Schulwesen

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Im Zonser Schulwesen lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurück verschiedene Schultraditionen nachweisen. Die meisten Entwicklungsstränge mündeten in der Preußischen Zeit in der Volksschule. Doch es existierten zeitweilig auch Privatschulen, höhere bzw. Lateinschulen sowie eine Schule der jüdischen Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Die Entwicklung bis zum Ende der Franzosenzeit

Die Schule des Vikars

Erste Hinweise auf einen regelmäßigen Schulunterricht in Zons datieren in das ausgehende 16. Jahrhundert und beziehen sich auf die Unterrichtung der Kinder durch den Vikar am Altar "Unserer Lieben Frau". Der Amtmann Arnold von Manderscheid (1586-1604) ordnete an, aus den Bruderschaftsmitteln dem Vikar des Altars Unserer Lieben Frau 30 Reichstaler zusätzlich zukommen zu lassen, damit er die armen Kinder unentgeltlich unterrichtete. Nach einer Quelle aus dem Jahr 1608 gehörten auch die Mahlzeiten für die Unterrichtung der Kinder zu seinen Einkünften. Auch die nachfolgenden Vikare wurden zur Unterrichtung der Kinder verpflichtet. Allerdings geriet diese Verpflichtung mit der Zeit in Vergessenheit, so dass die Vikare höhere Gehälter erlangten. Die Verbindung zwischen Vikariat und Schulmeisteramt ging zwischenzeitlich mehr oder weniger unter. Durch den Stadtbrand 1620 wurde auch das Schulhaus zerstört. Zwei Jahre nach der Katastrophe, 1622, setzte das Domkapitel "zu besserer Aufferziehung der Jugent zu Zonß" einen Schulmeister aus Benrath, Peter Lawenbergh, als Lehrer ein, der in den erhalten gebliebenen Räumen des Rathauses unterrichten sollte. Er bekam das übliche Schulmeister-Geld, also wahrscheinlich den genannten Vikars-Zuschuss. Zudem wurden ihm 1-3 Morgen aus den Kirchenländereien zur üblichen Pacht überlassen, um landwirtschaftliche Nebeneinkünfte erzielen zu können.[1]

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatte wieder der örtliche Vikar für ein Gehalt aus dem Benefizium der "Unserer-Lieben-Frau-Bruderschaft" die Pflicht, Unterricht für die Kinder des Ortes zu erteilen. Der Unterricht ist in der Vikarie neben der Kirche gehalten worden. Als sich der Vikar 1760 weigerte, weiter zu unterrichten, wollte die Gemeinde die betreffende Schulurkunde im Pfarrarchiv heranziehen. Doch diese war angeblich gestohlen. Auch der Zugang zu verschiedenen Schriften des Archivs des Domkapitels war der Stadt nicht möglich, so dass die Schule geschlossen werden musste. Die Unterrichtung der armen Kinder übernahm der Küster, der bereits als Lehrer tätig war. Kinder reicherer Eltern erhielten Unterricht durch Privatlehrer.[2]

Studienstiftung durch den Vikar Martin Ortembach 1638

1638 gründete der Zonser Vikar Martin Ortembach eine Studienstiftung für einen Zonser am Gymnasium Laurentianum in Köln. Diese Stiftung bestand noch um 1900 als Stiftung für höhere Studien. Das Gymnasium Laurentianum ist bereits 1798 geschlossen worden.[3]

Bemühungen um einen Lateinunterricht durch Franziskanerpatres Mitte des 17. Jahrhunderts

Seit die Franziskaner in Zons waren (1646), hatte man diese gebeten, eine höhere Schule bis zur Tertia zu errichten. Stets hatte man sich aufgrund der elenden Wohnung und der geringen Zahl der Priester entschuldigt. Gegen Ende des Jahres 1657 wandten sich Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt an den Stifter des Klosters, den Domherrn Georg von Eyschen, mit der Bitte, es möge nunmehr ein Pater zum Unterricht der Jugend in der lateinischen Sprache ernannt werden. Der Domherr stimmte zwar zu, doch kam es trotzdem nicht dazu.[4]

Die Mädchenschule (ab 1659)

Die ehemalige Mädchenschule am Hospitalplatz.

1659 wurde aufgrund einer Stiftung des Domherrn Georg von Eyschen eine Mädchenschule eröffnet. Erste Lehrmeisterin war eine Terziarin des Franziskanerinnenordens aus Köln, Elisabeth von Harhaus, die am 20. Juni eintraf. Da das Stiftungskapital nicht reichte, erhielt die neue Schulmeisterin 1688 vom Domkapitel zusätzlich eine Armenpröve. 20 Jahre später, 1708, wurde auf Antrag von Pfarrer, Zollschreiber und Bürgermeister die nächstfreiwerdende Armenpröve den mittlerweile zwei Lehrerinnen auf Lebenszeit übertragen.[5]

Das Schulgebäude, dessen Reparaturen vom Domkapitel im Allgemeinen getragen wurden, befand sich mindestens seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts am Hospitalplatz im heutigen Haus Hospitalplatz 1. In dem Haus wohnten auch die Lehrkräfte. Der Küster Johannes Peter Schwieren überliefert in seiner Chronik Namen und Daten zu verschiedenen Lehrerinnen: Am 24. November 1735 begann eine Jesuitin namens Schmitz ihren Unterricht an der Schule.[6] Sie ist offenbar nur wenige Jahre im Ort tätig gewesen, denn bereits am 9. Juli 1740 kamen zwei neue geistliche Jungfrauen, beide namens Strunts, in den Ort, um zwei Tage später den Unterricht aufzunehmen.[7] 1754 wurden sie entlassen, da sie zur Schule gehörendes Mobiliar verpfändet hatten.[8] Knapp 14 Jahre später, am 6. Mai 1754, kam eine geistliche Jungfrau namens Müllers in den Ort und nahm zwei Tage darauf den Unterricht auf.[9] Sie hat nun offenbar auch Jungen unterrichtet, denn kurze Zeit später, am 30. Mai 1754, verbat der Schultheiß Franz Bernhard Mappius der Lehrerin die Unterrichtung von Jungen, was dem Küster vorbehalten war, wie er auch umgekehrt dem Küster die Unterrichtung von Mädchen verbot.[10] Bereits am 20. Juli des Jahres musste die Lehrerin den Ort "wegen Schwachheit ihres Haubts" wieder verlassen.[11] Darauf kam am 2. August 1754 eine neue geistliche Lehrerin namens Maria Sybille Fischers in den Ort, um den Unterricht drei Tage später aufzunehmen.[12] 1759 bat sie das Domkapitel, dem Küster zu verbieten, auch Mädchen in seine Knabenschule aufzunehmen.[13] Am 1. April 1761 begann eine neue geistliche Lehrerin, Maria Anna Catharina Beyer, die Unterrichtung der Mädchen.[14] Seit 1788 unterrichtete die Lehrerin Maria Anna Guilleaume für mindestens 30 Jahre an der Mädchenschule. Bei ihrer Anstellung war seitens des Domkapitels zur Voraussetzung gemacht worden, dass "die neue Schuljungfer nicht nur in Hand-Arbeit, sondern auch in Gut Deutsch lesen und Schreiben erfahren und benebens kristliche Lehr zu halten" imstande sein musste. Auch hatte sie ihre Wohnung in dem Haus.[15] Auf dem Lehrplan der Mädchenschule standen Deutsch, Französisch, Religion, Rechnen, Recht und Schönschreiben, Singen, Musik, Malen, Zeichnen, Nähen und Stricken. Das Kostgeld betrug 80 Reichstaler jährlich inklusive Wäsche.[16] Die Schule bestand bis um 1820, zuletzt nur noch für Schülerinnen, deren Eltern nicht für das Schulgeld aufkommen konnten (wie auch der Küster noch bis um 1820 minderbemittelte Jungen unterrichtete). Seitdem wurden die Mädchen in der gemischten Schule in der Vikarie unterrichtet.

Die Küsterschule seit dem 17. Jahrhundert

Die durchgängige örtliche Tradition der Verbindung zwischen Küsterdienst und Lehrtätigkeit reicht mindestens bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts zurück: Am 4. August 1668 starb in Zons Christian Schmitz, der fast 30 Jahre Küster und Lehrer in Zons gewesen war.[17] Bei der Einstellung Johannes Hermann Schwierens 1775 wurden die Lehrziele folgendermaßen umrissen: "indessen hätte mehrgedachter neuer Opfermann die Schule daselbst fleißigst zu halten, folglich daran zu seyn, damit die Jugent in der gehörigen Lehr so wohl, als denen Grundsätzen der Christ-Catholischer Religion und guter Sitten wohl unterwiesen werden." Der Einwohner Matthias Aldenhoven wehrte sich im selben Jahr gegen die Unterrichtung seiner Kinder durch den neuen Lehrer mit dem Hinweis, dieser schlage die Kinder "ungebührlich", und er selbst könne seine Kinder in der Rechenkunst unterrichten.[18] Da die Küsterschule nicht die einzige Schule in Zons war, ergab sich hieraus eine Konkurrenzsituation, was schon daran erkennbar ist, mit welcher Aufmerksamkeit der Chronist Johannes Peter Schwieren die Ankunft neuer Lehrerinnen oder deren Weggang und weitere Einzelheiten notierte. Im Mai 1754 verbat der Schultheiß dem Küster die Unterrichtung von Mädchen, wie auch umgekehrt der Lehrerin der Mädchenschule am Hospitalplatz die der Jungen. Dieses Verbot scheint der Küster in der folgenden Zeit nicht so beachtet zu haben, denn im Oktober 1759 bittet die Lehrerin beim Domkapitel, der Küster möge keine Mädchen mehr in seine Schule aufnehmen. In französischer Zeit führte Johannes Hermann Schwieren eine Knabenschule, die von den Kindern vom 5. Lebensjahr bis zu ihrem Eintritt in die örtliche Primärschule (6. Lebensjahr) besucht wurde. Hier lernten die Schüler Buchstabieren, Lesen und die deutsche Schrift.[19] Bis um 1820 unterrichtete der Küster Jungen, deren Eltern nicht für das Schulgeld der Primärschule aufkommen konnten. Zwischenzeitlich, 1812, hatte Küster Johannes Hermann Schwieren die Unterrichtung der unvermögenden Kinder plötzlich eingestellt, mit dem Hinweis, dies sei nicht seine Aufgabe als Küster. Der Vikar Adam Ankenbrand konnte jedoch anhand der präsentierten Bestellungsurkunde des Domkapitels belegen, dass er mit eben dieser Verpflichtung angestellt worden war.[20]

Eine "Privatschule" seit 1751

Die Schwieren-Chroniken belegen eine Privatschule seit 1751: Anfang April des Jahres stellte Johannes Eberle beim Stadtrat den Antrag, eine Schule für Jungen und Mädchen eröffnen zu dürfen. Die Genehmigung erfolgte umgehend, und am 1. Juli 1751 begann er mit der Unterrichtung.[21] Wie lange Eberle als Lehrer tätig war bzw. wie lange die Privatschule existierte, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Jedenfalls wurde Eberle 1755 neuer Zonser Gerichtsschreiber; ein Amt, das er bis 1799 hatte.[22] Zudem war er seit den 1760er Jahren häufig Bürgermeister von Zons. Aufgrund seiner neuen, arbeitsreichen Verpflichtungen ist zu vermuten, dass er die Lehrtätigkeit wohl kaum noch nebenher bewerkstelligen konnte und die Schule daher wohl nur wenige Jahre existierte.

Ende der 1750er bis Anfang der 1760er Jahre taucht in den Zonser Kirchenbüchern der Lehrer Heinrich Schmitz auf.[23] Möglicherweise war er der Nachfolger Eberles.

Die "Primärschule" seit Ende des 18. Jahrhunderts

Mindestens seit 1790 bestand in Zons eine "Primärschule" (auch "Lateinische Schule" genannt) unter dem Lehrer ("Praeceptor") Franz Anton Sourilliot, der aus Kerpen gebürtig war. Möglicherweise war der 1788 verstorbene Zonser Lehrer Johann Ulrich sein Vorgänger.[24] In der Schule wurden 1807 36 Schulkinder (20 Jungen, 16 Mädchen) unterrichtet. Die Schulzeit betrug 5-6 Jahre. Auf dem Lehrplan standen Lesen und Schreiben (deutsch und französisch), Rechnen, Geschichte, Geografie, Tanzen und gymnastische Übungen. Im letzten Schuljahr erhielten die Jungen Unterricht in Latein (daher der Name der Schule), die Mädchen in Nähen, Stricken und anderen Handarbeiten. Unterrichtszeiten waren vormittags von 8-12 Uhr und nachmittags von 14-16 Uhr. Das Schulgeld betrug monatlich pro Kind 60 Centimes, in den beiden anderen Schulen jeweils 30 Centimes. Doch der Lehrer musste auch eine bestimmte Anzahl unvermögender Kinder unentgeltlich unterrichten.[25] 1804 stiftete der 80-jährige ehemalige Zonser Vikar Gabriel Mainzer, der mittlerweile in Köln wohnte, Sourilliot neben den vikarischen Einkünften einen jährlichen Gehaltszuschuss von 180 Francs und stellte die Vikarie an der Pfarrkirche zur Erteilung des Unterrichts zur Verfügung. Seitdem fand der Unterricht dort statt. Da das Einzugsgebiet nicht nur Zons umfasste, stieg die Zahl der Schüler rasch. Wie der Dormagener Chronist Johann Peter Delhoven 1811 berichtet, gingen zu dieser Zeit viele Kinder im Alter von 10-14 Jahren aus Dormagen nach Zons, um dort Französisch zu lernen. Nach dem Tod des Vikars Gabriel Mainzer übernahm sein Amtsnachfolger die Bezahlung des Lehrers aus den Kircheneinkünften.[26]

Franz Anton Sourilliot stand der örtlichen Geistlichkeit sehr kritisch gegenüber. Und so war sein Verhältnis zum Pfarrer Gereon Joseph Löhr und zum Kaplan Adam Ankenbrand Mitte der 1810er Jahre angespannt, wie es Pfarrer Adam Otten aufgrund der Kirchenratsprotokolle aus der Zeit zusammenfasst[27]:

"[An der Spitze der dem Pfarrer Gereon Joseph Löhr übelgesinnten Personen stand] Franz Anton Sourillot aus Kerpen, der zur Aushülfe des 80jährigen Lehrers Gabriel Mainzer nach Zons gekommen war. Sourillot war ein verkommener Mensch, verspottete die Religion, verhöhnte die Geistlichkeit, hielt die Schulkinder aus der Kirche und ließ zur Mittagszeit Jungen und Mädchen, unter denen auch viele von 14 und 15 Jahren von auswärts waren, allein; Pfarrer Löhr war, wie er selbst bezeugt, 'Augen- und Ohrenzeuge, daß die Jungen die wüsten Kosacken zu den Mädchen in die Schule einluden, um mit denselben Unverschämtheiten zu treiben.' Kaplan Adam Ankenbrand, der dem Pfarrer im Kampfe [gegen die Ungläubigen] treu und wacker zur Seite stand, sagte in der Kirchenratssitzung vom 9. Februar 1815 öffentlich aus, 'daß die Jugend bis zum Erstaunen ausgeartet würde', und brachte diese Aussage zu Protokoll."

Die Entwicklung in der Preußischen Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1815-1918)

Allgemeines

Mit Beginn der Preußischen Zeit wurde die Lehrerbildung reformiert. Auf dem Lehrplan der Normalschule standen Religion und Sittenlehre, Schönschreiben, Deutsch, Rechnen, Landmesskunde, Naturkunde, Erdkunde, Geschichte, Zeichnen, Klavierspielen, Choralgesang und Obstbaumzucht. Hierbei wurde mit der Obstbaumzucht die Aufbesserung der Lehrergehälter angestrebt. Eine Verordnung vom 20. März 1816 schrieb vor, dass jede Schule einen Schulvorstand haben musste, der sich aus dem örtlichen Pfarrer, dem Vorsitzenden und zwei bis drei Familienvätern zusammensetzte. Wenig später wurde der Bürgermeister zweiter Vorsitzender. Die Aufgabenverteilung zwischen Ortspfarrer und Bürgermeister sah so aus, dass Ersterer die inneren Schulangelegenheiten, Letzterer die äußeren zu betreuen hatte. Dem Schulvorstand oblag die Aufsicht über die Schule, die Lehrer, den Schulbesuch und alle mit der Unterrichtung und Erziehung zusammenhängenden Dinge. Zusätzlich gab es in den größeren Schulbezirken geistliche Schulpfleger zur Beaufsichtigung und Betreuung.[28]

Eine "Winkelschule" in den 1820er Jahren

In den 1820er Jahren ging der Landrat gegen eine sogenannte Winkelschule in Zons vor: Den Unterricht erteilte hier eine Frau, die "bei der vorherigen Lehrerin mehr als Magd, als als Gehilfin gedient hat". Die Aufnahme von Kindern über 8 Jahre war untersagt. Da dies nicht konsequent befolgt wurde, kontrollierte der Landrat die Schule wöchentlich in Begleitung des Polizeidieners. Der Landrat meldete am 10. Februar 1825 an die Regierung: "noch kürzlich habe ich ein Kind von 12 Jahren und zwei Kinder von 10 Jahren darin gefunden, was mich bewogen hat, zu verordnen, daß, insofern dieser Fall noch einmal eintreten möchte, die Winkelschule ohne weiteres geschlossen werden soll". Es ist nicht bekannt, wie lange diese Winkelschule existierte.[29]

Die Schule der jüdischen Gemeinde

Bereits 1720 hatte in Zons eine Synagoge mit einem eigenen Schulmeister existiert. Nachdem er in diesem Jahr weggezogen war, gestattete das Domkapitel nicht mehr, die Synagoge weiter zu unterhalten.[30]

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die örtlich bedeutende jüdische Gemeinde zeitweilig eine eigene Schule unterhalten, denn in den Zivilstandsregistern der Zeit tauchen jüdische Lehrpersonen auf: im Geburtsregister 1802 der Jude Judas Simon, von Beruf "Jud-Schullehrer"[31], 1811 der jüdische Lehrer Samuel Seckel. 1816 heißt es, die jüdische Gemeinde habe keine eigene Schule.[32] Ein Adressbuch von 1844 nennt für den Ort den "israelitischen Lehrer" Heymann Bein.[33] 1849 wird unterrichtete der Lehrer Louis Pollitz in Zons, wahrscheinlich ebenfalls an der jüdischen Schule.[34] Quellen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts berichten, dass die jüdische Schule in Zons wie die Synagoge regelmäßig betrieben und durch das Krefelder Konsistorium überwacht wurde. Leider ist mangels Quellen und entsprechender Untersuchungen über diese Schule nichts Näheres bekannt.[35]

Zur Entwicklung der Elementarschule/Volksschule 1815-1870[36]

Franz Anton Sourilliot wechselte am 17. November 1817 als Elementarschullehrer von Zons an die Elementarschule in Worringen. Zu diesem Zeitpunkt oder kurze Zeit darauf muss Johann Josef Nasheuer seine Nachfolge angetreten haben: Am 5. Dezember 1820 leitete der Schulpfleger, der Dormagener Pastor Kreißel, ein Gesuch von Nasheuer an die Kirchen- und Schulkommission in Düsseldorf weiter, in dem jener um die Anstellung als Lehrer in Zons bat. Der Schulpfleger betonte in seinem Begleitschreiben, dass der Lehrer bereits seit einiger Zeit in Zons unterrichtet und sich dabei durch Fleiß, Geschicklichkeit und gute Sitten hervorgetan habe, so dass er die Liebe der Einwohner und des Schulvorstands gewonnen habe. Nach Ablegung der vorgeschriebenen Prüfung in Düsseldorf wurde seine Anstellung genehmigt. Er erhielt einen Garten[37] und fünf Morgen Land zur freien Benutzung sowie ein Gehalt von 82 Talern (davon zahlte die Gemeinde 22, die Kirche 60 Taler).

Auf dem Standort der 1863 erbauten neuen Vikarie am Kirchplatz befand sich die alte Vikarie mit der Schule.

Nach wie vor befand sich die Schule in der Vikarie neben der Pfarrkirche. Dieses Gebäude wird folgendermaßen beschrieben: Es ist "mäßig von 1 1/2 Fuß starker Mauer aufgeführt; es hat im ganzen eine äußere Länge von 32 1/2 Fuß und 21 1/2 Fuß breit, und besteht aus 2 Stockwerken, wovon der untere 8 Fuß, der obere 7 1/2 Fuß hoch ist. Es ist mit einem Kellergewölbe versehen von 17 lang und 10 breit. In der unteren Etage befindet sich das Schulzimmer". Das Schulzimmer selbst wird in einem Schreiben des "Kreisphysikus" vom 1. Juli 1824 wie folgt beschrieben:

"ungefähr 15 Fuß breit, 26 Fuß lang und 7 Fuß hoch. An der Nordseite sind zwei Fenster, die ungefähr 9 Fuß hoch sind. An der Ostseite sind drei Fensterchen und ebenfalls an der Westseite, wovon vier kaum diesen Namen verdienen. Es waren in der Schule 81 Kinder gegenwärtig, im Winter soll die Anzahl derselben nach Aussage des Lehrers auf 190 steigen. Das ganze Schulhaus, die Wohnung des Schullehrers mit einbegriffen, schien mir sehr baufällig und einer guten und dauerhaften Reparatur unfähig zu sein. Wenn ein Unterrichtszimmer für 100 Kinder wenigstens 23 Fuß lang und breit und 12 Fuß hoch sein muß, so ergibt sich daraus klar, daß der Raum in der Schule mit der versammelten Kindermenge nicht in gehörigem Verhältnis steht und daß der mehr oder minder längere Aufenthalt darin durch Verderbnis der Luft der Gesundheit der Kinder und des Lehrers nachteilig sein muß."

Auch Lehrer Nasheuer selbst wandte sich in dieser Angelegenheit an die Regierung: "Was meine eigene Person anbetrifft, so habe ich in dem Local meine Brust so verdorben, daß ich es unmöglich länger darin aushalten kann." Auch könne aufgrund des Raummangels nur die Hälfte der schulfähigen Kinder unterrichtet werden. Am 24. November 1823 hatte bereits der Landrat einen Antrag auf Neubau eines Schulhauses in Zons gestellt und in diesem vorgeschlagen, das Haus der Mädchenschule am Hospitalplatz, das er für ein Schulhaus für nicht geeignet ansah, und das Rathaus, "welches eben keinen Wert für den Gebrauch von der Gemeinde hat", zu verkaufen und für den Erlös das alte Franziskanerkloster nebst zugehörigem Garten am Juddeturm zu erwerben. Das Franziskanerkloster sei "zwar nicht in dem Zustand, daß dasselbe gleich zur Schule gebraucht werden kann, indessen ist dasselbe, wie sich aus der Beschreibung des Bauleiters Westphal ergibt, nicht nur hinlänglich geräumig, um dieselbe sowie den Saal für künftige Versammlungen des Gemeinderates darin vollständig einrichten zu können, sondern auch starker guter Bauart. Dabei liefert der große Garten hinter dem Gebäude Platz für eine Obstbaumschule und einen Garten für den Lehrer und der freie Platz vor dem Gebäude Raum zur Errichtung eines Spielplatzes." Am 7. Dezember 1823 erfolgte die Genehmigung des Gemeindegebäude-Verkaufs und des Klostererwerbs. Am 20. Dezember 1823 gab Bürgermeister Anton Baaden den öffentlichen Verkauf von Rathaus und Schule am 15. Januar 1824 bekannt.[38] Da jedoch nicht genug geboten wurde, sah man vorläufig von einem Verkauf ab (s.u.). 1824 willigte auch die Eigentümerfamilie Steinberger in den Verkauf des Klostergebäudes für 1.250 Reichstaler ein. Nicht nur aufgrund der Finanzierungsfrage zogen sich die Verhandlungen noch Jahre hin: Eine zweckmäßigere Alternative schien nach Meinung des Bürgermeisters Anton Baaden die Errichtung eines ganz neuen Gebäudes auf gemeindeeigenem Land für unter 2.000 Taler zu sein. Ein weiterer Alternativvorschlag war der Tausch der Vikarie gegen das Gebäude der ehemaligen Mädchenschule am Hospitalplatz mit der Kirche. Anschließend sollte das Vikariatsgebäude abgerissen werden und an seiner Stelle das neue Schulhaus entstehen. Am 8. August 1826 willigte der Kölner Erzbischof in den Tausch ein. Doch im Gemeinderat kam über den Neubau keine Einigung zustande.

Der Landrat hatte Nasheuer vor diesem Hintergrund bereits zuvor beauftragt, bis zur Klärung der Angelegenheit eine vorläufige Alternative für das völlig unzureichende Schulgebäude zu finden. So wurde der Saal der Schankwirtschaft Boes (spätere Gaststätte "Zum Feldtor" an der Schloßstraße) für eine monatliche Miete von 6 Reichstalern nach entsprechender Genehmigung der Regierung 1825 durch den Landrat für diesen Zweck gemietet. Gemeinde- und Schulrat beschwerten sich über diese Maßnahme, da der Unterricht durch den Gewerbebetrieb des Hauseigentümers gestört werde. Doch da das Schulzimmer getrennt von der Wirtschaft auf der ersten Etage des Gebäudes lag und zudem an den gewöhnlichen Tagen in der Woche Ruhe herrschte, wurde diese Beschwerde abgewiesen. Der Gemeinde- und Schulrat beschloss am 17. Oktober 1827, das Monats-Schulgeld der 150 Schulkinder in Höhe von jeweils 3 Silbergroschen, das der Gemeindediener einzusammeln hatte, dem Lehrer zukommen zu lassen.

Da die Unterrichtung von 150 Schulkindern eine große Belastung bedeutete, bat der Landrat 1828 bei der Regierung um die Zubilligung einer Hilfskraft. Diese genehmigte daraufhin die Anstellung des 23 Jahre jungen Peter Wilhelm Sticker aus Holzbüttgen, der 2 1/2 Jahre das Lehrerseminar in Brühl besucht und sich am 29. April 1828 beim Landrat um diese Stelle beworben hatte. Als Unterlehrer wurde sein Gehalt auf 40 Reichstaler festgesetzt, während ihm Lehrer Nasheuer freie Kost und Unterkunft gewähren musste. Der gemietete Schulsaal wurde nun durch eine Bretterwand für die zwei Klassen unterteilt. Kurz später musste man die Bretterwand durch einen Steinmauer ersetzen, da sich beide Klassen gegenseitig störten. Unterrichtet wurde in Religion, Deutsch, Zeichnen, Rechnen, Gesang, Lesen, Schönschreiben, Leibesübungen und Handarbeit.

Nachdem Lehrer Nasheuer am 2. Oktober 1828 37-jährig an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung gestorben war (offenbar als Folge der ungenügenden Raumsituation in der Schule), wurde Sticker am 20. Januar 1829 von der Regierung zum Elementarschullehrer ernannt. Bereits während der Krankheit von Nasheuer hatte er den Unterricht in beiden Klassen erteilt.

Zwischenzeitlich, in der Sitzung vom 2. November 1828, besprach der Gemeinderat mögliche Einnahmen durch den Verkauf von Immobilien zugunsten der geplanten neuen Schule: Der Verkauf der Wohnung des verstorbenen Lehrers Nasheuer sowie des Rathauses könne 500 Taler einbringen, obwohl beide Immobilien "bereits vor einigen Jahren zum Verkauf ausgestellt und noch keine 500 Thaler dafür gebothen worden sind". Zudem wurde in den Sitzungen 1829 angesichts der ungünstigen Finanzlage immer wieder über den Verkauf verschiedener Wachtürmchen an der Stadtmauer diskutiert.

Unter dem neuen Bürgermeister Franz Michael Fischer wurde 1829 wieder über den Kauf des Franziskanerklosters diskutiert. Man sah es als Vorteil an, dass in dem Gebäude die Schule mit zwei Unterrichtsräumen und je einer Wohnung für den Ober- und Unterlehrer und zudem das Bürgermeisteramt und eine Vikarswohnung eingerichtet werden konnten. Ferner stand dort jeweils für den Oberlehrer wie für den Vikar ein Garten zur Verfügung. Zur Finanzierung wurde in den Sitzungen 1829 wiederholt der Verkauf verschiedener Wachtürmchen an der Stadtmauer diskutiert.

Am 13. April 1829 wandte sich der Landrat in der Schulgebäude-Angelegenheit an die Regierung, die am 25. Juni des Jahres eine Kommission zur Untersuchung des Klostergebäudes nach Zons sandte und nach positivem Urteil derselben den Kauf nur zwei Tage darauf verfügte. Am 5. Oktober 1829 erwarb die Gemeinde daraufhin das ehemalige Kloster mit notariellem Akt für 961 Reichstaler, also deutlich unter dem 1824 veranschlagten Kaufpreis (1.250 Reichstaler). Die Urkunde[39] lautet:

"Vor Martin Liessem, für den Landgerichtsbezirk von Düsseldorf im Herzogthum von Berg angestellten Königlichen Notar, in Dormagen wohnhaft, in Gegenwart der Herrn Franz Aldenhoven, Gutsbesitzer, in Zons wohnhaft, und Johann Schmitz, Ackersmann, in Dormagen wohnhaft, hiezu besonders ersuchten Zeugen.
Sind erschienen: die Herren Jacob Steinberger, Gutsbesitzer, in Dormagen wohnend, Adolph Steinberger, Oberbürgermeister der Stadt Cöln, allda wohnhaft, und Frau Elisabeth geborene Schmitz, Wittwe von Herrn Joseph Steinberger, Rentnerinn, in Zons wohnhaft, letztere handelnd in eigenem Namen und als natürliche und gesetzliche Vormünderinn ihrer noch drey minderjährigen, mit ihrem genannten verstorbenen Ehegatten gezielten Kinder, benenntlich: Amalia, Regina und Adolph Steinberger, sämtlich ohne Gewerb bey ihrer Mutter domiziliirt; sodann die vier großjährigen Kinder der gedachten Wittwe Joseph Steinberger, namentlich: Fräulein Elisabeth, Jacobina, Agnes und Herr Michel Steinberger, sämtlich ebenfalls ohne Gewerb, erstere in Köln und letztere in Zons wohnhaft, als Verkäufer an einer; - ; - ;
Und der Herr Michael Fischer, Gutsbesitzer, wohnhaft zu Jussenhoff bey Dormagen, in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der Gemeinde Zons, vertretend diese Gemeinde als Ankäuferinn an der anderen Seite, in Gefolg der demselben ertheilten Authorisation der Königlichen Hochlöblichen Regierung zu Düsseldorf, mittelst zweier Verfügungen vom sieben und zwanzigsten Juny dieses Jahrs No. 3557 und ersten September letzhin No. 4709, Abtheilung des Innern, wodurch die Genehmigung zum Ankauf des ehemaligen Franziskaner Klosters in Zons ertheilt, und in Gefolg landräthlicher Authorisation vom dritten July letzhin No. 2771 und zehnten September letzhin No. 3737, der Herr Bürgermeister Fischer von Dormagen, Zons und Nievenheim zum Abschluß dieses Ankaufs, vorbehaltlich der Ratifikation durch die gedachte Königliche Regierung, ermächtigt worden.
Und haben erklärt, folgenden Verkauf und Kauf-Akt abgeschlossen zu haben.
Es verkaufen und übertragen nemlich die obbenannten ErstComparenten hiemit dem ganzen vollen und unwiderruflichen Eigenthum nach, und mit dem Versprechen der vollständigen Gewahrleistung für alle Schulden, Hypotheken, Grundrenten und andere Hinderniße, an die Gemeinde Zons, wofür der Herr Bürgermeister Fischer acceptirt, das in Zons gelegene Franziskaner Kloster, den Kloster Garten, den vordern Platz bis zur Straße, samt allen den darauf stehenden Gebäulichkeiten, liegenden Baumaterialien und Steinen, so wie die Verkäufer es bisheran besessen und in dem Zustande, wie es sich dermalen befindt, und zwar nach der Mühlengassen Seite mit dem vollen Besitz der Garten Mauer, doch mit Ausschluß des außer derselben gelegenen leeren Plätzchens, dann nach der Seite der Schloßmauer, bis an diese Mauer schießend, mit Ausschluß dieser Mauer; so daß die Gemeinde Zons vom Tage der vorbehaltenen Ratifikation an, mit diesen ihr verkauften Gegenständen als wie mit ihrem vollen Eigenthum schalten und walten möge, und alle Steuern und Lasten davon zu tragen habe.
In Ansehung der Minderjährigkeit der drey Kinder vom verstorbenen Herrn Joseph Steinberger machen sich die Mutter sowie die beiden mitverkaufenden Oheimen derselben für die gedachten drey Minderjährigen stark, und verpflichten sich solidarisch in dieser Hinsicht der Gemeinde alle nöthige Gewährleistung, so wie auch die Einwilligung der Minderjährigen, nach erreichter Großjährigkeit beizubringen, und alle aus dem Abgange einer solchen Einwilligung für die ankaufende Gemeinde Zons in der Folge entstehen mögenden Nachtheile zu vertreten.
Die Verkäufer sind Eigenthümer der verkauften Gegenstände, in Gefolg der bey der Präfektur zu Aachen am zehnten und zwölften Vendemiaire Jahrs zwölf gefertigten und daselbst innregistrirten Versteigerungs- respective Command Erklärungs-Protokolle, welche so wie auch die darauf bezüglichen Quittungen der Herr Bürgermeister Fischer bescheinigt von den Verkäufern empfangen zu haben.
Der gegenwärtige Verkauf geschah um den vereinbarten Kaufpreis von Neun Hundert Ein und Sechszig Thaler preuß. Courant, welche die Gemeinde Zons sich verbindet, in drey gleichen Terminen nebst den ratirlichen Zinsen zu Fünf vom Hundert vom heutigen Tage an zu rechnen, wovon der erste Termin am Fünfzehnten Dezember nächsthin, die beiden übrigen am Fünften Oktober der Jahre Achtzehnhundert Dreißig und Achtzehn Hundert Ein und Dreißig erfallen, zu entrichten.
Diese Zahlungen geschehen zu Händen des Herrn Oberbürgermeisters Adolph Steinberger, der Kraft des gegenwärtigen Akts als besonders hierzu ernannten und bevollmächtigten Empfänger in klingendem Preußisch Courant, und im Falle die Gemeinde diese Verpflichtung nicht genau erfüllt, macht sie sich zur Schadloshaltung, zu Verzugszinsen und sonstiger Nachtheile verbindlich.
Die Gemeinde Zons übernimmt alle Kosten des jetzigen Ankaufs, des Stempels und die der Sicherstellung ihres erworbenen Eigenthums.
[...] Geschehen zu Zons den fünften Oktober Achtzehn Hundert Neun und Zwanzig, und ist dieser Akt von den dem Notar wohl bekannten Kontrahenten, dem Zeugen und dem Notar nach der Vorlesung unterschrieben worden."

Die Um- und Erweiterungsarbeiten am ehemaligen Franziskanerkloster durch den Bauunternehmer J. P. Strohn aus Urdenbach[40] und unter Leitung des genannten Bauleiters ("Communal-Bau-Conducteur") Westphal nach einem Kostenvoranschlag vom 12. Februar 1830 zogen sich nach den Gemeinderatsprotokollen über mehrere Jahre hin. Um nötiges Baumaterial zu gewinnen, beschloss der Rat im März 1830, die Stadtmauer vom Rheintor bis zur Windmühle um drei Fuß (knapp einen Meter) abzutragen. – Die Bauabnahme als Voraussetzung für den geplanten Einzug von Gemeinderat und Elementarschule war laut den Gemeinderatsprotokollen mit Sicherheit nicht vor 1832, denn zur Sitzung am 28. Januar 1832 wird bemerkt, der Schulbau sei noch nicht vollendet und unterliege noch der Schlussrevision. Die Gebäudeabnahme dürfte jedoch noch im selben Jahr erfolgt sein.

Der Gebäudekomplex am Juddeturm von der Feldstraße aus gesehen ca. 1910/14.

Bis 1837 unterrichtete Lehrer Sticker die Elementarschulkinder alleine, seit diesem Jahr half ihm der älteste Sohn des verstorbenen Lehrers Nasheuer, der erst 16-jährige Heinrich Hubert Nasheuer, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zudem übernahm Nasheuer jun. an den Urlaubstagen sogar die Lehrervertretung. Nachdem sich der Landrat hierüber bei der Regierung ausgelassen hatte, wurde Ende April 1837 ein neuer Unterlehrer angestellt.[41] Offenbar war man mit dem gefundenen Kandidaten, dessen Name nicht bekannt ist, nicht zufrieden, denn bereits am 6. Juli 1837 gab Lehrer Sticker erneut bekannt, dass die Unterlehrerstelle wieder zu besetzen sei.[42] Und auch danach erfolgten in regelmäßiger Folge öffentliche Ausschreibungen der Stelle, und zwar am 11. April 1839, am 17. Februar 1841 und am 1. März 1842.[43] Offenbar war es zu der Zeit besonders schwierig, einen geeigneten Kandidaten für diese Stelle zu finden. Sicherlich ab 1842 bis spätestens 1844 unterrichtete der Zonser Hubert Ross als Unterlehrer an der Elementarschule.[44] Doch erst 1844 hatte man eine längerfristige Lösung gefunden: Die Regierung gab am 22. Juli 1844 bekannt, dass die Unterlehrerstelle neu mit Hermann Heller aus Horrem bei Kerpen besetzt sei, der vorher in Kenten unterrichtet hatte.[45]

Auf Eingabe des Schulvorstands bei der Regierung im März 1841 wurde zusätzlich zu den bestehenden Unterrichtseinheiten eine Näh- und Strickschule eingerichtet, die von den Mädchen aus dem Ort und dem benachbarten Stürzelberg nach Schulschluss zu besuchen war.

1848 bat Lehrer Sticker um seine Entlassung aus dem Schuldienst. Da mittlerweile 250 Kinder die Schule besuchten, ließ die Genehmigung zur Anstellung eines Nachfolgers nicht lange auf sich warten. Doch da die Gemeinde sich weigerte, für das Gehalt des neu anzustellenden Lehrers aufzukommen, wurde zunächst ein Schulamtsaspirant angeworben, um dem Lehrer Heller die notwendige Hilfe zu leisten.[46] Erst am 9. Oktober 1849 änderte sich die Situation mit der Anstellung von Wilhelm Odaniel als neuer Lehrer der Oberklasse, der vorher in der Schule Düsseldorf-Hamm unterrichtet hatte.[47] Das Gehalt beider Lehrer wurde auf jeweils 240 Taler festgesetzt, das vierteljährlich aus der Gemeindekasse zu zahlen war. Der neue Lehrer wurde u.a. verpflichtet, die Kinder täglich während der Schulstunden, an Sonn- und Feiertagen während des Vor- und Nachmittaggottesdienstes und bei den örtlichen Prozessionen zu beaufsichtigen und ihre Gebete und Gesänge zu leiten. Lehrer Wilhelm Odaniel starb bereits 1852. Ein Schulamtsaspirant namens Gumpertz hatte ihn während seiner Krankheit vertreten und führte den Unterricht auch noch fort, bis am 30. Juli 1853 Johann van Royen, bisher Lehrer an der Schule in Erkrath, zunächst für zwei Jahre auf Probe, neuer Oberlehrer wurde.[48]

In den 1850er Jahren unterrichtete auch der Zonser Organist Franz Füsgen als Lehrer (1853 belegt).[49] Allerdings ist nicht klar, ob und wie eine Verbindung zur Volksschule bestand.

Johann van Royens Vertrag wurde mit Auslauf seiner Probezeit 1855 nicht verlängert. Gegen seine Kündigung erhob sich Protest seitens einiger Gemeinderatsmitglieder sowie einiger Familienväter, der schriftlich bei der Regierung eingereicht wurde. Nach negativem Bescheid von dort wandten sich die Einwohner sogar an den Oberpräsidenten in Koblenz, jedoch auch hier erfolglos. Am 16. Juli des Jahres erfolgte die neue Ausschreibung der mit 240 Talern dotierten Lehrerstelle durch Pfarrer Carl Joseph Neesen und Bürgermeister Josef Hanstein.[50] Kurz nach dieser Ausschreibung hat der Schulvorstand entschieden, die 222 Kinder der Elementarschule neu von zwei auf drei Klassen aufzuteilen: eine Ober-Knabenklasse unter der Leitung von Hermann Heller, eine Ober-Mädchenklasse unter der Leitung einer neu anzustellenden Lehrerin (Maria Große aus Paderborn, zunächst provisorisch für zwei Jahre, durch Urkunde der Regierung vom 23. November 1855[51]) und eine gemischte Unterklasse unter der Leitung des Schulamtsaspiranten Caspar Fleischhauer aus Zons. Das Gehalt des Lehrers van Royen wurde unter den beiden neuen Lehrpersonen aufgeteilt; und zwar erhielt Große 140 und Fleischhauer 100 Taler.

Maria Große und Caspar Fleischhauer unterrichteten bis spätestens 1868 an der Elementarschule; seit diesem Jahr erteilten Ordensschwestern aus dem örtlichen Franziskanerkloster in Ober-Mädchenklasse und der gemischten Unterklasse den Unterricht.

Zur Entwicklung der Elementarschule/Volksschule 1871-1918[52]

Oberlehrer Hermann Heller starb Anfang April 1869. Wenige Tage darauf gab Bürgermeister Eduard Bacciocco bekannt, dass die Stelle, die mit 300 Talern Gehalt und 70 Talern Schreibgeld bzw. Brandentschädigung für zwei Schulzimmer, freier Wohnung und Garten dotiert war, wieder zu besetzen sei.[53] Erst am 26. Februar 1870 erfolgte die Meldung über die Stellenbesetzung durch die Regierung im Amtsblatt.[54] Offenbar hatte die Suche nach einem geeigneten Kandidaten nicht den erhofften raschen Erfolg. Nachfolger von Hermann Heller, zunächst provisorisch für zwei Jahre, wurde Lorenz Küpper aus Mersch (Jülich). Seine definitive Anstellung erfolgte zum 30. Oktober 1873.[55] Küpper starb nur ein Jahr später, Ende 1874. Der zu dieser Zeit herrschende Lehrermangel war Anlass dafür, den im Ort bereits pensionierten Lehrer (er hatte vor 1870 in Worringen-Weiler als Lehrer gearbeitet) Christian Schorn, der im Ort noch als Organist tätig war, vorläufig als Oberlehrer einzusetzen. Er unterrichtete die Ober-Knabenklasse bis zum 1. Juli 1876.[56] Vom 1. Juli 1876 bis Ende Dezember des Jahres unterrichtete der Lehrer G. Heinrich Elsing provisorisch die Ober-Knabenklasse, ohne formelle Anstellung.[57] Vom 1. Januar bis zum 1. März 1877 war die Stelle nicht besetzt, und in dieser Zeit unterrichtete der Stürzelberger Lehrer Wilhelm Carolus Bruch die Klasse an den Vormittagen.[58]

Am 9. September 1869 starb in Zons die aus Kleinenbroich gebürtige ledige Lehrerin Clara Stuff im Alter von 32 Jahren.[59] Es ist möglich, dass sie als Aushilfslehrerin an der Volksschule tätig war. Aber es ist auch nicht auszuschließen, dass sie als Privatlehrerin für eine wohlhabendere Familie unterrichtet hatte.

Zum 1. März 1877 wurde nach Ausschreibung der Stelle Anfang September des Vorjahres[60] Sebastian Braun aus Giesendorf, der zuvor in Stommeln unterrichtet hatte, definitiv als Oberlehrer angestellt. Sein Gehalt war auf 1.200 Reichsmark zuzüglich freier Wohnung und Gartenbenutzung und 120 Mark Entschädigung für Schreibgeld und Heizung des Schullokals festgesetzt.[61]

1874/75 wurde die Schule (altes Franziskanerkloster) durch einen neuen, östlichen Anbau mit einem veranschlagten Kostenaufwand von 4.500 Reichstalern wesentlich erweitert. Die Bauarbeiten wurden wie folgt vergeben: Erdarbeiten, Maurer-Arbeitslohn und Mauermaterial dem Maurer Josef Lenden für 2.207 Reichstaler, Dachdeckerarbeiten an Anton Seburschenich, Klemptner-, Schmiede- und Schlosserarbeiten an Heinrich Gilgen und Schreinerarbeiten an Jacob Richrath (alle aus Zons).[62] In diesem Erweiterungsbau kamen die Knabenklasse der Volksschule, das Bürgermeisteramt und die höhere Schule unter, während im älteren Teil die Schulräume für die Unterklasse und die Mädchenklasse und die Wohnungen der Lehrpersonen waren.[63]

Der Gebäudekomplex der Volksschule um 1960; links ein Teil des 1875 entstandenen Erweiterungsbaus.

Im Zuge des Kulturkampfes mussten die Franziskanerinnen am 1. April 1877 ihre Lehrtätigkeit wieder an weltliche Lehrkräfte abtreten[64]: Lehrerin an der Mädchenklasse wurde nach Ausschreibung der Stellen im September 1876[65] Sophia Löhse aus Langenholthausen (definitiv)[66], die vorher in Stürzelberg unterrichtet hatte. Die gemischte Unterklasse wurde von Maria Billigmann aus Kirchworbis in der Provinz Sachsen übernommen, die vorher den Unterricht in Nievenheim erteilt hatte.[67] Die beiden Lehrerinnen erhielten 1.050 bzw. 900 Reichsmark und freie Wohnung. Ebenfalls im Zuge des Kulturkampfes wurde dem Pfarrer, Sebastian Schmitz, die Ortsschulinspektion genommen und dem Zonser Bürgermeister Eduard Bacciocco[68] und später dem Ökonom August Aldenhoven übertragen. Zum 17. Juli 1882 bekam Pfarrer Schmitz die Ortsschulinspektion zurück. Auch hatte die Regierung der Pfarrgeistlichkeit die Erteilung des Religionsunterrichts entzogen, im Februar 1880 aber wieder genehmigt.[69]

Wie die Pfarrchronik berichtet, ließ sich die traditionelle Verbindung zwischen Schulwesens und Kirche auch noch kurz nach 1900 an der Besoldung der Lehrerschaft ablesen:

"Der Beitrag zum Gehalt des Lehrers von 167,31 Mark, der bis dahin vom Kirchenrendanten an den Lehrer aus der Kirchenkasse bezahlt wurde, soll laut Beschluß des Kirchenvorstandes vom 10. Mai 1878 unter Vorbehalt jederzeitigen Wiederrufs künftig durch die Gemeindekasse zur Auszahlung an den Lehrer gelangen. Der Bürgermeister Bacciocco hat ein diesbezügliches Gesuch an den Kirchenvorstand gerichtet. Dieser Betrag ist ein Unicum; es läßt sich aber wegen Verjährung nicht mehr dagegen angehen. Die Sache scheint darin ihren Grund zu haben, daß in alter Zeit Geistliche in Zons den Schulunterricht erteilten und von der Kirche besoldet wurden."[70]

Infolge Krankheit des Lehrers Sebastian Braun in den Monaten Januar-März 1880 erteilten zunächst die beiden Volksschullehrerinnen auch den Unterricht in seiner Klasse. Von Februar bis März 1880 unterrichtete der Lehrer Meising aus Horrem vertretungsweise in den Nachmittagsstunden.[71] Am 3. Dezember 1880 wurde Braun zum ersten Lehrer an der Volksschule in Longerich ernannt. Zum 31. März 1881 beendete er daher seinen Unterricht in Zons.[72] Sein Nachfolger ab dem 1. April 1881 nach Ausschreibung der Stelle im Dezember 1880[73] wurde Franz Zanders, gebürtig aus Frimmersdorf.[74]

Rathaus und Schule von der Mühle aus gesehen ca. 1934/38. Deutlich sind das rechtwinklige Klostergebäude und der etwas höhere Erweiterungsbau aus dem Jahr 1875 zu erkennen. Rechts sind die zum Areal gehörenden Gärten zu sehen.

Lehrerin Maria Billigmann legte ihr Amt am 15. September 1878 nieder. Bis zur Wiederbesetzung der Stelle erteilten Sebastian Braun und Sophia Löhse den Unterricht in der Unterklasse. Am 28. Oktober 1878 übernahm Rosa Metzler aus Bludenz in Vorarlberg den regulären Unterricht der gemischten Unterklasse.[75] Zum 2. Januar 1884 wurde sie nach Longerich versetzt. Die Regierung ernannte daraufhin die Lehrerin Maria Schornstein zur vorübergehenden Nachfolgerin. Während die Regierung sich in der Folge für einen Lehrer aussprach, favorisierte der Schulvorstand angesichts der Mehrkosten vergeblich eine Lehrerin. Der Rat argumentierte, Zanders sei ein "junger, rüstiger Mann", so dass die Frage seiner Vertretung im Verhinderungsfalle nicht so schwerwiegend sei.[76] Da dies nicht akzetiert wurde, wurde der erst knapp 21-jährige Schulamtskandidat Rudolf Claus aus Hochneukirch, der die Präparandenanstalt und das Seminar in Odenkirchen besucht hatte, zum 1. Mai 1884 Nachfolger an der gemischten Unterklasse.[77] Sein anfängliches Jahresgehalt von 975 Reichsmark wurde im April 1891 auf 1.050 Reichsmark erhöht.

Rudolf Claus, 1884-1898 Lehrer der Unterklasse, 1898-1916 Lehrer der Mittelklasse.

Im Februar 1895 genehmigte der Gemeinderat den Betrag von 36,- Reichsmark zu Händen des Bürgermeisters Hermann Heckmann zur Einrichtung einer Schülerbibliothek, die von den Schülern aus Zons und Stürzelberg benutzt werden sollte.[78]

Krankheitsbedingt wurde Lehrerin Löhse Anfang 1898 pensioniert.[79] Im selben Jahr erhielt die Volksschule eine neue, dreistufige Struktur: Im Grunde war nämlich die bisherige Volksschule zweistufig, wobei die obere Stufe nach Geschlechtern getrennt wurde. In letzterer war das Unterrichten sehr schwierig, da hierin viele Jahrgänge versammelt waren. Nachfolgerin von Frau Löhse wurde am 18. April 1898 Katharina Huppertz aus Oberkassel. Mit ihrer Einführung an diesem Tag durch den Lokalschulinspektor Pfarrer Otten wurde das gemischt-dreiklassige Schulsystem eingeführt: Hauptlehrer Zanders unterrichtete nun die Oberklasse, Lehrer Claus die Mittel- und Lehrerin Huppertz die Unterklasse.

Grundriss des Gebäudekomplexes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Erdgeschoss.

Im Frühjahr 1910 trat Hauptlehrer Franz Zanders in den Ruhestand. Am 5. April 1910 übernahm die Schulamtsbewerberin Maria Pohl, Tochter des verstorbenen Schulvorstandmitglieds Wilhelm Pohl aus Zons, den stellvertretenden Unterricht in der Oberklasse.[80] Wenige Monate später, am 10. Oktober 1910, übernahm Albert Höver aus Hücheln den leitenden Unterricht der Oberklasse, den er bis zu seinem Fortgang nach Köln am 1. April 1913 versah. Sein Nachfolger wurde Peter Capellmann aus Duisburg-Meiderich/Würselen. Dieser wurde am 17. Juni 1915 zum Kriegsdienst einberufen und konnte daher erst wieder am 16. Januar 1916 den Unterricht weiter erteilen.[81]

Maria Pohl, stellvertretende Lehrerin der Oberklasse April-Oktober 1910.
Albert Höver, Lehrer der Oberklasse 1910-1913.
Lidwina Lohmann, Lehrerin der Unterklasse 1908-1912.
Gerhard Dörr, Lehrer der Unterklasse 1912-1913.

Am 1. April 1908 übernahm Lidwina Lohmann aus Gohr den Unterricht in der Unterklasse von Katharina Huppertz. Sie blieb in dem Ort bis zu ihrem Wechsel an die Stürzelberger Schule am 1. April 1912 tätig. Sie wechselte die Stelle mit dem Stürzelberger Lehrer Gerhard Dörr. Der Wechsel war aufgrund der Überfüllung der Klasse in Zons notwendig geworden, was der Schulvorstand einer Lehrerin nicht zumuten wollte.[82] Allerdings behielten beide Lehrkräfte ihre bisherigen Wohnungen, so dass Frau Lohmann weiterhin in Zons den Handarbeitsunterricht erteilen konnte. Lehrer Dörr unterrichtete nur bis zum 31. Oktober 1913 und verließ den Ort. Sein Nachfolger am 3. November 1913 wurde Leo Opaska aus Pinne), der am 3. August 1914 zum Kriegsdienst einberufen wurde. Er ist am 12. August 1917 bei Ypern gefallen. Am 1. April 1914 wurde nach Bemühungen des Schulvorstandes seit 1908 eine vierte Klasse (Stufe) eingerichtet, deren Unterricht von Helene Seiff aus Koblenz-Arenberg übernommen wurde.[83] Am 1. Juli 1916 wurde Lehrer Rudolf Claus pensioniert. Seine Nachfolgerin an der Mittelklasse war Maria Elisabeth Werle.[84]

Maria Elisabeth Werle, Lehrerin der Mittelklasse 1916-1928.
Lehrpersonal (Kaplan Robert Hortmanns, Lehrer Rudolf Claus, Lehrerinnen Lidwina Lohmann und Maria Pohl) mit Schulkindern (Teil der SchülerInnen der Unter-, Mittel- und Oberklasse) vor dem Schulgebäude im Jahr 1910.

1908 waren von den 217 Schulkindern 21 Waisenkinder, die in dem von den Vinzentinerinnen betreuten Waisenhaus wohnten. In diesem Jahr wurde das von den nicht einheimischen Kindern erhobene Fremdenschulgeld von 12 auf 18 Reichsmark jährlich erhöht, um die Kinder zum Schulwechsel bzw. das Kloster zur Aufgabe des Waisenhauses zu bewegen. So heißt es in einem Schreiben vom 12. August 1908: "Der einfache Weg, der Überfüllung abzuhelfen, wäre immerhin der Abschub der fremden Kinder, die die schlechten Schulresultate der hiesigen Volksschule ohnehin nur ungünstig beeinflussen." 1911 besuchten bereits keine Waisenkinder aus dem Kloster mehr die Schule. Die Hälfte der Waisenkinder hatte das Kloster entlassen müssen. 20 Kinder sind dort verblieben, um dem Kloster wenigstens noch ein paar Grundeinnahmen zu sichern.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden die Schul- und Entlassungsprüfungen durch den Schulvorstand im Frühjahr (März/April) und im Herbst (September) statt, zeitgleich mit dem Wechsel der Kinder aus den unteren Abteilungen in die oberen und der Aufnahme der Schulneulinge. Schulpflicht bestand bis zum Ende des 14. Lebensjahres. Noch in den 1890er Jahren wurden viele Schulkinder auf Bitten der Eltern, die ihre Sprösslinge dringend zur häuslichen Arbeit oder zur Feldarbeit benötigten, vorzeitig entlassen. 1899 waren dies beispielsweise 55% der Mädchen. Die Genehmigung setzte die positiv verlaufene Prüfung der schulischen Leistungen und der häuslichen Verhältnisse durch den Schulvorstand und die Genehmigung durch die Regierung voraus. Ab 1908 wurden keine derartigen Gesuche mehr eingereicht. Unterrichtet wurde von 8-11 und von 13-16:30 Uhr.

Zur Entwicklung der höheren Knabenschule ("Höhere Communalschule" bzw. "Höhere Privatschule")

Erste Phase: unter kirchlicher Leitung 1849-1861

Nachdem der Zonser Vikar Martin Schloßmacher bereits seit 12 Jahren mehrere Jungen erfolgreich im Privatunterricht auf die Quarta und Tertia des Gymnasiums bzw. auf die Aufnahme in das Schullehrerseminar vorbereitet hatte, entschied sich der Schulvorstand aufgrund der zunehmenden Zahl interessierter Schüler, eine höhere Knabenschule bzw. "Fortbildungsklasse" zu gründen. Der Vikar erklärte sich bereit, in dieser Klasse mit Unterstützung der beiden Elementarschullehrer zu unterrichten, wozu der Kirchenvorstand dessen Gehalt von 234 auf 430 Taler erhöhte, welches Gehalt auch die Amtsnachfolger erhielten. Die zwei anderen Pfarrgeistlichen erklärten sich bereit, die Seelsorge an den Wochentagen allein zu übernehmen. Am 25. Juli 1849 erteilte die erzbischöfliche Behörde, am 12. September 1849 die Regierung die Genehmigung zur Eröffnung. Das nun allmählich entstandene Gymnasium mit Internat in der ersten Etage des ehemaligen Franziskanerklosters wurde von der Kirchenverwaltung finanziell unterhalten. 1852 wurden in der Schule 42 Schüler vom Rektor und zwei "Hilfslehrern" unterrichtet.[85]

Vikar Martin Schloßmacher unterrichtete bis zu seinem Weggang 1856/57 an der Schule. Seit dem 23. September 1853 versah neben ihm dort der neu angestellte Vikar Christian Bücker (1853-1880) den Unterricht, der 1856/57 sein Nachfolger als Schulleiter wurde. Noch am 2. Februar 1855 beschloss der Kirchenvorstand für beide Vikare eine persönliche Zulage: Das Gehalt von Schloßmacher sollte für 1854 und die folgenden Jahre auf 600 (bisher 430), das von Bücker auf 500 (bisher 300) Taler erhöht werden.[86] Offenbar waren die steigenden Schülerzahlen ausschlaggebend für diese Maßnahme. 1856/57 rückte Bücker auf die erste Vikarsstelle nach, und sein Nachfolger wurde der neue [[Vikare|Vikar] Aeymans.

Wiederholt forderte das Generalvikariat den Kirchenvorstand 1857 auf, dem Vikar Bücker eine neue Wohnung zu besorgen, um das Interesse an der Schule zu heben. Der Plan sah einen Neubau der Vikarie am bisherigen Standort für Bücker sowie den Bau eines neuen Schulhauses nebst Wohnung vor dem Feldtor, gegenüber dem Friedhof, für den zweiten Vikar Aeymans vor, wobei der Kirchenvorstand den Pfarrer Schmitz mit den weiteren Verhandlungen beauftragte.[87] Ersteres Vorhaben wurde in der Folge erst sehr viel später, zweiteres Vorhaben gar nicht umgesetzt. Vikar Aeymans bewohnte ein Haus der Zivilgemeinde zur Miete (s.u.).

Die Zeugnislisten aus den Jahren 1856-1861 belegen das beachtliche Einzugsgebiet der Schule: Es handelte sich in dem Zeitraum um 22 Schüler aus Zons, 30 aus Dormagen, 12 aus Grefrath, Hackenbroich, Höllen, Lülsdorf, Monheim, Neuss und Worringen und jeweils einen Schüler aus Baumberg, Benrath, Buer, Delhoven, Essen, Fühlingen, Hückeswagen, Kaiserswerth, Köln, Königshoven, Krefeld, Lich, Mickeln, Oberembt, Rheinberg, Rödingen, Roggendorf, Sinnersdorf, Straberg und Wesseling. Der Unterricht reichte von der Sexta bis zur Untersekunda mit den Fächern Latein, Griechisch (ab der Quarta), Deutsch, Französisch, Englisch (ab der Quarta), Religion, Geografie, Geschichte, Mathematik, Physik, Zeichnen und Singen.

Am 19. Juni 1861 beriet der Kirchenvorstand aufgrund einer Mitteilung des Landrats, wonach der Gemeinderat beschlossen hat, das bisher an die Kirchenverwaltung vermietete und von Vikar Aeymans bewohnte Haus künftig für Gemeindezwecke (Wohnung für den Bürgermeister Eduard Bacciocco) nutzen zu wollen. Der Landrat erwartete die Mitteilung, bis wann das Gebäude geräumt sei. Mit einer Gegenstimme (Gottfried Schmitz) schloss sich das Gremium dem Votum des Mitglieds August Aldenhoven an, die höhere Schule bis zum nächsten Schuljahr eingehen zu lassen: Die Kirche, so argumentierte er, habe für die Schule und die zwei dort tätigen Vikare hohe Ausgaben zu tragen, und sie könne für die Beschaffung einer neuen Wohnung für Aeymans keine zusätzlichen Ausgaben tätigen, da sie einen Fonds für die beabsichtigte Kirchenerweiterung ansparen müsse. Das Gremium beantragte beim Generalvikariat die baldige Abberufung Aeymans und antwortete dem Landrat, dass das genannte Gebäude bis zum Oktober geräumt sei.[88]

Zweite Phase: die höhere private Knabenschule 1876-1893

Am 26. Februar 1868 schenkte Elisabeth Haack geborene Aldenhoven (1798-1872), Ehefrau des herzoglich Arembergschen Ober-Forstinspektors Johann Haack, durch eigenhändiges Testament der Stadt Zons 5.000 Taler zur Eröffnung einer höheren Knabenschule, wie sie vorher unter kirchlicher Leitung bestanden hatte. Konkret sollten die Zinsen dieses Betrages zur Finanzierung dienen. Kurze Zeit nach ihrem Tod, am 19. Mai 1873, informierte der Vorsitzende die Gemeinderatsmitglieder über dieses Vermächtnis. Der Gemeinderat setzte im April 1875 ein Kuratorium für die Planung und Aufsicht der höhere Schule unter Vorsitz des Bürgermeisters Eduard Bacciocco ein, dem die Gemeinderatsmitglieder Wilhelm Kiepels und Hubert Heinemann aus Zons und Franz Erkelenz aus Stürzelberg angehörten. Dem Gremium wurden für drei Jahre jährlich, beginnend Herbst 1875, 1.800 Mark zur Verfügung gestellt.[89] Das Konsortium wurde 1880 um den Rektor der Schule sowie Hubert Aldenhoven und Peter Rosendahl aus Zons erweitert.[90] Später wechselte die Besetzung noch mehrfach.

Die Schule wurde am 1. April 1876 im neu errichteten Erweiterungsbau der Schule unter dem Schulleiter Anton Bergmann eröffnet.[91] Er war mit halbjährlicher Kündigungsfrist angestellt. Das Schulgeld betrug 90,- Reichsmark pro Jahr. Noch im selben Jahr wurde Bernhard Westarp (1876-1883) neuer Schulleiter. Er erhielt einen separierten Teil des Schulgartens hinter der Knabenschule zur Benutzung.[92] In seiner Zeit, so berichtet die Pfarrchronik, erhöhte sich die Zahl der Schüler von 17 (1881) auf 25 (1883). In dieser Zeit wurden auf seinen Antrag (1881) umfangreichere Lehrmittel und Utensilien für die weitere Schulentwicklung 1882-1885 angeschafft.[93] Zusätzlich sorgte er dafür, dass das ursprüngliche Schulgeld von 90,- Reichsmark auf 60,- Reichsmark für die Sexta und 80,- Reichsmark für die Quinta herabgesetzt wurde, wodurch die Schülerzahl zunahm und gleichzeitig die Einnahmen stiegen. Nach Ablauf der von der Gemeinde gewährten Gehalts-Garantiezeit führte der Rektor die Anstalt ab dem 1. April 1882 auf eigene Rechnung (Vertrag vom 25. November 1881).[94]

Rektor Westarp entzog sich einer Inhaftierung wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch die Flucht aus dem Ort.[95] Sein Nachfolger wurde der Westfale Friedrich Werdite (1883-1889).

Die umgerechnet 15.000 Reichsmark, die Elisabeth Haack 1868 testamentarisch der Gemeinde zur Unterhaltung der Schule vermacht hatte, bot Bürgermeister Hermann Heckmann am 11. April 1882 der Kirche als Anleihe zu 4 1/2% Zinsen an. Der Kirchenvorstand fasste am 16. Juli 1882 einstimmig den Beschluss, diese Anleihe aufzunehmen, und zwar unter der Bedingung einer beiderseitigen halbjährlichen Kündigungsfrist, die jedoch seitens der Gemeinde erst nach Ablauf von 10 Jahren, gerechnet ab dem 6. März 1883, erfolgen durfte.[96]

Sicherlich nicht zufällig fast zeitgleich mit dem Fristende des Anleihevertrages seitens der Gemeinde wurde mit dem Weggang des Rektors Bertram Mückenhausen (Rektor 1889-1893) wenige Monate später, am 6. Oktober 1893, die höhere Knabenschule geschlossen. Die Rektorwohnung im 1875 errichteten Erweiterungsbau überließ man dem Bürgermeister als Dienstwohnung.

Rektoren der höheren Knabenschule 1874-1893 waren:

  • Herbst 1876[98]-3. August 1883: Bernhard Westarp, ein Geistlicher, aus Oelde in Westfalen, den der Kulturkampf zuvor nach Bayern verschlagen hatte. Er floh aus dem Ort, da gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs (§§ 174 Nr. 1 und 176 des Strafgesetzbuches) ermittelt wurde.[99]
  • Oktober 1883-28. August 1889: Friedrich Werdite, ein Westfale, der vorher am Gymnasium in Paderborn als Lehrer tätig gewesen ist. Er wurde am 25. September 1883 zum Rektor gewählt und verließ Ende August 1889 Zons, um seinen Dienst an der höheren Schule in Geldern aufzunehmen.

Bemühungen zur "Wiederbelebung" ab 1895 und "Lateinkurs" 1906-1910

Pfarrer Otten wie auch später der Gemeinderat bemühten sich seit Mitte der 1890er Jahre vergeblich um die Wiederbesetzung der Rektorenstelle durch einen Geistlichen. Im Mai 1901 versprach Generalvikar Dr. Kreutzwald dem Bürgermeister, Ostern des folgenden Jahres einen Vikar nach Zons zu senden, der auch die Leitung der höheren Schule übernehmen sollte. Dies blieb ein leeres Versprechen. Ende 1903 wurde die Fortbildungsschule aufgrund der von Hauptlehrer Zanders entworfenen Statuten unter der Leitung von Pfarrer Adam Otten wieder eingerichtet. Das Aufgabenspektrum wurde folgendermaßen umrissen: "Die Fortbildungsschule soll den Zweck haben, die Volksschulbildung ihrer Zöglinge zu befestigen, zu ergänzen und, soweit sich die Möglichkeit dazu bietet, in Rücksicht auf Gewerbe und Betriebe im Orte zu erweitern und in Verbindung hiermit die sittliche Tüchtigkeit der Zöglinge nachhaltig zu gestalten." Im Regelfall sollten die Schüler maximal 16 Jahre alt sein, doch Ausnahmen kamen vor. Der Unterricht fand an Sonntagen vormittags um 11 Uhr im Klassenraum von Hauptlehrer Franz Zanders statt, erstmals am 25. Oktober 1903 mit 25 Jungen.[101] Mittlerweile (seit 1903) war der Schulraum der höheren Schule dem Bürgermeister zur Wohnung überlassen worden. So wurde das direkt benachbarte Haus Nr. 26 als Schulhaus zur Verfügung gestellt. Die Schule bestand nur bis Anfang 1904, da der Gemeinderat die von Pfarrer Adam Otten erbetene finanzielle Unterstützung verweigerte.[102] 1906 wurde ein Kuratorium gebildet, mit dem Bürgermeister als Vorsitzender, dem Pfarrer als geborenes Mitglied sowie den Mitgliedern Hubert Aldenhoven, Johann Kolvenbach und Anton Hesemann. Der Gemeinderat wählte den Mittelschullehrer Josef Klingebiel aus Bonn zum neuen Rektor und beauftragte den Bürgermeister, mit diesem den entsprechenden Vertrag abzuschließen.[103] Auch sollte ein Vertrag mit einem geeigneten Schuldiener abgeschlossen werden. Der Vertrag kam jedoch nicht zustande, die Gemeinde trat noch im selben Jahr wieder mit dem Generalvikariat in Verhandlung, das die Versetzung eines geeigneten Geistlichen für Ostern 1908 in sichere Aussicht stellte. Tatsächlich besprach der Gemeinderat Ende April des Jahres die Details für die Bezahlung des Vikars Aloys Oertgen hinsichtlich der Abhaltung eines "Lateinkursus" aus den Einkünften der Elisabethstiftung: Er sollte jeweils eine in Vierteljahresraten im Voraus gewährte Jahresvergütung von 700,- Mark erhalten, wovon er auch die Kosten für Reinigung und Heizung des Schulraumes, den er zu stellen hat, bestritten werden sollten. Für anzuschaffende Utensilien erhielt der Bürgermeister 300,- Mark aus dem Stiftungskapital. Das Schulgeld sollte 30,- Mark jährlich betragen. Der Bürgermeister wurde mit dem Einholen der höheren Genehmigung beauftragt, die offensichtlich auch erfolgt ist. Doch Aloys Oertgen verließ den Ort bereits nach wenigen Tagen, und so beschloss der Gemeinderat am 18. Mai eine gleich lautende Abmachung mit dem neuen Vikar Carl Schütz.[104]

Schütz gab an zwei Nachmittagsstunden wöchentlich Lateinunterricht in der Volksschule. Es handelte sich um 9 Schüler. Daneben unterrichtete er auch Volksschulkinder in Latein, neben seinem Religionsunterricht.[105] Kritisch notierte Hauptlehrer Franz Zanders hierzu in der Schulchronik: "Die hiesige Lehrerschaft wurde bei Einrichtung etc. der Fortbildungsschule ganz ausgeschaltet, ja sogar geringschätzend behandelt. - Bürgermeister Kohl hielt in der Fortbildungsschule Vorträge etc."[106] Der Lateinkurs wurde mit Beschluss des Gemeinderats vom 30. Juli 1909 zum 1. April 1910 eingestellt. Zuletzt hatte der Vikar Robert Hortmanns hier unterrichtet.[107]

Zur Entwicklung von der Weimarer Republik bis heute

Die katholische Volksschule von der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Am 20. August 1918 trat Heinz Riffel das Lehramt an der Volksschule an.[108] Er war ein Lehrer, der sich in den folgenden Jahren vielfältig engagierte, insbesondere im Bereich der Ortsgeschichte und des Fremdenverkehrs. Am 15. November 1919 wurde der Hauptlehrer Peter Capellmann an die Volksschule in Grevenbroich-Neukirchen versetzt. Durch Stellentausch kam der Lehrer Peter Breuer als neuer Hauptlehrer von Neukirchen nach Zons.[109] Unter dem Datum seines ersten Arbeitstages an der Volksschule am 20. November 1919 schildert Breuer die schwierigen Verhältnisse der Schule in der Nachkriegszeit[110]:

"Wie überall, so hatte auch der Krieg hier dem Schulbetrieb tiefe Wunden geschlagen. Besonders in Bezug auf Zucht und Ordnung ließ viel zu wünschen übrig. Auch mögen die unglücklichen Schulverhältnisse dazu beigetragen haben. Denn eine Lehrerin Seiff ist vom 1. Oktober 19 bis zum 1.4.20 beurlaubt. Die 3 Lehrpersonen[111] müssen ohne Vertretung den Unterricht aufrecht erhalten. Trotzdem mehrere Wochen[112] um Ersatz eingekommen ist, wurde doch bis zum Tage keine Vertretung geschickt."

Die Quellen deuten darauf hin, dass die längere Beurlaubung von Helene Seiff und die Versetzung von Hauptlehrer Peter Capellmann, beides Ende 1919, in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Beziehung des Ortsschulinspektors Pfarrer Ludolf Schmitz zu Helene Seiff standen.[113]

Erst am 26. Januar 1920 kam mit Lehrer Franz Michels eine Vertretung für die "angeblich erkrankte Lehrerin Seiff", wie es Hauptlehrer Peter Breuer in der Schulchronik ausdrückt. Die Lehrerschaft atme angesichts dieser Entlastung erleichtert auf.[114]

Lehrer Heinz Riffel 1938.
Hauptlehrer Peter Breuer 1920.
Lehrer Franz Michels 1920.
Lehrer Franz Nauen 1922.
Lehrer Hanns Dederichs um 1923.

Vom 15. April bis zum 1. September 1921 wurde Maria Elisabeth Werle von der Regierung für eine Weiterbildung beurlaubt. Ihre Vertretung versah die auswärtige Schulamtsbewerberin Maria Henel.[115]

Zum 1. November 1921 wechselte Lehrer Michels auf eigenen Wunsch an eine Schule nach Anrath. Durch Stellentausch kam der Anrather Lehrer Franz Nauen an die Zonser Volksschule.[116]

Am 1. April 1922 wechselte Lehrer Heinz Riffel durch Stellentausch von Zons nach Kempenich. Für ihn kam am 25. April des Jahres der dortige Lehrer Hanns Dederichs an die Zonser Volksschule.[117]

Lehrer Franz Nauen wechselte zum 1. April 1923 an die katholische Volksschule in Korschenbroich. Sein Nachfolger in Zons wurde Jakob Steves.[118]

Mit Wirkung zum 1. Oktober 1924 schloss der Gemeinderat mit der Provinzialoberin der Vinzentinerinnen, Schwester Alfonsa Reis, und der Oberin des Zonser Klosters Anna Vogel einen Mietvertrag über das bisher als "Bewahrschule" (Kindergarten) genutzte Gebäude am Rheintor ab.[119] Mit einer Laufzeit von 10 Jahren, jedoch vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit seitens der Gemeinde, sollte hierin eine Volksschulklasse unterkommen. Der Raum bot Platz für maximal 40 Schüler. Für bauliche Veränderungen und Instandsetzungsarbeiten kam die Gemeinde auf. Der monatliche Mietpreis betrug 20,- Reichsmark. Die Gemeinde sah sich angesichts des mittlerweile sehr unzureichenden baulichen und Ausstattungs-Zustands der Volksschule zu diesem Schritt veranlasst. Der Kreisarzt hatte in dieser Zeit darauf hingewiesen, dass die Schulkinder aufgrund der schlechten Schulbänke bereits an Knochenmissbildungen litten. Diesem Missstand wurde durch einen Geldzuschuss der Regierung Abhilfe geschaffen. Und so konnten in der Schule im Februar 1926 neue Schulbänke aufgestellt werden. Unter dem 15. Februar 1926 notiert Hauptlehrer Peter Breuer[120]:

"Jedem Fremden, sogar bei den Eingesessenen regte sich das Mitleid mit der hiesigen Schule. Standen in den Klassen Bänke, deren Geburt überhaupt nicht zu bestimmen war. Bestimmt ist, daß selbige aus der alten Klosterschule zum Teil mit hinüber genommen wurden. Wie ein Alp drückten sie auf die Kinder und Lehrer. Wieviel Generationen mögen sich auf diesen Bänken gequält haben. Bänke, in denen 9 Schüler Platz finden konnten, gebrechlich, schwankend in ihren Grundfesten, so standen sie da und erwarteten den Tag der Ablösung: Endlich kam der ersehnte Tag für alle. Heute zieren neuzeitliche, allen Anforderungen entsprechende Bänke die Schule, wie erleichtert atmet die ganze Schülerschar mit ihren Lehrern auf. Dank der unermüdlichen Arbeit des Bürgermeisters Güßgen, der mit wachsender Sorge die trostlosen Zustände in der Schule beobachtete, ihm ist der Fortschritt an der hiesigen Schule zu verdanken."

Trotz dieses Fortschritts musste der Kreisarzt immer wieder feststellen, dass der Gesundheitszustand der Zonser Schulkinder deutlich schlechter war als in anderen Orten. Immer wieder wurde daher, auch wegen der steigenden Schülerzahlen, der Plan eines Schulneubaus diskutiert. Trotz der zusätzlichen Nutzung der "Bewahrschule" konnte schon bald nur noch die Hälfte der schulpflichtigen Kinder eingeschult werden. Obwohl Sachverständige der Regierung die Notwendigkeit eines Schulneubaus betonten, kam es zunächst nur zu einem Umbau: Da der Wohnsitz des Bürgermeisters nach Nievenheim wechselte, konnte man dessen Wohnung im Westflügel für eine vierte Klasse und einen Lehrmittelraum nutzen. Der Mietvertrag für die Bewahrschule wurde somit zum 1. April 1934 gekündigt.[121]

Von September 1925 bis zum Frühjahr 1926 war die Lehrerin Maria Elisabeth Werle erkrankt. Eine Stellvertretung wurde nicht geschickt, so dass die Lehrer Breuer, Steves und Dederichs ihren Unterricht mit übernehmen mussten.[122]

Zum 1. September 1927 wechselte Lehrer Hanns Dederichs an eine Volksschule in Köln. Für ihn kam zum 1. Oktober 1927 Heinz Riffel wieder an die Volksschule Zons, der bereits 1918-1922 hier unterrichtet hatte.[123]

Lehrer Heinz Riffel mit Schulklasse um 1930.

Maria Elisabeth Werle schied zum 1. Januar 1929 zwecks Heirat aus dem Schuldienst aus. Für sie kam die Schulamtsbewerberin Klara Bergmann.[124]

Lehrer Jakob Steves um 1930.

Ende 1931 wurde die Empfehlung der Regierung Düsseldorf zur Einrichtung einer Zonser „Fortbildungsschule“ im Gemeinderat diskutiert: Das Gremium lehnte diese für den Fall ab, dass die Gemeinde die Kosten zu tragen habe. Falls jedoch die Regierung Düsseldorf sämtliche Kosten übernehme, habe man keine Einwände.[125] Folglich kam es nicht dazu.

Im Mai 1933 sah die Verteilung der SchülerInnen auf die Lehrkräfte folgendermaßen aus: I. Klasse, Hauptlehrer Peter Breuer, Jahrgänge 6-8, 31 Jungen und 38 Mädchen, insgesamt 69; II. Klasse, Lehrer Jakob Steves, Jahrgänge 4-5, 25 Jungen und 27 Mädchen, insgesamt 52; III. Klasse, Lehrer Heinz Riffel, Jahrgänge 2-3, 28 Jungen und 25 Mädchen, insgesamt 53; IV. Klasse, Lehrerin Klara Bergmann, 1. Jahrgang, 17 Jungen und 19 Mädchen, insgesamt 36.[126] Zum 1. April 1934 wurde der vorgesetzten Behörde vom Schulvorstand eine neue Klasseneinteilung in fünf Klassen mit einer Klasse ohne feste Lehrperson zur Genehmigung vorgelegt, was diese auch genehmigte: I. Klasse, Hauptlehrer Peter Breuer, Jahrgänge 7-8 (46 SchülerInnen); II. Klasse, Lehrer Jakob Steves, Jahrgänge 5-6 (55 SchülerInnen); III. Klasse, Lehrer Heinz Riffel, Jahrgänge 3-4 (53 SchülerInnen); IV. Klasse, "Wanderklasse", Jahrgang 2 (36 SchülerInnen); V. Klasse, Lehrerin Klara Bergmann, 1. Jahrgang (40 SchülerInnen).[127]

Am 1. April 1935 wurden die "Schulneulinge" wie traditionell in der Kirche mit ihren Müttern empfangen, mit Ansprache, Gebet und Weihe. Vorneweg mit dem großen Schulkreuz, zogen die Teilnehmenden anschließend zur Schule, wo das Kreuz wieder aufgehängt wurde. Kurz darauf erhielt Schulleiter Peter Breuer von vorgesetzter Stelle einen Verweis, dass er dies gestattet hatte. Pfarrer Johannes Klüwer bemerkte dementsprechend: "Der Kulturkampf geht um die Schule".[128]

Klara Bergmann wurde zum 1. Oktober 1935 an eine Schule in Solingen versetzt. Für sie kam die Lehrerin Hildegard Wolters aus Düsseldorf.[129]

Vom 8. bis zum 25. November 1936 musste Hauptlehrer Breuer einen "weltanschaulichen Lehrgang" in der Gauschule in Friedewald (Westerwald) besuchen. Diese Lehrgänge dienten dazu, Lehrpersonen im Sinne der pädagogischen Leitbilder der NS-Ideologie (Rassenkunde, Nationalismus etc.) zu schulen. Vertreten wurde er in der Zeit von den drei anderen Lehrpersonen, die somit fünf Klassen unterrichten mussten.[130]

Mit Schreiben vom 23. Juli 1937 unterrichtete der Kreisschulrat den Zonser Pfarrer Johannes Klüwer im Auftrag des Regierungspräsidenten, dass der lehrplanmäßige Religionsunterricht an den Volksschulen mit Wirkung zum 31. August des Jahres durch die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen übernommen wird. Gleichzeitig sprach er ihm den Dank des Regierungspräsidenten aus.[131] Klüwer begann daher im November des Jahres, die Mütter der Kinder wöchentlich eine Stunde zu unterweisen, dass sie selbst ihren Kindern den Religionsunterricht erteilen konnten.[132]

Leider schweigt die Zonser Schulchronik für den Zeitraum des Zweiten Weltkriegs. Der letzte Eintrag vor Ausbruch des Krieges datiert vom 9. November 1938. Nicht die Ereignisse der Reichspogromnacht, die auch im Ort spürbar wurde, sind Thema des Eintrags, sondern der "Tag der Gefallenen für die Bewegung", der mit Gedichten und Liedern in der Gaststätte "Zum Stern" (Schönen) gefeiert wurde.[133] Der folgende Eintrag datiert dann erst wieder vom 5. November 1946.[134] Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zu seinem Weggang aus dem Ort 1941 führte Lehrer Heinz Riffel eine (Schul-)Kriegschronik, die den Krieg leider nicht überstanden hat: Im März 1943 sollte die Zonser Volksschullehrerin Käthe Rasten, seine Nachfolgerin, diese Chronik fortsetzen. Dazu wurde auch das Fotomaterial zur Chronik von Riffel aus seinem Haus in Düsseldorf nach Zons gebracht. Am 28. Juni 1943 schreibt Riffel an den Zonser Bürgermeister, er wolle in der kommenden Zeit eine Reinschrift der Kriegschronik verfassen. Dies sei jedoch aufgrund der Zeitumstände schwierig. Am 6. Juni 1944 schreibt er, sein Haus sei bei einem Fliegerangriff getroffen worden, wobei sein gesamtes ortsgeschichtliches Material vernichtet wurde. Offenbar ist dabei auch die Kriegschronik zerstört worden, weshalb heute nur noch das Fotomaterial erhalten ist.[135]

Mit Beginn des neuen Schuljahres im April 1939 wurden alle Kreuze und religiösen Bilder aus der Volksschule entfernt. Die Religionsstunden fanden nur noch in den Randstunden statt, und die Lehrerschaft durfte die Schülerinnen und Schüler nicht mehr in der Kirche beaufsichtigen.[136]

Lehrerin Elisabeth Kegel um 1939/40.

Im September 1939 wurde Lehrer Jakob Steves als Hauptmann zur "Westfront" eingezogen.[137] Es ist anhand der Schulchronik nicht überliefert, ob und wann er wieder an die Schule zurückkehrte. In der NS-Zeit hat ab Anfang Juli 1936 auch zumindest für mehrere Jahre die Lehrerin Elisabeth Kegel an der Volksschule unterrichtet. Leider ist hierzu nichts Näheres anhand der Schulchronik überliefert. 1943 trat die Lehrerin Hildegund Tasch ihr Lehramt an der Volksschule an.[138]

Die katholische St. Martinus-Volksschule/Grundschule nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1968

Die Volksschule war unmittelbar nach Ende des Weltkrieges in einem schwierigen Zustand: Aufgrund von Beschädigungen waren die Klassenräume nur notdürftig benutzbar, an Decken und Wänden war Putz abgefallen, die Öfen waren teils nicht aufgestellt und teils nicht benutzbar, die Fenster behelfsmäßig repariert und teilweise mit Notglas versehen. Schränke und Pulte waren nicht mehr verschließbar. Der Zustand der Schule wirkte auf alle Beteiligten, so der Schulchronist, niederdrückend und entmutigend.[139]

Hauptlehrer Mathieu Fausten 1948.
Lehrerin Agnes Breuer 1948.

Hauptlehrer Peter Breuer starb am 14. Oktober 1946 im Dormagener Krankenhaus. Am 5. November 1946 übernahm sein Nachfolger, Mathieu Fausten, der vorher die Volksschule in Nievenheim geleitet hatte, die provisorische Schulleitung. Zu diesem Zeitpunkt unterrichteten neben ihm die folgenden Lehrkräfte an der Volksschule[140]:

  • Agnes Breuer, die Witwe des Peter Breuer, als Aushilfslehrerin (sie hatte mit Kriegsbeginn die Unterrichtung an der Volksschule übernommen)
  • Pastor Voßwinkel aus Dormagen als evangelischer Religionslehrer

Von den bereits in der Zeit des Weltkriegs unterrichtenden Lehrpersonen waren somit nach Kriegsende nur noch Peter Breuer (kurzzeitig) und seine Frau Agnes Breuer aktiv. Wie lange Jakob Steves, Hildegard Wolters und Käthe Rasten unterrichtet hatten, ist anhand der Schulchronik nicht überliefert.

Die Schulchronik berichtet über die schlechte Ernährungslage der Bevölkerung und der Schulkinder im Winter 1946/47[141]:

"Die Weihnachtsferien dauern vom 21.12.46-8.1.47. Auch während dieser Zeit wird die Schulspeisung ausgegeben. – Durch die Besatzungsmacht wurde für die Schulkinder eine zusätzliche warme Mahlzeit angeordnet. Der Ernährungszustand des Volkes war sehr schlecht und die laut Lebensmittelkarte zustehenden Lebensmittel (Wert 1500 Kalorien) konnten nicht einmal ausgegeben werden (tatsächliche Ausgabe etwa 900 Kalorien). Die zusätzliche Mahlzeit für die Schulkinder betrug etwa 300 Kalorien und bestand aus verschiedenen präparierten Gemüsesuppen, Haferflockensuppe usw. Dann und wann, in unregelmäßiger Folge, wurden Schokolade und Nährstangen ausgegeben, die natürlich sehr beliebt waren."

Aufgrund des kalten Winters und des Mangels an Kohle und Brennholz musste die Schule im Januar 1947 geschlossen werden. Erst am 24. Februar begann man wieder mit einem stark gekürzten Schulunterricht, indem zwei Klassen vormittags geheizt wurden und die Kinder alle zwei Tage Unterricht hatten. Erst ab dem 16. März konnte wieder regulär unterrichtet werden.[142]

Wegen Überlastung und aus gesundheitlichen Gründen musste der evangelische Religionslehrer Pastor Voßwinkel Ende Januar 1947 das Unterrichten aufgeben. Für ihn übernahm Helene von Wilpert den Religionsunterricht, die als Katechetin auch die umliegenden Schulen betreute.[143]

Am 1. Juli 1947 bestand Lehrerin Hildegund Tasch ihre zweite Lehramtsprüfung an der Volksschule. Als neue, fünfte Lehrkraft wurde zum 1. September des Jahres der Schulamtsbewerber Wilhelm van der Zander eingewiesen, der die Akademie in Aachen besucht hat. Einen Monat später, zum 1. Oktober, verließ Margarethe Iven zwecks weiterer Ausbildung die Volksschule. Am 20. Oktober kam zur Entlastung der Schulamtsbewerber Klaus Scrzyba, der die Akademie in Bonn besucht hat.[144]

Am 22. Oktober 1948 bekam die Schule als sechste Lehrkraft die Lehrerin Elisabeth Drost zugewiesen, die vorher an der Volksschule in Norf unterrichtet hatte. Sie übernahm die zweite Klasse.[145]

Zum 1. Januar 1949 erhielt Mathieu Fausten die Bestätigung der definitiven Anstellung als Hauptlehrer. Aus diesem Anlass veranstaltete die Schule in der Oberklasse eine kleine Feier, an der die Kinder der Oberklasse, das Lehrerkollegium, der Elternbeirat, Pfarrer Johannes Klüwer und als Vertretung für den Stadtdirektor Johann Scheer der Rendant der Amtskasse, Herr Baum, teilnahmen.[146]

Am 1. April 1949 wechselte Lehrer Wilhelm van der Zander an eine Schule in seiner Heimatstadt Mönchengladbach. Für ihn kam am 18. Juni des Jahres der Lehrer Hans Burzik, der an der Pädagogischen Hochschule in Vechta ausgebildet worden ist. Die Stelle in Zons war seine erste Lehrerstelle.[147]

Anfang März 1950 zählte die Volksschule 340 Kinder, die sich auf sieben Klassen und nur vier Klassenräume verteilten. Bereits vor dem Weltkrieg gab es Überlegungen für einen Schulneubau. Ein erster Nachkriegsplan sah vor, das bestehende Schulgebäude durch den Anbau von zwei Klassen zu vergrößern. Dieser Plan, der ca. 60.000,- DM Kosten vorsah, wurde von der Regierung abgelehnt. Hauptlehrer Mathieu Fausten konnte im Zuge der Wiederaufnahme der Neubaupläne den Architekten Emil Baumanns aus Wevelinghoven für eine Mitarbeit gewinnen. Der Regierung wurden mehrere Pläne in vielfach variierter Form vorgelegt, von denen einer zum Zuge kam. Ein erster Bauabschnitt des Neubaus auf einem 87 ar großen Grundstück an der Steinstraße mit vier Klassen und je einem Nebenraum, Lehrerzimmer, Amtszimmer, Badegelegenheit etc. wurde noch 1950 in Angriff genommen. Der Gesamtkomplex umfasste 8 Klassen und eine Turnhalle.[148] Am 12. Juni 1950 war der feierliche Spatenstich für die neue Schule, ausgeführt durch Stadtdirektor Johann Scheer[149]:

Feierlicher Spatenstich zum Neubau der Volksschule am 12. Juni 1950.
"Die ganze Schule war am geschmückten Bauplatz anwesend, um dieses Ereignis mit zu erleben. Nach Ansprachen des Herrn Stadtdirektors, des Herrn Pfarrers und des Hauptlehrers erklang ein frisches Lied aus freudig bewegten Kinderherzen, die nun hoffen, teilweise zu Ostern 1951 den Neubau beziehen zu können."

Am 29. Juli 1950 war die feierliche Grundsteinlegung zum Schulneubau, die in der Schulchronik folgendermaßen beschrieben wird[150]:

"Heute nachmittag wurde in Gegenwart von Vertretern der Regierung Düsseldorf, des Kreises und der Stadt Zons, der Schulkinder und vieler Zonser Bürger in feierlicher Form der Grundstein für den Schulneubau an der Steinstraße gelegt. An der fahnengeschmückten Baustelle konnte Stadtdirektor Scheer neben den Einheimischen viele Ehrengäste begrüßen. Besonderer Gruß galt u.a. dem alten Zonser Freund Regierungs Bau-Direktor Schaeffer. Pfarrer Klüwer segnete den Grundstein, und Amtsbürgermeister Kamm verlas die kunstvoll auf Kalbfell gefertigte Urkunde. Der Zinkblechbehälter wurde nach Einfügung derselben und einiger Münzen verlötet und im Grundstein vermauert. Gedichte und Lieder der Kinder gaben der Feier einen würdigen Rahmen. Ein kurzer gemütlicher Umtrunk hielt Gäste, Stadtvertretung und Schule noch eine Weile beisammen.

Möge sich erfüllen, was Amtsbürgermeister Kamm zu seinen drei Hammerschlägen sagte: 'Mit Gott' – 'Für unsere Jugend' – 'Für eine glückliche deutsche Zukunft', dem Regierungs Bau-Direktor Schaeffer in seiner Ansprache hinzufügte: 'Stehe, Grund!' – 'Wachse, Stein!' – 'Künde, Werk!'."

Zum 1. Dezember 1950 wurde der Lehrer Hans Burzik nach langen Bemühungen der Zonser Stadtverwaltung nach Büttgen versetzt. Eltern von Schulkindern hatten sich wiederholt über sein Verhalten im Schuldienst und im Privatleben beschwert. Für ihn kam am selben Tag der Lehrer Erich Schindler von der Akademie in Aachen.[151]

Am 8. Oktober 1951 konnte der Schulneubau an der Steinstraße eingeweiht werden. Die Schulchronik führt dazu aus[152]:

"Nach einem feierlichen Gottesdienst der Schulgemeinde wurden die Schulkinder mit Tambourkorps und Musikkapelle zur neuen Schule gebracht, auf deren Vorplatz die Fahnen bei herrlichem Sonnenschein die Farben der Bundesrepublik, des Landes Nordrhein-Westfalen und das Wappen von Zons zeigten. Alle, Schulkinder, Eltern und Ehrengäste erfreuten sich an dem schmucken Bild dieser im weiten Umkreis einmaligen Schule.
Unter den Ehrengästen sah man Pfarrer Lennartz, Kaplan Roßlenbroich, Oberkreisdirektor Dr. Silka, Bürgermeister Kamm, Stadtdirektor Scheer und Schulrat Sittard. Nachdem Kinder Lieder gesungen und Gedichte vorgetragen hatten, kamen Dr. Silka, Schulrat Sittard und Bürgermeister Kamm zu Wort. Pfarrer Lennartz weihte die neuen Kreuze und kennzeichnete in einer Ansprache die Bedeutung derselben. Hauptlehrer Fausten gab einen geschichtlichen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Zonser Schule.
Ihm wurden durch den Bürgermeister die Schlüssel überreicht, und er übernahm damit die Schlüsselgewalt über den neuen Schulbau."

Anfang Januar 1952 musste der reguläre Unterricht wegen des Mangels an Heizmaterial ausfallen: So kamen die Schulkinder morgens um 9 Uhr zur Schule, um ihre Hausaufgaben entgegenzunehmen und die alten Hausaufgaben kontrollieren zu lassen, dann wurden sie wieder nach Hause entlassen. Erst eine größere Lieferung Koks für die neue Schule brachte wieder geordnetere Verhältnisse, obwohl das Unterrichten von sieben Klassen in vier Klassenräumen gewisse Beschwerlichkeiten mit sich brachte.[153]

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 17. April 1952 verblieben die Klassen 1-4 in der alten Schule, die Klassen 5-8 wurden im Schulneubau unterrichtet..[154]

Am 1. Oktober 1952 wechselte Lehrer Klaus Scrzyba nach Straberg, wo er die Leitung der Volksschule übernahm. Für ihn kam am 6. Oktober 1952 der Lehrer Fritz Gallus, der vorher in Weselerwald unterrichtet hatte.[155] Gallus wurde 1855 oder 1956 an eine andere Schule versetzt, und für ihn kam 1956 der Lehrer Peter Georg Jungnitz.[156]

Mit Ende des Schuljahres 1953/54 musste Lehrerin Agnes Breuer wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem Dienst ausscheiden. Sie wurde in einer Feierstunde geehrt.[157]

Am 4. Oktober 1956 war die Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau der Volksschule an der Steinstraße durch den Architekten Emil Baumanns aus Wevelinghoven, bestehend aus zwei Klassenräumen mit Nebenräumen. Die Baumaßnahme wurde auf Kosten der Stadt Zons mit Unterstützung der Regierung durchgeführt.[158] Der Erweiterungsbau mit geräumiger Pausenhalle, einem Werk- und einem Nebenraum im Erdgeschoss, zwei Klassenräumen sowie einer Schüler- und Volksbibliothek und einem Konferenzzimmer im Obergeschoss sowie einem repräsentativen Feierraum im Dachgeschoss (Platz für ca. 200 Personen) konnte am 20. Dezember 1947 eingeweiht werden. In die neuen Klassenzimmer konnten nun die zweite und dritte Klasse einziehen, die bis dahin noch in der alten Schule am Juddeturm unterrichtet worden waren.[159]

Unmittelbar nach ihrem feierlich begangenen 40-jährigen Dienstjubiläum am 25. September 1957 schied Elisabeth Drost aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schuldienst aus.[160]

Im Spätherbst 1958 begannen die Arbeiten für den Turnhallen-Neubau, der am 5. Juni 1959 im Beisein von Vertretern der Landesregierung, der Kreisleitung, des Stadtrates und der Stadtverwaltung sowie der gesamten Zonser Lehrerschaft eingeweiht werden konnte. Die Kosten beliefen sich auf 140.000,- DM.[161]

Lehrer Peter Georg Jungnitz ca. 1957.
Lehrerin Helga Hinz um 1963.

Am 1. Juli 1959 verließ Erich Schindler die Volksschule, um die Leitung der Volksschule in Straberg zu übernehmen. Sein Nachfolger am 12. August 1959 wurde Albert Laufs aus Düsseldorf.[162] Allerdings erhob sich in der Straberger Bevölkerung ein so großer Widerstand gegen Schindler, dass sich die Regierung veranlasst sah, ihn im September des Jahres wieder nach Zons zurück zu versetzen.[163] Wann er wieder wechselte ist anhand der Schulchronik nicht überliefert. Jedenfalls war er Anfang 1964 Hauptlehrer in Rosellen.[164]

Ostern 1960 wurde Lehrer Peter Georg Jungnitz an die Volksschule in Kelzenberg bei Jüchen versetzt. Damit waren an der Zonser Volksschule nur noch vier Lehrkräfte für sieben Klassen vorhanden, so dass ein kaum vertretbarer Zustand entstand. Auf energisches Eintreten von Schulleitung, Verwaltung und Schulpflegschaft erhielt die Schule darauf zwei neue Lehrkräfte von der katholischen Volksschule in Dormagen und der katholischen Volksschule in Rheinfeld, von denen eine, die von Dormagen, nur sehr kurz in Zons unterrichtete.[165] Ostern 1961 wurde auch Lehrer Branner, der von der Volksschule in Rheinfeld gekommen war, wieder zurück versetzt. Für ihn wurde der Lehrer Hermann Trost von Dormagen provisorisch nach Zons versetzt. Ab dem 13. April 1961 unterrichtete ferner Johanna Mießen an der Zonser Volksschule.

Im Schuljahr 1960/61 gab es einige Änderungen in der Lehrerschaft der Volksschule: Schulleiter Mathieu Fausten wurde 1962 zum Rektor ernannt, Lehrerin Helga Hinz (Eintrittsdatum unbekannt) bestand am 26. September 1961 ihre zweite Lehrprüfung, Lehrer Albert Laufs desgleichen am 23. März 1962.[166]

Zum 1. Mai 1962 wurde die Lehrerin Eva Wande, deren Eintrittsdatum die Schulchronik nicht überliefert, nach Köln versetzt. Ergänzt wurde das Lehrerkollegium durch die neu eintretende Lehrerin Elisabeth Klopfer geborene Gessner aus Merl im Kreis Zell/Mosel.[167]

Die evangelische Lehrerin Johanna Mießen wurde auf den 8. April 1964 zur neu errichteten evangelischen Volksschule versetzt.[168] Am 9. April 1964 trat Waltraut Wagner aus Straelen ihr Lehramt an der katholischen Volksschule an. Mit Beginn des Schuljahres sah die Klassenaufteilung somit folgendermaßen aus: 1. Schuljahr Waltraut Wagner, 1./2. Schuljahr Elisabeth Klopfer, 2./3. Schuljahr Rektor Mathieu Fausten, 3./4. Schuljahr Helga Hinz, 5./6. Schuljahr Albert Laufs, 7./8. Schuljahr Konrektorin Hildegund Tasch.[169]

Am 19. März 1965 konnte ein Erweiterungsbau der katholischen Volksschule eingeweiht werden, der aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen notwendig geworden war. Er umfasste u.a. vier zusätzliche Klassenzimmer, einen Werkraum, eine Aula, einen Hauswirtschaftsraum und erforderliche Nebenräume.[170]

Ostern 1965 wechselte Hildegund Tasch auf eigenen Wunsch auf eine Lehramtsstelle an einer Volksschule in Essen. Etwa zeitgleich, am 22. April des Jahres, trat mit Claudia Kammel aus Halle (Saale) eine neue Lehrerin ihren Dienst an den Schule an.[171]

Der Schwimmunterricht war traditionell ein "Stiefkind" der katholischen Volksschule. Da ein eigenes Schwimmbecken fehlte, fand der Unterricht in den ersten Nachkriegsjahren in einem abgetrennten Flussabschnitt des Rheins (an der "Badekribbe") statt. Da dies gefährlich war und zum anderen die Verschmutzung des Rheinwassers zunahm, gingen die jüngeren Lehrkräfte dazu über, mit kleineren Kindergruppen nach Benrath ins Hallenbad zu gehen. Dies bedeutete einen großen Zeitverlust für An- und Abreise, hinzu kamen die Fahrtkosten und die Kosten für die Badbenutzung. Später wechselte man zum neu erstellten Lehrschwimmbecken in Rosellen, so dass Zeit- und Kostenaufwand, auch dank Unterstützung der DLRG, Ortsgruppe Zons, reduziert werden konnten. Erst im Januar 1966 konnte ein eigenes kleines Lehrschwimmbecken nach den Plänen des Zonser Architekten Rudolf Norff in der Schule fertiggestellt werden, dessen Kosten sich auf ca. 70-80.000,- DM beliefen.[172]

Im März 1966 wurden letztmals Schülerinnen und Schüler zu Ostern aus der Schule entlassen. Aufgrund eines Erlasses des Kultusministeriums wurde das allgemeine "Kurzschuljahr" eingeführt, das nur noch 8 Monate (bis zum 1. Dezember 1966) umfasste. Das folgende Schuljahr ging dann bis zum 1. August 1967, und dann erfolgte die Einschulung jeweils regelmäßig zum Herbst jeden Jahres.[173]

Ostern 1966 gab es mehrere personelle Veränderungen im Lehrerkollegium: Lehrerin Simons (Eintrittsdatum unbekannt) beantragte ihre Entlassung aus dem Dienst, Lehrer Albert Laufs wurde nach Stürzelberg versetzt, gleichzeitig wechselte Lehrer Dierk Simons von Stürzelberg nach Zons, Lehrerin Liselotte Laufs wurde von Stürzelberg nach Zons versetzt und zur Konrektorin ernannt. Damit unterrichteten an der katholischen Volksschule ab Ostern 1966 die folgenden Lehrkräfte: 1. Schuljahr Lehrer Simons, 1./2. Schuljahr Lehrerin Klopfer, 2. Schuljahr Lehrerin Kammel, 3. Schuljahr "Durchziehklasse", 3./4. Schuljahr Rektor Fausten, 5./6. Schuljahr Konrektorin Laufs, 7./8. Schuljahr Lehrerin Hinz.[174]

Zum 10. Januar 1967 bekam die katholische Volksschule mit Klemens-Josef Winkelmann eine neue Lehrkraft zugewiesen.[175]

Am 29. September 1967 fand die feierliche Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau der katholischen Volksschule nach den Plänen der Architekten Alois Bauers und Euler im Kostenumfang von 900.000,- DM (mit Unterstützung von Kreis und Land) statt, im Beisein von Stadtdirektor Artur Elicker, Bürgermeister Georg Lerch, Pfarrer Heinrich Wipperfürth, Rektor Mathieu Fausten, dem Hauptlehrer der evangelischen Zonser Volksschule Bucher, dem Lehrerkollegium, zahlreichen Vertretern des Stadtrates und vielen anderen Teilnehmern. Der Plan umfasste sechs Klassenräume mit Nebenräumen und einem Schutzraum.[176] Mit der Fertigstellung 1968 wurde dieser neue Komplex aufgrund des Beschlusses des Landtags vom 1. August 1968 organisatorisch für die Klassen 5-9 als Gemeinschafts-Hauptschule von der Volksschule getrennt. Ab dem 1. August 1968 existierten also an folgenden Orten Grundschulen in Zons: die städtische St. Martinus-Grundschule (katholisch), Stürzelberger Straße 70, unter der Leitung von Rektor Fausten und die Städtische Gemeinschaftsgrundschule, Kurfürstenstraße 27, unter der Leitung von Hauptlehrer Bucher daneben. Frau Konrektorin Liselotte Laufs übernahm zum 1. August die Leitung der katholischen Grundschule St. Aloysius in Stürzelberg. Der Schulkomplex an der Steinstraße war nun eine Gemeinschafts-Hauptschule.[177]

Zum 1. April 1968 erhielt die katholische Volksschule mit Irmintrud Graf eine neue Lehrkraft zugewiesen.[178] Im selben Jahr ging Rektor Mathieu Fausten in Pension.

Die evangelische Paul Gerhardt-Volksschule/Grundschule an der Stürzelberger Straße (1964-1968)

Der evangelische Teil der Zonser Bevölkerung wuchs durch den Zuzug von Heimatvertriebenen von ca. 4% 1945 auf ca. 25% 1962. Vor diesem Hintergrund bemühten sich die Stadtverwaltung und das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde seit Ende der 1950er Jahre um den Bau einer evangelischen Volksschule für den gesamten Amtsbezirk, also inklusive Stürzelberg. Eine Elternbefragung 1960 unterstützte das Vorhaben. Am 6. Oktober 1962 wurde der Grundstein für diesen Schulbau an der Stürzelberger Straße nach den Entwürfen des Zonser Architekten Rudolf Norff und mit wesentlicher Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landkreises Grevenbroich feierlich gelegt. Der Plan umfasste vier Klassenräume, einen Gymnastikraum, einen Werkraum, eine Aula und einige weitere Nebenräume. An der Grundsteinlegung nahmen Bürgermeister Georg Lerch, Architekt Rudolf Norff, Amtmann Jean Schmitz, Rektor Mathieu Fausten, Pastor Keller und zahlreiche weitere Personen teil.[179]

Am 7. April 1964 beging die Stadt die Eröffnung der evangelischen Volksschule ("Paul Gerhardt-Schule") mit einem öffentlichen Besichtigungstermin. Am folgenden Tag begann der Schulunterricht. Die evangelische Lehrerin Johanna Mießen wurde von der katholischen zur evangelischen Volksschule versetzt.[180] Da noch einige Arbeiten am Schulgebäude zu erledigen waren, fand die offizielle, feierliche Übernahme erst am 15. Oktober 1964 statt.[181] Erster Leiter (Hauptlehrer) der Schule wurde Lehrer Rudolf Bucher.

Im Herbst 1965 starteten die Arbeiten für ein umfangreiches neues, geschlossenes Wohngebiet "Zons-West", das den benötigen Wohnraum für die Mitarbeitenden des neuen Werks der "EC Erdöl-Chemie GmbH" in Dormagen/Worringen bieten sollte. Angesichts der Planungszahlen war für die evangelische Volksschule ein Neubau in Arbeit (zwei Klassen und zwei Klassen "Hilfsschule"). Auch für die katholische Volksschule gab es Erweiterungsplanungen.[182] Der Erweiterungsbau der evangelischen Volksschule wurde zum 1. Dezember 1966 fertig. Die ursprünglich geplante zweiklassige "Hilfsschule" (Sonderschule) darin wurde nicht realisiert, da der Stadtrat diese Räume für die Übergangszeit zwischen dem geplanten Abbruch des alten und der Fertigstellung eines neuen Rathauses in Zons nutzte.[183]

1968 wurde die evangelische Grundschule im Zuge der Schulreform zu einer Gemeinschaftsgrundschule umgebildet.

Die Gemeinschafts-Hauptschule ("Arnold-von-Manderscheid-Schule") an der Deichstraße (1968-1989)

Aufgrund der Schulreform und eines durchgeführten Abstimmungsverfahrens entstand zum Schuljahr 1968/69 in den Gebäuden der früheren katholischen St. Martinus-Grundschule an der Steinstraße eine Gemeinschafts-Hauptschule, die später den Namen "Arnold-von Manderscheid-Schule" erhielt. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung 1975 wurde die Schule eine Dormagener Schule. Erste Schulleiterin wurde die frühere Konrektorin der Volksschule, Liselotte Laufs. Auf diese folgte Horst Baumann als Schulleiter von 1984 bis 1989.

Wegen der abnehmenden Schülerzahlen beschloss der Rat der Stadt Dormagen am 30. September 1986, die beiden Hauptschulen in Zons und Nievenheim zusammenzulegen. Diese Zusammenlegung wurde jedoch von der Bezirksregierung mit Verfügung vom 7. April 1987 untersagt. Im Schuljahr 1987/88 konnte aufgrund der geringen Schülerzahl keine neue Eingangsklasse mehr gebildet werden. Daraufhin wurde die Schule zum Schuljahr 1989/90 aufgelöst und mit der Dormagener Hermann-Gmeiner-Schule/UNESCO-Projektschule in Dormagen zusammengelegt.[184]

Die Gemeinschafts-Grundschule ("Friedestrom-Schule") an der Kurfürstenstraße (1968-2005)

Im Zuge der Schulreform und eines durchgeführten Abstimmungsverfahrens wurde der Schulkomplex an der Stürzelberger Straße bzw. Kurfürstenstraße neu in eine Gemeinschafts-Grundschule und eine katholische Grundschule eingeteilt. Die Gemeinschafts-Grundschule an der Kurfürstenstraße unter der Leitung des Hauptlehrers Rudolf Bucher erhielt etwa Ende der 1970er Jahre den Namen "Friedestrom-Schule".

Durch die Kommunale Neugliederung 1975 wurde die Schule eine Dormagener Schule.

Auf den Schulleiter Rudolf Bucher ab 1964 folgten Philipp Weismantel, Ursula Nolten (bis 1999) und Ursula Lauer (1999-2004).

Die katholische St. Martinus-Grundschule an der Stürzelberger Straße (1968-2005)

Im Zuge der Schulreform und eines durchgeführten Abstimmungsverfahrens 1968 wurde der Schulkomplex der evangelischen Grundschule an der Stürzelberger Straße bzw. Kurfürstenstraße neu in eine Gemeinschafts-Grundschule und eine katholische Grundschule eingeteilt. Die katholische St. Martinus-Grundschule zog vom Schulkomplex an der Steinstraße, der für die neue Gemeinschafts-Hauptschule genutzt wurde, zur Stürzelberger Straße 70.

Nachfolgerin von Schulleiter Mathieu Fausten wurde Elisabeth Klopfer, auf sie folgten Mechthild Krebs und Ingrid Grochla bis zur Schließung der Schule 2004. Dazwischen war Michael Girreßer kommissarischer Schulleiter.

Durch die Kommunale Neugliederung 1975 wurde die Schule eine Dormagener Schule.

Die Friedrich-von-Saarwerden-Gemeinschaftsgrundschule an der Deichstraße (eröffnet 2006)

Wegen der seit Jahren rückläufigen Schülerzahlen der beiden Zonser Grundschulen und aufgrund des Zustandes der Schulgebäude (bei Rheinhochwasser drückte regelmäßig Wasser in die im Keller genutzten Schulräume, und eine Sanierung war nicht möglich) gab es ab 2000 Überlegungen, diese Schulen an einem neuen Ort zusammenzulegen. 2001 starteten Untersuchungen, den Komplex der ehemaligen Hauptschule an der Deichstraße für eine zweizügige Ganztagsgrundschule zu sanieren und umzubauen. Am 29. Juli 2003 beschloss der Stadtrat die Zusammenlegung der beiden Zonser Grundschulen zum Schuljahr 2004/2005 (1. August 2004) und den Umbau der alten Hauptschule. Die Bezirksregierung stimmte dem Vorhaben zu. Ein Abstimmungsverfahren erbrachte ein deutliches Votum für die Gemeinschaftsgrundschule.

Die Umbauarbeiten unter der Leitung von Wilhelm Brömmelsiek starteten im April 2004, zunächst mit einem Teilausbau des Dachgeschosses. Zuvor mussten die in den Gebäuden lebenden Flüchtlinge in anderen Unterkünften untergebracht werden. Der umfangreiche Kostümbestand der Spielschar der Freilichtbühne fand im Bürgerhaus ein neues Domizil. Im Zuge des Umbaus wurden neue Fenster eingebaut, die Wärmedämmung verbessert, die Elektroinstallation erneuert und ein neuer Eingangsbereich geschaffen. Die Arbeiten wurden durch den Verkauf der bisherigen Grundschul-Grundstücke an der Stürzelberger- bzw. Kurfürstenstraße refinanziert.

Obwohl noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen waren (es standen noch Arbeiten im Gebäude, in der Turnhalle mit Umkleideräumen und der Außenanlage an), konnte der Schulbetrieb in der neuen Schule nach den Sommerferien, am 9. August 2006 beginnen. Am 16. Oktober 2006 fand die feierliche Einweihung im Beisein der Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer, statt.

Im Schuljahr 2006/2007 zählte die Grundschule unter der Leitung von Ursula Lauer 204 Schülerinnen und Schüler.[185] Auf Ursula Lauer folgte Renate Zündorf als Schulleiterin.

Belege

  1. GStAZ, S. 153, S. 157-158.
  2. GStAZ, S. 157-159.
  3. GStAZ, S. 159.
  4. LAV_NRW_R, Nachlass Eschbach, Nr. 5.
  5. GStAZ, S. 158-159.
  6. Schwieren-Chr., <23>.
  7. Schwieren-Chr., <125>.
  8. GStAZ, S. 159.
  9. Schwieren-Chr., <294>.
  10. Schwieren-Chr., <294>.
  11. Schwieren-Chr., <294>.
  12. Schwieren-Chr., <295>.
  13. GStAZ, S. 159.
  14. Schwieren-Chr., <393>.
  15. GStAZ, S. 159; Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 17, S. 19; Hans Pohl, Die Stadt Zons in der Zeit der französischen Herrschaft (1794-1814), Teil 2, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 41-60, hier: S. 56.
  16. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 17.
  17. Lisken-FBZ, S. 886 (dort irrtümlich "Ch" für "Christina" statt "Chn" für "Christian").
  18. GStAZ, S. 158 mit zugehöriger Anm. 899 auf S. 314.
  19. GStAZ, S. 158; Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 18.
  20. PfAZ, Nr. 577, fol. 50r-v.
  21. Schwieren-Chr., <264>, <564>.
  22. Schwieren-Chr., S. 235.
  23. Lisken-FBZ, S. 670, 868.
  24. Der Lehrer Johann Ulrich, gebürtig aus Laumesfeld in Lothringen, starb am 27. März 1788 ledig im Alter von 58 Jahren: Lisken-FBZ, S. 890.
  25. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 17; Hans Pohl, Die Stadt Zons in der Zeit der französischen Herrschaft (1794-1814), Teil 2, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 41-60, hier: S. 56-57.
  26. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 18.
  27. PfAZ, Nr. 6, p. 159-160.
  28. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 18-19.
  29. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 21-23.
  30. GStAZ, S. 149.
  31. Lisken-FBZ, S. 618.
  32. RhStAZ (1990), S. 12.
  33. Heinrich Meyer (Bearb.): Adreß-Buch für den Regierungsbezirk Düsseldorf, Elberfeld 1844, S. 247.
  34. Lisken-FBZ, S. 339. Er wird in den Zonser Zivilstandsregistern als Zeuge bei der Geburtsanzeige eines illegitimen Kindes von Pauline Kaufmann genannt (Geburt am 10. Februar 1849), zweiter Zeuge war Moses Herz.
  35. Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 18; Hans Pohl, Die Stadt Zons in der Zeit der französischen Herrschaft (1794-1814), Teil 2, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 41-60, hier: S. 55; Heinz Pankalla, Zur Geschichte der jüdischen Mitbürger und der Synagogengemeinde Zons-Dormagen, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Dormagen 1985 (= HSStD Nr. 5), Neuss 1985, S. 10-59, hier: S. 24-25.
  36. Die folgenden Ausführungen basieren, wenn nicht anders angegeben, auf der Ausarbeitung von Gladden: Christa Gladden, ’’Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit Beginn des 19. Jahrhunderts’’, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40.
  37. Wahrscheinlich handelte es sich um den Lehrer-Garten auf Sektion O 680, 39 Ruten und 6 Fuß groß, den die Gemeinde nach Bezug des früheren Franziskanerklosterareals 1830 verkaufte (AiRKN, Do 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 79, fol. 65r-v).
  38. Öffentlicher Anzeiger (der Regierung Düsseldorf), Nr. 123 vom 29. Dezember 1823, Mitteilung Nr. 1690.
  39. LAV_NRW_R, Regierung Düsseldorf, Notare, Repertorium 428, Nr. 7369.
  40. AiRKN, Do 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 80, fol. 7v-8r, fol. 23r-v.
  41. Am 28. März 1837 gab der Schulvorstand bekannt, dass die Unterlehrerstelle Anfang Mai "erledigt" sei (Öffentlicher Anzeiger Nr. 30 vom 5. April 1837, Mitteilung Nr. 305.
  42. Öffentlicher Anzeiger Nr. 68 vom 25. Juli 1837, Mitteilung Nr. 734.
  43. Öffentlicher Anzeiger Nr. 34 vom 18. April 1839, Mitteilung Nr. 421; Öffentlicher Anzeiger Nr. 18 vom 22. Februar 1841, Mitteilung Nr. 176; Öffentlicher Anzeiger Nr. 27 vom 14. März 1842, Mitteilung Nr. 283.
  44. Er trat mit dieser Angabe als Trauzeuge bei der Eheschließung seines Bruders Johann Wilhelm Ross mit Maria Elisabeth Fleischhauer in Zons am 31. Juli 1843 auf: Lisken-FBZ, S. 613. Und er wird in der Funktion auch noch in einem Adressbuch von 1844 aufgeführt: Adreßbuch des Kreises Neuß, Neuss (1844), S. 32.
  45. Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 43 vom 22. Juli 1844, Mitteilung Nr. 738.
  46. Am 26. Januar gab Bürgermeister Peter Matthias Schumacher öffentlich bekannt, dass die Stelle zum 1. April wieder zu besetzen sei (Öffentlicher Anzeiger Nr. 10 vom 1. Februar 1848, Mitteilung Nr. 153).
  47. Die Regierung gab die Besetzung auf zwei Jahre auf Probe mit dem Schulamts-Kandidaten Odaniel am 31. Dezember 1849 bekannt (Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 87 vom 31. Dezember 1849, Mitteilung Nr. 1933).
  48. Mitteilung über die Anstellung Johann van Royens im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf Nr. 47 vom 29. August 1853, Mitteilung Nr. 1158.
  49. Lisken-FBZ, S. 232.
  50. Öffentlicher Anzeiger Nr. 55 vom 20. Juli 1855, Mitteilung Nr. 1059.
  51. Ihre Anstellung wurde im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf Nr. 72 vom 31. Dezember 1855 bekanntgegeben.
  52. Die folgenden Ausführungen basieren, wenn nicht anders angegeben, auf der Ausarbeitung von Gladden: Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40.
  53. Öffentlicher Anzeiger Nr. 31 vom 17. April 1869, Mitteilung Nr. 915.
  54. Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 9 vom 26. Februar 1870, Meldung Nr. 303.
  55. Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 48, 1873, Mitteilung Nr. 1526.
  56. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 6.
  57. Am 30. Juli 1876 ist die Totgeburt eines Kinder von ihm und seiner Frau Maria geborene Jansen in den Zonser Zivilstandsregistern verzeichnet: Lisken-FBZ, S. 870. Wahrscheinlich lebte das Paar nur für die kurze Zeit des Engagements an der Volksschule im Ort.
  58. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 6.
  59. Sie war die Tochter des zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Ehepaars Bäcker Adolph Stuff und Margarethe geborene Euskirchen: Lisken-FBZ, S. 889.
  60. Öffentlicher Anzeiger Nr. 86 vom 6. September 1876, Mitteilung Nr. 3165.
  61. Amtsblatt der Regierung Düsseldorf Nr. 52, 1876, Mitteilung Nr. 1598.
  62. AiRKN, Do 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzungen vom 30. März und 17. Juni 1874.
  63. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 5.
  64. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 5-6.
  65. Öffentlicher Anzeiger Nr. 88 vom 9. September 1876, Mitteilung Nr. 3230.
  66. Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 10, 1877, Mitteilung Nr. 638.
  67. Ihre Anstellung zum Februar 1877 wurde mitgeteilt im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 10, 1877, Mitteilung Nr. 638.
  68. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 6.
  69. PfAZ, Nr. 6, p. 90, p. 92; AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 7.
  70. PfAZ, Nr. 6, p. 107.
  71. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 7; DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 19. März 1880.
  72. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 7.
  73. Öffentlicher Anzeiger Nr. 145 vom 15. Dezember 1880, Mitteilung Nr. 4700.
  74. Seine definitive Anstellung zum Januar 1881 wurde mitgeteilt im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 7, 1881, Mitteilung Nr. 174.
  75. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 7.
  76. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 14. Dezember 1883.
  77. Seine Ernennung wurde mitgeteilt im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 24, 1884, Mitteilung Nr. 478.
  78. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 26. Februar 1895.
  79. PfAZ, Nr. 6, p. 119-120.
  80. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 145.
  81. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 150.
  82. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 148.
  83. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 150.
  84. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 151-152.
  85. GStAZ, S. 195.
  86. PfAZ, Nr. 138, unpagin.
  87. PfAZ, Nr. 138, unpagin. (Sitzung vom 5. Juli 1857).
  88. PfAZ, Nr. 138, unpagin.; der Gemeinderat hatte am 23. April 1861 beschlossen, das Gebäude an Bürgermeister Bacciocco zu vermieten (AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, unpagin.).
  89. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 7. April 1875.
  90. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 13. Februar 1880.
  91. 1876-1877 existierte auch im benachbarten Stürzelberg eine Fortbildungsschule. Der Gemeinderat beschloss im Juni 1877, diese wieder eingehen zu lassen, da die Zonser Fortbildungsschule genüge (AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 5. Juni 1877.
  92. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 7. April 1875.
  93. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzungen vom 25. Oktober und 15. November 1881.
  94. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 12. Januar 1886.
  95. Öffentlicher Anzeiger Nr. 145 vom 29. August 1883, Mitteilung Nr. 7027.
  96. PfAZ, Nr. 6, p. 107-108.
  97. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 81, Sitzung vom 24. Juli 1875.
  98. Laut Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 10, 1877, Mitteilung Nr. 638, erfolgte seine provisorische Anstellung erst zum Februar 1877.
  99. Öffentlicher Anzeiger Nr. 145 vom 29. August 1883, Mitteilung Nr. 7027. Über den Weggang des Rektors berichtete auch die Neuß-Grevenbroicher Zeitung in ihrer Ausgabe Nr. 218 vom 26. September 1883.
  100. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 45; seine Anstellung wurde im Amtsblatt der Regierung Düsseldorf, Nr. 31, 1889, Mitteilung Nr. 724, publik gemacht.
  101. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 103.
  102. PfAZ, Nr. 6, p. 136-137; AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 106.
  103. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 82, Sitzung vom 21. Februar 1906.
  104. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 84, fol. 1-2, 5-6.
  105. PfAZ, Nr. 6, p. 171.
  106. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 15, p. 139.
  107. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 84, fol. 36.
  108. LAV_NRW_R, NW 1014-EF, Nr. 3132.
  109. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 53-54.
  110. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 55.
  111. Gemeint sind [[Peter Breuer, Maria Elisabeth Werle und Heinz Riffel.
  112. Unsichere Lesung des Wortes.
  113. Hierauf gehen die Artikel über Ludolf Schmitz und Helene Seiff näher ein.
  114. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 60.
  115. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 66-67.
  116. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 68.
  117. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 69.
  118. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 77.
  119. Der Kirchenvorstand genehmigte die Vereinbarung in seiner Sitzung vom 12. Oktober 1924 (PfAZ, Nr. 139, unpagin.).
  120. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 83.
  121. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 112-113; Christa Gladden, Die Entwicklung des Schulwesens in Zons seit Beginn des 19. Jahrhunderts, in: BlGZSt, Bd. V (1987), S. 16-40, hier: S. 35.
  122. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 81.
  123. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 86-87.
  124. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 93.
  125. AiRKN, DO 07, Ratsprotokolle Dormagen, Nr. 85, p. 308-309 (Sitzung vom 30. November 1931).
  126. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 110.
  127. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 112.
  128. PfAZ, Nr. 6, p. 215.
  129. PfAZ, Nr. 6, p. 220-221.
  130. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 117.
  131. PfAZ, Nr. 6, p. 231.
  132. PfAZ, Nr. 6, p. 233.
  133. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 121.
  134. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 123.
  135. AiRKN, Augias 146.
  136. PfAZ, Nr. 6, p. 239.
  137. PfAZ, Nr. 6, p. 245.
  138. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 197.
  139. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 124.
  140. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 123.
  141. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 124-125.
  142. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 125.
  143. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 125.
  144. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 126.
  145. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 128.
  146. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 128-129.
  147. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 129-130.
  148. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 131.
  149. AIRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 133-134.
  150. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 135-136.
  151. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 136.
  152. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 139-140.
  153. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 141.
  154. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 152.
  155. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 153.
  156. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 157.
  157. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 155.
  158. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 158.
  159. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 160-161.
  160. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 159-160.
  161. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 165.
  162. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 168-169.
  163. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 169.
  164. AiRKN; DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 182.
  165. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 169.
  166. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 174.
  167. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 175.
  168. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 183.
  169. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 186.
  170. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 196.
  171. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 196-197.
  172. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 199-200.
  173. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 200-201.
  174. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 201-202.
  175. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 205.
  176. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 213.
  177. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 215-216.
  178. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 214.
  179. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 175-178.
  180. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 183.
  181. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 189-191.
  182. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 198-199.
  183. AiRKN, DO 08, Schulchroniken Dormagen, Nr. 16, p. 203-204.
  184. Zusammenstellung der Daten aufgrund der Angaben von Hermann Kienle.
  185. Zusammenstellung der Daten aufgrund der Angaben von Hermann Kienle.