3%A4sidenten_zum_Schutz_von_Volk_und_Staat Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933] ist mit sofortiger Wirkung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Katholischer_Jungm%C3%A4nnerverband katholische Jungmännerverband] der gesamten [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Trier Diözese Trier] einschließlich seiner Unter- und Nebengliederungen, insbesondere der Pfadfinderschaft St. Georg, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Jungschar Jungscharen], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmschar Sturmscharen], der Pfarrjugend sowie der sogenannten Kernscharen, Singscharen, Frohscharen, der marianischen Jünglingskongregation und der Meßdiener-Organisation aufgelöst worden.&lt;br /&gt;
::Jede Tätigkeit, die den Versuch der Fortführung der im katholischen Jungmännerverband der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Trier Diözese Trier] zusammengeschlossenen Vereine oder den Versuch einer Neugründung mit gleichem oder ähnlichem Ziel darstellt, ist untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 233] 22. September. Diözesanversammlung der Mütter im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Kölner Dom]. Ein Auto bringt 50 Mütter nach Köln, wo unter Teilnahme des [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Herrn Hochwürden Kardinal] 25.000 Frauen eine Weihestunde erlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. September. Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Oktober. [[Erntedankfest]] in dem gewohnten Rahmen. Vor dem Hochamt ein kleines Erntefestspiel in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Oktober. [[Kirchenrat|Kirchenvorstandswahl]]. Gewählt wurden Jakob Gassen, Peter Gilgen, Wilhelm Peters, [[Matthias Weiler]], [[Heinrich Wimmer]], Ersatz Anton Hubert Norff und August Stelzmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. November. Gedenktag für die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Gefallenen des Weltkrieges]] in der feierlichen Weise der letzten Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 16. November beginnt die religiöse Unterweisung der Mütter, in jeder Woche eine Abendstunde, damit die Mütter in der Lage sind, selbst ihren Kindern Religionsunterricht zu geben, da der Geistliche in der [[Schulwesen|Schule]] keinen Religionsunterricht mehr geben darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1937: Taufen 36 (37), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. Heilige Kommunion] 29 (26), 1. Heilige Beichte 28 (25), Kommunionen ausgeteilt 22.300 (21.000), ausgetreten aus der Kirche 3 (4), Eheschließungen 18 (8), gestorben 9 (15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter umfangreicherer Zeitungsartikel aus der &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lnische_Volkszeitung Kölnischen Volkszeitung]&amp;quot;, 1937, &amp;quot;&#039;Weltanschauung und Religionen&#039; – Eine Rede des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Kerrl Reichsministers Kerrl]&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1938&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 234] 1938. Im Januar 1938 wird der Jungmännerverband mit allen seinen Gliederungen aufgelöst. [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Gestapo] zur Haussuchung im [[Pfarrhaus|Pfarrhause]]. Ergebnislos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KinderNS.jpg|300px|thumb|right|Soldaten mit Zonser Kindern am Juddeturm im März 1938.]]&lt;br /&gt;
:21. März. Treuekundgebung der katholischen Frauen in der [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Michael_%28Dormagen%29 Pfarrkirche] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Hammels Herr Hochwürden Weihbischof Dr. Hammels].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22.–27. März. Schulentlassungsexerzitien. Alle beteiligen sich eifrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. April. [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_1938 Volksbefragung wegen des Anschlusses Österreichs an Deutschland und Reichstagswahl]. Wahlbeteiligung in Zons: 100 %, alle Jastimmen, Neinstimmen 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. April. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag weißen Sonntage] beteiligen sich wieder alle Eltern und Lehrpersonen an der heiligen Kommunion, die Silberjubilare gingen mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion Erstkommunikanten] zum 1. Male geschlossen zur heiligen Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. April. Die Blumenprozession der Kinder zum Maialtar wie alljährlich. Die Schulneulinge empfingen am 1. Schultage den Kindersegen in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. Mai. Aufnahme von 8 Aspirantinnen in den [[Marienverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Mai. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritaskollekte] brachte trotz aller Erschwernisse 160,- Mark, 50,- Mark mehr als im letzten Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Juni. Der Bekenntnistag der katholischen Jugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] &amp;quot;Im Kreuze ist Heil&amp;quot; war sehr ergreifend. 1.400 Jugendliche und der gesamte Dekanatsklerus waren zur Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 235] 16. Juni. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamstage] war die Beteiligung an der Prozession sehr gut, trotzdem alle Fabriken arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni. Zum ersten Male ist am [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_Paul Petri und Paulfesttage] Schulunterricht. 80 % der Schulkinder waren in der Frühmesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Engelmacher Engelmacherin], die schon lange ihr schmutziges Gewerbe in der Gemeinde betrieben hat, wird polizeilich abgeführt und ihr der Prozeß gemacht. 10 Frauen sind in das Verfahren verwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Juli. [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfest]]. Der Verein nennt sich wieder St. Hubertusverein. Zum ersten Male ist das Hochamt ohne die Schützenabordnungen und ihre Fahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jungens der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitler-Jugend], auf einer Wanderung in Zons, treiben ihren Unfug in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], vergreifen sich an den Altären, beschmutzen das Weihwasserbecken etc. Polizeiliche Ermittlungen ergebnislos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. August. Die in [https://de.wikipedia.org/wiki/Fulda Fulda] versammelten Bischöfe geben ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirtenbrief Hirtenschreiben] heraus, das heute verlesen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. September wird in allen Gottesdiensten bekannt gemacht: Wir beklagen es als einen schweren Eingriff in die Freiheit der Kirche, daß über den Hochwürdigen Herrn [https://de.wikipedia.org/wiki/Joannes_Baptista_Sproll Bischof von Rottenburg] die Ausweisung aus seinem [https://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%B6zese_Rottenburg-Stuttgart Bistum] verhängt wurde, und daß [p. 236] er, als er sich weigerte, sein [https://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%B6zese_Rottenburg-Stuttgart Bistum] freiwillig zu verlassen, von der Polizei aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrttemberg Lande Württemberg] zwangsweise weggeführt worden ist. Laßt uns alle, Geistliche und Gläubige, für den verbannten Bischof und sein schwer geprüftes Bistum beten…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. September. Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer], 50 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewiges Gebet], wie früher, gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18. September. Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], Teilnehmer 100.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. September. Die Regierung gibt ihre Zustimmung zur Einführung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_%28Deutschland%29 Kirchensteuer], die wegen der stets steigenden staatlichen Besteuerung notwendig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Oktober. Erntefestspiel. [[Erntedankfest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. Oktober. Christkindsfest. Zahl der Kommunikanten Jugendliche 12, Jungfrauen 40.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. November. Goldenes [[Vinzentinerinnen|Ordensjubiläum]] der ehrwürdigen Schwester Caroline (Görigke Elisabeth) aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], geboren 17.4.1868.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938 9. November]. Den beiden einzigen noch in Zons lebenden [[Jüdische Gemeinde|Juden]] [[Franken (Familie)|Geschwister Franken]] wird morgens um 4 Uhr die ganze Wohnung demoliert. Die [[Synagoge]] in der [[Lindenstraße]], die von Hubert Schmitz, [[Rheinstraße]], käuflich erworben wurde, wird niedergelegt, um einem Neubau Platz zu machen. Altes [[Gaststätte &amp;quot;Zum Hirschen&amp;quot;|Gasthaus zum Hirschen]], conferre Plakette und Inschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 237] 16. November. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Bu%C3%9F-_und_Bettag Buß- und Bettag] fand um 17 Uhr die Heldengedenkfeier statt. Programm: I. Sie sind gefallen für uns. Vor dem Altare strahlt die Osterkerze. Orgelspiel. Einzug des Priesters und der Meßdiener mit brennenden Kerzen. Gesang: Mitten im Beten… No. 121. Während des Gesanges zieht der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] mit den gelöschten Kerzen ein und stellt sich um den Altar. Gebet aus der Andacht Seite 395, Abschnitt 1. Gesang: O Gott und Vater No. 200. II. Sie leben in Christus, stehend hört die Gemeinde die Frohbotschaft vom Leben, Johannes II, 21–27. Der Priester betet die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4fation Präfation] aus der Seelenmesse. Gesang: Heilig… No. 209. Der Priester betet: Christus ist das Licht. Wer an ihn glaubt, wandelt nicht in der Finsternis, sondern hat das Lebenslicht. Im Glauben an Christus starben von unserer Pfarrfamilie den Heldentod. Die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|36 Namen]] werden verkündet, die Totenkerzen von der Opferkerze her angezündet. Die große Glocke schlägt bei jeder Namensaufzählung an. III. Wir bitten für sie. Priester: Sie starben für uns, sie lebten in Christus. Wir lesen für sie nun die himmlische Vollendung. Wir knien und beten. 3 Minuten Stillschweigen, während die große Glocke läutet [p. 238] Herr, gib ihnen die ewige Ruhe… Lied: Herr gib Frieden, No. 198. IV. Wir geloben: Predigt. Lied: O du mein Heiland. Aussetzung sakramentalische Prozession mit Messdienern und [Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] mit brennenden Kerzen. Lied: Es ragt ein hehrer Königsthron, No. 110, sakramentalischer Segen. Schlußlied: Gelobt sei Jesus Christus, No. 37, während alle Glocken läuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. November. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] der Frauen und Mütter im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Leiter Pater Richard Gräf [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1938&lt;br /&gt;
:Taufen 37 (33), auswärts 10 (3), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 31 (29), 1. heilige Beichte 35 (28), Kommunionen 18.700 (22.300), aus der Kirche ausgetreten 5 (3), Trauungen 6 (18), auswärts – (3), gestorben 7 (9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1939&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1939. 8. Januar, Fest der heiligen Familie, fand die Generalversammlung der [[Marienverein|Marienkinder]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Standesvortrag für die Mütter wird auf Donnerstag morgen 8.30 in Verbindung mit der heiligen Messe gelegt. Der Besuch hat sich sehr gehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Februar. [https://de.wikipedia.org/wiki/Seelenamt Seelenamt] für den verstorbenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XI. Heiligen Vater Pius XI.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. März. [https://de.wikipedia.org/wiki/Te_Deum Te deum] anläßlich der Krönung des neugewählten Heiligen Vaters [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. Pius XII.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 239] 19. März. Kirchliche Schulentlassungsfeier, nachdem die Schulentlassenen in der Woche vorher geschlossen an den Schulentlassungsexerzitien teilgenommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. April. 40 Kommunionkinder (16 Knaben und 24 Mädchen) gingen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion heiligen Kommunion]. 2 Gold- und 4 Silberjubilare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres sind die Kreuze und religiösen Bilder aus den Schulräumen entfernt worden. Die Religionsstunden sind an das Ende des Stundenplanes gelegt worden. Auch dürfen die [[Lehrer|Lehrpersonen]] keine Aufsicht mehr in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] führen. Die Schulneulinge wurden vor dem ersten Schulgang in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] feierlich gesegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. April. Aus Anlaß des [https://de.wikipedia.org/wiki/Führergeburtstag 50. Geburtstages] des [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führers und Reichskanzlers] ein Amt zu Ehren des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzengel_Michael heiligen Michael] um Gottes Segen für Volk und Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. April. [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritastagung] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die jährliche Blumenprozession der Kinder zum Maialtar. Zu Anfang der Maiandacht wird gebetet &amp;quot;Lasset uns nach Meinung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. Heiligen Vaters Pius XII] für den Frieden der Welt beten und die Königin des Friedens anrufen&amp;quot;. Die Gebete nach der heiligen Messe beginnen: &amp;quot;Lasset und beten [p. 240] um Frieden und Freiheit für unsere heilige Kirche, besonders in unserem Vaterland&amp;quot;. Nach den Gebeten wird hinzugesetzt: &amp;quot;Daß Du unseren Kindern den wahren katholischen Glauben erhalten wollest. Wir bitten Dich, erhöre uns. Daß Du unseren Kindern die katholische Schule wieder schenken wolltest. Wir bitten, daß Du alle katholischen Väter und Mütter, katholischen Lehrer und Priester mit heiliger Sorge um die Seelen der Kinder erfüllen wollest. Wir bitten Dich, erhöre uns.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Mai. Marienfeier der Jünglinge und Jungfrauen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. 1.000 hatten sich eingefunden und der gesamte Klerus des Dekanates. Die Feier verlief sehr erhebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. Mai. 850 haben ihre [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunion Osterkommunion] gehalten. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritaskollekte] brachte 120,- Mark. 5 Aspirantinnen in den [[Marienverein]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Juni. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitssonntag] vereinigte wie alljährlich die Jugendlichen und Jungfrauen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. 1.500 waren mit ihren Seelsorgern erschienen und legten das Treubekenntnis ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Juni. [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam] war in diesem Jahre noch schulfrei. Die Prozession zog wie alljährlich unter besonders starker Beteiligung der Männer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. Juni. Die [[Freilichtbühne]] beginnt ihre Aufführungen mit der [[Schweinefehde]] von Zons ([[Martin Schaefer|Martin Schäfer]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Solingen Solingen]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 241] Die antikirchlichen Tendenzen machen sich sehr stark bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. Juni. An der Wallfahrt der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen und Mütter]] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neviges Neviges] beteiligten sich über 70 Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. Mai. [[Heinrich Wimmer]] tritt aus dem [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] aus, da er als Ortsbauernführer nicht zugleich Mitglied des [[Kirchenrat|Kirchenvorstands]] sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. Juli. Am Sonntag des [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfestes]] waren fast keine Schützen zum feierlichen Hochamt erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni. [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_Paul Peter und Paul] war wie im Vorjahre Schulunterricht. Die Bauern haben aber nicht gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Goering.jpg|300px|thumb|right|Der Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe Hermann Göring am 16. Juli 1939 in Zons.]]&lt;br /&gt;
:16. Juli. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Göring Ministerpräsident Feldmarschall Hermann Göring] legte auf seiner Rheinfahrt mit seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Carin_II Yacht Karin II] in Zons an und verbrachte die Nacht dort. Trotz des strömenden Regens hatten sich viele am Rhein versammelt. Die Absperrung ließ aber keinen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der [[Juddeturm]], der 1888 zum letzten Male gedeckt war, erhielt ein neues Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Seelsorgliche Betreuungsstunde der Kinder. Seit Ostern kommen 4 Kinder nicht. 90 % besuchen regelmäßig die Sonntagsmesse, nur 50 % die Kindermesse am Werktag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 242] 26. Juli. Heute schon der 6. Austritt aus der Katholischen Kirche in diesem Jahre. Es wird mir offen gesagt, daß die Bewegung darauf dränge, trotzdem man das offiziell nicht wahrhaben will. Schritt für Schritt wird die religiöse Beeinflussung zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. August. Tage voll Spannung und Unruhe in der Bevölkerung. Die Reservisten sind eingezogen (die Frage um [https://de.wikipedia.org/wiki/Danzig Danzig] und den Korridor), die Gestellungsbefehle werden zum Teil des Nachts überbracht. Keiner ist vorher zu den Sakramenten gegangen, wie 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. August. Heute sind die [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelmarke Lebensmittelkarten] eingeführt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. August. Die Pferde des [https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Grevenbroich-Neuß Landkreises] werden auf dem [[Schloss Friedestrom|Schloßhofe]] ([[Meller (Familie)|Meller]]) gemustert und eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. August. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Es herrscht eine düstere Stimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. August. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Zug- und Omnibusverkehr sind auf ein minimum beschränkt. Immer mehr Männer werden zu den Waffen gerufen. Die Zonser Kommunisten wittern Morgenluft, Heil mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlers_Rede_vor_dem_deutschen_Reichstag_am_1._September_1939 1. September] [https://de.wikipedia.org/wiki/Alea_iacta_est alea est jacta]: Gnade Gott denen, die es verursacht haben. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftschutz Luftschutz] ist aufgeboten. Die Bevölkerung ganz verstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 243] Oremus, ut deus bene vertat! &lt;br /&gt;
:Ausländische Rundfunksendungen zu hören, wird mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Zuchthaus Zuchthaus] oder mit dem Tode bestraft. 2.9. [https://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug Kampf mit Polen begonnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. September. Um den Pfarrkindern etwas Mut zu machen, von der göttlichen Vorsehung gepredigt. England hat den Krieg erklärt. Frankreich ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. September. Die erste Einquartierung. Ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Jesuiten Jesuitenfrater] erklärte mir, daß er durch sein frisches Wesen die düstere Stimmung seiner Kompagnie zu heben suche. Praktisches Christentum. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftschutz Luftschutzmaßnahmen] werden überprüft. Jeden Abend Verdunkelung. Die ersten feindlichen Flugzeuge haben aus 5.000 m Höhe Flugzettel abgeworfen. Die Felder zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Hackenbroich Hackenbroich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_(Dormagen) Horrem] sind von dem Propagandamaterial übersät. Es waren Engländer, die über Holland geflogen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. September. Heute wieder zum 1. Male seit 4 Wochen das [https://de.wikipedia.org/wiki/Messopfer heilige Meßopfer] in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] gefeiert. Dieselbe wurde renoviert und neu bemalt von dem Maler Winter aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heizung, die für die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] vorgesehen war, Genehmigung, Geld, alles war bereit, konnte nicht mehr eingebaut werden. Nun ist das Geld verloren, das durch den großen Landverkauf der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] und dem [[Pfarrhaus|Pastorat]] [p. 244] (für Siedlungszwecke) eingekommen war. 4.500 Mark [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]], 9.500 Mark [[Pfarrhaus|Pastorat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Reparatur des Scheunendaches des [[Pfarrhaus|Pastorat]] ist beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. September. Nach 8 Tagen Krieg ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau], die Hauptstadt Polens, gefallen, wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Göring Feldmarschall Göring] in einer Rundfunkansprache mitteilt. Seine Rede zerstört die Illusionen von einem kurzen Kriege. Auch im Westen hat der Krieg begonnen. In den Nachbarorten [https://de.wikipedia.org/wiki/Hackenbroich Hackenbroich], [https://de.wikipedia.org/wiki/Straberg Straberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosellen_(Neuss) Rosellen] etc. liegt Militär. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] ist Lazarett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. September. Im Jugendheim ist ein Lazarett aufgemacht für die Flüchtlinge aus den evakuierten Grenzgebieten. Einige Flüchtlinge aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Saargebiet Saargebiet] sind hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Wegen der allabendlichen Verdunkelung ist das [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung ewige Gebet] nur von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Der Besuch war gut. Überhaupt ist eine Zunahme des Kirchenbesuchs und Sakramentenempfangs festzustellen. Hoffentlich ist es kein Strohfeuer wie 1914. Die Einberufenen verlassen fast alle ohne Sakramentenempfang die Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. September. Pilgerfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. Beteiligung nicht größer als in Friedenszeiten. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Kloster Knechtsteden] [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldlazarett Feldlazarett]. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Straberg Straberg] liegen [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flackbatterien].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 245] 18. September. Die [[Schulwesen|Schule]] beginnt wieder. Viele Kinder kommen am 1. Schultage zur heiligen Messe. Da das Jugendheim (Schulraum für die religiöse Betreuung) zum Hilfslazarett eingerichtet ist, habe ich einen Raum im [[Rheinturm]] zum Unterricht eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. September. Heute [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begräbnisfeier Exequien] für den ersten [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|Gefallenen des neuen Weltkrieges]], Heinrich Meuther, geb. 29.8.1918 zu Zons, ältester Sohn der Eheleute Johannes Meuther und Catharina Zenz, [[Landstraße]] ([[Nachtigall (Weiler)|Nachtigall]]). Der [[Lehrer]] [[Jakob Steves]] ist als Hauptmann zur Westfront eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Oktober. Das [[Erntedankfest]] in gewohnter Weise in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] feierlich begangen. Außerhalb der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] wurde nicht gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3.–12. Oktober. Zweite Einquartierung, [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pioniere], die von [https://de.wikipedia.org/wiki/Lwiw Lemberg] kamen und jetzt nach Norden weiterziehen. Autos alle defekt, wurden in [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] repariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18. Oktober. Die Nacht 3 Uhr kam wiederum Einquartierung. 16 Pferde werden in der Scheune untergestellt. 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldwebel Feldwebel] und sein [https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier Unteroffizier] sind im [[Pfarrhaus]]e untergebracht. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldkochherd Gulaschkanone] ist auf dem [[Pfarrhaus|Pfarrhause]], und die Mannschaft hat ihre Kantine im [[Pfarrhaus]]e aufgeschlagen. Die Leute kamen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau] und bringen schreckliche Berichte aus Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 246] 22. Oktober. Heute der erste Militärgottesdienst in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]]. Die katholischen Mannschaften (die meisten Protestanten aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Legnica Liegnitz]) waren vollzählig im Stahlhelm erschienen, geführt vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Adjutant Adjudanten].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Oktober Herr [[Ludolf Schmitz|Oberpfarrer Dr. Schmitz]], der von 1910–1928 in Zons [[Pfarrer]] war, feiert in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bergheim Bergheim] die 40. Wiederkehr seiner Priesterweihe. Aus diesem Anlaß wird hier beim Gottesdienste seiner besonders gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. November. Alles arbeitet, die Beteiligung bei der heiligen Kommunion war dementsprechend gering, nur 40 % fanden sich ein. An der Prozession zum [[Friedhof|Gottesacker]] beteiligten sich wie alljährlich fast alle, die daheim, der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] konnte nicht singen, da die Mitglieder durch Arbeit verhindert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. November. Das [[Hubertusverehrung|Hubertusfest]] wurde wie alljährlich mit feierlichem Hochamt und Festpredigt gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. November. Der Martinszug und die Verteilung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Stutenkerl Weckmänner] fiel aus. In der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] fand das feierliche Amt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. November. Der Gedenktag für die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Gefallenen]] ist auf den heutigen Sonntag wegen des Krieges verlegt worden. Die Gedächtnisfeier fand wie alljährlich statt unter reger Beteiligung der Pfarrfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 247] Nachdem die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier] weiter nach Westen gezogen, kamen über 1.000 Mann [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaben Schwaben] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsruhe Karlsruhe] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart Stuttgart], die hier ihre Winterquartiere beziehen wollen. Tank und Munitionsdepot und Werkstatttruppe, fast alles Protestanten. Während die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier] allenthalben intime Beziehungen anknüpfen, halten die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaben Schwaben], [https://de.wikipedia.org/wiki/Baden_(Land) Badener] sich zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Dezember. Alle Familien persönlich besucht und eingeladen zur &amp;quot;Heiligen Zeit&amp;quot;, zu der der [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Herr Cardinal] in den Adventswochen die Gläubigen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_Köln Erzdiözese] aufgerufen hat. Die Predigten sind an den Adventssonntagen während der heiligen Messen. Die Predigten hält Herr Direktor Hubert Wergen vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause], die Kinderpredigten der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Dezember. Heute Katholischer und Evangelischer Wehrmachtsgottesdienst in unserer [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], aber getrennt. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligstes_(Christentum) Sanktissimum] während des evangelischen Gottesdienstes in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sakristei Sakristei] gebracht. Heute nachmittag 4 Uhr Aufnahme von 5 schulentlassenen Mädchen (15 waren entlassen) in den [[Marienverein]]. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelsheim] war [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] für die Mädchen, gehalten von Frau Helene Pollmann ([https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln], Mütter[..] &amp;lt;ref&amp;gt;Unleserlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Advent Advent] war die von [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Seiner Eminenz] angeordnete &amp;quot;Heilige Zeit&amp;quot;. Während der Sonntagsmessen [p. 248] Predigten des Herrn Direktors Hubert Wergen vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus St. Raphaelshause]. Besuch gut. Die Kinderpredigten hielt der [[Johannes Klüwer|Pastor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Die Weihnachtskommunion übertraf die Erwartungen. 750 Kommunikanten. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanitag Stephanstage] Männerpredigt. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_(Apostel) Johannestage] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begräbnisfeier Exequien] und Predigt für die Toten der Gemeinde. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindermord_in_Betlehem#Tag_der_unschuldigen_Kinder Feste der unschuldigen Kinder] war Kleinkindersegnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Baden_(Land) Badenser] sind abgezogen. Ihre Nachfolger sind wieder [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1939. Taufen 27 (37), auswärts 10 (8), 1. heilige Beichte 29 (28), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 40 (31), Kommunionen ausgeteilt 16.400 (18.700), Trauung 10 (6), auswärts 2 (-), ausgetreten 10 (5), Tod 15 (7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Januar 1940. Das neue Jahr hat mit einer grimmigen Kälte begonnen. Das Thermometer schwenkt zwischen -10 bis -20 Grad. Alle Leitungen sind zugefroren. Wie bedauerlich, daß die Heizung, die genehmigt war, die Aufträge schon erteilt, das Geld lag bereit, nicht mehr eingebaut werden konnte wegen des Kriegsbeginn. Die Windfänge sind wenigstens noch fertiggestellt worden. – Einquartierung, die Nachfolger der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier] [p. 249] sind [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern Baiern] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Franken_(Region) Franken]), [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pioniere]. Seelsorglich wird für die Leute von seiten des Heeres hier nichts getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Februar. Der Unterricht im [[Rheinturm]] hat auch sehr unter der Kälte zu leiden. Den Kommunikantenunterricht gebe ich im [[Kindergarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. März. Heute ist katholischer und protestantischer Gottesdienst (getrennt) in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Der Besuch von den Soldaten war gut. Es waren [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien schlesische] [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pioniere], die Nachfolger sind [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpreußen Ostpreußen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. März. [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag] fand wieder die Palmprozession von der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] aus statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. März. Die Beteiligung an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunion Osterkommunion] war erfreulich groß. Die Pfarrkinder, die in Urlaub sind, benutzen die Gelegenheit und halten hier ihre Ostern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:31. März. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Weißer_Sonntag weißen Sonntag] gingen 24 Knaben und 8 Mädchen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion]. Die Eltern beteiligten sich geschlossen an der heiligen Kommunion ihrer Kinder. Die Kommunion der Gold- und Silberjubilare will nicht recht klappen. Der Ausflug nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] fiel wegen Benzinmangel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. April. Die Schulneulinge wurden wieder in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] vor dem 1. Schulgang gesegnet. Der Unterricht ist wieder im Jugendheim. 6 neue Bänke wurden angeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 250] 18. April. Das Ehepaar Peter Hubert Schmitz und Gertrud Schnorr, [[Brunnenstraße]], feiert seine goldene Hochzeit. Da die Jubelbraut krank, ist der Kommunionempfang und die Segnung im Hause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. April. Wegen der militärischen Besetzung ([https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flak]) kann die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession Bittprozession] nicht durch die [[Hannepützheide|Heide]] ([[Rochushäuschen]]) ziehen und nimmt den Weg um das [[Antoniushäuschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Glocken sind beschlagnahmt für Rüstungszwecke. Die Einberufungen gehen am laufenden Band weiter. Bis jetzt stehen 70 im Heere. Nun ist auch der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Norwegens#Zweiter_Weltkrieg Krieg in Norwegen] entbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Mai. [[Marienverein|Marienfeier]] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], das Dekanat hatte ca. 700 Jugendliche geschickt. Erhebende Feier. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] ist Lazarett mit 450 Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Mai. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pioniere] ziehen ab. [https://de.wikipedia.org/wiki/Westfeldzug Einmarsch der Deutschen in Holland, Belgien und Luxemburg]. In der Nacht zogen ca. 450 Flugzeuge über Zons gen Westen. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftschutz Luftschutzmaßnahmen] werden überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. Mai. Holland kapituliert. Jede Nacht erscheinen feindliche Flugzeuge und werfen Bomben. Die letzte Nacht wurden 2 Bauernhöfe in [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Worringen] getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mai. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_III._(Belgien) König der Belgier] kapituliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 251] Nacht für Nacht bekommen wir jetzt ungebetenen Besuch von England. In den Wiesen zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinfeld Rheinfeld] und Zons ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinflugplatz Scheinflughafen] angelegt. Durch die Lichtsignale und Leuchtraketen werden die Flieger angelockt, die dann ihre Bomben ins freie Gelände werfen. So fielen Anfang Juni 9 schwere Bomben in die Wiesen vor dem Panneschuppen von Pesch, [[Bahnstraße]], und 12 [https://de.wikipedia.org/wiki/Brandbombe Brandbomben] rings um die Häuser von Krahn und Reusrath ([[Bahnstraße]]) ohne Schaden anzurichten. Für die Bevölkerung allerdings, die in den Kellern sitzt, sehr aufregend. Die Flieger sind in Höhen von 5–6.000 Metern. In der Nähe von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] ist eine Schein-[https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG I.-G.] aufgebaut, beleuchtet, der Schornstein raucht etc. Das größte Werk der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG I.G. Farben] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusen Leverkusen]) bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] vernebelt sich bei Fliegerangriff, und auf die Schein-[https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG I.G.] sind schon 30 Bomben geworfen worden. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier Unteroffizier] hat das [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Ehrenkreuz] bekommen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_(Monheim_am_Rhein) Baumberg] hat allerdings daran glauben müssen. Einige Häuser sind zerstört, Menschenleben nicht zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auf dem [[Rheinturm]] und [[Juddeturm|Juddenturm]] stehen Sirenen, die die Flieger ankündigen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] ist arg mitgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 252] 24. Juni. Der Keller des [[Pfarrhaus|Pastorat]] ist Luftschutzkeller für die Nachbarschaft, ca. 40 Personen. Am 24. Juni wurde der Namenstag des [[Johannes Klüwer|Pastors]] (Johannes) von diesen im Keller gefeiert. In der 1000jährigen Geschichte von Zons sicherlich noch nicht vorgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Juni. [https://de.wikipedia.org/wiki/Waffenstillstand_von_Compiègne_(1940) Frankreich hat kapituliert], um 1.35 nachts beginnt die Waffenruhe mit Frankreich, und in den Lüften donnern die Flugzeuge der Engländer, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flakbatterien] feuern. Um die Kinder und Frauen zu beruhigen, habe ich Lichtbilder religiösen Inhalts im Keller gezeigt, allerdings vergessen wir das Beten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In dieser Nacht sind zum ersten Male 2 [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerzug Panzerzüge], die zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Norf Norf] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Worringen] führten, zur Fliegerabwehr eingesetzt worden, ebenfalls fahrbare [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flakbatterien].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. Juli. An diesem Tage sollte die [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation] durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Hochwürdigen Herrn Weihbischof Dr. Wilhelm Stockums] stattfinden. Da die Ferien schon am 1.7. begonnen haben und wegen der Fliegergefahr haben Seine Exzellenz alles abgesagt. Die Kinder waren schon vorbereitet und alles gerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Juli. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritaskollekte] brachte in diesem Jahre 135,- Mark. Die [[Vinzentinerinnen|Schwestern]] hielten den [https://de.wikipedia.org/wiki/Opfergang Opfergang], ohne daß Beutelchen ausgeteilt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 253] 21. Juli. Statt zur Christenlehre zu kommen, wohin ihn sein Kammerad [sic.] zwar mitnehmen wollte, ging Andreas Müllenberg, geboren 7.2.1930, zum Rhein, um zu baden. Man fand später seine Kleider, ihn selbst fand man nicht. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg] gelandet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. August. Nacht für Nacht erscheinen feindliche Flieger. Die Bomben fallen in die Felder. Vom 3. zum 4. August wurde die [[Liebfrauentor|Muttergottesfigur]] aus dem [[Schlosstor|Schloßtor]] gestürzt. Jeden Abend während des Krieges gingen wie 1914/18 die Frauen und Mütter zum sogenannten &amp;quot;[[Liebfrauentor|Bildchen]]&amp;quot;, um zu beten. Abends waren die Frauen noch da und sahen die Figur. Am nächsten Morgen lag sie zerbrochen im Grase, 10 Meter vor der Mauer. Eine geheimnisvolle Sache. Die männliche Jugend verspottete die Frauen, die beteten. In der Nacht fielen aber auch einige englische Bomben in der Nähe, 1.600 m entfernt, sodaß durch den Luftdruck die Figur herausgeschleudert sein kann. Man versucht, die Statue, die 500 Jahre dort gestanden hat, zu reparieren (Madonna mit dem Jesuskind, gothisch). Dem [[Hans Michael Flücken|Bürgermeister]] teilte ich meine Vermutung mit, daß es einen Bubenstück war. Er versprach, die Sache zu untersuchen. Wie ich höre, soll das Märchen von der Fliegerbombe in die Gemeindechronik aufgenommen werden, sogar mit Lichtbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ca. 100 Kinder sind wegen der Fliegergefahr von [p. 254] [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Volkswohlfahrt N.S.V. (nationalsozialistische Volkspflege)] in Erholung geschickt. Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Württemberg Württemberg], in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Spreewald Spreewald] und nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Stettin Stettin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11. August. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Kerrl Kirchenminister Kerrl] hat verboten, daß die Kirchenzeitung durch die Pfarrer ins Feld geschickt werden. Ca. 2.000 hatte ich während des 1. Kriegsjahres geschickt. Mit 66 Soldaten meiner Gemeinde stand ich dadurch in Korrespondenz. So gut ich kann, halte ich den Briefwechsel aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. August. Das Ehepaar Franz Lenden und Helene Erkelenz, wohnhaft [[Mauerstraße|hinter der Mauer]], feiern heute ihre goldene Hochzeit. 7 Kinder und Schwiegerkinder, 18 Enkel, 3 Brüder und Schwäger, 2 Schwestern und Schwägerinnen sind beim feierlichen Jubelamt mit dem Jubelpaar in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. September. Der Rendant Otto Kegel und Franz Schulte Herbrüggen werden vom Finanzamt [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] vereidigt, und die Kasse der katholischen Kirchengemeinde Zons wird zur Eintreibung der rückständigen Kirchensteuern eine Kirchenkassenhilfsstelle des Finanzamtes [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] am Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. September. Heute feiert der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;]] sein 60jähriges Jubiläum (conferre Seiten 85, 175 und 185). In der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] singt der Chor zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochamt feierlichen Hochamt] die Hubertusmesse [p. 255] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Nekes Nekes]. Der [[Johannes Klüwer|Pastor]] spricht über: &amp;quot;Im Takte fest, im Tone rein, soll unser Tun und Singen sein&amp;quot;. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochamt Hochamte] werden Ständchen gebracht, dem früheren Dirigenten (30 Jahre lang) Jakob Wimmer, dem einzigen noch lebenden Mitgründer Bäckermeister a.D. Wilhelm Peters (bei der Gründungsversammlung erlitt Vikar [[Christian Bücker|Johannes Matthias Christian Bücker]] (26 3/4  Jahre [[Vikare|Vikar]] in Zons) einen Schlaganfall und starb bald darauf und Schmiedemeister a.D. Peter Gilgen, der Ende 1860 dem Chore beitrat und noch aktiver Singer ist. Der Präses [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] hielt bei allen 3 eine entsprechende Ansprache. Trotz des Krieges waren noch 20 Sänger da, zum Teil in Urlaub. Abends beschloß eine gemütliche Sitzung beim Dirigenten [[Willi Hahn]] ([[Gaststätte &amp;quot;Zum Volksgarten&amp;quot;|Volksgarten]]) den Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auch in diesem Jahre konnten die Wallfahrten nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] nicht durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. September. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] für die in diesem Jahre gemusterten Arbeitsdienstlerinnen, von 5 nehmen 3 daran teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. September. Das Mitglied des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchores]] Willy Fleischhauer heiratet in [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Üdesheim] Dora Rodewig. Abends fuhr der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Üdesheim], brachte dem Brautpaar ein Ständchen, dann Fliegeralarm, im Keller bis 1.30. [p. 256] Rückfahrt mit dem Brautpaar nach Zons, um 2.30 Ankunft, unterwegs wieder Fliegeralarm, [https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtgranate Leuchtkugeln], Bombenabwurf und [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flakbeschuß], aber keinem etwas geschehen. Diesen Situationsbericht wollte ich der Nachwelt erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Oktober. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] der Frauen im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus], Pater Rath [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.S.], Frau Pallmann von der Zentrale referierte über [https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendweihe Jugendweihe].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Oktober. Pfarrer Gottfried Schmitz, der jeden Monat einmal mit mir im Beichtstuhl auswechselt, wurde vom Fliegeralarm überrascht und mußte hier im Keller Zuflucht suchen. Um 12 Uhr konnte er erst wieder heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3 schwere Bomben fielen ganz nahe bei Zons, kein Schaden angerichtet! Siehe Bericht vom 4. August.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Oktober. Die religiöse Jugendwoche, die vom 20.–27. Oktober vorgesehen war, die Hausbesuche hatte ich schon begonnen, wird von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Geheimen Staatspolizei] verboten. Sie wird auf das kommende Frühjahr verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. Oktober. Die Standesvorträge werden nicht mehr in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] gehalten, sondern als Glaubensstunde wöchentlich, eine für die Jünglinge und eine für die Jungfrauen, im [[Pfarrhaus]]e gehalten. Besuch besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. November. [https://de.wikipedia.org/wiki/Einkehrtag Einkehrtag] für Männer in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim]. 3 Männer von hier beteiligen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 257] 28. November. Der [[Hans Michael Flücken|Bürgermeister]] teilt mit: es ist angeordnet, daß bezüglich kirchlicher Veranstaltungen an Tagen nach nächtlichem Fliegeralarm nicht vor 10 Uhr stattfinden dürfen. Ich ersuche Sie, diese Anordnung zu befolgen (die Schule beginnt um 9.30, die Bürostunden auf dem Amte um 8.30, die Fabriken arbeiten wie gewöhnlich, nur durch den Gottesdienst wird die Ruhe der Bevölkerung gestört).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Dezember. Auf meine Anfrage nach näheren Anweisungen erhalte ich folgendes Schreiben: 1. die Einschränkung des Glockengeläutes, sowie der Kirchenveranstaltungen hat grundsätzlich dann zu erfolgen, wenn am vorraufgegangenen Tage Fliegeralarm nach 23 Uhr gegeben wurde beziehungsweise über 23 Uhr hinaus angedauert hat. 2. Von der Einschränkung werden neben dem Glockengeläut aller Art sämtliche kirchlichen beziehungsweise gottesdienstlichen Veranstaltungen betroffen, also auch die üblichen gottesdienstlichen Veranstaltungen einschließlich der Früh- und Kindermessen, der außerschuliche Religionsunterricht und dergleichen. Ausgenommen sind lediglich solche Veranstaltungen, die nur Geistlichen und Ordensangehörigen zugänglich sind. 3. Die Einschränkungen [p. 258] gelten für alle Tage, also auch für sonntägliche Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Dezember. Die für heute angesetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation] wird zum 2. Male abgesagt, Krankheit des [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Bischofs]. Die Kinder waren wieder vorbereitet und voll freudiger Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember. Die [[Marienverein|Marienkinder]] haben eine Weihestunde im Jugendheim. Über 30 waren erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. Weihnachten, die Beteiligung an der Kommunion war gut, ca. 70 %. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Besetzung_Polens_1939–1945#Polnische_Kriegsgefangene kriegsgefangenen Polen] hatten ihren Gottesdienst in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]]. Alle 34 gingen zur heiligen Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Für den Winter sind wieder [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pioniere] zur Einquartierung gekommen. In der Kuhweide ([[Grind]]) ist eine markierte Tankanlage gebaut. Die Umwohner des [[Antoniushäuschen]]s müssen ihre Wohnungen räumen. Wegelin, Schwärzfabrik an der [[Landstraße]], brennt. Gott Dank kamen keine Flieger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1940. Taufen 30 (27), auswärts 8 (10), 1. heilige Beichte 16 (28), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 33 (40), Kommunionen ausgeteilt 18.000 (16.400), Trauungen 9 (10), ausgetreten aus der Kirche 2 (11), gestorben 14 (15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1941&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 259] 2. Januar. Das Generalvikariat teilt mit: &amp;quot;Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führer] hat angeordnet, daß tägliche kirchliche Veranstaltungen an Tagen nach nächtlichem Fliegeralarm nicht vor 10 Uhr stattfinden dürfen.&amp;quot; Als Begründung wurde in dem Schreiben des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Kerrl Reichskirchenministers] gesagt, es solle nach Nächten mit Fliegeralarm &amp;quot;die Bevölkerung nicht durch kirchliche Veranstaltungen in der Möglichkeit zum Ausruhen und Arbeitseinsatz gestört werden.&amp;quot; Die heiligen Messen habe ich denn für den Sonntag auf 10 und 11.30 gelegt. Werktags wird sie still in der Kapelle gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. Februar. Seelenamt für den verstorbenen Pfarrer i.R. [[Aloys Oertgen|Aloys Örtgen]], der am 2. Februar 1941, 60 Jahre alt im 34. Jahre seines Priestertums in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kettwig Kettwig vor der Brücke] gestorben ist. Er war von Februar 1907–April 1908 in Zons als [[Vikare|Kaplan]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. März. ½ 12 während des Fliegerangriffs stirbt [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Joseph_Schulte Herr Hochwürden Kardinal Dr. Schulte] an Herzschlag. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begräbnisfeier Exequien] in Zons sind am 17. März.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriegshochzeit.jpg|300px|thumb|right|Zonser Kriegshochzeit am 24. März 1941: Theo Köppinger und Margarethe Vonden.]]&lt;br /&gt;
:22. März. Der Kapitularvikar schickt folgendes Schreiben. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Gestapo] teilt mit, daß sie gegen Geistliche, die gegen die geltenden staatlichen Anordnungen am Morgen nach nächtlichem Fliegeralarm die Kirchen vor 10 Uhr öffnen, [p. 260] gegebenenfalls nach Verwarnung mit scharfen Strafen, selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzhaft Schutzhaft], vorgehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. April. [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag]. Heute beginnt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg#Balkanfeldzug.2C_1941 Vormarsch gegen Griechenland und Jugoslavien]. Nachmittags für die [[Marienverein|Marienkinder]] und die Schulentlassenen eine Passionsfeierstunde im Jugendheim. 24 folgten der Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. April. In diesem Jahr gingen die Kinder am 1. Ostertage zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion ersten heiligen Kommunion]. Die Beteiligung der Pfarrfamilie an der Kommunionbank war hervorragend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. April. Die Blumenprozession zum Maialtar fand wieder unter reger Beteiligung der Kinder statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Mai. Religionslehrer Krutwig aus Köln hielt die Predigten beim Männersonntag. Die Beteiligung der noch zu Hause weilenden Männer war gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ein Überblick über die englischen Fliegerbesuche: Alarm am 3., 10., 14., 15., 19. und 27. März, am 4., 10., 20. und 30. April, am 4., 5., 9., 11., 12., 15., 16., 17., 18., 24. und 28. Mai 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Mai. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Kloster Knechtsteden] wird von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Gestapo] aufgelöst. Die Patres, die 20,- Mark erhielten, mußten bis abends 10 Uhr das Rheinland verlassen haben. 5 Patres mußten zur Aufrechterhaltung des landwirtschaftlichen Betriebs zurückbleiben. Kreisbauernführer [p. 261] Ording aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Üdesheim] leitete die Aktion. Der Kampf geht weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Mai [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Herr Hochwürden Weihbischof Dr. Wilhelm Stockums] firmte in Zons die Kinder der Gemeinden Zons und [[Stürzelberg]] und vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Aus Zons waren es 53 Knaben und 62 Mädchen. 20 Knaben und 12 Mädchen waren in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderlandverschickung Kinderlandverschickung], 2 Knaben und 4 Mädchen ließen sich nicht firmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FlugabwHeide.jpg|300px|thumb|right|Flugabwehrfeuer einer 8,8 cm-Flak 41 auf Lafette in der Zonser Heide im Juni 1940.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FlugabwHeide1.jpg|300px|thumb|right|Flugabwehrfeuer mehrerer 8,8 cm-Flaks 41 auf Lafette in der Zonser Heide im Juni 1940.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FlugabwHeide2.jpg|300px|thumb|right|Brennende Bahnschwellen bei Zons im Juni 1940 (wohl durch Bombenabwurf in Brand geraten).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FlugabwHeide3.jpg|300px|thumb|right|Flugabwehrfeuer einer 8,8 cm-Flak 41 auf Lafette in der Zonser Heide im Juni 1940.]]&lt;br /&gt;
:1. Juni. Mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten Pfingsten] sind alle katholischen Zeitschriften etc. aufgehoben. Der Grund lautet: Die Kriegswirtschaft erfordert stärkste Konzentration aller Kräfte. Diese Zusammenfassung macht es notwendig, daß unser Blatt bis auf weiteres sein Erscheinen einstellt, um Menschen und Material für andere kriegswichtige Zwecke freizumachen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt Christi Himmelfahrt] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam] werden als kirchliche Feiertage von der Polizei aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Beim letzten Fliegerangriff tötete eine Bombe in [https://de.wikipedia.org/wiki/Delrath Delrath] eine ganze Familie, die im Keller Schutz gesucht hatte. Vater, Mutter, Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind, das nicht getauft war, die anderen waren aus der Kirche ausgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Juni. [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitssonntag]. Die österliche Zeit ist beendet. 750 haben ihre Osterpflicht erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 262] 8.–15. Juni. Religiöse Jugendwache. Von den 150 besuchten Jugendlichen kamen zu den Abendvorträgen regelmäßig über 100. Trotz der Fliegeralarme, am letzten Sonntag waren die meisten bei der Generalkommunion, die erst um 10 Uhr sein konnte. Die Vorträge hielt Pater Franz Zimmermann, …&amp;lt;ref&amp;gt;Wort (Herkunftsort?) unleserlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamsprozession] zog um die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. Juni. Dekanatsfeier der katholischen Jugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim], da [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] ja aufgelöst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LazarettKn.jpg|300px|thumb|right|Lazarett in Knechtsteden 1941/42.]]&lt;br /&gt;
:Seit heute [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg steht Deutschland im Kriege mit Rußland]. Die Fliegerangriffe im Juni, gewöhnlich von 12.30-3 Uhr nachts: 2., 8., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 18., 20., 21., 22., 23., 24., 25., 27., 28. Juni. Da die [[Pfarrhaus|Pastorat]] Luftschutzkeller ist, so versammelt sich die Nachbarschaft Abend für Abend, die Leute werden zusehend nervöser. Die Bomben fielen bis jetzt ins Feld. Fliegeralarm im Juli: 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 10., 11., 14., 15., 17., 20., 21., 22., 24., 25., 30. Im August 4., 5., 6., 7., 8., 12. (2x), 13., 17., 18., 19., 25., 27., 28., 29., 30. Am 26.6.1941 fiel bei der Erstürmung der Ortschaft Leszinow (Rußland) Gefreiter Hubert Fleischhauer, Sohn der Eheleute Peter Fleischhauer und Margarethe Becker, geboren in Zons 22.4.1913. Am 27. August 1941 fiel bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Stoßtrupp Stoßtruppunternehmen] vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Tallinn Reval] (Rußland) [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_(Militär) Pionier] Jakob Schmitz, Sohn der Eheleute Josef Schmitz und Maria Catharina Viehöfer, geboren 12.11.1912 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kapellen_(Grevenbroich) Kapellen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung ewige Gebet] war von 6–8 Uhr gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 263] Die Wallfahrten nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] fielen auch in diesem Jahre aus. Die Pfarrkinder pilgerten in kleinen Gruppen, am 14. September waren sie in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] bei einer der aufrüttelten Predigten des [https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen Bischofs von Münster, Clemens August].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im September Fliegeralarm 1., 2., 8., 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Oktober Fliegeralarm 11., 13. (2x), 14., 15., 16., 22. und 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13.10. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] wurde bei einem Verkehrsunglück der letzte der führend beteiligten SA-Leute, die sich an dem Priester vergriffen hatten, getötet, conferre Seite 211.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im November Fliegeralarm 4., 9., 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Dezember Fliegeralarm 4., 11., 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8.12. Aufnahme von 5 neuen [[Marienverein|Marienkindern]]. Zum ersten Male abends 7.30 das [https://de.wikipedia.org/wiki/Messopfer heilige Meßopfer] gefeiert, damit die Gläubigen &amp;quot;Immaculata&amp;quot; ihre Pflicht erfüllen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Gefreite Heinrich Groten, geboren 17.4.1918, Sohn der Eheleute Johannes Groten und Florentine Fischermann, starb bei einem Spähtruppunternehmen bei Bodijiroka in Rußland. Der Schütze Hubert Ohligschläger, Sohn der Eheleute Andreas Ohligschläger (†) und Odilia Hackenbroich, geboren 28.10.1912, ∞ 24.8.1935 mit Elisabeth Caillard, erlag seinen Verletzungen im Kriegslazarett zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Pskow Pleskau] am 18.10.1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 264] Der Schütze Hans Schmitz, geboren 2.2.1916, starb den Heldentod 13.10.1941 in Rußland, begraben in Mag, Sohn der Eheleute Hubert Schmitz und Sibilla Zensen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Schütze Hubert Schoenen, Sohn der Eheleute Heinrich Schoenen und Gertrud Boden, geboren 25.5.1910, fiel 17.11.1941 vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau], starb im Feldlazarett zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Gagarin_(Smolensk) Gshatsk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kradschützentruppe_von_Wehrmacht_und_Waffen-SS Kradschütze] Matthias Hubert Marx, jüngster Sohn der Eheleute Johann Adam Marx und Maria Magdalene Marx, vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau] durch Kopfschuß schwer verwundet, starb am 29. November 1941 im Kriegslazarett zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Smolensk Smolensk] den Heldentod fürs Vaterland und wurde vom katholischen Wehrmachtspfarrer auf dem Heldenfriedhof III in [https://de.wikipedia.org/wiki/Smolensk Smolensk] Nord beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1941. Taufen 27 (30), auswärts 6 (8), 1. heilige Beichte 27 (15), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 15 (33), Kommunionen ausgeteilt 12.600 (18.700), Gründe: [https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderlandverschickung Kinderlandesverschickung], Fliegeralarm und Verdunkelung. Firmung: 66 Knaben, 72 Mädchen, Trauungen: 13 (9), davon [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegstrauung Kriegstrauungen] 10, ausgetreten 0 (2), gestorben 19 (14), [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|gefallen im Kriege]] 7 (-).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
:[p. 265] 1942, Januar. Fliegeralarm im Januar: 4., 9., 17., 20., 21., 28. Eine Kältewelle mit Schneefall, wie wir es seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Das Thermometer zeigte -10 bis -20 Grad. An einem Tage sank das Thermometer von +2 Grad bis -22 Grad. Das Wasserwerk der Stadt fror zu, sodaß wir 8 Tage ohne Wasser waren. Einige Pumpen mußten aushelfen. Wegen der Schneeverwehen konnte das Milchauto nicht durchkommen, sodaß wir in Milch baden konnten. Auch die Post kam an einigen Tagen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Februar. Die Kälte hielt an, der Rhein ist zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grimlinghausen_%28Neuss%29 Grimmlinghausen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Üdesheim] zugefroren. Ein reger Verkehr entwickelt sich von einem zum anderen Ufer, da jeder mal über den Rhein gehen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Februar: 13., 14., 19., 21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Glocken sind beschlagnahmt und warten auf Abtransport. Das Geläut wurde von Dr. Hüverstühl, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Telefunken Telefunken]) auf Schallplatten aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. Februar. Der Rhein ist auch bei Zons bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg] zugefroren. Er steht bis zum 25.2. Einige Waghalsige haben es gewagt, bis zum anderen Ufer zu [p. 266] gehen. Außer einem kalten Fußbad hat es gut gegangen. Der Schnee liegt noch immer, sodaß die Feldhühner bis zu den öffentlichen Wegen vordringen und mit der Hand gefangen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelstunde Bibelstunde] für die Männer (einmal in der Woche) wird nur von 3–4 Männern besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Welchen Einfluß der nächtliche Fliegeralarm ausübt, konnte heute am 22.2. Sonntag festgestellt werden. Von 900–1.000 pflichtigen Kirchenbesuchern waren nur 400 (gezählt) erschienen, davon 120 Kinder. Die Messen waren um 10 Uhr und 11.30 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:März. Mit dem 15. März war die Hauptkälte überwunden. Fliegeralarm am 9., 10., 11., 13., 17., 25. und 26. März.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:April. Auch in diesem Jahre gingen die Kinder Ostersonntag, den 5. April, zur 1. heiligen Kommunion (40).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm 2., 4., 6., 7., 11. An diesem Tage wurden 2 Flugzeuge in Zons, [[St. Peter (Ort)|St. Peter]], abgeschossen. 13., 15., 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Mai. Am 2. Mai feierte das Ehepaar Johannes Bilk, geb. 26.4.1868 in Dormagen, und Sibilla Engels, geboren 16.6.1867 in Zons, seine goldene Hochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Mai. Glaubensfeier der Dekanatsjugend unter dem Leitgedanken &amp;quot;Ave Maria&amp;quot; in der [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Pankratius_%28Nievenheim%29 Salvatorkirche] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 267] 3. Mai. Die diesjährige [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritaskollekte], die von den [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] vorgenommen wurde, ergab eine Summe von 161.70 Reichsmark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:11., 12., 13. Mai. Auch in diesem Jahre zog die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession Bittprozession] durch die Felder. Montag und Mittwoch um das [[Antoniushäuschen]]. Dienstag zur [[Hannepützheide|Heide]] um das [[Rochushäuschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. Mai. [https://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt Christi Himmelfahrt] durfte in diesem Jahre kirchlich nicht gefeiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:31. Mai. Fliegeralarm im Monat Mai: 7., 20. und 31. Mai. Am 31. Mai war der Großangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]. Auch Zons wurde abends in Mitleidenschaft gezogen. Mondhelle Nacht, die Luft erfüllt von dem Brausen der Flugzeuge. Jeden Augenblick war ein neues Flugzeug in den Scheinwerfern. Auf der Scheinanlage in der Kuhweide, zwischen Zons und [[Stürzelberg]], stürzte ein Bomber ab. Die 5 Insassen zum Teil verbrannt, zum Teil zerschmettert, da sich die Fallschirme nicht geöffnet hatten. Eine kleine Bombe fiel auf das [[Hospitalplatz|Hospitalplätzchen]] und zertrümmerte die Dächer und Fenster der Häuser von Lenden ([[Mauerstraße|Hinter der Mauer]]), Erkelenz – Justenhoven und Müllenberg, [[Hospitalplatz]]. Menschenleben oder Verletzungen nicht zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Pfarrchronik Zons (Pfarrarchiv St. Martinus Zons, Nr. 7)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:[p. 1] Chronik der katholischen Pfarrgemeinde Zons.&lt;br /&gt;
:2. Band, der 480 Seiten umfaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zons, den 1. Juni 1942&lt;br /&gt;
:[[Johannes Klüwer]], [[Pfarrer]]&amp;lt;ref&amp;gt;Links davon Stempel mit Umschrift &amp;quot;Ecclesia Parochialis St. Martini Zontini&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 2] 1942, 1. Juni Der 2. Band der Pfarrchronik beginnt mit einer weniger erfreulichen Mitteilung. Die Glocken, die nach dem Kriege 1914–18 (in dem gleichfalls die Glocken geopfert wurden) 1931 angeschafft waren, werden aus dem Turm geholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Maria Ton D, Gewicht 1753 Kg, gegossen in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Petit_%26_Gebr._Edelbrock Gießerei von Petit und Gebrüder Edelbrock] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Gescher Gescher in Westfalen]. Höhe 1,36 m, Durchmesser 1,39.&lt;br /&gt;
:Vorderseite: [https://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis Bild der unbefleckten Empfängnis]&lt;br /&gt;
:Hinterseite. Des Krieges Sturm&lt;br /&gt;
:Riß mich vom Turm 1917&lt;br /&gt;
:Neuerstanden sing ich wieder&lt;br /&gt;
:Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Gottesmutter] Jubellieder 1931&lt;br /&gt;
:Oben rings um den Glockenkranz:&lt;br /&gt;
:In honorem Immaculatae conceptionis&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Beata_Maria_Virgo B.M.V.] fusa sum ad usum [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|ecclesiae S. Martini]], Sontini. Anno 1843. (Das war die Inschrift der alten Glocke)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 3] Martinusglocke Ton: f, besonders gut gelungen, Gewicht 1035 Kg, in der gleichen Gießerei gegossen 1931. Höhe 1,14 m, Durchmesser 1,18 m.&lt;br /&gt;
:Vorderseite: das Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiligen Martinus] zu Pferde, gibt dem Bettler seinen halben Mantel.&lt;br /&gt;
:Rückseite: [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours S. Martini] Glock bin ich genannt&lt;br /&gt;
:zu Zons getauft wider Feuer und Brand.&lt;br /&gt;
:Ungewitter, Donner und Hagelschlag&lt;br /&gt;
:durch Gottes Gnad abwenden mag. Anno 1710. Fotos siehe Anlage zur Chronik.&lt;br /&gt;
:(Inschrift der alten Glocke vor 1918)&lt;br /&gt;
:Umschrift am Glockenkranz:&lt;br /&gt;
:pro patria mortua 1918&lt;br /&gt;
:pro ecclesia in vitam redeo 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Juni 1., 2. (4x Alarm), 4., 6., 8. (2x Alarm), 9., 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Glocken sind fotografiert und auf Schallplatten aufgenommen im Archiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 4] 16. Juni. In dieser Nacht fielen über 100 [https://de.wikipedia.org/wiki/Brandbombe Brandbomben] in Zons; sie wurden alle sofort von den Einwohnern und der [[Feuerwehr]] gelöscht. Stellen, wo die [https://de.wikipedia.org/wiki/Brandbombe Brandbomben] fielen: Stelzmanns Scheune in der [[Steinstraße]] 55, Metzgerei Marx, [[Hubertusstraße|Hubertusstr.]] 7, vor Haus Nicolin, Horst Wessel ([[Grünwaldstraße|Grünwaldstr.]] 1), [[Gaststätte &amp;quot;Zum Fährhaus&amp;quot;|Hell Wirtschaft]], [[Herrenweg]] 15, [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Wirtschaft Weiler]], [[Herrenweg]] 17, Fleischhauer Peter, [[Deichstraße|Steinstr.]] 43, Rosellen, [[Parkstraße|Gartenstr.]] 26 etc., Wege und Gärten, dazu 2 schwere Sprengbomben neben dem Damm bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. Juni. Unser neuer [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Erzbischof Dr. Josef Frings] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] Rhein ist heute im [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Hohen Dom] zu [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] zum Bischof geweiht worden. 30 Jünglinge und Jungfrauen aus Zons, Teilnehmer, der wöchentlich im [[Pfarrhaus]]e stattfindenden Glaubensstunden, haben in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] der heiligen Handlung beigewohnt. Große Begeisterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni. Das Fest [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_Paul Peter und Paul] war wieder ein gewöhnlicher Werktag, nur eine Frühmesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Monat Juni 1., 2. (3x), 3. (2x), 4., 6., 9., 16., 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Juli. Festhochamt zur Feier des Bischofsjubiläums unseres [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. heiligen Vaters Pius XII.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm Juli 3., 14., 22., 25., 26. (2x), 28. (3x), 29. (4x), 30., 31. (3x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 5] 1. August. [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_D%C3%BCsseldorf Großangriff] auf [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf], der schon lange erwartet wurde. Zons blieb verschont, die Leute waren sehr aufgeregt, der Keller im [[Pfarrhaus]]e überfüllt. Der [[Heckhof]] brannte aus, das Vieh wurde gerettet. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] Brand in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfeifer_%26_Langen Zuckerfabrik] und in der Brauerei. 2 Häuser wurden vernichtet, 13 Personen getötet. An diesem Tage 3x Alarm. Vom [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturm]] aus den Angriff beobachtet. In [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] über 10 Km lange Feuersbrunst. Fliegeralarm im August 5. (3x), 6. (3x), 7. (2x), 8., 9. (2x), 10. (3x), 11. (2x), 12. (2x), 13. (3x), 15., 16. (4x), 17., 25. (2x), 26., 27. (3x), 28. und 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung ewige Gebet] um 6 Uhr–8 Uhr abends war schlecht besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im September 3., 7. (2x), 8. (2x), 9., 11. zum 2x [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_D%C3%BCsseldorf Großangriff] auf [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]. Die Altstadt liegt in Trümmern, der [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf_Hauptbahnhof Bahnhof] zum Teil zerstört. 16. (2x), 17., 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. September. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten] Carl Meuther, der am 9. September 1942 bei der Abwehr eines feindlichen Fliegerangriffs (er war [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flaksoldat]) auf die [https://de.wikipedia.org/wiki/Tobruk Festung Tobruk] in Nordafrika , seinem am 9. September 1939 am [https://de.wikipedia.org/wiki/Narew Narew] in Polen gefallenen Bruder Heinrich im Heldentod folgte. Er war der 2. und letzte Sohn der Eheleute Johann Meuther und Catharina Zenz, [p. 6] geboren am 9. Januar 1920 in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es folgen die Totenzettel der bis September 42 [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|gefallenen Pfarrkinder]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Heinrich Meuther (siehe Seite 23), 2. Hubert Fleischhauer, 3. Heinrich Groten, 4. Jakob Schmitz, 5. Hubert Ohligschläger, 6. Hans Schmitz, 7. Hubert Marx, 8. Hubert Schoenen, 9. Carl Meuther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hubert Fleischhauer]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! St. Martin!&lt;br /&gt;
::Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt; darum ist mir die Krone der Gerechtigkeit hinterlegt! 2. Tim. 4,7.&lt;br /&gt;
::Gedenket im Gebete des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Hubert Fleischhauer [folgt Foto]&lt;br /&gt;
::der am 26. Juni 1941 bei der Erstürmung der Ortschaft Leszinow (Rußland) in hartem Kampfe gefallen ist.&lt;br /&gt;
::Er wurde geboren am 22. April 1913 als Sohn der Eheleute Peter Fleischhauer und Margareta geborene Becker. Schon mit acht Jahren verlor er die Mutter. Zusammen mit seinen fünf Geschwistern genoß er im Elternhaus eine echt christliche Erziehung. Die Grundsätze seiner katholischen Religion begleiteten ihn durch seine Jugend und ließen ihn im Kreise des [[Katholischer Gesellenverein|katholischen Gesellenvereins]] Vertiefung und echte Kameradschaft suchen und finden. So wie er in der Heimat allbeliebt war ob seines freundlichen Wesens, so rühmt auch sein Kompagnieführer ihn als einen pflichtgetreuen, guten Kameraden. Früh vollendet, hat er viele Jahre erreicht.&lt;br /&gt;
::Fern seines Grabes gedenken seiner voll Trauer, aber auch heiligen Stolzes der Vater, zwei Brüder, drei Schwestern, ein Schwager, zwei Schwägerinnen, sowie seine Verwandten, Freunde und Bekannten und bitten alle um ein Gebet für den lieben Verstorbenen, besonders beim heiligen Opfer des Priesters, auf daß er uns allen sei ein mächtiger Fürsprecher beim Throne Gottes und vom Herrn über Leben und Tod als Lohn die Krone des Lebens empfange in seinem heiligen Gottesfrieden!&lt;br /&gt;
::Druck: J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 7] 3. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Heinrich Groten]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es besitzen in Ewigkeit. Offenbarung.&lt;br /&gt;
::Gedenket im Gebete der Seelenruhe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Heinrich Groten&lt;br /&gt;
::der am 29. August 1941 bei einem Spähtruppenunternehmen in der Nähe von Bodijewka in Rußland den Heldentod für Volk und Vaterland gestorben ist.&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 17. April 1918 zu Zons als zweiter Sohn der Eheleute Johann Groten und Florentine geborene Fischermann. Nach seiner Schulentlassung verlebte er im katholischen [[Jünglingsverein]] frohe Stunden, durch sein Lautenspiel und seinen Gesang seine Freunde erfreuend. 1940 wurde er eingezogen und als [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_%28Milit%C3%A4r%29 Pionier] ausgebildet. Treu und gehorsam gegen seine Vorgesetzten war er freundlich und froh unter seinen Kameraden. An seiner Mutter hing er mit besonderer Liebe und ließ keine Gelegenheit vorübergehen, um aus dem Felde ihr eine Freude zu bereiten. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse sollte er die Heimat nicht wiedersehen und mußte das Opfer seines jungen Lebens bringen.&lt;br /&gt;
::Eine tiefe Lücke reißt sein Tod, und schmerzliche Trauer erfüllt Eltern und Geschwister, doch trösten sie sich in der felsenfesten Hoffnung, daß seine Seele eingezogen ist in ein besseres Vaterland, wo es keinen Tod und keinen Schmerz mehr gibt.&lt;br /&gt;
::An seinem Grabe trauern die Eltern, zwei Brüder, eine Schwester, ein Schwager und die übrigen Anverwandten, welche seine liebe Seele dem Gebete der Gläubigen empfehlen, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
::Druck J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Foto siehe Seite 23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Jakob Schmitz]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! St. Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist. Johannes 11, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_%28Milit%C3%A4r%29 Pioniers]&lt;br /&gt;
::Jakob Schmitz [folgt Foto]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 21. November 1912 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kapellen_%28Grevenbroich%29 Kapellen bei Neuß] als Sohn der Eheleute Josef Schmitz und Maria Katharina geborene Viehöfer. Unter der Obhut gut katholischer Eltern wuchs er heran und erlernte das Bäckerhandwerk. Am 15. Mai 1937 trat er in den heiligen Ehestand mit Katharina Ohligschläger aus Zons. Gott segnete die Ehe mit einem Kinde. Zur Verteidigung des Vaterlandes einberufen, war er in Frankreich und Rußland. Stets einsatzbereit, erwarb er sich die Sympathien aller seiner Vorgesetzten. Vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Tallinn Reval] bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Sto%C3%9Ftrupp Stoßtruppunternehmen] wurde er durch Kopfschuß tötlich verletzt und starb in soldatischer Pflichterfüllung getreu seinem [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahneneid Fahneneide] den Heldentod fürs Vaterland am 27. August 1941. Aus seinen Briefen an Frau und Kind spricht eine große Liebe und Sorge für seine Familie, aber auch seine Treue zu Gott und Kirche. Als wackerer Soldat und als tief frommer Christ ist er in den Tod gegangen.&lt;br /&gt;
::Möge Gott das Opfer seines Lebens lohnen; darum bitten seine Frau, sein Söhnchen, seine Eltern und Schwiegereltern, zwei Brüder, eine Schwester, ein Schwager, eine Schwägerin und die übrigen Anverwandten. Sie empfehlen die Seele des teuern Verstorbenen dem Gebete aller Freunde und Bekannten, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::Druck J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 8] 5. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hubert Ohligschläger]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Er hat den guten Kampf gekämpft, den Glauben bewahrt. Mach. 15, 27.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seele des in Gott ruhenden Schützen&lt;br /&gt;
::Hubert Ohligschläger [folgt Foto]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 28. Oktober 1912 als jüngster Sohn der Eheleute Andreas Ohligschläger und Odilia Hackenbroich. Von christlichen Eltern erzogen, lernte er nach der Schulentlassung das Schlosserhandwerk. Als guter Katholik beteiligte er sich rege am katholischen Vereinsleben seiner Pfarre, war ein treues Mitglied des [[Katholischer Gesellenverein|katholischen Gesellenvereins]] und zählte schon jahrelang zu den eifrigen Mitgliedern der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|&amp;quot;Cäcilia&amp;quot;]]. Seit dem 24. August 1935 lebte er mit Elisabeth Caillard aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_%28Dormagen%29 Horrem] in glücklicher, harmonscher Ehe, die Gott mit zwei Söhnen segnete. Ein Kind starb im zarten Alter. Die tiefe Frömmigkeit, die ihm in seiner Kindheit von braven Eltern eingepflanzt wurde, bewahrte er auch als Mann und Vater. Am 16. Juni 1940 eingezogen, wurde er am 27. September 1941 verwundet und starb den Heldentod fürs Vaterland am 18. Oktober 1941 im Kriegslazarett zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Pskow Pleskau in Rußland], wo er auch mit allen militärischen Ehren beigesetzt wurde.&lt;br /&gt;
::In der Blüte des Lebens ist er dahingegangen, doch Gattin und Mutter trösten sich in dem Gedanken, daß er, der als Christ seinem Gotte in der Jugend gedient und als Soldat auf dem Felde der Ehre sein Leben fürs Vaterland hingegeben hat, den ewigen Siegespreis des Himmels erlangt habe.&lt;br /&gt;
::Um das Opfer des Gebetes für den lieben Verstorbenen bitten seine Frau, sein Sohn, seine Mutter, drei Brüder, drei Schwäger, sieben Schwägerinnen und die übrigen Anverwandten, auf daß seine Seele bald ruhe im ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hans Schmitz]&lt;br /&gt;
::Es dürstet meine Seele nach Gott, dem Starken und Lebendigen. Ps. 41,3.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seele des in Gott ruhenden Schützen&lt;br /&gt;
:: [Foto]&lt;br /&gt;
::Hans Schmitz&lt;br /&gt;
::der am 13. Oktober 1941 in Rußland auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Der Verstorbene war geboren zu Zons am 2. Februar 1916 als einziger Sohn der Eheleute Adolf Hubert Schmitz und Sibilla Zensen. Im katholischen Elternhause erzogen, wurde er nach seiner Schulentlassung Auto-Schlosser. Am 1. April 1939 trat er in den Arbeitsdienst ein, wurde anschließend Soldat und machte den Feldzug in Frankreich mit, kam dann auf den östlichen Kriegsschauplatz und starb den Heldentod fürs Vaterland in den Kämpfen vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Petersburg Leningrad]. Was sterblich war an ihm, bestatteten seine Kameraden auf dem Heldenfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Mga Mga] in Rußland.&lt;br /&gt;
::Seine Eltern verlieren in ihm einen treusorgenden Sohn, der stets bemüht war, seinen Eltern Freude zu bereiten, seine Schwester verliert den einzigen Bruder. Als aufrechter, katholischer Jungmann war er in seiner Heimatgemeinde ein eifriges Mitglied des [[Jünglingsverein|katholischen Jünglingsvereins]] und seit der Gründung auch ein treuer Sohn der [[Kolpingfamilie|Kolpingsfamilie]]. Christus war ihm Führer auf dem Wege, so war er, wie sein Kompaniechef schreibt, ein stets hilfsbereiter, beliebter Kamerad, dessen Tod eine schmerzliche Lücke hinterlassen hat. Möge Gott, dem er in seinem Leben treu gedient hat, in der Ewigkeit sein übergroßer Lohner sein.&lt;br /&gt;
::Seine tiefbetrübten Eltern, seine Schwester und die übrigen Anverwandten bitten um die Gabe des Gebetes, damit seine Seele ruhe in Frieden.&lt;br /&gt;
::Druck J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 9] 7. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Matthias Hubert Marx]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ihr habt jetzt zwar Trauer, doch ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seele des in Gott ruhenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Kradsch%C3%BCtzentruppe_von_Wehrmacht_und_Waffen-SS Kradschützen]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Matthias Hubert Marx&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene wurde geboren am 5. August 1918 in Zons als jüngster Sohn der Eheleute Johann Adam Marx und Maria Magdalena Marx. Nach Beendigung des Arbeitsdienstes im Februar 1941 eingezogen, fand er als [https://de.wikipedia.org/wiki/Kradsch%C3%BCtzentruppe_von_Wehrmacht_und_Waffen-SS Kradschütze] seinen Einsatz im Osten. In den Kämpfen vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau] durch Kopfschuß schwer verwundet, starb er unter dem Beistand des katholischen Wehrmachtpfarrers im Kriegslazarett von [https://de.wikipedia.org/wiki/Smolensk Smolensk] am 29. November 1941 &amp;quot;ruhig und im Frieden mit Gott&amp;quot;, wie der Wehrmachtpfarrer schreibt, den Heldentod fürs Vaterland. Er wurde mit allen militärischen Ehren auf dem Heldenfriedhof III in [https://de.wikipedia.org/wiki/Smolensk Smolensk-Nord] zur letzten Ruhe gebettet.&lt;br /&gt;
::Sein stets heiteres Wesen, seine große Liebe und Anhänglichkeit an Eltern und Geschwister machten den Jüngsten zum Liebling des elterlichen Hauses. Fleißig und unermüdlich tätig half er zu Hause im landwirtschaftlichen Betriebe.&lt;br /&gt;
::Schwer trifft die Eltern der Tod ihres lieben, hoffnungsvollen Sohnes; zwei Brüder, die beide im Felde stehen, zwei Schwestern, zwei Schwäger, eine Schwägerin, seine Neffen und Nichten betrauern den Heimgegangenen. Sie alle und die übrigen Verwandten empfehlen die Seele des Verstorbenen dem Opfer und Gebete der Gläubigen. Sie ruhe in Frieden!&lt;br /&gt;
::Druck: J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hubert Schoenen]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Sei getreu bis in den Tod und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Offenbarung 2, 10.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Herrn ruhenden Schützen&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Hubert Schoenen&lt;br /&gt;
::Geboren am 25. Mai 1910 zu Zons als ältester Sohn der Eheleute Heinrich Schoenen und Gertrud Boden widmete sich der so früh Dahingeschiedene dem Bäckerhandwerke. Im Juni 1940 zu den Waffen gerufen, wurde er zuerst als Kradfahrer ausgebildet, dann als Schütze einem Infanterie-Regiment überwiesen. Von einem schweren Motorradunfall genesen, fand er seinen Einsatz im Osten. Am 17. Oktober 1941 in den Kämpfen vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau] schwer verwundet, starb er im [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldlazarett Feldlazarett] zu Gshatsk in Rußland am 18. November 1941 den Heldentod fürs Vaterland.&lt;br /&gt;
::Wie seinem Vaterland, war er auch seiner Kirche treu ergeben. Die religiösen und sittlichen Grundsätze, die er im Elternhause kennen lernte, die er im katholischen Gesellenverein festigte, bewahrte er treu bis in den Tod. Seine Hoffnung, die Familie in der Heimat wiederzusehen, erfüllte sich nicht, aber das ist der Trost und die zuversichtliche Hoffnung der tiefbetrübten Eltern, seines noch im Felde stehenden Bruders, seiner drei Schwestern und seines Schwagers, daß sie ihn in der himmlischen Heimat wiedersehen. Sie bitten mit den übrigen Anverwandten alle, die ihm nahegestanden haben, seiner beim heiligen Opfer und im Gebete zu gedenken, damit seine Seele ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::Druck: J[osef] Wegener [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 10] 9. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Karl Meuther]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr habt jetzt zwar Trauer, aber ich werde euch wiedersehen, dann wird euer Herz sich freuen und niemand wird euch eure Freude nehmen.&amp;quot; (Johannes 16, 22)&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des in Gott ruhenden Soldaten&lt;br /&gt;
::Karl Meuther&lt;br /&gt;
::Der Verewigte wurde geboren zu Zons am 9. Januar 1920 als Sohn der Eheleute Johann Meuther und Catharina Zenz. Wie sein Bruder Heinrich folgte er stolz und freudig dem Rufe seines [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führers] zum Schutze des Vaterlandes. An den verschiedenen Fronten eingesetzt, starb er am 9. September 1942 bei der Abwehr eines feindlichen Fliegerangriffes auf die [https://de.wikipedia.org/wiki/Tobruk Festung Tobruk in Nordafrika] den Heldentod fürs Vaterland. Er folgte damit seinem Bruder Heinrich, der am gleichen Tage vor 3 Jahren, am 9. September 1939, am [https://de.wikipedia.org/wiki/Narew Narew] in Polen sein Leben hingegeben hatte für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führer], Volk und Großdeutschland. Karl war, wie sein Kompanieführer schreibt, das Vorbild eines einsatzfreudigen und überaus pflichtgetreuen Soldaten, der in der Kompanie unvergessen bleiben wird. Auf dem Heldenfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Tobruk Tobruk] hat er seine letzte Ruhestätte gefunden. Möge Gott das Opfer seines jungen Lebens lohnen.&lt;br /&gt;
::Fern seines Grabes gedenken seiner voll stolzer Trauer der Vater, die Mutter, zwei Schwestern und die übrigen Anverwandten, welche seine Seele empfehlen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie bald ruhe im ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Philipp Libertus]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Gedenket im Gebete des gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Philipp Libertus&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz E.K. II], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundeten-], [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie-Sturmabzeichen Infanterie-Sturm-], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Cholmschild Cholm-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_Winterschlacht_im_Osten_1941/42 Winterfeldzugabzeichens].&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene war geboren zu Zons am 10. Dezember 1914 als Sohn der Eheleute Peter Josef Libertus und Gertrud Kluth. Er erlernte das Bäckerhandwerk und genügte seiner 2-jährigen militärischen Dienstpflicht in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fenhain Großenheim (Sachsen)]. Anfang des Krieges einberufen, machte er den Feldzug in Frankreich mit und wurde 1941 im Osten eingesetzt. Freiwillig meldete er sich zur Heeresgruppe [https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Scherer_%28Offizier%29 Scheerer], die im Winter 41/42 125 Tage lang eingekesselt, allen Anstürmen der Russen trotzte. Wegen seiner Tapferkeit wurde er mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz E.K. II] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
::Der so früh Dahingegangene vereinigte ein offenes, ehrliches Wesen mit einem frischen, feurigen Temperament voll Lebenslust und Tatendrang. Sein Pflichtbewußtsein und seine Begeisterung für die Sache des Vaterlandes kannten kein Zurückbleiben und keine Schonung. Mehrmals verwundet, meldete er sich stets wieder zur Front. In einem seiner letzten Briefe schreibt er: &amp;quot;Auf den Einsatz kommt es hier nicht an, Deutschland muß leben, wenn wir auch unser Leben dafür lassen müssen. So schwer es für seine Familie ist, das Liebste zu verlieren, so kann sie aber auch stolz auf das große Opfer sein.&amp;quot; Und in einem anderen Briefe: &amp;quot;Dem Herrgott müssen wir vertrauen, in seiner Hand liegt unser Leben.&amp;quot; Nun hat das tödliche Blei auch ihn getroffen. Bei einem Angriff am 30. September 1942 erhielt er bei Dupky in Rußland, südlich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Ilmensee Ilmensees] einen Kopfschuß, der den sofortigen Tod herbeiführte. Auf dem Heldenfriedhofe in Bjakowo an der Rollbahn [https://de.wikipedia.org/wiki/Staraja_Russa Staraja-Russa]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Demjansk Demjansk] wurde er von seinen Kameraden mit allen militärischen Ehren feierlich beigesetzt. Möge der Herrgott, dem er vertraute, das Opfer seines Lebens angenommen haben.&lt;br /&gt;
::Den Tod des jungen Kriegers beklagen tiefbetrübt seine Eltern, die in ihm einen hoffnungsvollen Sohn verlieren, sein Bruder, seine Schwester, sein Schwager, seine Schwägerin und die übrigen Anverwandten. Sie empfehlen die Seele des fern der Heimat Beerdigten dem Gebete der Gläubigen. Er ruhe in Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 11] 4. November Am 4. November 1942 fanden die Exequien für den gefallenen Krieger Philipp Libertus statt. Das Nähere siehe Totenzettel Numero 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Oktober 1., 2. (2x), 5. (3x), 6. (2x), 15. (2x), 23. (2x), 24., im November nur 3x am 9., 10. und 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Oktober Das [[Erntedankfest]] wurde auch in diesem in der gewohnten Feier in der festlich geschmückten Kirche unter reger Anteilnahme begangen. Die auf Schallplatten aufgenommenen Glocken wurden in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] geläutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Oktober Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfeste] beteiligte sich die Jugend besonders an der Kommunion. Nachmittags war eine besondere Feierstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. November Die Beteiligung an der Prozession zum [[Friedhof]] war in diesem Jahre besonders stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. November Nachmittags war, wie alljährlich, die [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Heldengedenkfeier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Dezember. Auch in diesem Jahre war wieder feierliche Aufnahme von 7 neuen [[Marienverein|Marienkindern]] in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]]. Anschließend eine würdige Adventsfeier im [[Kindergarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis Feste der Unbefleckten Empfängnis] selbst waren die heilige Mission morgens um 7.30 und abends [p. 12] um 7.30. Wir sangen die Speyrer Domfestmesse, der Besuch war gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. Dezember. In diesem Jahre wurde wieder die große Krippe um den Altar aufgebaut. Heiliger Abend war Fliegerbesuch, doch wurde die Feier am Weihnachtsmorgen nicht gestört. Ca. 450 Pfarrkinder waren an der Kommunionbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Dezember am 2., 6., 17., 20. (2x), 22., 23., 24., 25., 27, 29., 31. Dezember.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik von 1942&lt;br /&gt;
:Taufen: 25 (27), auswärts 6 (6)&lt;br /&gt;
:1. heilige Beichte 15 (27), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion]: 14 (15), Kommunionen 14.100 (12.600)&lt;br /&gt;
:Trauungen: 7 (13), alles [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegstrauung Kriegstrauungen]&lt;br /&gt;
:ausgetreten 0 (0), gestorben 13 (19), [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|gefallen]] 4 (7), Hans Paefgen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiter] auf einem Uboot, das von Feindfahrt nicht zurückgekehrt ist, hat noch keine [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Besuch der Glaubensstunden war im letzten Halbjahre zufriedenstellend. Jünglinge 18, Jungfrauen 18, Mütter 3. [https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelstunde Bibelstunde] für die Männer nur kurze Zeit 4. Die Schulkinder kommen regelmäßig zu 90 % in die religiösen Betreuungsstunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1943&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 13] Kriegsjahr 1943&lt;br /&gt;
:Das neue Jahr fängt mit ziemlicher Kälte an, doch erreichen die Temperaturen lange nicht den Tiefstand des letzten Jahres. Am 8. und 11. Januar sind die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für die gefallenen Soldaten Engelbert Mones und Toni Reusrath. Zwei weitere Soldaten waren als vermisst gemeldet. Hans Paefgen, der von Ubootfeindfahrt im [https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Ozean Atlantik] und Hermann Vianden, der von einer Zerstörsfahrt im [https://de.wikipedia.org/wiki/Arktischer_Ozean Eismeer] ([https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4reninsel Bäreninsel]) nicht zurückgekehrt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Januar am 3., 4., 8. (2x), 9. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.1. war wieder ein gefährlicher Angriff auf Zons. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Brandbombe Brandbomben] fielen 30 m längs der Südmauer ins Feld, und eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Minenmunition Miene] explodierte links vom [[Leichweg]] hinter Wassenbergshaus. Die Feldscheune von Ferdinand Worringen fing Feuer, das bald gelöscht war. Das Haus von Wilhelm Hermanns wurde abgedeckt und einige Scheunen, die in der Nähe liegen. Viele Fensterscheiben wurden in Zons zertrümmert, die Aufregung war groß, aber sonstiger [p. 14] Schaden ist nicht entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 13. (2x), 15., 16., 20., 21., 22., 23. Großangriff, 27. Großangriff und 30.1., conferre S. 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 23. Januar wurde in Zons der erste Gottgläubige zu Grabe getragen, der ohne Geistlichkeit vom [[Ortsgruppenleiter]] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei NSDAP] beerdigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24. Januar veranstaltete die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei NSDAP] als Ersatz für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] eine Gedächtnisfeier für den in Afrika gefallenen Gottgläubigen Rudi Kaiser, 1939 aus der Kirche ausgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In einem alten [https://de.wikipedia.org/wiki/Schematismus_%28Organisation%29 Schematismus] von 1850 finde ich über Zons folgende Eintragungen:&lt;br /&gt;
:Zons, [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche zum heiligen Martinus]], Seelenzahl 1158, [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] im [[Franziskanerinnen|Kloster der Franziskanessen]], 1 [[Schulwesen|höhere Schule]], 1 [[Schulwesen|Elementarschule]]. [[Stürzelberg]], Seelenzahl 887, Kapelle zum heiligen Aloysius, 30 Minuten entfernt. 4 verschiedene Gehöfte, Seelenzahl 41 (30–45 Minuten entfernt), Summe der Seelenzahl 2086, akatholischer Konfession 9, Juden 87 (!). [[Pfarrer]]: [[Sebastian Schmitz|Hermann Josef Sebastian Schmitz]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], geboren 11.8.1812, geweiht 14.6.1839, in Zons angestellt am 21.4.1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Christian Bücker|Johannes Matthias Christian Bücker]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llen Höllen], Pfarre [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6dingen Bödingen], geboren 19.1.1825, geweiht 4.9.1853, in Zons seit 13.10.1856, 1. [[Vikare|Pfarrvikar]] [p. 15] [[Johannes Hubert van Endert]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserswerth Kaiserswerth], 2. Pfarrvikar, geboren 29.1.1834, geweiht 12.10.1856, in Zons seit 13.10.1856. Peter Ferdinand Josef Gronen aus Köln, Rektor der Kapelle zu [[Stürzelberg]], geboren 20.2.1828, geweiht 14.9.1851, angestellt 10.10.1852.&lt;br /&gt;
:Vom [[Franziskanerinnen|Kloster]] in Zons ist folgendes vermerkt: Genossenschaft der Armen-Schwestern vom 3. Orden des heiligen Franziskus aus dem Kloster zu Heithuizen, berufen und eingetreten im Jahre 1856 zum Unterricht und zur Bildung der weiblichen Jugend.&lt;br /&gt;
:Personal: 1. Maria Anna Schlicker (Klostername Camilla), Vorsteherin. Schwestern: 2. Maria Kreynberg (Mechtilde), 3. Wilhelmine van Essen (Michaeline), 4. Elisabeth Ewald (Cyrilla), 5. Franziska Schatmann (Remigia). Novizen: 6. Christine Steilscheit (Cosma), 7. Gertrud Rüscher (Emanuel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 16] 11. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Toni Reusrath]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des Soldaten&lt;br /&gt;
::Toni Reusrath&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 17. Februar 1923 als einziger Sohn der Eheleute Franz Reusrath und Elisabeth Seburschenich. Nach Beendigung der technisch-kaufmännischen Lehre war er als kaufmännischer Angestellter tätig bei der Automobil A.G. in [https://de.wikipedia.org/wiki/Braunsfeld_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Braunsfeld]. Am 1. Dezember 1941 wurde er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Arbeitsdienst] eingezogen, in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheine Rheine] als [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerj%C3%A4ger Panzerjäger] ausgebildet, kam er am 22. September 1942 im Osten zum Einsatz in den schweren Kämpfen zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolga Wolga] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Don_%28Asowsches_Meer%29 Don]. Am 22. November 1942 wurde er bei der Bergung eines verwundeten Kameraden seines Zuges durch Granatsplitter tötlich am Kopfe getroffen und starb den Heldentod fürs Vaterland.&lt;br /&gt;
::Ein junges, hoffnungsvolles Menschenleben sank dahin, schreibt sein Kompagniechef, der ihn als jungen, frischen [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Melder_%28Milit%C3%A4r%29&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1 Melder] schon im Kompanietrupp kennengelernt hatte. Sein sonniges, freundliches, hilfsbereites Wesen machte ihn überall beliebt. Pflichtgetreu und gewissenhaft, wie im Privat- und Geschäftsleben, war er auch beim Militär und besiegelte seine Treue mit dem Tode. Seine Eltern verlieren in ihm einen guten Sohn, der ihnen in treuer Liebe anhing, und deren Freude, Stolz und einzige Hoffnung er im Leben stets gewesen ist. Sie hoffen, daß der Vergelter alles Guten ihm die Siegespalme verliehen hat.&lt;br /&gt;
::In tiefer Trauer empfehlen die Eltern, Großeltern und die übrigen Anverwandten seine liebe Seele der frommen Fürbitte der Gläubigen, auf daß sie ruhe in Gottes heiligem Frieden!&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/DuMont_Mediengruppe M. DuMont Schauberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 17] 12. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Engelbert Mones]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Herrn entschlafenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Engelbert Mones.&lt;br /&gt;
::Der Verewigte war geboren zu Zons am 13. Mai 1915 als jüngster Sohn der Eheleute Peter Mones und Maria Brangenberg. Bis zu seiner Einberufung zum Militär war er im Geschäfte seines Vaters tätig. 1937 bis 1939 diente er als [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_%28Milit%C3%A4r%29 Pionier] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Ulm Ulm an der Donau]. Während des Krieges kam er zunächst nach Frankreich, 1942 wurde er im Osten eingesetzt. In den [https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Stalingrad schweren Kämpfen um  Stalingrad] durch Granatsplitter schwerverwundet, starb er am 10. Dezember 1942 im [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldlazarett Feldlazarett] zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Rostow Rostow] den Heldentod für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führer], Volk und Vaterland. Auf dem deutschen Ehrenfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rostow Rostow am Don], am ehemaligen Institut für Verkehrsingenieure erhielt er ein ehrenvolles deutsches Soldatenbegräbnis, der Kriegspfarrer hielt, wie der Stabsarzt schreibt, die Grabrede. Eine Abordnung von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften war erschienen, und ein Ehrenzug war bei der Beisetzung aufgestellt.&lt;br /&gt;
::Sein Leben war der Pflicht geweiht, seinen Eltern war er ein herzensguter Sohn, seinen Geschwistern ein liebevoller Bruder und seinen Kameraden ein treuer Freund. Möge Gott, der Herr über Leben und Tod, ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::Um den lieben Verstorbenen trauern seine Eltern, ein Bruder, eine Schwester, ein Schwager, eine Schwägerin, eine Nichte und die übrigen Anverwandten, welche seine Seele empfehlen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/DuMont_Mediengruppe DuMont Schauberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 18] Nachdem am 23. Januar ein Großangriff erfolgt war, das Haus erzittert von dem Luftdruck der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengbombe Sprengbomben], erfolgte am 27. Januar der bis jetzt größte und gefährlichste Luftangriff. Das Gehöft des [[Ortsbauernführer]]s [[August Stelzmann]] ging in Flammen auf. Wohnhaus und 2 Scheunen, die gegenüberliegende große Feldscheune von [[Wilhelm Meller]] wurde mit seinem ganzen Inhalt ein Raub der Flammen. Das lebende Inventar, alles Vieh, wurde gerettet. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Die Leute werden immer ängstlicher. Bei Fliegeralarm geht jetzt alles in die Keller, Kleidungsstücke etc. werden mitgenommen, um wenigstens bei evtl. Brand etwas zu retten. In [[Stürzelberg]] wurden in dieser Nacht 5 Wohnhäuser zerstört, sodaß 84 Personen obdachlos wurden. Dort nur 1 Verletzter und kein Toter, die [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=St._Aloysius_%28St%C3%BCrzelberg%29&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1 Kirche in Stürzelberg] wurde arg mitgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Februar: 2., 3., 4., 5., 6., 8. (2x), 10. (2x), 11., 12. (2x), 13., 14., 15., 16., 17., 18., 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Als Sonderzuteilung durften sich die Männer 10 Cigaretten extra kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 19] 13. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] am 16. Februar 1943&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hans Paefgen]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Joseph! Martinus!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Matrosengefreiten]&lt;br /&gt;
::Hans Paefgen&lt;br /&gt;
::Der Verewigte war geboren zu Stürzelberg am 24. Dezember 1923 als ältester Sohn der Eheleute Franz Paefgen und Josefine Düssel. Voller Begeisterung stellte er sich am 1. April 1941 als [https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_%28Milit%C3%A4r%29 Freiwilliger] bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Marine#Deutschland Marine] und erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Leer_%28Ostfriesland%29 Leer (Ostfriesland)]. Manche Feindfahrt machte er mit. Das U-Boot, auf das er kommandiert war, kehrte von seiner letzten Fahrt gegen den Feind nicht zurück, und es muß, wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Korvettenkapit%C3%A4n Korvettenkapitän] mitteilt, damit gerechnet werden, daß er im [https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Ozean Atlantik] im Kampfe gegen feindliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Geleitzug Geleitzüge] sein Leben für die Freiheit unseres Vaterlandes gegeben hat. Nun ruht er fern der Heimat. Seine Eltern verlieren in ihm einen guten Sohn, der als Ältester von sechs Geschwistern die Familie treu unterstützte, seine Geschwister einen lieben Bruder. Gottes Wille ist unerforschlich, er hat in [sic.] zu sich genommen. Hoffen wir, daß Gott seiner Seele gnädig war. Sarum bitten die Eltern, zwei Brüder, drei Schwestern, die Großeltern und die übrigen Verwandten um ein frommes Gebet für den Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/DuMont_Mediengruppe M. DuMont Schauberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14. Am 17. Februar 1943 Exequien für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Wehrmacht Grenadier] Peter Magnus Düssel. Der Verstorbene war geboren zu Zons am 24.12.1911 als jüngster Sohn der Eheleute Johann Jakob [p. 20] Düssel und Margarethe Wimmer (†), vermählte sich am 31.7.1937 mit Gertrud Breitmar aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] zu einer glücklichen und zufriedenen Ehe, welche von Gott mit einem Sohn gesegnet wurde. Am 16.1.1942 folgte er dem Rufe des Vaterlandes, erhielt seine Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau], bewährte sich in den harten Kämpfen südlich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Ilmensee Ilmensees in Rußland] und starb am 9.1.1943 den Heldentod bei Psawskino, südöstlich Psawskino [https://de.wikipedia.org/wiki/Ilmensee Ilmensee] und wurde auf dem dortigen Divisionsfriedhof beigesetzt (Totenzettel konnte wegen Papiermangel nicht mehr gedruckt werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 18. Februar 1943 wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] gehalten für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad Gefallenen] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolgograd Stalingrad]. Rheinisch-westfälische Regimenter haben besonders dort ihren Blutzoll zahlen müssen. Wer von Zons zu den Gefallenen, Vermißten oder Gefangenen gehört, ist noch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 21] 15. Willi Malzburg, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] 22.2.1943, Tambourmajor des [[Tambourcorps]] der Schützengesellschaft, ca. 20 Jahre lang, von Gründung des Corps an.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Willi Malzburg]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ist unsere Zeit gekommen, so laßet uns männlich sterben für unsere Brüder. I. Mach. 9, 10.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Willi Malzburg&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 20. Mai 1909 als Sohn der Eheleute Josef Malzburg und Margarethe Bechlenberg. Unter der Obhut gut katholischer Eltern wuchs er heran, erlernte nach seiner Schulentlassung das Sattlerhandwerk und trat am 21. Oktober 1934 in den Stand der heiligen Ehe mit Justine Postall aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß]. Glückliche Jahre verlebte er an der Seite seiner Gattin, unermüdlich in der Sorge für sie und seine Familie, tüchtig und fleißig in seinem Berufe. Da rief auch ihn das Vaterland zur blutigen Wahlstatt. Am 1. Mai 1941 wurde er zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flak] eingezogen, erhielt seine Ausbildung und war auf verschiedenen Kriegsschauplätzen, bis er am 15. Juli 1942 in Afrika eingesetzt wurde. Es war sein Abschied von der Heimat und den Seinigen. Am 17. Januar 1943 gegen 14.30 Uhr starb er den Heldentod fürs Vaterland. Mit 18 Tieffliegern griff der Feind die Batterie an, die sich tapfer wehrte. Mit hervorragender Tapferkeit hat der Verstorbene im harten Gefecht seine Pflicht getan, wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kompaniechef Batteriechef] schreibt, und seine Treue und seinen Fahneneid mit dem Heldentode besiegelt. Am Südrand des Flugplatzes Beni Ulid haben seine Kameraden ihn mit allen soldatischen Ehren zur letzten Ruhe beigesetzt. Seiner Frau ein treuer, besorgter Mann, seinen Eltern ein guter Sohn, seiner Schwester ein liebevoller Bruder, bei seinen Kameraden beliebt, so lebt er in unserem Gedächtnis fort.&lt;br /&gt;
::Die Gattin, die Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und übrigen Anverwandten finden Trost in dem Gedanken, daß Gott, der Vergelter alles Guten, ihm den ewigen Siegeskranz unvergänglicher Glorie verliehen hat. Sie bitten um ein Gebet für den teuren Verstorbenen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
::Josef Krautstein, [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Februar 24., 25. (2x), 26. (5x) Großangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], 27. (4x), 28. (5x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 22] 16. Johann Kollenbroich, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] 26.2.1943.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Johann Kollenbroich]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ein jeder, der mich vor den Menschen bekennen wird, den will ich vor meinem Vater bekennen, der im Himmel ist. Matthäus 10,32.&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Betet für den auf dem Felde der Ehre Gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Johann Kollenbroich&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] am 10. August 1912 als Sohn der Eheleute Wilhelm Kollenbroich und Anna Catharina Breuer, heiratete am 18. November 1938 Rosa Zaun aus Zons zu einer glücklichen Ehe, die Gott mit einem Kinde segnete. Am 9. Dezember 1940 wurde er eingezogen, erhielt in [https://de.wikipedia.org/wiki/Wesel Wesel] seine militärische Ausbildung und wurde im Oktober 1941 in Rußland eingesetzt. Bei den harten Abwehrkämpfen bei Lipki, südlich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Ladogasee Ladogasees], wurde er durch den Volltreffer eines feindlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Granatwerfer Granatwerfers] getroffen und starb als aufrechter Kämpfer , wie sein Kompaniechef schreibt, den Soldatentod für Volk und Vaterland am 13. Januar 1943, beigesetzt wurde er bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Mga Mga]. Treu seinem Fahneneid, aber auch treu seinem Herrgott ist er dahingegangen. Möge Gott ihm ein gnädiger Richter gewesen sein.&lt;br /&gt;
::Große Trauer hat sein Tod gebracht seiner Gattin, seinem Kinde, seinen Eltern und Schwiegereltern, seinen beiden Brüdern, seiner Schwester, acht Schwägern und neun Schwägerinnen, denen er mit inniger Liebe ergeben war; doch der Gedanke, daß er ein guter Mensch und Christ gewesen, daß er das Höchste, sein Leben, für des Vaterlandes Sicherheit hingegeben, erfüllen sie mit Trost und Hoffnung, daß er in eine bessere Heimat eingegangen und den ewigen Siegespreis erhalten habe. Sie bitten mit den übrigen Angehörigen um ein Gebet für den Verstorbenen, auf daß er ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
:Das Seelenamt wird am Montag, dem 22. Februar 1943, 7 ¼ Uhr, in der [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Pankratius_%28Nievenheim%29 Pfarrkirche zu Nievenheim] gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Heinrich Meuther]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Deutschland muß leben, wenn wir auch sterben müssen.&lt;br /&gt;
::[p. 23] [eingeklebtes großformatiges Porträtfoto von Heinrich Meuther]&lt;br /&gt;
::[Es folgt der Totenzettel von Heinrich Meuther, Textseite]&lt;br /&gt;
::Als erstes Kriegsopfer unserer Gemeinde fiel am 9. September 1939 in dem Gefechte am [https://de.wikipedia.org/wiki/Narew Narew] in Polen in soldatischer Pflichterfüllung getreu seinem Eide für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führer] und Vaterland der [https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_%28Milit%C3%A4r%29 Freiwillige]&lt;br /&gt;
::Heinrich Meuther&lt;br /&gt;
::Schütze in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Regiment Infanterie-Regiment].&lt;br /&gt;
::Geboren am 29. August 1918 zu Zons am Rhein als ältester Sohn der Eheleute Johann Meuther und Katharina Zenz wuchs er heran voller Erwartungen für das Leben, ein guter Sohn und lieber Bruder. Voll Eifer und Strebsamkeit in seiner Arbeit, war er die stille Freude und Hoffnung seiner Eltern. Im Felde stand er seinen Mann. Sein Kompaniechef schreibt über ihn: Die Kompanie betrauert in ihm einen tüchtigen und tapferen Soldaten, beliebt bei den Kameraden, der bis zum höchsten Einsatz seine Pflicht getan hat.&lt;br /&gt;
::Möge Gott, der Herr, das Opfer seines Lebens reichlich belohnen. Darum bitten seine Eltern und seine drei Geschwister.&lt;br /&gt;
::Buchdruckerei C. Josef Oepen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], Krämerstr. 16&lt;br /&gt;
:Foto siehe Seite 22.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heinrich Groten siehe Seite 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im März: 1. (2x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin], 2., 3., 4. (2x), 5. (3x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], 7., 8. (5x), 9. (2x), 10. (6x), 11. (3x), 12. (2x), 13., 15., 18. (2x) der große Angriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], den Feuerschein konnte man bis hierher sehen, 26., 29., 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 24] 17. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Karl Morsbach]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des auf dem Felde der Ehre gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Stabsgefreiter#Reichswehr_und_Wehrmacht Stabsgefreiten]&lt;br /&gt;
::Karl Morsbach&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 13. November 1914 in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BClldorf Siegburg-Mülldorf] als einziger Sohn der Eheleute Matthias Morsbach und Helene Leyendecker. Schon im zarten Kindesalter verlor er seinen Vater, der 1917 im [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Weltkriege] den Heldentod für das Vaterland starb. Unter der Obhut einer frommen Mutter wuchs er heran, ihre Freude und ihr Trost, seinen beiden Schwestern ein lieber Bruder. Er besuchte die Handelsschule in [https://de.wikipedia.org/wiki/Siegburg Siegburg], erfüllte seine Dienstpflicht in [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbeck Lübeck] und bei der Wehrinspektion in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Altona Hamburg-Altona] und wurde bei Ausbruch des Krieges sofort eingezogen. 1941 in Frankreich eingesetzt, kam er nach Rußland, wo er die Härten des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Winterkrieges] mitmachte. Bei einem Spähtruppunternehmen 30 km westlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Stary_Oskol Stary-Oskol] fiel er am 2. Februar 1943 als tapferer Soldat für Volk und Vaterland. Seine Kameraden bestatteten ihn in [https://de.wikipedia.org/wiki/Michailowka Michaelowka] an der Rollbahn [https://de.wikipedia.org/wiki/Kursk Kursk]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Stary_Oskol Stary-Oskol] zur letzten Ruhe.&lt;br /&gt;
::Am 23. März 1941 hatte er den Lebensbund geschlossen mit Gertrud Winkels aus Zons. Nach kurzer, glücklicher Ehe (sein Kind hat er nur einmal sehen können) folgte er seiner vor 7 Monaten verstorbenen Schwester in die Ewigkeit. Ein fleißiger, braver Mensch, treu seinem Herrgott, besorgt um seine Familie, ein guter Kamerad, so ist er heimgegangen in die ewige Heimat.&lt;br /&gt;
::Seine Frau, sein Kind, die Mutter, die einzige Schwester, die Schwiegereltern und die übrigen Verwandten hoffen zuversichtlich, daß Gott ihn mit den ewigen Gütern belohnen wird. In schmerzlicher Trauer empfehlen sie die Seele des Verstorbenen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im April: 3., 4. (2x), während der Sonntagsmesse 10 Uhr kam der Alarm, sodaß sie abgebrochen werden mußte, um 11 Uhr wurde sie fortgesetzt, und nachmittags um 3 Uhr war die 2. heilige Messe des Sonntags. 6., 8., 9. (2x), 10., 11. (2x), 14., 15., 16. (2x), 17. (2x), 19., 26., 27. (2x) der große Angriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 25] Für Rudi Kaiser, geboren 19.7.1913 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg], ausgetreten 10.6.39, und Michael Kienle, geboren 20.11.1908 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Menningen_%28Me%C3%9Fkirch%29 Menningen (Schwaben)], ausgetreten am 4.10.37, die beide in Afrika gefallen sind, konnten die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] nicht gehalten werden, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei NSDAP] veranstaltete für sie eine Trauerfeier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mit der Woche nach dem 14. Februar begannen auf Anordnung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Hochwürdigen Herrn Erzbischofs] die Kriegsandachten, die Dienstags und Freitags gehalten worden. Der Besuch ist bis jetzt gut, nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad Ereignis von Stalingrad], woran ca. 15 Zonser beteiligt sind, sind die Leute doch sehr nachdenklich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Ostertage verliefen sehr erhebend, ca. 1000 Kommunionen ausgeteilt. Am ersten Ostertage gingen 19 Kinder 88 Knaben und 11 Mädchen) zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion]. Gisela Steves, die erkrankt war, wurde die heilige Kommunion ans Krankenbett gebracht, die Kommunionkinder begleiteten das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum]. Am 30. April fand wie alljährlich die Blumenprozession zum Maialtar statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 9. Mai war die feierliche Weihe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_K%C3%B6ln Erzbistums Köln] an die [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgeb%C3%A4rerin Gottesmutter], der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Dom] überfüllt, auch von Zons waren einige Jugendliche und Erwachsene dort, die tief beeindruckt zurückkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 23. Mai fand die Weihe in unserer [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 26] In den Sonntagspredigten des Monates Mai waren die Gläubigen vorbereitet worden. Am Morgen gingen 400 zur heiligen Kommunion. Nachmittags war die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gut besucht. Am Hauptaltar war der [[Wundermadonna|Marienaltar]] aufgebaut, weißgekleidete Mädchen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion Kommunionkinder]) umrahmten das Bild, die Festpredigt hielt der Direktor des [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshauses] Hubert Wergen. Die einzelnen Stände weihten sich, für die Soldaten sprachen die Kinder, conferre Programm und Foto in den Anlagen zur Chronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm während des Mai 5., 9. (2x), 12., 13. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg]), 14. (3x), 16. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Chastise Talsperren]), 17. (3x), 18. (2x), 24. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund Dortmund]), 26. [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Kreitz Kreitz], wo 22 [https://de.wikipedia.org/wiki/Benediktiner#Benediktinerinnen_von_der_ewigen_Anbetung Benediktinerinnen von der ewigen Anbetung] getötet wurden, 27. (2x) Essen, 28., 29. (3x), 30. (2x) Großangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Barmen Wuppertal-Barmen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 27] 18. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Kaspar Freibeuter]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Du sankst dahin wie Rosen sinken&lt;br /&gt;
::Wenn sie in voller Blüte stehen&lt;br /&gt;
::Und heiße, bitt’re Tränen fließen&lt;br /&gt;
::Weil du so mußtest von uns gehen.&lt;br /&gt;
::Wer hätte das von dir gedacht,&lt;br /&gt;
::Daß du so früh zur Ruh gebracht!&lt;br /&gt;
::Wir durften dich nicht sterben sehen&lt;br /&gt;
::Und nicht an deinem Grabe stehen.&lt;br /&gt;
::Wie magst du dich in letzter Stunde&lt;br /&gt;
::Gesehnt nach deinem lieben Heim!&lt;br /&gt;
::Nun ruhst du schon in fremdem Grunde&lt;br /&gt;
::Von uns sollst nie vergessen sein!&lt;br /&gt;
::Doch dieses bleibt für uns bestehen&lt;br /&gt;
::Ein Jenseits gibt’s ein Wiedersehen!&lt;br /&gt;
::Zum frommen Andenken an den auf dem Felde der Ehre gefallenen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten] Kaspar Freibeuter&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Melder_%28Milit%C3%A4r%29&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1 Melder] in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Wehrmacht Grenadier-Regiment]&lt;br /&gt;
::der am 11. Mai 1943 in den schweren [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Kämpfen im Osten] den Heldentod fand. Der liebe Gefallene war geboren am 20. September 1910 und vermählte sich am 1. Januar 1938 mit Sibilla Mühlenberg zu einer glücklichen Ehe, die mit einem Kinde gesegnet wurde. Im Jahre 1914 wurde ihm seine Mutter entrissen, 1927 verunglückte sein Bruder, und im Jahre 1942 wurde ihm durch ein tragisches Geschick der Vater, zwei Geschwister und ein Neffe entrissen. Seine Hoffnung war ein frohes Wiedersehn, doch der Herr nahm ihn vom Felde der Ehre auf in sein himmlisches Reich.&lt;br /&gt;
::Fern seinem Heldengrab trauern tiefbetrübt die Gattin, 1 Sohn, 1 Bruder, 2 Schwestern, die Schwiegereltern, 2 Schwägerinnen, 2 Schwäger und die übrigen Anverwandten.&lt;br /&gt;
:Geboren in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] als Sohn der Eheleute Wilhelm Freibeuter und Christine Siepen. 2x verwundet bei Kalinin und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rschew Rshew]. Kopfschuß am [https://de.wikipedia.org/wiki/Donezk Donez] südlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Charkiw Charkow], beigesetzt auf dem Heldenfriedhof im Walde nördlich Nivedeneskoje. Das tragische Geschick war der Fliegerangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 28] Am 13. Juni, dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonius_von_Padua St. Antoniustage], war in diesem Jahre das [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten Pfingstfest]. Am 20. Juni, dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitsfest], schloß in diesem Jahre die österliche Zeit. Trotzdem über 200 Pfarrkinder im Felde stehen, war die Beteiligung an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunion Osterkommunion] in diesem Jahre um 100 stärker als im Vorjahre. 850 hielten ihr Ostern, ca. 100 hielten in diesem Jahre ihr Ostern nicht, früher 200–300. Am Nachmittage war die Glaubensbekenntnisstunde für die Jugend des Dekanates in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim], ca. 800 Jugendliche waren gekommen. Thema: Das ist der Wille Gottes: Eure Heiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24. Juni, dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannistag Johannistage], war [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam]. Die Prozession zog mit großer Beteiligung um die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Segen war am Missionskreuze und in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], am Sonntag nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam], da sie am Tage selbst mal wieder verboten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da am 29. Juni, dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_Paul Petri und Paulstage], morgens die heiligen Messen nur in dem Umfange sein durften, wie werktags üblich, sangen wir abends 8 Uhr in der heiligen Messe die Speyrer Domfestmesse, die Beteiligung war erfreulich groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, den 4. Juli feierten wir das [https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Herz_Jesu#Liturgie Herz Jesufest]. Abends 8 Uhr war die Sühnestunde vor dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligstes_%28Christentum%29 Allerheiligsten]. Für die Soldaten sprachen Gruppen von weißgekleideten Kindern [p. 29] die Weihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Juni 11., 12. (2mal) [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] schwer getroffen, 13. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Bochum Bochum]), 14., 15. (3mal) [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberhausen Oberhausen], 17. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], 18. (5mal), 20. (4mal), 21. (2mal), 22. (4mal) [https://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld Krefeld] vernichtet, 23., 24. (2mal), 25. [https://de.wikipedia.org/wiki/Elberfeld Wuppertal-Elberfeld]. Bei diesem Angriff wurde Zons in Mitleidenschaft gezogen. Eine schwere Bombe fiel hinter den [[Schloss Friedestrom|Schloßhof]] ([[Meller (Familie)|Meller]]). Viele Dächer abgedeckt, auch [[Pfarrhaus]] und Scheune. Viele Fenster zertrümmert, die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] blieb unversehrt. Ein viermotoriger amerikanischer Bomber wurde über Zons abgeschossen und stürzte mit voller Ladung am [[Buschweg]] in der [[Hannepützheide|Heide]] ab ohne Schaden anzurichten. 7 Insassen tot, 2 mit Fallschirm abgesprungen, Piloten ebenfalls tot. 26. (2mal), 27., 29. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Dom] getroffen, die Altstadt zerstört, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Erzbischof], dessen Palais völlig zertrümmert, wie durch ein Wunder gerettet. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Hammels Weihbischof Hammels] findet Zuflucht im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Alle haben nur das nackte Leben gerettet, [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_M%C3%B6lders Domkapellmeister Mölders] und Rendant Kuhling tot. Auch in [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Demag Demag]) 4 Personen getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 30] Fliegeralarm im Juli: 3., 4. (3mal) [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutz_%28K%C3%B6ln%29 Deutz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kalk_%28K%C3%B6ln%29 Kalk] bombardiert, 5., 6. (2mal), 7. (2mal), 8., 9. (2mal) [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfeld_%28K%C3%B6ln%29 Ehrenfeld] schwer mitgenommen. Die Feuersbrunst war von hier aus immer gut zu beobachten. 10., 14. [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] heimgesucht, 15. (2mal), 16. (2mal), 18., 19., 22., 24., 25. (2mal), 26. (3mal), 28., 29. 30. (2mal), 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Wilhelm Kegelmann]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ich war die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist.&amp;quot; Johannes 11&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des auf dem Felde der Ehre gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Wilhelm Kegelmann.&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene wurde geboren am 29. April 1915 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hlinghausen Röhlinghausen] als Sohn der Eheleute Wilhelm Kegelmann und Johanna Herzog, heiratete am 29. März 1941 Agnes Bechlenberg aus Zons zu einer glücklichen harmonischen Ehe. 1939 zu den Waffen gerufen, wurde er 1940 bei dem Vormarsch in Holland verwundet. Nach seiner Genesung war er in Frankreich und Belgien. An der Ostfront eingesetzt, wurde er am 28. Juli 1943 bei Chojelischte am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolchow Wolchow] von einer Gewehrkugel tötlich ins Herz getroffen und gab sein Leben für unser aller Freiheit und Zukunft. Auf dem Ehrenfriedhof von [https://de.wikipedia.org/wiki/Tschudowo Tschudowo] wurde er von seinen Kameraden beigesetzt.&lt;br /&gt;
::Liebevolle Anhänglichkeit an Frau und Familie, treue Gewissenhaftigkeit in Erfüllung seiner Pflichten zeichneten ihn aus und sichern ihm ein ehrenvolles Andenken bei allen, die ihn kannten.&lt;br /&gt;
::Die trauernden Hinterbliebenen, seine Frau, seine Eltern und Geschwister empfehlen mit allen übrigen Anverwandten seine Seele dem Gebete der Gläubigen, damit sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 31] Am 3. August hatten die Schulneulinge mit ihren Müttern eine besondere heilige Messe in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]], anschließend erhielten sie den Kindersegen und gingen zum 1. Schulgang. Die religiösen Betreuungsstunden beginnen nach den Ferien wieder. Bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für den gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter Obergefreiten] Wilhelm Kegelmann wurde zum 1. Mal die Gedenktafel feierlich in die [[Kriegergedächtniskapelle]] (Mariahilfaltar) getragen. Die anwesenden Feldgrauen trugen die Kränze, die Orgel spielte: [https://de.wikipedia.org/wiki/Der_gute_Kamerad Ich hat einen Kameraden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 15. August, [https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Aufnahme_in_den_Himmel Maria Himmelfahrt], erhielten 14 Mädchen in einer feierlichen Andacht in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] das grüne Band als [[Marienverein|Marienkinder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im August: 2., 3. (2x), 6., 8., 9., 10., 11. (2x), 12. (5x) ([https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bochum Bochum] Tagesangriffe), 15. (während des Hochamtes), 16. (2x), 17. (4x), 18., 19., 23. Einige [https://de.wikipedia.org/wiki/Brandbombe Brandbomben] ohne Schaden, 24., 27., 28., 30., 31. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Rheydt Mönchengladbach-Rheydt]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da die offiziellen Wallfahrten nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] auch in diesem Jahre nicht sein können, ziehen die Pfarrkinder in kleinen Gruppen zu den Gnadenorten, auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Neviges Neviges-Hardenberg] wird viel besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 32] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Adam Libertus]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Maternus!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Adam Libertus&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene war geboren zu Zons am 3.3.1912 als jüngster Sohn der Eheleute Wilhelm Libertus und Anna Maria Kluth und heiratete am 2.7.1932 Gertrud Hülsen aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Köln-Worringen]. Gott segnete die Ehe mit einem Kinde. Nachdem er am [https://de.wikipedia.org/wiki/Westwall Westwall] gearbeitet – das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Schutzwall-Ehrenzeichen Westwall-Abzeichen] wurde ihm verliehen – erhielt er seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6xter Höxter], kam nach Frankreich und wurde im Februar 43 im Osten eingesetzt. Am 30.7.43 starb er in Rußland bei Wesnessenskiy den Heldentod für Volk und Vaterland, nach Aussagen seiner Kameraden durch Kopfschuß, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Seine letzte Ruhestätte hat er gefunden auf dem Heldenfriedhof in Puschkarnoya. In der Blüte des Lebens ist er dahingegangen; seine Frau verliert in ihm einen guten Mann, sein Kind den treusorgenden Vater. Möge Gott der Herr ihm die Krone des ewigen Lebens gegeben haben.&lt;br /&gt;
::Groß ist der Schmerz der Gattin, seines Sohnes, der Eltern und Schwiegereltern, seines Bruders, seiner Schwester, der beiden Schwägerinnen und Schwäger sowie der übrigen Anverwandten, welche seine Seele dem Gebete der Gläubigen empfehlen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
::Als ich von euch mußt‘ scheiden, in blutige Schlacht zu gehen, / wie klang es doch so tröstend, das Wort &amp;quot;Auf Wiedersehn!&amp;quot; / Auf Wiedersehn, Jäh ist nun der schöne Traum vorbei: gar gut hat mich getroffen des Feindes tödlich Blei. / Einst ziehen frohe Scharen ins Heimatdorf hinein, / doch nimmer wird&#039; ich unter den tapfern Kämpfern sein. / Ein Brieflein nur wird kommen ins liebe Heimatland, / drauf steht ein einzig Wörtlein von unbekannter Hand: / &amp;quot;Gefallen!&amp;quot; – nur ein Wörtlein. Oh, Ihr Lieben, weinet nicht! / Dereinst durch graue Wolken ein Strahl der Hoffnung bricht. / Will froh dort auf euch warten in jenen lichten Höhn, / bis daß wir alle feiern das schönste &amp;quot;Wiedersehn&amp;quot;.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr habt jetzt zwar Trauer, doch ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen.&amp;quot; (Johannes 16,22.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 33] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Franz Sebastian Schlösser]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Franz Sebastian Schlösser&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz Eisernen Kreuzes 2. Klasse], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_Winterschlacht_im_Osten_1941/42 Ostmedaille] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundetenabzeichens].&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 6. Dezember 1921 in [[St. Peter (Ort)|St. Peter]] bei [[Stürzelberg]] als jüngster Sohn der Eheleute Matthias Schlösser und Helene Sebetzki und lebte bis zu seiner Einberufung zum Heere im Elternhause. Am 6. August 1924 verlor er seinen Vater. Seine militärische Ausbildung erhielt er in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BClheim_an_der_Ruhr Mülheim-Ruhr]. Im Osten eingesetzt, opferte er sein Leben für Volk und Vaterland am 12. August 1943, als ihn in der Nähe der Ortschaft Pribowy-Dwory, 5 km ostwärts Karatschew die tödliche Kugel traf. &amp;quot;Über die Tapferkeit dieses prächtigen Jungen&amp;quot;, so berichtet sein Kompagnie-Chef, &amp;quot;ließe sich ein Buch schreiben. Sein kämpferischer Mut war unerschütterlich. Sein Herzensfrohsinn verließ ihn nie.  Die Kompagnie verliert mit ihm ihren besten und schneidigsten MG-Schützen und besten Kameraden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Möge Gott der Herr ihm ein gnädiger Richter gewesen sein. Tiefbetrübt empfehlen seine Eltern, seine Braut, 2 Brüder, 1 Schwester, 2 Schwägerinnen und die übrigen Anverwandten die Seele des Verstorbenen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Er war bereit, für Gesetz und Vaterland zu sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 34] 22. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Adi Norff]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt, darum ist mir hinterlegt die Krone der Gerechtigkeit.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Wehrmacht Grenadier] Adi Norff&lt;br /&gt;
::Der Verewigte wurde geboren am 29. Juni 23 in Zons, als einziger Sohn der Eheleute Johannes Norff und Margarethe Kluth. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schlosserhandwerk und machte seine Gesellenprüfung. Am 16.4.1942 wurde er zum Heere eingezogen und erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Colmar Kolmar]. Bei den Abwehrkämpfen im Raume von [https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Petersburg Leningrad] am 8. August 1943 schwer verwundet, starb er am folgenden Tage auf dem Hauptverbandplatz.&lt;br /&gt;
::Als guter und braver Sohn berechtigte er zu den besten Hoffnungen, seine einzige Schwester verliert ihren lieben Bruder. Am religiösen Leben der Pfarrfamilie nahm er regen Anteil, sein frohes Gemüt gewann ihm die Herzen seiner Kameraden. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß mußte er so früh sein junges Leben opfern auf dem Altare des Vaterlandes. Wir aber dürfen hoffen, daß der Herrgott ihm den ewigen Lohn für seine Treue geben wird. Auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kriegsgr%C3%A4berst%C3%A4tte_Sologubowka Heldenfriedhof in Sologubowka] (18 km nördlich Schapki) links an der alten Straße nach Woitolowo bei der russischen Kirche fand er seine letzte Ruhestätte.&lt;br /&gt;
::Die Eltern, Großeltern, seine Schwester und die übrigen Anverwandten empfehlen seine liebe Seele dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im September: 1. (2x), 3., 4. (2x), 5. (2x), 6., 7. (2x), 9., 13., 14., 17. (2x), 18., 22., 23., 24., 25., 26., 27., 29., 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im October: 1., 2. (2x), 3. (2x), 4. (3x), 5. (2x), 9. (3x), 10. (Angriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnster_%28Westfalen%29 Münster in Westfalen]), 12., 13., 14. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Schweinfurt Schweinfurt]), 16., 17., 18., 19., 20. (3x, [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin]), 21., 22., 24., 30., 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 35] 23. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hermann Vianden]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Sei getreu bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; (Apocalypse 2,10.)&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Fr.C3.BChere_deutsche_Streitkr.C3.A4fte Masch.-Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Hermann Vianden&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz Eisernen Kreuzes II], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zerst%C3%B6rer-Kriegsabzeichen Zerstörer-] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Schutzwall-Ehrenzeichen Westwallabzeichens]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am Rhein am 18. April 1921 als ältester Sohn der Eheleute Wilhelm Vianden und Catharina Emonds. Nach seiner Schulentlassung wurde er Elektriker, bestand mit gut seine Gesellenprüfung, war im [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Reichsarbeitsdienst] am [https://de.wikipedia.org/wiki/Westwall Westwall] tätig, meldete sich im April 1939 freiwillig zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsmarine Marine] und hat am 31. Dezember 1942 bei einem Seegefecht mit überlegenen englischen Kriegsschiffen den Heldentod gefunden.&lt;br /&gt;
::Als junger begeisterter [https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_%28Milit%C3%A4r%29 Freiwilliger] trat er als Matrose bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsmarine Kriegsmarine] ein und nahm bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Weser%C3%BCbung Norwegenbesetzung] auf einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Zerst%C3%B6rer Zerstörer] an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Narvik Seeschlacht von Narvik] und sonstigen Kampfhandlungen teil, wobei er immer auf verantwortungsvollen Posten treu seine Pflicht erfüllt hat. Von seiner letzten Fahrt in der Neujahrsnacht 1942/43 ist er nicht mehr zurückgekehrt. Fern der Heimat hat er im [https://de.wikipedia.org/wiki/Arktischer_Ozean nördlichen Eismeer] seinen Kameraden an Bord des [https://de.wikipedia.org/wiki/Z_16_Friedrich_Eckoldt Zerstörers &amp;quot;Friedrich Eckholdt&amp;quot;] ein gemeinsames Grab gefunden. Er gab sein junges Leben für unsere geliebte Heimat. Die Eltern verlieren einen braven Sohn, der ihre Freude und ihre Hoffnung war, der Bruder seinen einzigen Bruder.&lt;br /&gt;
::Schweren Herzens verneigen sie sich vor Gottes unerforschlichen Ratschlüssen. Sie wollen das ihnen auferlegte große Leid so tapfer tragen, wie es der Verstorbene auf seiner letzten Fahrt zu Gott in die Ewigkeit getragen hat.&lt;br /&gt;
::Die Eltern, der Bruder, die Großeltern und die übrigen Anverwandten bitten um ein andächtiges Gebet für den Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe in Frieden!&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr, die Ihr mich gekannt und geliebt, vergeßt meiner nicht im Gebete, denn mein junges Leben gab ich für Euch dahin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 36] Am 3. Oktober feierten wir das [[Erntedankfest]] in altgewohnter Weise. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] war festlich geschmückt, die Beteiligung der Gläubigen war gut, die meisten Bauern gingen auch zur heiligen Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeden Abend war [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz Rosenkranzandacht], die gut besucht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da Franz Erkelenz, wohnhaft in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden], geborener Zonser war, habe ich seinen Totenzettel eingesetzt.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Franz Erkelenz]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::In christlicher Liebe gedenket im Gebete Eures Mitbruders in Christus&lt;br /&gt;
::Franz Erkelenz&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Reichswehr Gefreiter] in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Wehrmacht Grenadier-Regiment]&lt;br /&gt;
::geboren am 16. September 1910 in Zons, verheiratet seit 21. Mai 1938 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden], gefallen am 5. Juli 1943 bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Belgorod Bjelgorod].&lt;br /&gt;
::Mit der schwer getroffenen Gattin, Maria geborene Becker, und dem früh verwaisten Töchterchen Helga wollen wir in der Gemeinschaft der Heiligen beten:&lt;br /&gt;
::Gott und Vater! Wir anerkennen Deine Macht und Vaterschaft. Wir beten Dich an. Wir preisen Dich. Herr und Gott, König des Himmels. Gott, allmächtiger Vater! Wir beugen uns Deinem heiligen Willen und bitten Dich demütig: Du hast Deinen Diener Franz aus der irdischen Familiengemeinschaft, die so glückhaft und verheißungsvoll begann, schon nach 5 Jahren herausgenommen. Nimm ihn auf in Deine himmlische Gemeinschaft und laß ihn Wohnung nehmen im Land des Friedens und des Lichtes! Uns aber laß überall Deinen Willen erkennen und erfüllen, auf daß wir nach einem gerechten Wandel hinieden uns dort oben wiedersehen und ewig in der Gemeinschaft der Heiligen vereinigt bleiben, durch Christus, unsern Herrn.&lt;br /&gt;
::Amen.&lt;br /&gt;
::Max Karsten, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 37] 24. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hans Köppinger]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und ich werde auferstehen am jüngsten Tage. Johannes 19, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des auf dem Felde der Ehre gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Hans Köppinger&lt;br /&gt;
::Der Verewigte wurde geboren am 18.12.1919 in Zons am Rhein als jüngster Sohn der Eheleute Peter Magnus Köppinger und Anna Düssel. Er wurde Maschinenschlosser, im Mai 1942 eingezogen, in Frankreich militärisch ausgebildet und im Juni 1943 in Rußland eingesetzt. Bei den schweren Kämpfen westlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Charkiw Charkow] wurde er durch Bauchschuß schwer verwundet und starb versehen mit den heiligen Sterbesakramenten der römisch-katholischen Kirche am folgenden Tage, am 9. September 1943 ruhig und schmerzlos im Lazarett. Auf dem Kriegerfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Poltawa Poltawa] wurde er mit militärischen Ehren beigesetzt.&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war ein offener, edler Charakter, seinen religiösen und sittlichen Grundsätzen, die er von Jugend an kennen und lieben lernte, blieb er treu. Christus war der Führer auf seinem Lebenswege. &amp;quot;Unserem Herrgott wollen wir unser Leben in die Hand geben&amp;quot;, so schrieb er in seinem letzten Briefe an seine Lieben daheim. In diesem Gedanken trösten sich auch seine Eltern, denen er immer ein guter und braver Sohn gewesen, seine Braut, seine 3 Brüder und seine Zwillingsschwester, denen er ein treuliebender Bruder war. Sie alle hoffen, daß er nun des Lohnes der Treue in der Ewigkeit sich erfreue.&lt;br /&gt;
::Mit den übrigen Anverwandten bitten sie die Gläubigen um das Andenken des Gebetes, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Auf Wiedersehen&amp;quot;, hast Du so oft geschrieben,&lt;br /&gt;
::Dies Los war Dir und uns nicht mehr beschieden,&lt;br /&gt;
::So ruhe sanft, da unser Herz Dich tot noch liebt,&lt;br /&gt;
::Denn ach so früh bist Du von uns geschieden,&lt;br /&gt;
::Tief hat die Trennung uns betrübt.&lt;br /&gt;
::Du warst so gut, starbst viel zu früh,&lt;br /&gt;
::Wir denken Dein mit Schmerzen.&lt;br /&gt;
::Das Blei, das Dich zu Tode traf,&lt;br /&gt;
::Zerreißt daheim die Herzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest], [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen Allerheiligen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen Allerseelen] gingen viele zur heiligen Kommunion. Allerheiligen durfte nur werktags Gottesdienst sein, nachmittags 3 Andacht, nach der Andacht gingen die Gläubigen zum [[Friedhof]], wo die Gräber eingesegnet wurden, abends 2 heilige Messen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 38] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Wilhelm Groten]&lt;br /&gt;
::Zum frommen Andenken an [https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier#Wehrmacht Unteroffizier]&lt;br /&gt;
::Wilhelm Groten&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz Eisernen Kreuzes II. Klasse], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Spanienkreuz Spanienkreuzes], des Flaksturmabzeichens und andere [sic.] Auszeichnungen.&lt;br /&gt;
::Geboren in Zons als Sohn der Eheleute Johann Groten und Florentine geborene Fischermann, wuchs er auf als der Stolz und die Freude seiner Eltern. Am 6. Januar&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftliche Ergänzung: &amp;quot;1943&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; vermählte er sich mit Änne Boes aus [[Stürzelberg]], zu kurzem Eheglück. Sieben Jahre stand er im militärischen Dienst. Ein aufrechter edler Charakter, ein pflichttreuer, stets einsatzbereiter Soldat, war er bei Vorgesetzten und Kameraden geachtet und beliebt. Am 16. September 1943 opferte er in Italien sein junges Leben. Die Heimatgemeinde Zons und Stürzelberg wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die tiefbetrübte Gattin, ein Töchterchen, der Vater, die Schwiegermutter, ein Bruder, eine Schwester, vier Schwäger, drei Schwägerinnen und die übrigen Verwandte [sic.] bitten um ein frommes Gebet für den lieben Verstorbenen, damit er bald ruhe in Gottes Frieden!&lt;br /&gt;
::Wenn Liebe könnte Wunder tun&lt;br /&gt;
::Und Tränen Tote wecken,&lt;br /&gt;
::Dann würde Dich, geliebte Seele&lt;br /&gt;
::Nicht fremde Erde decken!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wilhelm Groten war erst seit seiner Verheiratung in [[Stürzelberg]] wohnhaft. Dort fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] statt, er war aber noch Mitglied des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchors &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;]], der ihm auch ein Hochamt sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im November: 3. ([https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]), 4., 5.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu handschriftliche Ergänzung: &amp;quot;Am 5. Angriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt Vatikanstadt].&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; (3x), 6., 7. (2x), 8. (2x), 9., 10., 11. (3x). Während des Alarmes ging die [[Kirchenrat|Kirchenvorstands-]] [p. 39] [[Kirchenrat|sitzung]] weiter. 12. (2x), 13., 15., 16., 17. (II), 18. (3x), 19. (2x), 22. (2x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin], 23. (2x), 26. (2x), 28., 29., 30. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Dezember: 1., 2. (2x), 4. (2x), 5., 10., 11. (2x), 12., 15., 16., 20. (3x), 22. (3x), 24., 28., 29. (2x), 30. (5x), 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weihnachten wieder gefeiert mit der großen Krippe, die Beteiligung beim Sakramentenempfang war gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 12. Dezember wurden 12 Mädchen in den [[Marienverein]] aufgenommen und erhielten feierlich das blaue Band.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik von 1943&lt;br /&gt;
:Taufen 18 (25), auswärts 3 (6)&lt;br /&gt;
:1. Heilige Beichte 26 (15)&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. Heilige Kommunion] 21 (40)&lt;br /&gt;
:Kommunionen ausgeteilt 15.100 (14.100)&lt;br /&gt;
:Trauungen 5 (7), davon 3 [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegstrauung Kriegstrauungen]&lt;br /&gt;
:ausgetreten aus der Kirche 0 (0)&lt;br /&gt;
:gestorben 15 (13), [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|im Kriege gefallen]] 11 (6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 40] Kriegsjahr 1944&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Januar: 1., 2. (3x), 4. (5x), 5. (4x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] bombardiert, 65 Tote, [https://de.wikipedia.org/wiki/Quirinus-M%C3%BCnster_%28Neuss%29 Quirinusmünster] getroffen. Mittags 12 Uhr. 6., 7. (4x), 10. (3x), 11. (2x), 14. (3x), 20., 21. (3x), 22., 23. (3x), 24. (2x), 25. (2x), 26., 27., 28. (3x), 29. (3x), 30. (3x), 31. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Februar: 1. (2x), 2., 3., 4. (2x), 5. (2x), 6. (3x), 7., 8. (2x), 9., 10., 11. (3x), 12., 13. (2x), 15. (2x), 20. (5x), 21. (3x), 22. (3x), an diesem Tage 8 Stunden Alarm, 23. (3x), 24. (5x), 25. (6x), 27., 28. (2x), 29. (2x)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunkerbau.jpg|300px|thumb|right|Bau des Feldtor-Bunkers durch italienische Kriegsgefangene Januar/Februar 1944.]]&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Fastensonntag#Sonntage_der_Vorpassionszeit_bzw._Vorfastenzeit Septuagesima], 6.2., wurde in Gemeinschaftsarbeit der Bunker an der [[Feldstraße]] in einem Guß gebaut, nachdem Wochen lang vorher die Vorarbeiten erledigt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In der Nacht übernachteten 65 [https://de.wikipedia.org/wiki/Pietro_Badoglio Badoglio]-Italiener (Kriegsgefangene) in meiner Scheune.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Winter ist bis jetzt sehr milde gewesen. Sexagesima etwas Frost und Schnee. Mitte Februar setzte die Kälte ein, die bis Mitte März dauerte. Die Kohlen waren aufgebraucht, sodaß die Glaubensstunden, die regelmäßig im [[Pfarrhaus]]e stattgefunden hatten, abgebrochen werden. Montags kamen die Jünglinge von 16–18, Freitag die Jungens von 14 und 15 Jahren, mittags die jungen Mütter, Dienstag die Jungfrauen [p. 41] von 15–17 Jahren und Donnerstag die Jungfrauen über 18 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im März: 1., 2. (2x), 3., 4. (12x), in den letzten Tagen waren ca. 1000 feindliche Flugzeuge über Deutschland, zu Hunderten überflogen sie Zons, die großen Luftschlachten fanden statt, 5. (3x), 6. (6x), 7., 8. (3x), 9. (3x), 10., 11. (2x), 12. Die Leute haben sich so an die Alarme gewöhnt, daß, wenn nicht Hauptalarm mit unmittelbarer Gefahr ist, das Leben ruhig weitergeht. 14. (2x), 15. (2x), 16. (2x), 17. (2x), 18. (4x), 19. (2x), 20. (3x), 21., 22., 23. (2x), 24. (2x), 25. (4x), 26., 27. (2x), 28. (2x), 29. (4x), 30. (6x), 31. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im April: 1., 4., 5. (2x), 6., 7., 8. (3x), 9. Ostern, die Kinderkommunion konnte zur gewohnten Zeit ohne Alarm stattfinden, in alter Feierlichkeit. 23 Kinder gingen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion], 560 Pfarrkinder empfingen ihre Osterkommunion. Am 2. Ostertage war 13stündiges Gebet. Von 11–12 mußte die Anbetung unterbrochen werden wegen Fliegeralarm. 10. (4x), 11. (5x), 12. (3x), 13., 14., 17., 18. (3x), 19. (4x), 20. (2x), 21. (2x), Angriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes], [https://de.wikipedia.org/wiki/Merheim Merheim], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfeld_%28K%C3%B6ln%29 Ehrenfeld], 22. (4x), 23. (4x), [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim], 24. (4x), 25. (2x), 26. (4x), 27. (5x), 28. (2x), 29. (3x), 30. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 42] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Johann Worringen]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Du ruhst nun in fremder Erde&lt;br /&gt;
::Fern von der Heimat, ach wie schwer.&lt;br /&gt;
::Vergebens ist nun alles Hoffen&lt;br /&gt;
::Auf eine frohe Wiederkehr.&lt;br /&gt;
::Du gutes Herz, still ruh in Frieden.&lt;br /&gt;
::Kein Weinen bringt Dich uns zurück,&lt;br /&gt;
::Dahin ist Hoffnung, Liebe auch und Glück&lt;br /&gt;
::Fern ist dein Grab, tief unser Schmerz,&lt;br /&gt;
::Nun ruhe sanft, Du gutes Herz.&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Er war ein Mann ohne Falsch und aufrichtig; er fürchtete Gott und enthielt sich vom Bösen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Im Gebete wollen wir Gedenken des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Johann Worringen&lt;br /&gt;
::der am 24. November 1909 in Zons am Rhein als ältester Sohn der Eheleute Ferdinand Worringen und Margarethe Karl geboren wurde und sich am 27. August 1943 in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herz-Jesu-Kirche_%28Rheydt%29 Herz Jesu-Kirche] zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheydt Rheydt] mit Käthe Mäurer geborene Aretz vermählte.&lt;br /&gt;
::Seinem Eheglück war nur eine kurze Dauer beschieden. Seit Februar 1941 im Kriegsdienst, rückte er Weihnachten 1943 erneut aus. Nur wenige Wochen war er dann an der Front in hartem Einsatz; bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten ist er am 3. Februar 1944 durch einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Artillerie Artillerie]-Volltreffer gefallen.&lt;br /&gt;
::So ist er seiner Mutter im Tode nachgefolgt. Nun möge er ruhen im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
:Johann Worringen war nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheydt Rheydt] verheiratet, sodaß die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] dort stattfanden. Er hat mir jahrelang in der Borromäusbücherei treu geholfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die beiden Bunker am [[Feldtor]] und am [[Rheintor]] wurden in Gemeinschaftsarbeit gegossen, dabei machten sich die Zonser selbst bezahlt, indem 60 von der Gemeinde gestellte [p. 43] Spaten und Schaufeln still verschwanden, auch anderes Arbeitsmaterial, Holz, Draht, Seile etc. Auch der [[Johannes Klüwer|Pastor]] bekam folgende Aufforderung. &amp;quot;Der [[Hans Michael Flücken|Bürgermeister]]: [[Johannes Klüwer|Pfarrer Klüwer]], Zons, [[Kirchplatz]]. Für den Bunkerguß &amp;quot;[[Rheintor]]&amp;quot; am 5., 6., 7., 8. April sind täglich 60 Hilfskräfte erforderlich. Sie werden daher hiermit aufgefordert, vom 5.–8. April ([https://de.wikipedia.org/wiki/Kartage Kartage]), Zeit nach eigener Wahl, Hilfsarbeit zu leisten. Schaufeln sind mitzubringen. Die Hilfsdienstpflicht besteht auf Grund der §§ 2 und 5 des Luftschutzgesetzes vom 26.6.1935. im Auftrag [[Franz Bebber]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Karlheinz Juch]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Reichswehr Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Karlheinz Juch&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes II], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie-Sturmabzeichen Infanteriesturmabzeichens in Silber] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Leistungsabzeichens der Hitler-Jugend].&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene war geboren am 25. Dezember 1924 zu Zons am Rhein als zweiter Sohn der Eheleute Friedrich Juch und Gertrud Marx. Nach Beendigung seiner Schulzeit erlernte er das Bäcker- und Konditorhandwerk und bestand 1942 seine Gesellenprüfung.&lt;br /&gt;
::Am 9.12.1942 zu den Waffen gerufen, erhielt er seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdam Potsdam]. Am 10.5.1943 wurde er in Rußland eingesetzt; Weihnachten konnte er seinen Urlaub noch in der Heimat verbringen. Bei den schweren Kämpfen an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Ostfront] hat er stets pflichtbewußt und treu seinen Dienst versehen. Mutig und unerschrocken zeigte er sich im Einsatz, was mit der Verleihung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie-Sturmabzeichen Sturmabzeichens in Silber] anerkannt wurde. Am 19. Februar 1944 fiel er in Jaswin, südlich Paritschi an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Beresina Beresina].&lt;br /&gt;
::Allzufrüh ist er dahingegangen, die Hoffnung seiner Eltern. Stets war er um seine Mutter treu besorgt, seinen Geschwistern war er immer ein liebevoller Bruder. Möge Gott ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::Seine Eltern, Geschwister und die übrigen Anverwandten trauern um den lieben Verstorbenen und bitten um ein andächtiges Gebet für seine Seele, auf das [sic.] sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
:Am 20. April 1944 fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Carl Heinz Juch statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 44] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Josef Geiler]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Josef Geiler&lt;br /&gt;
::stud. Ing.&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundeten-Abzeichens]&lt;br /&gt;
::Er war geboren am 16. Februar 1923 in Zons als zweiter Sohn der Eheleute Hubert Geiler und Ursula Schneider. Nach Beendigung seiner Schulzeit wurde er Elektriker, machte seine Gesellenprüfung und besuchte mit gutem Erfolg die Staatliche Ingenieurschule in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], wo er einer der besten Schüler war. 1941 wurde er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Arbeitsdienst] eingezogen. Seine militärische Ausbildung erhielt er in [https://de.wikipedia.org/wiki/Detmold Detmold]. Schon nach sechs Wochen kam er an die [https://de.wikipedia.org/wiki/Murmansk Murmanfront] und starb bei den schweren Abwehrkämpfen an der Fischer-Halbinsel am 22. März 1944 den Heldentod für das Vaterland. Auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Petschenga Heldenfriedhof in Parkkina] in Nordfinnland fand er seine letzte Ruhestätte. Sein sehnlichster Wunsch, die Heimat und seine Lieben wiederzusehen, ging leider nicht in Erfüllung. Er war die Freude und der Stolz seiner Eltern, die in ihm ihre ganze Zukunftshoffnung begraben. Seiner einzigen Schwester war er ein lieber Bruder und guter Kamerad. Seine religiösen Pflichten hat er gewissenhaft erfüllt, möge der Herrgott ihm ein ewiger Lohner sein.&lt;br /&gt;
::Fern der Heimat in fremder Erde, ergeben in Gottes heiligen Willen, trauern um ihn seine tiefbetrübten Eltern, seine Schwester, sein Schwager, seine Braut und die übrigen Anverwandten. Sie bitten, seiner Seele im Grabe zu gedenken.&lt;br /&gt;
:Am 12. Mai 1944 waren die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession#Prozessionen_an_den_Bitttagen Markusprozession] mußte in diesem Jahr ausfallen wegen Fliegeralarm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Blumenprozession war am Sonntag, den 30. April. Trotz der Schwierigkeit der Beschaffung, wegen der Kälte Mangel an Blumen, hatten die Eltern doch dafür gesorgt, daß [p. 45] ihre Kinder eine Blume an den Maialtar brachten. Während der Predigt kam wieder Alarm, sodaß die Andacht abgebrochen werden mußte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Mai: 1. (3x), 2. (2x), 3., 4. (2x), 6., 7. (4x), 8. (2x), 9. (2x), 10. (3x), 12. (2x), 15. (2x), 19. (5x), 20. (3x), 21. (7x), 22. (4x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg], 23. (2x), 24. (3x), 25. (4x), 27. (2x), 28. (4x), 29. (4x), 30. (3x), 31. (3x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hans Schmidt]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Hans Schmidt&lt;br /&gt;
::Wie du aus diesem Leben scheidest, so stehst du im anderen Leben da. Augustinus&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 4. Oktober 1924 als einziger Sohn der Eheleute Anton Schmidt und Margarethe Kluth. Er erhielt seine militärische Ausbildung in Rußland und wurde dort bei den Partisanenkämpfen verwundet. Nach seiner Genesung wurde er in Kroatien eingesetzt, durch einen Lungenschuß schwer verwundet und starb am 15. April in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldlazarett Feldlazarett].&amp;lt;ref&amp;gt; Hierzu handschriftliche Ergänzung: &amp;quot;1944&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Das Elternhaus hatte ihm eine religiöse Erziehung zuteil werden lassen. War er in Urlaub, so vereinigte er sich mit seinem Heilande im heiligen Sakrament. Schmerzlich ist der Tod des hoffnungsvollen Jünglings vor allem dem Herzen der Eltern, deren Stolz und Freude er war. Das Wiedersehen in der Heimat, das er so sehnlichst erhofft, wird nun ein Wiedersehen in der ewigen Heimat. Um ein Gebet für den Verewigten bitten die schwergeprüften Eltern, seine einzige Schwester und die übrigen Anverwandten, auf das [sic] er vollendet schaue Gottes Herrlichkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 46] Am Karitassonntage, den 7. Mai, sammelten die [[Vinzentinerinnen|Schwestern]] zur Kirchenkollekte 330,- Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt Christi Himmelfahrt] durfte noch nicht einmal am Tage in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gefeiert werden, es war nur eine heilige Messe wie an Werktagen. Die Eucharistischen Umgänge an den 6 Sonntagen nach Ostern mit sakramentalischem Segen am Missionskreuz konnten noch stattfinden. Auch fanden an den [https://de.wikipedia.org/wiki/Bitttage Bitttagen] die Prozessionen statt. Im Mai wurde ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Volkswohlfahrt NSV]-[[Kindergarten]] im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Volksgarten&amp;quot;|Saale Hahn]], wo auch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Chempark_Dormagen I.G. Dormagen] ein [sic.] Arbeitsraum geschaffen hatte (Kunstseide), eingerichtet. Ob unser von den [[Vinzentinerinnen|Schwestern]] geführter [[Kindergarten]] noch bestehen kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 20. Mai fielen in der Nacht eine Reihe von Bomben in der Nähe von Zons. Durch den Luftdruck wurde das Maßwerk des Fensters über dem Haupteingang zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Metallsammlung wurden 24 Kerzenleuchter beschlagnahmt und nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 47] Im Juni wurde vom Kunstmaler und Restaurateur Heinrich Josef Winkel aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Klettenberg_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Klettenberg], Petersbergstr. 25, das Ölgemälde Christus am Kreuze in der [[Kriegergedächtniskapelle]] (Wert 12–14.000 Mark) für 500,- repariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Juni, [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam] zog die Prozession wegen des schlechten Wetters durch die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Juni: 2., 3. (Bomben in der Nähe), 4., 5., 6. (Beginn der [https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Overlord Invasion in der Normandie]), 7. (2x), 8., 9., 10., 11., 12., 13. (2x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen] wieder bombardiert), 14. (4x), 15. (2x) Beginn des Beschusses von England durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Vergeltungswaffe Sprengkörper V1], 25. (2x), 26. (3x), 27. (2x), 28. (2x), 29. (2x), 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Frau Kremer, ausgebombte (in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes]) Tochter des Maurermeisters Heinrich Lenden, die jetzt bei ihrem Vater in der [[Steinstraße]] wohnt, machte ihrer Schwester Frau Herf Vorhaltungen, daß sie den Vater nicht gut verpflege, darauf Streit der Schwestern, Frau Herf läuft zum [[Ortsgruppenleiter]] [[Arthur Buchta|Buchta]], der gerade Parteiversammlung hat. Darauf muß die ganze Versammlung vor das Haus des Lenden ziehen, dort Pfui rufen, und die Frau [p. 48] Kremer wird von der Ortspolizei in [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzhaft Schutzhaft] genommen. So geschehen 1944 in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Juli: 1., 2., 3., 4., 5. (3x), 6., 7. (2x), 8., 9., 10., 11., 12. (2x), 13., 14. (2x), 15. (2x), 16., 17., 18. (2x), 19. (2x) morgens 9 Uhr fliegen 2000 Flugzeuge (48 Verbände) über Holland ein. 20. (3x), 21. (5x), 24. (3x), 25., 28. (2x), 29. (2x), 31. (2x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 20.7.44 [https://de.wikipedia.org/wiki/Attentat_vom_20._Juli_1944 Attentat] auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Führer Adolf Hitler].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heute stürzte der zweite Lindenbaum in der [[Rheinstraße]] gegenüber der [[Turmstraße|Lindenstraße]] morsch zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. August, [https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Aufnahme_in_den_Himmel Mariae Himmelfahrt]. Werktag wie sonst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 20.8., dem folgenden Sonntage, wurden vor dem Hochamte die Kräuter geweiht. Alle Wände und Straßen beschrieben mit Heil Hitler etc. Auf dem Plakat steht: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und den Führer, der grüßt auch nicht mit Heil Hitler. Schon am Gruß erkennt man die Gesinnung. Die Kinder grüßen ihren [[Johannes Klüwer|Pastor]] mit &amp;quot;Grüß Gott&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 21.8. hatten die Schulneulinge ihre heilige Messe in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]], die [[Vinzentinerinnen|Schwester]] hatte mit den Kindern eine kindertümliche Messe geübt, wie jedes Jahr. Fast alle Mütter waren mit ihren Kindern zur Stelle, selbst die protestantischen. Zum Schluß empfing jedes Kind den kirchlichen Kindersegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 49] 28. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Johann Blömacher]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! St. Martinus!&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Fr.C3.BChere_deutsche_Streitkr.C3.A4fte Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Johann Blömacher&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt, deshalb ist mir die Krone der Gerechtigkeit hinterlegt.&amp;quot; 2. Tim. 4, 5.&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 20. Januar 1910 zu Zons als jüngster Sohn der Eheleute Hubert Blömacher und Maria Freckmann. Er heiratete am 7. Oktober 1934 Martha Stanoßek aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] zu einer glücklichen Ehe, die Gott mit zwei Kindern segnete. Nach seiner Schulentlassung war er bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chempark_Dormagen I. G. Farben, Werk Dormagen], beschäftigt. Am 15. März 1940 wurde er zu den Waffen gerufen, erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dessau-Ro%C3%9Flau Roßlau bei Dessau], wurde im Osten eingesetzt und starb am 2. Juli 1944 bei einem Bombenangriff durch einen Volltreffer den Heldentod fürs Vaterland. Beigesetzt wurde er auf dem Heldenfriedhofe zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Werchnjadswinsk Drissa]. – Seiner Gattin war er in Liebe ein guter Lebensgefährte und seinen beiden Kindern ein besorgter Vater. Seine Eltern und Geschwister verlieren ihren guten Sohn und Bruder. Sonnige Heiterkeit sowie stete Hilfsbereitschaft erwarben ihm die Achtung aller, die ihn kannten. Im lebendigen Glauben an ein Wiedersehen in der ewigen Heimat ist er hinübergegangen ins Jenseits. Voller Trauer bitten die Gattin, seine zwei Söhne, die Eltern, der Schwiegervater, die Geschwister, Schwäger, Schwägerinnen und die übrigen Anverwandten um ein Gebet für den Dahingeschiedenen. Trost finden sie in der zuversichtlichen Hoffnung, daß der Herr das Opfer seines jungen Lebens gnädig von ihm aufgenommen hat und ihm die Krone des ewigen Lebens verliehen haben wird. Er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im August: 5. (2x), 6., 7. (2x), 8., 9. (2x), 10., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 18. (3x), 19., 23., 25. (2x), 26. (3x), 27. (3x), 28. (3x), 29. (2x), 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 50] September. Die Fronten im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Osten] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Westen] brechen zusammen. Im Osten stehen die Russen vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpreu%C3%9Fen Ostpreußen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau] und im [https://de.wikipedia.org/wiki/Weichsel großen Weichselbogen]. Im Westen an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Mosel Mosel], [https://de.wikipedia.org/wiki/Maas Maas]. Im Südosten vor den [https://de.wikipedia.org/wiki/Karpaten Karpaten], am [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Tor Eisernen Tor] und in Italien. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Arno_%28Tyrrhenisches_Meer%29 Arno] vor der [https://de.wikipedia.org/wiki/Po-Ebene Poebene]. Im Norden hat Finnland uns verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die vorgeschriebenen 7 [https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitslieder Einheitslieder] für die Singmesse sind mit der Gemeinde geg[..]&amp;lt;ref&amp;gt;Wort unklar.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Glaubensstunden für die Jünglinge fallen aus, da die Jünglinge und Jungens von 14 Jahren an eingezogen sind. Die Oberklasse der Knaben wirft [https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BCtzengraben Splittergräben] aus zum Schutze gegen Tiefflieger. Die Mädchen kommen auch nicht mehr zur Glaubensstunde, da sie in Rüstungsbetrieben sind, nur die Jungfrauen über 20 Jahre finden noch wöchentlich 1 Stunde für ihre Bibelstunden, gelesen ist das ganze [https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium_nach_Lukas Lukasevangelium].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. September. Eine Einheit von [https://de.wikipedia.org/wiki/Cherbourg-Octeville Cherbourg] hier im Quartier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. September. Ein Kriegslazarett von [https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Quentin St. Quentin] im Quartier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 51] Aus Rußland haben sie ukrainische Helferinnen mitgebracht. Auch 3 Geistliche sind bei der Einheit als Sanitäter, ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Steyler_Missionare Steyler Pater], ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanische_Orden Franziskaner] und ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Kapuziner Kapuziner], die hier bei verschlossenen Türen zelebrieren. Das Reservelazarett von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] (Krankenhaus) wird nach rückwärts verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12.9. Ein Kriegspfarrer meldet sich zur Einquartierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13.9. [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] wird geräumt, der Flüchtlingsstrom flutet über den Rhein. Die Polizei mit Hilfskräften gehen an die Front. Die Landwacht (Bauern) ist aufgeboten und bewacht die Wege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das ewige Gebet vom 12.9. wird durch Fliegeralarm häufig unterbrochen. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Komplet Schlußkomplet] verlief feierlich unter Assistenz der Priestersoldaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.9. Der vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Erzbischof] angeordnete Gebetstag. Die Teilnahme an der heiligen Kommunion und den Gebetsstunden. Das Hochamt zelebrierte einer der Priestersoldaten mit Assistenz, was lange nicht mehr in Zons möglich gewesen war. Der Kriegspfarrer hielt die Predigt, Studienrat Schilling aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Lippstadt Lippstadt].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 52] Nach dem Hochamte singt der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] dem aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft ausgetauschten Sangesbruder Gottfried Geilenkirchen ein Ständchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] wird gekämpft! Gott denkt, die Evakuierung ist freiwillig. Die meisten Pfarrkinder wollten bleiben, befürchteten aber, mit Gewalt von Haus und Hof getrieben zu werden. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei N.S.-Partei] hat alle Akten etc. verbrannt. Sie wird verschwinden, und keiner weint ihr eine Träne nach. Der [[Arthur Buchta|Ortsgruppenleiter]] tobt und will alle, die nicht mit ihm ziehen, später zur Rechenschaft ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20.9. Man hört den Geschützdonner von [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCren Düren] her, die Leute vergraben ihre Sachen. Der [[Ortsgruppenleiter]] [[Arthur Buchta|Buchta]], ein Mann aus dem Osten, ein fanatischer [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialismus Nationalsozialist], der die Leute genug drangsaliert hat, hat sich gestern öffentlich verabschiedet. Hoffentlich für immer, denn auch meine Tätigkeit, besonders unter der heranwachsenden Jugend, hat er sehr behindert. Die Glaubensstunden, besonders die der weiblichen Jugend, wurden immer schlechter besucht. Er richtete Singstunden, Nähstunden etc. ein, [p. 53] und die Jugend wurde zur Teilnahme gezwungen. Dabei hielt er dann Vorträge über die neue kommende Weltanschauung, wobei die katholische Kirche stark bekämpft wurde. Der Sakramentenempfang der 15–17jährigen ging sehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23.9. Die Fronten halten sich. Das normale Leben geht weiter. Für die Frauen ist für Sonntag, den 24.9. ein religiöser Besinnungstag angesetzt. Der Herr Diözesanpraeses der Frauen- und Müttervereine aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], Georg Alfes hielt selbst die Vorträge. Er kam per Rad von [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsdorf_%28Frechen%29#Gro.C3.9Fk.C3.B6nigsdorf Großkönigsdorf], in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] ist er ausgebombt. Den Einleitungsvortrag am Samstag-Abend konnte er nicht halten. Andauernder Fliegeralarm. Tiefflieger beschießen auf dem Rhein die Schlepper, einem sind die Dampfkessel zerschossen. 2 Tote, 3 Verletzte. An der heiligen Kommunion am Sonntag beteiligten sich 150 Frauen. Die Vorträge um ½ 8, 2 und 4 Uhr waren ebenfalls durchschnittlich von 150 Frauen besucht. Um 5 Uhr Muttergottesweihe. Am Montag heilige Messe [p. 54] und Schlußvortrag von der gleichen Zahl besucht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] bombardiert. Die Explosionen bis hierhin deutlich zu spüren, der Kanonendonner von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Westfront] Tag und Nacht zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im September: 1. (5x), 3. (2x), 4. (2x), 5. (2x), 6. (2x), 8. (3x), 9. (4x), 10. (6x), 11. (5x), 12. (5x), 13. (3x), 15., 16. (2x), 17. (4x), 18. (2x), 19. (4x) ([https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach Mönchen-Gladbach]), 20. (3x), 21. (2x), 22., 23. (3x) ([https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]), 25. (2x), 26. (3x), 27. (4x), Luftkämpfe, 28. (4x), 29. (5x), 30. (3x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Oktober [[Erntedankfest]] wie alljährlich festlich begangen. Das Erntespiel, die Gaben und Früchte, von den Kindern gebracht, wurden gesegnet. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] entsprechend geschmückt, der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] sang, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz Rosenkranzandachten], die im Oktober jeden Abend sind, feierlich begonnen, die Andacht gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heute hat die Pfarrgemeinde öffentlich ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Gel%C3%BCbde Gelübde] gemacht. Heilige Maria, Muttergottes! Die Pfarrfamilie von Zons kniet hier vor Deinem Gnadenbild und fleht um Deine Hilfe und Fürsprache in der großen Not unserer Tage. Wir alle sind uns der Bedeutung [p. 55] dieser Stunde bewußt und machen freiwillig das [https://de.wikipedia.org/wiki/Gel%C3%BCbde Gelübde], daß wir, wenn unsere Stadt und seine Bewohner von den Verwüstungen des Krieges verschont bleiben, gemeinsam von seiten der Pfarre eine Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] zur &amp;quot;Not Gottes&amp;quot;, so heißt ja das [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnadenbild Gnadenbild], machen wollen zum Dank für Deine Hilfe in unserer Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Peter Bock]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist. Johannes 11, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Fr.C3.BChere_deutsche_Streitkr.C3.A4fte Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Peter Bock&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 17. Februar 1909 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg am Rhein] als Sohn der Eheleute Wilhelm Bock und Anna Hegtmann, heiratete am 28.8.1932 Maria Vianden aus Zons. Gott segnete die glückliche Ehe mit 4 Kindern. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk, wurde am 13.1.1942 zu den Waffen gerufen und erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Iserlohn Iserlohn]. Im Westen eingesetzt, starb er bei den schweren Abwehrkämpfen an der holländischen Grenze am 12.9.1944 den Heldentod für das Vaterland. Am 13.9.1944 wurde er mit militärischen Ehren beigesetzt auf dem Friedhof in Vliek/[https://de.wikipedia.org/wiki/Meerssen Meersen] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Maastricht Maastricht].&lt;br /&gt;
::Treubesorgt war der Verstorbene um Frau und Kinder. Bei seinem letzten Urlaub empfing er mit seiner Familie gemeinsam die heiligen Sakramente und ging so gestärkt in den Kampf, von dem er nicht mehr heimkehren sollte. Möge der Herrgott ihm ein gütiger Richter gewesen sein.&lt;br /&gt;
::Große Trauer hat sein Tod gebracht seiner Familie, der er mit zärtlicher Liebe ergeben war, doch der Gedanke, daß er ein guter Mensch und Christ gewesen, daß er das Höchste, sein Leben für des Vaterlandes Sicherheit hingegeben, erfüllt sie mit Trost und Hoffnung, daß er in eine bessere Heimat eingegangen und den ewigen Siegespreis erhalten habe. Die Gattin, zwei Töchter, zwei Söhne, die Mutter, Schwiegermutter, zwei Brüder, sechs Schwestern und die übrigen Anverwandten bitten um ein frommes Gebet für den Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
:[p. 56] Am 2. Oktober fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Peter Bock, conferre S. 55, statt. Er hinterläßt Witwe mit 4 unmündigen Kindern. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] mußten 2x unterbrochen werden wegen der akuten Gefahr von feindlichen Kampfverbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Oktober Als ich am [https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Herz_Jesu#Liturgie Herz Jesufreitag] den Kranken die heilige Kommunion brachte, kamen Tiefflieger und griffen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rhenania-Ossag Rhenania], eine Ölraffinerie zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim], an. Der Kessel wurde getroffen und die Schiffe, die am Kai lagen. Einige Tote und Verwundete. Am Tage vorher Bombenteppich auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosellerheide Rosellerheide], tot ein Mann und 7 Kinder. Der Luftdruck war stark zu spüren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Oktober Besinnungstag der Jungfrauen. Pater Dr. Kreuzkamp von [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] hielt die Vorträge. 80 % der Jungfrauen und Jungmädchen beteiligten sich. Damit hoffe ich, die Gemeinde vorbereitet zu haben. Die Männer von 15–60 Jahren sind meistens weg. Am letzten Freitag, 6.10., verabschiedeten sich 21 Jungens, Jahrgänge 1928 und 1929, und zogen nach [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BClken Dülken], um Gräben auszuwerfen. Den Jahrgang 1930 hatte man zurückgeschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 57] 30. Bild siehe Seite 65.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Georg Heyer]&lt;br /&gt;
::Zum frommen Andenken an den in Gott ruhenden&lt;br /&gt;
::Georg Heyer&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier#Wehrmacht Unteroffizier] in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_%28Milit%C3%A4r%29#Einsatz_im_Zweiten_Weltkrieg Pionier-Regiment], Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverdienstkreuz_%281939%29 Kriegsverdienstkreuzes II. Klasse mit Schwertern], der am 17. September 1944, bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg schweren Kämpfen im Osten] den Heldentod fand. Er war geboren am 22. Februar 1910 und vermählte sich am 26. Mai 1933 mit Johanna Humeyer zu einer glücklichen Ehe, die mit 3 Kindern gesegnet wurde. In Demut neigen wir uns vor seinem Grab. In meinem und in seiner Kinder Herzen wird er immer weiter leben.&lt;br /&gt;
::In großem Schmerz trauern um ihn seine Gattin, seine Kinder, seine Eltern und 7 Geschwister. Sie bitten um ein frommes Gebet für seine Seelenruhe.&lt;br /&gt;
::Herr, gib ihm die ewige Ruhe,&lt;br /&gt;
::Und das ewige Licht leuchte ihm.&lt;br /&gt;
::Laß ihn ruhen in Frieden!&lt;br /&gt;
::Amen.&lt;br /&gt;
::Nun ruhe ich in Gottes Garten,&lt;br /&gt;
::Muß hier auf meine Lieben warten,&lt;br /&gt;
::Liebe Gattin, Kinder, Eltern und Geschwister mein&lt;br /&gt;
::Ich kehre nicht mehr zu Euch heim.&lt;br /&gt;
::Als ich starb im fremden Land,&lt;br /&gt;
::Da reichte mir niemand von Euch die Hand.&lt;br /&gt;
::Mein letzter Gedanke, mein letzter Blick&lt;br /&gt;
::Er eilte zu Euch in die Heimat zurück.&lt;br /&gt;
::Tröste Du, o Herr, meine Lieben&lt;br /&gt;
::Und schenke mir den ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
::M. Schmitz, [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BClken Dülken].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 14. zum 15.10. war Fliegeralarm um ½ 2 Uhr und ½ 4 Uhr. Die heilige Messe durfte deshalb erst um 10 Uhr beginnen. Von 8–11 war andauernder Alarm und Fliegerbeschuß, deshalb konnte das Brautamt für den Soldaten erst um 11 beginnen, die zweite heilige Messe war dann um 5 Uhr gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlüwSk2.JPG|300px|thumb|right|Skizze zum Eintrag vom 26. Oktober 1944.]]&lt;br /&gt;
:[p. 58] 26. Oktober. Die Front rückt näher und näher, da die Gefahr einer Evakuierung droht und man die Sachen nicht alle mitnehmen kann, so habe ich heute 2 Kisten vergraben. Lage: +&amp;lt;ref&amp;gt;Es folgt eine kleine Skizze der Stelle, an der die Kisten im Pfarrgarten vergraben wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inhalt: [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Monstranz], Reliquienbehälter mit Reliquien des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiligen Hubertus], [https://de.wikipedia.org/wiki/Pluviale Chormantelspange] mit Bild des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiligen Hubertus], 4 Kelche, Behälter für Öl und Tauföl, Versehkreuz, Becher der [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|Sebastianusbruderschaft]]. Der 2. Vorsitzende des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] Gottfried Stelzmann, [[Lindenstraße]], weiß Bescheid. Die Vorsicht ist angebracht, da [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel SS] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung SA] die Leute gewaltsam forttreiben und dann plündern, was sie erraffen können. Einige wertvolle [https://de.wikipedia.org/wiki/Parament Paramente] habe ich über den Rhein bringen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Oktober: 1., 2. (5x), 3. (3x), 4. (5x), 5. (6x), 7. (4x), 8. (2x), 9. (2x), 10., 11. (3x), 12. (4x), 13. (3x), 14. (8x), 15. (5x) Tiefangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Rhenania-Ossag Ölrafinerie Rhenania] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim], Tank hat 8 Tage gebrannt, 16. (2x), 17. (3x), 18. (4x), 19. (2x), 20. (5x), 21. (5x), 22. (3x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], 23. (3x)[https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], 24. (3x), 25. (2x), 26. (3x), 27. (3x), 28. (6x) Tiefflieger auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_%28Dormagen%29 Horrem], 29. (4x), 30. (3x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wieder Einquartierungen. [https://de.wikipedia.org/wiki/General General] liegt hier, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Feldpost_im_Zweiten_Weltkrieg Feldpost] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 59] [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen Allerseelen] kommen gegen ½ 4 16 Tiefflieger. Einige Bomben am Rhein. Schiffer im Sand verschüttet, aber bald wieder ausgegraben. [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] und Nachbarhäuser beschossen. Kinder waren zur heiligen Beichte Gott Dank noch nicht in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Ein Explosionsgeschoß flog mir in das Studierzimmer unmittelbar neben dem Schreibtisch. Keine Toten und keine Verletzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:31. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Alfred Zapf]&lt;br /&gt;
::Jesus. Maria. Josef. Martinus.&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Selig der Mann, der den Kampf besteht.“ Jakob 1,12.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::Unteroffiziers Alfred Zapf&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes 2. Klasse], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverdienstkreuz_%281939%29 Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_Winterschlacht_im_Osten_1941/42 Ostmedaille], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundeten-Abzeichens] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Schutzwall-Ehrenzeichen Schutzwall-Ehrenzeichens].&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 21. März 1914 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Freyming-Merlebach Freimengen (Lothringen)] als ältester Sohn der Eltern Otto Zapf und Anna Rösch, und heiratete am 27. Februar 1944 in Zons am Rhein Vinzentia Zistermich aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberkassel_%28D%C3%BCsseldorf%29 Düsseldorf-Oberkassel]. Bei den schweren Abwehrkämpfen in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Waldkarpaten Waldkarpathen] am Beskidenpaß starb er am 30. September 1944 an der Spitze seines Zuges den Heldentod als tüchtiger, fürsorglicher Zugführer, betrauert von seinen Kameraden, wie die Trauerbotschaft sagt.&lt;br /&gt;
::Sein ganzes Leben war ein Dienen in Gott. Darum war er selbstlos in Liebe und Sorgen für die Seinen. Vor dem Willen des Vaters beugte er sich, selbst in den schwersten Stunden seines Lebens. Nun darf er ausruhen in Gott von all seinen Kämpfen und Leiden.&lt;br /&gt;
::Das Wiedersehen in Gott, das ist der Trost seiner Gattin, die ihren Mann nach nur 7-monatiger, glücklicher Ehe verliert, das ist die Hoffnung seiner Eltern und Schwiegereltern, denen er ein guter Sohn, seines Bruders und seines Schwagers.&lt;br /&gt;
::Er ruhe im ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 60] 12. November. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours#Namenstag Patrozinium] konnte noch feierlich begangen werden. Der [[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Peter Breuer]] feierte sein 25jähriges Ortsjubiläum als [[Lehrer]] von Zons. Trotz des Naziterrors hat er die religiöse Unterweisung der Kinder weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es droht wieder [[Hochwasser]]. Das Wasser steht schon bis an dem Hauptdamm. Der Flügeldamm auf [[Stürzelberg]] zu sowie der Hauptdamm ist durch einige Fliegerbomben stark beschädigt, an seiner Instandsetzung wird mit Unterstützung der Soldaten hierselbst gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturm] haben sich 29 gemeldet, über die Hälfte Knaben von 16 Jahren. Selbst bei den älteren [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei Parteimitgliedern] musste ein sanfter Druck angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 10.11. waren die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Catharina Kuthning geborene Bechlenberg, Tochter von Arnold Bechlenberg und Catharina Schlangen, die beim Besuche ihres Mannes, der als Soldat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Harburg Harburg bei Hamburg] lag, durch einen Fliegerangriff im Keller verschüttet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 61] 32. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Jakob Görgens]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist. Johannes 11, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampf für das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier#Wehrmacht Unteroffiziers] Jakob Görgens&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 30. Oktober 1915 als ältester Sohn der Eheleute Jakob Görgens und Maria Leiting, heiratete am 25. November 1940 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%81%C3%B3d%C5%BA Litzmannstadt] Gertrud Meuter aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] zu einer glücklichen Ehe, der 3 Kinder entsprossen, von denen das Zwillingspaar im zarten Alter gestorben ist. 1937 zu den Waffen gerufen, war der Verewigte zuerst im Osten eingesetzt, kämpfte im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kaukasus Kaukasus], kam dann zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Westfront] und starb in Belgien den Heldentod als Kradfahrer, durch eine Terroristenkugel tödlich getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu handschriftliche Ergänzung: &amp;quot;6.9.44&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [https://de.wikipedia.org/wiki/Bouillon_%28Belgien%29 Bouillion] haben seine Kameraden ihn in aller Stille zur letzten Ruhe gebettet.&lt;br /&gt;
::Ein glückliches Familienleben ist wieder zerrissen, die Gattin trauert um ihren treuen Mann, das Söhnchen um seinen lieben Vater, die Eltern um einen guten Sohn. Ergeben in Gottes heiligen Willen, bitten sie und die übrigen Anverwandten um ein stilles Gebet für den Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Einquartierungen halten an. Mein Seelsorgeraum sowie der [[Kindergarten]] beschlagnahmt. Dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Volkswohlfahrt NSV]-[[Kindergarten]], der nach [[Gaststätte &amp;quot;Zum Fährhaus&amp;quot;|Gasthof Fleischhauer (Hell)]] verlegt wurde, wurde nicht beschlagnahmt. Die [[Vinzentinerinnen|Schwester]] hält den [[Kindergarten]] notdürftig im [[Vinzentinerinnen|Kloster]] aufrecht. Die Eltern schicken weiterhin ihre Kinder zu der [[Vinzentinerinnen|Schwester]]. [p. 62] Ich halte die Seelsorgestunden im [[Pfarrhaus|Pfarrhause]], die Kinder kommen fleißig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachdem die [https://de.wikipedia.org/wiki/12._SS-Panzer-Division_%E2%80%9EHitlerjugend%E2%80%9C SS &amp;quot;Hitler Jugend&amp;quot;] abgezogen ist, kommen [https://de.wikipedia.org/wiki/SS-Verf%C3%BCgungsdivision#2._SS-Panzer-Division_.E2.80.9EDas_Reich.E2.80.9C_.281943.29 SS-Panzer &amp;quot;Das Reich&amp;quot;]. Die Panzer stehen gut getarnt in Scheunen und in einzelnen Winkeln der Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Frau berichtet, als ihre Einquartierung [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel SS-Mann] einen angefangenen Brief offen liegen ließ, hat sie neugierig hineingeschaut. Was schrieb der Mann nach Hause: Liebe Frau, ich kann Dir noch nichts schicken, die Leute hier sind noch nicht weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:33. Am 25.11. fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] statt für Carl Zimmermann aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], dessen Eltern, in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] ausgebombt, hier ein Unterkommen gefunden haben. Der Verstorbene, [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernes Kreuz II], [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundetenabzeichen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_Winterschlacht_im_Osten_1941/42 Ostenmedaille], war in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] geboren am 16.3.1916 als ältester Sohn der Eheleute Jakob Zimmermann und Catharina Preiß. Am 10.8.44 wurde er bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Aufstand Partisanenkämpfen in Warschau] getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 26. November war unter großer Anteilnahme der Pfarrfamilie die Heldengedenkfeier. 71 Namen wurden verlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 63] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Josef Zistermich]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ist unsere Zeit gekommen, so laßt uns männlich sterben für unsere Brüder, und keinen Flecken Ehre anhängen. 1 Makk. 9, 10.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Unteroffizier#Wehrmacht Unteroffiziers] Josef Zistermich&lt;br /&gt;
::Bruder Maria Isidor [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.]&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes II], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundetenabzeichens in Silber], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_Winterschlacht_im_Osten_1941/42 Ostmedaille] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Demjanskschild Demjanskschildes].&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren in [https://de.wikipedia.org/wiki/Wickrath Wickrath] am 22. Februar als Sohn der Eheleute Martin Zistermich und Maria Rüth. Schon in jungen Jahren erwachte in ihm der Beruf, im Ordensstande sein ganzes Leben Gott zu weihen. Mit 13 Jahren trat er in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner Missionsschule der Väter vom heiligen Geiste] ein, kam dann nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] und legte nach der Dienstzeit im [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst R. A. D.] die feierliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Ordensgel%C3%BCbde Profeß] ab in der Genossenschaft, deren Wahlspruch lautet: Cor unum et anima una. 1940 zu den Waffen gerufen, machte er 3 Jahre lang die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg schweren Kämpfe im Osten] mit, wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Westen] eingesetzt und starb am 16.9.1944 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Verlautenheide Verlauter Heide] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] den Tod fürs Vaterland, begraben wurde er auf dem Heldenfriedhof zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Hehlrath Hellrath].&lt;br /&gt;
::Er war treu, stets hilfsbereit, von eiserner Pflichtauffassung, beliebt bei seinen Kameraden, geachtet bei seinen Vorgesetzten, so schreibt sein Kompagnieführer über ihn in der Todesbotschaft. Sollte es der Wille Gottes sein, mein junges Leben zu opfern, so weinet nicht, schreibt er zum Abschied seinen Eltern. Christus muß leben, wenn wir auch sterben müssen, ich gehe mit Ruhe in den Kampf, haben [sic.] ich mich doch stets bemüht, in meinen Kameraden Christus zu sehen.&lt;br /&gt;
::Um ein frommes Gebet für ihn bitten seine Eltern, seine Schwester, seine Mitbrüder im Ordensstande, sowie die übrigen Anverwandten, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
:Bei den [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] hielt Pater Burggräf [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Spiritus] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] dem verstorbenen Bruder der Genossenschaft die Gedächtnisreden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 30.11. kam während der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Frau Adelheid Wallscheid geborene Erkelenz ein Tiefflieger und warf Bomben. Das Haus Adolf Hitlerstr. 10, früher [[Feldstraße]] 120 (Besitzer: [p. 64] Familie Burbach) wurde vollständig zerstört, 2 große Lastkraftwagen des Militärs wurden gegen das Nachbarhaus geschleudert, in dem Arnold Bechlenberg wohnt. Es wurde auch zum Teil zerstört. Auch sonst große Zerstörungen im Ort, besonders der Dächer. Dem Nachbar auf der anderen Seite Anton Hesemann (Eckhaus [[Feldstraße]]-[[Brunnenstraße]]) wurden einige Schweine durch die Luft geschleudert und lagen bei Kiepels ([[Buschhof]]) vor der Türe. Auch an der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] einige Zerstörungen, ein Geschoß wurde an den Stufen des Altars gefunden. Keine Toten, einige leichte Verletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im November: 1. (4x), 2. (3x), 3. (3x), 4. (5x), 5. (3x), 6. (4x), 7. (3x), 8. (2x), 9. (2x), 10. (4x), 11. (3x), 15. (4x), 16. (3x), 17., 18. (2x), 19. (3x), 20. (4x), 21. (5x), 23., 24. (2x), 25. (3x), 26. (5x), 27. (4x), 28. (3x), 29. (5x), 30. (4x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da die Fliegeralarme sich häufen, die Leute nervöser werden, so ist jetzt Sonntags eine heilige Messe in der Frühe und die 2. nachmittags um 4 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der [https://de.wikipedia.org/wiki/General General] mit seinem Stab ist abgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Dezember. Ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldlazarett Feldlazarett] kommt mit Krankensammelstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 65] [Foto] 30 Georg Heyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Dezember. Nun sind auch die Panzer abgezogen, es ist wieder ruhiger im Städtchen. Das Flirten der jungen Mädchen, ja selbst von verheirateten Frauen, war schlimm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 17. Beginn der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ardennenoffensive großen Gegenoffensive] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Eifel Eifel] südlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Monschau Monschau]. Hoffen wir das Beste. Die Flüchtlinge, die in großer Zahl auf der Flucht aus dem Westen hier geblieben sind, atmen wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weihnachten reger Sakramentenempfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 66] Fliegeralarm im Dezember: 1. (6x), 2. (5x), 3. (4x), 5. (4x), 6. (5x), 7. (3x), 8. (3x), 9. (2x), 10. (2x), 11. (2x), 12., 14. (2x), 15. (3x), 16. (4x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Ardennenoffensive Beginn der Offensive], 17. (5x), 18. (4x), 19. (2x), 21., 22., 23. (3x), 24. (3x), 25. (2x) ein schwerer 4-motoriger Bomber droht angeschossen auf Zons zu fallen, kommt aber noch bis zur [[Hannepützheide|Heide]]. 3 Flieger abgesprungen und Kriegsgefangene, die übrigen 6 verstümmelt unter den Trümmern. 26. (4x), 27. (3x), 28. (2x), 29. (3x), 30. (2x), 31. (5x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1944&lt;br /&gt;
:Taufen 18 (18), auswärts 6 (3x)&lt;br /&gt;
:1. heilige Beichte 28 (31), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 23 (21)&lt;br /&gt;
:Trauungen 3 (5), auswärts 2 (-), [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegstrauung Kriegstrauungen] 12 (3)&lt;br /&gt;
:gestorben 22 (15), gefallen 11 (11), ausgetreten 0 (-)&lt;br /&gt;
:Kommunionen 16.900 (15.100)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Weihnachtsmorgen Begräbnis der englischen und amerikanischen Flieger in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln]. Feindflugzeuge, ca. 50, fliegen ihre Ehrenrunden und werfen Kränze ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1945&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 67] Kriegsjahr 1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ardennenoffensive Entlastungsoffensive in den Ardennen] hat uns vor der augenblicklichen Evakuierung bewahrt. Nun sind die Russen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpreu%C3%9Fen Ostpreußen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesien] eingefallen, und die nach Osten Geflüchteten flüchten wieder zum Westen zurück. Die Fliegerangriffe mehren sich. Die Rheinbrücken werden bombardiert, werden getroffen und fallen zeitweilig für den Verkehr aus. Noch immer sind wir Lazarettstadt, und bis jetzt ist das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz rote Kreuz] respektiert worden. Eine Transporteinheit versorgt uns auf der Rückfahrt mit Kohlen. Der Winter ist hart, der Frost und Schnee will nicht weichen. Den Religionsunterricht kann ich wieder im [[Jugendheim]] geben, wo auch die unteren Schulklassen ihren Schulunterricht haben. Die Kinder des 3. und 4. Schuljahres werden in Privatwohnungen unterrichtet. Das 5., 6., 7., 8. Schuljahr ist schon seit Monaten ohne Schulunterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es werden nur noch Postkarten, keine Briefe mehr befördert. [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] hat schwere Luftangriffe mitzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 68] Am 8. Januar Beginn des Erstkommunionunterrichts. Ob die Kinder am Ostersonntage zur ersten heiligen Kommunion gehen können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Januar: 1. (3x), 2. (3x), 3. (3x), 4., 5. (4x), 6. (3x), 7. (2x), 8., 10. (2x), 12., 13. (2x), 14. (5x), 15., 16. (5x), 17. (2x), 18., 19., 20. (4x), 21. (5x), 22. (7x) [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], 23. (2x), 24., 25. (2x), 26. (2x), 27., 28. (3x), 29. (3x).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KlüwSk1.JPG|300px|thumb|right|Skizze zum Versteck im Kellerraum.]]&lt;br /&gt;
:Im Keller des [[Pfarrhaus]]es habe ich einen Kellerraum herrichten lassen, der vermauert wird, siehe die Skizze:&amp;lt;ref&amp;gt;Es folgt eine kleine Skizze.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kisten aus dem Garten, conferre Seite 58, sind ausgegraben und in den Raum gebracht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18. Februar. Wiederum stehen wir vor der unmittelbaren Gefahr, Kriegsgebiet zu werden. Die Tiefflieger machen uns viel zu schaffen. Die Bauersleute können nicht aufs Feld zur Frühjahrsbestellung. Zur Rundumverteidigung werden Gräben gezogen und Maschinengewehrnester gebaut. Die Russen stehen am Westufer der [https://de.wikipedia.org/wiki/Oder Oder], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kleve Kleve] ist genommen, die Amerikaner stehen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Schleiden Schleiden] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Gem%C3%BCnd_%28Schleiden%29 Gemünd]. Die Talsperren am Oberlauf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhr Roer] sind gesprengt. Wenn die Wasser abgelaufen sind, wird wohl der Durchbruch [p. 69] erfolgen. Mögen [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours St. Martin] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Hubertus], unsere Pfarrpatrone, unser Städtchen durch ihre Fürbitte walten. Auf Wunsch der Eltern soll die Erstkommunion schon am 25. Februar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Fliegeralarm im Februar: 1. (6x), 2. (3x), 3. (3x), 4. (3x), 5. (2x), 6. (2x), 7. (2x), 8. (2x) längster Alarm bis jetzt von 8.30–12.30 Uhr und von 13–17 Uhr, andauernd feindliche Fliegertätigkeit mit Bomben und Bordwaffenbeschuß, und kein deutscher Flieger läßt sich sehen. 9. (4x), 10. (4x), 11. (3x), 12. (2x), 13. (4x), 14. (4x), 15. (2x), 16. (3x), 17. (3x), 18., 19. (3x), 20. (3x), 21. (7x), 22. (3x) Alarm von 10–17 Uhr, 23. (4x), 24. (3x), 25., 26. (4x), 27. (4x), 28. den ganzen Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 25.2. begann die Erstkommunionfeier um 7 Uhr. Gerade hatten die letzten Kinder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] empfangen, da fielen die ersten Bomben der Feindflieger. Die Ruhe wurde bewahrt und die Feier kurz beendet, die meisten Gläubigen gingen noch zur heiligen Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. und 2. März andauernd Tiefflieger mit Bordwaffenbeschuß. Das Haus Fleischhauer am Rhein (Bootswerft) getroffen. Die Sanitätsfähre in Betrieb Tag und Nacht. Die Ereignisse überstürzen sich. Die Partei mit [p. 70] Anhang hat Zons verlassen. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturm] sollte noch nach [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] geschafft werden, sie kamen bis zur [[Stürzelberg]]er Fähre, geführt von Fred Wingerath, einen wütenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazi], im Volksmund der &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Goebbels Göbbels]&amp;quot; genannt. An der Fähre folgten 5 Mann, die anderen verweigerten die Überfahrt und kamen zurück. [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach Mönchen-Gladbach], [https://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld Krefeld], [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] genommen. Heute 2. März war ich noch in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], wo der Naziverwalter von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Gestapo] Wentges gerade dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzial Provinzial], der als ausgebombter Flüchtling vor einigen Tagen zurückgekehrt war, Herrn Hochwürden Pater Hoffmann Schlüssel und Verwaltung übergeben hatte und in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz roten Kreuzauto] mit Anhänger türmte. Die Lazarette [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] werden geräumt. Das Schießen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], [https://de.wikipedia.org/wiki/Grimlinghausen_%28Neuss%29 Grimmlinghausen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Uedesheim Üdesheim] kommt näher. Bald werden die Amerikaner hier sein und auch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzersperre Panzersperre] und die Gräben, die man um Zons gezogen hat, werden sie nicht aufhalten. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzersperre Panzersperre] hat [p. 71] man an der [[Bahnstraße]] (Feldtorkreuz) errichtet und die Straße zu sperren gesucht, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturmmänner] haben sie aber nicht geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In der Nacht zum 3. März saßen die meisten Zonser im Bunker. Die Sanitätskolonne zog ab. Dafür kam ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefechtsstand Gefechtsstand] der kämpfenden Truppe. Die üblen Bilder von 1918 wiederholen sich. Einzelne Soldaten versuchen, mit gepackten Sachen und ihren Liebsten das andere Rheinufer zu gewinnen. Den ganzen Tag über rege Fliegertätigkeit. Ich habe einen Herd in den Keller geschafft, um für alle Fälle gewappnet zu sein. An [[Schulwesen|Schulunterricht]] ist nicht zu denken. In der Nacht wurde ich zu einem sterbenden Soldaten (Lungenschuß) gerufen. Es war nicht festzustellen, welcher Konfession er angehörte, ich gab ihm bedingungsweise Absolution und heilige Ölung. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz rote Kreuzschwester], die daneben saß, war nicht katholisch, noch evangelisch. Bald starb er, wurde eingesargt, von 2 Kameraden zum [[Friedhof]] gebracht, und den Angehörigen schreibt man, er wurde mit allen militärischen [p. 72] Ehren begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, den 4. März. Die Frühmesse um ½ 7 war sehr schlecht besucht, die meisten Leute hatten die Nacht im Bunker oder Keller zugebracht. Auch ich bin während der Nacht aufgestanden, als die Schießerei allzu toll wurde, und das Haus vergitterte. Während des Tages überstürzen sich die Ereignisse. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturm] zieht aus, um die Gräben zu besetzen. Nach einer Stunde kommen sie wieder, um nachmittags wieder anzutreten, wo ihnen erklärt wird, daß der [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturm] aufgelöst ist. Mit Freude werden die Gewehre und [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerfaust Panzerfäuste] zurückgegeben. Unterdessen rollen Panzer durch zur Fähre nach [[Stürzelberg]]. Der letzte Zug [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie Infanterie] rückt ebenfalls nach [[Stürzelberg]], wo eine Militärfähre eingerichtet ist, ab. Mit ihnen ziehen freiwillig die unentwegten [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialismus Nazionalsozialisten], die sich freiwillig zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm Volkssturm] gemeldet hatten. Fritz Brandt, Engelbert Brandt (ausgetreten), Fred Wingerath (ausgetreten aus der Kirche), Peter Schnier etc., die alle [p. 73] Zons bis zur letzten Patrone verteidigen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe den Tag über die alten und kranken Leute besucht. Um 18 Uhr ist die 2. heilige Messe, sie ist trotz der allgemeinen Unruhe gut besucht. Die unsinnigsten Gerüchte machen die Leute ganz verrückt. So: das linke Rheinufer werde mit 300 Grad Minus ganz vereist, sodaß kein Lebewesen mehr existieren könnte. Sonntag-Abend werden 2 Geschütze an der [[Bahnstraße]] an der [[Schindskuhle]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 5. März. Die Infanterie setzt sich ab. Die letzten [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz rote Kreuzwagen] fahren ab. Die Fähre ist Tag und Nacht im Betrieb, um möglichst viel Heeresgut auf die andere Seite zu befördern. Durch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagener] Feld kommt ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleutnant#Reichsheer.2C_Reichswehr.2C_Wehrmacht_und_Waffen-SS Oberleutnant] mit 8 Mann, sucht sich nochmals einzugraben. Ein Panzer fährt über den Damm nach [[Stürzelberg]] ab, wo eine größere Fähre arbeitet. 70 Mann [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie Infanterie] beziehen den Graben, der  am Pumpwerk ausgeworfen ist. Die Panzer und dann die Geschütze fahren ab. Zons wird von den Amerikanern stark beschossen. Alles sucht Deckung in den Kellern [p. 74] und Bunkern. Die ganze Nacht schwerer Beschuß. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] erhält 3 Treffer, einen in den Turm, einen an das [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesims Gesimse] und einen an den Turmpfeiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Morgens gegen 7 Uhr am Dienstag, den 6. März rollen die ersten Panzer an. Ein Gefühl der Erleichterung geht durch die Bevölkerung. 2 Geschosse der amerikanischen Artillerie schlugen 1 Meter von der [[Pfarrhaus|Pastorat]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Einige Soldaten suchten es noch zum Straßenkampf kommen zu lassen. Die Bevölkerung zeigt die weiße Fahne. Die Panzer rollen durch die Straßen und schießen in die Häuser, dann wird der Ort durchkämmt nach Soldaten. In jeden Keller wird gegangen. Ich trug gerade das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum] in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], das ich während der Nacht im Keller bewahrt hatte, als die Soldaten mein [[Pfarrhaus|Haus]] betraten. Sie machten ehrerbietig Platz. Die Stadt hatte arg gelitten. Fast keine Fensterscheibe mehr ganz. Für luftige Wohnungen war nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Ley Leys] Versprechen gesorgt worden. Leider waren bei dem Beschuß 3 Zonser durch ihre Unvorsichtigkeit getötet worden: Adolf Norff, Hubert Geiler, Jakob Düssel. Eine 4., [p. 75] Catharina Rasselnberg, hatte ein Bein verloren und den Arm verletzt, sie wurde noch auf die andere Seite nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] geschafft. Weitere Nachrichten fehlen, da der Rhein uns augenblicklich trennt. Josef Rodekirchen, der als Fährmann Dienst tat, wurde in seinem Hause kriegsgefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 7. März. Die heilige Messe im Keller der [[Pfarrhaus|Pastorat]] gefeiert, wie einst in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Katakombe Katakomben]. 16 Leute hatten hier Zuflucht gesucht, sie gingen zur heiligen Kommunion. Im Laufe des Morgens besucht mich ein amerikanischer [https://de.wikipedia.org/wiki/Major#Streitkr.C3.A4fte_der_Vereinigten_Staaten Major], korrekt, aber freundlich, und fragt, wer evtl. als [[Bürgermeister]] hier in Frage käme. Ich verweise ihn an die Zivilverwaltung. Der Beschuß von deutscher Seite hält den ganzen Tag und die ganze Nacht an und richtet noch viele Zerstörungen an. Auch viele Splitterverletzungen. Der erste Treffer kam in die [[Vikarie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 8. März Die meisten Leute verbleiben in den Kellern und Bunkern, jetzt schon den 6. Tag. Die Amerikaner benutzen trotz meines Protestes den [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturm]] zur Beobachtung, nachdem sie auf dem [[Rheinturm]] [p. 76] schweres Feuer bekommen haben. In der [[Vikarie]], die 2 Volltreffer bekommen, werden einige Räume beschlagnahmt. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Tommy_%28Soldat%29 Tommys] richten sich häuslich ein. Wo sie [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler Hitlerbilder] entdecken, werden sie vernichtet. Das [[Vinzentinerinnen|Kloster]] hat 2 Volltreffer. Die [[Vinzentinerinnen|Schwestern]] ziehen mit ihren Schutzbefohlenen zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus]. Gegen Abend werden im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Gasthof Weiler]] 2 deutsche Soldaten entdeckt und als Kriegsgefangene abgeführt, die während der ganzen Nacht über den Rhein funkten, daher der schwere Beschuß auf Zons. Im großen und ganzen haben die Eroberer sich korrekt benommen. Sie waren der Ansicht, ganz Zons läge voll Truppen, daher wurde in die Häuser, die verschlossen waren, geschossen. Ein Mädchen wurde vergewaltigt, einige Sachen und auch Lebensmittel gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Freitag, 9. März. Die Nacht war ruhig, der Deutsche erwiderte das Feuer der Amerikaner nicht mehr. Die meisten Leute schliefen aber noch in Kellern und Bunkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 77] Freitag, 9. März. Die heilige Messe im Keller zelebriert. Um 9 Uhr Beerdigung der 3 von den Granaten Getöteten. Särge waren nicht zu beschaffen, deshalb wurden sie, wie die Juden, in Kisten eingesargt, auf einen Baumwagen gestellt und zum [[Friedhof|Kirchhof]] geleitet, die nächsten Anverwandten durften mitgehen, und dort kirchlich beerdigt. Exequien konnten noch nicht gehalten werden. Während des Tages hörten wir von der anderen Seite andauern Fliegeralarm und spürten den Luftdruck der Bombenteppiche. [https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdbomber#Jagdbomber_im_Zweiten_Weltkrieg Jagdbomber] kreisten, und die Leute konnten ruhig auf den Straßen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gegen Abend wurde der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturm]] wieder beschossen. 2 Kinder spielten mit einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Blindg%C3%A4nger Blindgänger] und wurden getötet, Willi und Anni Geertz von der [[Rheinstraße]]. Die Amerikaner beschlagnahmen immer ganze Häuser für ihre Soldaten, hauptsächlich immer die Keller. Sie scheinen sehr auf Vorsicht zu arbeiten, auch an dem Rhein hat sich noch keiner getraut, sie halten sich innerhalb der Mauern. Der Oberstadtsekretär [[Heinrich Berchem|Heinz Berchem]], ein wütender [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazi], der sich schnell umgestellt hatte, [p. 78] wird zum stellvertretenden [[Bürgermeister]] ernannt. Gegen Abend beschossen die Deutschen von der anderen Rheinseite wieder unser Städtchen, dieses Mal den [[Juddeturm|Juddenturm]]. Der Turm und 3 Häuser in der Nähe der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] wurden getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Samstag, 19. März. Die Nacht war wieder sehr unruhig. Die heilige Messe wieder im Keller zelebriert. Die Straßen dürfen nur betreten werden von 9–12 Uhr. Die Hitleraufschriften müssen alle überstrichen werden. Es ist zuerst ganz sonderbar, man hört andauernd den Fliegeralarm auf der rechten Rheinseite, und man selbst hat von den Fliegern nichts zu befürchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, 11. März. Andauernd werden von der deutschen Seite die Türme beschossen. Der [[Juddeturm|Juddenturm]] hat bis jetzt einen Treffer, der [[Rheinturm]] deren 6 und unser [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturm]] 2. Die heiligen Messen konnte ich deshalb nicht in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] lesen, um die Pfarrkinder nicht zu gefährden. Die Besatzung mir keine Schwierigkeiten. Die katholischen Soldaten grüßen den Priester. Die heiligen Messen waren wegen der Ausgehbeschränkungen um 9, 10 und 11 Uhr. Durchschnittlich jedes Mal 50–60 Leute da. Dem heiligen Opfer [p. 79] wurde so andächtig beigewohnt, wie wohl kaum in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Die Gemeinschaftsmesse wurde gebetet und gesungen. Den [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiligen Martinus], unseren Pfarrpatron, haben wir nicht vergessen. Zur heiligen Kommunion gingen auch viele. Sonntag Nachmittag in Zons, auf den Straßen kein Mensch, mit Ausnahme der amerikanischen Soldaten, etwas, das in Zons, dem Ausflugsort, noch nie vorgekommen ist. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum] habe ich in das [[Pfarrhaus]] gebracht, da die feindliche Beobachtung andauernd durch die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] läuft. Es wird aber nichts Ungebührliches getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 12. März. Die Nacht war ruhig. Hin und wieder fiel ein Schuß, von deutscher Seite wurde fast gar nicht geschossen. Eine Granate traf die [[Gaststätte &amp;quot;Zur Post&amp;quot;|Wirtschaft Fuchs]] am [[Feldtor]]. Den Tag über war es ruhig. Ich habe mir einen Paß besorgt, sodaß ich die Straße von 9–18 Uhr betreten darf. Heute Nachmittag war ich im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] und habe die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] mit ihren Pflegebefohlenen und die anderen evakuierten Zonser Leute besucht. Von den Amerikanern wird [Zons] für ein [p. 80] ganz schlimmes Nazinest angesehen. Es sind allerdings auch verschiedene eingefleischte Nazis in Zons zurückgeblieben. Gegen 21 Uhr kam ein Feuerüberfall von [https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbach Urdenbach] her. In der [[Pfarrhaus|Pastorat]] wurde die Gartenmauer durchschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 13. März. Ein ruhiger Tag, schwere Bomberverbände fliegen über den Rhein. Die armen Leute, die wieder dran glauben müssen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen] soll vor einigen Tagen mit 500 t Sprengstoff belegt worden sein, 30.000 Tote, so wird behauptet. Heute die Schwestern im Krankenhaus bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] beichtgehört. Dort lebt man schon wie im Frieden. Licht, Wasser, alles funktioniert schon wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 14. März. In dieser Nacht schlug eine schwere Bombe in der Nähe des Feldtorkreuzes ein. Überhaupt war die Nacht sehr unruhig wegen des gegenseitigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Artillerie Artilleriebeschusses]. Die Granaten pfeifen immer über uns hinweg. Auch das 3. der kleinen Kinder, die verunglückt sind beim Spielen mit der Granate, ist gestorben und ist heute morgen, obwohl es evangelisch war (Hans Jürgen Brück [p. 81] aus Düsseldorf) unter meiner Assistenz begraben worden. Radio, Taschenlampen, Fahrräder, alles muß abgegeben werden. Die Amerikaner gehen mit großer Vorsicht zu Werke, schonen das Leben ihrer Leute, wo sie können. Gestern ging ein deutscher [https://de.wikipedia.org/wiki/Sto%C3%9Ftrupp Stoßtrupp] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmboot Sturmboten] [sic.] über den Rhein bei [[Pitt Jupp|Pitt-Jupp]] und zerstörte dessen ganzes Anwesen. Heute Abend am Rhein eine tolle Schießerei, ob wieder etwas im Werke ist? Heute Abend haben wir keinen üblichen Abendgruß von deutscher Seite in Form von Granaten bekommen. Was die Amerikaner stehen gelassen haben, das schießen jetzt die Deutschen kaputt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 15. März. Die Nacht soweit ruhig. Noch immer werden die Leute durch deutsche Granaten schwerverletzt. Der provisorische [[Bürgermeister]] [[Heinrich Berchem|Berchem]], stellvertretender [[Ortsgruppenleiter]] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis], ist abgesetzt. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunist] [[Johann Scheer]] tritt an seine Stelle. Eine Kommission soll die Verteilung der Lebensmittel regeln, die Amerikaner bestimmen mich zum Mitglied der Kommission, ich habe aber abgelehnt, da [p. 82] meine Seelesorgetätigkeit dadurch gefährdet werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Freitag, 16. März. Zum [sic.] meinem größten Erstaunen höre ich heute morgen, daß mein Name öffentlich als Mitglied der Kommission ausgeschallt wird. Ich habe die nötigen Schritte getan. Heute Mittag wieder starker Beschuß der Deutschen. Getroffen wurde Michael Lendens Haus gegenüber dem [[Friedhof]]. Ein Amerikaner tot, 2 verwundet. Und auch im [[Schloss Friedestrom|Schloßhof]] bei [[Meller (Familie)|Meller]] schlugen einige Granaten ein, ein ukrainischer Arbeiter und 1 Soldat getötet. Die Amerikaner besetzen immer unsere Häuser, die Bewohner können sich einfach eine neue Bleibe suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Samstag, 17. März. Die Nacht war verhältnismäßig ruhig, trotzdem schlafen die meisten Leute noch im Keller oder im Bunker. Die Amerikaner haben ihre [https://de.wikipedia.org/wiki/Granatwerfer Granatwerfer] mitten in die Stadt gesetzt, von der [[Rheinstraße]] haben sie sich in die [[Brunnenstraße]] abgesetzt, die ihnen sicherer zu sein scheint. Die Deutschen funken in den Ort. Ein Pfeiler des [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Chores]] getroffen, wodurch ein [p. 83] Chorfenster (St. Petronella) zertrümmert wurde. Auch die ersten schwarzen Amerikaner hielten heute ihren Einzug in Zons. Ein Verband deutscher Flieger kreist über uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, 18. März. Die heiligen Messen wie am letzten Sonntag um 9, 10, 11 Uhr. Besuch: 280 Gläubige. Die heilige Messe kann immer noch nicht in der Kirche gefeiert werden, da die Gefahr für die Gläubigen zu groß ist. Kaum war die letzte heilige Messe beendet, da setzte wieder der Beschuß von deutscher Seite ein. Das Türmchen wurde von der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] weggeschossen, einem Mann, Hubert Blömacher, ein Bein abgeschossen, einige Splitterverletzte. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanisches_Rotes_Kreuz rote Kreuz der Amerikaner] war sofort zur Stelle und schaffte die Verletzten zum Krankenhaus. Die Amerikaner fahnden immer noch nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis], sie können es einfach nicht glauben, daß ein ganzes Volk so terrorisiert worden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gegen Mittag wieder schwerer Beschuß, das neben dem [[Kirchplatz]] liegende Haus von Peter Wingerath erhielt einen Volltreffer, nachdem in den letzten Tagen das andere Haus der Bäckerei Peters [p. 84] 2 Treffer erhalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 19. März, [https://de.wikipedia.org/wiki/Josefstag St. Josefstag]. Das war eine fürchterliche Nacht. Ein Treffer nach dem anderen. Das sind keine Granaten mehr, mit denen die Deutschen auf ihre eigenen Volksgenossen schießen. Minen oder Bomben, sodaß man sich von dem amerikanischen Kommandanten sagen lassen muß, das sind Nazimethoden. In der [[Lindenstraße]], [[Hohes Örtchen]] und [[Hubertusstraße]] die Häuser kaputt. Besonders schwer mitgenommen Metzgerei Marx und Bauer Worringen. Im Hause Marx 2 tote Frauen, 2 tote Kinder und 2 Schwerverletzte. Gerade werden Frau Matthias Marx, dessen [sic.] Mann auf der anderen Rheinseite als Soldat steht, und ihre Mutter, die man heute morgen aus dem Schutt ausgegraben hat, tot vorübergetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heute Nachmittag mit Paß nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], das Hospital für unseren Kreis geworden ist. Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] kommen nur die Unglücksfälle, chirurgische Abteilung. Es hatten sich nur eingefunden die Geistlichen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Straberg Straberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim], [https://de.wikipedia.org/wiki/Delrath Delrath], Zons zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Dekanatskonferenz Conveniat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 85] Dienstag, 20. März. Die Nacht war ruhig. In [[Stürzelberg]] hat es allerdings 12 Tote und 2 tote Amerikaner gegeben. Die Verwundeten im Krankenhause besucht. Es sind schon 8 mehr oder weniger Verletzte. Hubert Blömacher von der [[Lindenstraße]] ist an seinen Verletzungen (Bein verloren) gestorben. Schon über 100 Zonser sind in das [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] übergesiedelt, die Herz Jesuschwestern sorgen rührend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 21. März. [https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_von_Nursia Benediktustag]. Beerdigung vom Wilhelm Steinbach, Stellmacher, [[Hohes Örtchen]], der im Krankenhause in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] gestorben ist. Oberstadtsekretär [[Heinrich Berchem|Berchem]], Peter Held, Aloys Kluth, Hermann Scheer, Hans Pohl ([https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend Hitlerjugend]) und Frau Schlömer und Elisabeth Wimmer, alles aktive Nazionalsozialisten, sind abgeführt worden und in Haft, wohin? Am Rhein und an der [[Landstraße]] müssen die Wohnungen geräumt werden. Wir sind hier halt vorderste Kampffront.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 22. März. Die Deutschen schießen unser ganzes Städtchen zusammen. Kaum ein Haus, das nicht in Mitleidenschaft gezogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 86] Heute morgen beerdigt: Frau Metzgermeister Therese Marx, ihre Mutter Frau Anna Postall aus Neuss, die beiden Ferbers-Kinder, Justine und Willi, die alle am 18. März abends 9 Uhr durch Granatsplitter im Keller getötet wurden. Tagsüber wieder einiger Beschuß von deutscher Seite, den Kamin haben sie von der [[Pfarrhaus|Pastorat]] geschossen. Für die Leute sind diese Stunden immer sehr aufregend, man weiß ja nicht, was in den nächsten Minuten getroffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Freitag, 23. März. Während der ganzen Nacht wird von der anderen Rheinseite in unser Städtchen hinein geschossen. 12 Uhr Mittags. Eine Granate trifft den [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Turm]] dort, wo der Giebel aufstößt, die 2. zu gleicher Zeit die Seitenpfeiler über der Galerie und die 3. die obere Etage der [[Pfarrhaus|Pastorat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Samstag, 24. März. Jetzt haben wir schon 3 Wochen lang keine Post mehr bekommen, keine Zeitung gelesen, kein Radio gehört. Ab und zu hört man etwas von anderen, die in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] waren, da dort der elektrische Strom schon geliefert wird und man [p. 87] dort Radionachrichten hören kann. Morgens während der heiligen Messe begann der Beschuß und dauerte eine Stunde. Viele Häuser sind getroffen. Gegen Mittag dauerte der Beschuß wieder eine Stunde, getroffen wurden wieder viele Häuser, besonders in der [[Feldstraße]]. Auch die [[Pfarrhaus|Pastorat]] erhielt wieder 2 Treffer, den einen in das Dach, den zweiten in das vordere Eckzimmer nach der [[Feldstraße]] zu, ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Blindg%C3%A4nger Blindgänger], er liegt im Zimmer. Wegen der großen Gefahr kann morgen kein Pfarrgottesdienst im Keller stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Palmsonntag, 25. März. In der Frühe [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag#Kirchliche_Tradition Palmweihe] und eine heilige Messe, nur die [[Vinzentinerinnen|Schwestern]] und Hausgenossen nehmen daran teil. Den [https://de.wikipedia.org/wiki/Blindg%C3%A4nger Blindgänger] mit Strohballen abgedeckt, da kein amerikanischer Soldat sich getraut, ihn anzurühren. 3 waren da und wollten an der heiligen Messe teilnehmen. Gegen Mittag wieder heftiger Beschuß, es wird mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flak] geschossen, trotzdem die Amerikaner herübergefunkt haben, daß nur Zivilpersonen getroffen werden. Die Nachbarhäuser erhielten Treffer, die [[Schulwesen|Schule]] und auch das [[Pfarrhaus]] wieder [p. 88] einen Blindgänger, der abprallt und vor dem Hause liegen blieb. Die Stimmung der Leute kann man sich denken. Wie jetzt auf die Naziverbrechen geschimpft wird, und zwar von solchen, die vordem nicht laut genug &amp;quot;Heil Hitler&amp;quot; rufen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 26. März. Ich sitze im Flur des [[Pfarrhaus]]es und schreibe an der Chronik, kein einziges Zimmer des Hauses zu benutzen, das Dach abgedeckt, Gott Dank haben wir wieder Frühlingswetter. Die Nacht war ruhig, sodaß wir alle im Keller gut geschlafen haben. Die Sterbefälle gehen weiter, fast jeden Tag habe ich eine Beerdigung. Dazu stets die Gefahr der Granateneinschläge, wir sind eben vorderste Front. Heute Mittag schossen die Deutschen wieder mit 8,8 cm Flak in unser Städtchen. Militärischer Schaden wird nicht angerichtet, aber den eigenen Landsleuten wird alles zerstört, dazu die stete Todesangst der Leute. Massenhaft verlassen die Leute Zons und ziehen meist zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause]. Ich schreibe ihnen allen eine Überweisung aus, und die Schwestern nehmen sie [p. 89] liebevoll auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 27. März. Die Nacht war ruhig. Heute morgen kamen Holländer, die mit ihrem Schiff hier festliegen, und haben den Blindgänger in den Garten getragen und vergraben. Über 200 Zonser sind ins [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] übergesiedelt. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flak] schießt nun auf Krankenhaus und [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 28. März. Die Nacht war ruhig. Gegen Morgen kamen noch 2 [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrkanone Flakgeschosse]. Die Leute fangen an, ihre Dächer zu reparieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCndonnerstag Gründonnerstag], 29. März. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Eucharistie Abendmahlsfeier] im Keller gefeiert, sehr stimmungsvoll. Den Tag über geholfen, das Dach zu decken, die Pfannen werden vom Scheunendach genommen. Gegen 6.30 ein schwerer Feuerüberfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Karfreitag, 30. März. Während der ganzen Nacht auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitag heiligen Karfreitag] haben unsere Volksgenossen von der anderen Seite mit schweren Granaten in unseren Ort geschossen, von amerikanischer Seite wurde das Feuer nicht erwidert. Auch heute die heilige Liturgie im [p. 90] Keller gehalten, in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] ist es wirklich zu gefährlich. Der Feuerüberfall gestern Abend hat ein Menschenleben gefordert: Willi Wendel, geboren 26.4.1913, Vater von 2 Kindern. Eine Reihe Häuser wurden beschädigt. Ob wir Ostern Auferstehung feiern können? Den Tag über wird wieder in Zons hineingeschossen. Der deutsche Wehrmachtsbericht meldet, ein Übersetzversuch der Amerikaner südlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] ist gescheitert, aber die schwere [https://de.wikipedia.org/wiki/Artillerie Artillerie] der Amerikaner steht schon vor der [[Landstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Karsamstag Karsamstag], 31. März. Die Nacht war ruhig. Mittags gegen 12 Uhr gab es wieder 3 Einschläge. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum] habe ich wieder in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gebracht. Die heilige Messe allerdings noch im Keller gefeiert. Die Feier der Weihen des Feuers, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Osterkerze Osterkerze] und des Taufwassers war in diesem Jahre unmöglich. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Osterkerze Osterkerze] vom letzten Jahre ist wieder genommen worden. Heiliges Öl konnte auch nicht erneuert werden. Gegen Abend fingen die Deutschen wieder an, zu schießen, auf Frauen und Kinder [p. 91] wird mit Maschinengewehren geschossen, wenn sie sich am Rhein auf dem Damm zeigen, trotzdem die Panzerspitzen der Amerikaner schon in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kassel Kassel] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Paderborn Paderborn] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Ostersonntag Ostersonntag], 1. April. Es ist nicht geglückt. Die Auferstehung konnten wir noch nicht in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] feiern. Morgens 8 Uhr kamen wieder einige Geschosse herüber. Im [[Pfarrhaus|Pfarrkeller]] haben wir Ostern gefeiert. 3 heilige Messen. Besuch: 430, ca. 100 gingen zur heiligen Kommunion. Traurige Ostern, dazu die Aussicht, daß wir auch weiterhin unter Beschuß bleiben. Wenn auch die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] seit 14 Tagen nicht mehr als Beobachtungsturm genommen ist, so sitzen jetzt die Amerikaner im [[Juddeturm|Juddenturm]]. Das [[Vinzentinerinnen|Kloster]] hat wieder 2 Volltreffer erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ostermontag, 2. April. Die Nacht war ruhig. Heute wieder den Gottesdienst im Keller gehalten, 370 Besucher. Bei der letzten heiligen Messe setzte wieder Beschuß ein, sodaß die Leute den Keller nicht verlassen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 92] Osterdienstag, 3. April. Die Uhr ist wieder um eine Stunde vorgestellt. Das gab Auseinandersetzungen mit den Soldaten, da die Leute es nicht wußten und die Straße nicht geräumt hatten. Die Nacht war ruhig. Der Aprilregen mit Sturm hat eingesetzt, das Wasser fließt in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], da das Dach arg beschädigt ist. An Reparatur ist vorläufig nicht zu denken, da die Leute sich nicht auf das Dach wagen wegen des Beschusses von Drüben, zudem fehlt es auch an Material, hoffentlich leiden die Gewölbe nicht zu sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heute die 10 Splitterverletzten und die 200 Zonser, die im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshaus] Zuflucht gefunden haben, besucht. Der Ausgang ist von 7–18 Uhr verlängert, es wird streng darauf gesehen, daß außerhalb dieser Zeit sich keiner auf der Straße oder an der Haustür zeigt. Im Krankenhaus Radio gehört. Die Panzerspitzen der Amerikaner sind in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheine Rheine], [https://de.wikipedia.org/wiki/Münster_(Westfalen) Münster], [https://de.wikipedia.org/wiki/Recklinghausen Recklinghausen], über die [https://de.wikipedia.org/wiki/Werre_(Fluss) Werre] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenach Eisenach], im Süden zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Würzburg Würzburg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberg Nürnberg]. Die Russen stehen vor [https://de.wikipedia.org/wiki/Wien Wien]. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkessel Kessel Ruhrgebiet] sollen 3 Armeen eingeschlossen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 93] Dann können wir noch etwas warten, bis die Amerikaner auf dem rechten Rheinufer stehen und die Gefährdung durch den Beschuß endlich aufhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 4. April. Die Nacht war ruhig. Gegen Mittag kam wieder ein schwerer Feuerüberfall, dieses Mal über Zons weg, [[Friedhof]], [[Bahnstraße]], dem [[Ortsbauernführer]] zur Zeit des Nationalsozialismus [[August Stelzmann]] wurden 2 junge Pferde getötet, nachdem ihm die Deutschen bei ihrem Abzug die Pferde mitgenommen hatten. Überhaupt ist in Zons viel Vieh, auch Pferde, bei dem Beschuß zu Grunde gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heute Nachmittag fangen wir an, die [[Vikarie]], die 4 Treffer bekommen, 2 ins Dach, wieder zu decken. Die Dachziegel werden von der Scheune genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 5. April. Die Nacht ohne Beschuß, auch den Tag über war es ruhig. Der Regen setzt wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Herz_Jesu#Liturgie Herz Jesufreitag], 6. April. Der Kommunionsempfang nimmt wieder zu. Immer mehr Häuser müssen für die Amerikaner geräumt werden. Den Kranken habe ich die Osterkommunion gebracht. Heute morgen nur einiges Maschinengewehrfeuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 94] Gegen Abend kommen wieder einige schwere Schüsse über Zons weg. Von heute ab ist der Ausgang gestattet von 6–19.30 Uhr, so kommen die Leute wenigstens zur Feld- und Gartenarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Priestersamstag, 7. April. Heute die Mutter des [[Bürgermeister]]s [[Johann Scheer|Johannes Scheer]] begraben, die ihren Splitterverletzungen erlegen ist. Der [[Bürgermeister]] macht die Sache gut, hilft tatkräftig und sorgt, daß die Lebensmittelversorgung weitergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Weißer_Sonntag Weißer Sonntag], 8. April. Die heiligen Messen um 8, 9 und 10 Uhr noch im Keller gefeiert. Besucherzahl: 388.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachmittags um 3 Uhr zum 1. Mal seit dem 4. März den Gottesdienst in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gehalten, die Andacht war gut besucht, und alle freuten sich, wieder im Gotteshaus beten zu können. Von den 8 Inhaftierten kamen 5 zurück, sie waren gut behandelt worden, Verpflegung sogar erstklassig. Ihre Verhaftung verdankten sie den Anträgereien von ihren eigenen Volksgenossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 9. April. Heute feiert die Kirche [https://de.wikipedia.org/wiki/Verkündigung_des_Herrn Mariae Verkündigung]. Seit 5 Wochen zum ersten Mal [p. 95] das heilige Meßopfer in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gefeiert. Die Orgel spielte, die Fenster sind arg beschädigt, besonders das Chorfenster mit der heiligen Petronella und der heiligen Agnes. Der Gottesdienst war gut besucht, alle freuten sich, im unbeschädigten Gotteshause das heilige Opfer feiern zu können. Gestern und heute wird andauernd auf die andere Seite geschossen, was mögen sie rechtsrheinisch mitmachen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 10. April. Zum 1. Mal seit 5 Wochen wieder in einem Bett geschlafen. Die Nachbarschaft schläft noch immer des Nachts bei mir im Keller. Da jetzt einige Tage kein Beschuß von der anderen Seite erfolgt ist, so fangen die Leute wieder an, aufzubauen, die Schwierigkeit besteht in dem Materialmangel. Keine Ziegel, kein Stein, Zement, vor allem kein Glas. Von den 320 Scheiben des [[Pfarrhaus]]es sind 244 entzwei. An der Vorderfront des Hauses sind 8 ganze Scheiben. Mit Pappe wird vorläufig alles zugenagelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 11. April. Nichts von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 96] Donnerstag, 12. April. Heute Mittag kam mal wieder ein einzelner Einschlag, der am [[Nippes]] ins Feld ging. Wir sind also immer noch nicht sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 12. April. Hans Knopf, geboren 21.1.33 in Zons, Sohn von Jakob Knopf und Maria Büttgen aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], wollte seinem Vater nach [[Stürzelberg]] nachgehen. In der Nähe vom [[St. Peter (Ort)|St. Peter]] muß er wohl Minen, die von Deutschen gelegt waren, zu nahe gekommen sein, er wurde vollständig zerrissen aufgefunden und in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Freitag, 13. und Samstag, 14. April, nichts Besonderes. Gestern Abend kam ein 16jähriger Junge, Josef Schaffner, an der [[Landstraße|Kölner Landstraße]] wohnhaft, mit einem Paddelboot über den Rhein, nachdem er vorher mit einer weißen Fahne den Amerikanern Zeichen gegeben hatte. Er ist im Auto sofort mitgenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gute Hirtensonntag, 15. April Den Sonntagsgottesdienst um 7.30 und 10 Uhr wieder in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] gehalten. Gestern Abend wurde das letzte Haus am Rhein [p. 97] (Bebber) von deutscher Seite stark beschossen und brannte ganz nieder. Nun war es ein solch‘ stiller, ruhiger Frühlingstag, kaum ein Schuß fiel, da kam um 18.30 ein schwerer Feuerüberfall von deutscher Seite, eine Tote, Anni Cremer, geboren 24.11.22, Tochter der Eheleute Alfons Cremer und Anna Brandt, 6 Splitterverletzte, deren 3 Kinder&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Ergänzung: &amp;quot;Eines ist am Abend noch gestorben&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie wurden zum Krankenhaus gebracht, die amerikanische Sanität war sofort zur Stelle. Alle fragen sich wofür? Da doch die militärische Kraft Deutschlands am Rhein zusammengebrochen ist. Die Amerikaner stehen schon bis an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhr Ruhr].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 16. April. Die Nacht war schrecklich. Zwei schwere Feuerüberfälle von der rechten Rheinseite. Nun hat die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] auch ihre schweren Treffer bekommen. 3 Treffer in den Turm (Spitze), 2 Treffer in die Dächer der Querschiffe. Das Hauptchorfenster (Darstellung Herz Jesu und Herz Mariae), im nördlichen Seitenschiff neben die oberen Fenster. Hauptaltar, Muttergottesaltar unversehrt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:[p. 98] Die Amerikaner haben den [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturm]] wieder zum Beobachtungsturm gemacht. Die Beerdigung am Morgen verlief ohne Zwischenfälle, aber kaum einer hatte sich herausgewagt; aber die [[Vinzentinerinnen|Schwestern]], 1 Meßdiener und der [[Organisten|Organist]] hatten den Mut aufgebracht, denn Einschläge und Abschüsse sind kaum zu unterscheiden, da die Amerikaner ihre schweren Geschütze näher auf Zons zu herangebracht haben. Die Amerikaner sollen schon in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitdorf Hittorf] stehen, hoffentlich ist es wahr, denn Nachrichten kann man nicht hören, und sonstige Nachrichten, die von Stund zu Stund gehen, sind mit Vorsicht aufzunehmen. Auch der [[Rheinturm]] und das [[Vinzentinerinnen|Kloster]] haben in der Nacht wieder einige Treffer erhalten, ganz zu schweigen von all den Häusern, die beschädigt sind. Menschenleben war in der Nacht nicht zu beklagen, doch mußte viel Vieh abgeschlachtet werden. Das wirkt sich auf die Milch-, Butter- und Fettversorgung schlimm aus. Es ist als ob der Rest der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Deutschen Wehrmacht] am Rhein noch 5 Minuten vor 12 möglichst viel zerstören [p. 99] will. Um ½ 12 fängt die Beschießerei wieder an, die [[Vikarie]] erhält einen Treffer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 17. April. Von gestern Mittag ab fiel kein Schuß mehr von der deutschen und kaum von der amerikanischen Seite. Es scheint, daß das andere Rheinufer von Amerikanern besetzt ist. Heute in der Frühe schwere Luftangriffe auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorf]. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Messopfer heilige Meßopfer] muß ich im Keller feiern, da die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] von der gestrigen Zerstörung noch nicht wieder sauber und in Ordnung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 17. April. Eine wunderbare Ruhe. Seit heute Nachmittag fällt kein Schuß mehr. Gestern Abend war [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] genommen. Heute Mittag fuhr man schon wieder über den Rhein. Eine Reihe Zonser sind schon wieder über den Rhein zurückgekommen, darunter Engelbert Brandt, der Deutschland bis zum letzten Blutstropfen verteidigen wollte (conferre Seite 72). Man kann die Ruhe kaum verstehen nach all den Aufregungen der letzten Wochen. 6–7 Wochen [p. 100] haben die Zonser im Keller oder im Bunker gelebt, geschlafen und gegessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 18. April. Heute die beiden Opfer des letzten Beschusses begraben, das Kind Wilhelm Rütten und die Jungfrau Anna Cremer. Die Beteiligung war groß, da die Leute zum ersten Mal wieder ohne Lebensgefahr zum [[Friedhof]] gehen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 19. April. Immer mehr kommen über den Rhein zurück. Entlassene Soldaten, aber auch fanatische [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazi’s]. Ob sie bekehrt sind? Ich muß es nochmals betonen, die Leute atmen richtig auf, daß die Schrecken der letzten Wochen nun glücklich überstanden sind. Man kann aber kein Material bekommen, um die Schäden auszubessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Leute bringen die tollsten Nachrichten mit, die die [https://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda Propaganda] auf dem anderen Rheinufer verbreitet haben. Die Männer sind nach Belgien verschleppt, die Frauen und Mädchen litten unter dem Terror der Besatzung. Teuerung, keine Lebensmittel u.s.w., der [[Hans Michael Flücken|Bürgermeister]] und [[Johannes Klüwer|Pastor]] seien erschossen, andere Zonser aufgehängt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 101] Freitag, 20. April. Sonst ein Tag, wo man sich in nationalsozialistischer Begeisterung nicht zu fassen wußte, d.h. in den bestimmten Kreisen, heute hört und sieht man nichts vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Führergeburtstag Geburtstag Adolf Hitlers], sic transit gloria mundi. Nur eine Frau, deren Mann sich früher nicht nationalsozialistisch genug gebärden konnte, kommt und holt ohne meine Erlaubnis die Dachpfannen von meiner Scheune, um ihr Haus damit zu decken, mit der Begründung, die neue Zeit ist angebrochen. Der [[Johann Scheer|kommunistische Bürgermeister]] hat ihr aber das Nötige gesagt. Um 5 Uhr war der elektrische Strom zum ersten Mal seit 7 Jahren wieder in Zons. Man konnte am Radio seit langem wieder die neuesten Nachrichten hören. Das ganze Radio wird von den ausländischen Sendern beherrscht. Mit vieler Mühe ist es mir gelungen, noch einen deutschen Sender zu hören, so schnell hat sich das in 6 Wochen geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 102] Samstag, 21. April. Heute habe ich das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum] aus dem [[Rheinturm]] wieder in die [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] gebracht, die im Innern, Gott Dank, unversehrt geblieben ist. Bei dieser Gelegenheit mußte ich den [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] ein ehrendes Zeugnis ausstellen. Beim schwersten Beschuß waren sie trotz aller Todesgefahr bei Tag und Nacht immer die ersten, die den Verwundeten halfen und Notverbände anlegten. Die amerikanischen Soldaten haben sie bei Gefahr immer wieder sicher ins [[Vinzentinerinnen|Kloster]] zurückbegleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, 22. April. Die heiligen Messen war [sic.] wieder gut besucht, das erste Mal Sonntags ohne die Gefahr des Beschusses. Es regnet und stürmt in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] hinein, andauernd fallen Steine und Glassplitter in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachmittags 5 Uhr hatten wir eine Gedächtnisstunde für die Verunglückten. Es sind 18: Adolf Norff, 75 alt, Düssel Johannes Jakob, 71 alt, Geiler Hubert, 53 alt, die Geschwister Anni, 10 alt, und Willi Geerts, 4 alt, und der evangelische Spielkamerad Hans Brück, die Geschwister Justine, 6 ½ alt, und Willi Ferber, 4 alt, Anna Postall, 64 alt aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], und ihre Töchter: Therese Marx, 33 alt, [p. 103] Justine Malzburg, 36 ½ alt, Johanna Krekel, 23 ½ alt, Hubert Blömacher, 72 alt, Willi Wendel, 32 alt, Elisabeth Scheer, 86 alt, Hans Knopf, 12 alt, Änni Cremer, 22 alt, Wilfried Rütten, 3 alt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu Ergänzung: &amp;quot;Catharina Rasselnberg, 19 alt, die in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedburg-Hau Hasselt] begraben liegt.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; 18 weißgekleidete Mädchen mit brennenden Kerzen umstanden den Altar, die Predigt hatte das Thema: Resurrecturis! Die Andacht war entsprechend aufgestellt. Die Beteiligung von Seiten der Pfarrkinder hätte besser sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Montag, 23. April. Wir beginnen mit der Reparatur der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Ich habe zum freiwilligen Arbeitsdienst aufgerufen. Die Schwierigkeit besteht in der Schwierigkeit, Material zu beschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dienstag, 24. April. Das größte Loch im Querschiff ist geschlossen, jetzt regnet es wenigstens nicht mehr durch die Gewölbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 25. April. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession#Prozessionen_an_den_Bitttagen Marcusprozession] zog wieder unbehindert, die Beteiligung war sehr gut. Die Leute fürchteten keine Repressalien von seiten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis] mehr. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_von_San_Francisco Konferenz von San Franzisco] eröffnet, ob [p. 104] sie uns endlich den Weltfrieden bringen wird??&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Donnerstag, 26. April. Endlich ist es mir gelungen, einige Rollen Dachpappe zu bekommen, um die Löcher im [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchendach]] flicken zu können. Gestern wieder ein Minenunglück. Einige Bauern waren nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden] gegangen, um Beutepferde zu bekommen für die Landwirtschaft, sie kamen mit 10 Pferden bis zur Übersetzstelle bei Keimer. Da trat ein Pferd abseits vom Wege auf eine deutsche Mine. 3 Pferde tot, ein Bauer, Johann Longerich von der [[Feldstraße]], schwer verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Freitag, 27. April. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Deutsche Wehrmacht] geht ihrer Auflösung entgegen. Die Russen in den Straßen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bremen Bremen] gefallen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg Hamburg] bedroht, [https://de.wikipedia.org/wiki/Stettin Stettin] in den Händen der Feinde, [https://de.wikipedia.org/wiki/Brünn Brünn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Cheb Eger] in Feindeshand, die Südarmee in Italien zusammengebrochen etc., und unentwegt spricht der [https://de.wikipedia.org/wiki/Großdeutscher_Rundfunk Großdeutsche Rundfunk] vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Endsieg Endsieg]. Dabei kann man ihn nur mit großen Aparaten auf 4 Wellenlängen hören. Was haben die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis] aus Deutschland gemacht? Durch den Beschuß sind in Zons zerstört 87 Wohnungen, 6 Häuser völlig vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 105] Samstag, 28. April. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit#Zweiter_Weltkrieg Fremdarbeiter], die in Lagern gesammelt werden, Russen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] ([https://de.wikipedia.org/wiki/I.G._Farben I.G.]), Polen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], machen die Gegend unsicher. Nachts brechen sie bei den Leuten ein und rauben deren Lebensmittelvorräte, tagsüber stehlen sie Räder und was sie bekommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da das Leben wieder seinen gewohnten Gang geht, so verzeichne ich nicht mehr jeden Tag. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis] kommen so nach und nach alle wieder, kleinlaut und bescheiden. Auf der anderen Rheinseite hat es ihnen nicht besonders gut gegangen. Der Rhein ist zur Überfahrt gesperrt, und die Amerikaner schießen auf jeden, der trotzdem versucht, überzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 1. Mai die [https://de.wikipedia.org/wiki/Maiandacht Maiandachten] begonnen, auch gebe ich wieder regelmäßigen Religionsunterricht, die Kinder kommen nahezu 100 %. Die [[Schulwesen|Schule]] ist noch immer geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Mai. Die gesamte [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrmacht], mit Ausnahme von einigen Widerstandsinseln östlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburg Magdeburg], in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschlesien Oberschlesien], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dresden Dresden], [https://de.wikipedia.org/wiki/Zwickau Zwickau] [p. 106] und Norwegen hat kapituliert. Ca. 2 Millionen Mann gehen in die Kriegsgefangenschaft. Warum ist das nicht früher geschehen, Tausenden wäre das Leben erhalten geblieben, viele Städte und Dörfer wären nicht zerstört worden, die Frühjahrsbestellung hätte erfolgen können etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jetzt enden die Führer feige durch Selbstmord und gehen der Verantwortung hier auf Erden aus dem Wege. Die Stimmung des Volkes ist dementsprechend. Jeder Verkehr über den Rhein ist gesperrt. Auf die Boote, die überzusetzen versuchen, wird geschossen. Den [https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Nazis] ist es gelungen, innerhalb einer Woche den Schleier über [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler#Ende_im_Bunker Hitlers Tod] so zu ziehen, daß es wohl auch in der Zukunft wohl immer ein dubium bleiben wird, wie er zu Tode gekommen, 3 Aussagen widersprechen sich: [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Dönitz Dönitz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler Himmler], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Fritzsche Fritsche], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Großadmiral#Kriegsmarine Großadmiral] (D), der Chef der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei Gestapo] (H) und der Ansager des [https://de.wikipedia.org/wiki/Großdeutscher_Rundfunk Großdeutschen Rundfunks] (Fr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. Mai. 12.01 Unterzeichnung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungslose_Kapitulation_der_Wehrmacht bedingungslosen Kapitulation] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin]. Schluß des Blutvergießens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7., 8., 9. Mai große [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession Bittprozessionen] mit großer Beteiligung, wie seit [p. 107] Jahren nicht. Die [[Lehrer]] beaufsichtigen wieder die Schulkinder und nehmen in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] wieder ihren Platz hinter den Kindern ein. Sie haben sich mir angeboten, mich beim Religionsunterricht unterstützen zu dürfen, wozu ich gerne bereit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Mai. [https://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt Christi Himmelfahrt], ein herrlicher Maientag. Der Gottesdienst war wieder wie früher. Der Tag wurde auch öffentlich wieder als Feiertag festlich begangen. Die heiligen Messen waren sehr gut besucht, und auch der Sakramentenempfang war löblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gestern wurde der letzte deutsche [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtbericht Wehrmachtsbericht] über den [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichssender_Flensburg Sender Flensburg] gesendet und anschließend die Verdunkelung in Deutschland aufgehoben und den Deutschen erlaubt, ausländische Sender zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. Mai, [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten Pfingstsonntag]. Der Sakramentenempfang war sehr rege, viele hielten noch ihre Ostern. Im Hochamte sang der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] die Messe von Stein, vierstimmiger Männerchor. Die [[Kirchenrat|Kirchenvorsteher]] sammelten in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], conferre Seite 109.&amp;lt;ref&amp;gt;Fortsetzung p. 109: &amp;quot;für die Renovierung der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Das Ergebnis der Kirchenkollekte betrug 1767,63 Mark.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 108] Am 10. August 1944 starb den Heldentod bei den Kämpfen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau] Carl Zimmermann, geboren 16.3.1916 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] als Sohn der Eheleute Jakob Zimmermann und Catharina Preiß. Die Eltern waren in [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] ausgebombt und wohnten hier in Zons. Darum wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begräbnisfeier Exequien] auch in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Zonser Pfarrkirche]] gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24. Mai 1945 waren die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begräbnisfeier Exequien] für Heinrich Seburschenich, [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldwebel#Reichswehr_und_Wehrmacht Feldwebel], Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes II], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Infanterie-Sturmabzeichen Infanteriesturmabzeichens], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_zur_Erinnerung_an_den_1._Oktober_1938 Sudetenmedaille] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_(1939) Verwundetenabzeichens in Silber]. Er war geboren am 14.7.1914 als Sohn des Dachdeckermeisters Anton Seburschenich und Elisabeth Zeitzheim, heiratete am 21.2.1940 Magda Meyer aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Burgdorf_(Region_Hannover) Burgdorf bei Hannover], machte die Kämpfe im Westen und Osten mit und fiel am 24.2.45 beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst Forsthaus Hambach] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Jülich Jülich]. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Steinstraß Steinstraß] wurde er von seinen Kameraden beerdigt, dort exhumiert und am 19.5.1945 auf dem [[Friedhof|hiesigen Ehrenfriedhof]] kirchlich beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 109] Die Soldaten kommen einzeln zurück, die meisten in irgendeiner Zivilkleidung und alle zu Fuß, zum Teil hunderte von Kilometern weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Juni. Die erste Glaubensstunde der Männer, es wird besprochen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Quadragesimo_anno Enziklika &amp;quot;Quadragesimo anno&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nahezu 20 Jahre haben die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] den Küsterdienst in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] ausgeübt, sehr zur Zufriedenheit von Hirt und Herde. Die Schwester Oberin Sophia hat schon länger darum gebeten, vom [[Küster]]dienst entlastet zu werden, weil sie glaubt, das nicht mit dem Beruf einer Schwester vereinbaren zu können, da das Mutterhaus sie darin unterstützt, hat heute [[Johann Habets]] das [[Küster]]amt übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 5. Juni hat die [https://de.wikipedia.org/wiki/Alliierter_Kontrollrat aliierte Kommission] die Regierung Deutschlands übernommen, wir gehen noch schweren Zeiten entgegen. Die Lebensmittel werden knapper und knapper, seit Februar haben wir keine Butter mehr [p. 110] bekommen. Trotz des gesperrten Rheines werden wir von hungernden [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorfern] überschwemmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Juni, [https://de.wikipedia.org/wiki/Antonius_von_Padua Antoniustag]. Die Amerikaner, mit denen die Bevölkerung gut ausgekommen ist, ziehen ab. Die Engländer übernehmen die Besatzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12.–14. Juni war ich in [https://de.wikipedia.org/wiki/Werden Werden], wohin ich die wertvollsten [https://de.wikipedia.org/wiki/Parament Paramente] in sicheres Verwahr gebracht hatte, um sie zurückzuholen. Mit Fahrrädern mußte der Transport bewerkstelligt werden. Da alle Brücken über den Rhein durch die Deutschen gesprengt waren, fuhren wir im Nachen frühmorgens über den Rhein. Wir hatten Glück und wurden nicht beschossen, auch durch die Tellerminen am anderen Ufer kamen wir glücklich hindurch. Bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Rath_(Düsseldorf) Düsseldorf-Rath] fuhren wir mit den Rädern, um dort im Viehwagen der Eisenbahn bis [https://de.wikipedia.org/wiki/Kettwig Kettwig] vor der Brücke, die Brücke über die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhr Ruhr] war auch gesprengt. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Werden Werden-Land] fanden wir die Sachen alle unversehrt vor. Zurück ging es per Rad über den &amp;quot;Esel&amp;quot; zum &amp;quot;Krummen Weg&amp;quot; nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorf]. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Grimlinghausen_(Neuss) Grimlinghausen] war von den [p. 111] Amerikanern eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Pontonbrücke Pontonbrücke] geschlagen. Nachdem wir das Theater der Entlausung überstanden, kamen wir wieder über den Rhein und heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Noch immer gehen auf der anderen Seite Tellerminen hoch und bringen die Leute zu Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Sonntag, den 1. Juli erfüllte die Pfarrfamilie ihr [https://de.wikipedia.org/wiki/Gelübde Gelübde] (conferre 1.10.1944), wenn Zons und [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] erhalten blieb, eine Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] zur Not Gottes zu machen. Nachdem morgens ca. 400 die heilige Kommunion empfangen hatten, zogen nachmittags ½ 1 Uhr ca. 550 Pilger zum Gnadenort. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven] wurde 30 Minuten lang gerastet. Um ½ 4 zogen wir in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] ein, die Predigt hielt Herr Hochwürden Provinzial Pater Hoffmann. Nach dem sakramentalischen Segen zogen wir sofort wieder heim. 1200 Polen sind unter Aufsicht der britischen Besatzung dort untergebracht, sodaß in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] keine Gelegenheit zur Rast gegeben war. Um 7 Uhr wurde in Zons der sakramentalische Segen gegeben. Möge Maria auch weiterhin die schützende Hand über uns halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 112] 6. Juli kam die erste Postkarte wieder an, nachdem die letzte Post Mitte Februar gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wer nach 10 Uhr noch auf der Straße angetroffen wird, wird mit 20,- Geldbuße bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Für die Ausländer muß die Stadt Zons stellen: 54 komplette Herrengarnituren, vom Hut bis zu den Schuhen, selbst Schlafanzüge, Socken und Hemden 108. An Kinder- und Frauengarnituren je 10. Besonders schwer wird es, die Kinderschuhe zu beschaffen, wir haben 6 Kriegsjahre hinter uns. Wenn die Sachen nicht zur gestellten Frist abgeliefert werden, so wird angedroht, die Stadt 2 Stunden lang zur Plünderung freizugeben. In der vergangenen Woche ist der Eisenbahnzug von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hösel Hösel-Ratingen] von Ausländern geplündert worden. Wildwestmethoden. Wir haben keine Möglichkeit, uns zu wehren, wer im Besitz von Waffen angetroffen wird, kann mit dem Tode bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Juli 45. Über 50 Soldaten sind schon nach Zons heimgekehrt. Jeden Tag kommen 1 oder 2. Sie haben zum Teil hunderte [p. 113] von Kilometern zurückgelegt, um heimzukommen. Viele haben zu Fuß diese Strecke zurückgelegt. Die meisten sind allerdings durch die berüchtigten Gefangenenlager gegangen, wo sie wochenlang hinter Stacheldraht schutzlos den Unbilden der Witterung ausgesetzt waren, sie kamen halb verhungert an, die Freude der Angehörigen war jedesmal groß, und von der Kanzel wurden sie sonntags vom [[Johannes Klüwer|Pastor]] begrüßt. Für viele waren diese Wochen, wie sie selbst sagen, eine Art [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Exerzitien], zudem die Priestersoldaten treu bei ihnen ausgehalten haben, sie haben in den Lagern die heilige Messe zelebriert und ihren Kameraden die Sakramente gespendet. Hoffentlich leben sie sich treu wieder in der Pfarrkirche ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine große Plage hier sind die Ausländer, in der vergangenen Nacht haben sie zu 30 Mann den [[Heckhof]] überfallen und ausgeraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. Juli. Zum Vinzenzfeste sang der Chor des [[Marienverein]]s in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] die missa &amp;quot;Jesu, deus pacis&amp;quot; [p. 114] mit Violine und Orgel von [https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Gruber_(Komponist) Josef Gruber], Op. 338. Die gleiche Messe hatten die Jungfrauen gesungen am Sonntag, den 24. Juni 45 in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. Juli. Die Kollekte für das [[Vinzenzhaus]] erbrachte 754,78 Mark. Das [[Vinzentinerinnen|Kloster]] ist aber arg mitgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. August. Feier des goldenen Priesterjubiläums des Herrn Dechanten und geistlicher Rat Gustav Biesenbach in [[Stürzelberg]] (15. August war Weihetag). Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Hochwürdigste Herr Erzbischof] war persönlich gekommen und sprach in einer kirchlichen Feierstunde. Der ganze Dekanatsklerus war zugegen und der Herr Domkapitular, Geistlicher Rat und Dechant Prälat Liedmann von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. August. Ein Tag von ganz besonderer Bedeutung. Die [[Schulwesen|katholische Volksschule]] wird wieder eröffnet. Die Schulkreuze, geschmückt, waren am Altar aufgestellt. Sämtliche Schulkinder und die [[Lehrer|Lehrpersonen]] waren in der Schulmesse. Unter Vorantritt der Kreuze ziehen wir zum Schulhofe. Der [[Bürgermeister]] [[Johann Scheer]] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunist]) hält die Eröffnungsansprache, betont den Sinn der neuen Zeit, das Kreuz nimmt wieder seinen [p. 115] Ehrenplatz im Schulzimmer ein, die früheren Größen haben abgedankt. Die Autorität des Lehrers und des Pastors ist wieder sichergestellt, und kein [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend H.J.]-Führer und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_Mädel B.d.Mädel] habe ihnen etwas zu befehlen. Der [[Johannes Klüwer|Pastor]] spricht von der Freude der Kinder, der Eltern, der Lehrer und der Kirche. Die katholische Schule ist nicht nur Wissensvermittlerin, sondern hat Erziehungsaufgaben, Ziel nicht nur Verstandes-, sondern Charakterbildung. Die Kreuze werden feierlich in den Klassenräumen aufgehängt, und mit dem Martinuslied, dem Stadt- und Kirchenpatron, schließt die erhebende Feier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. August große Aufregung in Zons. Die Engländer halten von 11–4 Uhr Haussuchung in Zons. Die Männer müssen Oberkörper entblößen, ob sie den [https://de.wikipedia.org/wiki/Blutgruppentätowierung Blutstempel der SS] haben. 25 Männer werden abgeführt, aus den verschiedensten Gründen, weil sie die Bestimmungen der Besatzungsmacht nicht erfüllt hatten. Am 23. kamen alle wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 116] Da im Dezember 1944 die Gefahr der Evakuierung sehr nahe bevorstand, so hatte ich einige wertvolle Bücher und die 4 Medaillen, die für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Monstranz] bestimmt waren, nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Brilon Brilon] ins [https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerland Sauerland] in Sicherheit bringen lassen. Die Bücher sind alle zurückgekommen, die Medaillen, darunter die Medaille, die der [[Clemens August (Kurfürst)|Kurfürst Clemens August]] am 10.5.1739 der [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|Sebastianusbruderschaft]] schenkte, conferre Otten Seite 135, waren von den Amerikanern bei ihrem Vormarsch gestohlen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. September. Auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitulation_Japans Japan hat kapituliert]. Damit ist der Krieg in der Welt beendet, ob aber wirklich Frieden wird, das muß die Zukunft lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der [[Johann Scheer|Bürgermeister]] hat einen [[Stadtrat|Gemeinderat]] berufen. Die Zusammensetzung sichert ihm eine linksgerichtete (kommunistische) Mehrheit. [[Matthias Weiler]], Jakob Vonden, Franz Stelzmann auf der einen Seite. Johann Fleischhauer, Clemens Libertus, Jakob Krahn, Anton Seburschenich auf der linken Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. September. Das diesjährige Gottbekenntnis unserer Dekanatsjugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Straberg Straberg]. Thema: Ihr seid Christi [p. 117] Leib. Die ganze Kirche gefüllt, aus Zons leider nur 10 Jugendliche. Bei der gemeinsamen heiligen Kommunion waren allerdings von 50 Jünglingen von 15–25 Jahren (mehr sind aus der Gefangenschaft noch nicht zurückgekehrt) 40 an der Kommunionbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. September. [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewiges Gebet] von 6–9 Uhr. Feierliches Hochamt und feierliches [https://de.wikipedia.org/wiki/Komplet Komplet], der Besuch der Betstunden war gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. September Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], ca. 200 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:35. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Gottfried Erkelenz]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Zum frommen Gedenken an den auf dem Felde der Ehre gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Gottfried Erkelenz&lt;br /&gt;
::Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und ich werde auferstehen am jüngsten Tage. Johannes 19, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Gottfried Erkelenz&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 7. November 1924 als jüngster Sohn der Eheleute Gottfried Erkelenz und Thekla Genosko. Nach seiner Schulentlassung machte er seine Gesellenprüfung im Maurerhandwerk und bereitete sich darauf vor, die Baugewerbeschule zu besuchen. Im April 1942 wurde er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst R.A.D.] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheine Rheine/Westfalen] eingezogen und erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Westhoven_(Köln) Köln-Westhoven]. Nach einer Spezialausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Orzysz Arys in Ostpreußen] wurde er in Ungarn eingesetzt, am [https://de.wikipedia.org/wiki/Duklapass Duklapaß] schwer verwundet, erlag im Lazarett in [https://de.wikipedia.org/wiki/Altötting Altötting/Bayern], wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten der römisch-katholischen Kirche, seinen Verletzungen und wurde am [https://de.wikipedia.org/wiki/Karsamstag Karsamstag], den 31. März 1945, auf dem Ehrenfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Altötting Altötting] beigesetzt.&lt;br /&gt;
::Gottfried, stets froh und heiter, war die Freude seiner Eltern. In schmerzlicher Trauer beugen sich der Vater, die Mutter und seine beiden Brüder unter Gottes unerforschlichem Ratschluß und empfehlen mit den übrigen Anverwandten seine treue Seele christlicher Fürbitte.&lt;br /&gt;
::Er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 118] 28. September. Abstimmung über die konfessionelle Bekenntnisschule. Alle Eltern der Schulpflichtigen Kinder wurden gefragt, es antworteten alle 190 Stimmen waren für die konfessionelle Schule und 2 (1 Katholik und 1 Protestant) waren gegen die konfessionelle Bekenntnisschule. Dem Bürgermeisteramte habe ich das Resultat mit den Unterlagen überreicht. Als Antwort erhielt ich folgendes Antwortschreiben: Der [[Bürgermeister]] der Stadt Zons und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Nievenheim Amtes Nievenheim]. Betrifft: Einrichtung von Bekenntnisschulen. Ich mache davon Mitteilung, daß es nach Anordnung der Kommandantur in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] vorerst verboten ist, konfessionelle Schulen zu errichten. Über die Frage finden zur Zeit Verhandlungen zwischen den Alliierten Regierungen und dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Stuhl Päpstlichen Stuhl] statt. Ich bitte gefälligst, die Schulleiter zu verständigen. gezeichnet [[Johann Scheer|Scheer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 7. Oktober war das diesjährige [[Erntedankfest]]. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] war festlich geschmückt, das Erntefestspiel fand statt, der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] sang. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritassammlung] ergab: 529,60 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 119] Welche Notzeiten, kein Fett, kein Fleisch, keine Kartoffeln zu bekommen. Dazu die steten Sammlungen von Kleidungsstücken, Wäsche und Decken für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit#Zweiter_Weltkrieg Fremdarbeiter]. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] sind noch 1000 Polen, in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] nicht weniger. Sie machen in Verein mit verbrecherischen Elementen unter den Deutschen die ganze Umgegend unsicher. Jeden Tag hört man, ein Schwein gestohlen, eine Kuh abgeschlachtet etc. Wir haben keine Waffen, die Polizei ist machtlos. Die englische Besatzung verhält sich passiv. Kohlen werden nicht geliefert, wir sollen in die Wälder gehen und uns Holz holen. Der Winter steht vor der Tür, hoffentlich geht es besser als wir denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21. Oktober. Nun ist auch der letzte der bei dem Beschusse der Deutschen auf Zons durch Granatsplitter Verletzten gestorben: Theodor Wallscheid, geboren 15.9.1900 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberkail Oberkeil, Sieg], der seine Frau vor einem Jahre verloren hat, er hinterläßt 4 Kinder, der älteste ist aus der Gefangenschaft noch nicht zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. November. [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen Allerheiligen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen Allerseelen] wurden wieder gefeiert wie früher. Ein Pater aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] [p. 120] half aus. Beteiligung bei der heiligen Kommunion gut. Die Prozession zum [[Friedhof]]e hatte eine Beteiligung wie nie zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. November. [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_Lüttich St. Hubertus] wurde wieder gefeiert mit 3-herrigem Hochamt und Festpredigt, desgleichen am Sonntag darauf das [https://de.wikipedia.org/wiki/Martinstag Martinusfest]. Zum ersten Mal seit 6 Jahren zog wieder der Martinszug. Alle hatten gespendet, sodaß jedem Kinde (250) ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Stutenkerl Weckmann] gegeben werden konnte. St. Martin ritt wieder hoch zu Roß dem Zuge voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. November. Am letzten Sonntage im November war wie alljährlich unsere Kriegergedächtnisfeier in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Verlesen wurden aber nur die Namen der [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|im letzten Kriege gefallenen]], es waren 40, auch die Namen derjenigen, die beim Zonser Beschuß ums Leben gekommen waren (22). Die Beteiligung von seiten der Gemeinde war groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember. [https://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empfängnis Immaculata] wurde in diesem Jahre auch wieder gefeiert. Der Besuch der Messen war schlecht. Man erkennt, wie eine Unterbrechung von einigen Jahren verheerend wirkt. [p. 121] Dieselbe Erfahrung machte ich am folgenden Sonntage. Die feierliche Aufnahme neuer [[Marienverein|Marienkinder]] fand in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] statt, zum ersten Male wieder seit 10 Jahren. Die Beteiligung der Pfarrfamilie war äußerst gering. Es waren allerdings auch sehr kalte Tage. Die Leute haben kein Schuhzeug, keine Kohlen, kein Fett, und die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] ist sehr kalt. Dazu kam, daß die Säle belegt sind. Das Weihespiel mußte im Kreise der Mitglieder gefeiert werden. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene aus den Ostgebieten Evakuierten] treffen allmählich ein und werden auf die einzelnen Familien verteilt. Zunächst kommen sie zu den Bauern, da die sie noch beköstigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weihnachten hatten alle ein Quartier gefunden, es sind meistens Protestanten, die katholischen Familien habe ich besucht. Zu Weihnachten hatten die Kinder Spielzeug gesammelt, und die katholische Pfarrjugend brachte es den Eltern der [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Flüchtlinge], ob Katholiken oder Protestanten, welche sich sehr freuten, ihren Kindern etwas geben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 122] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Heinz Libertus]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ist unsere Zeit gekommen, so laßt und männlich sterben für unsere Brüder und keinen Flecken unserer Ehre anhängen. I. Makk. 9, 10.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe unseres für das Vaterland gefallenen Mitbruders, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Gefreiter#Wehrmacht Gefreiten]&lt;br /&gt;
::Heinz Libertus&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 3. Mai 1926 in Zons als jüngster Sohn der Eheleute Adam Libertus und Christine geborene Blömacher. Am 2. Oktober 1943 wurde er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Reichsarbeitsdienst] eingezogen und kam am 26. Januar 1944 zur militärischen Ausbildung nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] und von dort nach Dänemark. Schon bald an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Ostfront] eingesetzt, wurde er bei den harten Abwehrkämpfen verwundet und ist im Lazarett zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Cieszyn Teschen, Oberschlesien] seinen Verletzungen erlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu Ergänzung: &amp;quot;8/3 45&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde er auch beigesetzt. Möge Gott, der Herr, seiner Seele ein gnädiger Richter gewesen sein.&lt;br /&gt;
::In schmerzlicher Trauer beugen sich die Eltern, ein Bruder, vier Schwestern, zwei Schwäger, eine Schwägerin und die übrigen Anverwandten unter Gottes unerforschlichen Ratschluß und empfehlen seine teure Seele christlicher Fürbitte, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
:[eingeklebtes Foto von Heinz Libertus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 123] 37. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Josef Moll]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Den Menschen schienen sie zu sterben, sie aber sind in Frieden. Weisheit 3, 2.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Fr.C3.BChere_deutsche_Streitkr.C3.A4fte Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Josef Moll&lt;br /&gt;
::Der Verewigte war geboren am 31. März 1923&amp;lt;ref&amp;gt;Korrigiert in &amp;quot;1921&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorf] als Sohn der Eheleute Anton Moll und Therese Cordes. Nach seiner Schulentlassung wurde er Maschinenschlosser und im Mai 1942 zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Luftwaffe_(Wehrmacht) Luftwaffe] eingezogen. Nach kurzer, glücklicher Ehe mit Irene Engels aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorf Düsseldorf], die mit einem Kinde gesegnet wurde, wurde er bei einem Luftangriff auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeld Bielefeld] am 26. Oktober 1944, auf der Rückfahrt aus dem Urlaub, von einer Bombe tödlich getroffen. Am 13. November 1944 fand er seine letzte Ruhestätte auf dem Ehrenfriedhofe in [https://de.wikipedia.org/wiki/Brackwede Brackwede unweit Bielefeld]. Möge Gott, der Herr, ihm ein gnädiger Richter gewesen sein.&lt;br /&gt;
::An seinem Grabe trauern die Frau, ein Töchterchen, die Mutter, drei Brüder, eine Schwester und die übrigen Anverwandten, welche die Seele des lieben verstorbenen empfehlen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
::Druck: J. Wegener, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weihnachten 1945. Eine Beteiligung beim Sakramentenempfang, wie ich sie in Zons Weihnachten noch nicht erlebt hatte. Über 800 Kommunionen wurden am 1. Weihnachtstage ausgeteilt, das sind 80 %. Die Feier war wieder wie im Frieden. 5 Uhr Krippenfeier, anschließend [https://de.wikipedia.org/wiki/Christmette Christmette]. Um 10 Uhr singt der Chor die Messe &amp;quot;Stella maris&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Filke Max Filke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 124] Am Silvesterabend 7 Uhr waren die Pfarrkinder zu Schlußdanksagungsandacht des Jahres in großer Anzahl gekommen. Ein schreckliches Jahr ging zu Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1945&lt;br /&gt;
:Taufe 12 (18), auswärts 11 (6), 3 illegitime Kinder, Folgen der letzten deutschen Einquartierung, alle Bande waren gelöst. 1. heilige Beichte 17 (28), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 21 (23), Trauungen 4 (15), Beerdigungen 45 (22), [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|gefallen]] 3 (11), Kommunionen ausgeteilt 18.000 (16.900).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1946–1951 ===&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
:1946&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Neujahrstage war das heilige Opfer gut besucht. Hoffentlich ein gutes Vorzeichen für das neue, das erste Friedensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zons wird überlaufen von hungernden Städtern. Zweimal schon haben die Besatzungstruppen eine einschneidende Sammlung von Decken, Kleidungsstücken, Wäsche und Schuhen durchgeführt, angeblich für die in Lagern untergebrachten Polen, die zum Dank dafür auf Raub ausgehen. [p. 125] Da wir unbewaffnet sind und die Fremdarbeiter Schußwaffen mit sich führen, kann der Selbstschutz nicht viel ausrichten, die Engländer kommen erst, wenn es zu spät ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun kommen auch noch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Ostflüchtlinge], die Heim und Habe verloren haben. Sie werden hier angesiedelt. Die Bevölkerung hilft und eine Sammlung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritas], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rotes_Kreuz Roten Kreuzes], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterwohlfahrt Arbeiterwohlfahrt] (sozialistisch) und des [[Frauen- und Mütterverein|katholischen Frauen- und Müttervereins]] hatte an Haushaltseinrichtungen, Kleidern und Wäsche ein schönes Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 17. Februar eine große [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Karitassammlung] für die hungernden [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Kölner]. Der [[Frauen- und Mütterverein|Mütterverein]] und die katholische Jugend übernimmt die Sammlung, die sehr zufriedenstellend ausgefallen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die katholische Jugend beginnt sich wieder zu formen. Die Gruppenstunden für die Jünglinge und Jungfrauen werden gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 126] 38. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Johann Jakob Feller]&lt;br /&gt;
::Jesus Maria Josef&lt;br /&gt;
::Ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen. Johannes 16, 22.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Zum frommen Andenken an&lt;br /&gt;
::Johann Jakob Feller&lt;br /&gt;
::Sanitäts-[https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Geschichte Obergefreiter]&lt;br /&gt;
::geboren 28.5.1905 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Trier Trier]&lt;br /&gt;
::verstorben 5.8.1945 in Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
::In tiefem Schmerz: Seine Gattin, seine beiden Töchterchen, ein Sohn, Mutter, Geschwister und Anverwandte.&lt;br /&gt;
::Jakob Feller geboren 28.5.05 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Trier Trier], Eltern Nikolaus Feller, Elisabeth Hollender, zum 1. x verheiratet mit Franziska Hoffmann, 1 Sohn, zum 2. x verheiratet 4.11.31 mit Ida Reischel aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberhausen Oberhausen], 2 Töchter. 1940 eingezogen, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Osten] eingesetzt, in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurland Kurland] eingeschlossen, in russische Kriegsgefangenschaft an Lungenentzündung gestorben 5.8.45 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Tel%C5%A1iai Telsiai in Litauen], dort begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 10. März wird unser [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Erzbischof Dr. Josef Frings], der mit den Bischöfen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen Münster Clemens August von Galen] und dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Graf_von_Preysing Bischof von Berlin Graf Preysing] zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Kardinalsklasse#kp Kardinälen] der Katholischen Kirche erhoben worden ist, in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] feierlich eingeführt. Am 17. März ist die kirchliche Feier in den Pfarrkirchen der [p. 127] [https://de.wikipedia.org/wiki/Erzbistum_K%C3%B6ln Erzdiözese].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24., 25. und 26. März war die Möglichkeit, für die konfessionelle [[Schulwesen|Schule]] optieren. 92 % der Eltern wählten die konfessionelle Schule, conferre Erklärungsschein in der Anlage. 15 Eltern gaben den Schein zu spät ab, sonst hätten 100 % für die katholische Schule gestimmt. Genaues Ergebnis: Von 170 katholischen Antragsberechtigten der Pfarre haben den Antrag für die Katholische Schule gestellt 149 (15 sind verspätet eingegangen), sie vertreten 203 (223) Kinder. Von den 19 evangelischen Antragsberechtigten stellten den Antrag 9, sie vertreten 14 Kinder. Ungültig war kein Antrag. 5 Kinder besuchen die höhere Schule in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], beziehungsweise [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]. Zahl der Einwohner 1714, davon männlich 794, weiblich 947. Katholiken 1574, [https://de.wikipedia.org/wiki/Protestantismus Protestanten] 145, [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubige] 12, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuapostolische_Kirche Neuapostolisch] 10, zusammen 1741. [[Stürzelberg]] männlich 739, weiblich 831, zusammen 1570, katholisch 1466, Protestanten 86, Gottgläubige 18, zusammen 1570.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 128] 21. April, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern Ostern]. Die Römerfahrt am [https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitag Karfreitage] zeigte eine erfreulich große Beteiligung der Männer und Jünglinge. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostersonntag Ostersonntage] wurden 700 Kommunionen ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. April. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag Weißen Sonntage] gingen 22 Knaben und 12 Mädchen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion ersten heiligen Kommunion]. Die ganze Pfarrfamilie nahm regen Anteil, auch die [[Lehrer|Lehrerschaft]] war wieder vollzählig mit den Kindern an der Kommunionbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Mai. In der Nacht zum 1. Mai waren die [https://de.wikipedia.org/wiki/Maibaum Maibäume] vor dem [[Rheintor]] und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Eiche Hitlereiche] vor dem [[Feldtor]]e abgesägt. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands K.P.D.] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] veranstaltete getrennte [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai Feiern zum 1. Mai].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:39.&lt;br /&gt;
:2. Mai [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Geschichte Obergefreiten] Gerhard Norff, Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verwundetenabzeichen_%281939%29 Verwundetenabzeichens] und des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverdienstkreuz_%281939%29 Kriegsverdienstkreuzes]. Der Verstorbene war geboren 25.7.1904 in Zons als ältester Sohn der Eheleute Adolf Norff und Maria Molitor. Schon 1938 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Arbeitsdienste] am [https://de.wikipedia.org/wiki/Westwall Westwall] eingezogen, August 39 zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrmacht] einberufen, nach seiner Ausbildung 1940 als [https://de.wikipedia.org/wiki/Pionier_%28Milit%C3%A4r%29#Einsatz_im_Zweiten_Weltkrieg Baupionier] im Osten eingesetzt. 3.2.45, wie ein Kamerad schreibt, in Migehnen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ermland Ermland], [p. 129] gefallen. Seinem am 5.3.45 einer amerikanischen Granate zum Opfer gefallenen Vater ging er in die Ewigkeit voraus. Hinterbliebene Mutter und Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Mai. [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritaskollekte], die 548,20 einbrachte. Nachmittags die 100-Jahrfeier des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kindermissionswerk päpstlichen Werkes der heiligen Kindheit]. Die Kinder sammelten 100,- Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27., 28., 29. Mai. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession Bittprozessionen] weisen eine rege Beteiligung auf. Möge Gott uns eine gute Ernte schenken, denn die Wochenrationen für eine Person beträgt 2–3 Pfund Brot, 62,5 Gramm Butter, 62,5 Gramm Fett, ½ Pfund Nährmittel, 150 Gramm Fleisch, 2 Pfund Kartoffeln, die es nicht mehr gibt, dazu 450 Gramm Brotaufstrich monatlich. Täglich sprechen 50–100 Städter bei den Bauern vor, aber die Mütter in Zons wissen nicht, wie sie ihren Kindern Brot geben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 31. Mai kommt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Hochwürdigste Herr Weihbischof Dr. Wilhelm Stockums] zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation].&amp;lt;ref&amp;gt;Es folgt der handschriftliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitationsvermerk] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Weihbischof Stockums] vom 31. Mai 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 130] Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmungstag] war ein Festtag für die ganze Gemeinde. An der Ehrenpforte wurde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Hochwürdige Herr] vom [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] und vom [[Bürgermeister]] [[Johann Scheer]] begrüßt. [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] und [[Stadtrat|Gemeindevertretung]] waren erschienen. Eine Reiterschar von jungen Bauernsöhnen hatte den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stockums Bischof] am [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause] abgeholt. 140 Firmlinge wurden gefirmt, die Stadt war reich geschmückt, alles wie vor 1933, nur mit viel größerer Anteilnahme der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:39. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Arnold Olligs]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und ich werde auferstehen am jüngsten Tage. Johannes 19, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Wehrmacht Grenadier]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Arnold Olligs&lt;br /&gt;
::Finanzbeamter&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 11. Februar 1906 zu Zons als ältester Sohn der Eheleute Bernhard Olligs und Luise Marx, vermählte sich am 17. Februar 1944 mit Maria Telmes aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] zu einer glücklichen Ehe, die Gott mit einem Kinde segnete. Am 1. August 1944 wurde er eingezogen und erhielt seine militärische Ausbildung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]. Am 19. November 1944 wurde er an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Saar Saar] eingesetzt und ist in den harten Abwehrkämpfen in Boulay bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Metz Metz] gefallen. Am 29. November 1944 fand er auf dem deutschen Militärfriedhof Nr. 1 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Andilly_%28Meurthe-et-Moselle%29 Andilly in Frankreich] seine letzte Ruhestätte.&lt;br /&gt;
::Mit dem Verschiedenen ist heimgegangen ein aufrechter Mann, ein pflichttreuer, tüchtiger Beamter, ein lieber Bruder, ein dankbarer Sohn, der die Mahnung des alten Tobias treu beherzigte: &amp;quot;Sohn, halte deine Mutter in Ehren!&amp;quot; Gott war seine Stärke im Leben und im Sterben. Nun hat er den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben seiner Kindheit treu bewahrt. Möge der König der Ewigkeit ihm die Krone des Lebens geben.&lt;br /&gt;
::Die trauernde Gattin, sein Söhnchen (das seinen Vater nicht gekannt), seine Mutter, ein Bruder, auf dessen Heimkehr die Angehörigen noch warten, 2 Schwestern, die Schwiegereltern, ein Schwager, eine Schwägerin und die übrigen Anverwandten empfehlen den Verstorbenen dem Gebete der Gläubigen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 131] 40. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Johann Könen]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. 2. Timotheus 4,7.&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Herrn verschiedenen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Geschichte Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Johann Könen&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 27. Oktober 1912 zu Zons als jüngster Sohn der Eheleute Franz Könen und Gertrud Thron. Zum Heere eingezogen wurde er am 20. Januar 1942 und erhielt seine militärische Ausbildung in Frankreich, wo er auch zum Schutze der atlantischen Küste eingesetzt wurde. Im August 1944 geriet er in Gefangenschaft. Seine Angehörigen erhofften seine Rückkehr und erhalten nun nach 1 ½ Jahren durch einen seiner Kameraden die traurige Gewißheit, daß er am 3. Dezember 1944 bei Arbeiten in einer Kiesgrube tödlich verunglückt ist.&lt;br /&gt;
::Ein fleißiger, arbeitsamer Jungmann, ein treuer Sohn und Bruder, die Stütze seiner alten Eltern, die ihren zweiten Sohn aus russischer Kriegsgefangenschaft erwarten, ist mit ihm dahingegangen. Möge der Herrgott, dem er in seinem Leben die Treue bewahrt, und zu dessen Ehre er so manches Jahr im [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] seiner Heimatgemeinde gesungen hat, ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::Um den in fremder Erde Ruhenden trauern die Eltern, ein Bruder, zwei Schwestern, ein Schwager, seine Braut, ein Neffe und die übrigen Anverwandten, welche seine liebe Seele empfehlen dem Gebete der Gläubigen auf daß sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Juni 46, [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitssonntag]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnissonntag Bekenntnistag der katholischen Jugend]. Morgens gemeinsame heilige Kommunion, 30 Jünglinge und 60 Jungfrauen. Nach der heiligen Messe Bannerweihe. Auf der Vorderseite: auf weißem Grund ein rotes Chi Ro, auf der Rückseite auf weißem Grunde ein grünes Kreuz mit der Königskrone. Nachmittags zogen 150 Jugendliche nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], aus dem Dekanate waren [p. 132] ca. 1500 Jugendliche erschienen. Eine erhebende Feierstunde: &amp;quot;Einer trage des anderen Last, so erfüllet das Gebot Christi.&amp;quot; Als Opfergabe hatten die Zonser Jugendlichen 150,-Mark gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Juni 46. Fest der goldenen Hochzeit der Eheleute Hermann Vianden und Luise Fuchs ([https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]). Im Hochamte Teilnahme der ganzen Pfarrfamilie. Abends im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Lokale Schönen]], [[Feldstraße]], große Festversammlung. Der [[Johannes Klüwer|Pastor]], [[Gerhard Justenhoven|Bürgermeister]] und [[Johann Scheer|Stadtdirektor]] sprachen. Der Jubilar ist Begründer der freiwilligen [[Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Flüchtlinge] kommen in Massen in unsere Gemeinde. Nachdem schon vor einigen Monaten 100 [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpreu%C3%9Fen Ostpreußen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Pommern Pommern] etc., meist nicht katholisch, gekommen waren, sie waren alle in den Familien untergebracht, beginnt nun das schwere Werk, die Hunderte [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier], die von den Polen vertrieben sind, unterzubringen. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien Schlesier] aus der Nähe von [https://de.wikipedia.org/wiki/Breslau Breslau] sind alle gut katholisch und besuchen fleißig und glücklich den Gottesdienst, sodaß die Zonser anfangen, pünktlicher zu kommen, um einen Platz in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] zu bekommen. Vorläufig sind sie alle noch in [p. 133] Gemeinschaftsverpflegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 28.7.46 fand das Waldtreffen der weiblichen Jugend unseres Dekanates in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hackenbroich Hackenbroich] statt. Zons war stattlich vertreten und steuerte einige lustige Theaterstückchen zum allgemeinen Programm bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. September 46 ergab die Haussammlung für die Caritativen Anstalten, hier durchgeführt von den Mitgliedern des [[Marienverein]]s die schöne Summe von 2000 Mark, welche an die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Diözesan-Caritas-Zentrale] in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] überwiesen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 4. September 46 waren die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwestern]] 50 Jahre in Zons. 1896 wurden sie durch den damaligen [[Pfarrer]] [[Adam Otten|Otten]] eingeführt, conferre Pfarrchronik I Seite 3 und 116. Vom 1.–8. September fand eine religiöse Weihe für die Jungfrauen und [[Marienverein|Marienkinder]] statt, gehalten vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Lazaristen Lazaristenpater] Otto Peis aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Lippstadt Lippstadt]. Beteiligung ca. 90 %. Am 8.9.46 feierliches Hochamt, die Festpredigt hielt der Direktor des Mutterhauses in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Nippes], Pater Pauels. Eine Abordnung des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] unter Führung des [[Johannes Klüwer|Pastors Klüwer]] überreichte eine Spende von 500,- Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 134] Am 15. September 1946 fand die erste freie ungefälschte Wahl seit 13 Jahren stand [sic.]. Zur Wahl stand der [[Stadtrat|Gemeinderat]] von Zons und [[Stürzelberg]]. Von 3 Parteien waren Kandidaten aufgestellt, in [[Stürzelberg]] auch eine Reihe unabhängiger, d.h. Parteilose. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands christlich demokratische Union C.D.U.], die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokraten S.P.D.] und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands kommunistische K.P.D.] hatten je 6 Kandidaten und einige Reservekandidaten aufgestellt. Sämtliche Kandidaten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.] wurden mit überwältigendem Stimmenanteil gewählt. Endlich nach über 25 Jahren ist der kommunistische Terror in Zons gebrochen. 1) [[Matthias Weiler|Weiler Matthias]], Gastwirt [[Herrenweg]] 17, [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.], erhielt 419 Stimmen, 2) Fleischhauer Wilhelm junior, Schiffsbau-Ingenieur, C.D.U., [[Rheinau]] 7, 410, 3) Lenden Michael, Meister, [[Bahnstraße]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.], 390, 4) Stelzmann Franz, Landwirt, [[Rheinstraße|Rheinstr.]] 6, [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.], 379, 5) Longerich Wilhelm, Landwirt, [[Brunnenstraße]] 4, [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.], 348, 6) Marx Jakob, Arbeiter, [[Grünwaldstraße]], CDU, 345 Stimmen. Dann kamen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokraten] mit 267–198 Stimmen und dann erst die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands KPD] mit 177–78 Stimmen. Da in [[Stürzelberg]] keine [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.]-Kandidaten aufgestellt waren, so gingen die Reststimmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.] in Zons alle verloren. Gewählt wurden in Zons außer [p. 135] den 6 [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.]-Kandidaten Jakob  Krahn, Arbeiter, [[Bahnstraße]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] und Philipp Reusrath, [[Lindenstraße]] [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] sowie Georg Standtke, Fotograf, [[Feldstraße]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands K.P.D.]. Der Wahlkampf verlief sehr friedlich, die Wahlbeteiligung betrug 89,1 Prozent, und die Überraschung über den Wahlsieg der [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands Christlichen] war sehr groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Spende Schweizerspende] wurden vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Herrn Kardinal] den alten Mütterchen je 70 Gramm echter Bohnenkaffee überwiesen, was große Freude erregte.&lt;br /&gt;
:Auch bedachte der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. heilige Vater] sämtliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene aus dem Osten Zwangsvertriebenen] mit Schmalz, Mehl, Kakao etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22. September 1946. Da am 15.9. die Wahl stattfand, zogen wir erst heute, vom Wetter begünstigt, nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] zur &amp;quot;Not Gottes&amp;quot;. Ca. 150 Pilger beteiligten sich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Am Abend fand die Versammlung der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Erzbruderschaft vom heiligen Sebastianus]] statt. Als am 13.5.1934 die Bindung mit der [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|St. Sebastianusbruderschaft]] gelöst war (conferre I S. 208), hatten sich 30 Mitglieder in das Bruderschaftsbuch eintragen lassen, sodaß als die Besatzungsmacht den [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenverein]] auflöste, die Bruderschaft weiter bestand. Sie hat nun [p. 136] den Namen: St. Sebastianus und St. Hubertusschützenbruderschaft 1447/1898. Man verpflichtete sich auf die Satzungen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Sch%C3%BCtzenbruderschaften Erzbruderschaft] in [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrrig Leverkusen-Bürrig]. Der [[Pfarrer|Pastor]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] unterstrich in seiner Ansprache die religiöse und karitative Seite der Programmpunkte. Ein provisorischer Vorstand wurde gebildet, da die Vorstandsmitglieder der Bestätigung der Militärregierung bedürfen. Alle müssen den berühmten und berüchtigten Fragebogen ausfüllen. Gilgen Heinrich sen. 1. Brudermeister, Peter Köppinger, der derzeitige Schützenkönig, 2. Brudermeister, Franz Lenden 1. und Leo Klein 2. Schriftführer, Josef Malzburg 1. und Arnold Boes 2. Kassierer, Fähnrich Michael Blömacher. Der [[Pfarrer|Pastor]] muß zu den Vorstandssitzungen eingeladen werden. Am Kirmessonntag soll die Bruderschaft zum ersten Male wieder öffentlich in Erscheinung treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum [[Bürgermeister]] wurde für den [[Gerhard Justenhoven|Bäckermeister Jussenhoven (Stürzelberg)]] [[Wilhelm Fleischhauer|Wilhelm Fleischhauer jr.]], Schiffsbauingenieur von der [[Bootswerft]] am Rhein, gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Oktober 1946. [[Erntedankfest]] und [[Kirmes]] in Zons, Tanz in allen Sälen. Morgens aber feierliches Dankamt. [p. 137] Vor dem Hochamte wurden die Gaben feierlich gesegnet. Nachmittags fahre ich zum &amp;quot;[[Mülleposs|Mühlenpost]]&amp;quot; und muß feststellen, daß man die Christusfigur am Kreuze zerschlagen hatten [sic.]. Die Trümmer habe ich in den Sträuchern zusammengesucht. Ich kann nicht annehmen, daß ein Zonser das getan hat, conferre S. 183: 5.5.1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Oktober 1946 fanden die Wahlen zu den Kreistagen statt. 75 % wählten in Zons, und wieder kamen alle Kandidaten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.] durch. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunisten] erlitten wieder eine vernichtende Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 14. Oktober 1946 starb plötzlich im Krankenhause zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] der [[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Peter Breuer]], geboren 10.1.1889 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neukirchen_%28Rheinbach%29 Groß-Schlebach], der seit 1919 in Zons als [[Lehrer]] wirkte, conferre Totenzettel. Auch im öffentlichen Leben nahm er regen Anteil, war Vorsitzender, Rendant und Schriftführer in der Kriegsversehrten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge, Kriegsgütersorge, Kameradschaftliche Vereinigung, [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenverein]], Ziegenzuchtverein, als Rendant im [[Deichverband Zons-Stürzelberg|Deichverband]], der für Zons so große Bedeutung besitzt, etc. Am 18.10. haben wir ihn zu Grabe getragen unter [p. 138] außerordentlicher Beteiligung der Pfarrfamilie und vieler auswärtiger Gäste, die [[Schulwesen|Schule]] ging geschlossen mit. Am Grabe sprachen außer dem [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] der Schulrat, der [[Wilhelm Fleischhauer|Bürgermeister]], der evangelische Pfarrer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], der Vorsitzende der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Hubertusschützenbruderschaft]]. Die [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]] sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von [[Peter Breuer]]]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Die aber Erleuchtete waren, werden leuchten wie der Glanz des Firmamentes und die viele in der Gerechtigkeit unterwiesen, wie Sterne immer und ewig. (Daniel 12, 3.)&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des so plötzlich aus dem Leben abberufenen&lt;br /&gt;
::Herrn [[Peter Breuer]], [[Lehrer|Hauptlehrer]] in Zons.&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Neukirchen_%28Rheinbach%29 Groß-Schlebach] am 26. Oktober 1889 als Sohn der Eheleute Heinrich Breuer und Anna Schäfer und lebte seit dem 13. November 1919 mit [[Agnes Breuer|Agnes Ommeln]] in glücklicher Ehe, die Gott mit einem Kinde segnete. Was er den Seinen gewesen ist in Gattenliebe und Vatersorge, wissen diese nur selbst zu würdigen.&lt;br /&gt;
::Ausgestattet mit reichen Geistesgaben und durchdrungen von idealer Lebensauffassung, bereitete er sich im Seminar zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Ratingen Ratingen] auf den Lehrerberuf vor, erhielt seine erste Anstellung 1912 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Giesenkirchen Giesenkirchen], dann als Hauptlehrer in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neukirchen_%28Grevenbroich%29 Neukirchen]. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Weltkrieg 1914/18] nahm er teil und übernahm 1919 als [[Lehrer|Hauptlehrer]] in Zons seinen neuen Wirkungskreis. Dort war er über 25 Jahre tätig. Als ein Lehrer, der tief durchdrungen war von der hohen Aufgabe, die ihm als Bildner und Erzieher unsterblicher Kinderseelen oblag, widmete er sich der [[Schulwesen|Schule]]. Streng, gerecht und unermüdlich tätig, war er vor allem darauf bedacht, in Zeiten, da der Kirche Einfluß auf die Jugenderziehung beschränkt war, die Herzen der Kinder mit Liebe zu Gott und Christentugend zu erfüllen. Möge der gute Samen, den er in so viele jugendliche Herzen gelegt, reiche Frucht bringen und ihm den Lohn vom göttlichen Kinderfreund sichern im Himmel. Seine zahlreichen Schüler werden gewiß dankbaren Herzens nunmehr die Seele ihres verehrten und verdienten Lehrers Gott empfehlen, zu dem der Verewigte sie in christ-katholischem Unterricht hingeführt hat.&lt;br /&gt;
::An allen Bestrebungen des öffentlichen Lebens seiner Heimatgemeinde nahm er regen Anteil, war fünf Jahre Mitglied des [[Stadtrat|Gemeinderates]], führte bis zu seinem Tode die Rendantenstelle des [[Deichverband Zons-Stürzelberg|Deichverbandes Zons-Stürzelberg]] mit Umsicht und Tatkraft. Stets war er bereit, anderen Gutes zu tun und ihnen in der Not zu helfen.&lt;br /&gt;
::Unerwartet schnell ist er am 14. Oktober 1946 im Krankenhaus zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] nach einer Infektion einem Herzschlage erlegen. Möge Gott, der Lohner alles Guten, ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::An seinem Grabe trauern die Gattin, die Tochter, seine Schwester, sein Schwager, seine Schwägerin und die übrigen Anverwandten.&lt;br /&gt;
::Sie bitten um ein frommes Gebet für seine Seele, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 30. Oktober 1946 feiern die Eheleute [[Peter Oberzier]] und Elisabeth Schillings das Fest ihrer goldenen Hochzeit. 8 Kinder, davon leben noch 2 Söhne und 2 Töchter, alle verheiratet, 11 Enkelkinder. Der Jubilar, Mitglied der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]] und der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenbruderschaft]], langjähriger Verwalter des [[Heimatmuseum|Heimatmuseums]]. Die Jubilarin seit Gründung des [[Frauen- und Mütterverein|katholischen Frauen- und Müttervereins]] (1929) Mitglied des Vorstandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. Oktober 46 [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest]. Der Diözesanpräses der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kolpingwerk Kölner Kolpingfamilie] predigt morgens in den heiligen Messen über das Kolpingwerk. Nachmittags um 5 Uhr hält er im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Saale von Weiler]] die Festrede zur Wiederauferstehung der [[Kolpingfamilie]] in Zons. Von 1929–1936 war die [[Kolpingfamilie]] aktiv. 3 Senioren während der Zeit. Josef Blömacher, Matthias Marx und Leo Klein. Von 36–46 ruhte die Vereinsarbeit, da während des Hitlerregimes und der Kriegszeit kein Nachwuchs da war. Gefallen sind: Hubert Ohligschläger, Hubert Fleischhauer, Hubert Schönen und Wilhelm Groten, conferre Totenzettel. Gestorben waren Matthias Zaun und Wilhelm Lenden. Vermißt sind noch: Cornelius Steinbach, Philipp Wannhoff, Anton Köppinger und Johann Vogel. In Gefangenschaft sind noch: Albert Nüsing, Sebastian Olligs, Heinrich Nicolin. Albert Nüsing hatte noch [p. 140] in Erinnerung an die schönen Stunden im Gesellenverein aus englischer Gefangenschaft geschrieben, daß die [[Kolpingfamilie|Kolpingsöhne]] im Gefangenenlager regelmäßig zusammenkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum [[Lehrer|Schulleiter]] an Stelle des verstorbenen [[Lehrer|Hauptlehrers]] [[Peter Breuer]] wurde der [[Lehrer]] [[Mathieu Fausten|Matthias Fausten]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] ernannt. Eine dritte heilige Messe, eine besondere Kindermesse, wurde für die Schulkinder sonntags eingelegt. Die heilige Messe wird besonders kindertümlich gehalten und den Kindern eine besondere Predigt gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. November 1946 war die Gründungsversammlung der [[Kolpingfamilie|Kolpingsfamilie]]. 15 Jünglinge meldeten sich. Senior wurde Josef Weiler, sein Vertreter Willi Schnier, der vor 8 Tagen aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, Schriftführer [[Hans Wingerath]] und Kassierer Franz Josef Lenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 23.11.1946 haben wir unter großer Anteilnahme der Pfarrangehörigen unseren 2. Vorsitzenden des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] Gottfried Stelzmann zu Grabe getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 141] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Gottfried Stelzmann]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! St. Martin!&lt;br /&gt;
::Selig die Toten, die im Herrn sterben. Von nun an sollen sie ausruhen von ihren Mühen, aber ihre Werke folgen ihnen nach. Geh. Offenbarung 14, 13.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des in Gott ruhenden Herrn&lt;br /&gt;
::Gottfried Stelzmann&lt;br /&gt;
::Landwirt zu Zons&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am Rhein am 23. Januar 1883 als ältester Sohn der Eheleute Peter Stelzmann und Sibilla Roß und lebte seit dem 9. Mai 1922 in glücklicher, mit drei Kindern gesegneter Ehe mit Christine Dick aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinfeld Rheinfeld]. Mit treuem Fleiß und großer Liebe sorgte er unermüdlich für das Wohl seiner Familie. Durch seine Tüchtigkeit und Rechtschaffenheit erwarb er sich die Achtung und das Vertrauen seiner Mitbürger, die ihn in den Kirchenvorstand und in die [[Stadtrat|Gemeindevertretung]] beriefen. Zwanzig Jahre lang war er der 2. Vorsitzende des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] seiner Heimatgemeinde und in den letzten Jahren Ortsvertrauensmann der Ortsbauernschaft Zons. Seine christliche Gesinnung und die treue Erfüllung seiner religiösen Pflichten lassen uns hoffen, daß ihm der Herr ein gnädiger Richter sein wird.&lt;br /&gt;
::Nach kurzem, schweren Leiden starb er, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten, am 20. November 1946 zu Zons.&lt;br /&gt;
::An seinem Grabe trauern seine Gattin, ein Sohn, zwei Töchter, zwei Brüder, eine Schwester und die übrigen Anverwandten und bitten um ein frommes Gebet für den Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 8. Dezember 46 feierte der [[Marienverein]] sein 50jähriges Jubiläum, conferre Band I Seite 134. 12 Jubilarinnen konnten das goldene Jubiläum feiern: Fräulein Gertrud Sticker, Frau Marie Steinbach geborene Marx, Frau Maria Görgens geborene Leiting, Frau Cäcilia Bellen geborene Norff, Frau Catharina Hell geborene Fleischhauer, Frau Gertrud Vianden geborene Rosellen, Frau Helene Marx geborene Marx, Frau Cäcilia Köppinger geborene Düssel, Frau Margarethe [p. 142] Malzburg geborene Bechlenberg, Frau Gertrud Schmitz geborene Wimmer, Frau Catharina Reusrath geborene Bechlenberg, Frau Catharina Stein geborene Blömacher. Feierlich wurden in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]] 10 neue Mitglieder aufgenommen. Abends war unter großer Beteiligung der ganzen Pfarrfamilie eine Feierstunde im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Saale Schönen]] mit einem von den Mitgliedern gespielten Weihespiel &amp;quot;Die klugen und die törichten Jungfrauen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2 Gruppen der Jungens, die Gruppe &amp;quot;Krudor&amp;quot;, 14–15 Jahre, und die Gruppe &amp;quot;Seeadler&amp;quot;, 16–17 Jahre, kommen jede Woche zu einer Gruppenstunde zusammen. Im Sommer waren die Jungens einige Male in Altenberg zu Tagungen, und eine Fahrt wurde durch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Bergisches_Land Bergische] und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebengebirge Siebengebirge] gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am letzten Sonntage im November fand, wie alljährlich, die Gedächtnisstunde für unsere gefallenen Krieger statt, die einen tiefen Eindruck auf die zurückgekehrten Soldaten machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29. Dezember 1946. Unser Karitasausschuss, der bisher aus den Bezirksvorsteherinnen des [[Frauen- und Mütterverein]]s bestand, hat [p. 143] sich heute bedeutend erweitert. Die Pfarre wurde in 10 Bezirke aufgeteilt. Zu den Frauen kommen die Herren Lenden Michael, [[Matthias Weiler|Weiler Matthias]], Schreiner Andreas und Rodekirchen Josef, die [[Lehrer|Lehrerin]] [[Agnes Breuer|Frau Breuer]] und die Schwester Oberin des [[Vinzentinerinnen|Vinzenzhauses]]. Als erste Aktion werden Unterschriften zur baldigen Entlassung unserer Kriegsgefangenen gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1946&lt;br /&gt;
:Taufen 33 (30), 1. heilige Beichte 35 (17), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 34 (21), Firmung 141, Ehe 15 (4), Tod 19 (45), Kommunionen 20.500 (18.000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1947&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1947&lt;br /&gt;
:Der Caritasausschuß der Pfarre hat sich erweitert. Der [[Bürgermeister]] [[Wilhelm Fleischhauer|Fleischhauer]] und einige Stadtverordnete haben sich zur tatkräftigen Mitgliedschaft entschlossen, so hat die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratie sozialdemokratisch] aufgezogene Weihnachtsbescherung der Kinder doch ihre guten Früchte gezeitigt, denn  die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] will hier sämtliche kulturellen und karitativen Veranstaltungen in ihre [p. 144] Hand bekommen, und [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Karitas] ist noch immer überparteilich. Die vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Herrn Kardinal] angeregte Unterschriftensammlung für die Freilassung der Kriegsgefangenen ergab 1614 Unterschriften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Die 3. Papstspende für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Ostflüchtlinge] (es sind hier 230) gelangt zur Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19. Januar feiert die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Sebastianus- und Hubertusbruderschaft]] mit einem Hochamt und einem Ball!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die 3. Kältewelle ist Ende Januar gekommen. Zwar haben wir noch keine Temperaturen wie im Dezember mit -20 Grad, aber die Brennstofffrage ist akut. Offiziell gibt es pro Familie 1 Centner [https://de.wikipedia.org/wiki/Brikett Briketts] für den Monat. Dazu erhält jede Familie einen Baum. Die 100jährigen Lindenbäume des [[Friedhof]]es sind umgehauen worden, eine Schande! Da der Kirchhof&amp;lt;ref&amp;gt;Darüber &amp;quot;[[Friedhof]]&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber Gemeindeeigentum ist, konnte ich als [[Pfarrer]] nichts dagegen tun. Die [[Hannepützheide|Heide]], die so schön aufgeforstet war, ist ganz verwüstet. Die Leute gingen auf eigene Faust hin und holzten ab. Da wir eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.]-Verwaltung haben, meistens Leuten, die [p. 145] keine Fachkenntnis besitzen, so geht alles drunter und drüber. Die Selbstversorger haben in allem genug, und die anderen stehen Schlange vor den leeren Läden. Dazu ist fast jeden Sonntag Tanzvergnügen, in einer Woche haben wir 3 Karnevalistische Veranstaltungen vor ausverkauftem Hause. Für spätere Geschlechter wollte ich einmal ein Stimmungsbild der gegenwärtigen Zeit geben. Der Kirchenbesuch läßt bei der gegenwärtigen Kälte sehr zu wünschen übrig. Einmal war mir während der heiligen Messe das Wasser in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Messk%C3%A4nnchen Pollen] gefroren. Der Rhein ist zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Emmerich_am_Rhein Emmerich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Moers Mörs] auf 100 km und an der [https://de.wikipedia.org/wiki/Loreley Lorelei] zugefroren, selbst die Nordseeinseln [https://de.wikipedia.org/wiki/Amrum Amrum] und [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6hr Föhr] sind über das Eis per Auto vom Festland aus zu erreichen. Ende Februar, noch immer hält der Frost an, aus den Städten werden hunderte von Erfrierungen gemeldet. Kein Brand!! Schon 5 Wochen sind die [[Schulwesen|Schulen]] geschlossen, da kein Heizmaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. März. Nach 6-wöchentlichem Frost setzt Tauwetter ein, [p. 146] aber es dauert noch bis Mitte April, bis es warm wird. Die Landarbeiter sind um 4 Wochen im Rückstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Palmsonntag, von Samstag auf Sonntag die Bußfahrt der Männer des Dekanates nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. Um ½ 10 Uhr Abend ziehen wir in Zons aus. 70 Männer und Jungmänner, es wird gebetet und dann wieder schweigend gezogen. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_%28Dormagen%29 Horrem] schließen sich die Männer von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_%28Dormagen%29 Horrem] an, in [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven] die von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hackenbroich Hackenbroich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven]. Ca. 1000 Männer in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Abteikirche von Knechtsteden]. Um 12 Uhr Predigt und Mitternachtsmesse. Gegen 4 Uhr kommen die Männer wieder heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern Ostern] war wieder eine rege Beteiligung am Gottesdienst. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag Weißen Sonntag] gingen 27 Kinder zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion]. Die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] war wieder prächtig geschmückt. Die Bekleidung der Kommunion-Kinder verursachte viel Kopfzerbrechen, aber da alle mithalfen, ist es geglückt, sogar mit den Schuhen, was heute eine Katastrophe ist, keine Schuhe zu bekommen. Auf dem schwarzen Markt kosten [p. 147] sie 3–400 Mark. Überhaupt die Preise, für einen Doppelzentner Weizen werden 2000,- Mark bezahlt. 1 Pfund Butter kostet 200,- Mark, für 1 Ei werden 8,- Mark gegeben. Eine deutsche Cigarette kostet 3,- Mark, eine englische 5,- Mark, eine amerikanische 6,- Mark. Alles Schwarzmarktpreise. Bei einem Bauern in der Nachbarschaft hat man über 5 Centner Fett beschlagnahmt etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15. April. Die Eltern brachten ihre Schulneulinge alle zur Kindersegnung in die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]], von wo sie mit Kreuz und Fahnen zur [[Schulwesen|Schule]] geleitet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20. April. Wahl zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Landtag_Nordrhein-Westfalen Landtag von Nord-Rheinwestfalen], dem neuen Gebilde von Gnaden der [https://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte#Die_Vier_M.C3.A4chte Allierten] [sic.]. In Zons: [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands Christlich demokratische Union C.D.U.] 318, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum]: 21, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD] 283, [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisch-Westf%C3%A4lische_Volkspartei#Geschichte R.V.P.]: 4, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands Kommunistische Partei Deutschlands K.P.D.] 184. Wahlbeteiligung nur 71 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23. April. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Nazaret Schutzfeste des heiligen Josefs] veranstaltete die [[Kolpingfamilie]] ihren ersten Familienabend, [p. 148] der harmonisch und schön verlief. Altkolping war stark vertreten und half tüchtig mit bei der Gestaltung des Programms. Am Sonntag darauf war das Hochamt für die Lebenden und Verstorbenen der Zonser [[Kolpingfamilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:28. April [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für den einzigen Sohn des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandsmitgliedes]] Josef Richrath, conferre Totenzettel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:41. [Es folgt der Totenzettel von Hans Richrath]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ehre seinem Andenken&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Sei getreu bis in den Tod und ich will dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; Offenbarung 2, 10.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::Hans Richrath&lt;br /&gt;
::Soldat in einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerdivision Panzer-Division]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 5. Oktober 1925 als Sohn der Eheleute Josef Richrath und Berta Longerich, die am 30. Juli 1938 ihrem Sohne in die Ewigkeit vorausging.&lt;br /&gt;
::Nach Beendigung seiner Schulzeit besuchte er die Handelsschule in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], wurde Banklehrling und im April 1943 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Arbeitsdienst] eingezogen. Seine militärische Ausbildung erhielt er in [https://de.wikipedia.org/wiki/Unna Unna in Westfalen] und in Nordfrankreich. Im April 1944 wurde er in Rußland eingesetzt, kam im Juni wieder nach Frankreich, nahm an den schweren [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Abwehrkämpfen in der Normandie] teil und wurde am 10. Juli 1944 als vermißt gemeldet. Nach fast drei Jahren erhält die Familie die Nachricht, daß er am 12. Juli 1944 in Nordfrankreich gestorben ist, höchstwahrscheinlich an den Folgen einer schweren Verwundung.&lt;br /&gt;
::In der Blüte seiner Jugend ist er dahingegangen, er, der die Hoffnung und der Stolz seiner Eltern gewesen; doch sie trösten sich in dem Gedanken, daß er, wie er als Christ seinem Gotte in den Tagen der Jugend gedient und als Soldat sein junges Leben für das bedrängte Vaterland hingegeben, den ewigen Siegespreis des Himmels erlangt habe.&lt;br /&gt;
::Seine Eltern, die einzige Schwester, der Großvater und die übrigen Verwandten bitten um ein Gebet für den so früh Dahingeschiedenen, auf daß er ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 149] Am Vorabende des 1. Mai fand wie alljährlich die Blumenprozession zum Maialtar statt. Auch in diesem Jahre konnte der Altar prächtig geschmückt werden. Am 1. Mai hatten die Zonser die Veranstaltung in die Hand genommen, sie verlief unpolitisch und harmonisch. Der Überschuß in Höhe von 246,90 wurde mir zu karitativen Zwecken übergeben, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands K.P.D.] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] hatten besondere Veranstaltungen, die sehr schwach besucht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Pfarrkaritasausschuß, 17 Mitglieder, verteilte das Ergebnis der letzten Sammlungen, 1300,- Mark an bedürftige Kriegerwitwen und ihre Kinder. Die Papstspende: Fett, Kakao etc. war an die Kriegsversehrten gegangen. Die Caritas-Straßensammlung hatte 1344,- Mark und Caritas-Kirchensammlung 306,- Mark ergeben. Die Hälfte jeder Sammlung ging nach [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wegen der unsicheren Zeiten, allenthalben hört man von Einbrüchen in die Kirchen (in [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg] wurden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Hostie Hostien] geschändet) ist dem [[Wundermadonna|Muttergottesbild]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] der Schmuck genommen worden und im Tresor des [[Pfarrhaus]]es in Sicherheit gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 150] An der Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Altenberg Altenberg] beteiligten sich heute (18. Mai 47) 40 Mädchen unter Führung der hiesigen [[Lehrer|Lehrerin]] Fräulein [[Hildegund Tasch|Hildegundis Tasch]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], die Dekanatsjugendführerin ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das [sic.] diesjährige Bekenntnistag am [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitsfeste], 1. Juni 1947, wurde für unser Dekanat in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] gefeiert. Er stand unter dem Motto &amp;quot;Ihr sollt mir Zeugen sein&amp;quot;, conferre Anlage zu Chronik. 1000 Jugendliche von 14–24 waren erschienen. Aus unserer Pfarrei waren 80–90 Jugendliche auf 4 Wagen hingefahren. Die Fahrräder haben keine Bereifung mehr, und die Schuhsohlen sind zu kostbar. Der Dekanatspräses für die männliche Jugend, Herr Kaplan Reiners aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosellen_%28Neuss%29 Rosellen], hielt die Festpredigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam], 5.5.47, ein schöner Sommertag, war die Prozession recht stattlich, besonders die Männer und Jungmänner waren in großer Zahl vertreten. Den [https://de.wikipedia.org/wiki/Baldachin Baldachin] trugen die Gesellen. Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]] begleiteten noch immer nicht das [https://de.wikipedia.org/wiki/Monstranz Sanctissimum].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 151] 42. 3. Juli [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Willi Cremer&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Willi Cremer]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ehre seinem Gedenken&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr habt jetzt zwar Trauer, aber ich werde euch wiedersehen und Euer Herz wird sich freuen und diese Freude wird niemand von euch nehmen.&amp;quot; Johannes 16, 22.&lt;br /&gt;
::Nach zweijährigem, sorgenvollen Warten erreichte uns die Nachricht vom Tode des im Kampfe für das Vaterland gefallenen Soldaten&lt;br /&gt;
::Willi Cremer&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 20. August 1900 als Sohn der Eheleute Gerhard Cremer und Margarete Weyer. Am 5. November 1927 vermählte er sich mit Magdalena Oberzier aus Zons. Zu Beginn des Krieges 1939 sofort zu den Waffen gerufen, wurde er in Frankreich eingesetzt und 1940 wieder in die Heimat entlassen. Im Januar 1945 wiederum eingezogen, ist er bei den schweren [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Westfront_1944/1945 Abwehrkämpfen im Westen], in Yissel bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wesel Wesel] am 24. März 1945 gefallen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Ehrenfriedhof in [https://de.wikipedia.org/wiki/Wesel Diersford].&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene vereinigte ein offenes Wesen mit einem frischen Temperamente voll Lebenslust und Tatendrang. Im Vertrauen auf den Herrgott ist er hinübergegangen. Möge Gott ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::An seinem Grabe trauern die Gattin, die Tochter, zwei Brüder, fünf Schwestern und die übrigen Anverwandten, welche seine Seele empfehlen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Juli 47. Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft vom heiligen Sebastianus und Hubertus]] feiert ihr erstes Schützenfest nach dem Kriege. Die Schützen mit Fahnen waren im Hochamt. Geschossen wurde mit der Armbrust. Schützenkönig wurde Michael Blömacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 152] Die Herbstferien dauern vom 24.7.–20.8., während derselben sind durch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritas] 8 Ferienkinder aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusen Leverkusen] bezw. [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] bei Bauern untergebracht. Die Meßdiener machen eine 2tägige Fahrt in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Eifel Eifel]. Es sind wieder zwei Pfarrkinder aus russischer Gefangenschaft heimgekehrt, verhungert und zerlumpt. Josef Bebber-Steinbach und Leo Eichelmann-Steinbach aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Ural Ural].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17. August 47. Die [[Kolpingfamilie|Kolpingsfamilie]] macht eine Familienfahrt ins [https://de.wikipedia.org/wiki/Itter_%28Rhein%29 Ittertal].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im [[Rochushäuschen]] auf der [[Hannepützheide|Heide]] (conferre I, Seite 79) ist durch Bubenhand die Figur des Heiligen zerstört worden. Die Künstlerin Anneliese Funke aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf], Kaiserslauternerstr. 34, hat eine neue Plakette geschaffen, die heute in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] geweiht wurde (Preis 500,- Mark). Sie hat ihre Aufstellung in der [[Hannepützheide|Heide]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora Diaspora] wurden von der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] abgegeben 1 Kelch, 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Messbuch Missale], 1 Totenmissale, 1 Alba, 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Rochett Rochett], 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Kollar Priesterkragen], 2 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stola_%28liturgische_Kleidung%29 Stola], 3 Kelchgarnituren, 1 Pultdecke, 1 Versehkanne, 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Perikope_%28Liturgie%29 Perikopenbuch].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 153] 28. August 47 feierten Adam Kluth und Eva Neuen, [[Wiesenstraße]], unter großer Beteiligung der ganzen Pfarrfamilie ihr goldenes Ehejubiläum. Ihr Pflegesohn Leo Eichelmann war 14 Tage vorher aus der russischen Kriegsgefangenschaft (Rüstungsbetrieb im [https://de.wikipedia.org/wiki/Ural Ural]) zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10.9.47. Seit 10 Jahren wieder die Generalversammlung der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen und Mütter]]. Die Gemeinschaft zählt noch 165 Mitglieder. Vorstandswahl und Kassenbericht. Die Kinder des [[Kindergarten|Kindergartens]], Leiterin die [[Vinzentinerinnen|Vinzenzschwester]] Misaela, die Frohscharen, Leiterin Fräulein [[Hildegund Tasch|Hildegard Tasch]], [[Lehrer]]in, und der [[Marienverein]], Leiterin Oberin Sophie, brachten Tänze, Lieder und Theaterstückchen. 8 Tage darauf machen die Mütter eine Bootsfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 7.9.47 Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer], 100 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12.9.47. [https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung Ewiges Gebet]. Die Nachtstunden wurden wieder gehalten, durchschnittlich von 25–30 besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:21.9.47. Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], 140 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 154] An der [[Schulwesen|Volksschule]] in Zons sind wieder 5 [[Lehrer|Lehrkräfte]] angestellt:&lt;br /&gt;
:1) [[Mathieu Fausten|Fausten]], der jetzt schon 1 Jahr lang die Stelle des verstorbenen [[Lehrer|Hauptlehrers]] [[Peter Breuer|Breuer]] vertritt und jeden Tag aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Delrath Delrath] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] nach Zons kommt.&lt;br /&gt;
:2) Frau [[Agnes Breuer]], die Frau des ersten Hauptlehrers, die seit Kriegsbeginn die Lehrtätigkeit wieder aufgenommen hat.&lt;br /&gt;
:3) Fräulein [[Hildegund Tasch|Hildegundis Tasch]], geboren 20.4.1924 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], hier angestellt seit&amp;lt;ref&amp;gt;Das Datum fehlt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:4) [[Wilhelm van der Zander]], geboren 28.1.1919 in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach Mönchengladbach], seit 1.9.1947.&lt;br /&gt;
:5) [[Klaus Scrzyba|Nikolaus Sczyrba]], geboren 1.7.1918 in [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rlitz Görlitz], angestellt seit 1.10.1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 12.10.1947 was das Dekanatsfest der weiblichen Jugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen]. Die Zonser Mädchen führten das Mysteriumsspiel auf: Unser lieben Frau Brautwerbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am gleichen Sonntage feierten wir in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] in althergebrachten Weise das [[Erntedankfest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 155] Am 2. November (Sonntag) wurde das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Fest des heiligen Hubertus] in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochamt levitierten Hochamt] gefeiert. Eine Abordnung des [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Sebastianus- und Hubertusschützenbruderschaft]] hatte mit Fahne im Chore Aufstellung genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11. November zog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Martinstag#Sankt-Martins-Umzug Martinszug], wie alljährlich, mit Musik durch Zons, an der Spitze der [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heilige Martinus] zu Pferde mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Pluviale Chormantel] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Mitra Mitra]. Allen 550 Kindern von Zons wurde ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Stutenkerl Weckmann] geschenkt. Kirchlich feierten wir das Patrozinium in einem feierlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochamt levitierten Hochamte].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 23. November wurde die Ausleihe der Borromäusbibliothek wieder eröffnet mit einem Bestand von 250 Büchern. Herr [[Lehrer]] [[Klaus Scrzyba|Sczyrba]] hat mit seiner Frau die Leitung übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vom 27. November bis zum 15. Dezember halten die [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanische_Orden Franziskanerpatres] Epiphanius Marx und Laurentius Seibertz die [https://de.wikipedia.org/wiki/Volksmission Volksmission] in Zons. Zur Vorbereitung wurden vom [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] sämtliche 463 Familien der Pfarre besucht. Eine Übersicht [p. 156] über den Stand der Pfarrei:&lt;br /&gt;
:400 Männer, 136 Jungmänner, 534 Frauen, 181 Jungfrauen, 266 Schulkinder und 200 Kleinkinder, zusammen 1717 Katholiken, dazu 205 Andersgläubige, macht 1922 Einwohnerzahl von Zons. Zahl der rein katholischen Ehen 429, Zahl der gemischten Ehen 34, von diesen sind 11 coram ministro acatholico geschlossen, 4 bloß bürgerlich geschlossen Ehen Nichtgeschiedener und 2 Ehen Geschiedener. Ca. 500 Frauen und Jungfrauen besuchten die Predigten, ca. 300 Männer und Jünglinge. Die Schulkinder machten 100 % mit. 6 sind noch aus der Kirche ausgetreten.&lt;br /&gt;
:Zu Anfang der Mission wurden von den Seitenaltären 2 Teppiche und aus dem Beichtstuhl eine Decke gestohlen. Die Aufregung bei den Leuten ist groß. Der Dieb konnte nicht festgestellt werden. Der Erfolg: 60 % der Leute haben mitgemacht, 50 % die heilige Kommunion empfangen. Am letzten Beichtsamstag für die Jünglinge und Männer veranstaltete die Hubertuskompanie der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenbruderschaft]] einen gemütlichen Abend, wodurch viele von der Beichte abgehalten wurden, daraufhin legte der [[Johannes Klüwer|Pastor]] den Vorsitz der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 18. Dezember 1947 fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] statt für Johann Strauch, conferre Totenzettel.&lt;br /&gt;
:43. [Es folgt der Totenzettel von Johann Strauch]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Glückselig die Toten, die im Herrn sterben.&amp;quot; Geh. Offenbarung&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des für das Vaterland verstorbenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Obergefreiter#Fr.C3.BChere_deutsche_Streitkr.C3.A4fte Obergefreiten]&lt;br /&gt;
::Johann Strauch&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene war geboren zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Nievenheim Nievenheim] am 15. Juli 1908 als Sohn der Eheleute Josef Strauch und Sybilla Brand und lebte seit dem 25. April 1936 in glücklicher Ehe mit Helene Noak aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Uckendorf Uckendorf (Siegkreis)].&lt;br /&gt;
::Am 26. August 1939 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Heeresdienst] eingezogen, wurde er zuerst im Westen eingesetzt, zog dann mit den ersten Truppen nach Rußland, nahm dort an den schweren Kämpfen teil, wurde verwundet und kam nach seiner Wiedergenesung wiederum in den Osten. Zum zweiten Male verwundet, geriet er am 10. Mai 1945 in russische Kriegsgefangenschaft, in der er Ende Dezember 1945 in Brekescheftks ([https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirien Sibirien], an der Grenze der [https://de.wikipedia.org/wiki/Mongolei Mongolei]) an Erschöpfung gestorben ist. Ein geliebtes, wertvolles Menschenleben hat der Tod in der Blüte der Jahre geknickt. Seiner Frau und seinem einzigen Töchterchen war er ein liebevoller Gatte und Vater. Treu dem Glauben seiner Väter ist er hinübergegangen in ein besseres Jenseits.&lt;br /&gt;
::Gattin und Kind, die Mutter, zwei Brüder, eine Schwester, die Schwiegereltern, fünf Schwäger, neun Schwägerinnen und die übrigen Anverwandten trauern um den lieben Verstorbenen und bitten um ein frommes Gebet für seine Seele, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 158] Am Weihnachtsvortage holten noch über 200 die Missionsbeichte nach, sodaß am Weihnachtstage selbst über 900 Kommunionen ausgeteilt wurden, sodaß sich das Schlußergebnis der heiligen Mission wesentlich besser gestaltete. 70 % der Pfarrkinder empfingen die Gnaden der heiligen Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1947:&lt;br /&gt;
:Taufe 25 (33), auswärts 10 (8)&lt;br /&gt;
:1. heilige Beichte 38 (25), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 27 (34)&lt;br /&gt;
:Ehe 11 (13), Tod 20 (19), Kommunionen 22.500 (20.500)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1948&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Hochwasser]], Stand höher als [[1926. Der 1929/30 errichtete [[Hochwasserschutz|Damm]] hielt das Wasser von Zons ab. Die Häuser am Rhein standen alle unter Wasser, das Wasser ging bis zum [[Antoniushäuschen]] und dem Damm, der nach [[Stürzelberg]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wegen der schlechten Lebensmittelversorgung finden überall Proteststreiks statt. Ob nun 1948 endlich der so sehr ersehnte Aufstieg beginnt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 159] Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]] haben sich entschuldigt (conferre S. 157) und gebeten, die Bruderschaft nicht eingehen zu lassen. In diesem Jahre feiert die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Sebastianus-Hubertusschützenbruderschaft]] ihr 500- bezw. 50jähriges Jubiläum ihres Bestehens. 18.1. (Sebastianustag) fand ein feierliches Hochamt statt und eine Versammlung ohne Mitglieder, in der ein Vorstandsmitglied der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Sch%C3%BCtzenbruderschaften Erzbruderschaft], Jäger, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutz_%28K%C3%B6ln%29 Köln-Deutz], über Ziele und Aufgaben der Bruderschaft sprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachtrag 47. Am 2. Weihnachtstag und dem folgenden Sonntag fand wieder eine Pfarrweihnacht im [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Saale Schmitz]], [[Rheinstraße]], statt. Das Krippenspiel hatte ein Zonser Jungmann, Willi Pohl, [[Lindenstraße]] (Bäcker) geschrieben. Die Abende waren gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Pater Stephan, [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskaner_%28OFM%29 O.F.M.] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf], hielt die Fastenpredigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8.–14.3.48 [https://de.wikipedia.org/wiki/Exerzitien Schulentlassungexerzitien]. 14.3. Kirchliche Entlassungsfeier. Am 20.3. weltliche Schulentlassung im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Saale Schönen]], zugleich eine Feier der ganzen [[Schulwesen|Schule]] mit den Eltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Ostersonntag Ostersonntag], 28.3., große Beteiligung bei der heiligen Kommunion. Nachwirkung der heiligen Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 160] 44 [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hubert Burbach]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ach, es ist ja kaum zu fassen,&lt;br /&gt;
::Daß Du nicht mehr kehrst zurück,&lt;br /&gt;
::So jung mußtest Du Dein Leben lassen,&lt;br /&gt;
::Du, unsere Hoffnung, unser Glück!&lt;br /&gt;
::Ein jeder, der Dich gekannt&lt;br /&gt;
::Und auch Dein gutes Herz,&lt;br /&gt;
::Der drückt uns nur noch stumm die Hand&lt;br /&gt;
::in diesem tiefen Schmerz.&lt;br /&gt;
::Du gutes Herz, ruh still in Frieden,&lt;br /&gt;
::Ewig beweint von Deinen Lieben.&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. 2. Timotheus 4, 7.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des in Gott verschiedenen Herrn&lt;br /&gt;
::Hubert Burbach&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Richter Amtsgerichtsrat]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 22. Januar 1906 in Zons als Sohn, der Eheleute Johann Baptist Burbach und Christine Monius. Nach Ablegung der Reifeprüfung und nach bestandenem Staatsexamen war der mit reichen Geistesgaben Ausgestattete als [https://de.wikipedia.org/wiki/Referendariat Referendar] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Assessor Assessor] vorwiegend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] und [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] tätig und wurde zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Richter Amtsgerichtsrat] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich Lobberich] ernannt.&lt;br /&gt;
::1941 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrdienst] eingezogen, wurde er in Finnland eingesetzt, kam an die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Ostfront], in [https://de.wikipedia.org/wiki/Grudzi%C4%85dz Graudenz] in Kriegsgefangenschaft und starb in Styj in [https://de.wikipedia.org/wiki/Galizien Galizien] an Unterernährung am 23. Juli 1947. Ein tiefer, lebendiger Glaube, den er aus dem katholischen Elternhause als kostbares Erbgut mitbrachte, war der Leitstern seines ganzen Lebens. Mit einem schlichten, einfachen Wesen verband er eine vornehme Gesinnung und vorbildliche Pflichterfüllung.&lt;br /&gt;
::Seine tieftrauernde Mutter verliert in ihm ihren einzigen Sohn, die beiden Schwestern einen liebevoll sorgenden Bruder. Sie, die beiden Schwäger, drei Neffen, eine Nichte und die übrigen Anverwandten bitten um ein frommes Gebet für den teuren Verstorbenen, auf daß er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4.4.48&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag weißen Sonntag] gehen 52 Kinder zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion ersten heiligen Kommunion]. Alle hatten neue Kleider, Schuhe, Gebettücher und Kerzen erhalten. Für die Kerzen mußten 5 Centner Heu gegeben werden etc. Die Zeit der Kompensationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 161] [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Adolf Vosen]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr habt jetzt zwar Trauer, aber ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird niemand von euch nehmen.“ Johannes 16.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des in Kriegsgefangenschaft verstorbenen Soldaten&lt;br /&gt;
::Adolf Vosen&lt;br /&gt;
::Der Dahingeschiedene war geboren am 27. Januar 1907 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Delhoven Delhoven] als Sohn der Eheleute Wilhelm Vosen und Elisabeth Marto und heiratete am 8. Juni 1929 Margarete Lenden aus Zons zu einer glücklichen Ehe.&lt;br /&gt;
::Am 8. September 1944 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrdienst] eingezogen, wurde er nach kurzer Ausbildung im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurland Kurland] eingesetzt, geriet in russische Kriegsgefangenschaft und starb am 20. März 1946 nach harten Entbehrungen in Solnitschnogorsk bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Moskau Moskau] an Unterernährung. Möge Gott der Herr seiner Seele ein gnädiger Richter gewesen sein.&lt;br /&gt;
::Seine Gattin, die erst nach zwei Jahren die traurige Nachricht erhält, die Schwiegermutter, ein Bruder, drei Schwäger, drei Schwägerinnen, ein Neffe und die übrigen Anverwandten empfehlen seine Seele dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
::Ehre seinem Andenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Männerwallfahrt in der Nacht auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag], 12 Uhr nachts heilige Messe in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], wies in diesem Jahre eine geringere Beteiligung auf als im letzten Jahre. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Palmsonntag Palmsonntag], 21.3., führte die Kolpingspielschar von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß] im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Saale Weiler]] &amp;quot;Der Wächter von Minoriten&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_H%C3%BCnermann Hünermann] auf. Ein Erfolg für unsere [[Kolpingfamilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 162]Am 17.4.1948 feierte das Ehepaar Caspar Klein aus Zons und Elisabeth Jansen aus [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCsterseel Süsterseel] im Beisein von 2 Söhnen, 2 Töchtern, 2 Schwiegertöchtern, 2 Schwiegersöhnen und 8 Enkelkindern in der [[Zehntgasse]] ihre goldene Hochzeit. Die Nachbarschaft hatte die Straße festlich geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 25.4.48, einem Sonntage, zog die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bittprozession#Prozessionen_an_den_Bitttagen Markusprozession] in der Frühe, wie immer. Teilnahme von ca. 200 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 26.4.48 feierte das Ehepaar Andreas Pesch und Luise Breuer, [[Lindenstraße]], seine goldene Hochzeit. 1 Sohn, 1 Tochter, 1 Schwiegersohn, 1 Schwiegertochter und 6 Enkelkinder nahmen an der Feier teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Blumenprozession, die wie alljährlich am Vorabende des 1. Mai zur [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] zog, brachte wieder einen reichen Blumenschmuck für den Maienaltar. Die Jugend hatte dieses Mal keinen Maibaum gesetzt und keinen Maikönig gewählt, da ihr im letzten Jahre von der Behörde zu viele Schwierigkeiten gemacht worden waren [p. 163] (Versuch, die Feier zu einer politischen Demonstration zu mißbrauchen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da der Mai recht kühl und naß, so waren die Bittprozessionen an Teilnehmerzahl recht klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:23.5.48. [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitstag] schloß die österliche Zeit, in diesem Jahre über 1.000 Osterkommunionen, noch eine Folge der Mission. Der Bekenntnistag in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] verlief glanzvoll. 1.000 Jugendliche waren dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27.5.48. Das diesjährige [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamsfest] war vom Wetter begünstigt. Zum 1. Male nach 10 Jahren spielte wieder eine Musikkapelle, die Musiker mußten beköstigt werden. Über 200 Männer nahmen an der Prozession teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [[Lehrer|Lehrerschaft]] beteiligt sich an der Jugendarbeit. Wir haben jetzt Jungschar und Frohschargruppen, die Jungens und Mädels sind in Gruppen getrennt 10–12 Jahre, 14–16 Jahre, 16–18 Jahre und dann die älteren Gruppen von 18–24 Jahren. Die Frauenjugend und die [[Kolpingfamilie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 164] 64&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Josef Libertus]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ihr habt jetzt zwar Trauer, aber ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird niemand von euch nehmen.&amp;quot; Johannes 16, 22.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des in Gott ruhenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Grenadier#Deutschland Grenadiers]&lt;br /&gt;
::Josef Libertus&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 10. Mai 1903 als Sohn der Eheleute Heinrich Libertus und Katharina Annas. Im September 1929 heiratete er Katharina Schaaf aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Worringen Köln-Worringen] zu einer sehr glücklichen Ehe.&lt;br /&gt;
::1943 wurde er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrdienst] einberufen, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Osten] eingesetzt, geriet 1945 zu Ende des Krieges in russische Gefangenschaft und starb am 9. Januar 1946 in einem Waldlager in [https://de.wikipedia.org/wiki/Karelien Karelien]. Seine Frau war ihm schon am 24. November 1945 in der Heimat im Tode vorangegangen.&lt;br /&gt;
::Die trauernden Hinterbliebenen, die Schwiegereltern, vier Brüder, drei Schwestern, fünf Schwägerinnen, zwei Schwäger und die übrigen Verwandten finden Trost in der frohen Zuversicht, daß der Dahingeschiedene bei Gott einen gnädigen Richter gefunden hat und nun ausruht von allen Mühen im Lande des Friedens, wo sie einst hoffen, ihn wiederzufinden. Sie empfehlen seine Seele dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe im ewigen Frieden!&lt;br /&gt;
:Am 16.4.48 fanden die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für den Verstorbenen Josef Libertus statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Währeform.jpg|300px|thumb|right|Metzgerei Cremer in Zons unmittelbar nach der Währungsreform.]]&lt;br /&gt;
:Am 20.6.48 war der Stichtag für die [https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_%28Westdeutschland%29 Währungsreform]. Jedem, ob Säugling oder Greis, wurden für 60,- Reichsmark 40,- Deutsche Mark ausgegeben von den deutschen Behörden, gestützt durch die Besatzungs- [p. 165] mächte, ausgezahlt, der Rest von 20,- Mark soll in 4 Wochen gezahlt werden. Ein Aufatmen geht durch das Volk, für ehrliche Arbeit soll es wieder ehrliches Geld geben. Die Schwarzhändler und Schieber trauern. Auf einmal sind die Läden wieder mit Sachen gefüllt, die vorher alle verschwunden waren. Alle ehrlichen und arbeitssamen Menschen haben wieder Hoffnung auf Besserung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 24.6.48 sind es 20 Jahre her, daß der [[Pfarrer|Pastor]] [[Johannes Klüwer]] als [[Pfarrer]] eingeführt wurde. Am Vorabend hatten sich alle Jugendgruppen im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Volksgarten&amp;quot;|Saale Hahn]] zur Namenstagsfeier ihres [[Pfarrer|Pastors]] eingefunden. In Liedern, Gedichten und Sprechchören wurde Kirche und Priestertum verherrlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldHSeb.jpg|300px|thumb|right|Goldhochzeit des Ehepaars Anton und Elisabeth Seburschenich am 10. Juli 1948.]]&lt;br /&gt;
:Am 10.7.1948 feierte das Ehepaar Anton Seburschenich und Elisabeth Zeitzheim unter Beteiligung der ganzen Pfarrfamilie sein goldenes Ehejubiläum. Seburschenich stand vor 2 Jahren als 75jähriger (der Dachdeckermeister, der die [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] betreut hat) [p. 166] auf dem Knauf der Kirchturmspitze neben dem Hahn und besserte die Schäden aus, die durch den Aribeschuß verursacht waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.7.48 war nachmittags 3 Uhr unter Anteilnahme der ganzen Pfarre die Wimpelweihe der Jungschargruppen. St. Martin, geführt vom [[Küster]] [[Josef Harperscheid]], die 12–14-Jährigen und St. Aloysius geführt vom [[Lehrer]] [[Klaus Scrzyba|Klaus Sczyrba]], die 10–12-Jährigen.&lt;br /&gt;
:Beifolgend das Programm.&lt;br /&gt;
:1. Jungschar&lt;br /&gt;
:2. Ansprache des Pastors&lt;br /&gt;
:3. Gedicht&lt;br /&gt;
:4. Weihe&lt;br /&gt;
:5. Weihespruch&lt;br /&gt;
:6. Frohschargruppen singen&lt;br /&gt;
:7. 2 Ansprachen&lt;br /&gt;
:8. Martinslied&lt;br /&gt;
:9. Sprecher&lt;br /&gt;
:10. Aloysiuslied Numero 185&lt;br /&gt;
:11. Sprechchor.&lt;br /&gt;
:12. Christkönigslied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 167] 17.7.48. Heute Nachmittag wurde, unter großer Beteiligung der Jugend mit ihren Bannern, der Kolpingfamilien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], der Altsenior Josef Blömacher zu Grabe getragen. Da er so eifrig in der katholischen Jugend mitgearbeitet hatte, hielt ihm der [[Johannes Klüwer|Pastor]] am Grabe einen Nachruf. conferre Totenzettel.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Josef Blömacher]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Die Tage eines guten Lebens haben ihre Zahl; aber ein guter Name bleibet in Ewigkeit.&amp;quot; Jesus Sirach 41, 16.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des so plötzlich aus dem Leben gerufenen&lt;br /&gt;
::Josef Blömacher&lt;br /&gt;
::Altensenior der Zonser [[Kolpingfamilie]]&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 12. Mai 1901 als Sohn der Eheleute Hubert Blömacher und Maria Freckmann. Am 21. September 1931 schloß er in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kamp-Bornhofen Bornhofen am Rhein] vor dem Gnadenaltare der lieben Gottesmutter seinen Lebensbund mit Margarete Schermuly aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesbaden-Biebrich Wiesbaden-Biebrich]. Gott schenkte ihnen in der Ehe einen Sohn. Auf dem Heimwege von der Arbeitsstätte traf ihn in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] am 14. Juli 1948 ein Verkehrsunfall, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
::In dem Verstorbenen ist ein aufrechter katholischer Mann von uns gegangen, welcher in der katholischen Jugendbewegung eifrig und erfolgreich tätig war. Pflichtgetreu war er in seinem Leben, das Gott, dem Herrn, seiner Familie und der Jugend gewidmet war. Streng gegen sich selbst und voll Liebe und Nachsicht gegen seine Mitmenschen, war er den Seinen Muster und Vorbild. Die Arbeit war ihm stets lieb und willkommen, wo er sie auch traf. Seine wahre Christusliebe zeigte er in der Jugendarbeit. Von Natur froh, hatte er liebevolles Verständnis für die Freuden und Leiden der Jugend. Er war der erste Senior der Zonser [[Kolpingfamilie|Kolpingsfamilie]] und wurde nach dem Kriege der erste Senior von Altkolping.&lt;br /&gt;
::Josef Blömacher ist heimgegangen zum Vater. Wir alle, seine Gattin, sein Sohn, die Mutter und die Schwiegermutter, seine Brüder, seine Schwester und die übrigen Anverwandten, sein [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] und die katholische Jugend von Zons senden ihm einen dankbaren Gebetsgruß in die Ewigkeit nach.&lt;br /&gt;
::Gott gebe seiner Seele die ewige Ruhe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 168] Am 10. Juli 1948 feierte das Ehepaar Dachdeckermeister Anton Seburschenich und Elisabeth Zeitsheim ihre goldene Hochzeit. Die ganze Pfarre nahm regen Anteil. Abends Festversammlung im [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Saale der Stadt Zons]]. Vor 2 Jahren stand Seburschenich an seinem 75. Geburtstag auf dem Knauf des [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirchturmes]] neben dem Hahn, um das Dach, das durch Aribeschuß gelitten hat, zu reparieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Inhaltlich eine Wiederholung des Eintrags weiter oben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 1. August 1948 feierte die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Sebastianus- und Hubertusbruderschaft]] ihr 500jähriges (conferre I, S. 25) beziehungsweise 50jähriges (conferre I, S. 121) Stiftungsfest. In einem feierlichen Hochamt mit den 200 Jahre alten [https://de.wikipedia.org/wiki/Parament Paramenten], zelebriert vom [[Johannes Klüwer|Pfarrer]], dem derzeitigen Präses der Bruderschaft, unter Assistenz vom Herrn Diözesanpräses geistlicher Rat Pfarrer Dr. Louis aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusen Leverkusen] und dem Bezirkspräses Pfarrer Josef Zander aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nettesheim Nettesheim] wurde der Tag eingeleitet. Die [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]] sang die Messe von Stein. Der Herr Generalpräses hielt die Festpredigt über die Ziele und Aufgaben der Bruderschaft und ihre Bedeutung für heute. [p. 169] Nachmittags zum Festzuge und der Parade erschien noch der Präses der Andreasbruderschaft von [https://de.wikipedia.org/wiki/Norf Norff], Pfarrer Peter Höffelsend. Gekommen waren die Bruderschaften von [https://de.wikipedia.org/wiki/Solingen Solingen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath], [https://de.wikipedia.org/wiki/Norf Norff], [[Stürzelberg]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbach Urdenbach], [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim], [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden] mit ihren Fahnen und zum Teil Musikkapellen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] hatte ihren [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahnenschwingen Fahnenschwenker] mitgebracht. Am Montag war Morgens das Hochamt für die Verstorbenen und Gefallenen, anschließend der Gang zur [[Kriegergedächtniskapelle|Friedhofskapelle]], die vor 25 Jahren von der Bruderschaft erbaut war zu Ehren der [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|Gefallenen des 1. Weltkriegs]]. Der neue König wurde wie vor 500 Jahren mit der Armbrust ausgeschossen. Der glückliche Schütze war Johann Schönen von der [[Bahnstraße]], der abends beim Krönungsball geehrt wurde. Sonntag nach dem Hochamte war ein Festakt auf dem Schulhofe. Der Generalpräses überbrachte die Wünsche des [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Hohen Protektors Seiner Eminenz Kardinal Dr. Frings] und des 1. Vorsitzenden [p. 170] Seiner Durchlaucht des Fürsten Franz zu Salm-Reifferscheidt-Dyck. Der [[Bürgermeister]] [[Wilhelm Fleischhauer]] sprach die Wünsche der Stadt aus und ehrte die beiden Goldjubilare: Heinrich Gilgen, derzeitiger Brudermeister, und Anton Stein von der [[Lindenstraße]], je 4 Silberjubilare: Johann Schönen, der neue König, Andreas Erkelenz, Schriftführer, [[Peter Oberzier]], [[Feldstraße]], und Hubert Blömacher, [[Gartenstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Namen der Schützenkönige seit 1898:&lt;br /&gt;
:1899–1900 Vianden Johann, [[Hohes Örtchen]]&lt;br /&gt;
:1900–1901 Eichhorn Jakob, [[Gartenstraße]]&lt;br /&gt;
:1901–1902 Görgens Jakob, [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1902–1903 Lenden Josef, [[Steinstraße]]&lt;br /&gt;
:1903–1904 Köppinger Anton, [[Lindenstraße]]&lt;br /&gt;
:1904–1905 Dick Jakob, [[Grünwaldstraße]]&lt;br /&gt;
:1905–1906 Gilgen Heinrich sen., [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1906–1907 Stein Alfons, [[Zehntgasse]]&lt;br /&gt;
:1907–1908 Schmitz Josef&lt;br /&gt;
:1908–1909 Conrady Gerhard, [[Marktplatz|Markt]]&lt;br /&gt;
:1909–1910 Görgens Albert, [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:[p. 171] 1910–1911 Bechlenberg Cornelius, [[Bahnstraße]]&lt;br /&gt;
:1911–1912 Gilgen Peter, [[Grünwaldstraße]]&lt;br /&gt;
:1912–1913 Boes Hubert&lt;br /&gt;
:1913–1914 Schmitz Jean&lt;br /&gt;
:1914–1920 Görgens Jakob, [[Feldstraße]], [[Gefallene (Erster Weltkrieg)|1. Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
:1920–1921 Gilgen Heinrich jun., [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1921–1924 fehlen wegen [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923 Inflation]&amp;lt;ref&amp;gt;Das ist nicht korrekt: Schützenkönige waren 1921/22 Heinrich Gilgen jun. II und 1922/23 Jakob Piel.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:1924–1925 Peters Heinrich, [[Brunnenstraße]]&lt;br /&gt;
:1925–1926 Bechlenberg Arnold, [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1926–1927 Olligschläger Heinrich, [[Lindenstraße]]&lt;br /&gt;
:1927–1928 Longerich Johann, [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1928–1929 Erkelenz Gottfried, [[Feldstraße]]&lt;br /&gt;
:1929–1930 Müllenberg Jakob, [[Hospitalplatz]]&lt;br /&gt;
:1930–1931 Zapfe Ludwig, [[Bahnstraße]]&lt;br /&gt;
:1931–1932 Stotzem Peter, [[Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
:1932–1933 Malzburg Josef, [[Hubertusstraße]]&lt;br /&gt;
:1933–1934 Stelzmann August, [[Bahnstraße]]&amp;lt;ref&amp;gt;Auch das ist nicht korrekt: Schützenkönig 1933/34 war Willi Hell.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:1934–1935&amp;lt;ref&amp;gt;Den Namen hat [[Johannes Klüwer|Klüwer]] freigelassen. In diesem Jahr war [[August Stelzmann]] Schützenkönig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:1935–1936 Erkelenz Andreas, [[Leichweg]]&lt;br /&gt;
:1936–1937 Malzburg Josef&lt;br /&gt;
:[p. 172] 1937–1938 Vonden Hubert, [[Steinstraße]]&lt;br /&gt;
:1938–1939 Cremer Willi, [[Mühlenstraße]]&lt;br /&gt;
:1939–1947 Köppinger Peter, [[Hubertusstraße]], [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg 2. Weltkrieg]&lt;br /&gt;
:1947–1948 Blömacher Michael, [[Gartenstraße]]&lt;br /&gt;
:1948–1949 Schönen Johann, [[Bahnstraße]]&lt;br /&gt;
:Nach der beiliegenden Schwurformel haben die Schützen auf ihre Bruderschaftsfahne den Schwur vor dem Herrn Generalpräses abgelegt.&lt;br /&gt;
:[p. 173] [Es folgt die gedruckte Schwurformel]&lt;br /&gt;
::Schwurformel der Schützenbruderschaften.&lt;br /&gt;
::Diese Erneuerung erfolgt entweder unmittelbar vor der heiligen Messe oder vor dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Offertorium Offertorium]. Die Schützenbrüder bilden, etwa in der Breite der Stufen, vor dem Altar ein Spalier, in dem zunächst dem Altare auf der Evangelienseite der Fähnrich mit der Fahne, auf der Epistelseite der erste und zweite Brudermeister stehen. Es genügt auch, wenn die Schützen im Mittelschiff in den Bänken knien und nur der König mit dem 1. Brudermeister an den Altar tritt. Der Pfarrer kniet auf der obersten Altarstufe nieder, und auch die Schützen knien.&lt;br /&gt;
::Pfarrer: &amp;quot;Komm, Heiliger Geist,&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Alle: &amp;quot;Erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P(farrer): &amp;quot;Sende aus zu neuer Schöpfung Deinen Geist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S(chützen): &amp;quot;Und erneuere das Antlitz der Erde.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: Lasset uns beten. Gott, Du hast die Herzen Deiner Gläubigen durch die Einstrahlung des Heiligen Geistes unterwiesen. Gib, daß wir in demselben Geiste das, was recht ist, verstehen und Seines Trostes uns allezeit erfreuen.&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Siehe gnädig herab auf diese Deine Diener und erneuere in ihnen den Geist jenes heiligen Kriegsdienstes, den der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_%28Heiliger%29 heilige Sebastian] durch die Hingabe seines Blutes besiegelt hat, damit sie in ihrem heiligen Vorhaben verharren, allzeit in der Kraft Deiner Gnade wachsen und den ewigen Sieg erringen mit Christus unserm Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Alle stehen auf und beten laut&lt;br /&gt;
::das heilige katholisch-apostolische Glaubensbekenntnis.&lt;br /&gt;
::Der Pfarrer wendet sich, in der Mitte des Altares stehend, den Schützen zu. Der König und der 1. Brudermeister treten in die Mitte vor den Altar, legen die Rechte auf die gesenkte Fahne und sprechen in kurzen Absätzen vor, was die anderen nachsprechen:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ich erneuere vor Gott mein Versprechen – einen christlichen Lebenswandel zu führen – die Satzungen unserer Bruderschaft und unseres Diözesanverbandes treu zu erfüllen – und für Glaube, Sitte, Heimat und gegenseitige Hilfsbereitschaft – besonders in unserer Pfarrei – nach bestem Können einzustehen. – Dazu helfe mir Gott – und unsere heiligen Patrone.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Was Gott in Ihnen begonnen, möge Er auch vollenden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Die Schützenbrüder knien nieder.&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Gib Heil Deinen Dienern, Herr, mein Gott.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Denn sie vertrauen auf Dich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Sei ihnen, Herr, eine feste Burg.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Gegen den Ansturm des Feindes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Herr, erhöre unser Gebet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Und laß unser Rufen zu Dir kommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Der Herr sei mit Euch.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Und mit Deinem Geiste.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Lasset uns beten. Allmächtiger, ewiger Gott, gieße über diese Deine Diener herab die Fülle Deines Segens und festige sie in Deiner Kraft, damit sie ihr Versprechen, das Du in ihnen angeregt hast, treu erfüllen und das ewige Leben verdienen. Durch Christus unsern Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Der Pfarrer betet ein &amp;quot;Vater unser&amp;quot; für die verstorbenen und gefallenen Schützenbrüder.&lt;br /&gt;
::P.: &amp;quot;Der Segen Gottes, des Allmächtigen, + des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes steige über Euch herab und bleibe immer.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::S.: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Die Bruderschaft singt ein Lied zum heiligen Sebastianus oder das Christ-Königslied &amp;quot;Es ragt ein hehrer Königsthron&amp;quot;.&lt;br /&gt;
::H. Koopmann &amp;amp; Co., Buchdruckerei, AAF/4, Leverkusen – 888/3000, Januar 48, Klasse &amp;quot;A&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 173] [Es folgt ein gedruckter Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::11.8.1948&amp;lt;ref&amp;gt;Datum handschriftlich ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post]&lt;br /&gt;
::In Zons herrschte Feststimmung&lt;br /&gt;
::500 Jahre Zonser Schützen – Armbrustschießen vor dem [[Rheintor]]&lt;br /&gt;
::Zons. Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenbruderschaft]] des historischen Rheinstädtchens Zons feierte Jubiläum. Es war kein Jubelfest gewöhnlicher Art, das da in den altergrauten Mauern des &amp;quot;Idylls am Niederrhein&amp;quot; begangen wurde. Die Zonser gedachten vielmehr des 500jährigen Bestehens des Schützenvereins in ihrer Stadt, das fast so alt ist wie diese selbst. Offiziell wird zwar die Gründung einer [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|St.-Sebastianus-Bruderschaft]] auf das Jahr 1448 zurückgeführt. Aber die Annahme ist berechtigt, daß die Bruderschaft schon einige Zeit vorher bestand. Reich an interessanten Berichten ist die Chronik der Bruderschaft, die in Schweinsleder gebunden vorliegt.&lt;br /&gt;
::In den ersten beiden Jahrhunderten nach der Gründung wurde in Zons, wie es in den Berichten heißt, der Königsvogel mit der Armbrust geschossen, wie es auch heute wieder der Fall ist. Die alten Zonser scheinen tüchtige Armbrustschützen gewesen zu sein, denn sie holten den Vogel vom [[Rheinturm|Turme des Rheintores]] herunter. In der Folge verbot das Kölner [[Domkapitel]] den Abschuß des Vogels vom [[Rheinturm]] und ordnete die Aufstellung des Vogels auf einer Vogelrute an. Das blieb so bis heute. Einer der größten Förderer der Zonser Bruderschaft war [[Clemens August (Kurfürst)|Kurfürst Clemens August]], der von 1732 bis 1761 regierte. Seine eigenhändige Namenseintragung findet man in dem Bruderschaftsbuch. Das Vogelschießen gefiel ihm so gut, daß er selbst zweimal den Vogel von der Stange holte und die Würde des Schützenkönigs errang. So wird berichtet, daß er nach dem glücklichen Schuß am 17. Mai 1744 von sieben Jungfrauen &amp;quot;majestätisch&amp;quot; geschmückt wurde. Diese erhielten von ihm zwölf Dukaten in Gold und die Bruderschaft ein ganzes Ohm Wein. Mit dem Zusammenbruch des Kurfürstentums in der Franzosenzeit war es auch mit der Bruderschaft zu Ende. Erst im Jahre 1898 trat sie als [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Hubertusbruderschaft]] neu ins Leben, die sich mit der alten [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|St.-Sebastianus-Bruderschaft]] verband. Seitdem wurden abgesehen von Kriegszeiten, Jahr für Jahr in Zons wieder Schützenfeste gefeiert.&lt;br /&gt;
::In diesem Jahre wurde neben der Feier des 500jährigen Bestehens der [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft|St.-Sebastianus-Bruderschaft]] das 50jährige Jubiläum der Neugründung der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St.-Sebastianus-Hubertus-Bruderschaft]] festlich begangen. Die Straßen des alten Städtchens zeigten einen Festschmuck wie lange nicht. Nach dem feierlichen Hochamt bot der Festplatz vor dem alten [[Schloss Friedestrom|Schloß Friedestrom]] ein glanzvolles Bild. Die Zonser Bruderschaft wurde von Fahnenabordnungen der Bruderschaften von [https://de.wikipedia.org/wiki/Solingen Solingen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath], [https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbach Urdenbach], [https://de.wikipedia.org/wiki/Monheim_am_Rhein Monheim], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden], [https://de.wikipedia.org/wiki/Baumberg_%28Monheim_am_Rhein%29 Baumberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Norf Norf] und [[Stürzelberg]] umrahmt. Unter den Gästen sah man den Diözesanpräses Geistlicher Rat Dr. Louis ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leverkusen Leverkusen]) und Bundespräses Pfarrer Zander ([https://de.wikipedia.org/wiki/Nettesheim Nettesheim]). [[Bürgermeister]] [[Wilhelm Fleischhauer|Fleischhauer]] ehrte Jubilare, darunter die Goldjubilare Brudermeister Heinrich Gilgen und Anton Stein. Der Diözesanpräses überbrachte die Wünsche des [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Kardinals], des Protektors der Feier, und des ersten Vorsitzenden der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_historischen_deutschen_Sch%C3%BCtzenbruderschaften rheinischen Bruderschaften], des Fürsten von Salm-Reifferscheidt-Dyck. Die Glückwünsche der Bruderschaften übermittelte Bundesmeister Steinwasser aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath]. Den Festakt verschönten Lieder des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|MGV Cäcilia]] und Gedichtvorträge. Einen der Höhepunkte des Jubelfestes bildete der große Festzug am Nachmittag, an dem sich zahlreiche Vereine von auswärts beteiligten. An diesem Tage herrschte wieder einmal Stimmung in Zons wie in alten Tagen. Mit Spannung wurde das Königsvogelschießen vor dem [[Rheintor]] verfolgt. Unter großem Jubel holte Johann Schönen mit einem placierten Schuß mit der Armbrust den Vogel von der Stange, ein Vogelschuß ganz im Stile der Gründungszeit vor einem halben Jahrtausend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 174] Zum [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Domjubiläum (700 Jahre)] waren auch von Zons die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützen]], Mitglieder der [[Kolpingfamilie|Kolpingsfamilie]], der Jugend und Pfarrkinder nach [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] gefahren, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Am 22.8. fand die vorgeschriebene Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:47. [Es folgt der gedruckte Totenzettel von Philipp Wannhoff]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ehre seinem Andenken!&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Wie es dem Herrn gefallen, also ist es geschehen; der Name des Herrn sei gebenedeit&amp;quot;. Johannes 16, 22.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des im Kampfe für die Heimat und das Vaterland gefallenen&lt;br /&gt;
::Philipp Wannhoff&lt;br /&gt;
::Obergefreiter&lt;br /&gt;
::Inhaber des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz#Zweiter_Weltkrieg Eisernen Kreuzes II.] und anderer Auszeichnungen&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren zu Zons am 27.2.1913 als Sohn der Eheleute Johann Wannhoff und Katharina Gilgen. 1940 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Heeresdienst] eingezogen, wurde er im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Sowjetischer_Krieg Osten] eingesetzt, machte die Vormärsche und Rückzüge mit und mußte zu Ende des Krieges, am 12. Januar 1945, an der Straße [https://de.wikipedia.org/wiki/Gussew Gumbinnen]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Nesterow Ebenrode], im sogenannten Teufelmoor, noch sein Leben lassen. Nach drei Jahren kommt die erschütternde Nachricht von seinem Tode. Alle, die den Dahingeschiedenen kannten, schätzten ihn wegen seines offenen und freundlichen Wesens. Seinen Eltern und Geschwistern war er in inniger Liebe zugetan. Sein lebendiger Gottesglaube half ihm, die Enttäuschung seines Lebens gefaßt zu ertragen.&lt;br /&gt;
::Um ihn trauern seine Mutter, die Geschwister und die übrigen Anverwandten, welche die Seele des Verstorbenen empfehlen dem Gebete der Gläubigen, auf daß sie ruhe in ewigem Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 175] Am 5. September hatten die Männer und am 12. September hatte die weibliche Jugend ihre Domwallfahrt. Das ewige Gebet am 12. September fiel in diesem Jahre auf einen Sonntag. Die Beteiligung war nicht übermäßig, trotz der gespannten Lage, alle reden wieder von einem bevorstehenden Kriege. Rußland geht bis an die Grenze des äußersten, Berlin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 15.9.48 war die [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Domwallfahrt] der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen und Mütter]], es waren immer eindrucksvolle Feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaerwallfahrt] fiel wegen zu geringer Beteiligung in diesem Jahre aus. Am 19.9. nehmen an der Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] 80 teil, und die Mütter, 45 an der Zahl, wallfahrten am 22.9. nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Neviges Hardenberg-Neviges].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 26.9. fand die [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dom Domwallfahrt] der männlichen Jugend statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 17. Oktober 48 Missionssonntag. Pater Wilhelm Hunger [https://de.wikipedia.org/wiki/Jesuiten SJ] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] hielt die Predigten und nachmittags bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]] einen Lichtbildervortrag über die Missionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 31. Oktober [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest]. Die Jugendgruppen gestalteten [p. 176] den Nachmittagsgottesdienst. Die Festpredigt hielt Pater Granes&amp;lt;ref&amp;gt;Unsichere Lesung des Namens.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Beteiligung an der Prozession am [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelen Allerseelentage] zum [[Friedhof]]e war überaus groß. Der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Chor]] sang am Priestergrabe, wo die Absolution vorgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 17. Oktober 48 fand die Gemeindewahl statt. Die Beteiligung betrug 77,25 %, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands CDU] erhielt 389 Stimmen, 3 Abgeordnete Wilhelm Longerich, Anton Norff, Matthias Marx. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands SPD] 2 Abgeordnete Johann Fleischhauer und Jakob Krahn mit 373 Stimmen und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands KPD] mit 111 Stimmen 1 Abgeordneter Theodor Derendorf. Der prozentuale Anteil [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands CDU] 43,25 %, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands SPD] 36,96 %, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands KPD] 8,70 %, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 11,07 %. [[Stürzelberg]] 4 [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands CDU]-Abgeordnete. [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands SPD] durch die Reserveliste 4 Abgeordnete, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] durch Reserveliste 2 Abgeordnete.&lt;br /&gt;
:Im Ganzen 7: [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands CDU], 6: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands SPD], 2: [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum], 1: [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands KPD].&lt;br /&gt;
:Bei der Bürgermeisterwahl ging das [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] sofort mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 7. November feierte die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft]] den [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Hubertustag]. Von den 60 Mitgliedern waren 20 an der Kommunionbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 177] Am Sonntage nach Immatriculata war wieder feierliche Aufnahme in den [[Marienverein]], 10 Aspirantinnen. Abends sangen die Mitglieder das Marienleben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Piel Piel], Cantate mit lebendigen Bildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Laufe des November führten die weiblichen Gruppen das Märchenspiel &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Aschenputtel Aschenputtel]&amp;quot; und die männlichen Gruppen [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Sachs Hans Sachs]-Spiele auf. Der Besuch der Eltern war erfreulich gut. Auch wurde in allen Gruppen [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra St. Nikolaus] empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weihnachten waren die Gottesdienste wieder sehr gut besucht. Am 1. Tage wurden 800 Kommunionen ausgeteilt. Die Pfarrfamilie versammelte sich wie in früheren Jahren bei [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Peter Josef Schmitz]], [[Rheinstraße]]. Diesmal spielten die Jugendgruppen sehr schön die heiligen Szenen. [[Lehrer]] [[Klaus Scrzyba|Sczyrba]], [[Hildegund Tasch|Fräulein Tasch]] und [[Vinzentinerinnen|Schwester]] Misaela hatten die Jugendlichen gut vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1948. Taufen 19 (25), auswärts 12 (10), 1. heilige Beichte 42 (38), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 51 (27), Eheschließungen 10 (11), gestorben 19 (20), heilige Kommunionen ausgeteilt 23.500 (22.500).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1949&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 178] Mittwoch 26.1.49 Generalversammlung der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen und Mütter]]. Rechenschaftsbericht, Kassenführung, Fräulein Trimborn, Sekretärin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Ostvertriebenen], hielt Vortrag über [https://de.wikipedia.org/wiki/Lager_Friedland Friedland], Durchgangslager für Kriegsgefangene aus Rußland, und [https://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora Diasporanot], anschließend Kaffee und Unterhaltung (Vorführungen von Kindern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:19. Februar. Einführung des neuen [[Mathieu Fausten|Hauptlehrers]] in einem kleinen Festakt in der [[Schulwesen|Schule]] unter Beisein des Lehrerkollegiums, der Vertretung der Stadtverwaltung, des Schulausschuß als Vertreter der Elternschaft und des [[Johannes Klüwer|Pastors]]. Nach Ableben des [[Lehrer|Hauptlehrers]] [[Peter Breuer|Breuer]] 1946 wurde [[Mathieu Fausten|Matthias Fausten]], geboren 2.12.1903 zu [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCttgen Büttgen], als Schulleiter eingesetzt. Am 19.2.1924 machte er seine Lehrerprüfung und erhielt die Ernennungsurkunde als [[Lehrer|Hauptlehrer]] vom Schulrat persönlich überreicht. Nach einem gemeinsamen Gebet: &amp;quot;Alles meinem Gott zu Ehren&amp;quot; wurde der neue Herr [[Lehrer|Hauptlehrer]] vom [[Lehrer]] [[Wilhelm van der Zander]] begrüßt, die Kinder sangen: &amp;quot;Gott grüße Dich tausendmal&amp;quot;, der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]] hielt die Festansprache, indem er besonders auf den christlichen Cha- [p. 179] rakter der [[Schulwesen|Schule]] hinwies, daß 90 % der Elternschaft hinter der Forderung zur Bekenntnisschule stünden, auch forderte er die Stadtverwaltung auf, dem Neubau einer [[Schulwesen|Schule]] ernstlich näherzutreten. Die Kinder gratulierten und überreichten Blumen. Nach dem Liede: &amp;quot;Lobe den Herrn...&amp;quot; sprach im Auftrage der Stadtverwaltung Sekretär Johann Baum, der [[Johann Scheer|Stadtdirektor]] hatte sich entschuldigen lassen!!! Der neue [[Lehrer|Hauptlehrer]] antwortete und gab keine feste [sic.] Versprechungen für die Zukunft der [[Schulwesen|Schule]]. Mit dem gemeinsamen Liede: &amp;quot;Lobt froh den Herrn...&amp;quot; schloß die für die Kinder eindrucksvolle Feier. Hoffen wir, daß die Bekenntnisschule auch in Zons gesichert bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:27. Februar 49 Quinquagesima. Die Wogen des [[Karneval|Carneval]] gehen hoch. Montag von 7–2 Uhr Gebet vor dem Hochwürdigen Gut in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]], Besuch einigermaßen. Nachmittags zieht der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenmontag Rosenmontagszug] auch in Zons. 8 Wagen, die auf die Lokalgeschichte des letzten Jahres Bezug nehmen und selbst- [p. 180] verständlich ein Wagen mit dem Prinzen Carneval. Zur Freude der Kinder werden Bonbons in reicher Fülle geworfen, und der Wagen der Metzger wirft sogar mit Würsten, trotz des Fleischmangels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. März 10jähriges Jubiläum der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. Papstkrönung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. Februar Gründung des Männerwerks in Zons. Diözesanobmann Jean Kolter aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] spricht über das Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16. März. Pater Dr. Pohlen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], spricht über [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialismus Sozialismus].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. April. Abends 10 Uhr Männerwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. April. [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Sebastian Olligs † 13.7.1947&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Sebastian Bernhard Olligs]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Ehre seinem Andenken!&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und ich werde auferstehen am jüngsten Tage.&amp;quot; Johannes 19, 25.&lt;br /&gt;
::Betet für die Seelenruhe des verstorbenen Kriegsgefangenen&lt;br /&gt;
::Sebastian Bernhard Olligs&lt;br /&gt;
::Bäckermeister&lt;br /&gt;
::Der aus diesem Leben Geschiedene war geboren zu Zons am 18. August 1910 als jüngster Sohn der Eheleute Bernhard Olligs und Luise Marx.&lt;br /&gt;
::Zu Beginn des Krieges, am 26. August 1939, zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Wehrdienst] eingezogen, wurde er im Westen und im Osten eingesetzt. Er überstand gesund und unverwundet alle Gefahren des Krieges und kam 1945 in russische Gefangenschaft. Durch die Entbehrungen geschwächt, verunglückte er tötlich bei Bauarbeiten in [https://de.wikipedia.org/wiki/Charkiw Charkow] am 13. Juli 1947.&lt;br /&gt;
::Nun ist auch der letzte Sohn der Familie gefallen. Zeitlebens war er seinen Eltern ein guter Sohn, die Stütze seiner Mutter, als sie Witwe war. Mit ihm ist die Hoffnung seiner Schwestern dahingegangen, die jetzt zu dem ältesten Bruder auch den jüngsten verloren haben. Als treuer Katholik hat der Verstorbene seine religiösen Pflichten gewissenhaft erfüllt, sodaß wir zuversichtlich hoffen dürfen, daß der Herrgott ihm ein gnädiger Richter gewesen ist.&lt;br /&gt;
::Voller Trauer bitten seine beiden Schwestern, ein Neffe, sowie die übrigen Anverwandten um ein frommes Gebet für den Verstorbenen, damit er ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 181] 20. April. Männerversammlung. Pater Dr. Arnold, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], spricht über Eigentumsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am weißen Sonntag gingen 14 Knaben und 21 Mädchen zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion ersten heiligen Kommunion]. Die Mütter waren zu den Vorbereitungsvorträgen fast immer vollzählich [sic.] erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:30. April. Die Kinder waren zur Blumenprozession zum Maialtar sehr zahlreich erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tambcs01.jpg|300px|thumb|right|Das Zonser Tambourcorps beim 25-jährigen Stiftungsfest am 5. Juni 1949.]]&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingsten Pfingstsonntage], 5.6.49, feierte das [[Tambourcorps|Trommlercorps]] der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft]] sein 25jähriges Stiftungsfest mit feierlichem Hochamte. 14 auswärtige Tambourcorps waren erschienen und fochten nachmittags einen Wettstreit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mai. An Stelle des nach [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach Mönchen-Gladbach] versetzten [[Lehrer|Junglehrers]] [[Wilhelm van der Zander]] kam der [[Lehrer|Junglehrer]] [[Hans Burzik|Hans Burzyk]] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Westerloy Westerloy], geboren 21.1.21 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Frankenstein_%28Pfalz%29 Frankenstein].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19.6.49 feierte der [[Turnverein]] sein Stiftungsfest unter großer Beteiligung auswärtiger Turnvereine. In seiner Haltung hat sich nichts verändert, conferre I, Seite 143, wenn er auch ein feierliches Amt bestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 182] Die Caritashaussammlung ergab 284,- DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26.6.49. Die [[Kirchenrat|Kirchenvorstandswahl]], alle Vorsteher mußten neu gewählt werden, und zwar statt der bisherigen 10 nur 8 Mitglieder, hatte folgendes Ergebnis: 57 Wähler erschienen. Johann Erkelenz, [[Brunnenstraße]] 14, Anton Hubert Norff, [[Rheinau]] 21, Josef Richrath, [[Grünwaldstraße]] 18, Josef Rodekirchen, [[Feldstraße]] 14, Hubert Stelzmann, [[Rheinstraße]] 4, Josef Vogel, [[Kirchplatz]] 5, [[Matthias Weiler]], [[Herrenweg]] 17, [[Heinrich Wimmer]], [[Rheinstraße]] 18. Ersatzmitglieder: Michael Lenden, [[Bahnstraße]] 19, Andreas Schreiner, [[Grünwaldstraße]] 9, stellvertretender Vorsitzender Josef Rodekirchen. Als Rendant wiedergewählt: Josef Haas aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:31.7. Das 501. Stiftungsfest der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Sebastianus- und Hubertusbruderschaft]] wurde gefeiert unter Teilnahme vieler auswärtiger Bruderschaften. 40jährige Jubilare waren Gilgen Heinrich II, [[Feldstraße]], Busen Jakob, [[Hohes Örtchen]], 25jährige Jubilare: Wingerath Peter, [[Feldstraße]], Bechlenberg Johann, [[Lindenstraße]], Düssel Leo, Tambourmajor, [[Feldstraße]], Köppinger Hermann, [[Bahnstraße]], Marx Matthias, [[Feldstraße]], Bechlenberg Heinrich, [[Steinstraße]], Auer Peter aus [[Stürzelberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 183] Bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl Bundestagswahl] am 14. August 1949 wählten in Zons 84,5 % der Wähler. Ergebnis: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands S.P.D.] 395, [https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Demokratische_Partei F.D.P.] 26, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands K.P.D.] 101, [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands C.D.U.] 409, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Konservative_Partei_%E2%80%93_Deutsche_Rechtspartei DRP] 12, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 78, [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisch-Westf%C3%A4lische_Volkspartei R.W.V.P.] 11, [https://de.wikipedia.org/wiki/Radikal-Soziale_Freiheitspartei R.S.F.] 6, ungültig waren 68 Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16.8. fand der Ausflug der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen- und Müttergemeinschaft]] ins [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrtal Ahrtal] statt. Beteiligung 72.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5.9. ertrank im Rhein Marliese Pick, geboren 18.11.37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.9. ertrank im Rhein Berta Sticker, geboren 1.4.1887.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:18.9.49 zog die Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer], ca. 100 Teilnehmer in 3 Autos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25.9.49 Wallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. 100 Teilnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2.10.49 [[Erntedankfest]] gefeiert wie in jedem Jahre.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz Rosenkranzandacht] wurde in diesem Jahr abends um 7 Uhr gehalten und war gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:16.10.49 [https://de.wikipedia.org/wiki/Hedwig_von_Andechs Hedwigsfeier] für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Ostvertriebenen] in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]]. Gut besucht, abends Familienabend bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 19.10.49 Beginn der Versammlungen des Männerwerks. Berufsschuldirektor Henkel, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], sprach über das christliche Abendland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest] der erste Versuch einer Familien-&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort (Familienkommunion) hat [[Johannes Klüwer|Klüwer]] nicht ausgeschrieben.&amp;lt;/ref&amp;gt; [p. 184] 50 Familien beteiligten sich mit 390 Kommunikanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Generalkommunion der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenbruderschaft]] am [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Hubertusfeste] (6.11.49) war ein Fehlschlag. Von 130 Mitgliedern beteiligten sich 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 16.12.49. Bei der Versammlung des Männerwerks sprach Referendar J. Seel aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Breslau Breslau] über [https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsform Staatsformen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Unsere Gefallenengedenkfeier am 20.11.49 war fast nur von Frauen und Müttern besucht, da ein Fußballspiel den Jugendlichen und Männern wichtiger war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Abendmesse am [https://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis Immaculatafeste] war sehr gut besucht. Für den [[Marienverein]] hielt Pater Billig, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lazaristen Lazarist] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(K%C3%B6ln) Köln-Nippes], ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Triduum_Sacrum Triduum]. Am Sonntag, 11.12. war feierliche Erneuerung des Treueversprechens. Abends das Weihespiel: &amp;quot;Die Zeit ist erfüllt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mit Ausnahme von 2 sind nun alle russischen Kriegsgefangenen zurückgekehrt. Die beiden sind Alfons Prosswitz und Ludwig Vianden, letzterer hat 10 Jahre Strafe bekommen. Die Heimkehrer von diesem Jahre sind: August Rasselnberg, Johann Brandt, Heinz Grabsch, Jakob Wimmer, Jakob Arentz, Philipp Rosellen, Hans Rosellen, Wilhelm Annas, August Rudolfs, Gerhard Assmann, Alfons Seiffert, Paul Schwirn, Adolf Kindt, August Fritz, Herbert Scheja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mittwoch, 14.12.49 sprach Rektor Plettenberg vom Krankenhaus in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] über: Der katholische Mann und das Grundgesetz der Lebens- und Sozialordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am ersten Weihnachtstage waren 65 % der Pfarrkinder an der Kommunionbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im [[Pfarrhaus]]e wurde in 2 Zimmern die Wasserleitung umgelegt. Das Dach der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] und des [[Pfarrhaus]]es ist repariert bzw. neu umgelegt worden. Ein Weihnachtsspiel, das vorgesehen war, konnte nicht zur Aufführung gelangen, da sich keine Spieler fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1949 Taufen 25 (19), auswärts 11 (12), 1. heilige Beichte 50 (42), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 39 (51), Ehen 16 (10), Kirchenaustritt 2 (-), gestorben 19 (19), Kommunionen ausgeteilt 23.000 (23.500).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1950&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 186] Anno Santo 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 10. Januar Versammlung des katholischen Männerwerks. Dr. Pater H. Pohlen sprach vor 40 Männern über christliche Weltverantwortung. In der lebhaften Aussprache beklagten sich die Rußlandheimkehrer, bei den christlichen Demokratien des Westens keinen christlichen Geist zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:15.1.50. Die Mütter der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion Erstkommunikanten] treffen sich zu einer Besprechung über die Vorbereitung ihrer Kinder. Das neue Diözesangebetbuch wird eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1.2.50. Generalversammlung der [[Frauen- und Mütterverein|Frauen- und Müttergemeinde]] im [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Saale Schmitz]], [[Rheinstraße]]. Von den 200 Mitgliedern waren 150 erschienen. Jahresbericht und Kassenabrechnung gab die Vorsitzende [[Agnes Breuer|Frau Breuer]], über das religiöse Leben der Gemeinschaft sprach der [[Johannes Klüwer|Pfarrer]]. Monatlich sind 50 Frauen an der Kommunionbank. Zu den Standesvorträgen erschienen durchschnittlich 20–25 Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 8.2.50 sprach im katholischen Männerwerk vor 40 Männern Pater Dr. Arnold [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] über Mitbestimmungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 187] 1.–4. März Triduum anläßlich des 40-jährigen Priesterjubiläums des [[Johannes Klüwer|Pfarrers]], conferre Chronik. Thema der Predigten: Christus in den Händen der Tyrannen, der Unabhängigen, der Versöhnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sonntag, 9. Levitiertes Hochamt, Festpredigt. &amp;quot;Wir stiegen hinab in die Arena&amp;quot;. Prediger: Rektor Carl Plettenberg vom Augustinuskrankenhaus in [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], mit Generalkommunion von ca. 500 Pfarrkindern. 5 Uhr Saalfeier bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]], Vorträge des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Gesangsvereins]]. Weihespiel St. Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post] 54, 4.3.1950&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftliche Ergänzung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::40 Jahre im Dienste Gottes&lt;br /&gt;
::Priesterjubiläum in Zons – Ehrung für [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]]’’&lt;br /&gt;
::Zons. Wenn morgen die Kirchenglocken zum feierlichen Levitenhochamt einladen, dann begeht die katholische Pfarrgemeinde der Stadt Zons die 40. Wiederkehr des Tages, an dem ihr [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] zum Priester geweiht wurde. Am 29.6.1886 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen] geboren, empfing er 1910 in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] die Priesterweihe. Sein Weg führte ihn zunächst als Kaplan nach St. Paul in [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen]. Die weiteren Stationen waren St. Michael in [https://de.wikipedia.org/wiki/Burtscheid Burtscheid] und [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach_West Mönchen-Gladbach-Holt] sowie St. Marien in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(K%C3%B6ln) Köln-Nippes]. Am 1.5.1928 wurde er zum [[Pfarrer|Pastor]] in Zons bestellt, und am 24.6.1928 erfolgte die feierliche Einführung. Seit diesem Tage gehört die unermüdliche Fürsorge [[Pfarrer|Pastor]] [[Johannes Klüwer|Klüwers]] seiner Gemeinde.&lt;br /&gt;
::Unter seinem Vorgänger, [[Pfarrer|Pastor]] [[Ludolf Schmitz|Dr. Dr. Schmitz]], der der Pfarre 18 Jahre als Seelsorger vorgestanden hatte, mußte auch Zons während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg Weltkrieges] alle Glocken bis auf die kleinste das Geläut abgeben. So war das erste Ziel des neuen [[Pfarrer]]s die Wiederbeschaffung der Glocken. – Die Jahre zwischen den beiden Weltkriegen waren mit reicher Arbeit ausgefüllt. Neben der unmittelbaren Tätigkeit als Seelsorger, führte ihn sein Wirkungskreis vor allem in die katholischen Jugendverbände und Vereine. Eine seiner Hauptaufgaben war und blieb es aber, den Religionsunterricht zu erteilen. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg zweite Weltkrieg] brachte auch für die Stadt Zons Sorge und Leid. Gerade während dieser schweren Zeit aber bewies [[Pfarrer|Pastor]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]], daß er wahrhaft der Seelsorger seiner Pfarrkinder war. Während der Fliegerangriffe las er die Messe in den Kellern des [[Pfarrhaus|Pfarrhauses]]. Mehr als einmal half er trotz des schweren Beschusses bei der Bergung verwundeter Soldaten und Zivilisten. Neben der Sorge um den Menschen gelten heute seine Bemühungen auch der Renovierung des durch Kriegseinflüsse beschädigten [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Gotteshauses]]. Er scheut sich nicht, als Handlanger, Maurer oder gar Dachdecker selber mit Hand anzulegen.&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post] Numero 54, 4.3.50.&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftliche Wiederholung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 188] 5. März 1950&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::Jubilarfeier für [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]]&lt;br /&gt;
::Zons. In festlicher Weise beging gestern die katholische Pfarre der Stadt die 40. Wiederkehr des Tages, an dem [[Pfarrer|Pastor]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] zum Priester geweiht wurde. Die Frühmesse leitete die kirchlichen Feiern ein, die in einem Levitenhochamt mit Festpredigt ihren Höhepunkt fanden. Der [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] und Fahnenabordnungen der Kirchenvereine empfingen den [[Pfarrer|Pastor]] vor dem Festgottesdienst am Portal des [[Pfarrhaus]]es und geleiteten ihn durch ein Spalier weißgekleideter Mädchen und Meßdiener zum [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Gotteshaus]]. Nach dem Hochamt fanden sich die Stadtvertretung, an ihrer Spitze [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]], der [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] und die Abordnungen aller Vereine zur persönlichen Gratulation im [[Pfarrhaus]]e des Jubilars ein. Prälat Liedmann überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Geistlichkeit des Dekanates Neuß.&lt;br /&gt;
::Am Nachmittag holte der [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] vom [[Pfarrhaus]]e ab und geleitete ihn zur Saalfeier im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|&amp;quot;Bergischen Hof&amp;quot;]]. Nach der Begrüßung des Kirchenvorstandsmitgliedes [[Heinrich Wimmer|Wimmer]], der das Wirken des [[Pfarrer]]s als Mensch und Seelsorger während der vergangenen 23 Jahre noch einmal in den Vordergrund stellte, unterhielten der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Kirchenchor]] und das von Laienspielern zur Aufführung gebrachte Weihespiel &amp;quot;St. Michael&amp;quot; Jubilar und Festversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. März 1950. Im Männerwerk sprach Pater Dr. Pohlen [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] vor 35 Männern zum Abschluß der Vorträge des Winterhalbjahres über berufständische Ordnung nach der [https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika Enzyklika]. Eine rege Aussprache beschloß den Abend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. März 1950. Heilig-Jahrfeier anläßlich der 11. Wiederkehr des Jahrestages der Krönung [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_XII. Pius XII.], der gesamten männlichen und weiblichen Jugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], auch Zons war [p. 189] mit 40 Jungmännern und Jungfrauen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:An den beiden [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern Ostertagen] habe ich 1.500 Kommunionen ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10.4.50. Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostermontag Ostermontage] wurde die neue Fahne des [[Turnverein|Turnvereins]], conferre I, Seite 143, auf dem Schulhofe gesegnet. Da er kein kirchlicher Verein ist, so konnte die Fahnenweihe in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] nicht vorgenommen werden. Die Fahne zeigt auf der einen Seite [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_Jahn Vater Jahn], auf der anderen Seite die 4 F: [https://de.wikipedia.org/wiki/Frisch,_fromm,_fr%C3%B6hlich,_frei_(Wahlspruch) Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag Weißen Sonntag], 16.4.50, gingen 50 Kinder zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion ersten heiligen Kommunion] (26 Knaben und 24 Mädchen). Die Beteiligung der Eltern und Gläubigen, auch an der Kommunionbank, war sehr stark. Für arme Kommunionkinder wurden von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband Caritas] ausgegeben 420,- DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Markustag Markustage] wurde der in der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] erneuerte Kreuzweg von einem Franziskanerpater benediziert. Die Genehmigung von der Erzbischöflichen Behörde war erteilt worden. Hubert Dürnholz aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] hat die Bilder gemalt. Genehmigung von Köln 4.4.1950. 1665/I 50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 190] Am 26. April 1950 feierte das Ehepaar Heinrich Gilgen und Sibilla Boes goldene Hochzeit. Ausschnitt aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinischen Post] Numero 96, 25.4.1950&lt;br /&gt;
:[Es folgt der eingeklebte Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::Der &amp;quot;Schmied von Zons&amp;quot; feiert Goldhochzeit&lt;br /&gt;
::Er kannte noch den &amp;quot;goldenen Boden&amp;quot; des Handwerks&lt;br /&gt;
::Zons. Die Eheleute Heinrich Gilgen und Frau Sibilla, geborene Boes, Zons, [[Feldstraße]] 43, feiern am Mittwoch, 26. April, das Fest der Goldenen Hochzeit. Beide Eheleute sind noch recht rüstig. Der Jubilar zählt 77 und die Jubilarin [folgt Foto des Paares] 73 Jahre. Ihre große Beleibtheit veranlaßt die Zonser Bevölkerung, das Fest der Goldhochzeit besonders zu feiern, zumal beide geborene Zonser sind. Das Fest beginnt am Dienstagabend mit einem Fackelzug mit Ständchen durch die Ortsvereine. Für Mittwochabend ist im [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Saale von Schönen]] eine Gemeinschaftsfeier vorgesehen.&lt;br /&gt;
::Der Jubilar Heinrich Gilgen ist ein Handwerksmeister von echtem Schrot und Korn. Mehrere Jahrzehnte lang war er &amp;quot;der Schmied von Zons&amp;quot;. Denn er beschlug seit dem Jahre 1900 dort als einziger die Pferde. Als der Redakteur der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post RP] ihn in den letzten Tagen besuchte, erzählte ihm der ehemalige Dorfschmied manches aus seinen Erinnerungen. &amp;quot;Damals&amp;quot;, so sagte er, &amp;quot;hatte das Schmiedehandwerk noch einen goldenen Boden. Denn in dieser Zeit kannte man noch keine Kraftfahrzeuge und das Pferd stand höher in der Achtung als treuer Freund des Menschen als heute, wo der Traktor ihm immer mehr Konkurrenz zu machen beginnt. Und wenn wir als Schmiede für einen vollen Hufbeschlag um 1900 auch nur 2,80 Mark erhielten, ein Entgelt, das sich bis 1930 auf 4,20 RM erhöhte, so kamen wir doch besser rund wie heute, da meine Kollegen dafür über 14 DM erhalten. Denn die Kosten für Material und Löhne waren viel niedriger und erst die sozialen Lasten, kannten wir kaum. Als ich im Jahre 1930 den Hammer an den Nagel hängte, fand sich aber für mich in Zons kein Nachfolger. Es kam von Zeit zu Zeit ein Beschlagschmied, der hier Gastrollen gab.&amp;quot; Nach anderen besonderen Ereignissen aus seiner Tätigkeit gefragt, wußte der Jubilar ein interessantes Vorkommnis aus dem Hitzejahr 1911 zu erzählen. Damals lösten sich infolge der großen Hitze fast alle Eisenreifen von den Karren- und Wagenrädern. &amp;quot;Damals erlebte ich den größten Arbeitsanfall in meiner Praxis. In verhältnismäßig kurzer Zeit mußten wir 136 Reifen neu aufziehen. Es wurde von morgens bis in die Nacht hinein geschuftet. Aber wir haben es geschafft.&amp;quot; Ein Mann, der so gearbeitet hat, kennt begreiflicherweise auch in seinem Alter keine Ruhe. So sieht er seinen Stolz darin, den Garten zu graben und in Ordnung zu halten. Auch seine Frau tut noch heute ihre Pflicht als rührige Hausfrau.&lt;br /&gt;
::Heinrich Gilgen hat auch im Zonser Vereinsleben lange eine große Rolle gespielt. So ist er über 50 Jahre Mitglied der [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Sebastianus-Hubertus-Bruderschaft]]. 20 Jahre lang war er Präsident der Bruderschaft und 43 Jahre Vorstandsmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 191] [runder Visitationsstempel: &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Ferche Joseph Ferche] Episcopus Vinen – Auxiliaris Coloniensis&amp;quot;. Stempel &amp;quot;In Visitatione canonica&amp;quot;; handschriftliche Ergänzung &amp;quot;19.5.50 + [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Ferche Joseph Ferche].&amp;quot; Stempelschrift: &amp;quot;Episcopus Vinensis, Auxiliaris Coloniensis&amp;quot;.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:An der Familienkommunion am 30.4.1950 beteiligten sich 40 Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2.5.50. In der Caritasausschußsitzung wurde Abrechnung gelegt über die Caritasausgaben des 1. halben Jahres. Unterstützung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion Erstkommunikanten]. 400,- DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19.5.50 [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Visitation Visitation] durch den Hochwürdigsten Herrn [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Ferche Weihbischof Josef Ferche]. Vom 18. auf den 19.5. übernachtete er von [[Stürzelberg]] kommend im hiesigen [[Pfarrhaus|Pfarrhause]], zelebrierte morgens die Pontificalmesse und spendete 170 Kindern die [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung heilige Firmung]. Nachmittags fuhr er nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Horrem_(Dormagen) Horrem] weiter. Am 25.5. war Schlußkonferenz im [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus Raphaelshause].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Schluß der österlichen Zeit am 21.5.50. Es wurden 1.140 Osterkommunionen ausgeteilt, 90 % hielten ihre [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern Ostern].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 192] [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post], Freitag, 19.5.1950, Numero 115.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der eingeklebte Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::Weltjugendfreundschaftstreffen in Zons&lt;br /&gt;
::Englische, holländische und deutsche Kinder kamen zusammen – Friedensbotschaft durch Luftballons&lt;br /&gt;
::Zons. Am Mittwoch feierten Friedensfreunde aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] mit Kindern von den deutschen, holländischen und englischen Schulen in Zons den &amp;quot;Weltfreundschaftstag der Jugend&amp;quot;. Dieser Tag war für alle, die daran teilnahmen – insgesamt rund 400 Schüler und Schülerinnen des [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rres-Gymnasium_(D%C3%BCsseldorf) Düsseldorfer Görres-Gymnasiums] und anderer Schulen – ein unvergeßliches Erlebnis.&lt;br /&gt;
::Die Teilnehmer gaben sich vormittags am [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorfer] Rathausufer ein Stelldichein. Als alle eingetroffen waren, wurde mit großem Jubel das Rheinbahnboot &amp;quot;Erft&amp;quot; zur Fahrt nach dem idyllischen Rheinstädtchen Zons bestiegen. Die Fahrt verlief recht fröhlich. Da gab es für die Kinder soviel Interessantes zu sehen, freundliche Dörfchen an den beiden Ufern im Schmucke des frischen Maiengrüns, Schlepperzüge, Motorboote und Segler: Manch lustiges Liedchen verkürzte die schöne Fahrt. Den Höhepunkt bildete die feierliche Übergabe von zwanzig Flaschenposten an &amp;quot;Vater Rhein&amp;quot; mit Botschaften vom &amp;quot;Weltfreundschaftstag&amp;quot; an die Welt. In flotter Fahrt ging es dann dem Ziele zu. Die Spannung wuchs, als Türme und Mauern der altersgrauen Feste Zons von fern sichtbar wurden. Nach der Landung wurden die Düsseldorfer Gäste von einer Zonser Abordnung empfangen. Dann wurden Gruppen von je 30 Kindern gebildet, und es ging zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Rheinstädtchens. Die Führung übernahm die Zonser [[Lehrer|Lehrerschaft]]. Die [[Schulwesen|Schule]] hatte anläßlich des Jugendtreffens Festtag. Bei der Besichtigung waren die Düsseldorfer Kinder und ihre ausländischen Freunde ganz bei der Sache.&lt;br /&gt;
::Zu dem gemeinschaftlichen Mittagessen war der Saal des [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Hotels Weiler]] bis auf den letzten Platz besetzt. Nach gehaltener Mahlzeit ging es hinaus auf die Rheinwiesen. Hier wartete ein neues großes Ereignis auf die Kinder, nämlich der Start von rund 300 Luftballonen mit anhängenden Postkarten für die Friedensfreunde im In- und Ausland. War das jedesmal ein Hallo, wenn eine Anzahl Ballone aufstieg, höher und höher davonzog, um schließlich am Horizont zu entschwinden. Sicher werden viele Ballone in Luxemburg oder Ostfrankreich landen und bald von dort Antworten eintreffen. Bei dem Ballonstart im vergangenen Jahr wurde ungefähr die Hälfte der Karten aus Holland und Belgien beantwortet.&lt;br /&gt;
::In einer Unterhaltung mit dem Redakteur der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post RP] gab der Leiter der Fahrt und warmherzige Förderer der Weltjugendfreundschaft, Rektor Schmitz von der Schule [https://de.wikipedia.org/wiki/Lierenfeld Lierenfeld in Düsseldorf], Erläuterungen über den Zweck dieser Fahrt. Er sagte, daß das Städtchen Zons mit Absicht als Treffpunkt gewählt worden sei, um der Jugend zu zeigen, wie sich bereits in mittelalterlicher Zeit die Menschen durch sichtbare Mauern voreinander abschlossen, um sich vor den Gefahren zu schützen, die ihnen von ihresgleichen drohten. Ebenso wie diese Mauern heute ihren Sinn verloren hätten, so sagt man der Jugend, seien auch in unserer Zeit die Grenzen sinnlos geworden.&lt;br /&gt;
::Mit Absicht sei zu dieser Fahrt die Auswahl der teilnehmenden Schulen getroffen wor-&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Beim Abfüllen der Ballons zum großen Ballonstart&lt;br /&gt;
::den, und zwar neben Schülern des [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rres-Gymnasium_(D%C3%BCsseldorf) Görres-Gymnasiums] Kinder einer katholischen, einer evangelischen und einer Gemeinschaftsschule aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] sowie einer holländischen Schule aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrort Ruhrort] und den beiden englischen Schulen aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Ratingen Ratingen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilden Hilden]. Der Zweck sei, diese Jugend zusammenzuführen und ihr die Möglichkeit zu geben, sich kennenzulernen. Denn nur, wenn die Jugend sich jetzt schon daran gewöhne, über die Grenzen hinweg Freundschaft zu halten, würden eines Tages alle Vorurteile verschwinden und der Weg zur wirklichen Europa-Union frei sein.&lt;br /&gt;
::Das nach dem Ballonstart und Spielen auf den Rheinwiesen im [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Saale des Weiler]] stattfindende große Jugendtreffen brachte den Beweis, wie sehr die Jugend für ein Zusammengehen begeistert ist. Denn alle, die die Begeisterungsstürme erlebten, die den Darbietungen der Jugendgruppen folgten, konnten keinen Zweifel mehr über den Verständigungswillen der Jugend haben. Es waren nicht zuletzt die deutschen Kinder, die nach den Darbietungen der holländischen und englischen Freunde mit tosendem Beifall ihre Anerkennung zollten.&lt;br /&gt;
::Der Rektor Schmitz gab zu Beginn einen Überblick über den Weltjugendfreundschaftstag, wobei er die schon erwähnten Gedanken entwickelte. Großartig waren die Leistungen eines Orchesters und des aus über hundert Jungen bestehenden Knabenchores vom [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6rres-Gymnasium_(D%C3%BCsseldorf) Düsseldorfer Görres-Gymnasium] unter Leitung von Oberlehrer Wolf. Die Spielgruppen aus Zons und [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] fanden bei ihren Vorführungen begeisterte Zuhörer. Mit Beifall überschüttet wurden auch die holländischen Kinder für den Gesang einiger hübscher Liedchen und die englischen Kinder für Rezitationen. Zu erwähnen wären ferner die Leistungen des Kinderchors und der Spielschar der Schule von [https://de.wikipedia.org/wiki/Reisholz Düsseldorf-Reisholz].&lt;br /&gt;
::Bezirksjugendpflegerin Eichhoff übermittelte die Grüße des Regierungspräsidenten und dankte insbesondere den Lehrern sowie allen, die zu dem schönen Erfolg dieses Tages beitrugen.&lt;br /&gt;
::Zum Abschluß wurde das gemeinsame Lied mit dem Text &amp;quot;Heilig sei der Friede, Freundschaft umspanne die Welt, und Menschenliebe schmiede ein Band von Land zu Land&amp;quot; gesungen. Dann ging es wieder zur Rückfahrt an Bord der &amp;quot;Erft&amp;quot;, und alle Teilnehmer, ob jung oder alt, verließen das Rheinstädtchen Zons in dem Bewußtsein, sich auf dem Wege der Völkerverständigung auf dem rechten Wege zu befinden und in Richtung auf dieses Ziel wieder einen Schritt weiter getan zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 193] 3. Juni 50. Heimkehrerfeier bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]]. Sämtliche Vereine und die [[Schulwesen|Schule]] boten in Gesang, Deklamation, Spiel und Tanz den Kriegsgefangenen, die zurückgekehrt waren, ihre Grüße und ihre Dankbarkeit.&lt;br /&gt;
:Der letzte, der geschrieben hatte, war vor einem Monat von russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, er hatte 8 Jahre lang die Heimat nicht mehr gesehen. 33 sind noch vermißt und 75 sind gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Juni 50. [https://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis Dreifaltigkeitssonntag], Bekenntnistag der Jugend in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], ca. 1.200 Jugendliche hatten sich eingefunden. Thema: Christus unser Friede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:IMG 0874.jpg|300px|thumb|right|Feierlicher Spatenstich zum Neubau der Volksschule an der Steinstraße am 12. Juni 1950.]]&lt;br /&gt;
:Am Montag, den 12.6.1950 zog die ganze [[Schulwesen|Schulgemeinde]] zur [[Steinstraße]] ([[Heiliger Baum|heiliger Baum]]), dort wurde der erste Spatenstich getan zur Erbauung der neuen [[Schulwesen|Schule]], auf die Zons schon seit einer Generation wartet. [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] begrüßte [[Johannes Klüwer|Pastor]], [[Schulwesen|Schule]], [[Lehrer]] und Kinder, Architekt Baumann aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven Wevelinghoven], Unternehmer Ferber, Zons, und die Arbeiter. [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]] stellte das Werk unter Gottes Schutz. [[Lehrer|Hauptlehrer]] [[Mathieu Fausten|Fausten]] gab im Namen der Kinder seiner [p. 194] Freude Ausdruck, daß nun endlich würdige und ausreichende Schulräume geschaffen würden. Nachdem diese 3 ihren Spatenstich getan, folgte von jedem Schuljahr ein Knabe, der das gleiche tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Film des [https://de.wikipedia.org/wiki/Werk_der_Glaubensverbreitung päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen Aachen] wurde bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler im Bergischen Hof]] gezeigt. &amp;quot;Blut über Japan&amp;quot;. Interesse sehr mäßig, immerhin konnten 65,- DM der Mission zur Verfügung gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Chorfenster &amp;quot;Agnes und Petronella&amp;quot; ist wiederhergestellt worden durch die [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Kölner] Firma &amp;quot;Franz Melchior&amp;quot;, zum Preise von 840,- DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 18.6.50 [https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_f%C3%BCr_das_Land_Nordrhein-Westfalen Volksentscheid] und Wahl zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Landtag_Nordrhein-Westfalen Landtag Nordrhein-Westfalen]. Wahlberechtigte 1300, gewählt haben 999. [https://de.wikipedia.org/wiki/FDP F.D.P.] 119, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei Zentrum] 16, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands KPD] 103, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Reichspartei_(1950) DRP] 20, [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands SPD] 311, [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Partei D.P.] 6, [https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich_Demokratische_Union_Deutschlands CDU] 356. &amp;quot;Ja&amp;quot;-Stimmen für die neue Verfassung 549, &amp;quot;Nein&amp;quot;-Stimmen 346.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 5.7.50 machte die Katholische [[Frauen- und Mütterverein|Frauen- und Müttergemeinschaft]] von Zons ihren diesjährigen Ausflug, [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn], [https://de.wikipedia.org/wiki/Remagen Remagen], ein Franziskanerpater erklärte uns die [https://de.wikipedia.org/wiki/Apollinariskirche_(Remagen) Apollinariskirche], durch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Brohlbach_(Rhein) Brohltal] nach [p. 195] [https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Maria_Laach Maria Laach]. Pater Alban [https://de.wikipedia.org/wiki/Benediktiner O.S.B.] führte uns durch die Klosterkirche, und wir fuhren weiter durch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Eifel Eifel] ins [https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrtal Ahrtal]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Neuenahr Bad Neuenahr] und Rast mit Weinprobe im Wingerverein von [https://de.wikipedia.org/wiki/Rech Rech], zum Schluß nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Altenahr Altenahr], wo bei Tanz und Gesang die Wogen der Begeisterung hochgingen, und Rückfahrt mit den 3 Autos und 80 Teilnehmerinnen über [https://de.wikipedia.org/wiki/Meckenheim_(Rheinland) Meckenheim], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] wieder heim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:49. Am 7.7.50 [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier Exequien] für Hubert Reusrath.&lt;br /&gt;
:[Es folgt der gedruckte Totenzettel von Hubert Reusrath]&lt;br /&gt;
::Jesus! Maria! Josef! Martinus!&lt;br /&gt;
::Sei getreu bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. Offenbarung 2, 10.&lt;br /&gt;
::Gedenket im Gebete des [https://de.wikipedia.org/wiki/Stabsgefreiter#Reichswehr_und_Wehrmacht Stabsgefreiten]&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Hubert Reusrath&lt;br /&gt;
::Der Verstorbene war geboren am 27. November 1915 zu Zons als jüngster Sohn der Eheleute Wilhelm Reusrath und Gertrud Schoop. 1936 ging er zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst Arbeitsdienst], wurde anschließend zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht Militär] eingezogen und verließ 1939 bei Ausbruch des Krieges mit den ersten Soldaten die Heimat. Er machte die Kämpfe in Frankreich und Rußland mit und geriet am 20. August 1944 in russische Kriegsgefangenschaft. Nach sechs langen Jahren des Harrens und Hoffens kommt nun die Gewißheit, daß er nach einem Monat seiner Gefangenschaft, am 26. September 1944, auf den Straßen von [https://de.wikipedia.org/wiki/Tiraspol Tiraspol] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Charkiw Charkow] in Rußland, an den Folgen der Entbehrungen gestorben ist. Ein guter Sohn, die Stütze seiner Eltern, ein treuer Bruder seiner Familie, ist in dem Verstorbenen dahingegangen. Möge der Herrgott, dem er im Leben die Treue gehalten, in der Ewigkeit ihm ein gnädiger Richter sein.&lt;br /&gt;
::Voller Trauer um den lieben Verstorbenen bitten die Eltern, seine zwei Brüder, die Schwägerin, drei Nichten und die übrigen Anverwandten um ein frommes Gebet für seine Seele, damit sie ruhe in ewigem Frieden!&lt;br /&gt;
::Liebe Eltern, Brüder und alle daheim,&lt;br /&gt;
::Ich kehre nicht mehr zu Euch heim.&lt;br /&gt;
::Als ich starb im fremden Land,&lt;br /&gt;
::&#039;Reichte mir niemand von Euch die Hand.&lt;br /&gt;
::Mein letzter Gedanke, mein letzter Blick,&lt;br /&gt;
::Er eilte zu Euch in die Heimat zurück.&lt;br /&gt;
::Tröste Du, o Gott, meine Lieben&lt;br /&gt;
::Und schenke mir den ewigen Frieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 196] Am 15.–18.7.50 [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Schützenfest]] in Zons. [[Friedrich von Saarwerden (Erzbischof)|Friedrich III. von Saarwerden]] war nicht der Schützenkönig, sondern [[Clemens August (Kurfürst)|Klemens August I. von Bayern]].&lt;br /&gt;
:[Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::Prinzeßchen mußte Bier zapfen&lt;br /&gt;
::Fünf Schützenmajestäten nahmen die Parade ab – Eindrucksvoller Fackelzug – Schützenfest in Zons&lt;br /&gt;
::Zons. Das Schützenfest der Zonser [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Sebastianus- und Hubertus-Bruderschaft]], das auf alte Tradition zurückblicken kann – war doch sein Begründer und erster Schützenkönig [[Friedrich von Saarwerden (Erzbischof)|Erzbischof von Saarwerden]] – begann am Samstagabend mit einem eindrucksvollen Fackelzug, der bei sinkender Dunkelheit seinen Weg durch die festlich geschmückten Gassen nahm. Die freudig gestimmten Zonser, die in dichten Reihen die Straßen säumten, begleiteten mit begeisterten Zurufen die sorgfältig gebastelten Fackeln, die auf allerhand lokale Ereignisse Bezug nahmen. Die Generalversammlung der Schützen und das anschließende Tanzvergnügen bei [[Gaststätte &amp;quot;Stadt Zons&amp;quot;|Schmitz (Stadt Zons)]] vereinigte darauf alle zu fröhlichen Stunden. Am Sonntag bei Sonnenaufgang zogen Trommler- und [[Tambourcorps]] durch die alten Gäßchen zum &amp;quot;Wecken&amp;quot;. Das Hochamt um 10 Uhr bildete die feierliche Einstimmung auf den Tag. Danach fand auf dem [[Kirchplatz]] die Parade und Begrüßung der Gäste statt, und der König, Heinrich II., nahm gemeinsam mit dem [[Johannes Klüwer|Pastor]] die Ehrung der Jubilare vor. 14 Vereinsmitgliedern sprach der König seinen Dank für ihre treue Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz für die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft]] aus. Peter Köppinger, nun 27 Jahre Vorstandsmitglied der Sebastianusbrüder und seinerzeit einer der Tatkräftigsten bei der Neubelebung des Bruderschaftsgedankens, konnte auf eine 50jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Er erhielt den hohen Bruderschaftsorden. Übrigens war er der letzte Vorkriegsschützenkönig.&lt;br /&gt;
::Am frühen Nachmittag strömten von weit her, zu Fuß, zu Rad oder mit Wagen die Schaulustigen nach Zons, um die große Königsparade nicht zu versäumen. Das Wetter meinte es gut – trotz drohender Wolken. Zahlreiche auswärtige Vereine waren mit ihren Königen erschienen. Es war ein schönes Bild, als gegen 3 Uhr die ersten Trommlerkorps die [[Feldstraße]] heruntermarschierten, vor der [[Gaststätte &amp;quot;Zum Feldtor&amp;quot;]] halt machten und den König, den Gastwirt Heinrich Nußbaum, abholten. Während König und Königin im blumen- und grüngeschmückten Wagen inmitten des Festzuges ihr &amp;quot;Reich&amp;quot; durchreisten, schenkte das Prinzeßchen, die einzige Tochter, unterdes den vielen Gästen das Bier und den Wein ein. Viele fremde Gäste hatten sich hier einen Platz gesichert, denn es geschieht einem nicht alle Tage, daß eine richtige &amp;quot;Königstochter&amp;quot; das Bier zapft.&lt;br /&gt;
:Der Festzug, an seiner Spitze Oberst Bechlenberg, umschritt unterdes die alten Wälle, und man kann sich nicht leicht ein farbenfreudigeres Bild denken als die weißen Matrosen, die grünen Jäger und die schönen roten Husarenuniformen des Reitervereins, mit ihren Fahnen, unter denen die uralte Cäcilienbruderschaft mit dem Christusbild besonders eindrucksvoll war. Kopf an Kopf gedrängt, in bunten Festtagskleidern, stand die Bevölkerung mit ihren Gästen auf dem Wall, um die Parade vor den fünf Majestäten zu bewundern. Fremde und eigene Polizei war in ziemlich hohem Maße eingesetzt, um das verkehrstechnisch nicht einfache Problem der vielen Menschen auf dem engen Raum zu bewältigen, aber trotz hochschäumender Wogen der Festesfreude kam es zu keinem einzigen Zwischenfall. Am Abend boten wieder Kirmesplatz und Festball jedem das Seine und mancher fand erst beim Morgengrauen den Heimweg.&lt;br /&gt;
:Der Montagmorgen begann mit einem Hochamt zum Gedächtnis der [[Gefallene (Zweiter Weltkrieg)|im Weltkrieg Gefallenen]]. Der Mittag brachte dann das mit fiebernder Spannung erwartete Königsvogelschießen. Der Nachfolger, Heinrich V., wurde Metzgermeister Hans Peter Craemer, der allseitig große Sympathien genießt und von dessen Regiment man ein ähnlich freudiges Fest für das nächste Jahr erwartet. Der heutige Dienstag bringt das große Ereignis, und zugleich auch das Ende der frohen Tage, den Krönungsball bei [[Gaststätte &amp;quot;Zum Stern&amp;quot;|Schönen, im Hotel zum Stern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 197] Vom 23.7.–30.7. waren 20 Zonser Jungschärler unter Führung des [[Lehrer]]s [[Klaus Scrzyba|Sczyrba]] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Gemen Jugendburg Gemen] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Borken Borken in Westfalen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:An der Familienkommunion nahmen am 30.7. ca. 20 Familien und 12 Väter teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19.7.50 wurde der [[Johannes Klüwer|Pfarrer von Zons]] zum Dechanten des Dekanates Zons ernannt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Seiner Eminenz Kardinal Josef Frings]. G. R. Dechant Biesenbach, der wegen seiner 80 Jahre resigniert hatte, war zum Ehrendechanten ernannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nachdem der Spatenstich erfolgt war (conferre S. 193), wurde der Grundstein am 29.7.50 feierlich gesegnet. Die Fotografie der eingemauerten Urkunde siehe Anlagen zur Pfarrchronik. Die Kosten des ersten Bauabschnittes, 4 Klassen, Duschräume, Hausmeisterwohnung etc., belaufen sich auf 250.000 DM.&lt;br /&gt;
:Zeitungsbericht der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinischen Post] vom 31.7.1950 siehe folgende Seite.&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post], 5. Jahrgang, Numero 176 vom 31.7.1950&lt;br /&gt;
:[Es folgt der eingeklebte Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::Neues Vatikan-Dekret&lt;br /&gt;
::Gegen kommunistische Jugendorganisationen&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt Vatikanstadt], 30. Juli (dpa). Der Vatikan gab am Samstag ein vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Kongregation_f%C3%BCr_die_Glaubenslehre Heiligen Offizium] erlassenes [https://de.wikipedia.org/wiki/Dekret Dekret] heraus, das sich gegen kommunistische Jugendorganisationen richtet. Alle Eltern, deren Kinder den &amp;quot;neuen Organisationen angehören, die die Jugend im Geist des Materialismus und in der Leugnung des Glaubens erziehen&amp;quot;, werden vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen. Das gleiche gilt für Jugendliche, die diesen Organisationen in Zukunft weiter angehören. Personen, die solche Organisationen aufbauen oder sich an ihrer Schulungsarbeit beteiligen, sollen exkommuniziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 198] 29.7.50 [Aufgeklebter Zeitungsartikel]&lt;br /&gt;
::[[Schulwesen|Schule]] soll Heim für die Kinder werden&lt;br /&gt;
::Grundsteinlegeung [sic.] für die neue [[Schulwesen|Schule]] in Zons – Auch allgemeine Badeanlage vorgesehen&lt;br /&gt;
::Zons. Die Grundsteinlegung zum Bau der neuen [[Schulwesen|Schule]] war für das alte Rheinstädtchen Zons ein bedeutsames Ereignis. Über hundert Jahre hatte das alte Schulgebäude am Markt seiner Bestimmung gedient. Da aber die Bevölkerung von Zons, besonders durch Zuwanderung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatvertriebene Flüchtlingen], nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Kriege] erheblich gewachsen ist, herrschte in den Schulklassen eine fürchterliche Enge, und der Unterricht konnte ohne Nachteile für die Kinder nicht mehr durchgeführt werden. Nun erlebten Lehrer und Schüler vor dem festlich geschmückten Neubau die feierliche Grundsteinlegung zu einer neuen [[Schulwesen|Schule]]. Außerdem hatten sich zahlreiche Ehrengäste, u.a. [[Bernhard Kamm|Amtsbürgermeister Kamm]], [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]], [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüver]] [sic.], Regierungsassessor Dr. Edelmann als Vertreter des Oberkreisdirektors, Regierungsbaudirektor Schäfer, Regierungs-Baurat Koch, Kreisplaner Baurat Schröder und Architekt Emil Baumanns ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven Wevelinghoven]), von dem der Entwurf der [[Schulwesen|Schule]] stammt, eingefunden. Ferner waren die Mitglieder des [[Stadtrat|Stadtrates]], [[Heinrich Wimmer|Ortslandwirt Wimmer]] und die an dem Bau mitwirkenden Handwerker und Arbeiter und zahlreiche Einwohner erschienen. :[[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] hieß die Gäste im Namen der Stadt Zons willkommen und wies auf die Bedeutung der Grundsteinlegung hin. Er würdigte besonders die Mitarbeit aller, die zu diesem schönen Werk beitrugen und dankte für die Bewilligung der Mittel durch die Zonser [[Stadtrat|Gemeindevertretung]]. Die Verwirklichung des jahrelang gehegten Wunsches eines Schulneubaues aber sei nicht minder dem Opfermut der Bevölkerung und der Mithilfe der Regierung zu verdanken. [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüver]] nahm die feierliche Einsegnung des Grundsteins vor, denn: &amp;quot;Wenn der Herrgott nicht baut, bauen die Bauleute vergebens.&amp;quot; Er richte, so betonte er, in dieser Stunde an Gott die Bitte, daß auf dieser Schule sein Segen ruhen und aus ihr Generationen hervorgehen möchten, die dem Volk und Staat Nutzen brächten.&lt;br /&gt;
::[[Bernhard Kamm|Amtsbürgermeister Kamm]] bezeichnete es als eine große Ehre, den Grundstein legen zu dürfen. Er wünsche in dieser Stunde, daß der Schulneubau in Zukunft den Kindern eine segensreiche Stätte der Erziehung sein möchte. Er verlas die Urkunde und legte mit den Worten: &amp;quot;Mit Gott für unsere Jugend und eine glückliche deutsche Zukunft!&amp;quot; die Hülle in den Grundstein. Es folgten die traditionellen Hammerschläge, Regierungs-Baudirektor Schäfer betonte, daß Zons zwar eine moderne Schule erhalte, die aber der historischen Bauweise der Stadt angepaßt worden sei. Kreisrechtsrat Dr. Edelmann sprach im Namen des verhinderten Landrats und des Oberkreisdirektors. Wenn auch der Wohnungsbau zur Zeit das Problem Nr. 1 sei, so sei doch ein Fonds für Schulneubauten bereitgestellt worden. Es sei erfreulich, daß diese kleine Stadt die Initiative zum Schulneubau ergriffen habe. Die [[Schulwesen|Schule]] in Zons sei die erste Schule, die aus dem Sofortprogramm der Regierung im Landkreis gebaut werde.&lt;br /&gt;
::Bei dem folgenden geselligen Beisammensein wurden durch den Architekten Emil Baumanns noch weitere Erläuterungen zu dem Schulneubau gegeben. Das gesamte Schulprojekt, von dem im ersten Bauabschnitt nur die Hälfte ausgeführt werde, sehe den Bau einer achtklassigen Schule mit acht Gruppenräumen und acht Garderoben vor. Die Garderoben seien nicht wie früher im Flur, sondern in einem Nebenraum, abschließbar für jede Klasse, untergebracht. Im Hauptteil seien zwei Klassen so gebaut, daß sie durch Wegnahme einer Schiebewand in einen Lichtspielraum umgewandelt werden könnten. Das Schulneuhaus solle den Charakter eines Schulheims erhalten. Im Untergeschoß sei außer Heizung und Abstellräume für Geräte usw. die Einrichtung einer Badeanlage vorgesehen, die auch von der Bevölkerung mit benutzt werden könne. Ferner sei eine große Halle für den Aufenthalt der Kinder bei schlechter Witterung vorgesehen. Die Turnhalle werde im zweiten Bauabschnitt gebaut. Von der Terrasse, die den Neubau umgebe, könnten die [[Lehrer]] den ganzen Schulraum überblicken. Der jetzt begonnene erste Bauabschnitt bringt den Bau von vier Klassen mit je vier Gruppenräumen, vier Garderoben, einer Aufenthaltshalle, einer Brauseanlage, eines Abstellraumes und einer Hausmeisterwohnung. Ferner werde ein großer Schulhof mit gärtnerischen Anlagen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Stempel der Pfarre: &amp;quot;Ecclesia Parochialis St. Martini Zontini&amp;quot;; dargestellt [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours Martinus] beim Teilen des Mantels]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Chorfenster, die durch Granaten zerstört waren, sind durch den Kunstglasmaler Franz Melchior aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] erneuert worden. Das Agnes-Petronellafenster zum Preis von 840,90.&lt;br /&gt;
:Das Herz Jesu, Herz Mariaefenster zum Preise von 1079,20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 199] [Eingeklebter Zeitungsartikel mit handschriftlichen Ergänzungen: &amp;quot;181&amp;quot; und &amp;quot;5.8.50&amp;quot;]&lt;br /&gt;
::Der neue Schulbau für Zons&lt;br /&gt;
::[Foto des Schulneubau-Modells]&lt;br /&gt;
::Zons. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post RP] zeigt hier das Modell der neuen modernen [[Schulwesen|Schule]] in Zons, zu deren Bau, wie berichtet, am Samstag der Grundstein gelegt wurde. Das Gesamtprojekt umfaßt acht Klassen, von denen im ersten Bauabschnitt vier Klassen, die Aufenthaltshalle und eine Brauseanlage gebaut werden. Außer acht Klassen ist der Bau von acht Gruppenräumen sowie Garderoben vorgesehen. Die Garderoben werden nicht wie früher in den Fluren oder sogar in den Klassen, sondern in einem Nebenraum einer jeden Klasse untergebracht. Zwei Klassen werden so gebaut, daß sie nach Wegnahme einer Schiebewand als Lichtspielraum benutzt werden können. Das neue Schulgebäude soll bewußt den Charakter eines Schulheimes erhalten, in dem sich die Kinder gern aufhalten. Ferner ist die Einrichtung einer Badeanlage geplant. Eine große Halle soll den Kindern Aufenthaltsmöglichkeiten während der Pausen bei schlechter Witterung gewähren.&lt;br /&gt;
::Für den zweiten Bauabschnitt ist außer der Errichtung von weiteren vier Klassen der Bau einer Turnhalle geplant. Ferner werden Abstellräume geschaffen. Eine Hausmeisterwohnung wird eingebaut. Der Entwurf zu dem Schulbau, dessen Baustil sich, trotz es sich um einen modernen Bau handelt, gut in den mittelalterlichen Charakter von Zons einfügen wird, stammt von dem Architekten Emil Baumann (BDA), [https://de.wikipedia.org/wiki/Wevelinghoven Wevelinghoven].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kunstbildhauer Theodor Hammers aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], jetzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphaelshaus St. Raphaelshaus], hat der Kirche einen neuen Pfarrstempel entworfen. 88,25 DM, conferre Seite 198. Die Matrize zur Herstellung neuer Stempel liegt im Pfarrarchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 200] [Eingeklebter Zeitungsartikel mit handschriftlichen Ergänzungen: &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Post Rheinische Post] 194, 21.8.50&amp;quot;]&lt;br /&gt;
::Zons im Zeichen der Sängertage&lt;br /&gt;
::Schöner Festabend mit Jubilarenehrung – Gründung des Heimatbundes Zons angeregt&lt;br /&gt;
::Zons. Der Festabend, der am Samstag anläßlich des 70jährigen Bestehens des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|MGV Cäcilia Zons]] im „[[Bergischer Hof (Gaststätte)|Bergischen Hof]]“ stattfand, bildete einen würdigen Auftakt zu den Sängertagen in dem romantischen Rheinstädtchen. Der große Festsaal war schon vor Beginn der Veranstaltung bis auf den letzten Platz besetzt. Den Hintergrund der Bühne schmückte eine von Lorbeeren umrahmte Lyra.&lt;br /&gt;
::Den Auftakt des Festabends bildete ein von [[Josef Zanders|Studienrat Dr. Joseph Zanders]] verfaßter Vorspruch &amp;quot;Preis der Heimat&amp;quot;. Es folgte die von dem Orchester der Musikervereinigung [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], unter Leitung von Alfred Wehrmann, gespielte Ouvertüre zu &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Rosamunde_(Schauspiel) Rosamunde]&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schubert Schubert]. Groß war die Zahl der Ehrengäste, die der Vorsitzende der &amp;quot;[[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]]&amp;quot;, Franz Lenden, begrüßen konnte: u.a. Dechant [[Johannes Klüwer|Klüver]] [sic.], [[Bernhard Kamm|Amtsbürgermeister Kamm]], [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]], [[Josef Zanders|Studienrat Dr. Zander]] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß]), den Vertreter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_S%C3%A4ngerbund Deutschen Sängerbundes], Sängerkreis [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], Wilhelm Schmitz und die zu Gast weilenden auswärtigen Gesangvereine &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagener] Männergesangverein&amp;quot;, Werkchor der [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer_AG Farbenfabriken &amp;quot;Bayer&amp;quot; Dormagen] und Männergesangverein &amp;quot;Hoffnung&amp;quot; [https://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich Lobberich]. Besonders herzliche Worte fand er für die Jubilare des Vereins, an ihrer Spitze den 90 Jahre alten Senior Peter Gilgen, der schon mit dabei war, als der Verein vor 70 Jahren aus der Taufe gehoben wurde.&lt;br /&gt;
::Gut zum Vortrag gebrachte Chorwerke des Jubelvereins und des Gastvereins aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich Lobberich] sowie die Darbietungen der Solisten Josef Schnock und dessen Sohn (städtische Kammermusiker aus [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf]) leiteten über zu der Festansprache von [[Josef Zanders|Studienrat Dr. Zanders]]. Er bekannte sich mit Stolz zu seiner Geburtsstadt Zons und gab zunächst Erinnerungen aus seiner Jugendzeit zum Besten. Er regte – von großem Beifall unterstützt – an, sofort den Heimatbund Zons ins Leben zu rufen, zu dem sich möglichst alle Zonser als Mitglied einzeichnen sollten. Für den kommenden Winter seien drei bis vier Veranstaltungen geplant. Besonders richtete er einen Appell an die Jugend, sich rege zu beteiligen. Denn der Sport, der leider vielfach zu einseitig betrieben werde, forme nicht allein den Menschen. Man müsse neben dem Sport auch Interesse für geistige Dinge zeigen. Der Beauftragte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_S%C3%A4ngerbund Deutschen Sängerbundes], Wilhelm Schmitz, [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], nahm die Ehrung von 14 Jubilaren vor. Herzliche Worte richtete er an den Mitgründer Peter Gilgen, der als 90jähriger in &amp;quot;alter Frische&amp;quot; an dem Festtag des Vereins teilnehme. Er überreichte dem &amp;quot;eisernen&amp;quot; Jubilar die goldene Nadel des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_S%C3%A4ngerbund Deutschen Sängerbundes]. Mit den Glückwünschen der [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|&amp;quot;Cäcilia&amp;quot;]] übergab der Vorsitzende Lenden dem Senior des Vereins eine schöne Ehrenurkunde. Es folgte die Ehrung der um den Verein verdienten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[Foto]&lt;br /&gt;
::Der Vertreter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_S%C3%A4ngerbund Deutschen Sängerbundes] überreicht Peter Gilgen die goldene Nadel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Goldjubilare Josef Rodenkirchen und Josef Richrath. Ferner wurden geehrt die Silberjubilare: Philipp Kraus, Vorsitzender Franz Lenden, Jakob Lenden, Johann Oberzier, Philipp Reusrath, [[Peter Oberzier]], Franz Roß, Andreas Schreiner und Fritz Stein.&lt;br /&gt;
::Als letzter wurde der Silberjubilar Hermann Fredering vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdam Potsdamer] Männergesangverein geehrt, der die Glückwünsche seines Vereins vermittelte und unter dem echt Berliner Motto &amp;quot;Hier habt ihr nen Nagel, nu schlagt ihn rinn!&amp;quot; einen Fahnennagel überreichte. Eine weitere Urkunde wurde dem Jubelverein durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagen Hagener] MGV Cäcilia 1892 verehrt. Als besondere Anerkennung für die Mitwirkung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagener] Männergesangvereins wurde dem Vorsitzenden Jüsten ein Bild von Zons überreicht. Außer dem MGV [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] gratulierte auch der MGV &amp;quot;Hoffnung&amp;quot; [https://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich Lobberich] dem Jubelverein zu seinem Fest.&lt;br /&gt;
::Dechant [[Johannes Klüwer|Klüver]] dankte dem [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|MGV]] für seine aufopfernde Tätigkeit für die Allgemeinheit und die Arbeit im Dienste des Heimatgedankens. Er sagte, nach einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, daß der Verein auf seine Tradition stolz sein könne.&lt;br /&gt;
::Weitere gute Chöre der Gastvereine, besonders aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], und das von dem Jubelverein gesungene Chorlied &amp;quot;Am Landesteg zu Zons am Rhein&amp;quot; von Hansen und dem Chor mit Orchesterbegleitung &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/An_der_sch%C3%B6nen_blauen_Donau An der schönen blauen Donau]&amp;quot; von [https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Strauss_(Sohn) Johann Strauß] wurde der harmonisch verlaufene Abend beschlossen.&lt;br /&gt;
::Am Sonntag, dem zweiten Tag des Zonser Sängertreffens, herrschte während des ganzen Tages in den festlich geschmückten Straßen von Zons Hochbetrieb. Nachmittags wurde auf den Rheinwiesen als Sondereinlage ein großes Schauturnen des Turnkreises [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] als Werbeveranstaltung für die Jugend geboten, bei der bekannte deutsche Meisterturner, darunter Mitglieder der Deutschlandriege, mitwirkten und durch ihre Leistungen imponierten. Eine Mädelgruppe aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Langenfeld_(Rheinland) Langenfeld] brachte manche Überraschungen und fand besonders starken Beifall für ihre Volkstänze.&lt;br /&gt;
::Im &amp;quot;[[Bergischer Hof (Gaststätte)|Bergischen Hof]]&amp;quot; fand unter Beteiligung des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Jubelvereins &amp;quot;Cäcilia&amp;quot; Zons]], des Quartettvereins 1933 [https://de.wikipedia.org/wiki/Nettesheim Nettesheim], des MGV Concordia, [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], des [https://de.wikipedia.org/wiki/Uerdingen Uerdinger] MGV 1948, des Männer-Gesang-Vereins [[Stürzelberg]], des MGV Hoffnung, [https://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich Lobberich], und des Männerquartetts 1946 [https://de.wikipedia.org/wiki/Holthausen_(D%C3%BCsseldorf) Düsseldorf-Holthausen] in dem überfüllten Saal ein großes Festkonzert statt. Einige Vereine wurden für ihre guten Leistungen besonders gefeiert und mußten Zugaben geben. Den mitwirkenden auswärtigen Vereinen wurde ein großes Bild von Zons durch den Vorsitzenden Lenden als Erinnerungsgabe überreicht.&lt;br /&gt;
::Den Höhepunkt des Tages bildete am Abend ein großes Feuerwerk mit bengalischer Stadtbeleuchtung. Schon lange vor Beginn hatten weit mehr als 6000 Menschen auf dem Rheindamm Aufstellung genommen, für die das Feuerwerk zu einem Erlebnis besonderer Art wurde. Besonders wirksam war die bengalische Beleuchtung, bei der die alten Türme und Mauern des Städtchens in rotem Licht erstrahlten und sich als flammende Silhouetten vom nächtlichen Himmel abhoben.&lt;br /&gt;
::Zons hatte seit langer Zeit wieder einmal einen großen Tag und dürfte viele neue Freunde unter den auswärtigen Besuchern erworben haben, die zum Teil von weit her gekommen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 201] Am 19.7.1950 wurde der [[Johannes Klüwer|Pfarrer von Zons]] vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Hochwürdigen Herrn Kardinal Dr. Josef Frings] zum Dechanten des Dekanates ernannt. Der bisherige Dechant, Hochwürdiger Herr Geistlicher Rat Gustav Biesenbach vom [[Stürzelberg]], wurde Ehrendechant. Ut deus bene vertat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 19.8.50 und 20.8.50 feierte die [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]] (conferre I, Seite 85) sein 70jähriges Bestehen. Einer der Gründer, der Schmiedemeister Peter Gilgen, wurde geehrt. Die [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]], als Kirchenchor gegründet und auch dem Diözesanverband angeschlossen, hat den liturgischen Gesang bis 193? gepflegt, dann schloß er sich dem Verband der Männergesangvereine [an] und sang nur noch an hohen Kirchenfesten mehrstimmige Messen bis auf den heutigen Tag. Im letzten Monat sonderten sich die Mitglieder, die nicht mehr kirchlich singen wollten, [ab] und gründeten einen eigenen Zonser Männergesangverein 1950. Ein neuer, tüchtiger Kirchenchordirigent konnte den Kirchenchor wieder zum Leben erwecken. Aber augenblicklich fehlen die Geldmittel dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 202] Am 27.8.50 machte die Gemeinde ihre 213. Pilgerwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kevelaer Kevelaer].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12.9.50. Das &amp;quot;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Anbetung ewige Gebet]&amp;quot; wird gut besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Eingeklebter Zeitungsartikel mit handschriftlicher Ergänzung: &amp;quot;30.10.50&amp;quot;]&lt;br /&gt;
::Richtkranz über Schulneubau&lt;br /&gt;
::Richtfest in Zons – [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] dankte den Arbeitern&lt;br /&gt;
::[Foto der [Schule]&lt;br /&gt;
::Zons. Auf dem Dachboden der neuen [[Schulwesen|Schule]] hatten sich die große Schar der am Bau beteiligten Arbeiter der Firma Ferber (Zons), der Leiter der Firma und viele Ehrengäste zum Richtfest eingefunden. [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] und Inspektor Schmitz waren von der Verwaltung erschienen. In herzlichen Worten begrüßte [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] seine Gäste. Nach altem Brauch werde heute das Richtfest für einen Bau gefeiert, der der Jugend als Heimstätte für ihre Erziehung dienen soll. Vor mehr als dreißig Jahren sei dieses Gelände, auf dem die Schule stehe, von Bauern bearbeitet worden. Kein Haus habe weit und breit gestanden, erst viel später sei dann hier und da das aufgebaut worden, was heute dastehe. Das Gelände sei dann für Siedlungszwecke freigegeben worden. Zuerst seien kleine Parzellen abgegeben worden, bis man in den vergangenen Jahren mit einem großzügigen Planen begonnen habe. Er sprach dann der Betriebsführung und den Arbeitern den Dank aus für ihre Arbeit und den Fleiß, mit dem sie dieses Werk geschaffen hätten. Er hoffe, so schloß der Redner, daß auch die Kinder, die dereinst die [[Schulwesen|Schule]] besuchen, derer gedächten, die ihnen den Bau errichtet hätten. Im Anschluß daran sprach der Altgeselle Friedrich Brandt den Richtspruch &amp;quot;In Gottes Schutz und Handwerkers Hand haben wir dieses Bauwerk emporgebracht...&amp;quot;.&lt;br /&gt;
::Nach altem Brauch wurde dann der Richttrunk gereicht. In einer kleinen Feierstunde sorgten Altgeselle Friedrich Brandt und auch sein Junggeselle für humorvolle Unterhaltung und hielten die Gäste noch lange in guter Stimmung beisammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 203] 24.9.50. Fußwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. Teilnahme wie immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1.10.50. [[Erntedankfest]] mit Dankspiel vor dem Hochamt. In diesem Jahre Versuch, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz Rosenkranzandacht] abends um 7 Uhr zu halten, es waren durchschnittlich 50 Kinder und 50 Erwachsene da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:29.10.50. [https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nigsfest Christkönigsfest], bei der Generalkommunion der Jugend in der Frühmesse waren fast nur Mädchen vertreten. An der Familienkommunion beteiligten sich ca. 50 Familien. Die Christkönigsfeier am Abend um 5.30 war sehr eindrucksvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. November 50. Die Prozession zum [[Friedhof]] am Nachmittag des [https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen Allerheiligen-Tages] war sehr gut in Beteiligung. Die [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Cäcilia]] sang trotz der Abtrennung der Mitglieder in einen neuen Verein gut und [mit] starker Beteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. November 50. Fest des [https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich heiligen Hubertus] mit feierlich ministriertem Hochamt. Abends tagte die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|Bruderschaft]] bei [[Bergischer Hof (Gaststätte)|Weiler]] mit Tanz und Essen. Morgens bei der heiligen Kommunion fehlten die Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:12. November 50. Feierlich ministriertes Hochamt zu Ehren des Pfarrpatrons, des [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours heiligen Martinus].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 204] Vom 12.–19. November hielt Pater Bossong&amp;lt;ref&amp;gt;Unsichere Lesung des Namens.&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] eine Weltmissionswoche, um den Missionsgedanken in den Familien zu wecken und gut zu vertiefen. Er sprach in den einzelnen Gruppen und Vereinen. In der [[Schulwesen|Schule]] hielt er die [https://de.wikipedia.org/wiki/Katechese Katechesen] für die Kinder. Am 12.11. zeigte er Missionsfilme: Afrika ruft und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Missionshaus Knechtsteden]. Am 19.11. feierlicher Schluß, gesondert für Kinder und Erwachsene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 22.11. [https://de.wikipedia.org/wiki/Bu%C3%9F-_und_Bettag Buß- und Bettag] Einkehrtag für die Bezirksfrauen des Dekanates. 50 waren gekommen. Rektor Bruckmann, Assistent bei der Zentrale in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln], hielt die Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26. November 50 fand unter großer Beteiligung der Pfarrfamilie die Heldengedenkfeier wie alljährlich in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:8. Dezember 50. Marienfeier der Frauenjugend im [[Jugendheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. Dezember 50. Festandacht zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Leibliche_Aufnahme_Mariens_in_den_Himmel feierlichen Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:13. Dezember 50 sprach im katholischen Männerwerk Pater Rath [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden] vor den Männern über die Kirchen des Ostens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 205] [Eingeklebter Doppel-Zeitungsartikel zu Zons mit handschriftlicher Ergänzung: &amp;quot;8.12.50&amp;quot;]&lt;br /&gt;
::Mit Zons verwachsen&lt;br /&gt;
::[[Heinrich Wimmer]] 25 Jahre Vorsitzender der Ortsbauernschaft&lt;br /&gt;
::Zons. Ortslandwirt [[Heinrich Wimmer]] feierte gestern sein 25jähriges Jubiläum als Vorsitzender der Ortsbauernschaft. Mit Ausnahme einiger Jahre des Naziregimes steht er seinen Berufskameraden als Vorsitzender seit 1919 vor. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsverbandes, Ortsgruppe Zons, Heinrich Nußbaum, überreichte ihm als Anerkennung der großen Verdienste um die Landwirtschaft eine handgemalte Urkunde. Die Glückwünsche der Stadtverwaltung und der Bevölkerung überbrachte für den verhinderten [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] Inspektor Schmitz. Daß Dechant [[Johannes Klüwer|Klüwer]] bei diesem Gratulationsakt nicht fehlen durfte, versteht sich schon aus dem Grunde, weil [[Heinrich Wimmer]] seit 1933 Mitglied des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]] ist. Da der Jubilar auch Vorsitzender der [[Spar- und Darlehens-Kassenverein|Spar- und Darlehenskasse Zons]] ist, wurde er auch von dieser Seite durch eine Ehrengabe von Johann Erkelenz ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
:[[Heinrich Wimmer]] genießt in der gesamten Zonser Bürgerschaft ein großes Ansehen. Wenn er die Zonser Jugendlichen in seinen Vorträgen für die historische Vaterstadt begeisterte, dann war er in seinem Element. Darüber hinaus betätigte er sich auch als Verfasser von Büttenreden, hat er doch auch die Karnevalsgesellschaft mit ins Leben gerufen. Außerdem hat er zahlreiche Heimatgedichte verfaßt. Wenn man diesem bescheidenen Mann gegenübersitzt und hört, wie er die schwierigsten Situationen immer mit Humor gemeistert hat, kann man verstehen, daß ihm die Bevölkerung von ganzem Herzen zugetan ist. [[Heinrich Wimmer]] wird als ein Zonser von echtem Schrot und Korn auch weiterhin die Interessen der Landwirtschaft in äußerster Pflichterfüllung vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu handschriftliche Ergänzung: &amp;quot;H. Wimmer ist altes Mitglied des [[Kirchenrat|Kirchenvorstandes]].&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Problem Stadtmauer&lt;br /&gt;
::Zons. Die Ausbesserungsarbeiten an der Stadtmauer in Zons sollen bei besserem Wetter fortgesetzt werden. Die Regierung hat weitere Zuschüsse für diese Arbeiten zur Verfügung gestellt. Insbesondere sollen die drei Wehr-Erker an der nördlichen Stadtmauer instandgesetzt und überdacht werden. Dadurch erhält die Stadtmauer wieder ihr altes historisches Gesicht. – Wie die NGZ weiter erfährt, wird das Kultusministerium in Zukunft keinerlei Zuschüsse mehr gewähren. Das wäre bedauerlich, weil das inzwischen so gut angelaufene Renovierungsprogramm, das sich über zehn Jahre hinaus erstrecken sollte, dadurch in Frage gestellt würde. Die finanzschwache Stadt Zons allein ist keinesfalls in der Lage, die Arbeiten aus eigenen Miteln durchzuführen. Die Stadtverwaltung wird nichts unterlassen, die erforderlichen Zuschüsse doch noch zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten Weihnachten] sind am ersten Tage ca. 800 Kommunionen ausgeteilt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Statistik 1950  Taufen 41 (36), 1. heilige Beichte 25 (50), [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heilige Kommunion] 50 (39), [https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung Firmung] 167, Eheschließung 11 (16), 3 auswärts, Rücktritte zur Kirche 2, Sterbefälle 16 (19), Kommunionen ausgeteilt 26.000 (23.000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 206] 1951&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Glockenarchiv in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg Hamburg] teilt auf Anfrage mit: 3.1.51. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß Ihre Glocken – der Stufe A angehörend – gleich beim Eintreffen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg Hamburg] eingeschmolzen wurden. Die gesamten Glocken der Qualitätsstufe A wurden gleich eingeschmolzen. Unterschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.1.51. Rektor Plettenberg, Krankenhaus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], sprach in der Versammlung des katholischen Männerwerks über den spanischen Premier des vorigen Jahrhunderts, [https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Donoso_Cort%C3%A9s Donoso Cortes], richtunggebend für unsere Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20.1.51 feierten Heinrich Stein und Sophia Kremer ihre goldene Hochzeit. Stein ist seit 25 Jahren Brudermeister der [[St. Antoniusbruderschaft]], die heute die Aufgabe übernommen hat, die [[Wegekreuze]] und [[Heiligenhäuschen]] in Ordnung zu halten. Die Kirchengemeinde überreichte ihm ein ansehnliches Geschenk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:26.1.51. Richtfest der Siedlergenossenschaft. 7 Doppelhäuser waren errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 207] Die Betstunden, die von den [[Frauen- und Mütterverein|Frauen und Müttern]] jeden Monat für den Frieden gehalten werden, sind gut besucht, auch von den übrigen Gläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14.2.51 sprach im Männerwerk vor 40 Männern Pfarrer Franz Doppelfeld aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuß], der 7 Jahre im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Dachau KZ in Dachau] und anschließend in russischer Kriegsgefangenschaft war. Er schilderte die Zustände im Sowjetparadies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:25.2.51. Lichtbildervortrag. Romfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[Es folgen drei eingeklebte Zeitungsartikel mit handschriftlicher Ergänzung: &amp;quot;12.12.1950 Neuss-Grevenbroicher Zeitung&amp;quot;.]&lt;br /&gt;
::Zons. Als erster Ort im Kreisgebiet erhielt gestern Zons über die Kreisverwaltung [https://de.wikipedia.org/wiki/Grevenbroich Grevenbroich] als Träger der Landarbeiter-Siedlung vom Landeskulturamt [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] den Bewilligungsbescheid zur Errichtung von 23 Siedlungshäusern. Die Höhe des genehmigten Darlehns beläuft sich auf 283.470 DM. Mit der Auszahlung der ersten Rate auf diesen Kredit ist in den nächsten Wochen zu rechnen, da die Siedler von Zons und [[Stürzelberg]] alle erforderlichen Verträge vor dem Vorsteher des Landeskulturamtes [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] bereits getätigt haben. Von den 23 Siedlungshäusern werden fünf in Zons und 18 in [[Stürzelberg]] gebaut. Die Umschreibung der Verträge wird in nächster Zeit im Grundbuch erfolgen, so daß der Auszahlung der zugesagten Mittel nichts mehr im Wege steht. In der kommenden Woche werden die Siedler mit Nachdruck mit den Arbeiten beginnen, die zum größten Teil in Eigenhilfe ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Großzügige Aufforstung in Zons&lt;br /&gt;
::Zons. Auf der [[Lämmerweide|Rinderweide]] werden zur Zeit 800 Pappeln angepflanzt. Das ist der Anfang des großen Aufforstungsprogramms. Als zweiter Abschnitt des Programms folgt die Aufforstung der [[Hannepützheide|Zonser Heide]]. Diese Aufforstung ist um so notwendiger geworden, da in der Nachkriegszeit während der Kohlennot der größte Teil des Baumbestandes einem unverantwortlichen Raubbau zum Opfer gefallen ist. Falls entsprechende Zuschüsse gewährt werden, soll die Aufforstung der [[Hannepützheide|Heide]] von Grund aus durchgeführt werden. Es wird erwartet, daß die gepflanzten Pappeln nicht irgendeiner Unvernunft zum Opfer fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[[Heinrich Berchem|Stadtinspektor Berchem]] 40 Jahre im Dienst&lt;br /&gt;
::Zons. Der weit über die Grenzen der Stadt Zons bekannte [[Heinrich Berchem|Stadtinspektor Berchem]] konnte gestern auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Zons zurückblicken. [[Heinrich Berchem|Stadtinspektor Berchem]] hat sich im Laufe seiner Tätigkeit besonders als Geschäftsführer des [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Zonser Verkehrs- und Verschönerungsvereins]] um die Förderung des [[Fremdenverkehr]]s verdient gemacht. Aus Anlaß des Jubiläums überreichte [[Stadtdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] dem verdienstvollen Beamten ein Blumenangebinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Stiftung der Ortsbauernschaft&lt;br /&gt;
::Zons. Die während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Krieges] an der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|St. Andreas-Pfarrkirche]] [sic.] in Zons entstandenen Schäden konnten bisher aus finanziellen Gründen noch nicht restlos behoben werden. Obwohl [[Pfarrer]] [[Johannes Klüwer|Klüwer]], der [[Kirchenrat|Kirchenvorstand]] und nicht zuletzt die ganze katholische Pfarrgemeinde durch Aufbringen freiwilliger Spenden manche Schadensstelle beseitigen konnten, zur Anschaffung neuer Fenster reichten die Mittel nicht aus. Um so erfreulicher ist die Feststellung, daß sich die Ortsbauernschaft bereit erklärt hat, bis zum Frühjahr 1951 wenigstens ein kleines Fenster aus eigenen Mitteln zu stiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 208] In der Nacht vom 10.3.51 Männerfußwallfahrt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden], wo um 12 Uhr die heilige Messe war. Beteiligung 40 Männer und Jungmänner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:14.3.51 sprach Pater Dr. Arnold [https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritaner C.S.Sp.] vor 25 Männern über Atomfluch und Atomsegen, rege Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die für [https://de.wikipedia.org/wiki/Karsamstag Karsamstag] in diesem Jahre erlaubte liturgische Mitternachtsfeier wurde noch am [https://de.wikipedia.org/wiki/Karsamstag Karsamstag] gehalten, da die Vorbereitung für die Gläubigen zu kurz war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am [https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Sonntag Weißen Sonntag], 1.4.51, gingen 25 Kinder zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Erstkommunion 1. heiligen Kommunion].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:22.4.51. Die Kolpingsfamilie [[Stürzelberg]] spielte das Volksstück: Tod an der Wiege, das die Probleme um den [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch § 218] behandelt, mit großem sittlichen Ernst. Leider war der Besuch nicht zufriedenstellend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 1.5.51 holte eine Stafette das Licht, das vom Muttergottesaltar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Altenberg_(Bergisches_Land) Altenberg] durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings Herrn Kardinal] entzündet war, in [https://de.wikipedia.org/wiki/Benrath Benrath] ab und brachte es in unsere [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Pfarrkirche]]. Die Blumenprozession der Kinder hatte gerade den Maialtar geschmückt, die erste feierliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Maiandacht Maiandacht] wurde gehalten und am Schlusse der Andacht das Licht an die Sta-&amp;lt;ref&amp;gt;Fortsetzung p. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 209] [Es folgt ein eingeklebter Zeitungsartikel.]&lt;br /&gt;
::Festspiel&lt;br /&gt;
::Zons. Mit Saisonplänen befaßte sich der [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein]] in seiner Hauptversammlung. Wie [[Stadtdirektor|Amtsdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] erklärte, hat das schlechte Wetter des vergangenen Jahres dem Zonser [[Fremdenverkehr]] einen bösen Streich gespielt. Der Ausfall der [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln-D%C3%BCsseldorfer_Deutsche_Rheinschiffahrt Köln-Düsseldorfer] habe sich ebenfalls bemerkbar gemacht. Dagegen habe sich die Motorbootsgenossenschaft auf das beste bewährt und den aufgestellten Fahrplan bis zum letzten Tage durchgehalten. Der im Rahmen des Jubiläums des [[Kirchenchor &amp;quot;Cäcilia&amp;quot;|Männergesangvereins]] aufgezogene Jahreshöhepunkt mit Sängerwettstreit und Feuerwerk habe mit seinem Besuch von etwa 10.000 Fremden gezeigt, daß auch in Zukunft auf solche Veranstaltungen nicht verzichtet werden könne. Obwohl die Zahl der in Zons angelegten Schiffe kleiner als im Jahre 1949 gewesen sei, habe sich die Besucherzahl nicht verringert. &amp;quot;Die finanziellen Dinge waren so, daß wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind&amp;quot;, meinte er. Wie Geschäftsführer [[Heinrich Berchem|Berchem]] betonte, übt das historische Zons eine immer größere Anziehungskraft auf die Ausländer aus. Holländer, Engländer, Norweger, Oesterreicher und Schweizer sind in Zons registriert worden. 5.450 Besucher wurden fürs [[heimatmuseum|Museum]], 9.000 Besucher für die [[Windmühle|Mühle]] gezählt. Die steigende Mitgliederzahl des [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Verkehrs- und Verschönerungsvereins]] – ein Zugang von 14 auf 66 Mitglieder wurde verzeichnet – zeigt, daß die Bedeutung des Vereins allmählich in allen Schichten der Zonser Geschäftswelt anerkannt wird. – In Zons stehen 32 Zimmer mit 46 Betten in den Gaststätten dem [[Fremdenverkehr]] zur Verfügung. Im vergangenen Jahr haben sich die Mitglieder Mainz, Pohl und Kern um den [[Fremdenverkehr]] besonders verdient gemacht.&lt;br /&gt;
::Um im nächsten Jahr über den Schiffsverkehr die nötigen Gäste zu erhalten, werden zwei neue Bootsfirmen anlegen. Wahrscheinlich wird die Schiffahrtsgesellschaft Louwen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Duisburg Duisburg], eine neue Brücke anlegen, wodurch sich die Anlegerverhältnisse bedeutend verbessern würden. Mehrere Hinweisschilder für [[Windmühle|Mühle]] und [[Heimatmuseum|Museum]] sollen aufgestellt werden. Die Wege um Zons wurden gründlich besprochen. Wenn auch die Mittel für eine Ausbesserung von Grund aus nicht reichen, wird versucht, mit der Asche von der Zinkhütte das Beste zu versuchen. Neue Bänke an gün-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[Foto des [[Schlosstor|Schlosstores]]]&lt;br /&gt;
::Geschichtszeugen der Rheinfeste Zons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::stiger Stelle sollen bald aufgestellt werden. – Als Höhepunkt für das Jahr 1951 ist das 40jährige Jubiläum des [[FC Zons 1911 e.V.|Zonser Fußballvereins]] geplant. Eine Sportwoche wird vorausgehen, die am 18. und 19. August mit zwei weinfrohen Tagen abschließen wird. Diese Tage sollen mit einer großen Werbung aufgezogen werden. Frido Keller legte einen geschmackvollen Plakatentwurf vor, der Zons in strahlender Beleuchtung zeigt. Das Motto auf dem Plakat – &amp;quot;Zons im Feuerspiegel&amp;quot; – dürfte seine Wirkung nicht verfehlen. Ein Festwagen mit Rittern und Landsknechten sowie ein Festspiel werden für die nötige Aufmachung sorgen. Um die Durchführung des Festes zu garantieren, wurde ein Festausschuß mit den Mitgliedern Derendorf, Pohl, Richrath, Weiler, Marx und Nußbaum gewählt.&lt;br /&gt;
::Zum Abschluß kam noch einmal das Gespräch auf die Zonser [[Freilichtbühne]]. Die Freilichtspiele könnten werbemäßig eine große Rolle spielen, und allgemein wurde die Ansicht vertreten, daß die nötigen Schritte zur Errichtung einer [[Freilichtbühne]] getan werden müssen. Wie [[Stadtdirektor|Amtsdirektor]] [[Johann Scheer|Scheer]] ausführte, müßte der Kreis zur Finanzierung herangezogen werden. Zum Aufbau der Bühne fehlten acht- bis zehntausend Mark. Da aber auch der Regierungspräsident sich interessiert gezeigt habe, hoffe man, daß auch das Kultusministerium herangezogen werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[p. 210] Stafettenläufer der Pfarren des Dekanates weitergegeben, die es in ihre Pfarreien zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Maiandacht 1. Maiandacht] brachten. Maria, Königin des Friedens, bitte für uns. Diese Friedensstafette geht über die Grenzen hinaus nach Holland, Belgien, Frankreich, Österreich und in die Ostzone nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin Berlin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:20.5.1951. Jugendbekenntnis in [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Knechtsteden Knechtsteden]. In Zons Fahnenweihe der neuen Bruderschaftsfahne, angefertigt in [https://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld Krefeld], Niederrheinische Fahnen- und Kunststickerei, Preis 700,- DM. Vorderseite: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_(Heiliger) St. Sebastianus] und Stadtbild von Zons. [[St. Hubertus-Schützengesellschaft|St. Sebastianus- und Hubertus-Schützen-Bruderschaft Zons]], gegründet 1448 – 1951. Rückseite: [[Stadtwappen|Stadtwappen von Zons]]. Glaube – Heimat – Sitte. Aus alter Wurzel neue Kraft.&lt;br /&gt;
:Festpredigt: Bezirkspräses Pfarrer Zander, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nettesheim Nettesheim]. Weihe durch den Generalpräses geistlicher Rat Dr. Louis, Pfarrer in [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrrig Leverkusen-Bürrig].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:24. Mai 1951 [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnam]. Bei strahlendem Sonnenschein unter großer Beteiligung (über 250 Männer gezählt) zog die Gottestracht den altgewohnten Weg. Der [p. 211] sakramentalische Segen wurde gegeben am [[Feldtor]], am [[Antoniushäuschen]], vor dem [[Rheintor]], bei [[Meller (Familie)|Meller]], [[Feldstraße]] und in der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|Kirche]]. Zum letzten Male habe ich als [[Pfarrer]] das [https://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam Fronleichnamsfest] in Zons gefeiert. Möge der göttliche Heiland auch in Zukunft die Pfarrfamilie segnen, der ich versucht habe, während 23 Jahre ein &amp;quot;[[Pfarrer|Pastor]]&amp;quot; zu sein. Mit dem 1. Juni 1951 lege ich mein Amt nieder, damit eine jüngere Kraft die Seelsorge übernehmen kann.&lt;br /&gt;
:[[Johannes Klüwer]], Dechant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagebücher und Chroniken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Klemens-Josef_Winkelmann&amp;diff=4445</id>
		<title>Klemens-Josef Winkelmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Klemens-Josef_Winkelmann&amp;diff=4445"/>
		<updated>2026-08-19T12:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Klemens-Josef Winkelmann&#039;&#039;&#039; (* 2. Mai 1933 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Wuppertal Wuppertal]) war ab 1967 [[Lehrer]] an der katholischen [[Schulwesen|Volksschule]] in Zons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Lehrtätigkeit ==&lt;br /&gt;
Klemens-Josef Winkelmann besuchte 1939–1947 die Volksschule, 1954–1958 ein Abendgymnasium, studierte dann an den Universitäten [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinische_Friedrich-Wilhelms-Universit%C3%A4t_Bonn Bonn], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig-Maximilians-Universit%C3%A4t_M%C3%BCnchen München] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln Köln] und anschließend 1965–1966 an der Pädagogische Hochschule in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss]. Am 9. Dezember 1966 absolvierte er das erste Staatsexamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Januar 1967 wurde er [[Lehrer]] an der katholischen [[Schulwesen|Volksschule]] in Zons, an der er das 6./7. Schuljahr übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Winkelmann, Klemens-Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Rheinzoll&amp;diff=4444</id>
		<title>Rheinzoll</title>
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		<updated>2026-08-19T10:28:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinzoll Rheinzoll]&#039;&#039;&#039; von Zons war über vier Jahrhunderte lang das wirtschaftliche und machtpolitische Rückgrat der kurkölnischen Zollfeste und eine der bedeutendsten Einnahmequellen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurköln Erzstifts Köln] sowie des Kölner [[Domkapitel]]s. Im August 1372 durch Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] nach Zons verlegt, bildete er den unmittelbaren Anlass für den planmäßigen Ausbau von Zons zur wehrhaften Festungsstadt und die Verleihung der [[Stadtrecht|Stadtrechte am 20. Dezember 1373]]. Nach der Verpfändung von Stadt, Amt und Zoll an das [[Domkapitel]] im Jahr 1463 verblieb Zons bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen im Jahr 1794 in dessen ununterbrochenem Pfandbesitz und wurde faktisch als dessen Unterherrschaft verwaltet. Das Ende des Zolls im Zuge der [https://de.wikipedia.org/wiki/Säkularisation französischen Säkularisation] und der Neuordnung des Rheinschifffahrtswesens ab 1805 stürzte Zons im 19. Jahrhundert in eine tiefe wirtschaftliche Krise, bewahrte jedoch gleichzeitig die historische Bausubstanz vor einer Überformung durch moderne Industriebauten und schuf so das Fundament des heutigen Denkmalcharakters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Die wirtschaftliche und rechtliche Natur des Rheinzolls ==&lt;br /&gt;
Im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit stellten Zölle die wichtigste finanzielle Grundlage für den territorialen Ausbau und die Behauptung landesherrlicher Macht dar. Sie fungierten in erster Linie als verlässliche Geldquellen zur Deckung des permanenten Finanzbedarfs der im Entstehen begriffenen Territorialstaaten. Wirtschaftspolitische oder handelsregulierende Motive spielten dagegen im Vergleich zur rein fiskalischen Bedeutung eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Recht zur Erhebung von Zöllen, das sogenannte [https://de.wikipedia.org/wiki/Zollrecht Zollregal], war ursprünglich ein königliches Vorrecht (Regale). Im Laufe des Mittelalters ging dieses Recht jedoch durch königliche Verleihung oder politische Machtverschiebungen zunehmend auf die regionalen Fürsten über. Im kurkölnischen Territorium errichteten die Erzbischöfe ein strategisch ausbalanziertes System von Hebestellen am Rhein, um den lukrativen Transitverkehr auf dieser europäischen Hauptverkehrsader lückenlos abzuschöpfen. Neben den Zollstationen in [https://de.wikipedia.org/wiki/Andernach Andernach], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinberg Rheinberg] bildete die Hebestelle in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] über Jahrhunderte hinweg das administrative und wirtschaftliche Kernstück dieses erzstiftischen Zollsystems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zollverlegung von Neuss nach Zons (1372) ==&lt;br /&gt;
Die Verlegung der bis dahin in [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] ansässigen Zollstelle nach Zons im August 1372 war das Resultat einer Kette von machtpolitischen, administrativen und naturräumlichen Faktoren. [[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden]], der im Jahr 1370 im Alter von nur 22 Jahren den erzbischöflichen Stuhl bestiegen hatte, erbte ein hochverschuldetes Erzstift und lag sogleich in dauerhaftem Streit mit der selbstbewussten und nach Autonomie strebenden Bürgerschaft der Stadt Neuss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neusser Bürger weigerten sich beharrlich, den erzbischöflichen Schultheißen anzuerkennen, behinderten dessen Gerichtsrechte und erhoben eigenmächtig städtische Abgaben wie das sogenannte Bestättergeld, was die erzbischöflichen Zolleinnahmen als Transitabgaben in erheblichem Maße schädigte. Zudem wehrten sich die Neusser vehement gegen jede landesherrliche Zwingburg innerhalb ihrer Mauern; bereits 1255 hatten sie eine erzbischöfliche Burg am Rheintor geschleift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kam ein gravierendes geografisches Problem: Der unregulierte Rhein verlagerte sein Bett im Laufe des 14. Jahrhunderts immer weiter nach Osten, weg von den Neusser Stadtmauern. Schiffe konnten die Stadt nicht mehr direkt anfahren, was die physische Einziehung des Zolls und den Güterumschlag massiv erschwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich von Saarwerden|Erzbischof Friedrich III.]] nutzte ein bereits 1346 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_IV._(HRR) Kaiser Karl IV.] erteiltes Privileg, das den Kölner Erzbischöfen das Recht einräumte, ihre Zölle an jeden beliebigen Ort zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Andernach Andernach] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rees Rees] zu verlegen. Die Wahl fiel auf das kurkölnische Dorf Zons, das zu dieser Zeit unmittelbar am Rheinufer lag und strategisch günstig gelegen war, um auch den jülichschen Konkurrenten im nahegelegenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen] einen Riegel vorzuschieben. Die königliche Anerkennung der Zollverlegung durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Wenzel_(HRR) König Wenzel] erfolgte im Jahr 1376, womit die Maßnahme reichsrechtlich endgültig abgesichert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Ausbau von Zons zur Zollfestung ==&lt;br /&gt;
Die Verlegung des Zolls zog unmittelbar den planmäßigen Ausbau des bis dahin dörflichen Zons zu einer wehrhaften Festung nach sich. Am 20. Dezember 1373 verlieh der Erzbischof Zons das [[Stadtrecht]]eprivileg nach dem Vorbild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Brühl_(Rheinland) Stadt Brühl], um die Zonser Einwohner eng an die Landesherrschaft zu binden und sie zur aktiven Verteidigung des neuen Zollstandortes zu verpflichten. Als Sicherheitsmaßnahme für die herrschaftlichen Interessen mussten die Torschlüssel der Stadt jeden Abend dem erzbischöflichen [[Schultheiß]]en auf der [[Burg Friedestrom]] übergeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1373 entstanden die mächtigen Befestigungsanlagen der Stadt sowie die [[Burg Friedestrom]] im Südosten des trapezförmigen, wie auf dem Reißbrett entworfenen Stadtgrundrisses. Die Festung war als integriertes System konzipiert, bei dem die Burg knapp ein Sechstel des gesamten Stadtareals einnahm. Der wehrhafte [[Rheinturm|Peters- oder Rheinturm]] (auch Zollturm genannt) an der Nordostecke der Stadtmauer wurde im Jahr 1388 als krönender Schlusspunkt der Festungsbauarbeiten vollendet. Eine lateinische Bauinschrift an der Südseite des Turmes hält dieses historische Ereignis und die Urheberschaft [[Friedrich von Saarwerden|Friedrichs von Saarwerden]] dauerhaft fest. Um die Zollstadt territorialpolitisch vollständig abzusichern, bewog der Erzbischof den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Jülich-Geldern) Herzog Wilhelm von Jülich] in den Jahren 1388 (vorläufig) und 1395 (endgültig) zum Verzicht auf seine historischen Vogteirechte über Zons, wofür Jülich im Gegenzug mit den Dörfern [https://de.wikipedia.org/wiki/Merzenich Merzenich] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Girbelsrath Girbelsrath] entschädigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ära der domkapitularischen Pfandschaft (1463–1794) ==&lt;br /&gt;
Während der Regierungszeit des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_II._von_Moers Erzbischofs Dietrich II. von Moers (1414–1463)], des Neffen und Nachfolgers des Stadtgründers, geriet das Erzstift durch aufwendige Fehden, wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Soester_Fehde Soester Fehde], und eine prunkvolle Hofhaltung in eine katastrophale finanzielle Krise. Das vermögende Kölner [[Domkapitel]] bürgte in erheblichem Maße für die erzbischöflichen Landesschulden. Nach dem Tode Dietrichs II., der im Jahr 1463 auf [[Burg Friedestrom]] verstarb, erzwang das [[Domkapitel]] im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlkapitulation Wahlkapitulationen] des neuen Erzbischofs die dauerhafte Verpfändung von Burg, Stadt, Amt und Zoll Zons zur Tilgung der Landesschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Schulden des Erzstifts in den folgenden Jahrhunderten nie zurückgezahlt werden konnten, verblieb Zons bis zum Ende des Alten Reiches im Jahr 1794 ununterbrochen im Pfandbesitz des [[Domkapitel]]s. Zons wurde faktisch als Unterherrschaft des Kapitels verwaltet, das die Beamten einsetzte, die Steuern kontrollierte und landesherrliche Einlösungsversuche – wie den des Kurfürsten [[Clemens August]] im Jahr 1743 – erfolgreich abwehrte. Einzig im Jahr 1471 besetzte [https://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_von_der_Pfalz_(Köln) Erzbischof Ruprecht von der Pfalz] im Zuge der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Stiftsfehde Kölner Stiftsfehde] Zons kurzzeitig gewaltsam, musste die Pfandschaft aber letztlich wieder an das [[Domkapitel]] herausgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erheblicher Teil der in Zons generierten Einnahmen floss nicht direkt nach Köln, sondern wurde vereinbarungsgemäß direkt vor Ort für lokale Aufgaben einbehalten. Die Protokolle des [[Domkapitel]]s belegen zahlreiche Auszahlungen aus der Zonser Zollkasse für den baulichen Unterhalt der [[Burg Friedestrom|Burg]], der Stadtmauern und Gräben, für die Besoldung und Ausrüstung der Schlosssoldaten sowie für die standesgemäße Bewirtung hochgestellter Persönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Zollpersonal: Organisation, Hierarchie und soziale Stellung ==&lt;br /&gt;
Die administrative Struktur der Zollstelle war von Beginn an strikt von der allgemeinen Amts- und Stadtverwaltung getrennt. Gemäß der ältesten erhaltenen Zonser Zollordnung des [[Domkapitel]]s aus dem Jahr 1484 bestand das Personal aus:&lt;br /&gt;
* dem &#039;&#039;&#039;[[Zöllner]]&#039;&#039;&#039; (bzw. Zollverwalter), der dem Kollegium vorstand und die Abrechnungsbücher führte,&lt;br /&gt;
* dem &#039;&#039;&#039;[[Beseher]]&#039;&#039;&#039;, dem die physische Inspektion der Schiffsladungen oblag,&lt;br /&gt;
* dem &#039;&#039;&#039;[[Zollschreiber]]&#039;&#039;&#039;, der für die exakte schriftliche Erfassung der Zolldaten und Tarife zuständig war,&lt;br /&gt;
* sowie zwei &#039;&#039;&#039;Zollknechten&#039;&#039;&#039; für Hilfsdienste und die Ausübung von Zwangsrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert wurde diese Hierarchie durch das Amt des [[Nachgänger]]s (Nachbesehers) ergänzt, und im Jahr 1711 wurde zur schärferen Überwachung zusätzlich die Position eines [[Kontrolleur]]s eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höhere Zollpersonal zählte zu den wohlhabendsten und angesehensten Einwohnern der Stadt, besaß jedoch kein städtisches [[Bürgerrecht]], leistete keinen Bürgereid und unterstand direkt der exklusiven Gerichtsbarkeit des [[Domkapitel]]s. Sie waren von allen bürgerlichen Lasten, wie dem nächtlichen Wachtdienst auf den Mauern oder Einquartierungen in Kriegszeiten, befreit, was im Alltag regelmäßig zu Konflikten mit der Zonser [[Bürger]]schaft führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Korruption und Bestechlichkeit vorzubeugen, durften die Zollbeamten nicht im Handelsgewerbe oder als [[Gastwirte]] tätig sein, und sie durften nachts keine Fremden beherbergen. Gleichwohl besaßen viele von ihnen private Liegenschaften im Stadtgebiet oder pachteten landwirtschaftliche Flächen hinzu. Zudem mussten [[Zöllner]] und [[Beseher]] bei ihrem Amtsantritt erhebliche Kautionssummen (bis zu 2.000 Goldgulden) hinterlegen oder vermögende Bürgen stellen, um persönlich für eventuelle Fehlbeträge in der Zollkasse zu haften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Praxis der Zollerhebung im Alltag ==&lt;br /&gt;
Die Abfertigung der vorbeifahrenden Schiffe vollzog sich nach einem genau festgelegten Protokoll. Die Zollbeamten saßen in der Schreibstube an einem Tisch, dessen Sitzordnung exakt der Rangfolge entsprach: Der [[Zöllner]] thronte am Kopfende, der [[Beseher]] an der Längsseite und der [[Zollschreiber]] am unteren Ende. Der Schiffer hatte vor diesen Tisch zu treten, seine Ladung zu deklarieren und den berechneten Zoll bar zu entrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verlässliche Zollerhebung war jedoch nicht vom grünen Tisch aus möglich. [[Beseher]] und [[Zollschreiber]] mussten gemeinsam die Schiffe betreten, um die Ladung zu &#039;&#039;visitieren&#039;&#039;. Da Schiffer häufig versuchten, wertvolle Luxusgüter unter billigen Massenwaren wie Kohl oder Obst zu verbergen, nutzte das Personal lange Eisenstangen, um die Fracht systematisch zu durchstechen. Zur Erleichterung der Kontrollen wurde im Jahr 1603 die Pflicht zur Vorlage schriftlicher Frachtpapiere sowie das Freilassen eines Kontrollganges inmitten der Schiffsladung eingeführt, was den Laderaum verkleinerte und zu heftigen Protesten der Schiffer führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingenommenen Gelder wurden vor Ort in einer schweren, eisenbewehrten Zollkiste aufbewahrt. Diese Kiste besaß drei unterschiedliche Schlösser, zu denen der [[Zöllner]], der [[Beseher]] und der [[Zollschreiber]] jeweils nur einen Schlüssel besaßen. Ein Öffnen der Kiste, um an die deponierten Gelder zu gelangen, war somit nur gemeinschaftlich möglich – eine Maßnahme des [[Domkapitel]]s gegen Unterschlagungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Schiffer häufig versuchten, die Dunkelheit für eine zollfreie Vorbeifahrt im Stromstrich des Rheins zu nutzen, wurde im Jahr 1727 eine provisorische Schlafstatt direkt im [[Zollhaus]] eingerichtet, damit die Zollknechte auch nachts sofort einsatzbereit waren. Zur lückenlosen Kontrolle des landgestützten Treidelverkehrs bei Nacht errichtete das [[Domkapitel]] 1735 ein eigenes Wachthaus etwa zwei Büchsenschüsse nördlich von Zons am Leinpfad (dort steht heute die Gaststätte &amp;quot;Zum Fährhaus&amp;quot;). Entzog sich ein Schiffer dennoch der Kontrolle, wurde er im Bereich der Rheinschleife um den [[Grind]] bei [[Stürzelberg]] eingeholt, woraufhin die Beschlagnahmung und Unbrauchbarmachung des Schiffes und drakonische Haftstrafen drohten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warenströme, Tarife und Privilegien ==&lt;br /&gt;
Das Spektrum der in Zons verzollten Waren war außerordentlich breit und umfasste nahezu alle Güter des rheinischen Fernhandels. Das Zonser Zollregister aus dem Jahr 1484 listet unter anderem folgende Waren auf:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Genuss- und Lebensmittel:&#039;&#039;&#039; Wein, Salz, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Heringe, Stockfisch, Bückling, Butter, Schmalz, Knoblauch, Käse und [https://de.wikipedia.org/wiki/Grut_(Bier) Gruitbier (Keutbier)].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rohstoffe und Baumaterialien:&#039;&#039;&#039; Steinkohle, Kalk, Dachschiefer, [https://de.wikipedia.org/wiki/Trachyt Drachenfelser Stein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Basalt Basaltlava (Godelscheiter Stein)], Eisen, Blei, Ton und [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerberlohe Gerberlohe].&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fertigwaren:&#039;&#039;&#039; Mühlsteine, Tuchballen, Weidengeflecht, Töpfereiwaren, Kannen sowie Speere und Lanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als oberster Maßstab für die Berechnung der Tarife diente traditionell der Weinzoll. Um schwankende Marktpreise auszugleichen, einigten sich die Rheinzollstellen auf ein fiktives &amp;quot;Zollfuder&amp;quot; Wein, das volumenmäßig deutlich über dem handelsüblichen Maß lag, um die reale Abgabe pro Liter für den Kaufmann zu senken. Neue Schiffe, die Zons erstmals passierten, mussten zudem einmalig den sogenannten Brandzoll entrichten – eine Abgabe von 18 Pfund Wachs für eine Kerze in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Pfarrkirche St. Martinus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kompliziertes Gewirr von Privilegien erschwerte die Zollerhebung. Die Bürger der Stadt Zons genossen für ihren Eigenbedarf weitgehende Zollfreiheit am Rheinzoll, was im 18. Jahrhundert zu erheblichem Schmuggel durch Zwischenlagerung auswärtiger Waren führte und schließlich durch das [[Domkapitel]] reglementiert wurde. Auch auswärtige Städte wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Köln] pochten auf historische Befreiungen, was regelmäßig zu langwierigen Prozessen vor dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskammergericht Reichskammergericht] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zoll als Werkzeug der Territorialpolitik und Blockade ==&lt;br /&gt;
Die Hebestelle in Zons diente der Landesherrschaft nicht nur als reine Geldquelle, sondern auch als wirksames Instrument im Rahmen der regionalen Macht- und Territorialpolitik. In Zeiten von Fehden und kriegerischen Auseinandersetzungen nutzte der Erzbischof oder das [[Domkapitel]] die Zollstation, um gezielte Handelsblockaden gegen feindliche Mächte zu verhängen. So wurden beispielsweise im Jahr 1468 stadtkölnische Kaufleute in Zons an der Weiterreise rheinabwärts in das [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve Herzogtum Kleve] gehindert, um den dortigen Herzog wirtschaftlich zu schwächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig erregten die als übermäßig hoch empfundenen Zollsätze in Zons den ständigen Unmut der rheinischen Handelspartner. Im Jahr 1650 protestierte die [https://de.wikipedia.org/wiki/Köln Stadt Köln] formell beim [[Domkapitel]], nachdem Schiffer geklagt hatten, dass der Zonser Zoll den aller umliegenden Zollstellen um das Drei- bis Vierfache übersteige. Das [[Domkapitel]] musste bei der Durchsetzung seiner Zollrechte stets abwägen, ob betroffene Nachbarstaaten mit Repressalien gegen die weit verstreuten domstiftischen Agrargüter reagieren würden, die in jülichschen oder bergischen Gebieten lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende des Zolls (1794–1805) ==&lt;br /&gt;
Mit dem Vordringen der französischen Revolutionsheere an den Rhein im Herbst 1794 änderte sich die Situation grundlegend. Die Franzosen brachten zwar die Idee der Rheinschifffahrtsfreiheit mit sich, hielten die Zollstelle in Zons jedoch aus fiskalischer Not zunächst aufrecht. Da das [[Domkapitel]] im Zuge der französischen Verwaltung handlungsunfähig wurde und die alte Landesherrschaft erlosch, flossen im Jahr 1798 letztmalig spärliche Zolleinnahmen nach Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Stelle der alten Zölle trat schließlich im Jahr 1804 die neue Abgabe zur Instandhaltung der Treidelpfade, der sogenannte Oktroi. Da Zons ab dem Jahr 1805 nicht mehr zu den staatlichen Hebestellen dieses Oktrois gehörte, war die Ära des Zonser Rheinzolls nach über 430 Jahren endgültig beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der plötzliche Wegfall der Zolleinnahmen stürzte Zons im 19. Jahrhundert in eine lang anhaltende wirtschaftliche Agonie. Da jedoch infolge dieses Einbruchs das Geld für moderne städtebauliche Veränderungen fehlte, blieb die historische Bausubstanz der Altstadt weitgehend unangetastet. Dieser &amp;quot;Dornröschenschlaf&amp;quot; bewahrte das einzigartige mittelalterliche Stadtbild und legte den Grundstein für die heutige Bedeutung von Zons als bedeutendes Denkmal und Tourismusziel am Niederrhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Droege, Georg: &#039;&#039;Die kurkölnischen Rheinzölle im Mittelalter&#039;&#039;, in: AHVN 168/169 (1967), S. 21–47.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons.&#039;&#039; Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]] / Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas Zons.&#039;&#039; Lieferung IV, Nr. 25, 1978, 2. verbesserte und ergänzte Auflage, Köln 1990.&lt;br /&gt;
* Huck, Jürgen: &#039;&#039;Neuss, der Fernhandel und die Hanse&#039;&#039;, Neuss 1991.&lt;br /&gt;
* Pfeiffer, Friedrich: &#039;&#039;Rheinische Transitzölle im Mittelalter.&#039;&#039; Berlin 1997.&lt;br /&gt;
* Plassmann, Max: &#039;&#039;Der Rheinzoll in Zons&#039;&#039;, in: [[Stephen Schröder|Schröder, Stephen]]/ [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]] (Red.): Zons. Neue Erkenntnisse zur Geschichte einer alten Stadt (= Veröffentlichungen des Archivs im Rhein-Kreis Neuss Bd. 3), Sankt Augustin 2023, S. 34–69.&lt;br /&gt;
* [[Marion Roehmer|Roehmer, Marion]]: &#039;&#039;Burg und Stadtbefestigung von Zons. Eine bauhistorische Charakterisierung&#039;&#039;, in: [[Stephen Schröder|Schröder, Stephen]]/ [[Thomas Schwabach|Schwabach, Thomas]] (Red.): Zons. Neue Erkenntnisse zur Geschichte einer alten Stadt (= Veröffentlichungen des Archivs im Rhein-Kreis Neuss Bd. 3), Sankt Augustin 2023, S. 70–123.&lt;br /&gt;
* Sommerlad, Theo: &#039;&#039;Die Rheinzölle im Mittelalter.&#039;&#039; Halle a. S. 1894.&lt;br /&gt;
* Wacker, Reinhold: &#039;&#039;Das Verkehrswesen im Rheinland vom 15. Jahrhundert bis 1794.&#039;&#039; Trier 2008.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Rheinzoll</title>
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		<updated>2026-08-16T11:15:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: Weiterleitung auf Zoll entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Dies ist ein Thema, zu dem noch kein Artikel geschrieben wurde.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;ZonsWiki&#039;&#039;&#039; lebt von der Mitarbeit. Wenn Du beim Erstellen dieses Artikels oder anderer Artikel im &#039;&#039;&#039;ZonsWiki&#039;&#039;&#039; helfen willst, bist Du dazu herzlich eingeladen! So kannst auch Du einen Beitrag dazu leisten, das &#039;&#039;&#039;ZonsWiki&#039;&#039;&#039; zu einem umfassenden Zons-Lexikon auszubauen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=ZonsWiki:Allgemeiner_Geschichte-%C3%9Cberblick&amp;diff=4442</id>
		<title>ZonsWiki:Allgemeiner Geschichte-Überblick</title>
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		<updated>2026-08-16T11:13:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Chronologie wichtiger Ereignisse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es folgt ein &#039;&#039;&#039;allgemeiner Überblick über die Geschichte von Zons&#039;&#039;&#039;: zuerst als tabellarische Chronologie wichtiger Ereignisse, anschließend in Textform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie wichtiger Ereignisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeit                 !! Ereignisse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1. Hälfte 1. Jahrhundert&#039;&#039;&#039; ||Für zwei Generationen besteht eine [[Römer|römische (militärische) Niederlassung]] nördlich der späteren Stadt. Dies belegt ein Urnengräberfeld an der heutigen [[Deichstraße]], der früheren römischen [[Steinstraße]]. Die genaue Lage des Lagers bzw. der Siedlung ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Um 300&#039;&#039;&#039; ||Die Römer legen in [[Bürgel]], zu diesem Zeitpunkt noch linksrheinisch, ein Kastell (Hilfslager) an.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;5. Jahrhundert&#039;&#039;&#039; ||Römer werden von Franken abgelöst. Die dem hl. Maternus geweihte Kapelle in [[Bürgel]] wird errichtet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Um 650&#039;&#039;&#039; ||Im sogenannten Testament des Kölner [http://de.wikipedia.org/wiki/Kunibert_von_K%C3%B6ln Bischofs Kunibert], das um 650 datiert, aber erst in einer Abschrift aus dem späten 11. Jh. überliefert ist, wird das bischöfliche Hofgut in &amp;quot;Zuonizo&amp;quot; bzw. &amp;quot;Zuonice&amp;quot; erwähnt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Ca. 775/800&#039;&#039;&#039; ||Im späteren [[Schloss Friedestrom|Schlossareal]] wird eine erste kleine Holzkapelle errichtet. Bis zum 14. Jh. gibt es vier Nachfolgebauten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1020&#039;&#039;&#039; ||Das von [http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_von_K%C3%B6ln Erzbischof Heribert] gestiftete [http://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Deutz Kloster Deutz] erhält von ihm das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in [[Bürgel]] und damit auch die von dieser abhängige Kapelle in Zons geschenkt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1057&#039;&#039;&#039; ||Die [http://de.wikipedia.org/wiki/Richeza_%28Polen%29 polnischen Königin Richeza] erhält von [http://de.wikipedia.org/wiki/Anno_II. Bischof Anno] in einem Tauschvertrag das Hofgut Zons (&amp;quot;villa dominicatus nostri Zuonozo&amp;quot;) auf Lebenszeit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Um 1164&#039;&#039;&#039; ||Im Dienstrecht der Kölner [http://de.wikipedia.org/wiki/Ministeriale Ministerialen] wird der Hof in Zons als eines der 12 [http://de.wikipedia.org/wiki/Kammergut Tafelgüter] der Erzbischöfe genannt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1251&#039;&#039;&#039; ||Das Neusser [http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Gnadental_%28Neuss%29 Zisterzienserinnenkloster Gnadental] erhält von Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Hochstaden Konrad von Hochstaden] den Zonser [[Zehnt]]en als Geschenk.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1288&#039;&#039;&#039; ||Nach der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Worringen Schlacht bei Worringen] wird das &amp;quot;castrum Zunce&amp;quot; geschleift. Es ist mangels Kenntnissen über dessen Lage bzw. archäologischer Belege unklar, ob dies ein festes Haus oder eine Burg war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1368&#039;&#039;&#039; ||Durch Tausch erhält die [[Brauweiler (Kloster)|Abtei Brauweiler]] vom [http://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Deutz Kloster Deutz] den Hof in [[Bürgel]] mit allem Zubehör und das Patronatsrecht über die dortige Pfarrkirche und die davon abhängige Kapelle in Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1372&#039;&#039;&#039; ||Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III. von Saarwerden]] verlegt den [[Rheinzoll]] von Neuss nach Zons. Es wird mit dem Bau der planmäßig befestigten Stadtanlage begonnen, die wahrscheinlich im 15. Jh. abgeschlossen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1373&#039;&#039;&#039; ||Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden|Friedrich III.]] verleiht Zons [[Stadtrecht]]e und diverse Privilegien.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1374&#039;&#039;&#039; ||Sehr wahrscheinlicher Zeitpunkt des Rheindurchbruchs zwischen Zons und [[Bürgel]] infolge eines schweren [[Hochwasser]]s. Die Mutterkirche St. Maternus lag nun rechtsrheinisch.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1388&#039;&#039;&#039; ||Vollendung des [[Rheinturm|Rhein-, Peters- oder Zollturmes]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Um 1400&#039;&#039;&#039; ||Bau der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Zonser Kirche St. Martinus]]. Mutterkirche bleibt St. Maternus in [[Bürgel]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1460&#039;&#039;&#039; ||Ersterwähnung der Zonser [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft]]. Sie besteht bis kurz nach 1800.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1463&#039;&#039;&#039; ||Verpfändung von Stadt, [[Zoll]] und [[Amt Zons]] durch Erzbischof [[Dietrich von Moers|Dietrich II. von Moers]] an das [[Domkapitel|Kölner Domkapitel]], das bis 1794 in dessen Besitz bleibt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1464&#039;&#039;&#039; ||Erster großer [[Stadtbrand 1464|Stadtbrand]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1475&#039;&#039;&#039; ||Im &amp;quot;[[Neusser Krieg]]&amp;quot; (1474/75) lagert ein Reichsheer unter [http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._%28HRR%29 Kaiser Friedrich III.] zur Befreiung der belagerten [https://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Stadt Neuss] bei Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1502&#039;&#039;&#039; ||Errichtung einer [[Münzstätte]] in Zons durch Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Hessen_%281450%E2%80%931508%29 Hermann]. Sie besteht nur wenige Jahre (mindestens bis 1505).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1547&#039;&#039;&#039; ||Zweiter großer [[Stadtbrand 1547|Stadtbrand]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1593&#039;&#039;&#039; ||Die Zonser [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Kirche St. Martinus]] erhält Pfarrrechte. Bindungen zur Maternus-Kapelle in [[Bürgel]] bleiben bestehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1620&#039;&#039;&#039; ||Dritter schwerer [[Stadtbrand 1620|Stadtbrand]] (17. Mai).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1623&#039;&#039;&#039; ||[[Pest]]epidemie in Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1635&#039;&#039;&#039; ||[[Pest]]epidemie in Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1646&#039;&#039;&#039; ||In der Endphase des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] belagern Hessische Truppen unter Oberst [[Rabenhaupt]] erfolglos die Stadt. Die Zonser Besatzung unter Oberst [[Goltstein]] leistet tapferen Widerstand. Zahlreiche Gebäude werden durch heftigen Kanonenbeschuss schwer beschädigt. Ein kaiserliches Entsatzheer zwingt die Belagerer nach zwei Wochen zum Rückzug.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1654–1658&#039;&#039;&#039; ||Bau des [[Franziskanerkloster]]s auf dem Platz neben dem [[Juddeturm]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1666&#039;&#039;&#039; ||[[Pest]]epidemie. In dem Jahr sterben 255 Personen in der Pfarrgemeinde. Die 1661 begonnene [[Franziskanerkirche|Klosterkirche]] wird geweiht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1739&#039;&#039;&#039; ||Kurfürst [[Clemens August]] wird Schützenkönig der Zonser [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1741&#039;&#039;&#039; ||Kurfürst [[Clemens August]] nimmt unrechtmäßig Zons in Besitz. Erst 1743 erfolgt die Rückgabe an das [[Domkapitel]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1744&#039;&#039;&#039; ||Ein Anwohner der [[Rheinstraße]], [[Zollbeamte]]r, bricht mit Genehmigung des [[Domkapitel]]s die mittlere der drei [[Pfefferbüchsen]] auf der Ostmauer ab.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1744&#039;&#039;&#039; ||Kurfürst [[Clemens August]] wird zum zweiten und letzten Mal Schützenkönig der [[St. Sebastianus-Schützenbruderschaft]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1759/60&#039;&#039;&#039; ||Das [[Domkapitel]] lässt das alte marode Zollhaus abbrechen und den noch heute bestehenden Neubau errichten. In diesem Zuge wird ein Großteil des äußeren [[Rheintor]]s abgebrochen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1761&#039;&#039;&#039; ||Für den Bau einer neuen Wachtstube am [[Rheintor]] (noch heute existierender Übergang) lässt das [[Domkapitel]] das Falltor entfernen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1770&#039;&#039;&#039; ||Abbruch des alten und Bau des neuen, heutigen [[Pfarrhaus]]es.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1784&#039;&#039;&#039; ||Extremes [[Rheinhochwasser]]. Teile der Stadtmauer stürzen ein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1794&#039;&#039;&#039; ||Mit der Herrschaft der [[Franzosen]] bis 1814 endet die Zeit des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurköln Kurfürstentums Köln].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1802&#039;&#039;&#039; ||Die Dominialgüter ([[Schloss Friedestrom|Schloss]], [[Rheinturm|Zollturm]] und [[Mühle]]) werden beschlagnahmt (Versteigerung 1803) und das [[Franziskanerkloster]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1805&#039;&#039;&#039; ||Der Ersteigerer des [[Franziskanerkloster]]s, Notar Josef Steinberger aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Dormagen], lässt die [[Franziskanerkirche|Klosterkirche]] abbrechen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; ||Das Rheinland wird preußisch, die Bürgermeisterei Zons Teil des Landkreises Neuss.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1822&#039;&#039;&#039; ||Aufgrund wundersamer Lichterscheinungen an einer [[Wundermadonna|Madonna]] in der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Pfarrkirche]] strömen zunehmend Gläubige aus dem Umland nach Zons. Nachdem die Madonna noch im selben Jahr auf Anordnung des Generalvikars entfernt wird, endet die Bewegung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1829&#039;&#039;&#039; ||Die Gemeinde erwirbt das ehemalige [[Franziskanerkloster|Klostergebäude]] und richtet darin nach Um- bzw. Erweiterungsbau bis 1832 [[Rathaus]] und [[Volksschule|Schule]] ein. Die [[Volksschule|Schule]] befindet sich bis 1951 in dem Gebäude.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1840&#039;&#039;&#039; ||Der neue [[Friedhof|Begräbnisplatz]] außerhalb der Stadtmauern wird geweiht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1841&#039;&#039;&#039; ||Das [[Feldtor]] wird abgerissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1849–1861&#039;&#039;&#039; ||Im ehemaligen [[Franziskanerkloster]] besteht eine [[höhere Knabenschule]] unter kirchlicher Leitung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1855&#039;&#039;&#039; ||[[Franziskanerinnen]] gründen eine Niederlassung ([[Franziskanerinnen|Kloster &amp;quot;Zur heiligen Dreifaltigkeit&amp;quot;]]) in Zons, die bis 1882 am [[Rheintor]] besteht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1860&#039;&#039;&#039; ||Bau der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;]] der [[Franziskanerinnen]] am [[Rheintor]]. Hierzu wird ein Teil des Tores abgerissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1867&#039;&#039;&#039; ||Einrichtung einer ersten &amp;quot;[[Post]]anstalt&amp;quot; in der [[Rheinstraße]] (Haus Rheinstr. 20).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1874–1893&#039;&#039;&#039; ||Im ehemaligen [[Franziskanerkloster]] bzw. dessen 1875 entstandenen Erweiterungsbau besteht eine [[höhere Knabenschule]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1876–1878&#039;&#039;&#039; ||Abriss der [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alten]] und Neubau der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|heutigen Pfarrkirche St. Martinus]] nach den Plänen von [[Vincenz Statz]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1896&#039;&#039;&#039; ||[[Vinzentinerinnen]] gründen eine Niederlassung in Zons. Sie nutzen das [[Franziskanerinnen|Rheintorkloster]]. 1959/60 verlassen sie den Ort.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1898&#039;&#039;&#039; ||Die [[St. Hubertus-Schützengesellschaft]] wird gegründet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1904&#039;&#039;&#039; ||Zons erhält die Genehmigung zur Führung eines [[Stadtwappen]]s. Es wird ein [[Stadtfest 1904|Stadtfest]] gefeiert und der [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Heimat- und Verkehrsverein]] gegründet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1907&#039;&#039;&#039; ||Einstellung des [[Windmühle]]nbetriebes.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1909&#039;&#039;&#039; ||Bei einem schweren Sturm verliert die [[Windmühle]] ihr Flügelkreuz. Erst 1965/66 wird die [[Mühle]] wieder instand gesetzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1910&#039;&#039;&#039; ||In den Monaten September und Oktober wird in Zons die elektrische Beleuchtung angelegt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1918&#039;&#039;&#039; ||Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wird Zons abwechselnd von britischen, französischen und belgischen Soldaten besetzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1920&#039;&#039;&#039; ||Ein schweres [[Hochwasser]] überflutet die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; ||Ein noch größeres [[Hochwasser]] überflutet Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1928–1930/31&#039;&#039;&#039; ||Der [[Rheindeich]] wird gebaut.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; ||Zons feiert mit einem großen [[Stadtfest 1929|Stadtfest]] 25 Jahre [[Stadtwappen]] und (um ein Jahr verspätet) 555 Jahre [[Stadtrecht|Stadterhebung]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; ||Einrichtung eines [[Heimatmuseum]]s im [[Rheinturm]]. Es besteht bis 1958.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1935&#039;&#039;&#039; ||Die [[Freilichtbühne]] wird eröffnet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1935&#039;&#039;&#039; ||Zons erhält eine Wasserleitung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1945&#039;&#039;&#039; ||Am 6. März besetzen Amerikaner Zons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1954&#039;&#039;&#039; ||Am 15./16. Mai findet ein [[Stadtfest 1954|Stadtfest]] anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Verleihung des Stadtwappens statt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1957–1959&#039;&#039;&#039; ||Zons erhält eine [[Kanalisation]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; ||Der [[Schweinebrunnen]] vor dem ehemaligen [[Feldtor]] wird errichtet, später (1987) durch mehrere Bronzeschweine ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1962&#039;&#039;&#039; ||Die Stadt erwirbt das [[Schloss Friedestrom|Schlossgelände]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; ||[[Rathaus]] und [[Volksschule|Schule]] (das ehemalige [[Franziskanerkloster]]) neben dem [[Juddeturm]] werden abgebrochen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; ||Eröffnung des [[Kreismuseum]]s im ehemaligen &amp;quot;[[Herrenhaus]]&amp;quot;, dem [[Vorburg]]gebäude.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1973&#039;&#039;&#039; ||Großes [[Stadtfest 1973|Stadtfest]] anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der [[Stadtrecht|Stadterhebung]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1974&#039;&#039;&#039; ||Fertigstellung des [[Bürgerhaus]]es. 2015 wird es abgerissen (s.u.).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1975&#039;&#039;&#039; ||[[Kommunale Neugliederung|Zons verliert seine Selbstständigkeit und wird Stadtteil von Dormagen]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; ||Das [[Kreisarchiv]] und das [[Internationales Mundartarchiv &amp;quot;Ludwig Soumagne&amp;quot;|Internationale Mundartarchiv &amp;quot;Ludwig Soumagne&amp;quot;]] ziehen in das [[Kreiskulturzentrum|Schlossgelände]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1992&#039;&#039;&#039; ||Zons erhält aufgrund seiner Geschichte wieder den Namen &amp;quot;Stadt&amp;quot;, jedoch rechtlich weiterhin als Stadtteil von Dormagen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2009&#039;&#039;&#039; ||Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus Zons wird zum 31. Dezember 2008 aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ab dem 1. Januar 2009 ist die Kirchengemeinde St. Michael Dormagen (Urkunde durch Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Meisner Joachim Kardinal Meisner] vom 16.01.2009). &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2013&#039;&#039;&#039; ||Unterschutzstellung der gesamten Zonser Altstadt durch Ausweisung als Denkmalbereich (nach den §§ 5 und 6 [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkmalschutzgesetz_(Nordrhein-Westfalen) DSchG NRW]). &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2015&#039;&#039;&#039; ||Das [[Bürgerhaus]] wird für einen Neubau des [[Archiv im Rhein-Kreis Neuss|Archivs im Rhein-Kreis Neuss]] (Bezug 2022) abgerissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2023&#039;&#039;&#039; ||Großes [[Stadtfest 2023|Stadtfest]] anlässlich des 650-jährigen Jubiläums der [[Stadtrecht|Stadterhebung]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblicksdarstellung zur Zonser Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge und erste urkundliche Erwähnung ===&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts hat in der Umgebung des späteren Zons für etwa zwei Generationen eine [[Römer|militärische Niederlassung der Römer]] bestanden, von deren Existenz ein in großen Teilen ergrabenes Gräberfeld an der heutigen [[Deichstraße]], der früheren römischen Steinstraße (nördlich der heutigen Festung gelegen) zeugt. Unbekannt sind bis heute der genaue Standort der Siedlung bzw. des Lagers und der Grund der Aufgabe nach wenigen Jahrzehnten. Die militärische Vorortfunktion ging zunächst auf das [http://de.wikipedia.org/wiki/Durnomagus Reiterlager Dormagen (Durnomagus)]] über, das im 4. Jahrhundert durch ein Hilfslager in [[Bürgel]] abgelöst wurde. Die dem [http://de.wikipedia.org/wiki/Maternus hl. Maternus] geweihte Kirche in [[Bürgel]], die als eines der frühesten christlichen Bauwerke des Raumes bereits seit der Spätantike bestand, war bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert die Zonser Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zons ist erstmals urkundlich belegt über das sogenannte Testament des Kölner [http://de.wikipedia.org/wiki/Kunibert_von_K%C3%B6ln Bischofs Kunibert], das um die Mitte des 7. Jahrhunderts niedergeschrieben wurde, aber erst in einer Fassung des späten 11. Jahrhunderts überliefert ist. Der Bischof bestimmt hierin, dass der Kölner Lupusbruderschaft jährlich 13 Lachse und eine bestimmte Geldsumme zugunsten der Armen aus dem bischöflichen Hof in Zons (Ausgangspunkt der Landesherrschaft der Kölner Erzbischöfe über Zons) zugehen sollten. In dieser Urkunde ist die älteste Namensform &amp;quot;Zuonizo&amp;quot; bzw. &amp;quot;Zuonice&amp;quot; überliefert, deren [[Zons (Namensentstehung)|Herkunft]] nicht geklärt ist. Die Forschung geht heute von einem vorrömischen Ursprung aus. Archäologische Funde deuten auf eine merowingerzeitliche Siedlung in Zons hin, über deren Lage derzeit noch keine Aussagen möglich sind. In den 1980er Jahren deckten [[Schloss Friedestrom|archäologische Untersuchungen im Zonser Schlossbereich]] Baufundamente auf, die als Überreste der Eigenkirche des Grundherrn und damit als Teil des [[Fronhof|Fronhofkomplexes]] interpretiert werden. Über die genaue Lage und Ausdehnung dieses Komplexes ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Verhältnisse im Hoch- bis Spätmittelalter===&lt;br /&gt;
1020 geriet Zons kirchlich in den Einflussbereich des [http://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Deutz Klosters Deutz], indem [http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_von_K%C3%B6ln Bischof Heribert] diesem Kloster die Burg in [[Bürgel]] und das [http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sentation_%28Ernennung%29 Präsentationsrecht] über die [[Bürgel]]er Kirche übertrug. Unmittelbar betroffen von dieser Maßnahme war die von [[Bürgel]] abhängige Kapelle in Zons. 37 Jahre später, 1057, überließ [http://de.wikipedia.org/wiki/Anno_II. Bischof Anno] in einem Tauschvertrag der [http://de.wikipedia.org/wiki/Richeza_%28Polen%29 polnischen Königin Richeza] die &amp;quot;villa dominicatus nostri Zuonizo&amp;quot;, also das große Herrengut in Zons, auf Lebenszeit. Nachweislich war der Hof in Zons in der Mitte des 12. Jahrhunderts einer der Hauptversorger des Bischofs und seines Gefolges, denn er taucht in dieser Zeit im Dienstrecht der Kölner [http://de.wikipedia.org/wiki/Ministeriale Ministerialen] unter den 12 [http://de.wikipedia.org/wiki/Kammergut Tafelgütern] der Kölner Bischöfe auf. Ein hier existierendes [[Schöffengericht|Hofgericht]] unter Vorsitz eines [[Schultheiß]]en war Ausgangspunkt für das spätere allgemeine Landgericht. Das Kollegium urteilte auch in Fällen der [http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerichtsbarkeit Blutgerichtsbarkeit], wie zwei für die Frühneuzeit belegte [[Galgen|Hochgerichte (Galgen)]] auf Zonser Amtsgebiet belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das &amp;quot;castrum Zunce&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Schlacht bei Worringen]] 1288, in der Erzbischof [http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_von_Westerburg Siegfried von Westerburg] mit seinen Verbündeten vernichtend unterlegen war, wurden verschiedene seiner Befestigungen niedergelegt, so auch das &amp;quot;castrum Zunce&amp;quot;. Leider lässt der uneindeutige Begriff &amp;quot;castrum&amp;quot; nicht erkennen, ob hiermit eine Burg oder ein festes Haus gemeint sein könnte. Auffälligerweise konnten bislang keine Überreste dieser Anlage archäologisch nachgewiesen werden, so dass wohl eher von einem bescheideneren Bau auszugehen ist. Auch über die Lage der älteren dörflichen Zonser Siedlung sind derzeit nur Mutmaßungen aufgrund von Flurnamen und der Geländesituation möglich. Der Flurname [[Hofstädtchen|&amp;quot;Im Hofstädtchen&amp;quot;]] an der heutigen [[Aldenhovenstraße]] westlich der Altstadt könnte sich auf diese Siedlung beziehen, wobei auch die sich an dieser Stelle kreuzenden Wege als mögliches Indiz anzusehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zoll, Stadtrecht und Bau der Festung ===&lt;br /&gt;
1372 verlegte der Kölner Erzbischof [[Friedrich von Saarwerden]] den [[Zoll|Rheinzoll]] von [http://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss] nach Zons, zu dessen Schutz eine Befestigung durch Mauern und Gräben erfolgte sowie die [[Stadtrecht|Stadterhebung durch Urkunde vom 20. Dezember 1373]]. Der [[Zoll]]verlegung vorausgegangen waren Auseinandersetzungen mit der Stadt [http://de.wikipedia.org/wiki/Neuss Neuss], die eine Ausweitung ihrer Rechte anstrebte. Zudem war dort die [[Zoll|Zollerhebung]] zunehmend schwieriger geworden, da sich der Rhein dort immer mehr von der Stadt entfernte. Mit der [[Stadtrecht|Stadterhebungsurkunde]] räumte [[Friedrich von Saarwerden]] den Bürgern verschiedene Privilegien ein wie die freie [[Bürgermeister]]wahl, die Abhaltung eines [[Matthäusmarkt|siebentägigen Marktes um den 11. September (Matthäus)]] sowie eines Marktes am Mittwoch jeder Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Kern der neu erbauten Festung bildete das durch [[Stadttore|Tore]], [[Türme]], Grabenanlagen und einen daneben befindlichen [[Zwinger]] stark umwehrte [[Schloss Friedestrom|Schloss]] in der südöstlichen Ecke, dessen Fläche etwa 20% des Gesamtareals ausmacht und das der Verwaltung und Sicherung des [[Zoll]]s und der Verwaltung des neu geschaffenen [[Amt Zons|Amtes Zons]] diente. Hier waren jeden Abend die Schlüssel der [[Stadttore|Tore]] abzugeben. [[Friedrich von Saarwerden]] nannte dieses [[Schloss Friedestrom|Schloss &amp;quot;Friedestrom&amp;quot;]], ein Wortgebilde aus &amp;quot;Friedrich&amp;quot; und &amp;quot;(Rhein-)Strom&amp;quot;. Friedrich versuchte in der Folge vergeblich, den Namen auch für die gesamte Siedlung einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offensichtlich planmäßige Bau der Zollfestung mit Stadtmauer wurde möglicherweise noch im 14. Jahrhundert vollendet. Die rechteckig bis trapezförmig angelegte Stadt umgibt eine basaltverstärkte Mauer von rund 1.100 m Länge, die sich ca. 300 m in Nord-Süd-Richtung und 250 m in West-Ost-Richtung erstreckt. An den Eckpunkten befinden sich verschieden ausgeführte [[Türme]]: nordöstlich der rechteckige [[Rheinturm|Rhein-, Zoll- oder Petersturm]] (nach der erhalten gebliebenen Inschrift 1388 vollendet), nordwestlich der runde [[Krötschenturm]], südwestlich der runde [[Mühle]]nturm (vermutlich bereits als Mühlenturm konzipiert), südöstlich der rechteckige [[Schlossturm]] sowie innerstädtisch an der Schlossmauer der runde [[Juddeturm]]. Zwei öffentliche Tore führten in die Stadt: im Norden das [[Rheintor]], im Westen das [[Feldtor]]. Ersteres wurde im 19. Jahrhundert zum Teil, Letzteres nahezu vollständig abgetragen. Ein drittes Außentor (&amp;quot;[[Schlosstor]]&amp;quot;), das am besten erhalten ist, bildete den Zugang vom [[Zwinger]] in die [[Schloss Friedestrom|Vorburg]]. Den Schnittpunkt der beiden großen Toreinfallsstraßen [[Feldstraße]] (heute [[Schloßstraße]]) und [[Rheinstraße]] bildet der [[Marktplatz]] (heute [[Schlossplatz]]) mit dem [[Rathaus]] (bis um 1830).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt und Amt Zons, kirchliche Verhältnisse ===&lt;br /&gt;
Die kleine Stadt umfasste nur 124 Hausplätze. Zum [[Amt Zons]] gehörten auch das Dorf [[Stürzelberg]], ein Teil des Dorfes [[Horrem]] und das heute rechtsrheinische Haus [[Bürgel]]. Haus [[Bürgel]] und Zons waren ursprünglich kirchlich und gerichtlich verbunden. [[Bürgel]] gelangte wahrscheinlich bereits 1374 durch eine Rheinverlagerung infolge eines schweren [[Hochwasser]]s von der linken auf die rechte Rheinseite. Dennoch blieb die Kirche in [[Bürgel]] noch bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert Zonser Pfarrkirche, die nun, seit 1368 durch einen Gütertausch mit der zugehörigen Kapelle in Zons dem [[Brauweiler (Kloster)|Kloster Brauweiler]] inkorporiert, für die Bevölkerung unter deutlich erschwerten Bedingungen zu erreichen war. Seit dieser Zeit bis zu den Umbrüchen der Franzosenzeit wurden ausschließlich Kanoniker aus [[Brauweiler (Kloster)|Brauweiler]] als [[Pfarrer]] in Zons eingesetzt. 1408 wurde ein neues, dem [http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours hl. Martin] (Nebenpatron [http://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Hubertus]) geweihtes [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|Gotteshaus]] auf dem Standort der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|heutigen Kirche]] geweiht. Aufgrund der ungünstigen Lage der Pfarrkirche in [[Bürgel]] fanden in diesem Neubau seit 1423 Taufen statt. 1593 erfolgte die Erhebung zur Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Territoriale Verhältnisse, Demografie und Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Bis zum Einmarsch der [[Franzosen]] 1794 gehörte das [[Amt Zons]] zu [http://de.wikipedia.org/wiki/Kurk%C3%B6ln Kurköln]. Seit der Verpfändung 1463 durch den Erzbischof [[Dietrich von Moers]] an das [http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Domkapitel Kölner Domkapitel] bis 1796 waren Stadt und [[Amt Zons]] eine Art Unterherrschaft des Kapitels. Räumlich und [[Bevölkerungsentwicklung|demografisch]] entwickelte sich Zons seit dem 14. Jahrhundert nur wenig, was wohl in erster Linie an der recht ungünstigen Lage im Straßenverkehr lag. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt dreimal von schweren [[Stadtbrände]]n heimgesucht, die jeweils nahezu die gesamte Wohnbebauung vernichteten: [[Stadtbrand 1464|1464]], [[Stadtbrand 1547|1547]] und [[Stadtbrand 1620|1620]]. Während vor dem letzten Stadtbrand von einer gewissen wirtschaftlichen Blüte vor allem durch [[Handel]] berichtet wird, erlebte die Stadt im 17. Jahrhundert aufgrund dieses Brandes, einer (erfolglosen) Belagerung und eines schweren Beschusses gegen Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] durch den auf hessisch-französischer Seite kämpfenden [[Rabenhaupt|Oberst Rabenhaupt]], mehrerer verheerender [[Pest]]epidemien (1623, 1635 und 1666) und häufiger Besatzungen durch kölnische und französische Truppen einen wirtschaftlichen und demografischen Niedergang. 1648 lebten in Zons nur noch 172 Personen. Große Teile des [[Schloss Friedestrom|Schlosses]] waren seit der Mitte des 17. Jahrhunderts dauerhaft ruinös und dienten seit dieser Zeit zusammen mit Teilen der Stadtmauer auch als Abbruch- und Baumaterial, wie Schriftquellen und neu errichtete Bauwerke ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert belegen. Doch es kam in diesem Zeitraum auch zu wichtigen Neubauten: 1646 wurde ein [[Franziskaner]]konvent gestiftet, der nach einer provisorischen Niederlassung nach 12 Jahren (1658) einen [[Franziskanerkloster|Klosterneubau]] neben dem [[Juddeturm]] beziehen konnte. Die Weihe der zugehörigen [[Franziskanerkirche|Kirche]] daneben fand 1666 statt. 1803 wurden [[Franziskanerkloster|Kloster]] und [[Franziskanerkirche|Kirche]] im Zuge der französischen [[Säkularisation]] versteigert. Der neue Eigentümer, ein Notar aus Dormagen namens Steinberger, ließ bereits zwei Jahre später die [[Franziskanerkirche|Kirche]] abbrechen. Das ebenfalls versteigerte [[Schloss Friedestrom|Schlossareal]] ging an den Zonser [[Bürgermeister]] (Maire) [[Matthias Aldenhoven]], der hier einen landwirtschaftlichen Betrieb eröffnete. Die ehemalige Vorburg diente der Familie als Herrenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zonser Bevölkerung war im 18. Jahrhundert fast rein katholisch. In diesem Zeitraum lebten hier nur einzelne [[Jüdische Gemeinde|jüdische Familien]], deren Zahl bis 1806 auf fast 50 Personen anwuchs. Die Haupterwerbszweige der Bevölkerung waren bis in das 20. Jahrhundert die [[Landwirtschaft|Land-]] und die [[Viehwirtschaft]]. Daneben hatten der [[Bier]]- und [[Wein]]handel und verschiedene Handwerke wie das [[Ziegeleien|Zieglergewerbe]] teilweise überlokale Bedeutung. Eine besonders herausgehobene Bevölkerungsgruppe nach Vermögen und sozialer Herkunft waren bis Ende der 1790er Jahre die [[Zollbeamte]]n, die nicht das [[Bürgerrecht]] besaßen und dementsprechend keine bürgerlichen Pflichten zu leisten hatten. Die Verwaltung des [[Rheinzoll]]s ging 1798/99 von den bisherigen Beamten des [[Domkapitel]]s an französische Zollbeamte über. Noch in der französischen Zeit wurde die Zollerhebung gänzlich eingestellt, mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft und Sozialstruktur der Bürgermeisterei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnbebauung der eigentlichen Stadt Zons wuchs erst relativ spät über ihre Stadtmauern hinaus. Erste Wohnhäuser &amp;quot;extra muros&amp;quot; entstanden erst in preußischer Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts, geschlossenere Siedlungszonen sind erst für das ausgehende 19. Jahrhundert festzustellen. Zunächst konzentrierte sich die Bebauung auf die Wege in unmittelbarer Nähe der Festung und dehnte sich später, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, in nördlicher und westlicher Richtung aus. Im 19. Jahrhundert wurden bedeutende Teile der Festungsanlage abgebrochen, so 1841 das [[Feldtor]] und 1860 ein Teil des [[Rheintor]]es für den Bau der [[Rheintorkapelle]] für die seit 1855 in Zons tätigen [[Franziskanerinnen]] (sie blieben bis 1882 und wurden 1896 durch [[Vinzentinerinnen]] abgelöst, die bis 1959/60 blieben). Wenig früher war sogar der gesamte Abbruch von [[Rheinturm]] und [[Rheintor|-tor]] geplant gewesen, jedoch an Geldmangel gescheitert. 1876 wurde die [[Pfarrkirche St. Martinus (alte)|alte Pfarrkirche]] abgerissen und an ihrer Stelle der [[Pfarrkirche St. Martinus (neue)|heutige größere neugotische Neubau]] nach den Plänen von [[August Carl Lange]] (nach Vorplanungen von [[Vincenz Statz]]) bis 1878 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung des Fremdenverkehrs seit dem 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Eine stärkere Beachtung erfuhren die historischen Bauwerke durch die Tätigkeit von Künstlern der [[Düsseldorfer Malerschule]] etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, die sie in zahlreichen Werken festhielten, und insbesondere auch durch den sehr engagierten Einsatz des ersten rheinischen Provinzialkonservators [[Paul Clemen]] seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, der auch den Beinamen &amp;quot;[[rheinisches Rothenburg]]&amp;quot; prägte. Seit um 1900 ist Zons ein beliebter Ausflugsort. In dieser Zeit lassen sich auch verstärkt Bemühungen zur historischen Aufarbeitung und Erhaltung feststellen: 1903 und 1904 erschienen die ersten stadtgeschichtlichen Monografien, seit 1904 führt Zons ein eigenes [[Stadtwappen]] und nannte sich fortan auch wieder &amp;quot;Stadt&amp;quot;, wenn es auch verwaltungsrechtlich weiterhin eine Landgemeinde war. In diesem Jahr wurde auch der heutige [[Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V.|Heimat- und Verkehrsverein]] gegründet. Erste bedeutende [[Denkmalschutz|Instandsetzungsarbeiten an den Festungswerken]] setzten kurz vor 1910 ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Fremdenverkehr]] seit um 1900 wurde sehr bedeutend für die Zonser Wirtschaft. Die örtliche [[Gaststätten|Gastronomie]] entwickelte sich seitdem rapide. [[Stadtfest 1904|1904]], [[Stadtfest 1929|1929]] und [[Stadtfest 1973|1973]] organisierte man große Stadtfeste: 1904 anlässlich der Verleihung des [[Stadtwappen]]s und der Wiedererlangung des Stadttitels (zuvor hatte Zons die Bezeichnung &amp;quot;[[Flecken]]&amp;quot; geführt), 1929 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums dieser Ereignisse sowie der (um ein Jahr verspäteten) 555-Jahrfeier der [[Stadtrecht|Stadterhebung]] im Jahr 1373 und schließlich 1973 das entsprechende 600-jährige Jubiläum. Von historischem Bewusstsein zeugen auch die Eröffnung eines [[Heimatmuseum]]s im [[Rheinturm]] 1931 (es bestand bis zum Jahr 1958) und die Eröffnung der [[Freilichtbühne]] im [[Zwinger]] des [[Schloss Friedestrom|Schlosses Friedestrom]] 1935, auf der in den ersten Jahren ausschließlich historische Stücke zur Orts- und Lokalgeschichte aufgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entwicklung ab dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Der Zweite Weltkrieg hinterließ an der Zonser Bausubstanz keine bedeutenden Schäden. 1962 erwarb die Stadt Zons das ehemalige [[Schloss Friedestrom]], die in Erbpacht an den Kreis Grevenbroich (heutiger Rhein-Kreis Neuss) ging. Dieser baute in der folgenden Zeit das Gelände nach und nach zum [[Kreiskulturzentrum]] aus und ließ die Gebäude wieder herrichten. 1972 fand die Eröffnung des [[Kreismuseum]]s im [[Herrenhaus]] statt, 1990 die Eröffnung des [[Kreisarchiv]]s, des [[Internationales Mundartarchiv &amp;quot;Ludwig Soumagne&amp;quot;|Internationalen Mundartarchivs &amp;quot;Ludwig Soumagne&amp;quot;]] sowie einer Veranstaltungshalle im ehemaligen Hochschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1832 befanden sich im ehemaligen [[Franziskanerkloster]] am [[Juddeturm]] [[Rathaus]] und [[Volksschule|Schule]] des Ortes. 1967 beschloss der [[Stadtrat]] den Abriss des historischen Gebäudekomplexes und den Bau des neuen [[Bürgerhaus|Rathauses]] (seit 1975: [[Bürgerhaus]]) mit Tiefgarage an seiner Stelle, das leider in Farbe und Form einen sehr unglücklichen Kontrast zum historischen Umfeld bildete. Es wurde 2015 für den 2022 bezogenen Neubau des [[Archiv im Rhein-Kreis Neuss|Archivs im Rhein-Kreis Neuss]], der dem ehemaligen [[Franziskanerkloster|Klostergebäude]] nachempfunden ist, abgerissen. Die [[Kommunale Neugliederung]] 1975 brachte den Verlust der Selbstständigkeit mit der Eingliederung zur Stadt Dormagen. Seitdem trug Zons die Bezeichnung &amp;quot;[[Feste]]&amp;quot;, die 17 Jahre später (1992) aufgrund der Ortsgeschichte wieder durch den Namen &amp;quot;Stadt&amp;quot; ersetzt wurde, wobei dieser Name jedoch ein bloßer Titel ohne rechtliche Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurde die Zonser Altstadt inklusive umliegender Flächen als Denkmalbereich nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkmalschutzgesetz_(Nordrhein-Westfalen) Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen], §§ 5 und 6, ausgewiesen und unter Schutz gestellt (Denkmalbereichssatzung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Dormagen Stadt Dormagen]). Das Gesamtareal umfasst den historischen Ortskern von Zons einschließlich der Befestigungsanlagen und Wallgräben, im Süden und im Osten jeweils das angrenzende alte Rheinbett, im Osten die Aue bis zum Rheindeich sowie im Süden die Schleuse mit ihren Flutgräben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur-Empfehlungen ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]]: &#039;&#039;Zons - Portrait einer alten Stadt&#039;&#039;. Hrsg. vom Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons e.V., Dormagen 2000.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: &#039;&#039;Geschichte von Stadt und Amt Zons&#039;&#039;. Mit einem Beitrag von [[Artur Elicker]], [[Jakob Justenhoven]] und [[Herbert Milz]]. Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]/ Wensky, Margret: &#039;&#039;Rheinischer Städteatlas Zons&#039;&#039;, Lieferung IV, Nr. 25, 1978, 2. verb. und erg. Aufl. Köln 1990.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Borrom%C3%A4us-Pfarrb%C3%BCcherei&amp;diff=4441</id>
		<title>Borromäus-Pfarrbücherei</title>
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		<updated>2026-08-16T11:09:11Z</updated>

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		<title>Schutzengelverein</title>
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		<title>Vinzentinerinnen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul&#039;&#039;&#039; wirkte von 1896 bis Januar 1960 in Zons. Die Schwestern nutzten das Rheintorkloster der 1882 ausgezogenen [[Franziskanerinnen]], bestehend aus dem [[Rheinturm]], dem ehemaligen [[Zollhaus]] aus dem Jahr 1760 (später auch &amp;quot;Vinzentinerinnenhaus&amp;quot; genannt) und der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;]]. Mit ihrer Arbeit in der ambulanten Krankenpflege, der Leitung der Kleinkinderbewahrschule ([[Kindergarten]]) und der Mütter- und Jugendarbeit prägten die Vinzentinerinnen das kirchliche und soziale Leben in Zons über mehr als sechs Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung der Niederlassung (1895/96) ==&lt;br /&gt;
Nachdem das Zonser Rheintorkloster nach dem Wegzug der Franziskanerinnen im Jahr 1882 meist unbewohnt geblieben war, bemühte sich der Zonser [[Kirchenvorstand]] unter [[Pfarrer]] [[Adam Otten]] im Jahr 1895 um die Ansiedlung einer neuen Ordensgemeinschaft. Da die ursprüngliche Stifterin [[Elisabeth Kierwald]] ihr Vermögen speziell den [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanerinnen_von_der_Bu%C3%9Fe_und_der_christlichen_Liebe Franziskanerinnen von Heythuysen] vermacht hatte, musste deren Generaloberin formell auf diese Rechte verzichten, was am 4. Oktober 1895 geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erteilung der kirchlichen Genehmigung und der preußischen ministeriellen Erlaubnis vom 8. Juni 1896 wurde die Niederlassung am 4. September 1896 feierlich eingeweiht. Erste Schwestern vor Ort waren die Oberin Lamberta Hilgers sowie die Schwestern Angela, Euselia und Camilla. Die Gemeinde unterstützte die Arbeit mit einem jährlichen Zuschuss von 300,– Reichsmark, während die Schwestern mietfrei im Gebäude wohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und soziales Wirken ==&lt;br /&gt;
Die staatliche Genehmigung umschrieb das Arbeitsfeld der Schwestern, das sich im Laufe der Jahre kontinuierlich erweiterte, präzise:&lt;br /&gt;
* Ambulante Krankenpflege: Die Schwestern übernahmen die häusliche Krankenpflege in Zons und [[Stürzelberg]]. Sie genossen in der Bevölkerung hohes Ansehen; oft war die Ordensschwester bei Krankheitsfällen die erste Anlaufstelle noch vor dem Arzt.&lt;br /&gt;
* Kleinkinder-Bewahrschule ([[Kindergarten]]): Der Kindergarten lag in einem Gebäude direkt an der nördlichen Stadtmauer. Schwester Camilla leitete diese Einrichtung über 23 Jahre von 1896 bis 1919. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten weitere Schwestern, darunter Schwester Galliopa, Schwester Gemma und schließlich von 1945 bis 1959 Schwester Misaela.&lt;br /&gt;
* Haushaltungsschule: Nicht mehr schulpflichtige Mädchen erhielten im Kloster hauswirtschaftliche Unterweisung und Kochunterricht.&lt;br /&gt;
* Pflege von Waisenkindern: Das im Haus untergebrachte Waisenhaus betreute um die Jahrhundertwende etwa 30 bis 35 Kinder.&lt;br /&gt;
* Gemeindearbeit und Vereine: Die Schwestern leiteten den [[Schutzengelverein]] für schulpflichtige Mädchen sowie den 1897 gegründeten [[Marienverein]] für schulentlassene Mädchen, pflegten die liturgischen Gewänder im [[Paramentenverein]] und unterstützten die Arbeit der [[Borromäus-Pfarrbücherei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Räumlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Ab etwa 1930 war die räumliche Aufteilung des Klosters fest etabliert:&lt;br /&gt;
* Ehemaliges [[Zollhaus]]: Im Erdgeschoss befanden sich die hauswirtschaftlichen Räume (Küche, Waschküche). Das erste Obergeschoss beherbergte Versammlungszimmer sowie Schlafzimmer für die Schwestern. Im zweiten Obergeschoss lagen weitere Schlafräume.&lt;br /&gt;
* [[Rheinturm]]: Das Erdgeschoss (Gewölbekeller) diente als Vorratsraum. Das erste Obergeschoss des Turms hatte eine direkte Verbindung zum Wohnhaus und wurde als Schlafsicherungsraum für kranke Frauen aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/LVR-Klinikum_D%C3%BCsseldorf Landeskrankenhaus Düsseldorf-Grafenberg] genutzt. Im zweiten Obergeschoss befand sich das Nähzimmer. Das dritte Obergeschoss beherbergte von 1931 bis 1959 das Zonser [[Heimatmuseum]]. Im vierten Obergeschoss war Material der [[Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Während des schweren Beschusses von Zons im Frühjahr 1945 zeigten die Vinzentinerinnen unerschrockenen Einsatz. Trotz akuter Lebensgefahr durch Granateinschläge versorgten sie ununterbrochen Verwundete und legten Notverbände an. Das Allerheiligste war während dieser Zeit aus Sicherheitsgründen aus der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] in das Erdgeschoss des [[Rheinturm]]s überführt worden. Amerikanische Soldaten begleiteten die Schwestern nach ihren Hilfseinsätzen regelmäßig schützend in das Kloster zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Abschied aus Zons (1959/1960) ==&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre zwang der akute Nachwuchsmangel die [https://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft_der_T%C3%B6chter_der_christlichen_Liebe_vom_heiligen_Vinzenz_von_Paul deutsche Ordensprovinz der Vinzentinerinnen] zu Sparmaßnahmen und zur Schließung kleinerer Filialen. Am 24. September 1959 unterrichtete [[Pfarrer]] [[Franz Freistedt]] den [[Kirchenvorstand]] über den Beschluss des Provinzrates, die Zonser Niederlassung aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz heftiger Proteste der Zonser Bevölkerung, schriftlicher Bittgesuche und persönlicher Besuche von Kirchenvorstandsmitgliedern im Kölner Provinzialathaus in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(K%C3%B6ln) Köln-Nippes] ließ sich die Schließung nicht abwenden. Die Räumung wurde lediglich um einen Monat verzögert. In der ersten Januarwoche des Jahres 1960 verließen die letzten Schwestern, unter ihnen die langjährige Oberin Sophia Löhrer und die Kindergartenleiterin Schwester Misaela, Zons. Damit endete die Ära der Vinzentinerinnen nach 64 Jahren segensreichen Wirkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]] / Tauch, Max: Kirchen, Klöster und Kapellen im Kreis Neuss (= Schriftenreihe des Kreises Neuss, Nr. 13). 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Köln 1992, S. 32–35.&lt;br /&gt;
* Gasten, Elmar / Haas, Reimund / Kolewa, Herbert: Kirchengeschichte und Pfarrarchiv St. Martinus in Zons (Findbuch) (= Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VIII). Dormagen 1996, S. 33 (Abschnitt &amp;quot;Vinzentinerinnen in Zons&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von [[Artur Elicker]], [[Jakob Justenhoven]] und [[Herbert Milz]]. Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Der Rheinturm in Zons mit Turmanlage, Kapelle, Vincentinerinnenhaus und Heimatmuseum. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band II (1984), S. 18–24.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Geschichte der Schwesternschaft der Vinzentinerinnen in Zons 1895–1960. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VII (1989), S. 4–9.&lt;br /&gt;
* Leitterstorf, Hans: Dormagen Gestern: Vincentinerinnen lösen Zonser Kloster auf. In: Dormagazin, Heft 3/1990, S. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klöster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Schulwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Vinzentinerinnen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Zadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul&#039;&#039;&#039; wirkte von 1896 bis Januar 1960 in Zons. Die Schwestern nutzten das Rheintorkloster der 1882 ausgezogenen [[Franziskanerinnen]], bestehend aus dem [[Rheinturm]], dem ehemaligen [[Zollhaus]] aus dem Jahr 1760 (später auch &amp;quot;Vinzentinerinnenhaus&amp;quot; genannt) und der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;]]. Mit ihrer Arbeit in der ambulanten Krankenpflege, der Leitung der Kleinkinderbewahrschule ([[Kindergarten]]) und der Mütter- und Jugendarbeit prägten die Vinzentinerinnen das kirchliche und soziale Leben in Zons über mehr als sechs Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gründung der Niederlassung (1895/96) ==&lt;br /&gt;
Nachdem das Zonser Rheintorkloster nach dem Wegzug der Franziskanerinnen im Jahr 1882 meist unbewohnt geblieben war, bemühte sich der Zonser [[Kirchenvorstand]] unter [[Pfarrer]] [[Adam Otten]] im Jahr 1895 um die Ansiedlung einer neuen Ordensgemeinschaft. Da die ursprüngliche Stifterin [[Elisabeth Kierwald]] ihr Vermögen speziell den [https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanerinnen_von_der_Bu%C3%9Fe_und_der_christlichen_Liebe Franziskanerinnen von Heythuysen] vermacht hatte, musste deren Generaloberin formell auf diese Rechte verzichten, was am 4. Oktober 1895 geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erteilung der kirchlichen Genehmigung und der preußischen ministeriellen Erlaubnis vom 8. Juni 1896 wurde die Niederlassung am 4. September 1896 feierlich eingeweiht. Erste Schwestern vor Ort waren die Oberin Lamberta Hilgers sowie die Schwestern Angela, Euselia und Camilla. Die Gemeinde unterstützte die Arbeit mit einem jährlichen Zuschuss von 300,– Reichsmark, während die Schwestern mietfrei im Gebäude wohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und soziales Wirken ==&lt;br /&gt;
Die staatliche Genehmigung umschrieb das Arbeitsfeld der Schwestern, das sich im Laufe der Jahre kontinuierlich erweiterte, präzise:&lt;br /&gt;
* Ambulante Krankenpflege: Die Schwestern übernahmen die häusliche Krankenpflege in Zons und [[Stürzelberg]]. Sie genossen in der Bevölkerung hohes Ansehen; oft war die Ordensschwester bei Krankheitsfällen die erste Anlaufstelle noch vor dem Arzt.&lt;br /&gt;
* Kleinkinder-Bewahrschule ([[Kindergarten]]): Der Kindergarten lag in einem Gebäude direkt an der nördlichen Stadtmauer. Schwester Camilla leitete diese Einrichtung über 23 Jahre von 1896 bis 1919. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten weitere Schwestern, darunter Schwester Galliopa, Schwester Gemma und schließlich von 1945 bis 1959 Schwester Misaela.&lt;br /&gt;
* Haushaltungsschule: Nicht mehr schulpflichtige Mädchen erhielten im Kloster hauswirtschaftliche Unterweisung und Kochunterricht.&lt;br /&gt;
* Pflege von Waisenkindern: Das im Haus untergebrachte Waisenhaus betreute um die Jahrhundertwende etwa 30 bis 35 Kinder.&lt;br /&gt;
* Gemeindearbeit und Vereine: Die Schwestern leiteten den [[Schutzengelverein]] für schulpflichtige Mädchen sowie den 1897 gegründeten [[Marienverein]] für schulentlassene Mädchen, pflegten die liturgischen Gewänder im [[Paramentenverein]] und unterstützten die Arbeit der [[Borromäus-Pfarrbücherei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Räumlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Ab etwa 1930 war die räumliche Aufteilung des Klosters fest etabliert:&lt;br /&gt;
* Ehemaliges [[Zollhaus]]: Im Erdgeschoss befanden sich die hauswirtschaftlichen Räume (Küche, Waschküche). Das erste Obergeschoss beherbergte Versammlungszimmer sowie Schlafzimmer für die Schwestern. Im zweiten Obergeschoss lagen weitere Schlafräume.&lt;br /&gt;
* [[Rheinturm]]: Das Erdgeschoss (Gewölbekeller) diente als Vorratsraum. Das erste Obergeschoss des Turms hatte eine direkte Verbindung zum Wohnhaus und wurde als Schlafsicherungsraum für kranke Frauen aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/LVR-Klinikum_D%C3%BCsseldorf Landeskrankenhaus Düsseldorf-Grafenberg] genutzt. Im zweiten Obergeschoss befand sich das Nähzimmer. Das dritte Obergeschoss beherbergte von 1931 bis 1959 das Zonser [[Heimatmuseum]]. Im vierten Obergeschoss war Material der [[Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Während des schweren Beschusses von Zons im Frühjahr 1945 zeigten die Vinzentinerinnen unerschrockenen Einsatz. Trotz akuter Lebensgefahr durch Granateinschläge versorgten sie ununterbrochen Verwundete und legten Notverbände an. Das Allerheiligste war während dieser Zeit aus Sicherheitsgründen aus der [[Kapelle &amp;quot;Maria von den Engeln&amp;quot;|Kapelle]] in das Erdgeschoss des [[Rheinturm]]s überführt worden. Amerikanische Soldaten begleiteten die Schwestern nach ihren Hilfseinsätzen regelmäßig schützend in das Kloster zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Abschied aus Zons (1959/1960) ==&lt;br /&gt;
Ende der 1950er Jahre zwang der akute Nachwuchsmangel die [https://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft_der_T%C3%B6chter_der_christlichen_Liebe_vom_heiligen_Vinzenz_von_Paul deutsche Ordensprovinz der Vinzentinerinnen] zu Sparmaßnahmen und zur Schließung kleinerer Filialen. Am 24. September 1959 unterrichtete [[Pfarrer]] [[Franz Freistedt]] den [[Kirchenvorstand]] über den Beschluss des Provinzrates, die Zonser Niederlassung aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz heftiger Proteste der Zonser Bevölkerung, schriftlicher Bittgesuche und persönlicher Besuche von Kirchenvorstandsmitgliedern im Kölner Provinzialathaus in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nippes_(K%C3%B6ln) Köln-Nippes] ließ sich die Schließung nicht abwenden. Die Räumung wurde lediglich um einen Monat verzögert. In der ersten Januarwoche des Jahres 1960 verließen die letzten Schwestern, unter ihnen die langjährige Oberin Sophia Löhrer und die Kindergartenleiterin Schwester Misaela, Zons. Damit endete die Ära der Vinzentinerinnen nach 64 Jahren segensreichen Wirkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Emsbach|Emsbach, Karl]] / Tauch, Max: Kirchen, Klöster und Kapellen im Kreis Neuss (= Schriftenreihe des Kreises Neuss, Nr. 13). 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Köln 1992, S. 32–35.&lt;br /&gt;
* Gasten, Elmar / Haas, Reimund / Kolewa, Herbert: Kirchengeschichte und Pfarrarchiv St. Martinus in Zons (Findbuch) (= Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VIII). Dormagen 1996, S. 33 (Abschnitt &amp;quot;Vinzentinerinnen in Zons&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* [[Aenne Hansmann|Hansmann, Aenne]]: Geschichte von Stadt und Amt Zons. Mit einem Beitrag von [[Artur Elicker]], [[Jakob Justenhoven]] und [[Herbert Milz]]. Düsseldorf 1973.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Der Rheinturm in Zons mit Turmanlage, Kapelle, Vincentinerinnenhaus und Heimatmuseum. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band II (1984), S. 18–24.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kienle|Kienle, Hermann]]: Geschichte der Schwesternschaft der Vinzentinerinnen in Zons 1895–1960. In: Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, Band VII (1989), S. 4–9.&lt;br /&gt;
* Leitterstorf, Hans: Dormagen Gestern: Vincentinerinnen lösen Zonser Kloster auf. In: Dormagener Magazin (Dormagazin), Heft 3/1990, S. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klöster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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		<title>Heinrich Meller</title>
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		<updated>2026-08-16T10:28:28Z</updated>

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{{SORTIERUNG:Meller, Heinrich}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>https://zons-geschichte.de/zonswiki/index.php?title=Hermann_Zobbe&amp;diff=4436</id>
		<title>Hermann Zobbe</title>
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		<updated>2026-08-16T10:27:33Z</updated>

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{{SORTIERUNG:Zobbe, Hermann}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Johannes von Wied</title>
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		<updated>2026-08-16T10:26:47Z</updated>

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		<title>Johannes von Lünen</title>
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		<updated>2026-08-16T10:26:14Z</updated>

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{{SORTIERUNG:Lünen, Johannes von}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Hermann von Geldern</title>
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{{SORTIERUNG:Geldern, Hermann von}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Zadmin</name></author>
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