Peter Capellmann

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Peter Capellmann (* 13. Februar 1878 in Duisburg-Meiderich) war 1913 bis 1919 Hauptlehrer an der Zonser Volksschule, als Nachfolger von Albert Höver und Vorgänger von Peter Breuer.

Ausbildung und Lehrtätigkeit

Peter Capellmann absolvierte am 10. März 1900 in Linnich seine erste Lehramtsprüfung. Seine zweite Lehramtsprüfung legte er dort am 25. Juni 1904 ab. Die erste Festanstellung als Lehrer erfolgte zum 25. August 1904.[1]

Peter Capellmann war ab dem 1. April 1913 definitiv als Hauptlehrer an der Zonser Volksschule tätig. Er wurde durch den Ortsschulinspektor, Pfarrer Dr. Dr. Ludolf Schmitz, in sein Amt eingeführt.[2]

Am 17. Juni 1915 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, so dass er erst zum 16. Januar 1916 den Unterricht wieder erteilen konnte.[3] Im Juli 1916 gewährte ihm der Gemeinderat 35,- Mark zur Einrichtung eines "Hühnerparkes" im Bürgermeistergarten.[4] Wenige Monate später musste er nochmals für 18 Monate seine Lehrtätigkeit unterbrechen, um als Soldat zu dienen, bevor er am 13. Oktober 1918 "infolge Reklamation am 5. Oktober", kurz vor Ende des Krieges, den Unterricht wieder aufnehmen konnte.[5]

Er wurde am 15. November 1919 an die Volksschule in Grevenbroich-Neukirchen versetzt. Durch Stellentausch kam der Lehrer Peter Breuer als neuer Hauptlehrer von Neukirchen nach Zons.[6] Laut einem Bericht in einer Benrather Zeitung soll seine Versetzung dadurch verursacht worden sein, dass er dem Verdacht einer intimen Beziehung der Lehrerin Helene Seiff zum Lokalschulinspektor Pfarrer Ludolf Schmitz nachgespürt habe.[7] Sicher ist, dass die längere Beurlaubung von Helene Seiff ab Ende 1919 bis zu ihrer Versetzung Anfang 1920 und die Versetzung von Peter Capellmann zeitlich zusammenfielen, so dass sich ein Zusammenhang aufdrängt.

Ab dem 1. April 1928 war Peter Capellmann als Rektor an der katholischen Volksschule in Jüchen tätig.[8]

Familie

Peter Capellmann war verheiratet mit Catharina geborene Becker. Von dem Ehepaar wurden in Zons zwei Kinder getauft[9]:

  • ~ 29. Dezember 1913 Josephine Hubertine
  • ~ 3. September 1917 Josef Peter (* 26. August 1917)

Sonstiges

Nach mündlicher Überlieferung soll Peter Capellmann ein außergewöhnlich strenger Lehrer gewesen sein, der besonders grausame und demütigende Strafmethoden praktizierte.[10]

Belege

  1. Daten abgerufen am 24. Januar 2016 in der Online-Lehrer-Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung: http://bbf.dipf.de.
  2. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 149.
  3. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 150.
  4. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 84, fol. 218.
  5. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 53.
  6. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 53-54.
  7. Artikel "... und ruhig fließt der Rhein", in: Bote vom Rhein, 15. Oktober 1927.
  8. Daten abgerufen am 24. Januar 2016 in der Online-Lehrer-Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung: http://bbf.dipf.de.
  9. PfAZ, Nr. 306, p. 208, p. 235.
  10. Auskunft Johann Vianden (* 1905 in Zons; †), 1994.