Angelika Riemann
Angelika Riemann (* 1951) ist eine ehemalige Leiterin und Kuratorin des Kreismuseums Zons. Sie leitete die Einrichtung von 2007 bis Ende 2016 und prägte deren Profil im Bereich der Angewandten Kunst sowie der regionalen Kulturgeschichte maßgeblich.
Werdegang
Angelika Riemann war zunächst als stellvertretende Leiterin des Kreismuseums tätig. Im Januar 2007 übernahm sie nach der Verabschiedung der langjährigen Direktorin Helene Blum-Spicker die kommissarische (und spätere reguläre) Leitung des Hauses. Im Laufe ihrer Amtszeit verfolgte sie das Prinzip "Kontinuität und Wandel", indem sie etablierte Sammlungsschwerpunkte pflegte, bei Wechselausstellungen jedoch neue Wege ging.
Zum Jahresende 2016 trat Riemann nach rund 27 Jahren Museumsarbeit in den Ruhestand. Ihre Nachfolge trat Anna Karina Hahn an, die zuvor bereits als ihre Stellvertreterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin gewirkt hatte.
Berufliches und gesellschaftliches Wirken
Während ihrer Zeit als Museumsdirektorin verantwortete Angelika Riemann zahlreiche kulturgeschichtliche und kunsthandwerkliche Ausstellungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Pflege und Präsentation der weltweit umfangreichsten Jugendstil-Zinnsammlung.
Zu den bedeutenden von ihr kuratierten oder begleiteten Projekten gehörten unter anderem:
- Ausstellungen zur Kulturgeschichte der Handtasche (2006)
- "Griechenland 1958" mit Fotografien von Helmut Hahn (2008)
- Präsentationen über internationalen Schmuck ("Schönheit & Magie", 2008)
- Eine umfassende Werkschau zur deutschen Keramik der 1950er Jahre (2008)
- Die 16. Internationale Silbertriennale (2011)
- "In der Bar zum Krokodil" über die Schlagerwelt der 1920er Jahre (2015)
- Japanische Färbeschablonen ("Katagami – Der andere Blick", 2016)
Ein zentrales Anliegen Riemanns war die museumspädagogische Arbeit. Sie entwickelte spezielle Programme für Kindergärten und Schulen, um jüngere Generationen spielerisch für die Kultur des Mittelalters und die Burganlage Friedestrom zu begeistern. Zudem etablierte sie gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Kreises Neuss das Format "Frauen führen Frauen", das Rundgänge aus speziell weiblicher Perspektive anbot. Im Rahmen der Vorbereitungen zum Krimifestival "Criminale" arbeitete sie mit Autorinnen wie Brigitte Glaser zusammen und initiierte Lesungen sowie Tatortbesichtigungen im Bereich des Museums. Sie trat zudem regelmäßig als Moderatorin wissenschaftlicher Fachvorträge auf.
Publikationen
- Kontinuität und Wandel im KreisMuseum Zons. In: Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern, Heft 1/2011, S. 2–4
Quellen und Literatur
- Kontinuität und Wandel im KreisMuseum Zons. In: Der Niederrhein. Zeitschrift für Heimatpflege und Wandern, Heft 1/2011, S. 2–4
Dormago-Artikel:
- Helene Blum-Spicker wurde als Direktorin des Zonser Kreismuseums verabschiedet, 09.01.2007
- Angelika Riemann kommissarische Leiterin, 09.01.2007
- Gelungener Griechischer Abend im Museum, 06.03.2008
- Kreismuseum: Schmucke Reise von Ost nach West, 21.06.2008
- Umfassender Überblick über die deutsche Keramik, 24.09.2008
- Geschenk vom Jubilar - Förderverein überreicht Jugendstil-Vase, 25.11.2009
- Tatort Zons: Krimi „Rippenbiest“ ein Beitrag zur „Criminale“, 27.11.2009
- Originelle Ausstellung mit Aktion für alle Sinne im Kreismuseum, 04.05.2010
- Museumstag: Kulinarisch und kriminalistisch, 14.05.2010
- Kurz-Krimi spielt in Zons: Emma setzt den „Sissi-Stich“, 25.05.2010
- KreisMuseum präsentiert Internationale Silbertriennale, 24.08.2011
- Gelungene Zeitreise durch das Mittelalter, 22.05.2013
- „In der Bar zum Krokodil“ - Erinnerungen an wilde Zeiten, 07.02.2015
- Katagami - Die atemberaubende Vielfalt, 02.05.2016
- Karina Hahn führt jetzt das KreisMuseum, 20.01.2017
- „Frauen führen Frauen“ im Kreismuseum, 11.03.2019