Hermann Heller: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 2. Februar 2018, 19:52 Uhr

Hermann Heller (* 26. August 1820 in Horrem bei Kerpen; † 10. April 1869 in Zons) war 1844-1869 Lehrer an der Volksschule in Zons.

Herkunft

Hermann Heller ist am 26. August 1820 in Horrem bei Kerpen als Sohn des Landwirts Reiner Heller und der Catharina Huppertz geboren.[1]

Lehrtätigkeit

Vor seinem Engagement in Zons unterrichtete Hermann Heller in Kenten. Er wechselte im Juli 1844 an die Zonser Volksschule, wo er den Unterricht an der Unterklasse übernahm.[2] Nachdem der Schulvorstand Mitte 1855 aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen entschieden hatte, die Zahl der Schulklassen neu von zwei auf drei zu erhöhen, wurde Hermann Heller die Unterrichtung der neuen Ober-Knabenklasse übertragen. Er durfte dementsprechend fortan den Titel "Oberlehrer" führen. In dieser Stellung verblieb er bis zu seinem Tod 1869. Sein Nachfolger wurde Lorenz Küpper aus Mersch (Jülich).[3]

Familie

Hermann Heller heiratete am 6. Oktober 1848 (einen Tag darauf kirchlich) in Zons die aus dem Ort gebürtige Elisabeth Schmitz (* 1. Juli 1818), Tochter des Landwirts Johannes Schmitz und der Gertrud geborene Küpper. Mit ihr hatte er mehrere Kinder[4]:

  • Wilhelmine Maria Catharina (* 9. Februar 1849 in Zons)
  • Sigismund Emil Josef (* 19. September 1850 in Zons; † 13. November 1884 in Zons), der ledig blieb
  • Franz Hubert (* 1. Oktober 1852 in Zons)
  • Catharina Maria Luise (* 17. November 1854 in Zons), die am 1. Juli 1884 in Zons Jacob Brunthaler aus Köln heiratete
  • Hubertine Christine (* 20. März 1857 in Zons; † 20. Dezember 1878 in Zons), die ledig blieb
  • Josefine Hubertine (* 15. Mai 1860 in Zons)

Durch Einheirat wurde Hermann Heller Eigentümer des Wohnhauses der Ehefrau in der Rheinstraße (heute Haus Rheinstraße 3), in dem die Familie auch wohnte.[5]

Am 21. März 1845 heirateten der Lehrer und Küster in Hasselsweiler Hubert Zimmermann (* 28. September 1818 in Lövenich) und Christine Kiebeck (* 26. März 1819 in Hompesch (Titz)) in Zons, wobei Hermann Heller neben dem Zonser Küster Carl Viehhoff als Trauzeuge auftrat. Über den genauen Hintergrund der Hochzeit des Paares, das mit einiger Sicherheit nicht in Zons wohnte, sind wir nicht unterrichtet (vermutlich geschah die Eheschließung gegen den Willen der Eltern des Paares). Wahrscheinlich waren die beiden Lehrer Heller und Zimmermann miteinander gut bekannt.[6]

Hermann Heller war Taufpate der Wilhelmine Catharina Fleischhauer (* 9. August 1849 in Zons), Tochter des Zonser Brauers Johannes Hubert Fleischhauer und der Hubertine Elisabeth geborene Boes.[7]

Krankheit und Tod

Bereits im Juni 1867 muss Hermann Heller größere gesundheitliche Probleme gehabt haben, denn er reichte in dieser Zeit ein erstes Unterstützungsgesuch, offenbar für Arztbehandlungen und Medikamente, beim Gemeinderat ein. Das Gremium lehnte mit dem Hinweis auf die derzeit hohen Gemeindekosten und das recht hohe Jahresgehalt des Lehrers von 300 Reichstalern ab.[8] Auf ein nochmaliges Gesuch im Januar 1869 gewährte der Rat ihm eine Unterstützung von 20 Reichstalern.[9] Er starb wenige Monate später, am 10. April 1869. Im August gewährte der Gemeinderat seiner Witwe nochmals eine Gehaltszulage von 5 1/2 Reichstalern, zusätzlich zum regulären Monatsgehalt Juli.[10]

Belege

  1. Lisken-FBZ, S. 281.
  2. Die Regierung Düsseldorf gab seine Anstellung am 22. Juli 1844 bekannt: Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 43 vom 22. Juli 1844, Mitteilung Nr. 738.
  3. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 23-26.
  4. Lisken-FBZ, S. 281-282.
  5. LAV_NRW_R, Regierung Düsseldorf, Kataster B 5739.
  6. Lisken-FBZ, S. 860.
  7. Lisken-FBZ, S. 210.
  8. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 12. August 1867.
  9. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 18. Januar 1869.
  10. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 21. August 1869.