Stromfest

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Das Stromfest in den Rheinwiesen.
Festpostkarte zum Stromfest 1934 nach dem Entwurf von Theo Blum.

Das Stromfest 1934 war eine mehrtägige touristische Großveranstaltung in Zons, die im August 1934 vom Zonser Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) durchgeführt wurde. Die Feierlichkeiten dienten dazu, Zons als Ausflugsziel attraktiver zu gestalten und den Fremdenverkehr zu beleben.

Organisation und Hintergrund

Die Initiative für das Fest ging von einer Gruppe lokaler Akteure aus, die sich seit Ende der 1920er Jahre verstärkt um die touristische Vermarktung von Zons bemühten. Zu diesem Kreis gehörten der seit 1928 amtierende Bürgermeister Hans Michael Flücken, der Lehrer Heinz Riffel, der Geschäftsführer des VVV Heinrich Berchem sowie der Maler und spätere Ehrenbürger Theo Blum. Die Planungen für das Fest wurden maßgeblich in der Gaststätte "Stadt Zons" bei dem Wirt Peter-Josef Schmitz entwickelt. Das Stromfest war Teil einer Reihe von Maßnahmen zur Tourismusförderung, zu denen auch das Stadtfest 1929 und die Errichtung des Heimatmuseums (1931) zählten.

Programm und Verlauf

Das Fest wurde am 4., 5. und 12. August 1934 begangen. Zum Veranstaltungsprogramm gehörten ein Feuerwerk sowie eine "Stadtbeleuchtung", die die historischen Befestigungsanlagen optisch hervorhob. Zentrales Element war die Aufführung des Festspiels "Schwur am Strom" auf der Festwiese am Rheinufer. Das Weihespiel war vom Kölner Dichter Michel Becker verfasst worden, der das Stück bereits für das Stadtfest 1929 geschrieben hatte. Die Durchführung des Festes verlief unter Ausschluss der kirchlichen Gemeinde. Laut Pfarrchronik war der Pastor bei der Veranstaltung "ausgeschaltet".

Bedeutung für die Zonser Theatergeschichte

Das Stromfest 1934 gilt als unmittelbarer Vorläufer für die Gründung der Zonser Freilichtbühne im Jahr 1935. Bei den Aufführungen des Beckerschen Stücks kamen erstmals Kölner Laienspieler – insbesondere aus dem Spielkreis der Katholischen Arbeiterbewegung – in Zons zum Einsatz. Die positiven Erfahrungen mit diesen Darstellern führten dazu, dass sie auch für die späteren historischen Spiele im Schlosszwinger, wie "Der Schmied von Zons" (1935), verpflichtet wurden.

Künstlerische Gestaltung

Der Künstler Theo Blum übernahm die künstlerische Betreuung des Festes. Er gestaltete die farbige Vorlage für die offizielle Festpostkarte, die das Ereignis dokumentierte.

Quellen und Literatur